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Bericht über das Geschäftsjahr In Trauer und Dankbarkeit gedenken wir all der Mitglieder und Geschäftsfreunde, die wir durch Tod verloren haben. Herr, nimm die Heimgegangenen auf in deinen Frieden,
Bericht über das Geschäftsjahr 2016 In Trauer und Dankbarkeit gedenken wir all der Mitglieder und Geschäftsfreunde, die wir durch Tod verloren haben. Herr, nimm die Heimgegangenen auf in deinen Frieden, lass sie wohnen im Licht deiner Herrlichkeit. Lagebericht 1. Geschäftsmodell Die LIGA Krankenversicherung kann als Standesversicherung des kath. Klerus satzungsgemäß nur einen eingeschränkten Personenkreis als neue Mitglieder aufnehmen. Obwohl seit 1991 katholische Priester und Priesteramtskandidaten im Pastoralkurs aller deutschen Diözesen theoretisch Mitglieder der LIGA Krankenversicherung werden können, beschränkt sich faktisch das Geschäftsgebiet der LIGA Krankenversicherung durch die historische Entwicklung bedingt auf die 7 bayerischen Diözesen sowie die Diözesen Dresden-Meißen, Görlitz und Speyer. Aus diesem Grund beträgt der Marktanteil, gemessen an den Beitragseinnahmen, auch in diesem Geschäftsjahr nur rd. 0,06 Prozent. Obwohl sie eine Standesversicherung ist, steht die LIGA Krankenversicherung dennoch in Konkurrenz mit den anderen privaten Krankenversicherungsunternehmen. Die LIGA Krankenversicherung betreibt ausschließlich die Versicherungszweige Krankheitskosten-, Krankentagegeld- und selbständige Krankenhaustagegeldversicherung. Versicherungsnehmer sind ausschließlich Mitglieder. Da die Mitglieder grundsätzlich beihilfeberechtigt sind, versteht sich die LIGA Krankenversicherung vor allem als Ergänzungsversicherung. Die LIGA Krankenversicherung ist bestrebt, für Ihre Versicherten eine hohe Überschussverwendungsquote zu erzielen. Dabei werden gesetzliche und aufsichtsbehördliche Vorgaben beachtet. Der Erfolg des Unternehmens wird an der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote unter Berücksichtigung der erfolgsabhängigen Rückstellung für Beitragsrückerstattung und dem Eigenkapital gemessen. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Prognose aus dem Jahre 2015 hat sich bestätigt. Das gute Ergebnis in Form des Rohüberschusses konnte im Jahre 2016 erzielt werden. Unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Beitragseinnahmen Die Beitragseinnahmen haben sich in 2016 um 3,1 (Vj. -2,3) Prozent erhöht und erreichten TEUR (Vj TEUR). Die Erhöhung der Beitragseinnahmen resultiert überwiegend durch die Beitragsanpassung zum und Einmalbeiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung Im Jahre 2016 wurde der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ein Betrag von 319 TEUR (Vj TEUR) entnommen. Dieser Betrag wurde als Einmalbeitrag für die Beitragsanpassung des Jahres 2016 verwendet. Die Beitragsanpassung wurde somit entsprechend gemildert. Die Zuführung zur Deckungsrückstellung reduzierte sich von TEUR im Jahr 2015 auf 793 TEUR im Jahr Leistungen an die Mitglieder Die Leistungen zugunsten der Versicherungsnehmer (einschließlich der Ergebnisse aus der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des Vorjahres) sind aufgrund eines im Vorjahr wirksamen Sondereffektes um 4,0 (Vj. +7,8) Prozent gesunken und erreichten TEUR (Vj TEUR). Schadenquote Diese zeigt, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen unmittelbar in Versicherungsleistungen und Alterungsrückstellung fließen, betrug ,1 Prozent gegenüber 96,9 Prozent im Vorjahr. Leistungsquote Die Leistungsquote, die neben den Aufwendungen für Versicherungsfälle noch die gesamten Beitragsrückerstattungen sowie die Zuführung zur Deckungsrückstellung einbezieht, betrug im Verhältnis zu den gesamten Beitragseinnahmen 99,0 (Vj. 100,7) Prozent. Kosten Die laufenden Verwaltungskosten sind in 2016 um 79 TEUR auf 464 TEUR (Vj. 385 TEUR) gestiegen. Die Verwaltungskostenquote hat sich mit 3,5 (Vj. 3,0) Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Abschlusskosten sind in 2016 um 37 TEUR auf 106 TEUR (Vj. 143 TEUR) zurückgegangen. Die Abschlusskostenquote hat sich mit 0,8 (Vj. 1,1) Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Kapitalanlagen Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 2,8 (Vj. 1,2) Prozent auf TEUR (Vj TEUR); TEUR (Vj TEUR) wurden neu angelegt, während ein Abgang von TEUR (Vj TEUR) zu verzeichnen war. Die Neuanlagen erfolgten überwiegend in börsennotierte Inhaberschuldverschreibungen. Die Kapitalanlagen bestehen zu 3,6 (Vj. 3,7) Prozent aus Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Anderen Kapitalanlagen und zu 96,4 (Vj. 96,3) Prozent aus festverzinslichen Wertpapieren. Kapitalanlageergebnis Der aus den Kapitalanlagen erzielte Nettoertrag - alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen erhöhte sich um 2,9 (Vj. -15,8) Prozent auf TEUR (Vj TEUR). Die Nettoverzinsung ist mit 3,1 (Vj. 3,1) Prozent unverändert. Die laufenden Erträge betrugen TEUR (Vj TEUR). Es wurden im Geschäftsjahr 2016 Abschreibungen von 145 TEUR (Vj. 196 TEUR) und Zuschreibungen von 183 TEUR (Vj. 5 TEUR) vorgenommen. Die Gewinne aus Abgang summieren sich auf 44 TEUR (Vj. 65 TEUR). Die Verluste aus dem Abgang betragen 9 TEUR (Vj. 11 TEUR). 3 Rohüberschuss Der Rohüberschuss hat sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR (Vj. 467 TEUR) erhöht TEUR des gesamten Rohüberschusses wurden zugunsten der Versicherten verwendet, während die Verlustrücklage um 300 TEUR auf TEUR erhöht wurde. 3. Kapitalstruktur Das Eigenkapital entspricht der Verlustrücklage gemäß 193 VAG und beträgt TEUR. Dies entspricht 3,4 (Vj. 3,2) Prozent der Bilanzsumme. Die Deckungsrückstellung hat mit TEUR einen Anteil von 90,0 (Vj. 91,3) Prozent an der Bilanzsumme. Bei der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden TEUR (Vj. 0 TEUR) zugeführt. Somit beträgt die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zum Jahresende TEUR (Vj TEUR). Die vorhandene Rückstellung dient zur Milderung von Beitragserhöhungen. Umsetzung der Solvency II Anforderungen Die Umsetzung der Solvency II Anforderungen hatte im Geschäftsjahr 2016 einen hohen Stellenwert für die LIGA Krankenversicherung. Dabei wurden die Anforderungen an das Solvenzkapital und an das Governance-System entsprechend berücksichtigt und die Vorgaben erfüllt. Die integrativen Bestandteile des Governance-Systems sind die Schlüsselfunktionen Versicherungsmathematische Funktion, Risikomangement-Funktion, Compliance-Funktion und die Interne Revision. Die genannten Schlüsselfunktionen wurden eingerichtet. Die quartalsweisen quantitativen Berichte gemäß Artikel 304 der Delegierten Verordnung 2015/35 wurden unter Berücksichtigung der Abgabetermine entsprechend vorgenommen. 4. Liquiditätslage Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr um 35 TEUR auf 331 TEUR (Vj. 366 TEUR) vermindert. 5. Personal- und Sozialbericht Beschäftigte Die LIGA Krankenversicherung beschäftigte 2016 im Durchschnitt 11 (Vj. 11) Mitarbeiter. Davon waren 4 (Vj. 4) in Teilzeit beschäftigt. Gehaltsentwicklung Die Gehaltssumme betrug im Jahr TEUR (Vj. 451 TEUR). Die Arbeitgeberbeiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung haben sich auf 92 TEUR (Vj. 83 TEUR) erhöht. 4 Betriebliche Altersversorgung Die LIGA Krankenversicherung hat im Berichtsjahr 28 TEUR (Vj. 196 TEUR) für die betriebliche Altersversorgung aufgewendet. Darin sind Zuwendungen an den LIGA Unterstützungsverein e.v. in Höhe von 12 TEUR (Vj. 135 TEUR) enthalten. 6. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Neben dem marktüblichen Risiko wie dem Auftreten neuer Konkurrenten, sind insbesondere die versicherungstechnischen Risiken und die Risiken im Kapitalanlagebereich von Belang. Der Vorstand des Vereins ist für die Identifizierung, Analyse, Bewertung und Steuerung der Risiken verantwortlich und hat hierfür die notwendigen Instrumentarien entwickelt. Wesentliche Kenngrößen und die dazugehörigen Grenzwerte sind definiert. Die regelmäßige Überwachung und Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt durch den Vorstand. Die nachfolgenden Aussagen zur Risikosituation unserer Gesellschaft beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr. Chancen und Risiken aus dem Versicherungsgeschäft Die LIGA Krankenversicherung bietet dem betroffenen Personenkreis ein an seinen Bedarf ausgerichtetes Versicherungsangebot zu günstigen Konditionen in Leistungen und Preis und steht somit dem Versicherungsnehmer als verlässlicher Partner zur Seite. Mit dieser Ausrichtung sieht sich der Verein trotz des Risikos eines Bestandsabriebs aufgrund einer tendenziell sinkenden Mitgliederzahl gut aufgestellt, um Marktchancen wahrzunehmen. Zu den Risiken aus dem Versicherungsgeschäft gehören vor allem einzelne oder kumulative kostenintensive Krankheitsfälle. Dem versicherungstechnischen Risiko wird durch geeignete Strukturen und laufende Beobachtung der Entwicklungen im Schadensverlauf, sowie durch aktives Leistungsmanagement begegnet. Hierzu wurden Schwellenwerte definiert, die laufend kontrolliert werden. Dadurch können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet und angemessen überwacht werden. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle dürften sich im Jahre 2017 gemäß unserer Prognose nicht erhöhen. Es ist mit einem stabilien Verlauf der Schadenquote zu rechnen. Chancen und Risiken bei den Kapitalanlagen Die Kapitalanlagenstrategie soll primär ausreichend Erträge generieren, um die Anforderungen auf der Passivseite zu erfüllen. Das Kapitalanlagenmanagement der LIGA Krankenversicherung zeichnet sich durch eine ausgeglichene Gewichtung von Sicherheit, Rendite und Liquidität aus. Dabei sorgt der Verein, dass an den sich im Finanzsektor bietenden Ertragschancen angemessen partizipiert wird. Weiterhin sollen starke Volatilitäten vermieden werden. 5 Auf dem Gebiet der Kapitalanlagen besteht vor allem ein Zins-, Kurs- und Bonitätsrisiko. Eine dauerhafte Wertminderung der Kapitalanlagen, die im Wesentlichen der Deckung versicherungstechnischer Rückstellungen dienen, kann durch negative Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt, den Ausfall von Emittenten und die ungeplante Veräußerung von Kapitalanlagen bei außergewöhnlich hohen Versicherungsleistungen eintreten. Unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben wurden die Risiken über die Anlagestrategie minimiert. Danach wurde das Vermögen so angelegt, dass möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei ausreichender Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden. Es wurden Schwellenwerte definiert, die laufend überwacht werden und bei deren Erreichen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, um eine mögliche Gefährdung von Unternehmenszielen zu verhindern. Die nachhaltig risikoarme Anlagepolitik im Jahr 2016 mit sicheren Bonitäten sorgte für einen stetig wachsenden Kapitalstock. Nachdem auch weiterhin keine Aktien im Kapitalanlagenbestand gezeichnet werden, ist eine für diese Asset-Klasse (Vermögensart) typische Volatilität (Schwankungsintensität) nicht zu erwarten. Der hohe Anteil der mit AAA gerateten Papiere im Jahr 2016 bestätigt eine sichere Emittentenbonität. Der Verein hat keine Anlagen außerhalb Investmentgrade im Bestand. Des Weiteren ist ein großer Anteil der Schuldverschreibungen durch eine Sicherungseinrichtung bzw. durch eine besondere Deckungsmasse erfasst. Darüber hinaus stellt das Zinsniveau für festverzinsliche Anlagen einen preisbeeinflussenden Parameter dar und wirkt sich somit auf das Marktpreisrisiko aus. Aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen können ein Abgangsverlust oder ein Abschreibungsbedarf resultieren. Staatsanleihen in Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Zypern befinden sich nicht im Portfolio der LIGA Krankenversicherung. Insgesamt bestehen die festverzinslichen Kapitalanlagen zum großen Teil aus Wertpapieren deutscher Emittenten. Es ist derzeit keine Entwicklung zu erkennen, die die Vermögens- und Finanzlage der LIGA Krankenversicherung nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnte. Die Höhe der Nettoverzinsung liegt unter dem in der Kalkulationsverordnung geforderten Rechnungszins von 3,5 Prozent. Der durchschnittliche Rechnungszins liegt bei 2,4 Prozent. Der durchschnittliche Rechnungszins ist in der Beitragskalkulation bereits berücksichtigt. Der Rechnungszins ist ein zentrales Element der Rechnungsgrundlage in der privaten Krankenversicherung und besonders für die Prämienberechnung und die Kalkulation der Alterungsrückstellung von Bedeutung. Mit dem weiteren Rückgang des Zinsniveaus besteht das Risiko, dass für zukünftige Kapitalanlagen diese Rendite nicht mehr erreicht werden kann. Kann der Rechnungszins 6 zukünftig nicht erwirtschaftet werden, so muss er im Rahmen von Beitragsanpassungen an die aktuelle Entwicklung angepasst werden. Dies bedeutet eine Erhöhung der Beiträge. Die für das Geschäftsjahr 2017 unternehmensindividuelle Hochrechnung einer Renditeuntergrenze aus aktuarieller Sicht prognostiziert einen aktuariellen Unternehmenszins, der wie im Jahr 2016 unter 3,5 Prozent liegt. Hier sind die zukünftigen Renditeerwartungen unserer Kapitalanlagen der Zinsmarktentwicklung angepasst worden. Damit entwickelt sich der aktuarielle Unternehmenszins rückläufig. Für das Geschäftsjahr 2017 sind Beitragsanpassungen vorgesehen. Das Zustimmungsverfahren mit dem unabhängigen Treuhänder ist noch nicht abgeschlossen. Durch einen hohen Anteil an liquiden Kapitalanlagen und einer detaillierten Finanzplanung wird gegen das Liquiditätsrisiko gesteuert. Sonstige Risiken Wie jedes andere Unternehmen unterliegt auch die LIGA Krankenversicherung darüber hinaus weiteren Risiken. Diese Marktrisiken ergeben sich aus der angespannten Situation auf dem Versicherungsmarkt. Hier ist die fortwährende Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erwähnen. Diese Veränderungen werden ständig beobachtet und die daraus entstehenden Maßnahmen in die Prämiengestaltung und in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen eingearbeitet. Das Risiko fehlerhafter Bearbeitung oder doloser Handlungen wird durch stichprobenhafte Prüfungen von Bearbeitungsvorgängen minimiert, Auszahlungen unterliegen strengen Berechtigungs- und Vollmachtsregelungen. Bestehenden Risiken aus dem DV-System wird durch Anpassung an die gesetzlichen Anforderungen und entsprechende Weiterentwicklung Rechnung getragen. Zusammenfassende Darstellung Zusammenfassend ergibt sich aus den aktuellen Erkenntnissen und erläuterten Gegebenheiten keine bestandsgefährdende Beeinträchtigung unserer Risikotragfähigkeit. 7. Gesamtwirtschaftliche Aspekte und Ausblick Aufgrund der im Ausblick enthaltenen Annahmen und Ungewissheiten sind abweichende tatsächliche Entwicklungen nicht grundsätzlich auszuschließen. Die Wirtschaftsforscher erwarten, dass sich die Weltwirtschaft 2017 in einem Spannungsfeld aus einem verbesserten ökonomischen Umfeld und krisenbedingten Unsicherheiten bewegen wird. Damit bleibt sie auf absehbare Zeit störungsanfällig. Zwischen den Industriestaaten dürfte die Geldpolitik stärker auseinanderdriften. Das Zinsninveau wird weltweit steigen, sodass Währungsverschiebungen und Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht ausgeschlossen sind. Des Weiteren werden die Unwägbarkeiten seitens der Politik größer. Der Kurs der neuen US-amerikanischen Regierung ist noch unklar und die Europäische Union wie auch der Euroraum stehen vor großen Herausforderungen, ihre Stabilität zu bewahren. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung. Hauptstütze ist die lebhafte Binnennachfrage, die von der günstigen Arbeitsmarktlage und steigenden 7 Einkommen der privaten Haushalte profitiert. In den kommenden Jahren trüben sich die gegenwärtig für den privaten Konsum sehr vorteilhaften Rahmenbedingungen allerdings etwas ein. Die Beschäftigung dürfte demografisch bedingt weniger dynamisch zulegen und steigende Energiepreise schmälern die Kaufkraft der Verbraucher. In diesem Szenario könnte die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 1,8 Prozent wachsen. Mit 2016 endet das letzte volle Jahr dieser Legislaturperiode, die in der Gesundheitspolitik wie kaum eine andere vorher ihren großkoalitionären Grundkonsens in einer Leistungs- und Ausgabenverteilung gefunden hat. Nun mögen mehr Leistungen in Zeiten historisch hoher Beschäftigungszahl aktuell noch verkraftbar sein. Mit Berücksichtigung der bekannten demografischen Vorzeichen sind diese eine Hypothek für das umlagefinanzierte Sozialversicherungssystem. Von der Gesetzgebung war die private Krankenversicherung (PKV) im Jahr 2016 insbesondere in der privaten Pflegeversicherung durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz betroffen. Weiterentwickelt wurde in der PKV die intensive Arbeit an der Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Nach langen Verhandlungen mit der Bundesärztekammer lag Anfang 2016 ein konsentiertes Ergebnis vor. Weitere Abstimmungsprozesse innerhalb der Ärzteschaft werden auch im Jahr 2017 fortgeführt um alles daran zu setzen, die Verhandlungen zu einem guten Abschluss zu bringen. Derzeit richten sich die Blicke auch auf das Wahljahr Wieder einmal zeichnet sich ab, dass die sogenannte Bürgerversicherung eine zentrale Forderung von SPD, Grünen und Linken sein wird. Die PKV wird auch nun wieder deutlich machen, dass gerade das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland zu einer weltweit herausragenden guten Versorgung führt. Zahlreiche Partner aus Gesundheitsberufen, der Wirtschaft, aus der Beamtenschaft und andere Organisationen stützen das duale Krankenversicherungssystem. Die PKV kann somit zuversichtlich auf die Herausforderungen des laufenden Jahres blicken. Zum unternehmenseigenen Ausblick sei erwähnt, dass die Anzahl der Mitglieder voraussichtlich auch im Jahr 2017 rückläufig sein wird. Die sinkende Mitgliederzahl begründet sich mit dem Rückgang von Neupriestern. Somit kann das Neugeschäft den Abgang der Mitglieder nicht kompensieren. Die tatsächlichen Leistungsaufwendungen sind gegenüber dem Jahr 2015 in den Tarifen Stationär (AK), Krankenhaustagegeld (K) und Zahn (ZA) gefallen, während Ambulant (AM) die Schäden gestiegen sind. Die Prüfung des versicherungsmathematischen Aktuars über den Schadensvergleich 2016 bestätigt, dass vor allem die Schadenentwicklung des Tarifes AM eine Beitragsanpassung in diesem Tarif erforderlich macht. Die Höhe der Beitragsanpassung wird auch von einem Rückgang des Rechnungszinses beeinflusst. 8 Nachdem eine moderate Beitragserhöhung im Jahr 2017 zu erwarten ist, wird mit einer geringen Steigerung der Beitragseinnahmen gerechnet. Ein Konzept der Qualitätsprüfung bei der Leistungsabrechnung und ein stetiges Erweitern unseres Leistungsmanagments sollen auch weiterhin der andauernden Kostenentwicklung im Gesundheitswesen entgegenwirken. Das Ziel ist eine Steigerung der Leistungsausgaben auf das Niveau der inflationären Erhöhung der Leistungsausgaben im Gesundheitswesen. Wir erwarten Leistungen auf dem Niveau des Geschäftsjahres Der Vorstand erwartet bei den gesamten Kapitalanlagen für 2017 aufgrund des Rückganges des Marktzinsniveaus einen leichten Rückgang der Erträge aus Kapitalanlagen. Inwieweit außerordentliche Abschreibungen das Kapitalanlagenergebnis beeinflussen, kann derzeit noch nicht festgestellt werden. Es sind keine Risiken erkennbar, die einen Fortbestand der LIGA Krankenversicherung gefährden können. Die LIGA Krankenversicherung sieht durch die Steigerung der Beitragseinnahmen gute Chancen, das Geschäftsergebnis im Jahr 2017 analog dem Geschäftsjahr 2016 zu stabilisieren und ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Dabei wird das versicherungstechnische Risiko ausreichend und regelmäßig geprüft. 9 Aktiva Bilanz zum EURO EURO EURO EURO A. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Lizenzen , ,42 B. Kapitalanlagen Sonstige Kapitalanlagen 1. Anteile oder Aktien an Investmentvermögen u. andere nicht festverzinsl. Wertpapiere , ,18 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere , ,00 3. Sonstige Ausleihungen a) Namensschuldverschreibungen ,00 b) Schuldscheinforderungen und Darlehen , , ,00 4. Einlagen bei Kreditinstituten , ,00 5. Andere Kapitalanlagen , , , ,98 C. Forderungen I. Forderungen aus dem selbst abgeschl. Versicherungsgeschäft an: Versicherungsnehmer 789, ,19 II. Sonstige Forderungen , , , ,36 D. Sonstige Vermögensgegenstände I. Sachanlagen und Vorräte , ,75
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