1 Allgemeine Grundsätze 1. 2 Personenkreis und Zuständigkeiten 1 3 Ziele 2 4 Pflichten der Dienstvorgesetzten 2 I. Aufgaben des HKM 3

Please download to get full document.

View again

of 12
All materials on our website are shared by users. If you have any questions about copyright issues, please report us to resolve them. We are always happy to assist you.
Categories
Published
Integrationsvereinbarung vom zwischen dem Hessischen Kultusministerium, der Hauptschwerbehindertenvertretung der Lehrkräfte und dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (ABl. 03/2017)
Integrationsvereinbarung vom zwischen dem Hessischen Kultusministerium, der Hauptschwerbehindertenvertretung der Lehrkräfte und dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (ABl. 03/2017) Inhaltsverzeichnis Seite 1 Allgemeine Grundsätze 1 2 Personenkreis und Zuständigkeiten 1 3 Ziele 2 4 Pflichten der Dienstvorgesetzten 2 I. Aufgaben des HKM 3 A) Bericht des Beauftragten des Arbeitgebers B) Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs C) Arbeitsplatzausstattung D) Hauptamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte mit Behinderungen in der Eigenschaft als Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter bzw. als Fachleiterinnen und Fachleiter an den Studienseminaren II. Aufgaben der Staatlichen Schulämter/ Schulaufsichtsbehörden 4 A) Neueinstellungen B) Bericht des Beauftragten des Arbeitgebers C) Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs III. Aufgaben der Schulleitungen 5 A) Neueinstellungen B) Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs C) Nachteilsausgleiche IV. Aufgaben der Leiterinnen und Leiter der Studienseminare 8 A) Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit Behinderungen (LiV mit Behinderungen) B) Hauptamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte mit Behinderungen in der Eigenschaft als Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter bzw. als Fachleiterinnen und Fachleiter an den Studienseminaren 5 Prävention und Rehabilitation 10 6 Beendigung von Dienst- oder Beschäftigungsverhältnissen 10 7 Integrationsteam 11 8 Öffnungsklausel 11 9 Geltungsdauer 11 Integrationsvereinbarung nach 83 des Sozialgesetzbuches - Neuntes Buch - (SGB IX) zwischen dem Hessischen Kultusministerium,. der Hauptschwerbehindertenvertretung der Lehrkräfte und dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und. Lehrer 1 Allgemeine Grundsätze Durch die Übernahme der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Umdenken in der Gesellschaft in Gang gesetzt worden. Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, in denen sich Menschen mit Behinderungen einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können.. Hierbei kommt den öffentlichen Arbeitgebern im Rahmen der besonderen Fürsorgepflicht für Menschen mit Behinderungen eine Vorbildfunktion zu. In den Teilhaberichtlinien (TeilhabeRL) des Landes Hessen werden unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention neue Rahmenbedingungen für die im Landesdienst befindlichen Menschen mit Behinderungen geschaffen. Um den Besonderheiten des Geschäftsbereichs des Hessischen Kultusministeriums Rechnung zu tragen, werden dieseteilhaberl durch eine ressortbezogene Integrationsvereinbarung ergänzt. Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitsplätze sind hier so zu gestalten, dass für alle Menschen mit Behinderungen der gleichberechtigte Zugang und die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilhabe gewährleistet werden. Die rechtlichen Vorschriften betreffend Menschen mit Behinderungen und deren Interessenvertretungen sowie des Hessischen Personalvertretungsgesetzes (HPVG) und des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes (HGIG) sind Bestandteile der Führungskräftequalifizierung. 2 Personenkreis und Zuständigkeiten a. Die Vereinbarung gilt für die in 91 HPVG genannten Dienststellen im Geschäftsbereich des Hessischen Kultusministeriums. Die Menschen mit Behinderungen werden in der Integrationsvereinbarung aufgrund ihrer unterschiedlichen Aufgabenbereiche differenziert nach: 1. Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mit Behinderungen, 2. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit Behinderungen (LiV mit Behinderungen), ' 3. hauptamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Ausbildungsbeauftragte: mit Behinderungen in ihrer Eigenschaft als Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter bzw., als Fachleiterinnen und Fachleiter an den Studienseminaren, b. Lehrkräfte mit Behinderungen werden von derjenigen Schwerbehindertenvertretung (SBV) beraten und vertreten, in deren Wahlbezirk die Stammschule der Lehrkraft mit Behinderungen liegt, c. LiV mit Behinderungen werden von derjenigen SBV beraten und vertreten, in deren Wahlbezirk das jeweilige Studienseminar liegt,. d. Hauptamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder mit Behinderungen werden von derjenigen SBV beraten und vertreten, in deren Wahlbezirk das jeweilige Studienseminar liegt, e. Ausbildungsbeauftragte mit Behi.nderungen werden von derjenige.n SBV beraten und vertreten, in deren Wahlbezirk die Stammschule der/des Ausbildungsbeauftragten mit Behinderungen liegt. Eine Beratung durch die Gesamt- oder Hauptschwerbehindertenvertretung ist dadurch nicht ausgeschlossen. Sofern keine ausdrückliche Differenzierung vorgenommen wird, gelten alle Regelungen in dieser Vereinbarung für Menschen mit Behinderungen gemäß 2 Abs. 2 SGB IX (schwerbehindert) und Menschen mit ~ehinderungen gern. 2. Abs. 3 SGB IX (gleichgestellt). Für Menschen mit Behinderungen mit einem Grad der Behinderung von 30 oder 40, die nicht gleichgestellt sind, ist im Einzelfall zu prüfen, ob besondere, der Behinderung angemessene Maßnahmen und Nachteilsausgleiche nach dieser Vereinbarung in Betracht kommen. 3Ziele Die Vertragspartner treffen die Vereinbarung, die folgenden Ziele für den Bereich der Menschen mit B~hinderungen zu verfolgen: 1.. Erreichung bz,w. Sicherung der für den Bereich der Hessischen Landesverwaltung geltenden Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderungen im Geschäftsbereich des HKM. Es sollen mindestens die Einstellungsvorgaben des jeweils aktuell geltenden Lehrerstellenzuweisungserlasses erreicht werden; 2. Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs. 3. Sicherung bestehender Arbeitsplätze und von Chancengleichheit durch Gewährung von Nachteilsausgleichen und durch behinderungsbedingte Arbeitsplatzausstattung.. 4. Durchführung von Präventionsmaßnahmen. 5. Umsetzung von Maßnahmen zur Barrierefreiheit mit den zuständigen Kooperationspartnern unter Beachtung de.r Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Teilhaberichtlinien. Um diese Ziele zu erreichen, sind die nachfolgenden Regelungen großzügig unter der Maßgabe auszulegen, Beschäftigungsverhältnisse von Menschen mit Behinderungen zu begründen und auf Dauer zu erhalten. 4 Pflichten der Dienstvorgesetzten Nach 95 Abs. 2 SGB IX ist die Schwerbehindertenvertretung (SBV) in allen Angelegenheiten, die einen einzelnen Menschen mit Behinderungen oder die Menschen mit Behinderungen als Gruppe berühren, unverzüglich und umfassend zu unterrichten und vor einer Entscheidung anzuhören; die getroffene Entscheidung ist der SBV unverzüglich mitzuteilen. 2 Für die Umsetzung der Ziele der Integrationsvereinbarung sind die Dienstvorgesetzten zuständig. Sie sind verpflichtet, sich mit den für Menschen mit Behinderungen in 1 genannten Gesetzen, rechtlichen Grundlagen und mit den relevanten hessischen Bestimmungen vertraut zu machen, notwendige Hilfen zu gewähren und mit den SBV eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Akten der Menschen mit Behinderungen sind besonders zu kennzeichnen. In Berichten über Personalangelegenheiten und in Mitteilungen an die PersonalvertretUngen ist auf die Behinderteneigenschaft hinzuweisen (Nr. 4 W zu 107 Abs. 2 HBG). 1. Aufgaben des Hessischen Kultusministeriums A) Bericht des '3eauftragten des Arbeitgebers Der Beauftragte des Arbeitgebers fertigt jährlich einen Bedcht über den Stand der Zielerreichung im Bereich der Lehrkräfte an und legt. ihn dem Hauptpersonalrat, der Hauptschwerbehindertenvertretung (HSBV) und den Gesamtschwerbehindertenvertretungen ( GSBV) vor. Der Bericht trifft u. a. Aussagen über 1. die. Beschäftigungsquote nach. 80. Abs. 2 SGB IX ( einschließlich der Vorlage des Verzeichnisses nach 80 Abs. 1 SGB IX an die HSBV), 2. die Anzahl der Be_schäftigten, unterteilt nach 2 Abs. 2 SGB IX ( schwerbehindert) urid nach 2 Abs. 3 SGB IX (gleichgestellt) und differenziert nach dem Geschlecht,. 3. die Anzahl der Neueinstellungen und Abgänge mit geschlechtsdifferenzierter Angabe. B) Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen, Aufstiegs Bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Qualifizierungsfortbildungen sind Menschen. mit Behinderungen besonders zu berücksichtigen. Bei Prüfungen erhalten sie bei Bedarf im Rahmen der rechtlichen Vorgaben behinderungsbedingte Nachteilsausgleiche. Zu Qualifizierungsfortbildungs-, Fort- und Wejterbildungsveranstaltungen sind bei Bedarf Gebärdensprachdolmetscher und Kommunikationshelfer hinzuzuziehen. Bei Bewerbungen um eine Abordnung an eine übergeordnete Behörde sind Menschen mit Behinderungen bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen. Ein entsprechender Hinweis ist in die Ausschreibungstexte aufzunehmen. C) Arbeitsplatzausstattung Zur Kompensierung der Beeinträchtigungen sind nach Art und Umfang der Behinderung erforderliche Hilfsmittel bereitzustellen. Hierzu gehören u. a. technische Hilfen am Arbeitsplatz und Arbeitsassistenzen. Das Hessische Kultusministerium koordiniert unverzüglich nach Antragstellung die behinderungsgerechte und barrierefreie Ausstattung der Arbeitsplätze und koordiniert und prüft deren Restfinanzierung. Es sorgt für die Beteiligung der SBV zyvecks Beratung im Planungsprozess bei Neu- und Umbaumaßnahmen. Der SBV soll zur kompetenten Wahrnehmung ihrer Beratun.gsaufgabe ermöglicht werden, an geeigneten Schulungen teilzunehmen. Das HKM unterstützt die HSBV bei Planung und Durchführung von themenbezogenen Schulungen. 3 D) Hauptamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte mit Behinderungen in der Eigenschaft als Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter bzw. als Fachleiterinnen und Fachleiteran den Studienseminaren Das Hessische Kultusministerium wirkt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen und den Leiterinnen und Leitern der Studienseminare auf die Umsetzung der Ziele dieser Vereinbarung bezüglich der hauptamtlichen Ausbilderinnen und Ausbilder und der Ausbildungsbeauftragten mit Behinderungen in deren Eigenschaft als Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter bzw. Fachleiterinnen und Fachleiter hin. II. Aufgaben der Staatlichen Schulämter/ Schulaufsichtsbehörden Den Schulleitungen und den mit Personalsachbearbeitung betrauten Personen in den Staatlichen Schulämtern wird die Integrationsvereinbarung in Versammlungen vorgestellt und erläutert, wobei die GSBV einzuladen ist. Im Übrigen gilt Abschnitt XII. Nr.2 der TeHhabeRL. Zu Schulleiterdienstversammlungen ist die GSBV rechtzeitig einzuladen. Ihr steht bei Bedarf ein Tagesordnungspunkt zu. Die Staatlichen Schulämter legen der GSBV jährlich die Meldung gemäß 80 Abs. 2 SGB IX und eine aktuelle Liste der beschäftigten Lehrkräfte mit Behinderungen nach 80 Abs. 1 SGB IX vor. Auf Verlangen der SBV ist ihr eine aktuelle Liste der in ihrem Zuständigkeitsbereich beschäftigten Lehrkräfte mit Behinderungen auszuhändigen. Diese Liste enthält folgende Daten: - Name, Vorname Amtsbezeichnung Beschäftigungsverhältnis Geburtsdatum Dienststelle (Stammschule) Abordnungen Grad der Behinderung (GdB) Laufzeit des Schwerbehindertenausweises Laufzeit der Gleichstellung Stellenumfang Begrenzte Dienstfähigkeit (Umfang) Altersteilzeit (Laufzeit, Beginn der Freistellungsphase) Anrechnung aus Altersgrµnden (Altersermäßigung) Nachteilsausgleich für schwerbehinderte Lehrkräfte ( 2 Abs. 2 SGB IX) gemäß der Pflichtstundenverordnung Diensterleichterung zur Wiederherstellung der Gesundheit A) Neueinstellungen 4 Es ist anzustreben, dass die für den Bereich der Hessischen Landesverwaltung geltende Beschäftigungsquote auch durch entsprechende Einstellungen nach dem jeweils gültigen Lehrerstellenzuweisungserlass für den Bereich jedes Staatlichen Schulamts erfüllt wird. Werden diese Quoten bis zum Ende des Kalenderjahres nicht vollständig erfüllt, hat das betroffene Staatliche Schulamt dem Gesamtpersonalrat, der GSBV und dem Hessischen Kultusministerium bis spätestens Ende Januar des Folgejahres über die Gründe zu berichten. Es hat dann insbesondere auszuführen; welche Maßnahmen zukünftig ergriffen werden, damit die jeweils vorgegebenen Quoten im darauf folgenden Jahr erfüllt werden können. Bei der Feststellung der gesundheitlichen Eignung sind die Vorschriften nach Abschnitt II. Nr. 2 (insbesondere Buchstabe a) der TeilhabeRL zu beachten. B) Bericht des Beauftragten des Arbeitgebers Der Beauftragte des Arbeitgebers fertigt jährlich einen Bericht über den Stand der Zielerreichung gern. 3 dieser Vereinbarung an und ~tellt ihn dem Gesamtpersonalrat, der GSBV und der örtlichen Schwerbehindertenvertretung (ÖSBV) vor. Der Bericht erfolgt sinngemäß den Ausführungen in Abschnitt I a). C) Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs, Bei Beförderungen von Studienrätinnen. und Studienräten zu Oberstudienrätinnen und Oberstudienräten und bei Funktionsstellen sind Lehrkräfte mit Behinderungen bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen. Bei der Übernahme zusätzlicher Aufgaben werden vorliegende, Behinderungen bei den Bewerberinnen und Bewerbern angemessen berücksichtigt. Bei Fortbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen und Qualifizierungsfortbildungen sind Lehrkräfte mit Behinderungen besonders zu berücksichtigen. Bei Bedarf sind Gebärdensprachdolmetscher oder Kommunikationshelfer hinzuzuziehen.. Bei Bewerbungen um eine Abordnung an ein Staatliches Schulamt sind Menschen mit Behinderungen bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen. Ein entsprechender Hinweis ist in die Ausschreibungstexte aufzunehmen. III. Aufgaben der Schulleitungen Alle im Folgenden aufgeführten Regelungen gelten sinngemäß auch für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit Behinderungen und für hauptamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte mit Behinderungen an den Studienseminaren in ihrer Eigenschaft als Lehrkräfte an den Schulen. ( Der Schulleitung ist es untersagt, sich ohne das Einverständnis der betroffenen Lehrkräfte mit Behinderungen gegenüber dem Kollegium, den Eltern oder den Schülerinnen und Schülern über Tatsache bzw. Gründe der Behinderungen zu äußern. 5 A) Neueinstellungen Es gelten die Bestimmungen des jeweils gültigen Einstellungserlasses. Die Neueinstellung soll nicht an baulichen, technischen oder behinderungsbedingten Eigenschaften scheitern. Die Schulleitungen sollen in Zusammenarbeit mit der SBV und dem Staatlichen Schulamt mit den ent~prechenden Stellen (Schulträger, Integrationsamt, Rentenversicherung, HKM usw.) Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze einzurichten. Um Bewerberinnen und Bewerbern mit. Behinderungen zu ermöglichen, die konkreten. Arbeitsplatzanforderungen kennen zu lernen, ist die Möglichkeit des Angebots von Arbeitserprobungen zu prüfen und ggf. anzubieten. 8) Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs Die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland seit 26. März 2009 in Kraft ist, erhebt in Artikel 27 Arbeit und Beschäftigung die Förderung der beruflichen Entwicklung und des beruflichen Aufstiegs zum Ziel. Die hessische Landesregierung unterstützt diese Zielsetzung in ihren TeilhabeRL ausdrücklich. Die Umsetzung gehört zu den Pflichten der Schulleitungen. Sie haben geeignete Maßnahmen z. 8. für eine Erfolg versprechende Bewerbung für. ein. Beförderungsamt oder für eine Funktionsstelle mit den Betroffenen zu erörtern und zielgerichtet umzusetzen... Zur Förderung des beruflichen Fortkommens sind die Regelungen des Abschnitts IV. (insb. Ziffern 1, 2 und 7) der TeilhabeRL zu beachten. Bei der Abfassung von Würdigungsberichten bzw. dienstlichen Beurteilungen sind die Regelungen des Abschnitts VI. (insbesondere Nr. 7) der TeilhabeRL zu beachten. Nehmen Lehrkräft~ mit Behinderungen das Recht auf Führung von Jahresgesprächen in Anspruch, ist auf Wunsch der Betroffenen bzw. des Betroffenen die ÖSBV einzuladen. Bei Qualifizierungsfortbildungs- und anderen Fortbildungsveranstaltungen sind Lehrkräfte mit Behinderungen besonders zu berücksichtigen. Bei Bedarf sind Gebärdensprachdolmetscher und Kommunikationshelfer hinzuzuziehen. Besondere Berücksichtigung erfahren Lehrkräfte mit Behinderungen bei der Übernahme zusätzlicher Aufgaben in der jeweiligen Schule, sofern dies von der Lehrkraft mit Behinderungen gewünscht wird. C) Nachteilsausgteiche Im Rahmen der Schul(-halb-)jahresvorbereitung bietet die Schulleitung den. Lehrkräften mit Behinderungen rechtzeitig vor Erstellung der Unterrichtsverteilung und des Stundenplan s ein Gespräch über den geplanten Einsatz.und die Arbeitsbedingungen an. Vor jeder Änderung der Unterrich~sverteilung oder des Stundenplans ist zu diesem Gespräch erneut einzuladen. Legt eine Lehrkraft mit Behinderungen während des Schuljahres erstmals einen Schwerbehindertenausweis vor, ist ebenfalls zu einem Gespräch einzuladen. 6 Bei diesen Gesprächen ist insbesondere zu erörtern, welche. konkreten Maßnahmen und Nachteilsausgleiche erforderlich sind, um die Arbeitsfähigkeit so lange wie möglich zu sichern. Auf Wunsch der Lehrkraft nimmt die ÖSBV an diesen Gesprächen teil. Die Gespräche sind durch ein Protokoll zu dokumentieren. Alle Beteiligten erhalten hiervon eine Kopie. Die in vielen Schulen üblicherweise abzugebenden Einsatzwünsche, die den Schulleitungen zur Vorbereitung des Schuljahres dienen, sind kein Ersatz für ~as schuljahresvorbereitende Gespräch. Nimmt die ÖSBV nicht an den Gesprächen teil, so hat die Schulleitung der ÖSBV über die Tatsache, dass ein Gespräch durchgeführt wurde, eine Notiz zukommen zu lassen. Über nicht durchgeführte Gespräche wird die ÖSBV ebenfalls von der Schulleitung bis spätestens zum ersten Unterrichtstag des neuen Schuljahres schriftlich informiert. Bei den nachfolgenden Nachteilsausgleichen, die in Abhängigkeit von Art und Schwere der Behinderung zu gewähren sind, handelt es sich um notwendige Hilfen zur Herstellung von Chancengleichheit und nicht um Privilegien. Die Inanspruchnahme der Nachteilsausgleiche darf nicht zu BenachteiHgungen welcher Art auch immer führen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, individuell notwendige weitere Nachteilsausgle_iche sind möglich: 1. Bei der Ermittlung der Arbeitszeit sind folgende Regelungen zu beachten: Hessische Arbeitszeitverordnung (HAZVO), - Besonderheiten bei den Pflichtstundeharirechnungen gemäß der Pflichtstundenverordnung, - Tarifvertrag Hessen. 2. Auf die persönliche Situation muss jeweils bei der Arbeitszeit bezüglich des Arbeitsbeginns,. der Arbeitspausen und des Arbeitsendes (z. B. bei Konferenzen), der Unterrichtsverteilung, Stundenplangestaltung, Klassenleitungs-, Tutoren- und Mentorentätigkeit, Raumzuweisung, Pausen- und sonstigen -Aufsichten sowie bei Beratungen und Betreuungen Rücksicht genommen werden. Insbesondere bei Vorliegen der Merkmale G, ag, B und/oder H ist auf Antrag die Pausenaufsicht zu erlassen. 3. Gleichzeitiger Unterricht oder Beaufsichtigung von Parallelklassen und/oder benachbarter Klassen sind Lehrkräften mit Behinderungen. gegen ihren Willen nur zumutbar, wenn durch schulorganisatorische Maßnahmen keine anderweitige Lösung gefunden werden kann. 4. Im Blick auf Springstunden muss auf die gesundheitlichen Bedürfnisse und auf die Anzahl der zu unterrichtenden Pftichtstunden Rücksicht genommenwerden. 5. Ein Einsatz an mehreren Schulorten und in mehreren Schulgebäuden ist bei Vorliegen von besonderen behinderungsbedingten Erschwernissen nur nach vorheriger Zustimmung möglich. 6. Bei der Verteilung der Unterrichtsstunden auf die Arbeitstage sollen die Bedürfnisse teilzeitbeschäftigter oder begrenzt dienstfähiger Lehrkräfte mit Behinderungen besonders berücksichtigt werden. Auf Antrag ist Lehrkräften mit Behinderungen gemäß 2 Abs. 2 SGB IX nach Möglichkeit ein unterrichtsfreier Tag einzuplanen. 7. Teilzeitbeschäftigten und begrenzt Dienstfähigen mit Behinderungen ist spätestens mit Beginn des neuen Schuljahres mindestens ein unterrichtsfreier Tag einzurichten, wenn die Unterrichtsverpflichtung um mindestens ein Drittel ermäßigt ist, es sei denn, eine solche Regelung wird von den Betroffen
Similar documents
View more...
We Need Your Support
Thank you for visiting our website and your interest in our free products and services. We are nonprofit website to share and download documents. To the running of this website, we need your help to support us.

Thanks to everyone for your continued support.

No, Thanks