Bereichsentwicklungsplanung Hohenschönhausen-Landschaftsraum

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Bereichsentwicklungsplanung Hohenschönhausen-Landschaftsraum Berlin-Lichtenberg Erläuterungsbericht Bereichsentwicklungsplanung Hohenschönhausen-Landschaftsraum in Berlin-Lichtenberg Erläuterungsbericht
Bereichsentwicklungsplanung Hohenschönhausen-Landschaftsraum Berlin-Lichtenberg Erläuterungsbericht Bereichsentwicklungsplanung Hohenschönhausen-Landschaftsraum in Berlin-Lichtenberg Erläuterungsbericht Auftraggeber Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Amt für Planen und Vermessen Fachbereich Stadtplanung Frankfurter Allee Berlin Auftragnehmer Planergemeinschaft Hannes Dubach, Urs Kohlbrenner Stadtplaner, Landschaftsplaner, Architekten Lietzenburger Straße 44, Berlin Telefon , Fax -99 Bearbeitung Anja Kneiding Prof. Urs Kohlbrenner Winfried Pichierri Januar 2011 Die Planergemeinschaft ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000 und validiert nach EMAS. Inhaltsverzeichnis Seite 1 Einleitung Anlass, Aufgabenstellung Verfahren, Methodik Merkmale und Funktionen des Gebiets Planerische Vorgaben und Datengrundlagen Verhältnis zum Flächennutzungsplan Weitere Planungsgrundlagen 8 2 Leitbild Stadtteilprofil Teilräumliche Leitbilder Stadtrandpark Dörfer/Siedlungsgebiete Siedlungen 13 3 Einwohnerprojektion Analyse der bisherigen Einwohnerentwicklung Bevölkerungsprognose Berlin Kleinräumige Projektion 17 4 Analysen, Entwicklungsziele und Maßnahmen Wohnen Gemeinbedarf Kindertagesstätten Schulen Sportanlagen Jugendfreizeitstätten/pädagogisch betreute Spielplätze Soziale Einrichtungen Kulturelle Einrichtungen Landschaft und Freiräume Naturraum Lebensraumfunktionen, Biotop - und Artenschutz Landwirtschaft Grünflächen, Parkanlagen Grünverbindungen, Wegenetz Spielplätze Kleingartenanlagen Wirtschaft Gewerbe Zentren und Einzelhandel Verkehr Öffentlicher Nahverkehr Straßenverkehr Fuß - und Radverkehr 36 5 Windkraft Ausgangssituation Kriterienkatalog zur Eignungsbewertung von Flächen Eignungsbewertung 39 6 Nutzungskonzept Margaretenhöhe Lindenberger Straße Hof Gut Falkenberg und Dorflage 47 7 Anlage Auswertung der Beteiligung der Behörden Auswertung der Beteiligung der Öffentlichkeit 63 1 Einleitung 1.1 Anlass, Aufgabenstellung Für den nördlichen Teil des Mittelbereichs Hohenschönhausen-Nord liegt bisher keine flächendeckende und querschnittsorientierte Gesamtplanung vor, die die einzelnen sektoralen bezirklichen Planungen und Maßnahmen koordiniert und übergeordnete/gesamtstädtische, bezirkliche und örtliche Anforderungen und Zielsetzungen zu einem Gesamtkonzept verbindet. Mit dem Instrument der Bereichsentwicklungsplanung (BEP) soll diese nun erstellt und mit den schon erarbeiteten Planungen für die übrigen Mittelbereiche des Bezirks verknüpft werden. Gleichzeitig dient die Erarbeitung der BEP der Vervollständigung der räumlichen Gesamtplanung mit Planungszielen und sektoralen Darstellungen im gesamten Bezirk Lichtenberg. 1.2 Verfahren, Methodik Aufbau und Inhalte der BEP Hohenschönhausen-Landschaftsraum sollen sich einerseits an den übrigen BEP im Bezirk Lichtenberg orientieren, unter anderem um eine spätere Zusammenschau zu einer Gesamt-BEP für den Bezirk zu ermöglichen. Andererseits resultieren aus der spezifischen Charakteristik des Plangebiets als überwiegend landschaftlich geprägtes Gebiet inhaltliche Schwerpunkte, die über die anderen BEP hinausgehen. Dies sind insbesondere - die Freiraumentwicklung, insbesondere die Erschließung durch ein zusammenhängendes Wegenetz, - die Verkehrsentwicklung, insbesondere im Umgang mit erheblichen Verkehrsbelastungen in den Dörfern Malchow, Wartenberg und Falkenberg sowie - die Überprüfung des Plangebiets hinsichtlich einer möglichen Eignung für die Errichtung von Windkraftanlagen. Das BEP-Nutzungskonzept wird entsprechend den formalen Anforderungen unter Verwendung der abgestimmten Musterlegende erstellt. Wichtige Grundlagen für die Erarbeitung der BEP sind - die Bevölkerungsprognose Berlin (SenStadt) sowie die aktuellen Einwohnerentwicklungen, - bezirkliche und übergeordnete Planungen, insbesondere der Landschaftsrahmenplan, das Stadtteilprofil und die Dorfentwicklungspläne, - aktuelle Bedarfsprognosen und Entwicklungsplanungen der verschiedenen bezirklichen Fachämter, die zu Verfahrensbeginn erbeten wurden bzw. im Stadtteilprofil enthalten sind. Entsprechend den Anforderungen der AV-BEP 1 wurden folgende Verfahrensschritte durchgeführt: - Diskussion inhaltlicher Fragen, speziell zu Leitbild, Freiraumentwicklung, Eignung für Windkraftanlagen auf einer Steuerungsrunde, - Einarbeitung der Äußerungen beteiligter Stellen in einen Entwurf zur BEP - Ergänzung weiterer Inhalte, insbesondere zur Einwohnerentwicklung, Gewerbe/Einzelhandel und Verkehr, - erneute Beteiligung von einzelnen Fachämtern und -behörden - Einarbeitung der Äußerungen der beteiligten Stellen und Erstellung einer vorabgestimmten Entwurfsfassung des Nutzungskonzeptes und des Erläuterungsberichtes, die durch BA-Beschluss vom beschlossen wurde und die als Grundlage für die Einholung der Stellungnahme bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (AV-BEP Nr. 14) und die parallel dazu stattfindende Öffentlichkeitsbeteiligung (Auslegung der Unterlagen für die Dauer eines Monats, Internetbeteiligung) diente. 1 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Ausführungsvorschriften zu 4 Abs. 2 des Gesetzes zur Ausführung des Baugesetzbuches (AV BEP) vom - Das Abwägungsergebnis der Stellungnahmen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der weiteren Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen und Hinweise wurde am durch das Bezirksamt beschlossen und ist in den Anlagen 1 und 2 dokumentiert. Mit BA-Beschluss-Nr. 6/115/2010 vom wurde die BEP Hohenschönhausen-Landschaftsraum (Abschlussbericht mit Nutzungskonzept) vom Bezirksamt Lichtenberg beschlossen. Die entsprechend 12 Abs. 2 Bezirksverwaltungsgesetz vorgeschriebene Beschlussfassung der Bezirksverordnetenversammlung erfolgte am unter der Drucksachennummer DS/1744/VI. Die BEP Hohenschönhausen-Landschaftsraum ist damit verwaltungsintern bindend und in der verbindlichen Bauleitplanung bei der Abwägung zu berücksichtigen. 1.3 Merkmale und Funktionen des Gebiets Der Bereich Hohenschönhausen-Landschaftsraum umfasst die Planungsräume und Ortsteile Malchow, Wartenberg und Falkenberg einschließlich deren landschaftlich geprägten Freiflächen (Statistische Gebiete 172, 173 und 174-teilweise-). Die Dörfer liegen am nordöstlichen Innenstadtrand ca. 7 km vom Berliner Zentrum am Alexanderplatz entfernt. Südlich und östlich schließen sich die Großsiedlungen Neu-Hohenschönhausen bzw. Marzahn-West im Bezirk Hellersdorf-Marzahn an. Im Norden reicht das Gebiet bis an die Berliner Landesgrenze, an die sich die Gemeinde Ahrensfelde mit dem Landschaftsraum anschließt. Dieser setzt sich im Westen des Gebiets als Grünkeil im Ortsteil Weißensee des Bezirks Pankow fort. Die Siedlungs- und Nutzungsstruktur im Landschaftsraum Hohenschönhausen selbst ist dörflich bzw. durch Siedlungsgebiete geprägt. Die Dörfer unterscheiden sich vor allem durch ihre Nähe bzw. Einbindung der angrenzenden städtischen/landschaftlichen Gefüge. So wird das Dorf Wartenberg im Süden und Westen durch den Siedlungskörper der unmittelbar angrenzenden Großsiedlung begrenzt. Auch Falkenberg wird durch herangerückte bzw. angelagerte Baustrukturen jüngerer Zeit beeinflusst. Dagegen ist das Dorf Malchow nach wie vor allseitig vom Landschaftsraum umgeben. Auch die Siedlungen Margaretenhöhe und Wartenberg liegen insulär im Landschaftsraum. Die Nutzungsstrukturen in den historischen Dörfern und den angrenzenden Siedlungen Margaretenhöhe, Siedlung Wartenberg sowie der Gehrenseesiedlung sind typisch für Ortsteile dieser Größe. Sie bestehen in den Dörfern aus straßenbegleitenden Gehöften der historischen Baustruktur, Wohngebäude mit Hausgärten und zum Teil einzelnen kleinteiligen gewerblichen Nutzungen. Die Struktur der Siedlungen wird von Reihenhausgebieten bis hin zu Einzelhaustypen mit zum Teil größeren privaten Freiflächen bestimmt. Naturräumlich liegt der Landschaftsraum Hohenschönhausen auf der Hochebene des Barnim mit durch Geschiebemergel geprägten Bodengesellschaften. Im westlichen und östlichen Untersuchungsraum erfolgte die größte anthropogene Beeinflussung der Böden aufgrund der Nutzung als Rieselfelder, während im mittleren Untersuchungsraum naturnahe Bodengesellschaften vorherrschen. Die Freiraumstruktur ist entsprechend der Lage am Stadtrand geprägt von großen zusammenhängenden landwirtschaftlichen Flächen. Weiterhin stellen Teilbereiche gleichzeitig großflächige Erholungsflächen dar, die sich zum Teil noch im Bau befinden. Die Dörfer und Siedlungen weisen vor allem kleinteilige Gartenstrukturen auf. Die stadträumliche Verknüpfung der Dörfer mit angrenzenden Stadtbereichen erfolgt hauptsächlich über die Verkehrsachsen Malchower Chaussee und Falkenberger Chaussee. Weitere wichtige Anbindungen sind die Dorfstraße/Prendener Straße (Wartenberg) und die Dorfstraße/Ahrensfelder Chaussee (Falkenberg). Die Anbindung nach Norden erfolgt ebenfalls über die Verlängerung der Malchower Chaussee / Bundesstraße 2 sowie über den Birkholzer Weg und die Lindenberger Straße. 1.4 Planerische Vorgaben und Datengrundlagen Rechtsgrundlage der BEP sind die AV-BEP vom 21. November 2006 als Ausführungsvorschriften zu 4 Abs. 2 AGBauGB. Sie beinhalten eine Regelung des Erarbeitungs- und Abstimmungsverfahrens der BEP in Zuständigkeit der Bezirke, das auch für die BEP HSH-L angewandt wird. Die gemäß Nr. 7 AV-BEP festgelegte Legende für das Nutzungskonzept wird dabei verwendet ergänzt um einige spezielle Darstellungen Verhältnis zum Flächennutzungsplan Darstellungen des FNP Die überörtlichen Planungsziele sind im Flächennutzungsplan in der Fassung der Neubekanntmachung vom 12. November 2009 dargestellt. Der größte Teil des Gebiets Hohenschönhausen-Landschaftsraum wird im FNP als Grünfläche unterschiedlicher Zweckbestimmung dargestellt. Neben Parkanlagen und Kleingärten werden v.a. im nördlichen Bereich auch Feld, Flur und Wiese abgebildet. Teil der Grünflächen sind die Naturschutzgebiete nordöstlich von Malchow sowie zwischen Wartenberg und Falkenberg. Ein weiteres Naturschutz- und FFH-Gebiet wird entlang der nordöstlichen Stadtgrenze dargestellt. Die Siedlungsflächen sind in den Bereichen der Dörfer als gemischte Bauflächen M2 aufgenommen. Weiterhin werden Wohnbauflächen W4 (GFZ bis 0,4) mit landschaftlicher Prägung nordöstlich von Malchow für Siedlung Margaretenhöhe, nördlich direkt angrenzend an das Dorf Wartenberg sowie an der nördlichen Stadtgrenze im Bereich der Siedlung Wartenberg dargestellt. Die übergeordnete Verkehrsanbindung wird durch die von Südosten nach Nordwesten vorlaufende Regionalund S-Bahntrasse und parallel dazu verlaufende - geplante - übergeordnete Hauptverkehrsstraße (Verbindungsstraße zur B2, Teil der TVN) dargestellt. Darüber hinaus ist eine westliche Umfahrung Malchows (Bundesstraße 2) dargestellt, die jedoch vollständig im Nachbarbezirk Pankow liegt. FNP 2009 (Neubekanntmachung) 1.4.2 Weitere Planungsgrundlagen Landschaftsprogramm 1994, Ergänzung 2004 Das Plangebiet ist im Landschaftsprogramm Berlin einschließlich der beschlossenen Änderungen fast vollständig dem kulturlandschaftlich geprägten Raum zugeordnet. Hinsichtlich des Naturhaushalts und Umweltschutzes gehört der Bereich zum Vorranggebiet Klimaschutz, in dem der Erhalt der klimatisch wirksamen Freiräume besonders wichtig ist. Teile des Plangebiets sind als ehemalige Rieselfelder Überwachungs- und Sanierungsschwerpunkte, die übrigen unbebauten Räume gehören überwiegend zum Vorranggebiet Bodenschutz mit besonderen Anforderungen an eine bodenschonende Nutzung und Entwicklung. Große Teile des Plangebiets gehören zu den prioritären Räumen hinsichtlich des Biotop- und Artenschutzes. Das Naturschutzgebiet Falkenberger Rieselfelder gehört zur Flächenkulisse der für Berlin im April 2004 abschließend an die EU-Kommission gemeldeten FFH- bzw. SPA-Gebiete. Ziel des Landschaftsprogramms ist neben der Sicherung der bestehenden Naturschutzgebiete die Ausweisung eines großflächigen Landschaftsschutzgebiets für den Landschaftsraum Nordost mit der Feldlandschaft um Malchow, Wartenberg, Falkenberg und um den Malchower See. Die Flächen sollen sich zum Artenreservoire und Verbindungsbiotop für Arten feuchter und nasser Standorte, für Arten landwirtschaftlicher Nutzflächen und für Arten der Wälder entwickeln bzw. geschützt werden. Auch hinsichtlich des Landschaftsbildes wird dem Plangebiet mit seiner insgesamt landschaftsraumtypischen Prägung ein hoher Wert zugeordnet. Zu erhalten und zu entwickeln sind eigens die entsprechenden Strukturelemente: neben den drei historischen Siedlungskernen Malchow, Wartenberg und Falkenberg sind dies die Gewässer und Alleen. Hauptziel bezüglich der Erholung und Freiraumnutzung ist die Verbesserung der Erholungseignung des Landschaftsraums, der als Entwicklungsschwerpunkt mit entsprechenden Anforderungen an Planung und Realisierung von Erholungsangeboten ausgewiesen ist. Zwar weisen die im Plangebiet liegenden Siedlungsflächen eine geringe Dringlichkeit zur Verbesserung der Freiraumversorgung auf, der Bedarf nach Erholungsflächen resultiert aber im Wesentlichen aus der angrenzenden Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen mit höchster Dringlichkeitsstufe. Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption In der Gesamtstädtischen Ausgleichskonzeption wurden Ausgleichssuchräume der 1. (Innenstadt) und 2. Priorität (Regionalpark Barnimer Feldmark) sowie Einzelflächen dargestellt, für die aus gesamtstädtischer Sicht ein besonderes Handlungserfordernis besteht. So befinden sich zukünftige Ausgleichsflächen im Suchraum des 4. Naherholungsgebietes Berliner Barnim. Als Einzelfläche innerhalb des Bezirks Lichtenberg wurden Flächen innerhalb des Gutspark Falkenberg benannt. Der Einsatz von A+E-Mitteln als Ausgleichsmaßnahme des Landes Berlin erfolgte bisher nur im Landschaftsraum Wartenberg. Landschaftsrahmenplan (2006) Im Landschaftsrahmenplan für den Gesamtbezirk Lichtenberg ist die nachhaltige Sicherung einer lebenswerten Stadtlandschaft mit einem multifunktionalen Grünsystem als Bestandteil des Berliner Grünsystems als übergeordnetes Ziel benannt. Im zugehörigen Landschaftsraumkonzept kommt dem Plangebiet mit zwei der wesentlichen Maßnahmen eine große Bedeutung im Bezirk zu: einerseits mit der geplanten Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes Parklandschaft Barnim , andererseits mit dem Ziel, die Landschaftsparks Malchower Aue, Wartenberg und Falkenberg (einschließlich des zukünftigen, als extensive Grünanlage gestalte- ten GLB Gehrensee) als Teile des Regionalparks Barnimer Feldmark weiter zu entwickeln. Auch die Sicherung bzw. Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Nutzungen in Richtung ökologischer, kleinteiliger und arbeitsplatzintensiver Bewirtschaftung gehört zu den Zielen für den Landschaftsraum. Große Flächen sollen in der Verwaltung des Bezirks verbleiben und verpachtet werden. Der Regionalpark Barnimer Feldmark ist einer von acht Regionalparks rund um Berlin. Er umfasst mit einer Fläche von ca ha Teile des Nordostens von Berlin sowie daran anschließende Gebiete der Landkreise Barnim und Märkisch-Oderland. Aus den verschiedenen Verfahren zur Entwicklung des Regionalparks ist als ein wichtiger Träger der Verein Regionalpark Barnimer Feldmark e.v. hervorgegangen, der als Instrument für das Entwicklungsleitbild des Regionalparks fungiert. Das Plangebiet gehört als ein wichtiger Teilraum zum Regionalpark und soll entsprechend übergeordnete Erholungsfunktionen übernehmen sowie dazu notwendige Infrastruktur erhalten. Im Rahmen des Kommunalen Nachbarschaftsforums AG Nord erfolgt insbesondere hinsichtlich des zu entwickelnden Wegenetzes eine Abstimmung und Aktualisierung der Planungen. Handlungskonzept Regionalpark Barnimer Feldmark Als ein Baustein für die Entwicklung dient das Handlungskonzept für den Lichtenberger Bereich des Regionalparks Barnimer Feldmark, das von einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe des Bezirksamtes erarbeitet und am vom Bezirksamt beschlossen wurde (BA-Beschluss 5/149/2003). Die darin enthaltenen Aussagen zu vorrangigem Handlungsbedarf und geplanten Maßnahmen bilden eine wesentliche Grundlage für das Maßnahmenkonzept der BEP. Landschaftsparks Zur Gestaltung der Landschaftsparks Malchower Aue, Wartenberg und Falkenberg wurden in den Jahren 1999/2000 Wettbewerbe durchgeführt, deren Ergebnisse Planungsziel und Grundlage der stattfindenden Gestaltungsmaßnahmen sind. Die Entwürfe zielen auf die Strukturierung und Erschließung der Flächen als extensive, landwirtschaftliche geprägte Landschaftsparks mit eingebetteten Bereichen für intensivere Nutzung (im Einzelnen vgl. Abb. bzw. Kap ). 2 Leitbild 2.1 Stadtteilprofil Die Besonderheit und die Qualitäten der Stadtteile Malchow, Wartenberg Falkenberg bestehen in ihrer Lage im Verflechtungsbereich zwischen dem Landschaftsraum Barnim mit typischen Strukturelementen der märkischen Landschaft, die sich bis auf Berliner Gebiet erstrecken ( Berliner Barnim ), und dem unmittelbar angrenzenden Berliner bzw. Hohenschönhausener Stadtgebiet mit den daraus resultierenden Nutzungsanforderungen. Die eingebetteten Dörfer Malchow, Wartenberg und Falkenberg stellen als Stadtranddörfer eine funktionale und räumliche Verknüpfung beider Bereiche dar. Eine wichtige Grundlage für die Leitbildentwicklung im Landschaftsraum bilden die Wettbewerbsergebnisse für die Landschaftsparks Wartenberg und Falkenberg, die im Rahmen verschiedener Planungen und Vorhaben kontinuierlich fortgeschrieben bzw. umgesetzt wurden. Im Stadtteilprofil 2 und Stadtteilporträt 3 sind wesentliche Aussagen zum Image und Leitbild für den gesamten Stadtteil gemacht. Unter dem Schlagwort Stadt- 2 BA Lichtenberg, Stadtteilmanagement Hohenschönhausen-Nord: Stadtteilprofil Hohenschönhausen Nord, Berlin, Stand Juni BA Lichtenberg / Stadtbüro Hunger: Gemeinwesenentwicklungsplanung Lichtenberg, Stadteilporträts und Handlungsempfehlungen, Berlin, Entwurf Oktober 2006 randdörfer in einer urbanen Kulturlandschaft sollen die beiden Potenziale des Stadtteils weiterentwickelt werden. Dabei sollte der landschaftliche Charakter im Raum deutlich überwiegen. Attraktives Wohnen am Landschaftsraum soll den Stadtteil entsprechend seiner bisherigen Entwicklung als beliebter Wohnstandort mit wachsender Einwohnerzahl, besonders von Familien in Eigenheimen, auch künftig prägen. Damit verbunden ist einerseits die Einschätzung, dass der Stadtteil auch perspektivisch ein im Wesentlichen stabiler Sozialraum sein wird, jedoch spezifische Bedarfe nach Angeboten an sozialen Infrastruktureinrichtungen bzw. kulturellen Aktivitäten zu decken sein werden. Der Landschaftsraum soll aufgrund seiner gesamtstädtischen Bedeutung als Teil des Regionalparks Barnimer Feldmark zum 4. Berliner Naherholungsgebiet Berliner Barnim mit landwirtschaftlicher Prägung entwickelt werden. Dies bildet einerseits die Voraussetzung dafür, im Plangebiet die Attraktivität als Wohnstandort zu sichern, nicht zuletzt durch Nutzung des Regionalparks Barnim als Imageträger. Andererseits stellt sie ein wichtiges bezirkliches und gesamtstädtisches Ziel zur Versorgung des Berliner Nordostens mit Erholungsräumen dar, nicht zuletzt auch zur Stabilisierung der angrenzenden Großsiedlung Hohenschönhausen durch Erhalt bzw. Ausbau ihres Lagevorteils am Landschaftsraum 2.2 Teilräumliche Leitbilder Unter dem übergeordneten Leitbild für den Stadtteil sollen seine einzelnen Teilbereiche individuell so entwickelt werden, dass gleichzeitig ihre kleinräumigen Qualitäten gesichert werden und ein Gesamtimage des Stadtteils entsteht. Dazu sind teilräumliche Leitbilder notwendig für - den Landschaftsraum/Stadtrandpark und seine Teilbereiche Malchower Auenpark, Landschaftspark Wartenberg, Landschaftspark Falkenberg und Park am Gehrensee, - die drei Dörfer Malchow, Wartenberg und Falkenberg, - die Siedlungsgebiete Margaretenhöhe und Wartenberg Stadtrandpark Entwicklung des 4. Berliner Naherholungsgebiets Berliner Barnim mit - den Landschaftsparks Malchower Aue, Wartenberg und Falkenberg - mit landwirtschaftlicher, forstwirtschaftlicher, gärtnerischer und Erholungsnutzung und - einem
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