Die Biologisch-Veganen* Standards (The Stockfree-Organic* Standards) Ziel der Biologisch-Veganen Standards. Definitionen innerhalb dieser Standards

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Die Biologisch-Veganen* Standards (The Stockfree-Organic* Standards) Das Vegan-Organic Network Januar 2007 (übersetzt am zuletzt überarbeitet am ) Ziel der Biologisch-Veganen Standards
Die Biologisch-Veganen* Standards (The Stockfree-Organic* Standards) Das Vegan-Organic Network Januar 2007 (übersetzt am zuletzt überarbeitet am ) Ziel der Biologisch-Veganen Standards Die Biologisch-Veganen Standards bieten kommerziellen Erzeuger_innen Regelungen, um ihre Betriebe bio-vegan bewirtschaften und zertifizieren zu können. Für nicht-kommerzielle Gärtner_innen und Landwirt_innen dienen sie als Richtschnur. Diese Standards sind so konzipiert, dass sich möglichst viele Erzeuger_innen beteiligen können und dadurch dazu beitragen, unsere Nahrungsmittelproduktion grundlegend zu verändern. Um das Stockfree-Organic Symbol nutzen zu können, ist es für Betriebe notwendig, die Standards zu erfüllen und sich von der Soil Association Certification Ltd (SA Cert) kontrollieren zu lassen, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Standards erreicht werden Stockfree Organic Services (SOS) bietet einen telefonischen Beratungsdienst (mit Haftungsausschluss), damit Neulinge und Umsteller_innen Fragen der Betriebsumstellung und Zertifizierung im Vorfeld mit erfahrenen Anbauer_innen klären können. SOS bietet für Interessierte ein Willkommens-Infopaket, welches auch das Antragsformular enthält. Das Stockfree-Organic Symbol bietet den Verbraucher_innen eine neue Qualitätsgewähr in Bezug auf den ethischen Status ihrer Nahrung und leistet einen Beitrag, die Ausbeutung von Tieren, [Menschen und der Umwelt]** in der Lebensmittelherstellung zu beenden. Definitionen innerhalb dieser Standards Produkte, die das Bio-Vegan Symbol tragen, sind kontrolliert biologischer Herkunft. Der Begriff biologisch/ökologisch/organisch (diese Begriffe werden synonym verwendet und beziehen sich auf die in der EU-Ökoverordnung 2092/91 beschriebene Wirtschaftsweise) bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln bei dem die Förderung der Bodenfruchtbarkeit und des Bodenlebens durch Zugabe von biologischen (nicht chemischsynthetischen) Stoffen in den Boden im Mittelpunkt steht, um verloren gegangene organische Stoffe durch Beerntung wieder zu ersetzen. Bio-Erzeuger_innen minimieren ihre Abhängigkeit von importierten Einträgen und nutzen die vorhandenen Nährstoffressourcen des eigenen Betriebs. Stoff-Einträge, die sich möglicherweise nachteilig auf das Ökosystem Boden auswirken, sind im organischen System nicht erlaubt. Gelöste Düngemittel sind nicht zulässig, da sie meist nur die Pflanze direkt mit Nährstoffen versorgen, den Boden durchdringen [(Grundwasserbelastung) und das Bodenleben schädigen, anstatt es zu fördern]. Synthetische Düngemittel, Pestizide und synthetische Herbizide sind in der ökologischen Landwirtschaft bzw. dem ökologischen Gartenbau nicht erlaubt. Die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist ökologischen Anbauer_innen nicht gestattet. *stockfree-organic nutztierlos und frei von (nutz)tierlichen Einträgen, wird synonym mit den Bezeichnungen biovegan, vegan-organisch oder auch pflanzlich-organisch verwendet. **Ergänzungs- oder Änderungsvorschläge wurden in [...] gesetzt. 1 Die ökologische Wirtschaftsweise soll durch die aktive Erhaltung und Förderung wildlebender Tiere und Pflanzen und ihrer Habitate eine positive ökologische Auswirkung auf den Betriebsflächen zeigen. Weiterhin versucht sie, schädliche Auswirkungen in der weiteren Umgebung zu vermeiden. Anbauer_innen wird empfohlen, ihre Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Ressourcen, wie zum Beispiel fossilen Brennstoffen, abzubauen, bzw. zu beenden. Produkte, die das Bio-Vegan-Symbol tragen sind außerdem vegan erzeugt. Der Begriff vegan bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von pflanzlichen Nahrungsmitteln, ohne den Rückgriff auf Tierprodukte. Die Erzeuger_innen dürfen auf dem Betrieb keine Tiere zum Zweck der Nahrungsmittelproduktion oder des kommerziellen Gewinns halten und auch nicht auf dem Betrieb tierische Dünger oder Schlachtabfälle tierischen Ursprungs verwenden, auch nicht von Fischen. Standard-Voraussetzung - eine Verpflichtung, die auf dem Betrieb eingehalten werden muss. Standard-Prinzip - ein Standard, dessen Erfüllung alle Erzeuger_innen anstreben sollten. Empfohlene Tätigkeit - eine Vorgehensweise die durch die Standards bevorzugt wird. Die Listen der empfohlenen Praktiken sind nicht dazu bestimmt exklusiven Charakter zu haben, solange eine andere Methode der Erzeugerin / des Erzeugers sich mit den Biologisch-Veganen Standards deckt. Zulässige Tätigkeit - eine Tätigkeit, die zwar im Rahmen der Standards erlaubt ist, aber in irgendeiner Weise den Idealen entgegen gesetzt ist, z.b. Missachtung der Kreislaufwirtschaft. Eingeschränkte Tätigkeit - eine Tätigkeit, die nur unter bestimmten Umständen und nur mit schriftlicher Genehmigung des SA Cert erfolgen darf. Die Erzeuger_innen müssen ihr Handeln rechtfertigen und per Stockfree Organic Services (SOS) den Austausch mit erfahrenen Praktiker_innen suchen, um vorzuziehende Lösungen zu finden. Verbotene Tätigkeit - eine Tätigkeit, die unter keinen Umständen durchgeführt werden darf. Ausnahmen - eine teilweise oder vorübergehende Aussetzung eines Standards, z.b. wenn seine Einhaltung die Wirtschaftsweise des Anbauers unmöglich machen würde. Zurzeit geltende Ausnahmeregelungen Abweichungen von Standards 6.1 & 6.2 im Einklang mit EU-Verordnung Nr. 2092/91 Saatgut und vegetatives Vermehrungsmaterial aus nicht-ökologischer Herkunft können unter Einschränkung während einer Übergangszeit verwendet werden (Rücksprache mit der Soil Association halten, bis wann diese Ausnahme gilt), allerdings nur mit Zustimmung des SA Cert Ltd, welches davon überzeugt werden muss, dass die Erzeugerin / der Erzeuger nicht in der Lage ist, bevorzugtes Pflanz- oder Saatgut zu erhalten. 2 Umstellungszeiträume und Kennzeichnung 1. Im Falle der Umstellung eines kontrolliert biologischen Betriebs auf biologisch-vegane Standards ist die Einhaltung einer Umstellungszeit nicht notwendig und kann von Anfang an biologischvegane produkte vermarkten, vorausgesetzt der Betrieb ist bei der Soil Association eingetragen und die Einhaltung der bio-veganen Standards wurden überprüft. 2. Im Falle einer Umstellung eines konventionell wirtschaftenden Betriebs oder jedes anderen nicht kontrolliert biologisch wirtschaftenden Betriebs gilt Folgendes: a) Ein Umstellungszeitraum von mindestens zwei Jahren vor der Aussaat für einjährige Kulturen und drei Jahre vor der ersten Ernte von Dauerkulturen muss eingehalten werden, bevor die Produkte das Bio-Vegan Logo tragen dürfen. b) Der Betrieb kann Hinweise auf die Umstellung auf biologisch-vegane Produktion tragen, sobald eine Umstellungszeit von mindestens 12 Monaten vor der Ernte abgeschlossen ist. Diese Hinweise müssen den Wortlaut in Umstellung entsprechend den biologisch-veganen Standards und durch die Soil Association geprüft enthalten und dürfen in Farbe, Größe und Schriftstil gegenüber der Produktbeschreibung nicht hervortreten. Die Beschriftung darf die Verbraucher_innen nicht irreführen. 3 Die Standards Die Präambel der einzelnen Standards wird kursiv dargestellt. Viele der Konzepte die in den Standards umrissen sind, werden weitergehend diskutiert im Begleitbuch von Jenny Hall und Iain Tolhurst Growing Green: Organic Techniques for a Sustainable Future, ISBN 1. Haltung von Tieren auf dem angemeldeten Betrieb 1.1 Standard-Anforderung Sie dürfen keine Tiere für die Lebensmittelproduktion oder zwecks sonstiger kommerzieller Gewinnabsichten auf dem angemeldeten Betrieb halten. 1.2 Standard-Anforderung Sie dürfen keine tierischen Dünger oder Erzeugnisse tierischen Ursprungs, auch Fisch, auf dem angemeldeten Betrieb einsetzen. 1.3 Standard-Anforderung Sie dürfen keine Futterpflanzen oder Einstreu auf dem angemeldeten Betrieb produzieren. 1.4 Standard-Anforderung Die Standards regeln nicht die Haltung oder Kastration von Haustieren, Rettungstieren, Tiere, die blinden oder tauben Menschen helfen und Wachtieren auf dem angemeldeten Betrieb, verlangen aber, dass deren Ausscheidungen nicht vorsätzlich in das biologisch-vegane Anbausystem Eingang finden (siehe 3.5 (a) & (b)). 4 2. Der Schutz des Bodenlebens und der Bodenstruktur 2.1 Der Boden muss mit dem Ziel der Entwicklung und Aufrechterhaltung einer optimalen Bodenstruktur, der biologischen Aktivität (z. B. Mikroben und Regenwürmer) und der Fruchtbarkeit verwaltet werden. Die Bodenqualität kann leiden, wenn der Boden folgenden Faktoren ausgesetzt ist: Trockenheit, starkem Regen, der zu Erosion führt, starkem Wind, der zu Erosion führt, schweren Maschinen, die zu Verdichtung führen, unangemessenem Anbau, der zu strukturellen Schäden und zu Verlusten organischer Substanzen führt, Frostsprengung auf ungeschützten kahlen Böden, Entwaldung. 2.2 Empfohlene bodenschützende Methoden (a) Regelmäßige Zufuhr organischer Substanz (b) Gründüngungsbrache (c) Überwinterungs-Gründüngung (d) Untersaat-Gründüngung unter bestehende Kulturen (Lebendmulch) (e) Zeitlich koordinierter Anbau, der Bodenbearbeitung bei nassem oder trockenem Wetter vermeidet (f) Variation im Anbau von tiefwurzelnden und flachwurzelnden Kulturen, sowie Variation der Tiefe der Bodenbearbeitung, um Verdichtungszonen zu vermeiden (g) Dauerhafte Bedeckung des Bodens mit zerfallendem Pflanzenmaterial in der Form eines Mulchs (h) Minimierung der Bodenbearbeitung 5 3. Primärquellen der Bodenfruchtbarkeit 3.1 Die Erzeuger_innen müssen regelmäßig organische Substanz dem Boden zuführen. Der einjährige Anbau stickstoffsammelnder Leguminosenkulturen als Gründüngung und der Einsatz von Komposten auf pflanzlicher Basis haben sich als das effektivste Mittel zur Bewahrung der Fruchtbarkeit im biologisch-veganen Anbau erwiesen. 3.2 Empfohlen als Hauptquellen der Fruchtbarkeit (a) Komposte auf pflanzlicher Basis aus Materialien, die vom angemeldeten Betrieb stammen (b) Schnittmulch-Gründüngung von Beeten, Teilbereichen oder ganzen Flächen (c) Kompost oder Heu aus Gründüngungskulturen von betriebseigenen Flächen 3.3 Zulässig als Hauptquelle der Fruchtbarkeit (a) Komposte auf pflanzlicher Basis aus Materialien, die von außerhalb des Betriebs stammen, solange die Quelle kontrolliert biologisch bewirtschaftet wird. 3.4 Eingeschränkt als Hauptquellen der Fruchtbarkeit Bevor Sie einen der folgenden Düngemittelquellen einsetzen, ist es wichtig, eine schriftliche Erlaubnis Ihrer zugelassenen Kontrollstelle einzuholen. Die Entscheidungen werden von Fall zu Fall entschieden, nach Diskussion aller Optionen. Im Folgenden werden berücksichtigt werden: Kontaminierungswege und -quellen in das biologisch-vegane Anbausystem: tierische Dünger und tote Tiere, Pathogene (Bakterien, Viren, etc.), Schwermetalle, Gifte, synthetische Substanzen, genetisch veränderte Organismen, radioaktive Substanzen. Art und Weise, wie die Materialien gesammelt werden, befördert werden, ordnungsgemäß kompostiert werden, auf dem Betrieb verteilt werden. (Die Erzeuger_innen haben auch mit 16.2 (c) überein zu stimmen und eine generelle Aussage im Selbstverpflichtungsformular zu machen, wie sie ihr Anbausystem betreiben.) (a) Komposte auf pflanzlicher Basis aus Grünabfällen gesammelt von den lokalen Abfallentsorgern (eingeschränkt, da nicht gewährleistet werden kann, dass die Komposte frei von giftigen Substanzen, Gentechnik und tierlichen Abfällen sind). (b) Blattlaubsammlungen von lokalen Abfallentsorgern (eingeschränkt, da nicht gewährleistet werden kann, dass diese frei von giftigen Rückständen des Straßenverkehrs oder von Hundekot sind). (c) Pflanzliche Komposte aus Grünschnitt unbewirtschafteter Bergwiesen (eingeschränkt, da diese empfindlichen Ökosysteme anfällig für Erosion sind. Die Forstwirtschaft ist eine nachhaltigere Bewirtschaftung für diese Gebiete). (d) Pflanzliche Komposte, Heu und Stroh aus der konventionellen Landwirtschaft, einschließlich stillgelegter Flächen (eingeschränkt, das biologisch-vegane Anbausystem muss sich selbst erhalten 6 können und darf nicht auf konventionelle Einträge angewiesen sein). (e) Pflanzenabfälle und Nebenprodukte aus der Nahrungsmittelindustrie, z. B. Treber, Maische, Trester. (f) Meeresalgen (unter Nachweis, dass sie fern von pathogenen Kontaminationsquellen gesammelt wurden, z. B. Abwasserrohren, einer Schwermetall-Quelle, z. B. Industrieabwässer oder Radioaktivitätsquellen, z. B. Atomkraftwerken). 3.5 Verboten als Hauptquellen der Fruchtbarkeit (a) Erzeugnisse tierischen Ursprungs, auch Fisch (b) Düngemittel, Gülle oder Urin von allen Tieren, einschließlich landwirtschaftlichen Nutztieren, Gnadenbrottieren und Haustieren (c) Wurmkompost (d) Menschliche Fäkalien und Urin (e) Menschliches Gewebe (f) Klärschlamm (g) Torferden (h) Materialien, die GVO enthalten oder deren Derivate (i) Radioaktive Stoffe (j) Synthetische Düngemittel (k) Lösliche Düngemittel als die wichtigste Quelle der Fruchtbarkeit 7 4. Kompostierungsverfahren 4.1 Während der Kompostierung, einem Prozess der aeroben Fermentation, sollte die Temperatur von mindestens 60 C über einen längeren Zeitraum gehalten werden, um Unkrautsamen und Krankheitserreger abzutöten. 4.2 Empfohlen (a) Getrennte Kompostierung von Pflanzenmaterial und Blattlaub (b) Mischen von Pflanzenmaterialkomponenten: Stickstoffhaltigem Grünem , z. B. frisches Gras und Gemüseabfälle und kohlenstoffhaltigem Braunen z. B. Stroh (c) Aufsetzen von Haufen ausreichendem Umfangs - mindestens einem Kubikmeter (d) Wendung des Haufens, um die Belüftung zu unterstützen (e) Temperaturüberwachung (f) Bedeckung der Komposthaufen oder -mieten, um Staunässe zu verhindern (g) Die Anwendung von bis zu 25 Tonnen pro Hektar und Jahr (entspricht etwa einer Schubkarre pro 3m²) 4.3 Verboten (a) Platzierung der Haufen oder -mieten am Hang. (b) Platzierung der Haufen oder -mieten neben Gewässern, z. B. Teichen und Bächen. 8 5. Zusätzliche Nährstoffe 5.1 Zulässige lösliche Düngemittel und Alginate für die ausschließlich zusätzliche Verwendung (a) Ergänzende Tonika hergestellt auf dem Betrieb, z. B. Beinwell- und Brennnesseljauchen, Stärkungsmittel wie Kräuter-Auszüge aus z. B. Kamille oder Rainfarn (b) Kompost-Tees im Betrieb hergestellt (c) Getrocknetes Seealgenmehl (d) Flüssige Algen und andere kommerziell erhältliche Blatt-Düngemittel für den Bioanbau, vorausgesetzt sie sind frei von tierischen Inhaltsstoffen (e) Handelsübliche Mehrnährstoffdünger und Flüssigdünger für den Bioanbau, vorausgesetzt sie sind frei von tierischen Inhaltsstoffen 5.2 Zulässige Düngemittel für den ausschließlich zusätzlichen Einsatz (a) Phosphat-Quellen (Cadmium-Gehalt von weniger oder gleich 90mg/kg P2O5): Natürliches Rohphosphat (z.b. tunesisches Rohphosphat), gebranntes Aluminium-Rohphosphat (z. B. Redzlaag), wo der Boden-pH 7,5. (b) Kalium (Pottasche) Quellen: Kontaminationsfreie Holzasche (aus Holz, dass nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde) vom angemeldeten Betrieb. (c) Calcium-Magnesium-Quellen: Kalkstein und Dolomitkalk, Gips-Calciumsulfat, gemahlen Kreide und Kalk, Bittersalz (bei akuten Magnesiummangel), Magnesiumgestein (einschließlich Kierite). (d) Ton (z. B. Perlit und Vermiculit). 5.3 Mineralische Zusätze dürfen nur in akuten Mangelsituationen eingesetzt werden, da sie aus nicht erneuerbaren Quellen stammen und über weite Distanzen transportiert werden. 5.4 Eingeschränkte Düngemittel (a) Sulfat-Kali - nur wo austauschbares K unter 100mg/l und der Tongehalt weniger als 20% ist, nach Bodenanalyse (b) Schwefel (c) Calciumchlorid - gegen Stippigkeit bei Äpfeln (d) Industriekalk aus der Zuckerherstellung (e) Natürliches Rohkali - vorausgesetzt, es hat eine relativ geringe unmittelbare Löslichkeit in Wasser und geringen Chlorgehalt (f) Spurenelemente Gesteinsmehl (Basalt) Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Kobalt, Selen, Zink. 5.5 Verbotene Düngemittel (a) Alle tierischen Nebenprodukte, z.b. von landwirtschaftlichen Nutztieren oder Fischen (b) Alle synthetischen Düngemittel, einschließlich: Kalkstickstoff, Chile Salpeter, Harnstoff, Kaliumchlorid, Superphosphat und konzentrierte PK-Dünger (c) Gelöschter Kalk, Branntkalk (d) Lithothamnium coralloides und Phymatolithon calcareum in Form von Algenkalk 9 6. Pflanzenvermehrung 6.1 Empfohlen (a) Samen aus biologisch-veganem Anbau vom eigenen Betrieb (b) Anzuchterde aus biologisch-veganem Kompost vom eigenen Betrieb (c) Wurzelnackte Verpflanzungen auf dem eigenen Betrieb 6.2 Zulässig (a) Saatgut aus biologischem Anbau (b) Vegetatives Vermehrungsgut wie Knollen, Zwiebeln, Erdbeerausläufern und Obstbaum- Wurzelstöcken und -Pfropfreiser aus biologischem Anbau (c) Handelsübliche bio-vegane Komposterden, sofern sie frei von tierischen Inhaltsstoffen sind 6.3 Eingeschränkt (a) Nicht-Bio-Saatgut (Rücksprache mit der Kontrollstelle halten, bzw. wegen Verfügbarkeit konsultieren, Ausnahmegenehmigung erteilen lassen) (b) Nicht-organisches vegetatives Vermehrungsgut wie Knollen, Zwiebeln, Erdbeerausläufer und Obstbaum-Wurzelstöcke und -Pfropfreiser (Rücksprache mit der Kontrollstelle halten, bzw. wegen Verfügbarkeit konsultieren, Ausnahmegenehmigung erteilen lassen) (c) Handelsübliche ökologische Komposte mit tierischen Inhaltsstoffen 6.4 Verboten (a) Pflanz- und Vermehrungserden und Komposte mit synthetischen Inhaltsstoffen (b) Saatgutbeizen (c) Pflanzensorten und deren Saatgut, die mit Hilfe gentechnischer Verfahren hergestellt wurden (d) Pflanzensorten die mit Hilfe von Protoplastenfusion hergestellt wurden (cytoplasmatische männliche Sterilisation, CMS-Sorten) (e) Phytohormonelle Verwurzelungspulver und -lösungen 6.5 Standard-Prinzip Torf sollte nicht verwendet werden. 6.6 Standard-Prinzip Kokos sollte nicht verwendet werden. 10 7. Fruchtfolgen 7.1 Standard-Anforderung Von zentraler Bedeutung für biologisch-veganen Anbau ist eine gut durchdachte Fruchtfolge. Es wird empfohlen, dass bio-vegane Erzeuger_innen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen zehrendem Ackerbau (Gemüse, Hülsenfrüchte oder Getreide) und bereichernder, stickstoffsammelnder Gründüngung einhält. 7.2 Empfohlen (a) Stickstoffsammelnde Gründüngungsbrachen z. B. einjähriges Kleegras oder Luzerne (b) Anbau von Kulturen und Gründüngung mit unterschiedlichen Wurzelsystemen und -tiefen (c) Vermeiden von Pflanzenfamilien mit der Anfälligkeit für ähnliche Schädlinge und Krankheiten in unmittelbarer Anbaunähe oder zeitlicher Überschneidung innerhalb der Fruchtfolge (d) Anbaupausen zwischen Pflanzenfamilien von mind. 4 Jahren zwischen Ernte und Anpflanzung, bzw. entsprechend den einschlägigen Kulturanleitungen aus der Fachliteratur (e) Durchführung einer Bodenanalyse nach jeder Fruchtfolgewiederholung 7.3 Verboten (a) Anbau von Allium spec., Kohlarten und Kartoffeln auf der gleichen Fläche vor Ablauf einer Frist von 48 Monaten zwischen den Pflanzungen (b) Ewige Getreidekultur ohne Fruchtwechsel 7.4 Standard-Prinzip Im geschützten Gewächshaus- oder Folientunnel-Anbau sollten keine einjährigen Kulturen in Monokultur angebaut werden. 11 8. Umgang mit Umweltverschmutzung 8.1 Empfohlen (a) Wo immer möglich sollte der Einsatz erneuerbarer Energiequellen wie Menschen-, Wind-, Solarund Wasser-Energie an die Stelle von fossilen Brennstoffen treten. (b) Wiederverwendung und Recycling von Materialien, statt sie zu verbrennen oder zur Deponie zu bringen. (c) Produktionsmittel sollten möglichst lokaler Herkunft sein, in jedem Fall aus Großbritannien. (d) Verkauf der Produkte des Betriebs so lokal wie möglich und auf jeden Fall innerhalb Großbritanniens. 8.2 Verboten (a) Der Anbau von Landbauprodukten, wenn im Oberboden (0-30cm) Schwermetalle jenseits dieser Grenzwerte zu finden sind: Boden: mg/kg Zink Chrom Kupfer Blei Cadmium 2 4,4 Quecksilber 1 2 Fläche: kg/ha (b) Die Verwendung von Kompost auf pflanzlicher Basis, die mit Schwermetallen jenseits dieser Grenzwerte kontaminiert sind: Zink 200 Chrom (VI) 0 Kupfer 70 Blei 45 Nickel 25 Cadmium 0,7 Quecksilber 0,4 mg/kg Trockenmasse (c) Verunreinigungen der betriebseigenen Flächen durch Sprühnebelabdrift bei Ausbringung von Pestiziden und Herbiziden in angrenzender Nachbarschaft. Es müssen Anstrengungen unternommen werden, einen wirksamen Windschutz
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