Arztpraxis. Einheitlicher Bewertungsmaßstab ( EBM) Stand: 3. Quartal 2017 Arztgruppen- EBM. (839 Seiten)

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Arztpraxis Der Einheitliche Bewertungsmaßstab EBM ist die Abrechnungsgrundlage für die ärztlichen Leistungen der in der Arztpraxis. Er wird auf der Grundlage des Paragraph 87 Abs. 1 SGB
Arztpraxis Der Einheitliche Bewertungsmaßstab EBM ist die Abrechnungsgrundlage für die ärztlichen Leistungen der in der Arztpraxis. Er wird auf der Grundlage des Paragraph 87 Abs. 1 SGB V zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Spitzenverbänden der Krankenkassen festgelegt. Die Gebührenordnung für die niedergelassenen Ärzte findet sich online auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: h p://www.kbv.de/html/online-ebm.php oder in Buchform: Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM) Stand erschienen im Deutschen Ärzteverlag (als Taschenbuch in 2 Bänden 1578 Seiten) oder EBM 2017 Aktueller einheitlicher Bewertungsmaßstab 7. Aufl. Verlag Urban und Fischer, Elsevier, Peter M. Hermanns und Gert Filler ( Herausgeber) (839 Seiten) Einheitlicher Bewertungsmaßstab ( EBM) Stand: 3. Quartal 2017 Arztgruppen- EBM I Allgemeine 1 Berechnungsfähige Leistungen, Gliederung und Struktur Der Einheitliche Bewertungsmaßstab beswmmt den Inhalt der berechnungsfähigen Leistungen und ihr wertmäßiges, in Punkten ausgedrücktes Verhältnis zueinander. Die Begriffe Einzelleistung, Leistungskomplex, Versichertenpauschale, Grund-, Konsiliar -oder Zusatzpauschale, Strukturpauschale sowie Qualitätszuschlag beziehen sich auf berechnungsfähige GebührenordnungsposiWonen. Mit Bezug auf diese AbrechnungsbesWmmungen werden die Begriffe Pauschale, Versichertenpauschale, Grund-, Konsiliar-oder Zusatzpauschale mit dem Begriff Pauschale zusammengefasst. Der Katalog der berechnungsfähigen GebührenordnungsposiWonen ist abschließend und einer analogen Berechnung nicht zugänglich. In GebührenordnungsposiWonen enthaltene aus der Leistungsbeschreibung ggf. nicht erkennbare Teilleistungen sind im Verzeichnis nicht gesondert berechnungsfähiger Leistungen im Anhang 1 aufgeführt. Leistungen, die durch den Bewertungsausschuss als nicht berechnungsfähig beswmmt werden, sind im Anhang 4 zum EBM aufgeführt. Quelle: Originalzitat aus dem Arztgruppen-EBM der Homepage Im Folgenden werden Sie etliche Beispiele aus der Hausarztpraxis und verschiedenen Facharztpraxen finden: die Bezahlung der niedergelassenen Ärzte ist durch den Staat und die gesetzlichen Kassen vorgegeben. Der Praxisinhaber muss von diesem Geld auf dem freien Markt einkaufen: die Praxiseinrichtung, die Praxismiete, die Löhne seiner Mitarbeiterinnen, die BerufshaNpflichtversicherung, die Praxisausfallversicherung, eventuell Elektronikversicherung, SoNwarepflegegebühr für Praxis-EDV ( Euro pro Monat), Kongressgebühren plus Kosten für Anfahrt und Hotelaufenthalt während der Kongresse, FachzeitschriNen, die Kosten für Buchhaltung und Lohnbuchhaltung beim Steuerberater, Verbrauchsmaterialien wie DesinfekZonsmi[el, Liegenpapier, Einmalspritzen und Kanülen, Druckerpatronen etc. Hier folgen etliche Gebührenordnungsposi=onen aus den Praxen. Beispiele: ein 50-jähriger Mann kommt erstmals in die Hausarztpraxis eines neuen Hausarztes und klagt über zunehmende Atembeschwerden bei sportlicher Betä=gung. Der Hausarzt macht eine ausführliche Erstanamnese (15 Minuten) und eine körperliche Untersuchung mit Abhören der Lunge und des Herzens, Blutdruck messen und es wird ein EKG angelegt. Außerdem nimmt er Blut ab für eine Laboruntersuchung. Eine Woche später kommt der Pa=ent zum zweiten Mal für die Besprechung aller Ergebnisse und der Konsequenzen, die zu ziehen sind. Außerdem wird ein 24 Stunden -Blutdruckmessgerät angelegt. 1. Besuch: EBM-Ziffer Quartal 12,20 Euro Versichertenpauschale pro ,16 Euro Zusatzpauschale für Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsau]rages gemäß Paragraf 73 Abs. 1 SGB B ,32 Euro Spirografische Untersuchung (Lungenfunk=onsmessung) EKG und Blutabnahme sind nicht extra berechnungsfähig. 2. Besuch ,48 Euro problemorien=ertes ärztliches Gespräch, da aufgrund von Art und Schwere der Erkrankung erforderlich ist. Mindestens 10 Minuten Dauer ,21 Euro Langzeit-Blutdruckmessung Beispiel Frauenarzt: Eine 65 jährige PaZenZn kommt mit Unterbauchschmerzen in die Praxis des Gynäkologen. Er macht eine gynäkologische Untersuchung mit Tastbefund, mikroskopischer Untersuchung des Scheidensekretes und eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmu[er und der Eierstöcke. Bei der Kassenärztlichen Vereinigung rechnet er folgende GebührenposiZonen ab: Grundpauschale für Frauen ab 60. Lebensjahr: (15,48 Euro) 1 x im Quartal berechenbar Zuschlag für gynäkologische Grundversorgung: (2,53 Euro) einmal im Quartal berechenbar mikroskopische Untersuchung eines Körpermaterials: ( 0,25 ) Sonografie der weiblichen Genitalorgane, gegebenenfalls einschließlich Harnblase: (14,85 ) die Summe ergibt für diesen Besuch 33,11. Wenn die PaZenZn in diesem Quartal zur Kontrolluntersuchung kommt, sind die Quartalspauschale, der Zuschlag für die gynäkologische Grundversorgung sowie eine nochmalige sonographische Untersuchung nicht mehr berechenbar und werden nicht mehr bezahlt! Einige weitere Beispiele: unvorhergesehene Inanspruchnahme des Vertragsarztes durch einen PaZenten zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen zwischen 19 und 7:00 Uhr Punkte = 32,96 (Zuschlag zur Quartalspauschale) ärztlicher Bericht über das Ergebnis einer PaZentenuntersuchung Punkte = 4,11 (diese GebührenordnungsposiZon ist im Quartal nicht neben den Versicherten-, Grund-oder Konsiliarpauschalen berechnungsfähig Hautarzt: Ein älterer PaZent mit Einnahme zahlreicher Medikamente kommt wegen Juckreiz am ganzen Körper. Ausführliche Anamneseerhebung, körperliche Untersuchung und Beratungsgespräch, Zeitbedarf mindestens 15 Minuten. Die Kasse zahlt: Grundpauschale (wird einmal im Quartal gezahlt) GOP Euro 15,06 (unabhängig davon wie lange der PaZent untersucht und beraten wird). Eventuell Allergietestung (Epikutantestung-darf nur 1 x /Jahr durchgeführt werden) GOP ,65 Euro HNO-Arzt bei Hörstörung zum Ausschluss eines Hörsturzes: Grundpauschale/Quartal Lebensjahr 20,85 Euro Reflexbes=mmung an den Milelohrmuskeln 8,21 Euro 09320 Tonschwellenaudiometrie (Hörmessung) 15,48 Euro Einige Beispiele aus der Augenarztpraxis: r Grundpauschale/Quartal für Versicherte ab Beginn des sechsten bis zum vollendeten 59. Lebensjahr 13,37 Euro Zuschlag zu den Grundpauschalen für die Behandlung eines Versicherten ausschließlich durch einen konserva=v tä=gen Augenarzt 11,69 Euro Binokulare Untersuchung des gesamten Augenhintergrundes pro Auge ,37 Euro Orthopädie: 18211 Grundpauschale/ Quartal für Versicherte ab Beginn des sechsten bis zum vollendeten 59. Lebensjahr 19,16 Euro Zuschlag für die orthopädische Grundversorgung 3,21 Euro ,12 Euro Zusatzpauschale Behandlung und ggf. Diagnos=k von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (angeboren, erworben, degenera=v, Poslrauma=sch, periopera=v) und/oder einer entzündlichen Erkrankung des Stütz und Bewegungsapparates bei Jugendlichen und bei Erwachsenen (außer degenera=ven und funk=onellen Erkrankungen der Wirbelsäule) obligater Leistungsinhalt: Funk=onsdiagnos=k und Differen=aldiagnos=k, Dokumenta=on von Bewegungseinschränkungen, weiterführende neurologische Diagnos=k, mindestens drei Arzt Pa=enten Kontakte im Behandlungsfall. Abgegolten mit dieser Bezahlung sind die die eventuelle Anlage eines Verbandes, die Mobilisa=on nach Funk=onsdiagnos=k, die Anleitung zur Durchführung von Bewegungsübungen, und eventuelle Gelenkspunk=onen. Regelleistungsvolumen: Diese Leistungen werden allerdings nicht unbegrenzt bezahlt: Da der Geldbetrag festgeschrieben ist, den die Landes- KV von den Krankenkassen pro Quartal erhält, (Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung- MGV), zahlt die jeweilige Landes- KV an die Ärzte auch nur begrenzte Geldbeträge aus, das heißt, dass ein Teil der geleisteten ärztlichen Arbeit in der Praxis nicht vergütet wird. Diese Geldbeträge unterliegen einer Obergrenze pro Quartal, die durch die sogenannten Regelleistungsvolumina (RLV) und gegebenenfalls durch Zusatzvolumina (QZV) festgelegt sind. Dieses Honorarvolumen ist eine Mengengrenze, bis zu der (die) Praxis die beinhalteten Leistungen zu den Preisen der Euro -Gebührenordnung (EBM) bezahlt bekommt. RLV-oder QZV- Leistungen, die über die Mengengrenze hinausgehen, werden nicht zu 100 %, sondern nur zu einem abgestaffelten Preis vergütet. (Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Baden-Würeemberg November 2017)
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