#6/2017 DAS ALUMNIMAGAZIN FÜR DRUCK- UND MEDIENTECHNIKER EIN PRODUKT DER BEUTH HOCHSCHULE FÜR TECHNIK BERLIN

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#6/2017 EIN PRODUKT DER BEUTH HOCHSCHULE FÜR TECHNIK BERLIN DAS ALUMNIMAGAZIN FÜR DRUCK- UND MEDIENTECHNIKER DIE DESIGNDRUCKEREI QUALITÄT NACHHALTIGKEIT VIELFALT IMPRESSUM NACHDRUCK
#6/2017 EIN PRODUKT DER BEUTH HOCHSCHULE FÜR TECHNIK BERLIN DAS ALUMNIMAGAZIN FÜR DRUCK- UND MEDIENTECHNIKER DIE DESIGNDRUCKEREI QUALITÄT NACHHALTIGKEIT VIELFALT IMPRESSUM NACHDRUCK ist die Alumnizeitschrift des Studienganges Druck- und Medientechnik an der Beuth Hochschule für Technik Berlin. NACHDRUCK05 entstand im Kurs Publishing Systeme (Master), im Wintersemester 2016/2017. Art Direction: Hanan Abdallah, Florian Barthel, Sarah Beck, Jennifer Nülle. Mitarbeitende dieser Ausgabe: Hanan Abdallah, Florian Barthel, Sarah Beck, Isabella Di Clemente, Enkhchimeg Enkhbaatar, Qin Feng, Gianna Görsch, Steven Gräwe, Isabella Heine, Ulrike Kulling, Vivien Müller, Emanuel Nowak, Jennifer Nülle, Martin Popp, Stefan Schleinitz, Katja Schmidt, Elisabeth Schwiertz, Sophie Smola, Jeanette Sokolowski, Franziska Zahn, Laura Zahn, Prof. Dr. Helmut Peschke. Namentlich gekennzeichnete Beiträge widerspiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Kontakt: Studiengangssprecher Druck- und Medientechnik: Prof. Dr.-Ing. Helmut Peschke Luxemburger Straße Berlin Telefon: 030/ Schriftart: Minion Pro, Helvetica Neue Druck & Weiterverarbeitung: Königsdruck Printmedien und digitale Dienste GmbH Wir danken unseren Sponsoren: EDITORIAL DIY DIY? Die Abkürzung bedeutet Do It Yourself und steht nicht etwa für die neueste Hornbach-Kampagne, sondern für eine Bewegung des bewusst Nicht-Professionellen. Wo alles kleinteiliger, globaler, industrialisierter und unübersichtlicher wird, versuchen die DIY-Anhänger wieder selbst das Werkzeug in die Hand zu nehmen. Heraus kommt das Do-It-Yourself-Design. Wir berichten in dieser Ausgabe im Schwerpunkt-Thema darüber und geben Tipps, wie und wo man DIYen kann. Auch zwei DMT-Absolventen sind mit dabei und stellen erfolgreiche Start-Ups dazu vor. Unser internationaler Ausflug führt diesmal in ferne Welten, das ganz andere Erleben in Japan, und die Frage, wie man Arbeit und Erholung in Neuseeland miteinander verbinden kann. Technisch zeigen wir die digitale Welt in 360 Grad, kümmern uns aber auch um den Trend zurück zur Analog-Fotografie. Können Sie noch mit einem Film umgehen? Bisher haben wir in jeder Ausgabe über Veränderungen der DMT-Professoren berichtet, so auch diesmal. Endlich ist die über lange Zeit freie Stelle im Bereich Grafik Design mit Franziska Loh besetzt, eine Vorstellung der neuen Professorin ab Seite 45 in diesem Heft. Wie immer sind wir für Anregungen und Kritik offen, über Ihre Mail an würden wir uns freuen. Vielleicht sehen wir uns auf dem Gautschfest am 7. Juli 2017, auf jeden Fall aber noch ein schönes Leben, Ihr Prof. Dr.-Ing. Helmut Peschke 3 38 EDITORIAL 06 Impressum DIY 28 you Mensa, you Kantine Schlechtes Essen war gestern! Der Weg zum sogenannten Foodpreping ist geebnet. 31 INTERNATIONAL 06 Japan-Survival Der etwas andere Reiseführer 10 Working Holiday Dein DIY-Guide für einen unvergesslichen Trip in Neuseeland DO IT YOURSELF 14 Do it yourself Machs doch mal selbst! Häkeln, Nähen, Backen, Kochen, Heimwerken, Basteln Ich hab da mal was gelesen! 30 Do it yourself Vom Hobby zum Beruf pattydoo und muckout Zwei Startups die den DIY Trend erkannt und aus einem Hobby ihren Traumberuf gemacht haben. KULTUR & TECHNIK 34 In 360 um die Welt Füße hoch, wir müssen los! Gemütlich sitze ich in fast 6000 m Höhe über dem Meeresspiegel auf meiner Couch Herbsturlaub im Treptower Park Analoge Fotografie Ein Selbstversuch 17 Mach s mal selbst Der DIY-Guide für Berlin Wem neben dem alltäglichen Großstadttrubel der Sinn nach kreativer Abwechslung steht, dem bietet Berlin unzählige Orte und Angebote, um selbst aktiv zu werden Self Marketing Killer & Chance Die Berliner Wissenschaftler machen viele Experimente und brauchen auch viel Text. 24 Ich backe mir die Welt... Unsere gebackene Erde aus vielen Zutaten Avocados züchten ist einfach und Hochschulen überflüssig Was wäre, wenn man sich seinen eigenen Avocadobaum aus einem Kern ziehen könnte? BEUTH 45 Das Gewissen des Grafik Design Franziska Loh ist die neue Professorin für Grafik Design 47 Tipps & Termine 42 5 INTERNATIONALES Stadtteil Kabuki-chô in Tôkyô. Foto: Katja Schmidt JAPAN-SURVIVAL Der etwas andere Reiseführer Katja Schmidt Es sind rund km. Ein beschwerlicher, etwa 15-stündiger Weg. So lang dauert eine Reise ins unbekannte Japan, an deren Ende für so manchen Japan-Neuling nicht nur Erschöpfung, sondern auch viele Fragezeichen warten. Meist landet man auf dem Flughafen Narita (Tôkyô) oder dem Kansai Airport (Ôsaka) und wird oftmals direkt von unverständlichen Zeichen erschlagen. Mittlerweile bemüht man sich, an den wichtigsten Ein-, Aus- und Umsteigemöglichkeiten um gutes Englisch, immerhin steht Olympia 2020 vor der Tür. Und tatsächlich hat man in den größeren Bahnen mehr Glück, die Stationen auf Englisch angesagt und angezeigt zu bekommen, als in Berlin. Dennoch sei gewarnt, wer glaubt, in Japans Metropolen mit Englisch super durchzukommen. Aber keiner, der nur einen kurzen, einmaligen Urlaub in diesem bezaubernden Land verbringen möchte, setzt sich mehrere Jahre hin und lernt dessen Sprache. Wer der japanischen Sprache nicht mächtig ist, der sollte sich zumindest die folgenden Sätze gut einprägen oder notfalls vorzeigen: Nihongo o hanasemasen. Ich spreche kein Japanisch. Eigo wa ii des ka. Ist Englisch auch in Ordnung? Mit ihrer Hilfe umgeht man z. B. beim Fragen nach dem Weg vielleicht das Problem, direkt mit Japanisch bombardiert zu werden und absolut nichts zu verstehen. Doch Achtung: genau wie hierzulande auch, wird es in kleineren Städten eventuell schwieriger, Menschen mit Englischkenntnissen zu finden. 6 INTERNATIONALES Wenn es ums Essen geht, hat man es zumindest ein klein wenig einfacher. Viele Restaurants und Lokale präsentieren ihr Menü schon als appetitliche, realistische Plastikgebilde direkt am Eingang. Für all diejenigen, die trotz ausführlicher Recherche und unzähligen Touristenführern immer noch glauben, dass ihnen ein paar letzte nützliche Tipps vorenthalten wurden, gibt es genau diese im Folgenden zu finden. Und für alle, die bald im Kanji- Wald stehen Kanji, so heißen die komplizierten japanischen Zeichen könnte so manche App auf dem Handy helfen. WER MIT SEINEM LATEIN AM ENDE IST, der sollte Japanisch lernen! So könnte man das bekannte Sprichwort vielleicht fortsetzen. Aber mit Latein oder Deutsch kommt man hier nun mal nicht weit. Als einfacher Englisch-Japanisch- Übersetzer hat es die App Jisho ganz nach oben auf die Empfehlungsliste geschafft. Sie übersetzt im Gegensatz zu anderen Apps auch Verben, Screenshot der App Yomiwa die sich schon in einer grammatikalischen Form befinden. Außerdem muss man sich nicht extra eine japanische Tastatur installieren, um Wörter zu suchen. Natürlich bringt einem Jisho nur etwas, wenn man überhaupt weiß, wonach man suchen muss. Hat man aber nur die Zeichen vor sich, ist guter Rat auch nicht weit oder teuer. Für Yomiwa braucht es nichts weiter, als ein wenig zeichnerisches Geschick. Mit viel Fingerspitzengefühl zeichnet man in dieser App einfach das gesuchte Kanji nach und erfährt danach die Bedeutung und Lesung. Bei Wörtern, die aus mehr als einem Zeichen bestehen, schmeißt man seine Ergebnisse nochmal in die Jisho-App und weiß endlich, was man vor sich hat. Von wegen Hund oder Katze auf dem Teller: zumindest beim Lesen von Vogel, Rind und Co. können diese beiden Apps helfen, oder für all die Allergiker unter euch eventuell sogar Leben retten. DER WEG IST DAS ZIEL Apropos Essen: wo soll s heute zum Mittagessen hingehen? Nach Shinjuku, Shibuya oder doch eventuell etwas gehobener zur Ginza? Nur, wie kommt man dahin? Und welcher Weg ist der beste und günstigste? Alles absolut kein Problem, wenn man die App JapanTravel hat. Neben ein paar interessanten Tipps, was man in Japan gesehen haben sollte, was es wo zu Essen gibt und wo ihr in eurer Nähe an Geld kommt, bietet diese App den wohl wichtigsten Aspekt: die Suche nach der besten und günstigsten Bahnroute. oben: Auszug aus einer japanischen Speisekarte. unten: Japanische Crêpes in Plastik. Fotos: Katja Schmidt Anders als hierzulande gibt es in Japan weder Wochen- noch Monatskarten, auch das Tagesticket wird eher wenig genutzt. Problem an der ganzen Sache sind die vielen verschiedenen Bahngesellschaften, für die man auch immer ein separates Ticket kaufen muss. Orte in Japan Shinjuku und Shibuya sind hippe Stadtteile für junge, modebewusste Menschen, während Ginza ein Nobelstadtteil ist, in den man eher mit einem großen Portemonnaie einkaufen geht. 7 INTERNATIONALES oben Links: Der schnelleste Zug Japans der Shinkansen. oben Rechts: JR-Pässe, Reservierung und Suica Card. Fotos: Katja Schmidt unten: Ticketschalter mit der Option, auf Englisch umzustellen. Foto: Maren Bartlik Je nachdem, welche Bahnlinie bzw. -verbindung man fährt, kann der Preis für die Fahrt unterschiedlich teuer sein. Für diese Fälle bekommt man von JapanTravel auch direkt die anfallenden Kosten angezeigt. PREPAID- UND FLATRATE- TICKETS Für alle Zeitspar-Füchse gibt es außerdem die wirklich nützlichen, sogenannten IC Cards wie Pasmo oder Suica. Fix am Automaten aufgeladen, gelangt man nicht nur schneller durch die Schranken zu den Gleisen, man kann sich sogar u. a. an vielen Getränkeautomaten oder auch in Konbinis (kurz für convenient stores 24-Stunden-Läden, oder wie man in Berlin sagt: Späti) etwas kaufen. Einfach auf den Kartenleser gelegt und schon ist man sein Geld los. Kein lästiges Anstehen am Ticketschalter und vorheriges Ausrechnen des Fahrkartenpreises. Außerdem fühlt man sich gleich weniger wie ein Touri, sondern mehr, als gehöre man dazu. Und manches Mal spart man dadurch sogar ein paar Yen. Wo wir gerade beim Fahrtkosten-Sparen sind, gibt es für alle Städtehopper den sogenannten JR Pass (Japan Rail Pass). Diejenigen, die das Land viel mit der (JR-)Bahn bereisen möchten, bringt dieses Flatrate-Ticket von Ort zu Ort. Hat man ihn in der Tasche, kann man sogar in einige der Shinkansen hüpfen und mit Hochgeschwindigkeit an sein Ziel gelangen. Obwohl man zumindest mit dem überregionalen JR Pass nicht die beiden schnellsten Shinkansen (Nozomi und Mizuho) nutzen kann, heißt das nicht, dass andere Züge langsamer sind. In nur drei Stunden geht es von Tôkyô nach Ôsaka. Und damit man sich keine Sorgen um einen Sitzplatz machen muss, bietet der Japan Rail Pass sogar die Möglichkeit, kostenlos zu reservieren. 8 INTERNATIONALES ERFREUE DICH AN DEN KLEINEN DINGEN DES LEBENS Japan ist ein wundervolles Land, das jeden in seinen Bann ziehen wird, der den Mut hat, Neues und Andersartiges kennen zu lernen. Hier gibt es viel Tolles und teils Verrücktes zu entdecken. Und es gibt kleine Dinge, auf die man sich freuen kann. Kleine Dinge, die man in Reiseführern möglicherweise nicht findet. Wir reden also nicht von Sehenswürdigkeiten, Tempeln oder Schreinen, Restaurants und Attraktionen, sondern von den Kleinigkeiten, über die man nicht nachdenkt und die man trotzdem vermisst, sobald man zurück ist im stinkenden, vermüllten und all zu oft leicht unfreundlichen Berlin. Unterwegs passiert es manchmal, dass die Natur ganz unerbittlich ruft. Im Gegensatz zu Berlin gibt es in Japan wirklich überall Toiletten. In jedem noch so kleinen Bahnhof, Einkaufscenter und sogar in den verlassensten Tempelanlagen und Gärten locken sie mit Sauberkeit und Kostenfreiheit. Dabei gibt es allerlei Amüsantes und manchmal Kurioses zu erleben schonmal den Allerwertesten beheizt bekommen? Nicht nur frei verfügbare Toiletten, sondern noch etwas anderes trägt zur frischen Luft bei: das Rauchverbot auf Straßen und öffentlichen Plätzen. Man glaubt gar nicht, wie frisch Luft in einer Großstadt riechen kann, wenn man nicht dauernd vom Qualm anderer eingekreist wird! Wer rauchen muss, genießt es auf einer der vielen Raucherinseln. Und was die Japaner noch unheimlich gut drauf haben, ist Sauberkeit. Trotz kaum vorhandener Mülleimer und einem riesigen Verbrauch an Tüten und Verpackung, schaffen sie es, ihren Müll nicht einfach in die Gegend zu schnippen. Tipp: Konbinis mit großen Mülleimern gibt es an so ziemlich jeder Ecke. Genauso wie Getränkeautomaten. Dort wird man auch seine leeren Flaschen wieder los. Im übrigen: Japan ist eines der sichersten Länder der Welt. Seinen Rucksack aus Versehen offen oder den Koffer kurz vorm Konbini stehen lassen und sich noch schnell was zu essen kaufen? Kein Problem! Hier braucht man keine Angst vor Diebstählen zu haben. Theoretisch könnte man neben seinem Gepäck sogar einschlafen und nichts würde passieren. Alles wäre noch da. Gibt es noch mehr? Natürlich! An jeder Ecke! Man muss nur in den Flieger steigen und einmal um die halbe Welt fliegen und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus! oben Links: No-Smoking-Zeichen auf den Straßen Japans. Foto: Katja Schmidt oben Rechts: Raucherhäuschen am Bahnhof Kyôto. Foto: Maren Bartlik unten: Bahnhofsanzeige in Ôsaka, ständiger Wechsel zwischen Englisch und Japanisch. Foto: Katja Schmidt ganzen unten: High-tech-Toilette mit beheizbarem Sitz. Foto: Maren Bartlik 9 INTERNATIONALES WORKING HOLIDAY NEUSEELAND Der DIY-Guide für einen unvergesslichen Trip Isabella Di Clemente und Vivien Müller Runter vom Sofa und die Welt entdecken! Einfach mal die Freiheit nach dem Studium, dem Abitur oder in einer Arbeitsauszeit genießen. In den Tag hinein leben, die atemberaubendsten Wanderwege an den schönsten Orten der Welt erleben und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Warum nicht in Neuseeland? Das zwölfmonatige Visaprogramm ist für 18- bis 30-Jährige, die sich neben dem Reisen auch ihr Reisetaschengeld aufbessern möchten. Neben den beliebtesten Backpacker- Ländern Australien und Neuseeland bieten auch Kanada, Japan, Chile, Israel und Südkorea Working Holiday Visaprogramme an. Sonnenuntergang am Lake Pukaki Foto: I. Di Clemente NEUSEELAND: PLANUNG IST ALLES! Verwinkelte Küstenstraßen, türkisblaue Strände, zerklüftete Gebirge, unzählige Wasserfälle, malerische Fjordlandschaften, sanft geschwungene Hügel, subtropische Wälder und noch vieles mehr trifft man im vergessenen Paradies Neuseelands. Der Inselstaat liegt im Südwestpazifik und besteht aus zwei Hauptinseln, der Nord- und Südinsel, sowie Stewart Island und vielen kleinen vorgelagerten Inseln. 10 INTERNATIONALES Der Piha Beach, die Surfer-Gegend schlechthin! Foto: I. Di Clemente MUST HAVES Der wichtigste Bestandteil einer jeden Reise - der Reisepass. Die Gültigkeit sollte auch über die geplante Reisedauer nicht erlöschen, sonst kann es gleich zu Schwierigkeiten bei der Einreisekontrolle am Flughafen kommen. Der zweite wichtige Schritt im Vorfeld ist das Visum. Wenn wirklich eine Working Holiday geplant ist, muss ein Visum mit Arbeitsgenehmigung beantragt werden. Die meisten Länder, die Working Holiday Programme anbieten, verfügen über eine einfach zugängliche Einreisewebseite, wo ganz bequem von Zuhause ein Antrag ausgefüllt und abgeschickt werden kann. Dafür sollte man sich aber schon mindestens zwei Stunden Zeit nehmen, da hier ein Fragenkatalog von gut 50 Fragen zu persönlichen Details auf Englisch wartet. Weitere Infos unter: Wenn mit dem Antrag alles stimmt, sollte das Visum schon in wenigen Wochen eintreffen. Der dritte wichtige Faktor für die Einreise ist die internationale Krankenversicherung. Hierfür kann man sich bei der eigenen Versicherung nach einem internationalen Versicherungsschutz erkundigen. Eine andere Option sind Versicherungen aus dem Internet. Reisekrankenversicherungen aller Anbieter lassen sich unter nach Leistungen vergleichen. Die deutsche Krankenversicherung lässt sich für den Zeitraum des Auslandsaufenthalts pausieren. 11 INTERNATIONALES Wwoofing Farm im Norden Neuseelands. Foto: I. Di Clemente FLÜGE UND ANKUNFT Bei den Flügen heißt es rechtzeitig gucken und bei einem guten Preis zuschlagen. Hier besteht die Möglichkeit, ein Open-Return-Ticket zu buchen. Es ermöglicht ein beliebiges Rückflugdatum, falls das Visum verlängert werden möchte. Preistechnisch muss ab aufwärts für Hin- und Rückflug gerechnet werden. Die übliche Flugroute geht zum einen von Berlin über Abu Dhabi nach Brisbane in Australien und danach weiter nach Neuseeland. Oder von Berlin nach London über Los Angeles und dann weiter in die Hauptstadt Neuseelands Auckland. Für die erste Woche in Neuseeland sollte vorab eine Unterkunft im Hostel oder per Airbnb gebucht werden. In den Hostels lassen sich viele Kontakte mit anderen Backpackern knüpfen und Alleinreisende können hier Travelmates finden. ARBEITEN Um in Neuseeland legal arbeiten zu können, wird eine Steuernummer benötigt, damit erwirtschaftete Einnahmen auch versteuert werden können. Hierfür kann ebenfalls online ein Antrag ausgefüllt werden. Die Steuernummer wird dann als Dokument zu der angegeben Hosteladresse oder Unterkunft geschickt. Weitere Infos unter: Steuererklärung: Die Steuern, die bei der Working Holiday gezahlt wurden, kann man zurückbekommen. Um auch für Mitreisende oder den Arbeitgeber erreichbar zu sein, ist eine neuseeländische SIM-Karte von Vorteil. Die kann man sich günstig in jedem Ort besorgen. Arbeitstechnisch ist die Working Holiday sehr individuell. Die typischen Backpackerjobs sind im landwirtschaftlichen Bereich. Besonders sind Erntehelfer für Obst und Gemüse, Baustellenhelfer oder Kellner gefragt. Viele Jobs finden sich unter: Aber auch in gelernten Berufen kann man Fuß fassen. In der DMT- Branche ist man an große Städte gebunden, wie Auckland oder Wellington, um die passende Stelle zu finden. Eine andere Möglichkeit in Neuseeland zu arbeiten ist wwoofing. Dort arbeitet man halbtags für Kost und Logis auf organischen Farmen. Weitere teilnehmende wwoofing-farmen sind hier aufgelistet: 12 INTERNATIONALES Neuseelands Must See Cape Reinga Nördlichster Punkt Coromandel Unberührte Strände Paihia Perle der Bay of Islands Hobbition Lake Taupo Abel Tasman Nationalpark Pancake Rocks Haast Pass Idyllische Passstraße Lake Tekapo Milford Sound Fjordland Hobbiton: Definitiv einen Ausflug wert! Foto: I. Di Clemente TRANSPORTMITTEL Die Fortbewegung vor Ort sollte gut überlegt sein. Eine Möglichkeit ist der Kauf eines Autos, der sich lohnt, wenn man länger als zwei Monate bleibt. Viele Autos können von anderen Backpackern übernommen werden, die bereits mit einer großen Matratze auf der Rückbank und einer Campingausrüstung ausgestattet sind. Somit wird das Auto gleich zum Schlafplatz und Geld für teure und dreckige Hostels kann gespart werden. Dafür sollten schon bis NZD eingeplant werden. Wer das Auto über den Trip hinweg gut pflegt, kann am Ende auch wieder einen guten Wiederverkaufspreis rausschlagen. Nachteil ist, dass keine Sicherheit besteht, wie lange das Auto noch durchhalten wird. So muss man am Ende vielleicht noch für Reparaturen oder ein neues Auto draufzahlen. Beim Mieten haftet die Vermietung für Versicherung und Reparaturen rund ums Auto, das sind natürlich Vorteile. Dennoch eignet sich Mieten nur bei kurzen Reiseetappen, wegen der hohen Preise. Toyota Estima - das beliebteste Backpacker-Auto aller Zeiten! Foto: I. Di Clemente Aber auch für Führerscheinlose gibt es in Neuseeland Möglichkeiten. Mit dem InterCity Bus oder dem Stray Bus, ähnlich wie der Flixbus bei uns, lässt sich die Nordund Südinsel mindestens genauso gut bereisen. Das Streckennetz ist komplex und man gelangt zu allen sehenswerten Stellen und den ortsansässigen Hostels. ROADTRIP Am besten man hangelt sich entlang des Trips von Nord nach Süd oder anders herum, denn Inlandflüge und die Fähre zwischen den Inseln sind teuer. Neuseelands Straßennetz ist wie ein Rundkurs aufgebaut, sodass man jeden Zipfel bereisen kann. Im Gleichgewicht zwischen Arbeiten und Reisen kann man in einem Jahr beide Inseln gut bereisen. Auch die Nähe zur Südsee und Französisch Polynesien bietet tolle Möglichkeiten für Zwischentrips. 13 DIY DO IT YOURSELF DIY - DO IT YOURSELF Häkeln, Nähen, Backen, Kochen, Heimwerken, Basteln - Dass kann man alles selber machen. von Sarah Beck Amigurumi, gehäkelte Figuren: BB 8-Droide, Drache und Mäuse. Foto: Sarah Beck 14 DIY DO IT YOURSELF gen ausspuckt, s
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