der 112. Sitzung der Regionalgruppe Nord von TecPart Verband Technische Kunststoff-Produkte e.v. am 29. April 2009 in Lohne

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P r o t o k o l l der 112. Sitzung der Regionalgruppe Nord von TecPart Verband Technische Kunststoff-Produkte e.v. am 29. April 2009 in Lohne Kopie der Teilnehmerliste siehe Anhang
P r o t o k o l l der 112. Sitzung der Regionalgruppe Nord von TecPart Verband Technische Kunststoff-Produkte e.v. am 29. April 2009 in Lohne Kopie der Teilnehmerliste siehe Anhang TOP 1 Begrüßung und Vorstellung der Firma Pöppelmann GmbH & Co. KG Der Vorsitzende, Herr Dr. Jahn, begrüßt die Teilnehmer und dankt den Vertretern der Fa. Pöppelmann für ihre Gastfreundschaft und die Möglichkeit die Sitzung in Lohne durchzuführen. Herr Nordlohne begrüßt die Anwesenden im Namen der Firma Pöppelmann und stellt die Vertreter des Unternehmens und ihre Funktionen vor. Mitgeteilt wurde, dass die alleinige Gesellschafterin, Frau Gertrud Pöppelmann, die das Unternehmen wesentlich prägte, vor wenigen Tagen im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Die Anwesenden erhoben sich zum Gedenken von ihren Plätzen. Herr Hinze stellt anschließend das Unternehmen und seine Historie (http://www.poeppelmann.com/ueber_uns/firmenhistorie.d.html) vor. Neben den Hauptwerken in Lohne hat das Unternehmen heute Standorte u.a. in Frankreich, USA und Vertriebsgesellschaften in verschiedenen Ländern (siehe beschäftigte Pöppelmann 1273 Mitarbeiter und besetzte zur Ausbildung des Nachwuchses 131 Ausbildungsplätze. TOP 2 Unternehmensbesichtigung Im Anschluss an die Besichtigung hatten die Teilnehmer Gelegenheit diverse Fragen mit den Vertretern des Unternehmens zu erörtern. Auf die Frage, nach welchen Kriterien SGM beschafft werden, wurde erläutert, dass es das Ziel ist für jeden Bereich zwei Varianten zur Verfügung zu haben und als wichtiges Kriterium die Zykluszeit ist. So werden Blumentöpfe auf Netstal und Demag gefertigt, TT und Kapsto auf Arburg und KM. Bei KM besteht derzeit in einigen Fällen Probleme bei Schließeinheiten sowie Dichtigkeit und Rissneigung. Beeindruckt vom Stand des Unternehmens dankt Herr Dr. Jahn für die Offenheit und vielfältigen Informationen. 1 TOP 4 Lastoptimierung, Stromeinkauf Es referieren Herr Roland Berger, ÖKOTEC Energiemanagement GmbH und Herr Heiner Wehmeier, Kilowatthandel AG. Charts zum Vortrag, siehe Anlage. Grundsätzlich sollte mindestens schon ein Jahr vor Abschluss eines Energieliefervertrags der Markt beobachtet werden. Hier bietet sich an, die Marktentwicklung an der Strombörse in Leipzig zum Terminmarkt zu verfolgen; siehe (Skala Quartal oder Jahr wählen): 20Terminmarkt/futures-chart/F1BY/ / TOP 3 Personalabbau in der Krise Es referiert Dr. Dirk Freihube, GÖHMANN Rechtsanwälte, Frankfurt Rechtlich gibt es drei mögliche Gründe für eine ordentliche Kündigung: a) Personenbedingte Kündigung Dem Arbeitnehmer fehlt Fähigkeit und Eignung, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen. Die Abgrenzung zur verhaltensbedingten Kündigung ist u.u. schwierig. Deshalb sollte im Zweifel der Betriebsrat angehört werden. b) Verhaltensbedingte Kündigung Hier liegt ein schuldhaftes Fehlverhalten des Arbeitnehmers vor. Der Kündigung muss die Abmahnung vorangehen. c) Betriebsbedingte Kündigung Hier liegt ein Wegfall des Beschäftigungsbedarfs aufgrund betrieblicher Erfordernisse vor. Der Nachweis ist hier schwierig. Eine anderweitige Beschäftigungsmöglichkeit muss fehlen. Es muss eine Sozialauswahl zwischen vergleichbaren Arbeitsnehmern stattfinden. Kündigungsausspruch: Der Kündigungsausspruch muss in Schriftform mit ungekürzter Originalunterschrift erfolgen. Der Unterzeichner muss berechtigt sein, die Kündigung zu unterschreiben (Allein- oder Gesamtvertretung). Bei Gesamtvertretung muss die Originalbevollmächtigung des Alleinunterzeichners der Kündigung beigefügt werden. Bei ordentlichen Kündigungen muss kein Kündigungsgrund genannt werden, es sei denn ein Tarifvertrag sieht anderes vor oder es handelt sich um einen Auszubildenden. Die Zustellung sollte immer durch einen Boten erfolgen, der das Schreiben vorher gesehen hat (Zeuge). Normale Postsendungen, Einschreiben mit Rückschein oder Einwurfeinschreiben sind nicht ausreichend. Der Referent sprach darüber hinaus noch zu den Themen Massenentlassungsanzeige, Interessenausgleich, Sozialplan, Betriebsratsanhörung, Abwicklungsvertrag / gerichtlicher Vergleich. 2 TOP 5 Aktuelle Situation Herr Crößmann verteilt das Ergebnis zur Umfrage der aktuellen Situation: Gesamt 112. Sitzung Sitzung Anfrage Teile 3,0 2,6 Auftragseingang Teile 3,8 2,5 Auftragsbestand (Festeinteilung in Monaten) 2,1 2,7 Auslastung Teile % Zahl der Schichten (Anzahl pro Woche) Auftragseingang Formen (Note) 3,0 2,6 Auftragsbestand eigene Formen (Monate) 2,9 3,0 Personalveränderung % m. =/- m. + Krankenstand LFZ:BLS % 4,4 2,9 Materialkostenänderung % m. -/= m. + Sonstige Kostenänderungen % (+ / = / -) -(4), =(4), +(3) m. + Zahlungseingänge (Note) 2,8 2,2 Umsatz gegenüber Vorjahreszeitraum ( + / = / -) m. - m. + Aussichten (Note) 3,5 2,8 Diskutiert wurde die Definition zu der Anzahl der Schichten, die vielen Teilnehmern unklar ist. Anzugeben ist die Anzahl der Schichten pro Woche. Die mögliche maximale Anzahl von 8 Stundenschichten je Woche beträgt 21, sofern das Unternehmen ohne Unterbrechung von Montag bis Sonntag durcharbeitet. Herr Crößmann weist auf die amtliche Statistik hin. Die Produktionsstatistik weist aus, dass die Zulieferteile in 2008 einen wertmäßigen Rückgang von 4,5 zu verzeichnen hatten, wobei der Rückgang bereits im 3 Quartal mit 3,9% und im 4 Quartal mit 22,3% zu Buche schlug. Die Statistik weist ebenfall für Januar und Februar 2009 einen Umsatzrückgang bei der KVI von 23,4% aus, bei den sonst. K-Waren 28,9%; d.h. der Rückgang bei den Zulieferern dürfte noch einige Prozentpunkte höher sein. Einen geringen Hoffnungsschimmer zeigt der Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Bereich der Zulieferindustrie Kunststoff positive Zuwachsraten aufweist. Dies könnte möglicherweise auf ein Erreichen der Talsohle hinweisen. Es ist aber auch dann nur mit einer sehr zögernden Belebung zu rechnen. Die Statistiken können bei der Geschäftsstelle angefordert, oder im Download aus dem Mitgliederforum von TecPart heruntergeladen werden. TOP 6 Aus dem Verband Vertragsgutachten Aus gegebenem Anlass weist Herr Crößmann auf die Verbandsdienstleistung für Mitglieder hin, Kurzgutachten für Lieferverträge und QS-Vereinbarungen zur Verfügung zu stellen. Verträge mit Lieferanten Diskutiert wird das mögliche Verhalten gegenüber Lieferanten hinsichtlich Vertragsinhalten und Garantie bei Maschinen. Letztendlich werden auch von Kunden Kosten in Rechnung gestellt, wenn eine Bottleneckmaschine ausfällt (Folgeschäden, Haftungsbegrenzung) 3 Beispiele zu solchen Vereinbarung etc. sollten von den Teilnehmern bis zum 25. Mai an die TecPart-Geschäftsstelle gesandt werden um ggf. Vertragsprüfungen vorzunehmen oder Gespräche mit betroffenen Lieferanten vorzubereiten. Herr Crößmann wird diese Thematik auch in der ArGeZ zur Sprache bringen. Es wird hingewiesen, dass Materiallieferanten einen Bonus zum Ende des Geschäftsjahres anbieten, verbunden mit einer Freizeichnung von weiterer Haftung. Herr Beese ergänzt, dass Typware ggf. anders behandelt wird, für Material aus dem Spotmarkt werde i.d.r. keine Haftung übernommen. Auch hier sind weitergehende Information an die Geschäftsstelle willkommen. TOP 7 Verschiedenes Nächste Sitzung Die nächste Sitzung findet am statt. Herr Schäfer, Fa. Roth, erklärt sich bereit, dass die Sitzung in seinem Unternehmen stattfindet. Themen Unter Bezug auf die Diskussion unter TOP 6 werden folgende Vorträge vorgeschlagen: RA Gaze, Funk Gruppe, zu Möglichkeiten der Versicherung von Maschinenlieferanten RA M. Burkert, Stuttgart, zur Produzentenhaftung TOP 8 Aktuelles Wunschthema Zitat Helmut Schmidt: In der Krise zeigt sich der Charakter unredliches Verhalten von Kunden (insbesondere Automotive) gg. Lieferanten (bis hin zu Vertragsbruch...) Problematik der Kundeninsolvenz Zahlungsziele, die bisher üblich waren, sind nun bei angeschlagenen Kunden zu lang. Hier stellt sich die Frage, wie bestehende Verträge geändert werden können. Werkzeugfinanzierung Diskutiert wird, wie Werkzeug-Neubauten in der Vorfinanzierung zukünftig abgesichert werden können. Viele Zulieferer erwägen den Ausstieg aus dem Automobilsektor, Bezahlung der Werkzeuge nach Freigabe erfolgt nicht ständige Änderungen bringen Verzögerungen Zwischenfinanzierung von Werkzeugen durch Banken ist derzeit nahezu nicht möglich Abschließend dankt Herr Dr. Jahn nochmals den Vertretern der FA. Pöppelmann für deren Gastfreundschaft, den Teilnehmern für ihre rege Diskussionsbeteiligung und schließt die Sitzung. Frankfurt am Main, 5. Mai 2009 W. Crößmann 4 5 6
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