Bebauungsplan Ober den Habergärten Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung vom 18. August 1997 (BGBI. I S. 2081)

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GEMEINDE ALTDORF BEBAUUNGSPLAN OBER DEN HABERGÄRTEN TEXTLICHE FESTSETZUNGEN Planungsrechtliche Festsetzungen Rechtsgrundlage Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung vom 18 August 1997 (BGBI I S 2081) in
GEMEINDE ALTDORF BEBAUUNGSPLAN OBER DEN HABERGÄRTEN TEXTLICHE FESTSETZUNGEN Planungsrechtliche Festsetzungen Rechtsgrundlage Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung vom 18 August 1997 (BGBI I S 2081) in Verbindung mit der Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung - Bau NVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23 Januar 1990 (BGBI I S 132), zuletzt geänd durch Art 3 Investitionserleichterungs- und WohnbaulandG v (BGBl I S 446) BGBl III Inhalt 1 Art der baulichen Nutzung 2 Maß der baulichen Nutzung 3 Grundstücksgröße 4 Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen 5 Begrenzung der höchstzulässigen Zahl von Wohneinheiten in einem Gebäude 6 Verkehrsflächen sowie Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung 7 Nebenanlagen, Garagen, Kfz-Stellplätze oder Carports 8 Flächen für die Rückhaltung und Versickerung von Niederschlagswasser 9 Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen 10 Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen Textliche Festsetzungen Stand Seite 1 von 7 Seiten 1 Art der baulichen Nutzung ( 9 Abs 1 Nr 1 BauGB) Bedeutung der Eintragungen in der Nutzungsschablone: MD = Dorfgebiet gemäß 5 BauNVO Nicht zulässig gemäß 1 Abs 5 und 6 BauNVO sind: 1 Gartenbaubetriebe, 2 Tankstellen, 3 Vergnügungsstätten 2 Maß der baulichen Nutzung ( 9 Abs 1 Nr1 BauGB in Verbindung mit 16 Abs 2 und 18 Abs 1 BauNVO) Das Maß der baulichen Nutzung wird wie folgt festgesetzt: - Grundflächenzahl: Bereich A: 0,4 Bereich B: gemäß Planzeichnung - Geschoßflächenzahl: Bereich A: 1,2 Bereich B: - Firsthöhe: Bereich A: 10m Bereich B: 5m - Dachneigung: (siehe Bauordnungsrechtliche Festsetzungen) Bezugshöhe ist die Höhe, die in der Mitte der gesamten am Grundstück anliegenden Straßenbegrenzungslinie an der Oberkante des fertigen Straßenniveaus gemessen wird 3 Grundstücksgröße ( 9 Abs 1 Nr 3 BauGB) Die Baugrundstücke dürfen eine Mindestgröße von 250 m² nicht unterschreiten 4 Bauweise, überbaubare Grundstücksfläche ( 9 Abs 1 Nr 2 BauGB in Verbindung mit 22 u 23 BauNVO) Bereich A Es wird die offene Bauweise festgesetzt Es sind nur Einzel- und Doppelhäuser erlaubt Bereich B Abweichend von der offenen Bauweise darf hier auch eine einseitige Grenzbebauung mit Hauptgebäuden vorgenommen werden 5 Begrenzung der höchstzulässigen Zahl von Wohneinheiten in einem Gebäude ( 9 Abs 1 Nr 6 BauGB) Pro Einzelhaus sind maximal zwei Wohneinheiten zulässig Pro Doppelhaushälfte sind maximal zwei Wohneinheiten zulässig Textliche Festsetzungen Stand Seite 2 von 7 Seiten 6 Verkehrsflächen sowie Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung und Flächen, die zur Herstellung des Straßenkörpers erforderlich sind ( 9 Abs 1 Nr 11 u 26 BauGB) 61 Die Straßen sind als Verkehrsberuhigte Bereiche in niveaugleichem Ausbau auszubilden 62 Parallel zur Straßenbegrenzungslinie kann eine Fläche bis zu 0,50 m zur Herstellung von Erschließungsanlagen in Anspruch genommen werden 63 Die Fläche innerhalb des Sichtdreiecks ist von jeder Bebauung freizuhalten Bepflanzungen und Einfriedungen, die die freie Sicht auf die Straße versperren, dürfen zwischen Oberkante Straßenbelag und höchstem Punkt der Pflanzen gemessen, an jeder Stelle des Sichtdreiecks, eine Höhe von maximal 0,80 m nicht überschreiten Für das Sichtdreieck gilt die RAS-K 1 7 Nebenanlagen, Garagen, KFZ-Stellplätze und Carports ( 9 Abs 1 Nr 4 BauGB ivm 12 u 14 Abs 1 BauNVO) 71 Vor Garagen ist ein zusätzlicher Stauraum (zur Straßenbegrenzungslinie / PKW- Abstellplatz) von mindestens 5,00 m Länge zu schaffen 72 Stellplätze und Garagen sind nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen und/oder innerhalb der für Stellplätze und Garagen ausgewiesenen Flächen zulässig 8 Flächen für die Rückhaltung und Versickerung von Niederschlagswasser ( 9 Abs 1 Nr 14 BauGB) 81 Sämtliches auf den Baugrundstücken anfallende Oberflächenwasser ist soweit möglich auf diesen zurückzuhalten, zu versickern und / oder zu verwerten Das Versickern von Niederschlagswasser über einen Sickerschacht bedarf der wasserrechtlichen Genehmigung 82 Die Funktion des Oberflächenentwässerungskonzepts des Baugebiets ist nachhaltig zu sichern Für jedes Baugrundstück sind den Bauantragsunterlagen die entsprechenden zeichnerischen und rechnerischen Nachweise beizufügen 83 Innerhalb der Stichstraße ist in größtmöglichem Umfang die Verwendung von offenfugigen Belägen anzustreben 84 Innerhalb der privaten Grünflächen sind die Beläge der Zufahrten, Stellplätze, Terrassen und Wege in wassergebundener Bauweise oder offenfugigem Belag auszuführen Textliche Festsetzungen Stand Seite 3 von 7 Seiten 9 Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen ( 9 Abs1 Nr25 a BauGB) 91 Innerhalb der Gärten der Privatgrundstücke ist ein Hochstamm entsprechend der Pflanzenliste zu pflanzen Die nachbarrechtlichen Belange sind vor der Pflanzung zu berücksichtigen und zu prüfen Abgängige Bäume sind nachzupflanzen 92 Die Flach- und Pultdächer der Nebengebäude sowie ggf Flach- und Pultdächer der Wohngebäude sind mit einer extensiven Dachbegrünung auf mineralischer Substratbasis zu versehen Es ist eine Substratstärke von mindestens 6 cm vorzusehen 93 Für die Pflanzmaßnahmen sind ua folgende Arten zu verwenden: Bäume: Acer campestre (Feldahorn), Alnus glutinosa (Schwarzerle), Carpinus betulus (Hainbuche), Juglans regia (Walnuß), Prunus avium (Vogelkirsche), Sorbus in Sorten, Ulmus carpinifolia (Feldulme) Sträucher: Amelanchier ovalis (Felsenbirne), Berberis vulgaris (Berberitze), cornus mas (Kornelkirsche), Cornus sanguinea (Hartriegel), Corylus avellana (Haselnuß), Crataegus monogyna (Eingriffeliger Weißdorn), Euonymus europaeus (Pfaffenhütchen), Ligustrum vulgare (Liguster), Prunus mahaleb (Weichselkirsche), Prunus spinosa (Schlehe), Rhamnus carthaticus (Kreuzdorn), Rosa canina (Hundsrose), Rosa rubiginosa (Weinrose), Rosa spinosissima (Bibernellrose), Rosa villosa (Apfelrose), Salix purpurea (Purpurweide), Salix viminalis (Korbweide), Viburnum opulus (Schneeball) Heckenpflanzen für Vorgärten und hinteren Grundstücksbereich: Carpinus betulus (Hainbuche) Ranker: Clematis vitalba (Weinrebe), Hedera helix (Efeu), Parthenocissus in Sorten, Kletterrosen in Sorten Obstbaumsorten: Klarapfel, Goldparmäne, James Grieve, Morellenfeuer, Frühe Tervoux, Boscs Flaschenbirne 10 Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen ( 9 Abs1 Nr24 BauGB) Die Grundrisse der Wohnungen und sonstiger Nutzungen sind so zu gliedern, dass an den in der Planzeichnung gekennzeichneten Baugrenzen in Richtung der gekennzeichneten Baugrenzen keine schutzwürdigen Aufenthaltsräume von Wohnungen (Wohnzimmer, Esszimmer, Wohnküchen, Wohndielen, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer), keine Unterrichtsräume, keine Aufenthaltsräumen von Beherbergungsstätten und keine Büro- und Praxisräume vorgesehen werden Textliche Festsetzungen Stand Seite 4 von 7 Seiten Alternativ sind die Außenbauteile der schutzwürdigen Aufenthaltsräume an den gekennzeichneten Baugrenzen in Richtung der gekennzeichneten Baugrenzen entsprechend Außenlärmpegel III nach der DIN 4109 vom November 1989 auszubilden (siehe nachfolgende Tabelle) Die erforderlichen Schalldämm-Maße sind in Abhängigkeit von der Raumnutzungsart und -größe im Baugenehmigungsverfahren auf Basis der DIN 4109 vom November 1989 nachzuweisen Die Festsetzung gibt den maximalen Lärmpegelbereich für die jeweiligen Fassadenteile wieder Soweit per Einzelnachweis nachgewiesen wird, dass aufgrund der unterschiedlichen Geschosslagen geringere Lärmpegelbereiche gegeben sind, gelten die hieraus resultierenden Anforderungen an den Schallschutz In den in der Nacht zum Schlafen genutzten betroffenen Aufenthaltsräumen sind schallgedämmte Lüfter einzubauen Die schallgedämmten Lüfter sind bei dem Nachweis der erforderlichen Schalldämmmaße zu berücksichtigen Lärmpegelbereich nach DIN 4109 vom November 1989 Erforderliches Gesamtschalldämm-Maß der jeweiligen Außenbauteile (erf R w,res in db) nach DIN 4109 vom November 1989, Tab 8 * Aufenthaltsräume von Wohnungen, Übernachtungsräume in Büroräume und ähnliches Beherbergungsstätten, Unterrichtsräume und ähnliches [-] [db] [db] III HINWEIS: Die Vorgaben des Nachbarrechtsgesetzes (Grenzabstände für Pflanzen) sind bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen zu berücksichtigen Bei Bauwerksgründungen sind die Anforderungen an den Baugrund nach DIN 1054, DIN 4020 und DIN 4124 zu beachten Es werden Baugrunduntersuchen empfohlen Bei allen Bodenarbeiten sind die Vorgaben nach 202 BauGB in Verbindung mit DIN zu beachten Auf den Grundstücken selbst ist das Regenwasser getrennt abzuleiten und in einer Zisterne von mindestens 5 m³ Inhalt zu sammeln Der Notüberlauf der Zisterne ist an das Kanalnetz anzuschließen Die Gebäude - insbesondere die Keller sind durch entsprechende bauliche Maßnahmen gegen Grund- und Schichtenwassereintritt zu schützen Die Nutzung erneuerbarer Energien ist anzustreben Textliche Festsetzungen Stand Seite 5 von 7 Seiten Das Neubaugebiet Ober den Habergärten schneidet in ein Gelände ein, aus dem vorgeschichtliche Siedlungsfunde der Eiszeit bekannt sind Der Geltungsbereich dieses B-Plans tangiert dieses Bodendenkmal randlich Die Realisierung des Bebauungsplans ist deshalb an folgende Bedingungen und Auflagen der archäologischen Denkmalpflege gebunden: 1 Die Archäologische Denkmalpflege ist in alle weiteren Planungen einzubinden 2 Der Erdabtrag im Bereich der Neubaufläche muss mit der Dienststelle der Denkmalpflege abgestimmt werden; da durchaus damit zu rechnen ist, dass sich vorgeschichtliche Siedlungsfunde im Bereich des Bebauungsgebietes finden, sollte die Abschiebung des Humusbodens archäologiegerecht und zeitlich versetzt zum eigentlichen Baubeginn stattfinden Nur so kann gewährleistet werden, dass bei etwaigen Funden der Baubeginn nicht verzögert wird 3 Die Archäologische Denkmalpflege muss die Möglichkeit erhalten, die gegebenenfalls notwendig werdenden wissenschaftlichen Untersuchungen mit der gebührenden Sorgfalt durchführen zu können 4 Zudem wird gefordert, dass der Bauträger die ausführende Baufirma nachdrücklich auf die Bestimmungen des Denkmalschutz- und Pflegegesetzes vom (GVBl 1978, Nr 10, Seite 159 ff) hinweist Danach ist (unabhängig von einer archäologischen Voruntersuchung) jeder zutage kommende archäologische Fund unverzüglich zu melden, die Fundstelle soweit als möglich unverändert zu lassen und die Gegenstände gegen Verlust zu sichern BAUORDNUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN GESTALTUNGSSATZUNG Rechtsgrundlage Landesbauordnung für Rheinland-Pfalz (LBauO) vom 24 November 1998 (GVBl S365) Inhalt 1 Äußere Gestaltung baulicher Anlagen 2 Gestaltung der Stellplätze und unbebauter Grundstücksflächen 1 Äußere Gestaltung baulicher Anlagen ( 88 Abs 1 Nr 1 LBauO) 11 Dachgestaltung 111 Dachform Für den Geltungsbereich des Bebauungsplans sind - mit der Ausnahme für Garagen und sonstige Nebenanlagen im Sinne des 14 BauNVO - nur geneigte Dächer zulässig Auf Garagen und sonstigen Nebenanlagen im Sinne des 14 BauNVO sowie bei Gartenlauben und Geräteschuppen sind auch begrünte Flachdächer zulässig Textliche Festsetzungen Stand Seite 6 von 7 Seiten 112 Dachneigung Die zulässige Dachneigung beträgt Grad Ausnahmen: - Pultdächer und aus Pultdächern zusammengesetzte Dächer dürfen eine flachere Dachneigung haben - Nebenanlagen mit geneigtem Dach in den rückwärtigen Grundstücksflächen dürfen eine flachere Dachneigung haben, sofern sie begrünt werden 2 Gestaltung der Stellplätze und unbebauter Grundstücksflächen ( 88 Abs 1 Nr 3 LBauO) 21 Die Flächen zwischen der Straßenbegrenzungslinie und den Gebäuden sind - unter Berücksichtigung der Zufahrten, Stellplätze und Zuwegungen - gärtnerisch anzulegen und zu pflegen Arbeits- oder Lagerplätze sind hier nicht zulässig 22 Im Bereich der unter 21 genannten Flächen dürfen Stellplätze nicht mehr als 30% der straßenseitigen Gebäudebreite des Hauptbaukörpers in Anspruch nehmen 23 Abstellplätze für Mülltonnen sind durch begrünte bauliche Maßnahmen oder dichte Bepflanzung vor unmittelbarer Einsicht und Sonneneinstrahlung zu schützen Aufgestellt im Auftrag der Gemeinde Altdorf Frankenthal, im März 2003/S116/tf Matthias Braun, Dipl-Ing Stadtplaner/Architekt Virchowstraße 23, Frankenthal Bgm-Trupp-Str 11, Ludwigshafen Tel: u , Fax: Textliche Festsetzungen Stand Seite 7 von 7 Seiten
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