Bedienungsanleitung Operation Manual. FMT-310 Force Tester. (BDA Version 1.2 DE & ENG)

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Bedienungsanleitung Operation Manual FMT-310 Force Tester (BDA Version 1.2 DE & ENG) SICHERHEITSHINWEISE ÜBERSICHT ÜBER DIE KOMPONENTEN UND INBETRIEBNAHME EINSCHALTEN DES GERÄTES
Bedienungsanleitung Operation Manual FMT-310 Force Tester (BDA Version 1.2 DE & ENG) 1 1.0 SICHERHEITSHINWEISE ÜBERSICHT ÜBER DIE KOMPONENTEN UND INBETRIEBNAHME EINSCHALTEN DES GERÄTES UND VORBEREITEN DER MESSUNG MENÜSTRUKTUR, FUNKTIONEN, SYMBOLE UND ALLGEMEINE BEDIENUNG MENÜSTRUKTUR ALLGEMEINE BEDIENUNGSHINWEISE UND SYMBOLE NAVIGATIONSTASTEN ZUM SEITENWECHSEL UND WECHSELN DER MENÜEBENE BEDIENTASTEN ZUR STEUERUNG DES PRÜFSTANDES BETRIEBSARTEN ERLÄUTERUNGEN ZUR MESSTECHNIK KRAFTMESSUNG WEGMESSUNG ABSCHALTBEDINGUNGEN / GRENZWERTE MANUELLER BETRIEB EINSTELLEN DER GESCHWINDIGKEITSSTUFEN EINSTELLEN DER GRENZWERTE KONTINUIERLICHER BETRIEB (CONTI) FAHREN IM TIPP-BETRIEB (TIPP) ANZEIGEN UND RÜCKSETZEN DER PEAK WERTE (SPITZENWERTE) TARIEREN DER KRAFT- UND WEG-ANZEIGE AUTOMATISCHER BETRIEB MIT VORDEFINIERTEN PRÜFABLÄUFEN ALLGEMEINES DEFINITIONEN DER ANTRIEBSPOSITIONEN VORDEFINIERTE FUNKTIONEN NULL-PUNKT-SUCHE BRUCHDETEKTION KRAFTREGELUNG WEGREGELUNG HÄRTEGRAD VORDEFINIERTE TESTPROGRAMME BRUCHTEST 1 - DIAGRAMM BRUCHTEST 2 PEAKWERTE BIEGETEST - WEGABHÄNGIG BELASTUNGSTEST (DRUCK) MIT DRUCKKRAFTREGELUNG ZUGTEST 1- DIAGRAMM ZUGTEST 2 - PEAKWERTE DEHNTEST WEGABHÄNGIG BELASTUNGSTEST MIT ZUGKRAFTREGELUNG KUNDEN-/ANWENDUNGSSPEZIFISCHE PRÜFABLÄUFE SERVICEFUNKTIONEN GRUNDEINSTELLUNGEN SPRACHE PASSWÖRTER WEG UND GESCHWINDIGKEIT GRUNDPLATTE KALIBRIEREN KALIBRIERUNG DER KRAFTMESSZELLE WEGKALIBRIERUNG DATUM UND ZEIT ANPASSEN MELDESPEICHER LÖSCHEN DES ERGEBNISSPEICHERS ANSCHLUSS AN DEN PC TECHNISCHE DATEN WARTUNG LINEARFÜHRUNG UPDATES (SOFTWARE) KOMPONENTEN WECHSELN PROBLEMBEHEBUNG BEI STÖRUNGEN GARANTIE PRODUKT REGISTRIEREN Vielen Dank, dass Sie sich für unseren Universal-Prüfstand FMT-310 Force Tester entschieden haben. Lesen Sie diese Bedienungsanleitung vor der Inbetriebnahme sorgfältig durch, damit Sie mit dem neu erworbenen Gerät sicher umgehen können, exakte und reproduzierbare Messungen vornehmen und Schäden vermeiden. Der FMT-310 Force Tester ist für Werkstoff- und Materialprüfung und die Ermittlung von Kraft- Wegdiagrammen innerhalb festgelegter Weg- und Kraftgrenzen konstruiert. Um die Eignung des Prüfstandes für Ihren speziellen Anwendungsfall abzuprüfen, nehmen Sie ggf. mit unserem technischen Service Kontakt auf. 1.0 Sicherheitshinweise Beachten Sie das die maximal zulässigen Kraftwerte der Kraftmesszelle und den Linearantrieb mit Schrittmotor unterschiedlich sein können. Die Messzelle kann durch Überlastung der Messwelle beschädigt werden. Beachten Sie den maximalen Messbereich und lassen Sie keine Kräfte seitlich oder radial auf die Welle einwirken. Beachten Sie die Hinweise bei der Montage von Werkzeugen. Beachten Sie, dass das Gerät nur innerhalb der zulässigen Umgebungsbedingungen betrieben wird. Das Gerät ist mit einer automatischen Temperaturkompensation für C ausgestattet. Setzen Sie das Gerät nur in diesem Bereich ein. Wenn Sie Werkstoff- oder Materialprüfungen vornehmen, bei denen das Material so brechen oder splittern kann, dass dadurch Verletzungen von Personen oder Schädigungen am Prüfstand oder anderen umstehende Geräten entstehen können, so müssen Sie zusätzliche Schutzeinrichtungen installieren. Sollten Sie über keine Schutzeinrichtung verfügen so helfen wir Ihnen gerne. 2.0 Übersicht über die Komponenten und Inbetriebnahme Der FMT-310 Force Tester besteht aus zwei Basiseinheiten, dem motorisierten Prüfstand (1) mit integrierter Kraftmesszelle (2) und der Steuereinheit (3) mit Touchpanel (4) zur Bedienung. In Abhängigkeit vom Anwendungsgebiet können unterschiedliche Werkzeuge auf dem Objektträger (5) und/oder der Welle der Messzelle (6) montiert sein. Zur Inbetriebnahme überprüfen Sie zunächst, ob die Kraftmesszelle an einer beliebigen Position zwischen den beiden Begrenzungsmarkierungen (7) steht. Sollte dies nicht der Fall sein, so können Sie die Messzelle manuell dort hin schieben, solange der Prüfstand nicht eingeschaltet ist. Achtung! Wenn der Prüfstand gestartet wird, ohne das die Kraftmesszelle in einer Position zwischen den beiden Begrenzungsmarkierungen steht, führt dies zu einer Schädigung der Lineareinheit. 4 Verbinden Sie nun die Steuereinheit mit dem Prüfstand, indem Sie den 37-poligen Stecker (11) einstecken und verriegeln. Überprüfen sie ob die beiden Steckverbindungen (9;10) für den Positionssensor (8) und die Kraftmesszelle eingesteckt sind. Schließen Sie jetzt das Netzkabel (12) an und schalten Sie das Gerät an. Die Lampe im Schalter leuchtet rot auf, wenn das Gerät versorgt wird. Überprüfen Sie ggf. ob der Notausschalter gedrückt ist. 3.0 Einschalten des Gerätes und Vorbereiten der Messung Nach dem Einschalten des Gerätes am Hauptschalter, sehen Sie im Display das Startbild. Gleichzeitig erfolgt ein automatischer Funktionstest und das Kraftmessgerät wird initialisiert. Nachdem dieser Test erfolgreich abgeschlossen ist, erfolgt der Wechsel zum Hauptmenü. Drücken Sie nun die Taste REF, es erfolgt ein automatischer Abgleich der internen Nullreferenz (Maschinen-Null). Hierzu wird die Kraftmesszelle in die oberste Position gefahren. Erst nachdem die Referenzfahrt erfolgreich durchgeführt wurde, ist der Prüfstand einsatzbereit. Sie können jetzt die gewünschte Funktion im Hauptmenu wählen. In Abhängigkeit vom Einsatzgebiet werden unterschiedliche Werkzeuge an der Messwelle und auf dem Objektträger montiert. Wenn diese Werkzeuge bereits werksseitig vormontiert wurden, so sind die Grenzwerte (Wegbegrenzung) bereits voreingestellt. Achtung! Sollten Sie eigene Werkzeuge einsetzen und/oder die Inbetriebnahme des Prüfstandes ohne Unterstützung unseres Technischen Service vornehmen, so nehmen Sie zunächst eine Anpassung der Grenzwerte im Service-Menü vor, um Kollisionen und damit ggf. Schäden am Prüfstand zu vermeiden. 5 4.0 Menüstruktur, Funktionen, Symbole und allgemeine Bedienung Die Menus der Steuerung sind so aufgebaut, das Sie jederzeit mit der ZURÜCK Taste (oben rechts) wieder in das jeweils übergeordnete Menü zurückkehren können, um ein anderes Untermenü zu wählen. Ein Untermenü wählen Sie durch Drücken der entsprechenden Taste. Innerhalb eines Untermenüs können weitere Wahl- und Parametriermöglichkeiten bestehen. 4.1 Menüstruktur Startbild Hauptmenue Manueller Betrieb Grenzwerte setzen Geschwindigkeitsstufen setzen Automatik Betrieb Auswahl Prüfabläufe Bruchtest 1 Diagramm Bruchtest 2 Peak Biegetest Wegabhängig Belastungstest Kraftregelung Zugtest 1 Diagramm Zugtest 2 Peak Dehntest 1 Wegabhängig Dehntest 2 Kraftregelung Service Datum/Zeit anpassen Meldespeicher Kalibrierung (Kraft und Weg) Grundeinstellungen Referenzfahrt Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Einstellungen Ergebnisse Diagramm Diagramm Diagramm Diagramm Diagramm Diagramm 6 4.2 Allgemeine Bedienungshinweise und Symbole Die Bedienung des Prüfstandes erfolgt ausschließlich durch die Tasten auf dem Bildschirm der Steuerung. Dabei können die Tasten in Abhängigkeit des Menüs und des Betriebszustandes geändert, gesperrt oder freigegeben werden. Die Anordnung der Tasten auf dem Bildschirm ist weitestgehend identisch. Nachfolgend ist der generelle Aufbau skizziert: Die Kopfzeile gibt die Überschrift des aktuell aufgerufenen Menüs wieder. In der Fußzeile werden Datum, Uhrzeit, Speicherstatus (je nach Menü) und Versionsnummer angezeigt. Der Meldetext Info liefert Informationen zu dem jeweiligen Zustand. Am rechten Bildschirmrand ist die Navigationsleiste platziert. Sie ermöglicht das Aufrufen von Untermenüs, den Wechsel zurück in die nächst höhere Menü-Ebene oder das Ändern von Einstellungen. Am linken Bildrand wird die Position des Schlittens sowie die aktuelle Grenzwerteinstellung angezeigt. Das Zentrum des Displays nimmt die Ergebnisanzeige ein. Unterhalb und rechts von der Ergebnisanzeige befinden sich die Tasten zur Bedienung des Gerätes: Navigationstasten zum Seitenwechsel und Wechseln der Menüebene Zurück Verlässt das aktuelle Menü und kehrt zur nächst höheren Menüebene zurück Vor- und Zurückblättern Die Pfeiltasten Links/Rechts ermöglichen das Hin- und Herblättern zwischen mehreren Seiten der gleichen Menüebene. Sprung Erste/Letzte Seite Die Pfeiltasten ermöglichen das Springen zur ersten bzw. letzten Seite der gleichen Menüebene. Scrollen Zeilenweise springen in Parameter- oder Ergebnislisten ACHTUNG: Im manuellen Betrieb zeigen diese Pfeile lediglich die Bewegung des Schlittens je Richtung an! Parameterliste Nach Drücken des Buttons erscheint eine Liste der parametrisierbaren Einstellungen. Eingabe-Tastatur Durch Drücken des Buttons öffnet sich das Eingabefeld zum Ändern der parametrisierbaren Einstellungen Sprung Erste/ Letzte Zeile Die Pfeiltasten ermöglichen das Springen zur ersten bzw. letzten Ergebnisaufzeichnung der gleichen Ebene Ergebnismenü Durch Drücken des Buttons wird in das Untermenü Ergebnisse gewechselt. Gezeigt werden die Ergebnisse in Tabellenform des gewählten Prüflaufes. Diagramm Im Ergebnismenü können die Ergebnisse abhängig vom gewählten Prüflauf auch in Form eines Diagramms dargestellt werden 7 Testprogramm Wechsel des Testprogramms innerhalb eines Prüfablaufes. Grenzwerte Einstellung der Grenzwerte für Weg/ Kraft im manuellen Betrieb. Geschwindigkeit Einstellen der Geschwindigkeitsstufen für den manuellen Betrieb. Testprogramm Löscht das ausgewählte Testprogramms innerhalb eines Prüfablaufes. Sprung nach MAN Direkter Sprung aus der Parameterliste eines Testprogramms in den MAN- Bereich um Wegparameter festzulegen. Sprung nach AUTO Direkter Sprung aus dem MAN- Bereich zurück in die Parameterliste des Testprogramms. Analog Signale Eingabe der Parameter für die externen Analogsignale 8 Bedientasten zur Steuerung des Prüfstandes Fahren Aufwärts oder Abwärts fahren im manuellem Betrieb ACHTUNG: Die gleichen Pfeile am rechten Rand des Bildschirms dienen zur Menünavigation. Start Stoptaste Um den Prüflauf zu starten, oder abzubrechen oder die Fahrt im manuellen Betrieb zu stoppen. oder Vorgang. Bestätigungstaste Durch Drücken dieser Taste bestätigen Sie den angezeigten Abbruchtaste Durch Drücken der Abbruchtaste wird die Durchführung des gewählten Vorgangs verworfen bzw. abgebrochen. Conti-Betrieb Wechsel vom Tipp- in den Conti- Betrieb Tipp-Betrieb Wechselt von Conti- in Tipp- Betrieb Auslesen der Peakwerte Durch Drücken des Buttons werden die aktuell im Kraftmessgerät gespeicherten Druck- und Zugkraftwerte angezeigt. Nächster Zyklus Durch Drücken wird der nächste Durchgang eines Prüfablaufs mit mehrerer Zyklen gestartet. Geschwindigkeitsstufen Wechselt zwischen den 5 gesetzten Geschwindigkeitsstufen im manuellen Betrieb. Nullung Kraft Zurücksetzen des gemessenen Kraftwertes auf Null Löschen der Peakwerte Löschen der aktuellen Peakwerte im Kraftmessgerät Nullung Weg Zurücksetzten des gemessenen Wegelineals auf Nulll. 5.0 Betriebsarten 5.1 Erläuterungen zur Messtechnik Kraftmessung Für die Kraftmessung werden hochpräzise Messbalken eingesetzt, deren Durchbiegung bei Krafteinleitung durch einen Dehnungs-Messstreifen erfasst werden. Die Umsetzung der analogen Signale in digitale Form erfolgt in der Kraftmesszelle. Die digitalen Signale werden dann an die Steuerung übertragen. Die interne Verarbeitungsgeschwindigkeit des D/A-Wandlers beträgt 1000Hz, die Übertragungsgeschwindigkeit zur Steuerung 100Hz. Bei jedem Neu-Start der Universalprüfmaschine wird die Messzelle eingelesen und tariert. Gleichzeitig erfolgt eine Temperaturkompensation. Temperaturschwankungen während des Betriebs des Prüfstandes führen zu Messungenauigkeit (T K =0,02%K). Bei stärkeren Veränderungen der Umgebungsbedingungen im Laufe eines Arbeitstages ist es empfehlenswert die Anlage aus und wieder einzuschalten, um die Messzelle auf die Kompensation die geänderten Umgebungsbedingungen anzupassen. Die Kraftmesszellen sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Entsprechend DIN ISO 7500 ist eine Kalibrierung nach 12 Monaten, nach Reparaturen oder nach größeren Umbauten angezeigt. Ein Wechsel der Kraftmesszelle erfordert, sofern der Wechsel ordnungsgemäß durchgeführt wurde, keine Kalibrierung oder Justierung. Die Kalibrierung (Justierung) der Kraftmesszelle kann anwenderseitig im Serviceprogramm erfolgen. (siehe Kapitel 6.2). 9 5.1.2 Wegmessung Der gesamte Verfahrweg (405mm) des Antriebes wird in Schritte aufgelöst, dies entspricht einer internen Auflösung von 0,24μm, die Veränderung der Position in Einzelschritten wird dann mit einer Auflösung von 0,01mm angezeigt. Da sowohl die Messzelle, als auch die Maschine selbst unter Last gedehnt oder komprimiert wird, weicht der absolute Verfahrweg vom tatsächlichem Weg auf der Kraftmessachse ab. Um diesen Fehler zu kompensieren, wird der angezeigte Weg mit einem kraftabhängigen Faktor korrigiert. Vor Auslieferung wird der Korrekturfaktor werkseitig ermittelt und eingestellt. Der Korrekturfaktor kann anwenderseitig auch bei der Wegkalibrierung ermittelt und im Gerät gespeichert werden. Eine Neukalibrierung (Justierung) der Wegmessung sollte immer dann erfolgen, wenn das Kraftmessgerät gewechselt wurde, da nur theoretische Werte bei der Initialisierung des Kraftmessgerätes in die Steuerung übernommen werden. Die Kalibrierung erfolgt im Service-Menü. (siehe Kapitel 6.2) Abschaltbedingungen / Grenzwerte Unabhängig vom mechanischen Aufbau des Universal-Prüfstandes und des Kraftmessgerätes für den vor der Inbetriebnahme des Gerätes Grenzwerte hinterlegt werden, können zum Schutz von Prüfwerkzeugen und zu prüfendem Material allgemeingültige Grenzwerte für den Weg und die Kraft hinterlegt werden. Bei Erreichen dieser Grenzwerte, wird der jeweilige Prüfablauf unterbrochen und es erfolgt eine Infotext-Ausgabe in der unteren Zeile des Displays. Die Kraftmesszellen haben einen zusätzlichen elektronischen Überlastschutz, der unabhängig von den eingestellten Grenzwerten immer dann wirksam wird, wenn eine Schädigung der Messzelle droht. Die Steuerung versucht dann die Überlast automatisch durch einen Fahrbefehl in die entgegengesetzte Richtung zu entfernen. Ebenso lässt der Antrieb nicht über die durch die Positionsmarker vorgegeben mechanischen Grenzen fahren, da diese bei erreichen einen Not-Stop auslösen. Immer wenn ein Not-Stop ausgelöst wurde, oder der Prüfstand aufgrund sich überschneidender Grenzwerte keine manuellen Fahrbefehle zulässt, muss der Prüfstand stromlos geschaltet werden. In diesem Zustand wird die Haltekraft des Motors aufgehoben und die Kraftmesszelle kann an eine beliebige Position zwischen den Positionsmarkern geschoben werden Manueller Betrieb Beim manuellen Betrieb können Sie die Kraftmesszelle mit einer vorgewählten definierten Geschwindigkeit innerhalb der vorgebenden Grenzwerte aufwärts oder abwärts bewegen, indem Sie die entsprechende Taste drücken. Die aktuellen Messwerte und die Fahrgeschwindigkeit wird Ihnen dabei im Display angezeigt Einstellen der Geschwindigkeitsstufen Im manuellen Betrieb können bis zu 5 unterschiedliche Geschwindigkeiten durch Drücken der Taste V gewählt werden. Die Geschwindigkeitsstufen 1 bis 5 lassen sich in dem dafür vorgesehenen Untermenü einstellen. Das Untermenü wird durch Drücken der Taste V set aufgerufen. Wählen Sie dann die Geschwindigkeitsstufe, die Sie editieren möchten und geben die gewünschte Geschwindigkeit ein. Wenn Sie das Untermenü verlassen, werden die Geschwindigkeitsstufen entsprechend geändert. 10 5.2.2 Einstellen der Grenzwerte Der Verfahrweg der Kraftmesszelle kann innerhalb der maschinen- und messzellenbedingten maximalen Werte eingeschränkt werden. Hierzu wird das Untermenü Grenzwerte aufgerufen, in denen sich die Werte über die Navigationsleiste einstellen lassen. Hinweis! Die für den manuellen Betrieb eingestellten Grenzwerte haben keine Wirkung in den Testprogrammen. Der Antrieb wird nach Erreichen der Grenzwerte oder dem Stop-Signal durch drücken der Stop-Taste oder loslassen der Auf-/Ab-Tasten mit einem geschwindigkeitsabhängigen Profil gestoppt. Der Nachlauf kann bei maximaler Geschwindigkeit 2mm betragen. Parameter Zulässiger Wertebereich Bezug Min. Max. Grenzwert Position UNTEN GW oben 405,00mm Absolut auf 0-Referenz Grenzwert Position OBEN 0,00mm 405,00mm Absolut auf 0-Referenz Grenzwert Kraft DRUCK 0 N Nominalbereich der Messzelle 110% Messbereich Grenzwert Kraft ZUG 0 N Nominalbereich der Messzelle 110% Messbereich Kontinuierlicher Betrieb (Conti) Im kontinuierlichen Betrieb starten Sie den Antrieb durch Drücken der Auf- oder Abtaste in die gewünschte Richtung. Der Antrieb bewegt mit der vorgewählten Geschwindigkeit die Messzelle dann so lange, bis entweder die Stop-Taste gedrückt wird, oder einer der Grenzwerte erreicht wird Fahren im Tipp-Betrieb (Tipp) Im Tipp-Betrieb, der mit der Taste Mode eingestellt wird, wird der Antrieb solange mit der vorgewählten Geschwindigkeit in die gewünschte Richtung bewegt, bis dass die Taste wieder losgelassen wird oder einer der Grenzwerte erreicht ist Anzeigen und Rücksetzen der Peak Werte (Spitzenwerte) In der Kraftmesszelle werden die absoluten Spitzenwerte für die Zug- und Druckkraft gespeichert. Die beiden zuletzt gespeicherten Spitzenwerte werden nach Drücken der PEAK-Taste angezeigt. Der Peakwertspeicher wird im manuellen Betrieb nur gelöscht, wenn die Reset Taste gedrückt wird, ein Testprogramm aufgerufen, eine Referenzfahrt durchgeführt wurde oder die Anlage ausgeschaltet wird. 11 5.2.6 Tarieren der Kraft- und Weg-Anzeige Alle angezeigten Werte lassen sich bei Stillstand des Antriebes auf 0 setzen. Die internen Daten der Messzelle und die absoluten Positionen der Lineareinheit werden dabei nicht tariert. Hierzu muss eine Referenzfahrt durchgeführt werden Automatischer Betrieb mit vordefinierten Prüfabläufen Allgemeines Unter Prüfabläufen werden Bewegungsabläufe (Programmschritte) verstanden, die typischerweise für einen Test durchgeführt werden. Jeder Prüfablauf kann bis zu 30 Einzelschritte umfassen. Insgesamt lassen sich bis zu 16 unterschiedliche Prüfabläufe in der Steuerung ablegen, standardmäßig sind bereits 8 Prüfabläufe vorinstalliert. In jedem Prüfablauf können variable Parameter für ein Testprogramm individuell eingestellt werden, um Anpassungen an das zu prüfende Material und eingesetzte Werkzeug vorzunehmen. Zu jedem Prüfablauf lassen sich bis zu 8 unterschiedliche Parametersätze als Testprogramm hinterlegen. Maximal können somit bis zu 128 parametrisierte Testprogramme in der Steuerung hinterlegt werden. Die Parameter müssen für jedes Testprogramm in Abhängigkeit von der eingesetzten Messzelle, den eingesetzten Werkzeugen und dem jeweiligen Testobjekt gesetzt werden. Die sinnvollen Werte für einen Test werden in der Regel zunächst im manuellen Betrieb ermittelt. Beim Wechseln der Kraftmesszelle werden alle Parametersätze in allen Testprogrammen auf die Defaultwerte zurückgesetzt, um mögliche Schäden an der Anlage zu verhindern. Bei Werkzeugwechsel oder Wechsel des zu prüfenden Materials müssen die Parameter ggf. anwenderseitig angepasst werden, um Schäden an der Anlage zu vermeiden. Das Untermenü zum Einstellen der Parameter wird durch Drücken der Parametertaste aufgerufen Definitionen der Antriebspositionen Referenzposition Grenzwert OBEN Grenzwert UNTEN Position HOME Position START Null-Position Absolute Position in den die Messzelle bei der Referenzzierung des Antriebs gefahren wird (Maschinennull). Auf diese Position beziehen sich alle anderen absoluten Grenzwerte. Absolut obere Position in den die Messzelle im Betrieb gefahren werden kann. Maximal entspricht diese Position der Referenzposition. (Default = 0,00mm) Absolute untere Position in den die Messzelle im Betrieb gefahren werden kann. Maximal entspricht diese Position dem maximalen Verfahrweg des Antriebes. (Default = 405,00mm) Absolute Position in die die Messzelle vor und nach einem Prüflauf gefahren wird, um das Testobjekt in den Prüfstand einlegen zu können. Absolute Position in die die Messzelle zu Beginn einer Prüfung gefahren wird. Relative Position bei der die Länge
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