Fehlzeiten. Blaumacher oder Prügelknaben:

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6. AUSGABE 2010 Blaumacher oder Prügelknaben: Fehlzeiten Am wurde im AIS der Fehlzeitenbericht eingestellt. In der Anlage Fehlzeiten Bayern wurde unter Punkt G Folgerungen für den öffentlichen
6. AUSGABE 2010 Blaumacher oder Prügelknaben: Fehlzeiten Am wurde im AIS der Fehlzeitenbericht eingestellt. In der Anlage Fehlzeiten Bayern wurde unter Punkt G Folgerungen für den öffentlichen Dienst die These vertreten, dass mangelnde Motivation und Identifikation mit der beruflichen Tätigkeit Ursachen für Fehlzeiten sind. Hier werden jedoch Ursache und Wirkung verwechselt. Chaos in der Steuergesetzgebung, mangelnde Steuergerechtigkeit, auch im Vollzug, fehlende Anerkennung der Leistung der Beschäftigten, vor allem durch Beförderungsmöglichkeiten und massive Unterbesetzungen, die zu einer ständig zunehmenden Arbeitsbelastung führen, sind die tatsächlichen Ursachen. Diese Ursachen führen zu mangelnder Motivation und Identifikation mit der beruflichen Tätigkeit. Der Dienstherr will bei Auffälligkeiten von allen dienstrechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen und eine angemessene Berücksichtigung von Fehlzeiten im Rahmen der Beurteilung, bei der Leistungsbesoldung und bei der Entscheidung über Nebentätigkeiten . Doch statt auf die Kolleginnen und Kollegen einzudreschen, sollte unser Dienstherr lieber die Ursachen bekämpfen. Das muss dem FM offensichtlich wieder einmal deutlich gemacht werden. Veranstaltung 500 x nix (Odeonsplatz) 1 Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus Vom 14. bis 16. Juni 2010 führte die ver.di-jugend Bayern in der Bayerischen Fachhochschule für Finanzen in Herrsching, ein dreitägiges Seminar zum Thema Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus durch. Die beamtenrechtlichen Vorschriften der damaligen Zeit wurden behandelt. In Arbeitsgruppen wurde eine Einschätzung des Handelns von Führungspersonen der Finanzverwaltung erarbeitet. Schwerpunkt des Seminars war die Rolle der Finanzverwaltung bei der Vermögensverwertung und Ausplünderung der Juden. Entgegen der landläufigen Meinung war die Finanzverwaltung in die Judenverfolgung einbezogen. Anhand der Akten eines jüdischen Steuerpflichtigen konnte das nachvollzogen werden. Disziplinarvorgänge von Beamten der damaligen Zeit zeigten den Geist der Zeit und die Zwänge auf, denen die Beamten unterlagen. Seminar 25 Kolleginnen und Kollegen aus den bayerischen Finanzämtern nahmen teil. Sie hörten, in welcher Weise die Nationalsozialisten die Finanzverwaltung nach ihren Zielen formten und benutzten und wie sie die Beschäftigten beeinflussten. Auch die unzureichende Vergangenheitsbewältigung wurde andiskutiert. Die Kolleginnen und Kollegen stellten sich die Frage, wie ein solcher Missbrauch der Verwaltung in Zukunft ausgeschlossen werden kann. Dazu gehören Zivilcourage und politisches Bewusstsein. Anfängen rechtsextremistischen Gedankengutes muss rechtzeitig entgegengetreten werden. Wir haben noch einen Koffer in Berlin: 96 Stunden Berlin mit 48 Stunden Neukölln Reisebericht über unsere Berlinfahrt vom 23. bis Am ging es morgens um 9:00 Uhr los mit unserer Reise nach Berlin unter der Leitung von Angelica Dullinger und Michaela Sauerwein. Sie stand unter dem Motto: Geschichte, Politik, Kultur Eine gesellschaftspolitische Reise nach Berlin. 2 Bei der Anreise im ICE beschnupperte sich unsere ämtermäßig buntgemischte Gruppe, mit eindeutigem Frauenanteil bei einem Gläschen Willkommenssekt und einem netten Kennen-Lern-Spiel. Am nächsten Tag verschafften wir uns zunächst vom 368 Meter hohen Fernsehturm am Alexanderplatz einen Überblick auf diese großartige Stadt, bevor wir dem Deutschen Bundestages einen Besuch abstatteten. Dort hörten wir auf den Zuschauerrängen des Plenarsaals, mit Blick auf den uns aus dem aus den Nachrichten bekannten Bundesadler (spöttisch auch die fette Henne genannt), allerhand Wissenswertes und Anekdoten über die Geschichte und Architektur des Reichtages, den Verfahrensablauf der Bundestagssitzungen, der Arbeit der Abgeordneten, aber auch über die Farbe Reichstags-Blue und dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin. - Nach dem Beziehen des Hotels ging es direkt mit einer Führung durch das legendäre Kreuzberg mit Frau Claudia von Gélieu, los. Bestuhlt war im Plenarsaal übrigens nicht wie gewohnt für Bundestagssitzungen, sondern bereits für die Wahl des neuen Bundespräsidenten. Die Berliner Mauer umgab diesen Stadtbezirk im Norden, Osten und Süden. Nach den Studentenprotesten im Jahr 1968 entwickelte sich Kreuzberg zunehmend zum Zentrum der Alternativszene und zum Schauplatz von Hausbesetzungen. Anschließend genossen wir auf der faszinierenden Kuppel des Reichtages erneut einen Blick auf Berlin von oben. Nachdem in der 25. Kalenderwoche keine Bundestagssitzungen stattfanden, konnte das Gespräch mit dem SPD-Abgeordneten Klaus Barthel erst Mitte Juli in München nachgeholt werden. Frau von Gèlieu, selbst ehemalige Bewohnerin Kreuzbergs zur Zeit der Hausbesetzungen, besuchte mit uns die Schauplätze dieser bewegenden und vielfältigen Geschichte des Bezirks SO 36 und gab uns einen Einblick in das heutige Kreuzberg, dass nicht mehr nur ein sozialer Brennpunkt ist. Dennoch waren wir anschließend im benachbarten Paul-Löbe-Haus (Haus der Ausschüsse des Deutschen Bundestages) zum Essen eingeladen und wurden von Frau Sabine Arnold vom Berliner Büro Klaus Barthels herzlich in Berlin willkommen geheißen und betreut. 3 Auf Höhe des nahegelegenen Bahnhofs Friedrichsstraße ging es mit einer entspannenden Stadtrundfahrt per Schiff auf der Spree weiter. Berlin hat aufgrund seiner zahlreichen Wasserwege mehr Brücken als Venedig; hiervon konnten wir uns auf unserer zwei-stündigen Bootsfahrt überzeugen. Den Abend schlossen wir in einem netten Hinterhof-Biergarten in Neukölln ab. In der benachbarten Galerie Olga Benario (Forum gegen Neofaschismus, Sexismus, Rassismus und Imperialismus) konnte ein zur WM passenden Dokumentarfilm über Südafrikas unsichere Zukunft angesehen werden. Anschließend besuchten wir das gegenüberliegende Detlev-Rohwedder-Haus, das seit 1999 Hauptsitz des Bundesfinanzministeriums ist. Es folgte eine historische Führung durch das Gebäude, das zunächst als Prestigebau des nationalsozialistischen Regimes als Reichsluftfahrtministerium diente und den Krieg nahezu unversehrt überstand. Nach Ende des Kriegs wurde das im ehemaligen Ostteil der Stadt gelegene Gebäude unter anderem als Haus der Ministerien genutzt. Es stand im Zentrum des Volksaufstandes vom Juni 1953 und war Schauplatz eines spektakulären, geglückten Fluchtversuches (Abseilen vom Dach des Gebäudes über die direkt angrenzende Berliner Mauer). Nach der Wiedervereinigung diente das Rohwedder-Haus zunächst als Zentrale der Treuhandanstalt, bevor es im Rahmen des Regierungsumzuges Hauptsitz des Finanzministeriums wurde. Anschließend fand ein Gespräch mit Herrn Michael Leisinger vom Referat Kommunikation des Ministeriums statt. Am Freitag dem besuchten wir zunächst die erschütternde Ausstellung Topographie des Terrors. Auf dem Gelände der Ausstellung an der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße, nahe des Potsdamer Platzes, befanden sich zwischen 1933 und 1945 die wichtigsten Einrichtungen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparates (Zentrale der Gestapo, Reichsführung-SS und der Sicherheitsdienst der SS - SD, sowie das Reichssicherheitshauptamt). Im Rahmen einer sehr eindringlichen Führung wurde uns anhand der dort ausgestellten Dokumente die Dimension der NS- Schreckensherrschaft und des nationalsozialistischen Terrors vor Augen geführt. Herr Leisinger informierte uns über die Arbeit und die Organisation des Finanzministeriums. Er bot uns aber auch die Gelegenheit, aktuelle Probleme aus den Finanzämtern (wiederholte EDV-Ausfälle, Personalsituation im Ballungsraum)mit ihm zu erörtern. Unser Programm war auch anschließend noch nicht zu Ende und wir besuchten das DDR-Museum beim Berliner Dom. Das Museum soll einen Einblick in das Alltagsleben des vergangenen Staates gewähren. So sind dort zum Beispiel ein Trabi, ein Wohnzimmer und eine Küche mit Original- Utensilien, eine Schultasche mit den damaligen Schulbüchern, die Speisekarte des Palastes der Republik und vieles mehr ausgestellt. 4 Es kann jedoch auch Ost-Musik gehört werden oder man kann sich dank am Boden aufgemalter Anleitung am staatlich verordneten Modetanz Lipsi versuchen. Das Haus der Wannsee-Konferenz war am Samstag unser Ziel. In dieser Villa wurde am die systematische Ermordung der europäischen Juden geplant. Neukölln ist vielmehr ist als nur ein Problembezirk der Stadt. So genossen wir allerlei multikulturelle, kulinarische Köstlichkeiten sowie künstlerische Darbietungen und Hinterhofmärkte. Auch für unsere Unterhaltung war durch immer wieder wechselnde, offene Tischpartner bestens gesorgt. So erzählten uns z.b. vier aufgeweckte, kurdische Schwestern über ihren doch nicht immer ganz einfachen Alltag zwischen den alten Traditionen und dem modernen Hauptstadt-Leben. An unserem Abreisetag Sonntag den hatten wir nochmals Gelegenheit Berlin zu erkunden bevor es wieder zurück nach München ging. Nun ist es eine Gedenkstätte für den Holocaust. Sie enthält eine Ausstellung über die national-sozialistischen Verfolgung und der Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung der europäischen Juden. Am Abend traf sich der Großteil unserer Gruppe nochmals auf dem Kunst- und Kulturfestival 48-Stunden-Neukölln. Wer sich an dieser Stelle denkt um Gottes willen Neukölln! tut diesem Stadtteil, ähnlich wie Kreuzberg, unrecht. Abschließend bleibt zu sagen, dass die Fahrt dank der unkomplizierten, netten Gruppe, des Super-Wetters, des interessanten, abwechslungsreichen Programms aber vor allem auf Grund der hervorragenden Organisation durch Michi und Angelica sehr gelungen war und wir eine wunderbare Zeit in Berlin verlebt haben. Rundgang durch das Bundesfinanzministerium: Beamtengang Führung durch Hartmut Wohlfarth Rundgang durch das Gebäude, welches mit seinen über 6,8 km Fluren, über Büros und der 300m langen Fassade entlang der Wilhelmstraße in nur 18 Monaten Bauzeit errichtet wurde. Mit seinen 5 bis 7 Geschossen hat es eine Bruttogeschossfläche von m² und eine Hauptnutzfläche von m² (das entspricht ca. 6 Fußballfeldern). 5 Damit zählt es mit seinen Fenstern, m² Fassade, die mit Muschelkalksteinplatten verkleidet ist, 17 Treppenhäusern und 3 Paternoster zu den größten Bürogebäuden Deutschlands. Es besaß eine Tiefgarage, sowie einen Luftschutzbunker, in dem während der Bombenangriffe Kinder untergebracht waren. Das gesamte Gebäude steht unter Denkmalschutz, sogar Kleinigkeiten wie die Türklinke und die Türschilder sind aus dem Jahr Auch die Oberlichter mit Natursteinrahmung über den Türen sind aus dieser Zeit. Die Büros sind originalgetreu durch Zwischentüren längs der Hauptflure verbunden. Das sind die so genannten Beamtengänge. Aktuelles: Von den Bediensteten des Bundesministeriums der Finanzen (vor 10 Jahren waren es noch 2.115) sind in Berlin und in Bonn 470 beschäftigt. Von diesen sind Beamtinnen und Beamte, 520 Tarifbeschäftigte (ehemals Angestellte und Arbeiter) sowie 36 Azubis. Beamtengang: Ziel der Renovierung des Gebäudes war es, den ursprünglichen Zustand der Gänge und Räume von 1936 wieder herzurichten. Ein Teil der Büros wird vom Bundesrat genutzt, der in das angrenzende ehemalige Preußische Herrenhaus eingezogen ist. Die Bediensteten bereiten die Entscheidungen des Ministers vor, insbesondere die Gesetzgebung. Sie erarbeiten auch die notwendigen Rechtsverordnungen zu den einzelnen Gesetzen. 500 X Nix in Bildern: Dienstag, 8. Juni 2010: 6 Mehr unter: Redaktion: Angelica Dullinger, Dieter Weiß, Markus Eisele Wolfgang Untergehrer, Martin Heitzer, Michaele Sauerwein, Gaby Hintermeier V.i.S.d.P.: Ver.di Bezirkksverwaltung München, Wolfgang Lubrich, Bayerstr. 69, München 7 DGB Reisen Gemeinsam Reisen mit Tradition Faszinierende Steinwelten Türkei, Kappadokien Rundreise Einzigartiges Naturwunder Kultur und Traumwelt aus Stein Übernachtung in 4-Sterne Hotels während der Rundreise ab 199,- 7 Übern./ Verpflegung Reisecode: AYTD02X Schlösser der Loire Frankreich Loiretal PKW-Rundreise (Nur noch bis September) 1x Weinprobe an der Loire 1x Bootsfahrt auf der Cher Reiseführer pro Zimmer ab 559,- 6 Übern./ Verpflegung Reisecode: F45A01 Faszinierende Kultur und Natur pur Polen Pommern & Masuren Rundreise (Nur noch bis Oktober) Top-Qualität: ausgesuchte Mittelklassehotels Inkl. aller Besichtigungen und Eintritte Bauernhochzeit inkl. 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