Fotos eines Jahres in der Kreisgruppe Kronach des Bundes Naturschutz

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! ! Fotos eines Jahres in der Kreisgruppe Kronach des Bundes Naturschutz INHALT Inhalt! #$%&'(%')%*+,%% -,+'./,011+%-,2) #$%*+.%% 30)*%4 (0,.#$0(5%+676% Vorwort... 4 Vorstellung des BN-Teams... 6 Impressum...
! ! Fotos eines Jahres in der Kreisgruppe Kronach des Bundes Naturschutz INHALT Inhalt! #$%&'(%')%*+,%% -,+'./,011+%-,2) #$%*+.%% 30)*%4 (0,.#$0(5%+676% Vorwort... 4 Vorstellung des BN-Teams... 6 Impressum... 9 Naturschutz braucht deine Kreativität Uwe Längenfelder zum 60. Geburtstag STADTOASE/Umweltbildung STADTOASE Ein quicklebendiges Jahr STADTOASE 25 Brücken für die Wasseramsel STADTOASE WaldZeitReise STADTOASE Auszeichnungen STADTOASE Bilanz STADTOASE 4 Augen sehen mehr Kindergruppe Jahresprogramm Umwelt vor Ort Wildkatze willkommen Vogeldiplom Termine 2012 Veranstaltungen der Kreisgruppe Kronach Terminplan des BN-Stammtisches Termine der Jugendgruppe Jugendgruppe des BN Jugendliche starten ins zweite Gruppenjahr Übernachtung in Fichtenzweigenhütten Flächenschutz vor Ort Flächen der Kreisgruppe im Landkreis Flächenfraß Lerchenhoftrasse Wir setzen uns ein Atom-Mahnwachen Kundgebung zum 25. Jahrestag von Tschernobyl Landkreis Kronach gentechnikfrei Weihnachtsbaumaktion Reisen in die Natur Herbstfahrt in das Biosphärenreservat Rhön Maiwanderung am Grünen Band bei Nordhalben Radtour: Steinreich in Steinwiesen Eindrücke von der Kräuterwanderung !! VORWORT!! ie ging es Ihnen in diesem Winter? Da wartet man auf ihn, und er kommt und kommt nicht. Sofort tauchen bange Fragen auf, ob der extrem milde Winter Auswirkungen auf eine mögliche Insektenplage im kommenden Sommer haben wird, oder ob Heerscharen von Schnecken unser mühsam gezüchtetes Gemüse verzehren werden. Die Natur wird einen milden Winter sehr wohl verkraften und mit den ihr eigenen Methoden antworten. Manche Tier- und Pflanzenarten werden sich besser vermehren, andere werden die kurzfristigen Verlierer sein. Das Gleichgewicht Gefressen-W sich vielleicht andere Lebensraumgesellschaften ergeben. Nur wir Menschen werden die Auswirkungen, als Einzelart, intensiv spüren. Der Klimawandel ermöglicht zwar einen Kartoffelanbau in Grönland, lässt aber unsere letzten Gletscher, und damit wichtige Wasserreserven in den Hochgebirgen (-ein Großteil des indischen Subkontinentes ist vom Süßwasser der Himalaya Gletscher abhängig), verschwinden. Die am dichtesten besiedelten Regionen, die Küstenregionen werden mittelfristig nur mit extrem hohem Aufwand oder gar nicht besiedelbar bleiben, die Gebirgstäler sind in Gefahr von Steinmassen verschüttet zu werden, da die Erosion Felsmassive lockern wird. Ein einzelner milder Winter ist zwar noch nicht der Klimawandel, aber die globale Erderwärmung ist eindeutig nachgewiesen und wir Menschen müssen reagieren. Zwei Wege stehen grundsätzlich offen. Entweder wir reduzieren die Treibhausgase (Kohlenstoffdioxid und Methan) mit aller Kraft oder wir nehmen das Verschwinden von lebenswerten Lebensräumen in Kauf und stellen uns auf ein ganz anderes Leben mit Starkwindereignissen, Dürren und viel mehr Menschen auf viel weniger Siedlungsfläche ein. W W ir in der Kreisgruppe Kronach versuchen diese Problematik Kindern und Jugendlichen in vielen Programmbausteinen unserer Bildungsstation SADTOASE zu vermitteln. Unsere Herbstfahrten in die Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate zeigen, dass auch mal ein Urlaub ganz in der Nähe erholend, spannend und bereichernd sein kann. Unser Einsatz für Moorgebiete, für Bergwälder und für Hecken und Talauen, aber auch für die Versorgung mit Lebensmitteln aus dem Nahraum ist ein Beitrag den Treibhausgasausstoß geringer zu halten VORWORT E in kleiner Etappensieg auf diesem Weg macht uns ein wenig stolz. Stadt Kronach und der Landkreis Kronach haben beschlossen, ein Zeichen zu setzen für eine Landwirtschaft ohne Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und gentechnisch veränderten Futtermitteln. Der BN-Landesverband und die BN-Kreisgruppe Kronach informierten dazu in vielen Gesprächsrunden, in öffentlichen V Gentechnikfreien Zone über alle Parteigrenzen hinweg hat zusammen mit den Umweltverbänden (BN, LBV und Greenpeace), aber auch mit vielen anderen, betroffenen Gruppierungen (z.b. Bund Bayerischer Milcherzeuger, Landesverband Bauern, Imker) die Stadtrats- und Kreistagsentscheidung vorbereitet. Der bäuerliche Familienbetrieb gibt wahrscheinlich die beste Antworten auf den Klimawandel, indem er aus einer Vielzahl von regionalen Saatpflanzen auswählen kann, anstatt von Monsanto Einheitssaatgut zu beziehen oder indem er Klima angepasste Viehrassen weiterzüchten kann anstatt Normhochleistungsvieh in den Ställen zu mästen. W elch große Akzeptanz besonderes Fleisch hat, sieht man am Beispiel des Rhönschafes oder der Rhönforelle, aber auch am Erfolg der BN Aktion Weidewelt, die heimische Rinderarten im Weidebetrieb fördert. D ie Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur. Und wir brauchen Sie, die uns aktiv bei Landschaftspflegeeinsätzen, bei Bildungsveranstaltungen und bei Planungsvorhaben helfen, aber auch, darüber hinaus durch Ihre Mitgliedschaft im BN, Gehör bei Ämtern und Politik verschaffen. Ihr! #$!%&'($')$*+$,!!! # $%&' (& ')*( ++ $#&+ ( ($,( -+.(#// $ Die Kreisgruppe Kronach des Bund Naturschutz hat eine neue Homepage, sie lautet: Auch unsere Mailadresse hat sich geändert, nämlich: Bitte mailen Sie uns, wenn Sie unseren Newsletter abonnieren wollen und über aktuelle Veranstaltungen der Kreisgruppe informiert werden wollen BN-VORSTAND Uwe Längenfelder (1. Vorsitzender) Am Kehlgraben Kronach Tel.: Lehrer an der RS I Christiane Geipel (2. Vorsitzende) Bergstr Steinwiesen Tel.: Hausfrau Hella Krist (Schatzmeisterin) Petersleite Kronach Tel.: Hausfrau Dirk Eilers (Schriftführer) Mozartstr Kronach Tel.: Werner Tremel (Delegierter) Reuth, Dorfstr Weißenbrunn Tel.: Studienrat i. R. Lehrer an der RS I - 6 - BN-VORSTAND Uli Dautel (Beisitzer) Am Kehlgraben Kronach Tel.: Stadtförster Fritz Maier (Ersatzdelegierter) Am Steig Marktrodach Tel.: Förster Klaus Bauer (1. Vorsitzender OG Stockheim) Königsberger Str. 1b Stockheim Tel.: Polsterer Helma Heinkele (Umweltbüro) Kaulangerstr Kronach Tel.: Sekretärin Susanne Meier (Stadtoase, Kindergruppe Mausohren) Innerer Ring Kronach Tel.: Erzieherin BN-VORSTAND Christine Neubauer (Landschaftspflege, Flächenbetreuung, Jugendgruppe) Äußerer Ring Kronach Tel.: Umweltschutztechnikerin Elisabeth Hoffmann (Kindergruppe Mausohren) Joh.Nik.-Zitter-Str Kronach Tel.: Hans Haake (Jugendgruppe, moderne Medien) Grössau Pressig Tel.: Diplom-Ökonom Ärztin Beate Singhartinger Zum Stübental Kronach Tel.: Dipl.-Ing. Landschaftspflegerin Barbara Förster (Bauleitplanung, Landschaftspflege) Höfleser Mühle Kronach-Höfles Tel.: Diplom-Biologin, Hausfrau - 8 - BN-VORSTAND! #$%&'( )*+, (-%.#%!'/0)#%0121% 3)0.*4) 550%3)6#'+, Amtsgerichtsstraße Kronach Tel.: Fax: Internet: Vorstand: Delegierte: Beisitzer: Mitarbeiterinnen: Uwe Längenfelder, 1. Vorsitzender Christiane Geipel 2. Vorsitzende Dirk Eilers, Schriftführer Hella Krist, Schatzmeisterin Werner Tremel Fritz Meier Uli Dautel Helma Heinkele Susanne Meier OG Stockheim: Klaus Bauer / Stockheim (Tel.: ) Kindergruppe: Jugendgruppe: Susanne Meier Elisabeth Hofmann Christine Neubauer Hans Haake Auskunft und Beratung: Die Geschäftsstelle ist geöffnet: Montag 13:00-16:00 Uhr Freitag 9:00 Uhr 12:00 Uhr und nach Absprache Bankverbindung: Raiffeisenbank Sparkasse Küps-Mitwitz-Stockheim Kulmbach-Kronach Kto.-Nr.: Kto.-Nr.: BLZ: BLZ: Druck: Appel & Klinger, Schneckenlohe Auflage: Stück HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, UWE! Uwe Längenfelder bei der Maiwanderung 2008 zwischen Burggrub und Mitwitz entlang des Grünen Bandes age.! #$%&'($#)* +% $'(#*,-./-* 0%- #.1.#2#* Uwe Längenfelder zum 60. Geburtstag Uwe Längenfelder kam als Realschullehrer 1980 an die Realschule I Kronach. Seine Freude an den Fächern Erdkunde und Biologie beschränkte er jedoch nicht nur auf den Unterricht. Die Natur zu entdecken und zu beschützen, das gehört für Uwe zu seinen Idealen, die er durch seine Fächerwahl gerne an- es doch selbstverständlich, dass man sich für die Natur In den 80ern kam er zur BN-Kreisgruppe, ohne groß abzuwägen, nahm er 1990 den Posten des Vorsitzenden von Hella Krist an. Natur wird oft da weniger geschätzt, wo sie zur Genüge vorhanden zu sein scheint. Wen stören da große Bauvorhaben, die ja allzu gerne mit Fortschritt und Arbeitsplätzen begründet werden. Der Bund Naturschutz versteht sich als Anwalt der Natur, die auch im grünen Frankenwald immer wieder bedroht ist. Die erste große Auseinandersetzung musste Uwe Längenfelder in den 90er Jahren um das Lamitztal bei Wallenfels ausfechten. Die Flößer hätten gerne das Tal für die Tourismus-Flößerei aufgestaut, um jederzeit das Flößen möglich zu machen. Nicht nur ein ökologisch wertvolles Tal wäre verloren gegangen, sondern auch die Wilde Rodach mit ihren Anschlussflüssen hätte durch den unregelmäßigen Durchfluss Schaden genommen Umwelt naturnah erlebbar machen: Eine Kanutour 2003 an der Altmühl. UWE LÄNGENFELDER ZUM 60. GEBURTSTAG Wegen des Widerstands der BN Kreisgruppe Kronach musste das Projekt schließlich aufgegeben werden. Auch wenn der Donnerhall gegen den BN aus Wallenfels lange nachhält, gibt es für das Dorf eine positive Spätfolge: Das Lamitztal wird als Ausgleichsfläche für die Umgehungsstraße ökologisch umgestaltet: Die Fichten in den Talauen werden gefällt und damit das Tal für wertvolle Arten geöffnet vom touristischen Nutzen ganz zu schweigen. Weitere Schwerpunkte in der Konfrontation mit Ämtern, Partei(en?) und Politikern waren der geplante vierspurige Ausbau der B 173 bei Trieb und Hochstadt, die einfach über ein Vogelschutzgebiet gelegt werden sollte. Der BN gewann den Prozess beim Obers Uwe Längenfelder stellt den Teilnehmern eine Wandertour der Herbstfahrt 2011 in der Rhön vor. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, UWE! Uwe Längenfelder als Gesprächspartner der Politik: Fair und kommunikativ, das Ziel vor Augen. Hier beim Informationsabend zur Agro-Gentechnik ten Verwaltungsgericht in Leipzig, und obwohl damit klar war, dass der vom Straßenbauamt gezeichnete Plan Unrecht war, galt der BN als Totengräber der Region. Auch hier wurde Uwe oft befragt, oft angegriffen. Die Austritte von Städten und Gemeinden des Landkreises sprechen hier Bände. In diesen Situationen zeigte sich auch hier eine besondere Eigenschaft von Uwe: Mit Geduld, bewundernswerter Ruhe und guten Argumenten begegnet Uwe selbst eingefleischten Gegnern der Sache des BN. Seine Rolle als Moderator wurde bei verschiedenen Gelegenheiten vielfältig gelobt: So zum Beispiel bei der Diskussion um ein Hackschnitzelheizwerk im Gewerbegebiet Kronach. Dass Uwe bei all den politischen Auseinandersetzungen noch erhebliche positive Akzente für den BN Kronach und darüber hinaus setzen konnte, ist besonders hervorzuheben. Auf seine Initiative fanden die ersten Herbstfahrten in die Nationalparkgebiete der neuen Bundesländer statt. Mit der Beteiligung an der Landesgartenschau in Kronach begann eine neue Ära im BN Kronach: Der 2002 mit viel Herzblut umgestaltete Bauwagen war Zentrum UWE LÄNGENFELDER ZUM 60. GEBURTSTAG des Umweltbildungsstandes. Daraus entwickelte sich die STADTOASE, das Vorzeigeprojekt der Kreisgruppe, die jährlich rund 3000 Menschen, vorwiegend Kinder, die Schönheit rund die Geheimnisse der Natur näher bringt. Den Landkreis positiv ökologisch mitgestalten, die Freude an der Natur und am Umweltschutz zu vermitteln und zu leben, diese Kernaufgabe ist ihm gut gelungen. Ein Drittel seines Lebens ist Uwe nun Antreiber der Kreisgruppe Kronach des Bund Naturschutzes Bayern. Er leitet die Vorstandssitzungen, die Jahreshauptversammlungen und Klausurtagungen. Er nimmt sich Zeit für die Kreisgruppentreffen, die Delegiertentagungen, die vielen Termine und Treffen innerhalb und außerhalb des Landkreises. Er ist der verlässliche Ansprechpartner bei kleinen und großen Problemen, beim richtigen Anbringen des Vogelhäuschens und bei Stellungnahmen zu öffentlichen Plänen. Viele, viele Dinge könnte man hier noch aufzählen, den ganzen Heuaufguss mit von Uwe angezettelten oder begleiteten Projekten füllen. Doch kürzen wir hier nun ab und sagen: Danke für 20 Jahre Vorstandschaft der Kreisgruppe Kronach des Bund Naturschutz und herzlichen Glückwunsch! Dirk Eilers STADTOASE! #$%& '()*+*#, -*.$ /012031/!45678$$$ Rückblick auf 2011 Während das Gelände der STADTOASE am Kaulanger oft einen herbstwinterlich, dann wieder vorfrühlingshaft verträumten Eindruck macht, ahnt man kaum, dass es die Basis für ganz viel Aktivität und Lebendigkeit ist war sogar das lebhafteste STADTOASE Jahr im neunjährigen Bestehen. Die Umweltbildungseinrichtung des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Kronach verzeichnete einen neuen Besucherrekord: Insgesamt 3365 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren im Landkreis Kronach gemeinsam mit STADTOASE zu 165 Exkursionen, Aktionen, Projekt- und Ferienprogrammtagen in der Natur unterwegs und aktiv. Ist es outdoor im STADTOASE Gelände zu ungemütlich, wird die Forscherausrüstung aus dem Bauwagen in den PKW umgeladen, findet das Programm an und in Schulen und Einrichtungen statt, oder wird von dort aus losgelaufen, warmgelaufen in interessante Lebensräume am Schulund Wohnort. Zwölf Grund- und Hauptschulen nutzen diesen Vorortservice der STADTOASE. Besonders in den Sommermonaten kommen zahlreiche Klassen und Gruppen aus Kronacher Schulen, sowie als Gäste des Schullandheims und der Festungsherberge in das Areal der STADTOASE, gehen im bunten Bauwagen ein und aus, staunen und betrachten, welche und wie viele Pflanzen- und Tierarten solch grüne Insel inmitten der Stadt beherbergen kann. Die Stadt Kronach stellt die wertvolle, auf diese Wiese bestens genutzte Grünfläche dem Bund Naturschutz für seine Bildungsarbeit zur Verfügung. Manch Vorübergehender wundert sich vielleicht über etwas mehr Wildnis. Die ist bewusst so gewollt und wird so gebraucht, damit hier viele Pflanzenund Tierarten leben und überleben können, damit es viel Interessantes in der Stadt zu entdecken gibt. Hier trifft sich auch jeweils an einem Nachmittag im Monat die Kindergruppe des Bund Naturschutz, die Gro STADTOASE ßen Mausohren . Für sie ist die STADTOASE wie ein Garten, der Bauwagen ihre eigene Peter Lustig -Adresse. Das Gelände hat keinen Zaun - es ist offen für alle zum Hineinschauen. Kommen auch Sie einfach einmal vorbei und herein, wenn Türen und Fenster offen sind, wenn gerade viel los und trotzdem Zeit für ein Gespräch ist.! #$%&'()*#+&%#,-)#./00)%/10)2## 3-*# ## 6%9)*0':;9 =% ?)(9# Im letzten Jahr wurde ein gewöhnlicher STADTOASE Gewässertag für sechzehn Schulklassen aus acht Schulen im Landkreis Kronach zu einem besonderen Gewässerprojekttag. Die Schüler der vierten und achten Jahrgangsstufe erforschten im Rahmen des Artenschutzprojektes Wasseramselbrücken zuerst ihr schulnahes Fließgewässer, die Rodach, Kronach, oder Hasslach mit der versteckten Lebensvielfalt unter Wasser. Leider nicht live durch Beobachtung, dafür mittels Bild und Informationen lernten sie eine besondere Vogelart kennen, die an klaren und schnell fließenden Bächen und Flüssen vorkommt und mit ihrer Anwesenheit Indikator für intakte Mittelgebirgsgewässer und beste Wasserqualität ist: Die Wasseramsel. Die Schüler waren fasziniert von Tauchleistung, Fortbewegung unter Wasser und logischer Taktik bei der Nahrungssuche dieses kleinen Vogels und dachten sich weiter in notwendige Lebens- und Überlebensbedingungen hinein. Zum Abschluss ihres Projekttages fertigten sie spezielle Wasseramselnistkästen, insgesamt 36 Stück, die das Nistplatzangebot im Siedlungsgebiet verbessern können. Noch vor Weihnachten führte die Flussmeisterei des Wasserwirtschaftsamtes Kronach die Montage der inzwischen in der Werkstatt wetterfest ge STADTOASE machten Wasseramselkästen aus und erfüllte dabei die notierten Standortwünschen der Schüler. Aufmerksamen Betrachtern fallen sie vielleicht auf - die nagelneuen Nisthilfen unter insgesamt 25 Brücken und Stegen im Landkreis: in Ludwigsstadt an der Loquitz, an der Hasslach von Förtschendorf bis zum Landesgartenschaugelände, an der Kronach z.b. bei Herrenmühlsteg und Spitalbrücke und an den zahlreichen Rodachbrücken, die erste beim Dreiherrenstein bei Nordhalben bis nach Oberlangenstadt. Wasseramselnistkästen genau und stabil zu bauen, war die Herausforderung für die Schüler. Die Nistkästen unter Brücken an Betonpfeilern - an sonst nicht erreichbaren Stellen zu montieren, wurde zur Herausforderung für die Mitarbeiter der Flussmeisterei. An dieser Stelle ein Dankeschön an das Wasserwirtschaftsamt, dass die Wünsche der Nistkastenerbauer ernstgenommen und realisiert hat, an die Schreinerei Hetzel in Steinberg für die Anfertigung der Nistkastenbausätze.! #$%&'()*$ +,$ -$%)./01% )$#%2/'#3$#4'()% 369 Kinder gingen mit STADTOASE Ferienprogramm 2011 auf Reisen Für alle Kinder im Landkreis Kronach hält STADTOASE jedes Jahr ein neues Ferienprogramm bereit, das sie einlädt, ihre nahe und bekannte Umgebung neu - einmal anders zu entdecken. Im vergangenen Jahr arbeiteten neun Schülerinnen und Schüler aus achten und neunten Klassen von vier Kronacher Schulen mit. Es sind Anja Basler, Anna Schlagenhaft, Franziska Krüger, Kristin Ruppert, Katharina Hartel, Julian Alferi, Jörg Sesselmann, Luis Wagner und Valentin Reinhard. Gemeinsam haben sie das Ferienprogramm für Kinder in Teamarbeit konzipiert, vorbereitet und realisiert. Anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder stand diesmal die Nutzung des Waldes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Mittelpunkt, hieß es für die Kinder: Kommt mit durch Wald und Zeit - zu einer Wald- ZeitReise . Es erwartete sie Abenteuer wie im Urwald, vielfältiges handwerkliches Arbeiten mit Holz und Papier und handfeste Waldarbeit. In den Pfingst- und Sommerferien, insgesamt fünf Wochen lang, war das STADTOASE-Team von Ort zu Ort unterwegs, insgesamt in neun Städten und Gemeinden des Landkreises, wo viele Kinder reisebereit warteten. Im Urwald halfen die Jugendlichen als große Helfer den kleinen Werkzeugmachern, aus Feuersteinen und vor Ort gesuchtem Astholz u.a. Rindenschaber, Holzbohrer und STADTOASE Steinäxte herzustellen. Die neuen Steinzeitwerkzeuge wurden gleich auf ihre Funktionstüchtigkeit beim Anlegen eines Waldfeldes und beim Herstellen von Holzlöffeln und -schmuck getestet. Aus dem Urwald zurück, ging es zu ortsansässigen Firmen, die Holz verarbeiten, oder mit Papier arbeiten. Ob im Sägewerk der Familie Methfessel in Steinbach Haide, oder der Familie Wachter in Hirschfeld, ob in der Holzhandlung Wich-Schwarz in Marktrodach, ob in der Schreinerei Bayer in Teuschnitz, oder Schreinerei Hetzel in Steinberg, in der Druckerei Hauguth in Neuses, sowie in der Papierfirma Spindler in Tettau - überall konnten die Kinder zuerst bei der Arbeit über die Schulter schauen, danach in einer selbst eingerichteten Holz- oder Papierwerkstatt aktiv werden und überdimensionale Spielwürfel, Brotzeitbretter aller Formen, oder Miniaturhausboote anfertigen. Damit der Wald auch in Zukunft gesund und vielfältig ist, uns mit Vorsicht, dass beim Zubereiten der Waldmahlzeit nicht die wertvollen Getreidekörner vom Mahlstein rollen! STADTOASE Rohstoffen versorgen kann, muss jetzt alles bedacht und getan werden. Gemeinsam mit den jeweiligen Revierförstern konnten die Kinder an diesem STADTOASE Ferientag richtige Forstarbeiten ausführen: halbgroße Fichten fällen, kleine Fichten heraussägen, Weiden in Feuchtbiotop stecken und dabei Laubbäumen für mehr Mischwald im Frankenwald wichtige Starthilfe geben. Angestrengte Arbeit machte hungrig und gesammeltes Brennholz spendete die richtige Kochhitze für einen Tiegel voll Waldbeerenmarmelade - Portionsweise abgefüllt für das nächste Sonntagsfrühstück oder gleich warm probiert aufs Brot. Insgesamt 369 Kinder waren mit STADTOASE auf WaldZeitReise unterwegs. Ein Dankeschön für die Unterstützung des STADTOASE Ferienprogramm richtet sich an Städte und Gemeinden des Landkreises Kronach für die gemeinsame Organisation, an Firmen, Revierförster des AEL, sowie an den Bayerischen Staatsforst als Veranstaltungspartner und an das Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit sowie an die Oberfrankenstiftung als Projektförderer. Nach 20 Tagen gemein
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