Band 47 Cartwheel-Zyklus. Krisenfall Lingus. Arkoniden greifen nach der Macht. Jens Hirseland

Please download to get full document.

View again

of 13
All materials on our website are shared by users. If you have any questions about copyright issues, please report us to resolve them. We are always happy to assist you.
Categories
Published
Band 47 Cartwheel-Zyklus Krisenfall Lingus Arkoniden greifen nach der Macht Jens Hirseland Was bisher geschah Wir schreiben November des Jahres 1298 NGZ. Es hat sich viel in diesem Jahr in Cartwheel zugetragen.
Band 47 Cartwheel-Zyklus Krisenfall Lingus Arkoniden greifen nach der Macht Jens Hirseland Was bisher geschah Wir schreiben November des Jahres 1298 NGZ. Es hat sich viel in diesem Jahr in Cartwheel zugetragen. Die Galaxis hat ihre friedliche Unabhängigkeit von ihren Heimatgalaxien bewirkt. Der Spanier Don Philippe de la Siniestro bekommt von MODROR einen Zellaktivator verliehen und überlistet damit den Tod. Doch der Preis ist hoch. Er ist nun ein Sohn des Chaos. Erst jetzt kristallisiert sich heraus, dass das Friedensangebot von MODROR eine Finte ist. Cauthon Despair ist ebenfalls ein Sohn des Chaos und eine unheilvolle Allianz hat sich gebildet. Zusammen mit dem Sohn des Chaos Leticron, hat der Marquês de la Siniestro mit dem Arkonblock unter Uwahn Jenmuhs und den Pelewon und Moogh mit Torsor als Repräsentant einen Bund der Vier gegründet, mit der Absicht aus Cartwheel ein Imperium zu formen. Der arkonidische Gos Shekur greift bereits jetzt nach den Sternen und plant den Überfall auf die Welt Lingus. Er beschwört den KRISENFALL LINGUS Hauptpersonen Jonathan Andrews und Remus Scorbit Die beiden Offiziere der Terra-Flotte stehen erneut vor gewaltigen Problemen. Nataly Jargon Die Halblinguidin und Nichte des Chronisten. Joak Cascal Der Terramarschall ist bereit für den Gegenschlag. Uwahn Jenmuhs Von ihm hängt der Frieden auf der Insel ab. Oberst Bernd Goss, Oberleutnant Alcanar Benington, Henry Portland, Mascant von Rohn, Terz von Eskor und Toran Ebur Die führenden Militärs in der Lingus-Krise. Topar Jargon Natalys Onkel und Bürgermeister einer Gemeinde. Lester Slone Der Terranische Botschafter auf Lingus bekommt viel zu tun. Die DORGON-Serie ist eine nicht kommerzielle Publikation des PERRY RHODAN ONLINE CLUB e. V. Copyright Internet: & Postanschrift: PROC e. V.; z. Hd. Nils Hirseland; Redder 15; D Sierksdorf Special-Edition Band 47, veröffentlicht am Titelillustration: Heiko Popp Lektorat: Jürgen Freier und Jürgen Seel Digitale Formate: Jürgen Seel Jens Hirseland Krisenfall Lingus 1 1. Die Philosophie des Krieges Die Kunst des Krieges war der Titel des alten chinesischen Handbuchs von Sun Tzu, einem mächtigen asiatischen General. Er war davon überzeugt, dass Kriege gewonnen werden konnten, ohne eine einzige Schlacht schlagen zu müssen. Viele große Militärführer, einschließlich Napoleon, benutzten Sun Tzus Kriegsphilosophie, um ihre Gegner zu schlagen. Seine Lehrsätze sind auf die Geschäftswelt und die Politik ebenso anwendbar, wie auf die Kriegsführung. Viele glorreiche Feldherren versuchten mit so wenigen Verlusten wie möglich eine Schlacht zu gewinnen. Das Retten von Leben stand für sie im Vordergrund, nicht das Töten von anderen Existenzen. Doch es gab ebenso viele Generäle, die ihre Soldaten in den Tod schickten. Die Sache musste gewonnen werden, egal wie viele Intelligenzwesen dabei starben. Die Kriegsführung hing oft von der Gesellschaftsform einer Nation ab. War es eine Demokratie oder eine zivilisierte Monarchie, so versuchte man einen»humanen«krieg zu führen. Bestand die Regierungsform aus einer Tyrannei oder einer heuchlerischen Demokratie, so achteten die Oberbefehlshaber nicht auf die eigenen Verluste. Das Leben eines Einzelnen war im Krieg nichts wert. Es konnte jeden treffen, jeden! Dich selbst, deine Kameraden neben dir zu linken oder zur rechten Seite. Es gab keine Patentlösung für das Überleben. Der Aggressor brachte den Stein ins Rollen. Motiviert von ideologischer Stärke oder voller Angst gezwungen marschierten Soldaten ins Schlachtfeld und begannen einen Krieg. Die Attackierten mussten sich wehren und entsandten ihre eigenen Armeen. Und so ging das sinnlose Morden los. Ein Krieg ist immer sinnlos, da er mit einer sinnlosen Aktion beginnt. In der terranischen Geschichte gibt es dafür unzählige Beispiele. Warum musste Napoleon halb Europa erobern? Zum einen, weil die Weltmacht Großbritannien nicht Frieden mit dem Emporkömmling schließen wollte und er ihn sich erkämpfen musste. Doch spätestens mit seinem Feldzug nach Russland hatte Napoleon jegliches Maß verloren. Seine Motive waren teilweise durchaus edel, doch im Krieg nahm er auf ein Leben wenig Rücksicht. Weitaus schlimmer war das 20. Jahrhundert. Zwei Weltkriege forderten Millionen Opfer. Es begann aus Borniertheit, nationalistischem Starrsinn. Frisch fröhlich gingen Deutschland, England, Österreich-Ungarn, Frankreich und Russland in einen vierjährigen, grausamen Krieg. Die Chance auf dauerhaften Frieden wurde vergeben, als die Gewinner dem gebrochenen Deutschland die Würde und Ehre nahmen. Auch dadurch war der Aufstieg des Diktators Adolf Hitler ermöglicht worden. Die Deutschen nahmen schwere Verbrechen auf sich und folgten einem Wahnsinnigen. Bedingungslos führten sie die Order des Führers aus, begannen Angehörige des Judentums auszurotten, eroberten die halbe Welt, ehe sie im Feuerhagel und unter Bomben selbst verloren. Rücksicht auf Leben nahm keine Kriegspartei. Die Deutschen nicht, die brutal die Sowjets dahin schlachteten und die Juden in Vernichtungslager schickten, die Amerikaner und Briten ebenfalls nicht, wenn sie ganze Städte im Bombenhagel in einen einzigen Feuersturm verwandelten. Die Russen erst recht nicht. Und nach dem zweiten drohte der dritte Weltkrieg. Der Kalte Krieg schien im Ende der Welt zu münden, denn Ost und West besaßen die zerstörerische Kraft der Atombomben. Erst Perry Rhodan brachte der Menschheit ihre Einigung und damit zumindest einen Frieden untereinander. Kriege gab es weiterhin. Iratio Hondro war ein Fanatiker, auch wenn seine Mittel oft subtiler waren. Die Meister der Insel führten seit Jahrtausenden eine Schreckensherrschaft in Andromeda. Nur weil eine Handvoll machthungriger Lemurer ihre Gelüste nach absoluter Macht befriedigen wollten, mussten ganze Völker sterben. Die Sinnlosigkeit des Krieges gegen die Erste Schwingungsmacht war beispiellos. Ihre Motive waren allerdings nicht die Macht, sondern die Angst vor den Konstrukteuren des Zentrums und der eigenen Zerstörung. Doch die Art der Kriegsführung war kompromisslos. Die»Bestien«wüteten im Solsystem und über zwei Milliarden Menschen starben bei den Angriffen. Nach tausend Jahren bekämpfte sich der Mensch wieder selber. Bruder gegen Bruder hieß es, als Imperator Dabrifa gegen das Solare Imperium gekämpft hatte. Warum? Nur der Macht wegen. Nicht zum Wohle des Volkes, sondern nur wegen seines eigenen Größenwahns. So ging es endlos weiter. Die Laren, das Konzil der Sieben und Monos waren nur einige von ihnen. Seit dem Jahre 1291 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, vielleicht sogar schon seit dem Jahre 1285 NGZ, jenem Jahr, als Rhodan und Aurec auf Rodrom getrof- Jens Hirseland Krisenfall Lingus 2 fen waren, befand man sich im Krieg gegen die Söhne des Chaos und deren Entität MODROR. Vielleicht konnte man sogar das Jahr 1264 als Beginn datieren. Jenem Jahr, als Cauthon Despair auf Neles geboren wurde und Cau Thon das erste Mal in der Milchstraße in Erscheinung getreten war. Die Motive dieses Wesens waren noch unklar. Doch man musste sich wehren. Wieder einen sinnlosen Krieg führen, um das eigene Leben zu retten. Das Leben von vielen, aber nicht von allen, denn Milliarden würden den Tod finden. Zu diesem Zweck, zum Führen eines Krieges und zum Beschützen der Heimatgalaxien wurde Cartwheel von den Völkern besiedelt. Gemeinsam wollten die Intelligenzwesen der Insel sich eine neue Heimat aufbauen und, wenn es sein musste, in den Krieg gegen die Aggressoren MODRORs ziehen. Doch all diese Ideen wurden an jenem 07. November 1298 NGZ zunichte gemacht, denn die alten Ideologien von der Erweiterung der eigenen Macht, von der Vergrößerung des Lebensraumes und von der arischen Herrenrasse lebten neu auf und leiteten das dunkle Kapitel in Cartwheel ein... Aus den Chroniken Cartwheels, Jaaron Jargon 2. Operation Götterdämmerung Bostich, 06. November 1298, 3:30 Uhr Ortszeit Das Licht eines Gleiters durchbrach die Dunkelheit, die über der Welt Bostich lag. Es war Nacht. Meist arbeiteten nur Roboter um diese Uhrzeit, die Arkoniden schliefen und ruhten sich für den nächsten ehrenvollen Tag der»herrenrasse«aus. In dem Gleiter jedoch war jeder der vier Passagiere hellwach. Ein Artan steuerte das Vehikel, neben ihm saß ein Orbton. Das Rangsymbol auf der linken Brust mit den zwei schwarzen Kreisen und zwei gelben Mondsicheln wiesen ihn als Len-Nos ianta, einen Zweimondträger, aus. Die beiden Männer auf der Rückbank blickten aus dem Fenster und schwiegen. Einer von ihnen war sehr kräftig gebaut. Seine Muskeln schienen seine Uniform sprengen zu wollen. Die langen, wallenden dunkelblonden Haare identifizierten ihn als Zaliter. Sein Rang war der eines Thek Athor, eines Stabsadmirals und Dreisonnenträgers. Des Weiteren war er Gos Kurii von Zalit auf der Insel Cartwheel. Politisch belegte er auch den Rang des Außenministers. Toran Ebur blickte flüchtig zu seinem Vorgesetzten Mascant Terz da Eskor, dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte.»Zhdopanda, wir erreichen in einer Minute und siebzehn Sekunden den Raumhafen«, meldete der Zweimondträger. Die beiden höchsten Militärs im Arkonblock registrierten ohne Kommentar diese Nachricht. In der Tat erreichten sie auch wenige Augenblicke später den militärischen Raumhafen von Bostich. Er lag weit von FAMUG-City entfernt auf dem Nachbarkontinent. Dieser Kontinent war für das Militär reserviert. Tausende an gigantischen Schlachtschiffen waren bereits aus einer Entfernung von mehreren Kilometern zu erkennen. Uwahn Jenmuhs, der Gos Shekur Kristallkönig des Arkonblocks hatte die letzten zwei Jahre genutzt, um militärisch aufzurüsten. Die Rüstung stand an oberster Stelle. Jenmuhs hatte den Vorteil gehabt, dass die Arkoniden von Anfang an diese Planung hatten, da es auch DORGONs Ziel gewesen war, eine starke Festung Cartwheel zu errichten. Jeder der rekrutierten Arkoniden, Zaliter, Mehandor, Aras oder Baalol wusste, dass er vieles entbehren musste, um der großen Sache zu dienen. Die Ausbeutung der neuen Rohstoffe brachten Jenmuhs die nötigen finanziellen Mittel für die Bewerkstelligung seines Plans. So hatte es Arkon geschafft, innerhalb von zwei Jahren eine beeindruckende Flotte auf der Insel zu schaffen. Die Arkonflotte bestand aus acht 2500-Meter- Schlachtschiffen, fünfhundert 1000-Meter-Raumschiffen, fünftausend 800-Meter-Raumern, fünfzehntausend 500-Meter-Schiffen, zwanzigtausend 200-Meter- Kreuzern und weiteren zwanzigtausend 100-Meter- Kreuzern. Somit kam man auf eine Gesamtzahl von Kriegsraumschiffen. Für die kurze Zeit war das eine beträchtliche Anzahl. Hinzu kamen noch etwa zwanzigtausend Schlachtschiffe der Springer, Aras, Antis und Topsider. Der Arkonblock verfügte also über mehr als siebzigtausend einsatzbereite Schlachtschiffe. Der Terrablock konnte Raumschiffe aufweisen. Doch die Terraner waren mit den Saggittonen, die eindeutig die stärkste Fraktion auf der Insel waren, alliiert. Ebenfalls standen hinter ihnen die Thoregonvölker und estartischen Völker. Ein direkter Angriff auf den Terrablock war also undenkbar gewesen. Jens Hirseland Krisenfall Lingus 3 Die Anzahl der Soldaten des Arkonblocks war astronomisch. Allein die Besatzung für die siebzigtausend Raumschiffe entsprach im Durchschnitt mit Brückenoffizieren, Wartungsarbeitern, Ordonnanzen, Jägerpiloten, Bodentruppen ungefähr 2000 Mann pro Schiff. Multiplizierte man das mit siebzigtausend, hatte man eine Zahl von 140 Millionen Soldaten allein auf den Raumschiffen. Die tatsächliche Zahl lag weit höher. Viele Trägerschiffe hatten Platz für Hunderttausende Bodentruppen, Flugpanzer, Raumeingreifjäger, Sondereinheiten und vieles mehr. Allein die Anzahl dieser Soldaten überstieg die Zahl von 500 Millionen. Die gesamte Größe des arkonidischen Militärs wurde auf etwa eine Milliarde Wesen geschätzt. Ein gleißendes Licht blendete die Insassen des Gleiters. Ein 500-Meter-Kugelraumer machte einen letzten Kontrollflug. Die Lichter am unteren Pol, die als Signalgeber für die Landung gedacht waren, ließen die Nacht zum Tage werden. Das Gefährt hielt am Kontrolleingang. Zwei Einmondträger musterten die Passagiere. Sie salutierten erschrocken, als sie erkannten, wer sich darin befand.»weiterfahren«, forderte der Mascant da Eskor. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, fuhr der Arbtan das Vehikel weiter. Ihr Weg verlief etwa zehn Kilometer an stählernen Kugeln vorbei, einhundert bis zweitausendfünfhundert Meter hohe Giganten aus Arkonstahl. Mascant da Eskor und Thek Athor Ebur beobachteten erfreut den Aufmarsch der Schlachtschiffe und die letzten Übungen der Soldaten. Jeder bereitete sich auf die OPERATION GÖTTERDÄMMERUNG vor. Weder Toran Ebur noch Terz da Eskor waren ganz von der Durchführung der Operation überzeugt. Sie fürchteten die Folgen, doch Uwahn Jenmuhs hatte entschieden. Seine Berater, die beiden Admiräle des Stabes Jodur Ta Len Weron und Keitar Ma Tiga Leson, hatten Jenmuhs bei seinem Vorhaben unterstützt. Elende Speichellecker, verfluchte Toran Ebur sie. Endlich waren sie angekommen. Zwei Orbtons stürmten aus dem großen Bunker und öffneten die Tür des Gleiters. Eine unnötige, aber ehrerbietige Geste. Der Gos Kurii und der Mascant würdigten die Ordonnanz keines Blickes. Zielstrebig gingen sie auf den Eingang zu. Ebur bemerkte, wie kalt es doch schon geworden war. Die Temperaturen mussten fast am Gefrierpunkt liegen. Allerdings war das nichts Ungewöhnliches für Bostich in dieser Jahreszeit. Zwei Arbtans salutierten vor dem Eingang. Ebur und Eskor erwiderten die Ehrenbezeugung. Zu ihrer persönlichen Begrüßung kam ihnen der Has Athor Mandor da Rohn entgegen. Er war ein einfacher Admiral, ein Einsonnenträger, der früher Kommandant von kleinen Verbänden gewesen war. Auf Grund seiner strategischen Qualifikationen jedoch ließ man ihn in den Stab von Jenmuhs berufen. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis er zu einem Zweisonnenträger befördert werden würde. Mandor da Rohn war ein Arkonide mit kurzen, weißen Haaren und einer hohen Stirn. Sein Gesicht war voller Falten und ein kleiner Kugelbauch hing über seinem Gürtel. Er war in eine schwarzrote Uniform gekleidet und begrüßte die beiden Admiräle mit den Worten:»Dashe Tussan Gosner.«Es bedeutete so viel wie:»alle Sonnen des Imperiums grüßen dich.«auch der Gos Kurii und der Gos Mascant begrüßten da Rohn freundlich. Er war einer der wenigen gewesen, die Jenmuhs widersprochen hatten und ihn auf die Gefahr von OPERATION GÖTTERDÄMMERUNG hingewiesen hatten. Doch Jenmuhs hatte natürlich nicht auf ihn gehört. Seine Entscheidung war gefallen und das Wort des Gos Shekur war Gesetz! Has Athor da Rohn führte Ebur und da Eskor in den Besprechungsraum. Alles war sehr schlicht und praktisch eingerichtet. Überall standen Rechner, Holoprojektoren und große Tische für strategische Planungen. Im Besprechungszimmer befanden sich die beiden Stabsoberbefehlshaber Jodur Ta Len Weron und Keitar Ma Tiga Leson, der Oberbefehlshaber der Arkonsystemflotte De Keon Athor Lexur da Luganor sowie drei weitere Keon Athors und ein Thantan, der Oberbefehlshaber aller Bodentruppen.»Meine Herren, wir stehen an einem schicksalsträchtigem Tag«, begann der Mascant. Er war der einzige Mascant in Cartwheel, wobei viele damit rechneten, dass Toran Ebur, der ein Günstling von Uwahn Jenmuhs war, auch bald diese Ehre zuteilwerden würde.»mit der OPERATION GÖTTERDÄMMERUNG stehen wir vor einem schweren Schritt. Ein Schritt, der vielleicht das Ende des Arkonblocks zur Folge haben kann«, räumte Terz von Eskor ein.»ich bitte Sie, Mascant. Was Sie von sich geben, dürfen Sie nicht einmal denken«, warf Thek Athor Keitar Ma Tiga Leson ein.»das ist Volksverrat. Der Jens Hirseland Krisenfall Lingus 4 Gos Shekur ist sich über alles im Klaren. Er hat die Operation gut durchdacht. Seine Entscheidung ist gefallen. Wir sind hier, um sie durchzuführen.ich stimme meinem Kollegen zu«, mischte sich noch Jodur Ta Len Weron unnötigerweise ein. Für die beiden war selbst ein Laut von Jenmuhs ein göttlicher Befehl. Sie waren blinde Fanatiker und sahen in dem Gos Shekur den Nachfolger von Imperator Bostich.»Nun gut«, sagte der Mascant trocken.»dann werden wir den Befehl des göttlichen Gos Shekur ausführen. Militärisch wird dieses Unternehmen von Leichtigkeit sein.«aber die Folgen..., dachte Has Athor da Rohn bitter. Er war ein treuer Anhänger des Kristallimperiums und würde jeden Befehl ausführen, doch innerlich zweifelte an der Richtigkeit dieses Vorhabens.»Um Punkt 4:30 Uhr Ortszeit des Planeten Bostich werden unter der Führung unseres Flaggschiffes BOSTICH insgesamt zehntausend Schlachtschiffe den Planeten verlassen. Wir werden mit einhundert Meter-Raumern, zweihundert 800-Meter-Schlachtschiffen, zweihundert 500-Meter-Raumschiffen, je zweihundertfünfzig 200- und 100-Meter-Kreuzern und über zwanzigtausend Bombern und Jägern den Planeten verlassen. Vier Millionen Bodentruppen, zwanzigtausend Flugpanzer, verteilt auf die großen Trägerschiffe, werden die Operation beginnen. Unser Ziel dürfte jedem bekannt sein: Lingus!«Jedem war das Ziel der Operation klar. Lingus sollte dem Arkonblock einverleibt werden. Jenmuhs wollte nun in die nächste Phase übergehen. Gestärkt von dem Bündnis mit MODROR sah er sich dazu in der Lage, buchstäblich nach den Sternen zu greifen. Mascant Terz da Eskor und Thek Athor Toran Ebur sollten die Operation leiten. An Bord der BOSTICH, dem 2500 Meter großen Flaggschiff der arkonidischen Flotte, würden sie den Befehl für den Angriff geben. Die Besprechung war schnell zu Ende. Die Keon Athors, die die Oberkommandeure der verschiedenen Flotten waren, wurden über ihre Aufgaben informiert und der Befehl zum Anlauf der OPERATION GÖTTERDÄMMERUNG wurde gegeben. Einige Zeit später, um 4:30 Uhr starteten zehntausend Schiffe mit mehreren Millionen Arkoniden, Zalitern und Kolonisten an Bord und verließen Bostich. Ihr Weg führte sie in den ersten großen militärischen Konflikt von Cartwheel, ließ man die terroristischen Aktivitäten des Pterus Saron außer Acht. Saron hatte nicht das Militär von Arkon. Zehntausend Schiffe und über zehn Millionen Arkoniden waren bereit, Lingus für das Kristallimperium in Cartwheel zu erobern. Während die Schiffe den Orbit von Bostich verließen, hallte immer wieder dieselbe Parole durch die II. Flotte Arkons, deren Kommandant der Keon Athor Stevan Agh Istin war. Er kommandierte die MINDROS und begleitete die Flotte. Und diese Parole war: FAMUG! Für Arkons Macht und Glorie! 3. Eine Welt des Friedens Lingus, 06. November 1298 NGZ, 05:15 Uhr Ortszeit»Auf, auf! Marsch, Marsch!«, brüllte ein Sergeant und schlug mit einem Stock auf eine Holzkiste. Müde und völlig lustlos krochen die Kadetten aus ihren Betten und begaben sich in die Nasszellen.»Was seid ihr denn für ein Sauhaufen? Das könnte ja Tipa Riordan, nachdem man ihr den Zellaktivator weggenommen hat, noch besser! Aufwachen, ihr müden Säcke!«, brüllte der Sergeant mit einer gewissen Genugtuung. Ein Grinsen konnte er sich nicht verkneifen. Im Grunde genommen wollte er das Beste für seine Jungs und packte sie deshalb hart an, ohne es wirklich böse zu meinen oder ihnen ernsthaft schaden zu wollen. Es gab immer noch mehr als genügend schwarze Schafe in der Armee, die ihre Untergebenen drillten, nur um sich selbst mächtig zu fühlen. Sergeant Petrou verabscheute solche Leute. Harry Petrou war ein Soldat durch und durch. Der Waliser entsprang einer Familie voller Soldaten. Natürlich war es dann auch Ehrensache, dass er die Linie fortführte.»möchten Sie einen Kaffee?«, fragte einer der Soldaten. An seinen Abzeichen erkannte der Sarge, dass es sich auch um einen Offizier handelte.»leutnant Scorbit, danke Ihnen, Sir! Gut, dass Sie schon fertig sind. Die Duschen, fürchte ich, sind jetzt etwas überfüllt«, meinte Harry Petrou amüsiert. Scorbit nickte lächelnd. Er gehörte zu den notgedrungenen Frühaufstehern. Wobei es ihm eigentlich egal sein konnte, denn er und Jonathan Andrews teilten sich eine Kabine mit allem Komfort. Doch die beiden Leutnants wollten mit gutem Beispiel vorangehen. Ihre Ausbildungszeit dauerte nicht mehr lange. Knapp drei
We Need Your Support
Thank you for visiting our website and your interest in our free products and services. We are nonprofit website to share and download documents. To the running of this website, we need your help to support us.

Thanks to everyone for your continued support.

No, Thanks