FACTSHEETPORTUGAL Aktuelle Marktsituation. Teil I

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FACTSHEETPORTUGAL 1 Teil I Exportinitiative Energieeffizienz Die Exportinitiative Energieeffizienz unterstützt deutsche Anbieter von Technologien, Produkten und Dienstleistungen im Kontext Energieeffizienz
FACTSHEETPORTUGAL 1 Teil I Exportinitiative Energieeffizienz Die Exportinitiative Energieeffizienz unterstützt deutsche Anbieter von Technologien, Produkten und Dienstleistungen im Kontext Energieeffizienz bei Ihren Exportaktivitäten durch zahlreiche Angebote. Ein Angebot daraus sind Geschäftsreisen ins Ausland. Durch individuelle Kooperationsgespräche mit potenziellen Partnerunternehmen und Entscheidern im Zielland wird der erste Schritt eines erfolgreichen Markteinstiegs vorbereitet. Deutsche Unternehmen profitieren vom weltweiten Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), die in mehr als 80 Ländern mit Geschäftsstellen vertreten sind. Die AHK wird die richtigen Kontakte herstellen und die passenden Geschäftspartner finden. AHK Portugal Die AHK Portugal erstellt im Vorfeld der Reise einen detaillierten Marktreport mit Informationen zur wirtschaftspolitischen Lage, Branchenstruktur und Vertriebsempfehlungen. Am ersten Tag der Reise findet ein ganztägiges Seminar vor portugiesischem Fachpublikum statt, während dessen die Teilnehmer ihre jeweiligen Produkte und Lösungen präsentieren können. Die beiden darauffolgenden Tage sind für individuelle Besuche bei portugiesischen Unternehmen reserviert. Die Unternehmen werden spezifisch nach den Vorgaben der Teilnehmer ausgesucht und alle Gespräche werden von einem Mitarbeiter der AHK Portugal begleitet. Auch nach der Reise steht die AHK Portugal zur weiteren Unterstützung bereit. Die Teilnehmer tragen lediglich ihre Reisekosten sowie Übernachtung und Verpflegung. Die Kosten für Kontaktvermittlung und Unterstützung vor Ort trägt die Exportinitiative Energieeffizienz. Teil II Basisinformationen 1. Aktuelle Marktsituation Energieverbrauch Der Endenergieverbrauch in Portugal stieg bis 2007 stetig an und hat seitdem einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Dies ist zum überwiegenden Teil auf das stagnierende Wachstum zurückzuführen, d.h. geringeres Verkehrsaufkommen und geringere wirtschaftliche Tätigkeit in der Baubranche und dem Tourismus. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Energieverbrauch weiter gestiegen. Portugal hat mit der Realisierung des Großteils der Einsparungspotentiale bislang nicht begonnen. Der Industriesektor hat gleich nach dem Transport den größten Anteil am Energieverbrauch (2010: 30% bzw ktep). Der Verbrauch von Erdöl in der Industrie geht langfristig zurück während der Verbrauch 1-1- von Erdgas und Elektrizität langfristig steigen. Zwar blieb der Energieverbrauch der portugiesischen Industrie in den letzten zehn Jahren relativ stabil und sank zwischen 2000 und 2010 um knappe 2%. Von 2009 auf 2010 ist er aber wieder um 9% gestiegen. Die Energieintensität Portugals liegt mit 155 (kep/1.000 BSP) 2 zwar nur leicht unter dem europäischen Mittel. (Deutschland: 142). Jedoch hat sie sich im Vergleich zu 1996 nur um ca. 6,2% verbessert während andere Länder weit größere Fortschritte machen konnten. Im Vergleich zu Westeuropa besitzt Portugal aktuell eine um ca. 10% höhere Energieintensität. Entwicklung der Energieintensität Portugals im Vergleich zu EU-15 (International Energy Agency): Der Vergleich zu anderen Ländern Westeuropas, die kaum wahrnehmbare positive Entwicklung in den letzten zehn Jahren und sprunghafte Änderungen im Energieverbrauch geben klare Hinweise darauf, dass die verfügbaren technologischen Fortschritte zur Nutzung von Energieeinsparungspotentialen kaum genutzt wurden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation Portugals hat sich in den letzten drei Jahren der Druck auf die Nutzung von Energieeinsparungspotentialen in der Industrie deutlich erhöht. Die mittelmäßige Energieeffizienz der Unternehmen, gepaart mit steigenden Erdölpreisen bei einer hohen Abhängigkeit von Energieimporten und insbesondere der plötzlichen Exportorientierung, welche portugiesische Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Ländern bzw. Unternehmen mit niedrigeren Energiekosten stellt, führt zu niedriger und sinkender Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Portugiesische Industrieunternehmen sehen ihre Zukunft in der Orientierung auf Exportmärkte. Sie haben deshalb ein hohes und akutes Eigeninteresse ihre Energiekosten durch Energieeffizienzmaßnahmen zu senken. -2- Strompreisentwicklung Die Strompreise in der Industrie vor Steuern liegen aktuell ca. 15% über dem Durchschnitt der EU27. Besorgniserregend für die nationale verarbeitende Industrie ist insbesondere, dass Portugal seit 2008 mit 26% eine der höchsten Preissteigerungen in Europa zu verzeichnen hatte. Die Mehrwertsteuer ist mit 23% ebenfalls eher auf einem höheren Niveau und ist noch nicht in diese Preise eingerechnet. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 hat sich der Elektrizitätsverbrauch in der Industrie von kWh auf kWh ungefähr verdoppelt. Ziele Energieeffizienz Aus diesen Gründen hat die Energieeffizienz in Portugal erstmals höhere Priorität als die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Regierung verspricht sich dadurch schnellere wirtschaftlich positive Effekte. Jedoch sind bislang nur die Entwicklungsziele im Zubau von Anlagen der erneuerbaren Energien reduziert worden. Die Erneuerung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (PNAEE) steht kurz bevor. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Dokuments ist der PNAEE 2015 aus dem Jahr 2008 die einzig verfügbare offizielle Quelle für Einsparungsziele. Laut dem PNAEE 2015 soll der Gesamtenergieverbrauch in Portugal bis 2015 um 9,8% gegenüber dem Durchschnitt aus 2001 bis 2005 reduziert werden. Das europäische Ziel liegt bei lediglich 8%. Die Industrie Portugals soll für insgesamt 2,9% Einsparungen jährlich sorgen (536 ktp/jahr). Im Dezember 2012 lag der Zielerreichungsgrad im größten industrieorientierten Einsparungsprogramm SGCIE sowohl bei der prozentualen Einsparung wie auch bei der Energieintensität jeweils unter 50%. Nach bisherigem Verlauf der Programme sind die Ziele nicht erreichbar. Eine Intensivierung der Maßnahmen ist zu erwarten. Mit der Richtlinie 2012/27/EU gibt es neue europäische Regelungen die Ziele für 2020 zu erreichen. Im Bereich des Energieverbrauchs heißt dies, dass ggü dem durchschnittlichen jährlichen Endenergieabsatz aus 2010 bis 2012 jährlich 1,5% eingespart werden müssen. Die Industrie in Portugal steht als zweitgrößter Verbraucher in der Verpflichtung ihren Beitrag zu leisten. Da die Veröffentlichung dieser Richtlinie in den Zeitraum der Erstellung eines neuen Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz fiel, mag es zu Verzögerungen bei der Definition neuer Regeln kommen. Portugal hat zweifellos die Motivation solche Ziele zu erreichen und besitzt dafür Rückhalt in der Wirtschaft. In der Vergangenheit griffen ähnliche Programme immer bei den Verbrauchern und nicht bei den Versorgern. Dafür wurden hauptsächlich Förderprogramme eingesetzt. Auch in der Zukunft ist damit zu rechnen. -3- 2. Schwerpunktsektor der Industrie; Technologieschwerpunkt In Portugal sind ca Unternehmen verschiedener Größenklassen in der verarbeitenden Industrie tätig (ohne Bau und Landwirtschaft). Der Energieverbrauch nach Energieform und Branche ist in den folgenden beiden Abbildungen dargestellt. Energieverbrauch der portugiesischen Industrie nach Energieform: Energieverbrauch der portugiesischen Industrie nach Branche: Die nationale Energieagentur ADENE hat für alle Industriebranchen in Portugal folgende Querschnittstechnologien als besonders erfolgversprechend identifiziert. D.h. ihnen wird ein hohes Einsparungspotential attestiert. a.) Optimierung von Elektromotoren, Pumpen, Belüftungssystemen und Druckluft b.) Wärmerückgewinnung, optimierte Verbrennung, KWK, industrielle Kühlung c.) Prozessoptimierung durch Messung, Integration von Prozessen, Wartung, thermische Isolierung, Nutzung von Abwässern d.) Beleuchtung -4- Zusätzlich wurden für die wichtigsten Industriebranchen Portugals individuell branchenspezifische Einsparungspotentiale identifiziert. Folgend einige Beispiele: a.) Lebensmittel, Getränke, Tabak: Optimierung von Sterilisierung, Membrantechnik, Vertikalmühlen b.) Keramik: Optimierung von Öfen und Pressprozessen, Trocknung c.) Zement: Nutzung von Biomasse d.) Holz und Holzprodukte: Nutzung von Nebenprodukten, Optimierung von Öfen und Trocknung e.) Metallverarbeitende und Elektronikindustrie: Nutzung von Abfall, Tauchbrenner, optimierte Öfen f.) Gießereien, Verhüttung: bessere Anoden/Kathoden, Schmelzung, Entstaubung, Abfallnutzung g.) Papier: Trocknungsprozesse, Nutzung Biomasse h.) Chemie, Plastik, Gummi: Membrantechnik, Katalysatoren, Destillierung/Entgasung i.) Kleidung, Schuhe, Leder: Wassererwärmung, Waschprozesse, Schneidetechnologien j.) Stahl: simultanes Gießen und Verformen, smelting reduction, elektrische Öfen k.) Textil: Färbeprozesse, Trocknung, Nähprozesse l.) Glas: Recycling von Altglas, optimierte Öfen Die Studie der Nationalen Energieagentur ADENE, der die genannten Prozesse und Technologien entnommen sind, wurde im Frühjahr 2010 veröffentlicht und basiert hauptsächlich auf vorher erschienenen Studien aus unterschiedlichen Ländern. Es wurden also nur Technologien herangezogen, welche vorher schon von Dritten untersucht wurden. Dies hat den Vorteil reife und anwendbare Technologien zu betrachten aber schließt die neuesten technologischen Entwicklungen aus. Es ist deshalb wichtig darauf hinzuweisen, dass die o.g. Auflistung auf keinen Fall abschließend ist. Andere, insbesondere neu entwickelte Technologien und Lösungen besitzen große Chancen auf dem portugiesischen Markt. 3. Förderinstrumente im Bereich Industrieeffizienz a.) SGCIE (Sistema de Gestão de Consumos Intensivos de Energia) Dieses System dient der Unterstützung des Verbrauchsmanagements in Unternehmen mit hohem Energiekonsum. Grundlage ist das Gesetz 71/2008 welches alle Firmen mit einem Energieverbrauch von über 500 tep/jahr zur Teilnahme an diesem Programm verpflichtet. Firmen mit geringerem Energieverbrauch dürfen freiwillig teilnehmen. Ziel ist die Verringerung der Energieintensität bei jedem teilnehmenden Unternehmen von 6% innerhalb von sechs Jahren (bei Verbrauch über tep/jahr) bzw. von 4% in acht Jahren (bei einem Verbrauch von 500 bis tep/jahr). Im Rahmen des SGCIE werden alle erfassten Firmen dazu verpflichtet regelmäßig Energieaudits durchzuführen, einen Einsparungsplan zu erstellen und dessen Umsetzung kontrollieren zu lassen. Für das Erreichen der Ziele der Einsparungspläne gibt es Incentives, für die Nichterreichung werden Strafzahlungen verhängt. -5- Incentives: - Bis tep/jahr: o Erstattung von 50% der Kosten für das Energieaudit bis max. 750,- (wenn 50% der Maßnahmen aus dem Plan umgesetzt wurden) o Erstattung von 25% der Investitionen in Anlagen, Management- und Kontrollsysteme für den Verbrauch bis max ,- o Wenn ausschließlich Erdgas oder erneuerbare Energien als Energiequelle genutzt werden liegen die Incentives bei 25% (bei EE) und 15% (bei Erdgas) o Zusätzlich Befreiung von der Mineralölsteuer möglich. - Ab tep/jahr: o Erstattung von 25% der Investitionen in Anlagen, Management- und Kontrollsysteme für den Verbrauch bis max ,- o Wenn ausschließlich Erdgas oder erneuerbare Energien als Energiequelle genutzt werden liegen die Incentives auf 25% (bei EE) und 15% (bei Erdgas) o Zusätzlich Erleichterung bei der Besteuerung fossiler Brennstoffe möglich. Strafzahlungen: Höhe: - Sie werden fällig wenn die Maßnahmen aus dem Energieeffizienzplan nicht durchgeführt werden oder wenn die Abweichungen vom Plan nicht innerhalb eines Jahres korrigiert werden. - Bei Abweichungen bis 25% vom Plan: 50,- pro tep und Jahr für jedes nicht eingesparte tep (+100% im Wiederholungsfall). - Bei Abweichungen bis 25% vom Plan: zusätzlich müssen alle diesbezüglich erhaltenen Subventionen zurückgezahlt werden. - Der Betreiber erhält 75% der Strafzahlungen zurück wenn im Folgejahr die fehlenden Einsparungen aufgeholt werden. Das SGCIE unterstützt nur Investitionen für Ausrüstungen zu Verbrauchsmessung, -kontrolle und Vorbereitung, d.h. Audits und Beratung. Es umfasst keine Unterstützung für Investitionen in Anlagen. Aus diesem Grunde wurden bisher nur 50 Mio. investiert. Die Geschäftsmöglichkeit im Rahmen des SGCIE mit aktuell 929 teilnehmenden Großverbrauchern ergeben sich nicht durch die finanzielle Unterstützung im Rahmen dieses Programms sondern durch die gesetzliche Verpflichtung zur Teilnahme und Realisierung der Einsparungspotentiale welche von jedem Unternehmen selbständig realisiert werden müssen. Typische Industriezweige sind die Lebensmittelindustrie, Textilindustrie, Kunststoff- und Metallbearbeitung und Produktion, Automobilbauindustrie und Zulieferer, sowie die Chemische Industrie. -6- Wenngleich beim Energieverbrauch insgesamt Einsparungen von 3% und eine Verminderung des CO2 Ausstoßes von rund 4% erreicht werden konnten, so sind die gesteckten Ziele jedoch nicht verwirklicht worden. Starken Verbesserungsbedarf gibt es zum Beispiel noch bei konkret verbrauchssenkenden Maßnahmen im Bereich fossiler Brennstoffe, was zugleich auch eine Verbesserung der CO2 Bilanz bedeuten würde, welche ebenfalls nicht die gesteckten Ziele erreicht hat. Insgesamt lässt sich also sagen, dass es breite Absatzpotenziale für deutsche Anbieter von Technologien und bei Mess- und Kontrollinstrumenten gibt. b.) QREN Nationales Strategieprogramm Energieeffizienz (Quadro de Referência Estratégico Nacional) Das sogenannte QREN-Programm ist das größte Subventionsprogramm Portugals mit dem Ziel der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Es handelt sich um Finanzbeiträge der EU, die verfallen wenn die Subventionen nicht zugeteilt werden. Das Unterprogramm QREN Qualificação PME, das speziell auf KMU zugeschnitten ist, unterstützt unter anderem Investitionen in Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz. Es gab in der Vergangenheit auch weitere Programme, zum Beispiel zur Förderung des Einsatzes effizienter Beleuchtung im öffentlichen Raum. Mit der Veröffentlichung weiterer spezifischer Programme kann auch in der Zukunft gerechnet werden. Das QREN-Programm ist im Bereich Industrie grundsätzlich nur zugänglich für KMUs in Einzel- oder Gruppenprojekten mit einer Bewerbung auf regelmäßig unregelmäßig erscheinende Ausschreibungen. QREN- Projekte, die oft auch Investitionen im Bereich Energieeffizienz unterstützen, werden punktuell und stets für kurze Zeiträume ausgeschrieben, so dass es sich empfiehlt, einen auf diese Form der Subventionierung spezialisierten Partner zu beauftragen, der auch bei der komplexen Beantragung der Fördermittel helfen kann. In der Regel liegen die Subventionen bei bis zu 45% der Investitionen. Es handelt sich um eine nicht rückzahlbare Subvention. Das Programm bietet breit gestreute Geschäftschancen für deutsche Unternehmen, die durch eine aktive Unterstützung durch lokale Dienstleister bei der Subventionsantragstellung leichter realisiert werden können. Anbieter deutscher Technologie sollten zuvor Ihre Markenbekanntheit und Präsenz im portugiesischen Markt erhöhen und damit zeigen, dass sie mit ihren Produkten mit dem Qualitätssiegel Made in Germany die jeweiligen Erfordernisse ihrer Kunden ideal befriedigen können. c.) FEE - Fundo de Eficiência Energética (Energie Effizienz Fonds) Der Energie Effizienz Fonds unterstützt Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, die Förderung von Innovation, technologischer Entwicklung und Stärkung der nationalen Wirtschaft. Der Fonds zielt vor allem darauf ab, die Programme und Maßnahmen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Energieeffizienz (PNAEE) zu unterstützen. -7- Die Unterstützung gilt primär Projekten in den Bereichen Verkehr, Wohnen und Dienstleistungen, der Industrie und dem öffentlichen Sektor. Der Fonds unterstützt jedoch auch Projekte, die nicht im PNAEE vorgesehen sind, aber nachweislich zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Von den finanziellen Mitteln können sowohl private Unternehmen, als auch öffentliche Einrichtungen profitieren. Aktuell werden die Mittel des FEE dazu genutzt die finanziellen Unterstützungen im Rahmen des SGCIE zu finanzieren. Es sind jedoch noch nicht alle Mittel ausgeschöpft und in der Zukunft ist mit weiteren spezifischen Subventionsprogrammen zu rechnen. d.) PPEC - Plano de Promoção de Eficiência no Consumo de Energia (Plan für die Förderung der effizienten Nutzung von Energie) Die portugiesische Aufsichtsbehörde für den Elektrizitätsmarkt ERSE hat einen eigenen Fördertopf zur Finanzierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz im Elektrizitätsverbrauch. Für die Jahre 2011 und 2012 wurden bspw. 58 Millionen zur Verfügung gestellt welche auf 57 Projekte von 20 Projektträgern aufgeteilt werden. Im April 2012 wurde eine Verschiebung des Datums der Neueröffnung des Planes für die Jahre 2013 und 2014 bekannt gegeben. Seitdem sind keine weiteren Informationen zur Veröffentlichung der neuen Ausschreibung für 2013 / 2014 erschienen. D.h. die Ausschreibung steht noch bevor. Absatzpotentiale bieten sich im Rahmen der einzelnen Projekte wobei Kontakte zu den Projektträgern im Vorfeld von großem Vorteil sind. e.) Global Energy Efficiency and Renewable Energy Fund (GEEREF) Der Global Energy Efficiency and Renewable Energy Fund (GEEREF) wurde 2006 durch die Europäische Kommission ins Leben gerufen und ist seit 2008 funktionsfähig. Der Fonds wird genutzt, um öffentlich-private Partnerschaften (engl.public-private Partnership) in Entwicklungs- und Schwellenländern, welche sich mit Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz beschäftigen, zu unterstützen. Der Fokus des Fonds liegt auf kleineren und mittelgroßen Projekten in Ländern, die ein Engagement des privaten Sektors politisch erlauben. Es werden vor allem Projekte mit einem Budget unter 10 Millionen Euro durchgeführt, da solche Projekte sonst von privaten Investoren zu wenig berücksichtigt werden. Der Fond steht ausschließlich für Investitionen außerhalb EU zur Verfügung, z.b in den PALOP, also den ehemaligen portugiesischen Kolonien, welche sich möglicherweise gemeinsam mit Partnern aus Portugal erschließen lassen. (Cabo Verde, Angola, Mozambik etc). Diese Länder sind für deutsche Unternehmen oftmals schwer zugänglich und nur mit relativ hohem Risiko erschliessbar. Für deutsche Unternehmen bietet sich eine Geschäftschance durch den Verkauf ihrer Produkte an portugiesische Partner, die diese ihrerseits für durch den Fonds geförderte Projekte in den PALOPs einsetzen. -8- 4. Zielgruppen Die Entschlossenheit der portugiesischen Regierung bei der Verfolgung der Energieeffizienzziele eröffnet auch ausländischen Unternehmen in den unterschiedlichsten Sektoren Geschäftsmöglichkeiten. Da aufgrund der allgemein wirtschaftlichen Lage jedoch größere Investitionen in neue Anlagen und Produktionsmittel schwieriger zu realisieren sind, werden besonders jene Technologien in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, mit denen sich auch mit relativ geringem finanziellen Aufwand kurzfristig nennenswerte Einsparungen realisieren lassen oder solche Technologien welche einen relativ kurzen ROI besitzen. Deutsche Unternehmen sollten sich zudem auf die Industrien mit dem meisten Energieverbrauch und Emissionen sowie auf diejenigen mit dem meisten Energieeinsparungspotential konzentrieren. Spezielle Chancen eröffnen sich für deutsche Anbieter im Bereich der Energieeffizienz für den Industriesektor vor allem in folgenden Bereichen: Mess- und Kontrolltechnik Elektromotoren und Pumpen Belüftungssystemen Druckluftsystemen Beleuchtung Verbrennung Wärmerückgewinnung KWK (kleine KWK-Anlagen in Portugal bislang inexistent) Industrielle Kühlung Thermische Isolierung Nutzung von Abwässern Prozessoptimierung durch Messung Integration von Prozessen Optimierte Wartung Technologien mit schnellem ROI Innovative Technologien und solche welche einen Teil lokaler Wertschöpfung besitzen weil sie leichter mit Subventionsmitteln ausgestattet werden Technologien spezifisch für Unternehmen mit hohem Energieverbrauch Die Branchen, in denen die meisten Absatzmöglichkeiten liegen, sind unter anderem die Lebensmittelindustrie, Keramik-, Metallverarbeitende und
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