Ernährungsverhalten der OberösterreicherInnen

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Studie zum Ernährungsverhalten der OberösterreicherInnen in Bezug auf Fleischkonsum Institut für betriebliche und regionale Umweltwirtschaft Projektleitung: Prof. Dr. Reinhold Priewasser MMag. a Johanna
Studie zum Ernährungsverhalten der OberösterreicherInnen in Bezug auf Fleischkonsum Institut für betriebliche und regionale Umweltwirtschaft Projektleitung: Prof. Dr. Reinhold Priewasser MMag. a Johanna Rumpl An der Studie beteiligte Studierende: Elisabeth Eßbichl Eva Falkner Victoria Gierlinger Michael Luthwig Jürgen Öhlinger Christoph Pramendorfer Manuel Rattenberger Gregor Statler Florian Stieber Sarah Wagner Michael Thomas Wilschke Tamara Wörgötter Interpretationen & Empfehlungen Linz, Juni 2014 Inhaltsverzeichnis Einleitung... 3 Vorbemerkungen... 4 Für eilige LeserInnen... 6 Struktur der Stichprobe Interpretationen & Empfehlungen Frage 2: Welchem dieser Antworttypen würden Sie sich am ehesten anschließen? Frage 3: Essen Sie Fleisch bzw. Schinken oder Wurst? Frage 4: Aus welchen Gründen haben Sie die Entscheidung getroffen, sich fleischlos zu ernähren? Frage 5_A: Wie oft essen Sie im Durchschnitt pro Woche Fleisch? Frage 5_B: Wie oft essen Sie im Durchschnitt pro Woche Wurst? Frage 6: Die Menschen bevorzugen bei Gerichten unterschiedlich große Fleischportionen. Wie groß sollte Ihre Fleischportion bei einem Schnitzel im Idealfall sein? Frage 7: Bitte ordnen Sie den aufgelisteten Fleischarten nach Ihrer persönlichen Wichtigkeit folgende Zahlenwerte zu: 1 (sehr wichtig), 2 (eher wichtig), 3 (eher weniger wichtig), 4 (nicht wichtig) Frage 8_A: Worauf achten Sie beim Kauf von Fleisch besonders? Was ist für Sie persönlich besonders wichtig? Frage 8_B: Allgemeiner gefragt: Wie wichtig schätzen Sie die folgenden Kriterien beim Fleischkauf ein? Frage 9_A: Warum sind für Sie Fleisch und Wurst als Nahrungsmittel wichtig? Frage 9_B: Allgemeiner gefragt: Welche Rolle könnten die folgenden Gründe Ihrer Meinung nach für Fleisch-/Wurstkonsum spielen? Frage 10: Wenn Sie Fleisch kaufen, tun Sie dies meistens Frage 11: Manche Ernährungsstudien sehen unseren Fleischkonsum als zu hoch an. Haben Sie bereits einmal überlegt, Ihren Fleischkonsum zu reduzieren? Frage 12_A: Welche Argumente könnten Sie dazu bewegen, hin und wieder auf Fleisch bzw. Wurst zu verzichten? Frage 12_B: Haben Sie schon einmal Fleisch-Ersatzprodukte (z.b. Tofu-Laibchen, Soja-Würstchen) probiert? Frage 12_C: Welche der folgenden Kriterien sind für Sie Vor- bzw. Nachteile von Fleisch-Ersatzprodukten? Frage 12_D: Wie wichtig sind aus Ihrer Sicht die folgenden Argumente allgemein für einen Rückgang des Fleischkonsums? Bitte bewerten Sie die nachfolgend angeführten Argumente jeweils von 1 sehr wichtig bis 4 gar nicht wichtig Frage 13_A: Welche der folgenden Gütesiegel sind Ihnen bekannt und sofern sie bekannt sind, wie sehr vertrauen Sie deren Qualitätsversprechen? Frage 13_B: Welche der folgenden Gütesiegel sind Ihnen bekannt und sofern sie bekannt sind, wie sehr vertrauen Sie deren Qualitätsversprechen? Seite 1 Frage 14: Die Produktion von Fleisch wird auch in Verbindung mit negativen ökologischen und sozialen Folgen gebracht. Inwieweit hat die Fleischproduktion Ihrer Meinung nach Einfluss auf folgende Bereiche? Frage 15: Was schätzen Sie: Wie viele kg Getreide sind notwendig, um 1 kg Fleisch produzieren zu können? Frage 16: Was schätzen Sie, wie viel Prozent des Nettohaushaltseinkommens gibt Ihr Haushalt ungefähr für Ernährung aus? Frage 17: Was schätzen Sie, wie viel Euro sind die Lebensmittel wert, die in Österreich von einem durchschnittlichen Haushalt jedes Jahr weggeworfen werden? Frage 18: Was ist Ihre persönliche Einschätzung: Ist Fleisch in Österreich zu teuer, zu billig oder ist der Preis in Ordnung? Empfehlungen für das Öko-Marketing Literaturverzeichnis Fragebogen Seite 2 Einleitung Die vorliegende Studie zum Ernährungsverhalten der OberösterreicherInnen in Bezug auf Fleischkonsum entstand am Institut für betriebliche und regionale Umweltwirtschaft unter Mitwirkung von zwölf Studierenden im Rahmen des Master Seminars Sustainability. Die Erhebung erfolgte in Form von Fragebögen bzw. im Rahmen einer persönlichen Befragung, die Stichprobe setzt sich aus 240 Oberösterreicherinnen zusammen. Für die Auswahl der Befragten wurde das sogenannte Quota-Verfahren verwendet, bei dem bestimmte Merkmale in der Stichprobe in derselben Häufigkeit vorkommen wie in der Grundgesamtheit. Das bedeutet, das Sample entspricht im Wesentlichen wichtigen soziodemographischen Merkmalen (hinsichtlich Geschlecht, Alter und Bildung) der oberösterreichischen Gesamtbevölkerung. 1 Die Studie setzt sich aus zwei Teilen zusammen, dem Tabellenband (separat) und dem Teil mit Interpretationen und Empfehlungen. Der vorliegende Teil ist folgendermaßen gegliedert: Anschließend an diese Einleitung werden einige Vorbemerkungen zur Studiendurchführung und zur Interpretation der Ergebnisse gemacht. Danach sind die wichtigsten Ergebnisse für eilige LeserInnen in Kurzform kompakt zusammengefasst. Nachdem die Stichprobenstruktur beschrieben wurde, erfolgt eine genaue Darstellung der Ergebnisse. Diese werden entsprechend der Reihenfolge der Fragen im Fragebogen dargeboten. Abschließend werden pro Frage einige Kernaussagen getätigt. Auf Basis der Ergebnisse der Studien werden einige Empfehlungen, vor allem für das Öko-Marketing, getroffen. 1 Anmerkung: Aufgrund der Stichprobenauswahl mittels des Quota-Verfahrens können keine Aussagen im streng statistischen Sinn getroffen werden, allerdings ist es möglich, ein Stimmungsbild bzw. gewisse Tendenzen nachzuzeichnen. Seite 3 Vorbemerkungen Studie Thema: Ernährungsumfrage mit Fokus Fleischkonsum 2014 Auftraggeber: Land Oberösterreich Erhebungszeitraum: 28. April Mai 2014 Untersuchungsmethode Zielpopulation: Auswahlverfahren: OberösterreicherInnen ab 15 Jahren Quota-Verfahren Stichprobenumfang: n = 240 Datenerhebungsmethode: Fragebogen; persönliche Befragung Hinweise zu den Interpretationen & Empfehlungen Präsentationsreihenfolge: Diagramme: Rundungsdifferenzen: Signifikanztests: Signifikante Unterschiede/Zusammenhänge: Im Teil mit Interpretationen und Empfehlungen folgt die Darstellung dem Fragebogen. Die genauen Seitenzahlen finden sich im Inhaltsverzeichnis. Häufigkeiten werden in Form von Kreis- oder Säulendiagrammen, Mittelwerte anhand von Balkendiagrammen dargestellt. Geringfügige Abweichungen von Sollwerten (z.b. 99,9% oder 100,1% statt 100,0%) sind auf Rundungsfehler zurückzuführen. Um Zusammenhänge bzw. Unterschiede zwischen Gruppen und Merkmalen aufzuzeigen, wurden statistische Tests durchgeführt. Diese fließen in die Interpretationen ein. Diese werden an den entsprechenden Stellen mit einem * gekennzeichnet. Seite 4 Beschreibung der verwendeten statistischen Tests Häufigkeitsverteilungen: Mittelwertberechnungen: Chi-Quadrat-Test: Korrelation nach Spearman: t-test: Varianzanalyse: Signifikanzniveau: Stärke von Zusammenhängen: Mithilfe der Häufigkeitsverteilungen soll ein Überblick über die wesentlichen Informationen aus den Urdaten gegeben werden (siehe auch den Tabellenband dieser Untersuchung). Hierfür werden die Daten nach Ausprägungen zusammengefasst. 2 Berechnet werden im Rahmen dieser Untersuchung die absoluten und/oder relativen Häufigkeiten, die in entsprechenden Diagrammen dargestellt werden. Die Mittelwertberechnungen dienen der Darstellung von Durchschnittswerten. 3 In weiterer Folge stellen sie die Grundlage für die Durchführung von Unterschiedsberechnungen (t-test, Varianzanalyse) dar. Dieser Test wird angewendet, um einen Zusammenhang zwischen zwei nominalen Merkmalen festzustellen. Es geht dabei um die Abhängigkeit der Merkmalsausprägungen. 4 Für die Feststellung, ob ein Zusammenhang zwischen zwei ordinalen Merkmalen besteht, wird die Korrelation nach Spearman berechnet. 5 Im Rahmen des t-tests werden die Mittelwerte zweier Ausprägungen (Gruppen) miteinander verglichen. 6 Bei der Varianzanalyse werden die Mittelwerte mehrerer Ausprägungen (Gruppen) miteinander verglichen. 7 Für die vorliegende Studie wurde ein Signifikanzniveau von α = 0,05 festgelegt. Für die Angabe der Stärke von Zusammenhängen werden die von Duller 8 angeführten Werte verwendet: V = 0 kein Zusammenhang 0 V 0,3 schwacher Zusammenhang 0,3 V 0,7 mittlerer Zusammenhang 0,7 V 1 starker Zusammenhang V = 1 vollständiger Zusammenhang Vgl. Duller 2007, S. 61. Vgl. Bühl 2010, S Vgl. Duller 2007, S Vgl. Duller 2007, S Vgl. Bühl 2010, S Vgl. Bühl 2010, S Vgl. Duller 2007, S Seite 5 Für eilige LeserInnen Im Rahmen dieses Kapitels werden die Kernaussagen der vorliegenden Studie für eilige LeserInnen kompakt dargestellt. Zuordnung zu KonsumentInnen-Typen: In der Stichprobe befinden sich hauptsächlich Traditionelle (37,9%) und Umweltorientierte (31,7%), Statusorientierte (17,1%) und Materialisten (13,3%) sind eher unterrepräsentiert. Frauen ordnen sich eher den Umweltorientierten, Männer eher den Traditionellen zu (signifikant). Jüngere ordnen sich hauptsächlich den Umweltorientierten zu, Ältere eher den Traditionellen. Statusorientierte und Materialisten sind eher weniger vertreten (signifikant). Wenig-Fleischesser ordnen sich eher den Umweltorientierten, Häufig-Fleischesser eher den Traditionellen zu (signifikant). Personen mit hohem Netto-Haushalts-Einkommen ordnen sich eher den Statusorientierten, Personen mit niedrigem Netto-Haushalts-Einkommen eher den Materialisten zu (signifikant). Ernährungsausrichtung: Ca. 96,0% der Befragten sind Fleischesser, ca. 4,0% sind Vegetarier. Tierschutz ist der Hauptgrund für Vegetarier, sich fleischlos zu ernähren. Häufigkeit des Fleisch- und Wurstkonsums: Ein Großteil der Befragten (ca. 63,0%) kann als Häufig-Fleischesser klassifiziert werden und isst 3 4 Mal pro Woche oder öfter Fleisch. Männer essen signifikant häufiger Fleisch als Frauen. Umweltorientierte essen signifikant seltener Fleisch als die anderen Gruppen. Vor allem Traditionelle und Materialisten sind Häufig-Fleischesser. Der Großteil der Befragten (65,6%) isst zumindest 3 4 Mal pro Woche oder öfter Fleisch. Täglich essen deutlich mehr Personen Wurst (29,9%) als Fleisch (20,0%), was auf die österreichische Jausenkultur zurückzuführen ist. Männer essen signifikant häufiger Wurst als Frauen. HochschulabsolventInnen essen tendenziell seltener täglich Wurst als die anderen Gruppen. LandbewohnerInnen essen tendenziell häufiger Wurst als StadtbewohnerInnen. Wenig-Fleischesser essen auch signifikant seltener Wurst als Häufig-Fleischesser. Menschen mit geringem Netto-Haushalts-Einkommen konsumieren signifikant seltener Wurst als jene mit höherem Netto-Haushalts-Einkommen. Seite 6 Bevorzugte Größe der Fleischportion: Der Großteil der Befragten (66,5%) präferiert Fleischportionen zwischen 101 und 200 g. Männer bevorzugen signifikant größere Fleischportionen als Frauen. Häufig-Fleischesser tendieren zu signifikant größeren Fleischportionen als Wenig-Fleischesser. Umweltorientierte und Materialisten bevorzugen signifikant kleinere Fleischportionen als Statusorientierte und Traditionelle. Präferierte Fleischarten: Die wichtigste Fleischart ist laut Befragung Geflügel (MW = 1,83), Rindfleisch steht an zweiter Stelle (MW = 2,21), wird aber als ähnlich wichtig wie Schweinefleisch (MW = 2,32) bewertet. Am unwichtigsten ist den Befragten Kalbfleisch (MW = 3,27). Die Reihenfolge der Bewertung der Fleischarten ist für Männer und Frauen gleich. Innerhalb dieser Rangfolge ist den Frauen Geflügel signifikant wichtiger als Männern. Rind- und Schweinefleisch ist hingegen Männern signifikant wichtiger als Frauen. Schweine- und Rindfleisch ist LandbewohnerInnen wichtiger als StadtbewohnerInnen (Schweinefleisch auf Signifikanzniveau). Geflügel spielt für Städter eine tendenziell wichtigere Rolle als für LandbewohnerInnen. Am Land wird Schweinefleisch als tendenziell wichtiger betrachtet als Rindfleisch. Häufig-Fleischesser (ein Großteil davon sind Männer) bewerten Schweine- und Rindfleisch als signifikant wichtiger als Wenig-Fleischesser. Tendenziell ist für die Umweltorientierten Geflügel die wichtigste Fleischart, für Statusorientierte das Rindfleisch und für Traditionelle Schweinefleisch und Geflügel gleichermaßen. Für die Materialisten ist ebenfalls Geflügel die präferierte Fleischart. Kriterien beim Fleischkauf: Spontannennungen: Hauptkriterien beim Fleischkauf sind die Qualität des Fleisches, die Herkunft, die Regionalität und die Frische. Bewertung vorgegebener Kriterien: Die wichtigsten Kriterien beim Fleischkauf sind eine hohe Qualität des Fleisches (MW = 1,25), die regionale Herkunft (MW = 1,53), eine klare Ursprungsbezeichnung (MW = 1,80) sowie das Vertrauen zum Fleischverkäufer (MW = 1,88). Im Vergleich zu den anderen Kriterien ist der Preis eher weniger wichtig (wobei diesen immer noch 55,0% der Befragten als zumindest eher wichtig einschätzen). Alle genannten Kriterien (mit Ausnahme der hohen Qualität des Fleisches) werden von Frauen als wichtiger eingestuft als von Männern (teilweise auf Signifikanzniveau). Der Preis ist für Jüngere signifikant wichtiger als für Ältere. Das Vertrauen zum Fleischverkäufer ist vor allem für Über-64-Jährige von Bedeutung und steht in deren Ranking sogar an zweiter Stelle. Das Vertrauen zum Fleischverkäufer ist auch jenes Kriterium, das für LandbewohnerInnen signifikant wichtiger ist als für StädterInnen (wobei mit Ausnahme der hohen Qualität des Seite 7 Fleisches alle Kriterien von der ländlichen Bevölkerung als wichtiger eingestuft werden als von der städtischen). Auch Wenig-Fleischesser schätzen alle Kriterien mit Ausnahme des Preises als bedeutender ein als Häufig-Fleischesser. Signifikant wichtiger sind für die Wenig-Fleischesser das Vertrauen zum Fleischverkäufer und die Herkunft aus biologischer Landwirtschaft. Materialisten beurteilen die Kriterien mit Ausnahme des Preises durchgängig als weniger wichtiger als die anderen KonsumentInnen-Typen. Der Preis ist den Materialisten signifikant wichtiger, die Kriterien aus biologischer Landwirtschaft, klare Ursprungsbezeichnung und Gütesiegel hingegen signifikant unwichtiger. Tendenziell ist Personen mit niedrigerem Netto-Haushalts-Einkommen der Preis wichtiger als Personen mit höherem Einkommen. Bedeutung von Fleisch und Wurst als Nahrungsmittel: Spontannennungen: Der Genuss und der gute Geschmack sind die wesentlichen Gründe für Fleisch- und Wurstkonsum. Bewertung vorgegebener Kriterien: Der gute Geschmack (MW = 1,28) und der Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung (MW = 1,83) sind die Hauptgründe für Fleisch- und Wurstkonsum. Männer, die eher als Frauen zu den Häufig-Fleischessern zählen, schätzen die genannten Gründe als wichtiger ein als Frauen. Signifikant wichtiger ist für sie der Fleischkonsum für die Sportausübung. Die Bedeutung von Fleischkonsum für die Sportausübung schätzen die Über-64-Jährigen als weniger wichtig ein als die anderen Altersgruppen. Die Jährigen und die Über-64-Jährigen schätzen die Kriterien guter Geschmack und Beitrag zu ausgewogener Ernährung sowie gibt Kraft für körperliche Arbeit als bedeutender ein als die Jährigen. Häufig-Fleischesser schätzen alle Gründe (mit Ausnahme der Wichtigkeit für die Sportausübung auch auf Signifikanzniveau) als wichtiger ein als Wenig-Fleischesser. Bevorzugte Verpackung beim Fleischkauf: Hauptsächlich (56,9%) wird Fleisch von den Befragten offen an der Theke gekauft. Frauen kaufen Fleisch tendenziell eher offen an der Theke als Männer. Mit zunehmendem Alter präferieren die Leute eher den Kauf von Fleisch offen an der Theke. LandbewohnerInnen kaufen das Fleisch ebenfalls eher offen an der Theke als StadtbewohnerInnen. An der Theke kaufen eher Wenig-Fleischesser als Häufig-Fleischesser ihr Fleisch. Die Umweltorientierten und die Traditionellen kaufen häufiger das Fleisch offen an der Theke als Statusorientierte oder Materialisten. Seite 8 Überlegung zur Reduktion des Fleischkonsums: Ca. 38,0% der Befragten haben bereits darüber nachgedacht, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Frauen denken tendenziell eher als Männer über eine Fleischreduktion nach. Es sind tendenziell eher StadtbewohnerInnen als LandbewohnerInnen dazu bereit, den Fleischkonsum zu reduzieren. Umweltorientierte sind tendenziell eher dazu bereit, über eine Fleischreduktion nachzudenken als die anderen drei Gruppen. Personen mit einem geringen Netto-Haushalts-Einkommen denken tendenziell eher über eine Fleischreduktion nach als Personen mit höherem Netto-Haushalts-Einkommen. Gründe für eine Fleischreduktion: Spontannennungen: Hauptgründe für eine mögliche Fleischreduktion werden in den positiven Effekten für die Gesundheit und das Wohlbefinden bzw. für eine etwaige Diät gesehen. Auch der Tierschutz und ausreichend viele Ersatz- und Alternativprodukte spielen eine Rolle. Bewertung vorgegebener Kriterien: Die wichtigsten Argumente für eine Fleischreduktion stellen ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein (MW = 1,79), ein ärztlicher Rat (MW = 1,93) und der Tierschutz (MW = 1,96) dar. Frauen schätzen alle Argumente als wichtiger ein als Männer. Signifikant wichtiger ist für sie der Tierschutz, das Angebot fleischloser Alternativen, ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein und ev. Fleischskandale. Insbesondere der ärztliche Rat spielt für die Über-64-Jährigen eine tendenziell wichtigere Rolle als für die anderen Altersgruppen. Soziale/ethische Gründe spielen für Menschen mit höherer Schulbildung tendenziell eine wichtigere Rolle. Für Wenig-Fleischesser spielen alle Argumente mit Ausnahme der erhöhten Fleischpreise eine wichtigere Rolle als für Häufig-Fleischesser. Signifikant wichtiger sind der Tierschutz und das Gesundheitsbewusstsein. Tendenziell ist der Klima- und Umweltschutz den Umweltorientierten wichtiger als den anderen KonsumentInnen-Typen. Die Fleischpreise sind für die Materialisten tendenziell wichtiger als für die anderen Typen. Signifikante Unterschiede bestehen zwischen den Umweltorientierten und den Traditionellen in der Bewertung der Argumente des Tierschutzes und der sozialen/ethischen Gründe. Beide Argumente sind den Umweltorientierten wichtiger. Gründe gegen eine Fleischreduktion: Der Hauptgrund dafür, den Fleischkonsum nicht zu reduzieren, besteht darin, dass er bereits reduziert wurde. Darüber hinaus wird der gute Geschmack des Fleisches als Argument gegen eine mögliche Reduktion angeführt. Seite 9 Erfahrungen mit Fleisch-Ersatzprodukten: Mehr als die Hälfte (51,5%) der Befragten hat noch nie Fleisch-Ersatzprodukte probiert. Lediglich ca. 4,0% konsumieren diese Produkte regelmäßig. Es sind tendenziell eher Frauen als Männer, die bereits fleischlose Alternativen konsumieren. Mit zunehmendem Alter ist man tendenziell weniger dazu bereit, Fleisch-Ersatzprodukte zu konsumieren. Personen mit höherer Schulbildung tendieren eher dazu, fleischlose Alternativen zu probieren. Es sind tendenziell eher StädterInnen als LandbewohnerInnen, die Fleisch-Ersatzprodukte kosten. Wenig-Fleischesser konsumieren tendenziell eher Fleisch-Ersatzprodukte als Häufig-Fleischesser. Umweltorientierte und Statusorientierte tendieren eher zu fleischlosen Alternativen als die beiden anderen Typen. Personen mit höherem Netto-Haushalts-Einkommen konsumieren Fleisch-Ersatzprodukte tendenziell eher als jene mit niedrigerem Netto-Haushalts-Einkommen. Bewertung der Fleisch-Ersatzprodukte: Alle vier Kriterien (Preis, Verfügbarkeit, Optik und Geschmack) werden von den Befragten eher als Nach- denn als Vorteil eingestuft. Frauen bewerten den Geschmack eher als Vorteil als Männer. Jüngere schätzen den Preis eher als Vorteil ein als Ältere. Der Geschmack und die Optik von fleischlosen Alternativen werden von den Älteren eher als Nachteil gesehen als von den anderen Altersgruppen. Die Wenig-Fleischesser beurteilen die Kriterien eher als Vorteil als die Häufig-Fleischesser. Die Kriterien werden von denjenigen Personen, die bereits Fleisch-Ersatzprodukte probiert haben, eher als Vorteil eingestuft als von denjenigen, die noch keine fleischlosen Alternativen konsumiert haben. Bekanntheit diverser Gütesiegel: Es besteht eine hohe Bekanntheit des AMA-Bio-Gütesiegels für österreichische Produkte (ca. 97,0%), der Bio-Handelsmarken (zwischen 86,0% und 96,0%) und des Fairtrade-Gütesiegels (88,0%). Das Bio-Austria-Gütesiegel (
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