Führungshandeln eine Fallstudie über die Erarbeitung des Kompetenz-Pass

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Büro für Bildungsstudien Führungshandeln eine Fallstudie über die Erarbeitung des Kompetenz-Pass Schlussbericht 1. Untersuchungsdesign Seite Ausgangslage Anlage der Fallstudie (Module) - 1.3
Büro für Bildungsstudien Führungshandeln eine Fallstudie über die Erarbeitung des Kompetenz-Pass Schlussbericht 1. Untersuchungsdesign Seite Ausgangslage Anlage der Fallstudie (Module) Methoden Nutzen 2. Rekonstruktion der Komp.Passerarbeitung... Seite Kompetenz-Pass Anlass und Kontext Vorgeschichten Realisierungsschritte Arbeitsformen Hervorzuhebende Merkmale Fazit 3. Analyse des Führungshandelns..... Seite Führungskonzept Kontext des Führungshandelns The Making Ofs Fazit und Ausblick 4. Wirkungsuntersuchung... Seite Vorgehen und Dokumentation der Fallstudie... Seite Beschreibung des Vorgehens Interviews/Rückmeldungen Dokumente websites Literatur Zollikon und Davos Platz, 1. Untersuchungsdesign 1.1 Ausgangslage In den Mehrklassenschule Hinwil und der Gesamtschule Unterstrass wurde ein Kompetenzportfolio (im Projekt Kompetenzpass genannt) entwickelt. Das neue Instrument dokumentiert die Lernentwicklung der Kinder in ihren altersdurchmischten Schulen ( Pass, aber kein zweites Zeugnis) und dient der Information, Selbsteinschätzung und Lernplanung. Die Arbeit war ein Reflex auf die neu eingeführte und flexibel gestaltbare Grundstufe und der veränderten anschliessenden Stufenabfolge. Sie wurde von den beiden Schulleitern (Mark Plüss, Dieter Rüttimann) massgeblich mitgestaltet; das wird in der Fallstudie als Führungsaufgabe verstanden. Das Entwicklungsprojekt ist von den Projektschulen Hinwil und Unterstrass eingegeben worden im Rahmen des Wettbewerbs Schulen lernen von Schulen (sls) der PHZ und erhielt den ersten Preis. Besonders hervorgehoben wurde die Kooperation der beiden Schulen. 1.2 Anlage der Fallstudie (Module) Ziele Die Fallstudie will herauszufinden, ob der Kompetenzpass adäquat der Ausgangslage entsprechend konzipiert und entwickelt wurde (Rekonstruktion), in der gewünschten Richtung wirkt und welchen Beitrag dazu schulisches Führungshandeln geleistet hat. Es soll also leadership bestimmt werden, wie sie in der Entwicklung und im Einsatz des Instruments zur Geltung kommt. In Bezug auf die Wirkungen, die Entwicklung und Einsatz des neuen Instrumentes zeitigen, kann dann auch wirksames Führungshandeln identifiziert werden. Bezugsgrössen dieser Evaluation sind Qualitäten, weshalb die Fallstudie vor allen zur Erfassung qualitativer Daten angelegt wird. Messungen im herkömmlichen Sinne finden keine statt; vorgesehen sind häufige Rückkoppelung mit den Projektschulen im Studienverlauf. Die beabsichtigte Fallstudie wird den beteiligten Schulen Rückmeldung geben, die ihre Wirkung beschreiben und allfällige kritische Punkte (Verbesserungsmöglichkeiten) offen legen. Zugleich bietet die Fallstudie Informationen für das EU-Netzwerk The Making of: Leadership in Education. In diesem Netzwerk sollen Konzepte und Erfahrungen wirksamen Führungshandelns gesammelt und ausgetauscht werden. Untersuchungsmodule Aufgrund der bisherigen Gegenstandsbeschreibung ergibt sich eine Untersuchungsanlage, mit der die adressatenspezifischen Wirkungen des Kompetenzpasses zu prüfen wäre. Als intermediäres Wirkungsfeld soll das den Kompetenzpass generierende Führungshandeln (in Bezug auf die damit verbundene Entwicklung =Prozess) erfasst werden. Grundstufe Kompetenzpass Führungs- Kompetenzpass Wirkung Stufenabfolge Idee/Initiative etc. handeln Erarbeitung Anwendung Drei Untersuchungsmodule zeichnen sich ab: Rekonstruktion Damit beginnt der Einstieg in die Fallstudie. Das Konzept des Komp.Pass soll (immanent) geprüft (beispielsweise angemessene Lösung der Ausgangsproblematik) und die Entwicklungsarbeit (Entstehung bis sls) beschrieben werden. Gefragt wird nach der Logik des Komp.Passes und den Realisierungsschritten. Dieses rekonstruktive Verfahren folgt dem aus der Schulentwicklungsliteratur bekannten Darstellungsmuster schulischer Innovationen und versucht innovationstheoretische Implikationen herauszuschälen. 2 In diesem Modul können auch weiterführende Fragestellungen für die folgenden Untersuchungsschritte auftauchen. Analyse des Führungshandelns Sie geht von einer Theorie strukturbildender Führung aus. Gefragt wird nach schulischen Strukturen, die aufgrund des Führungshandelns gebildet wurden. Der Kompetenzpass gilt als ein solches Strukturelement. Das Führungshandeln wird exemplarisch unter der Optik des Gegenstandes (Kompetenzpass) und u.a. im Hinblick auf die Frage untersucht, welches die zielführenden Mittel (Tätigkeiten und Einschätzungen) waren. Es wird weniger den personalen Fähigkeiten/ Kompetenzen der Führung nachgegangen (wie beispielsweise Strukturbewusstsein, Kommunikation) als den Making Ofs, die auf Leitungsebene der Planung und Erarbeitung des Kompetenzpasses dienten. Wirkungsuntersuchung Die Wirkungsuntersuchung betrifft die drei Zielgruppen: - Schüler/innen - Lehrpersonen - Eltern Drei Fragenkomplexe sind diesen Zielgruppen zugeordnet, mit denen die Wirkung des Kompetenzpasses erschlossen werden soll. Die Fragen drehen sich ums Lernen, das sowohl auf Wissen und Können als auch auf Verhalten bezogen ist. (1) Lehrpersonen: Besserer Überblick hinsichtlich Lernstand? Verwendung bei der Lernplanung? Andere Hilfsmittel? (2) Schüler/innen: Einschätzung des eigenen Lernfortschritts? Nächste Ziele? (3) Eltern: Transparente Information über Lernstand? Schulerfolg als Referenzpunkt steht hier nicht zur Debatte (wird ausgeblendet). Diese Untersuchung wird zunächst nur explorativ und vorläufig angelegt. Denn gemäss Seite 8 des sls-antrags ist eine entsprechende Evaluation anschliessend an die Fallstudie geplant. 1.3 Methoden/Untersuchungsinstrumente Geplant waren: Dokumentensammlung und auswertung (z.b. Protokolle; Lernplan) Interviews (Schüler/Lehrpersonen/Schulleiter) Elternkontakte Teilnahme an Lernplanung 1.4 Nutzen Den Schulleitern wird ihr Handeln gespiegelt; sie kennen die Wirkungen desselben. Die Studie ist teilweise Grundlage einer breiter abgestützten Evaluation (vgl. Antrag sls), deren Ergebnisse später zu Perfektionierung des Komp.Pass verwendet werden können. Die Ergebnisse der Fallstudie sollen auch in die Arbeit des europäischen Leadership-Netzwerkes (internationale Konferenz in Bozen) einfliessen. (Sofern entsprechende Mittel bereitgestellt werden könnte der Zürcher Fall mit dem Südtiroler Handhabung der dort verwendeten Kompetenzbescheinigung verglichen werden.) 3 2. Rekonstruktion (Fallstudie Teil 1) 2.1 Kompetenzpass Was Der Kompetenzpass beschreibt stufenspezifisch und jahresweise aufbauend Wissen und Können (Grund-, Elementar- und Mittelstufe), vorläufig in den Gebieten Mathematik, Deutsch, Mensch&Umwelt sowie hinsichtlich sozialem und eigenständigem Verhalten der Schüler/innen. Geplant sind Musik und Gestalten. Einer der Bezugspunkte für den Bildungszugang über Kompetenzen war der Zürcher Lehrplan und die schweizweite Diskussion um Standards (HarmoS), ein anderer die einschlägige Forschung/wissenschaftlichen Grundlagen (D. Rüttimann). Die Pässe sind farbige Büchlein, die Schülerinnen und Lehrpersonen benutzen. Über den darin erkennbare Stand des Kompetenzerwerbs werden aber auch die Eltern informiert. Die systematisch ausgewiesenen Kompetenzen beruhen auf folgendem Konzept: Kompetenzen sind kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten (automatisiert), über die Personen verfügen oder die sie erlernen können, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen (sich willentlich nicht ablenken lassen) und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortlich nutzen zu können. (Weinert 2001) Beschrieben werden die Kompetenzen anhand inhaltlicher und prozessualer Aspekte (Dimensionen). Als Beispiel dient Mathematik: Grössen Natürliche/nicht nat. Zahlen ZahlenZahlenZahlen Grundoperationen Proportionalität u. Variablen Skizzen,Tabellen, Graphiken verstehen, herstellen (Repräsentation) Hilfsmittel verwenden Zirkel, Computer u.a. Räumliche Strukturen (Geometrie) Prozesse beschreiben Lernwege versprachlichen Anschauung vs. Beweis math./geom. Beweis; Gleichungen Prozess Inhalt Quelle: Dieter Rüttimann Der Inhalt der Kompetenzbeschreibungen beruht auf dem offiziellen Lehrplan und orientiert sich an Fächern, fächerorientiert in a sense of literacy. Wozu Der Pass ist sowohl ein Mittel der Lernstandskontrolle (Kompetenzbeschreibung und Standards) als auch der konsekutiven Jahres-, Stufen- und Schulplanung (zwei Aufgaben). Er kann als Strukturierungshilfe aufgefasst werden, um Altersdurchmischung und Flexibilität aufzufangen. 4 Der Pass soll folgende Ziele erfüllen: - für die Kinder: Lernfortschritt und nächste Ziele - für die Lehrpersonen: Lernstand und Lernplanung - für die Eltern: Information über Lernstand der Kinder Diese Ziele definieren zugleich adressatenspezifische Wirkungsbereiche. Inwieweit der Kompetenzgedanke eine adäquate Antwort darauf ist, die immer wieder neuen stufenspezifischen Neustarts zu überwinden und lernbezogene Transparenz gegenüber den Eltern herzustellen, ist vom Produkt, dem Kompetenzpass her zu beurteilen. Mehr Aufschluss wird von einer Wirkungsuntersuchung erwartet. Allerdings ist die Begrifflichkeit, die mit Kompetenzen, Standards und Strategien operiert, eher als wenig anschaulich einzustufen. 2.2 Anlass und Kontext Die Stufung (Grund-, Elementar-, Mittel-) und ungenügende Information beim Stufenübergang werden als die Hindernisse genannt, welche die Arbeit am Kompetenzpass veranlassten, um einen besseren Lernfluss zu erreichen. Im Hinblick auf die Teilnahme am sls-wettbewerb ist der Anlass deutlich beschrieben worden: Auslöser sei die von der Gesamtschule Unterstrass Zürich (GSU) im Jahr 2001 eingeführte Grundstufe gewesen, schreibt D. Rüttimann, für die es weder Lehrpläne noch ausreichende Materialien gab. Wichtige Fragen stellten sich ihm und seinem Kollegium z.b. hinsichtlich der Stufenanschlüsse bei Übertritten an die Unterstufe der Primarschule nach zwei, drei oder vier Jahren. Wann und warum darf (oder auch nicht) ein Kind nach zwei Jahren in die Primarschule wechseln? Begründungen wurden gebraucht. Diese Fragen und Begründungen beschäftigten ebenfalls die Mehrklassenschulen in Hinwil (MKS), in deren Einzugsbereich auch eine Grundstufe geführt wird (Diethelm 2010, S. 6). Schon zuvor hatten die MKS an der Entwicklung Teilautonomer Volksschulen (TaV) teilgenommen und D. Rüttimann als Berater beigezogen. Die MKS wurde von M. Plüss geleitet. Beide Schulleiter bemerkten die gemeinsamen Fragestellungen und suchten ein neues, stufenübergreifende Unterrichtskonzept (Lehrplan, Stufenanschlüsse). Hinzukam, dass sich der massgebende Kontext für die beiden Schuleinheiten (MKS Hinwil und GS Unterstrass) ähnlich darstellt. Beide Schuleinheiten sind klein und mehrklassig geführt (altersdurchmischt). Neben der ähnlichen Struktur bestehen aber auch Unterschiede, insbesondere aus der Schultradition heraus. Schultradition Die hier untersuchte Schule Hinwil (MKS) steht in einer geographisch und demographisch geprägten Schultraditon des öffentlichen Schulwesens (Volksschule). Im dünn besiedelten Gebiet um die Zentrumsgemeinde Hinwil entstand ein Netz von Mehrklassenschulen, das einen für die Kinder wohnortsnahen Schulbesuch erlaubt. Die an der Entwicklung des Komp.Pass beteiligten Schulen und Klassen waren in Hinwil: Schule Klassen Schüler Lehr% Grundstufe Ringwil 1. und 2. Kindergarten/1. Primar Schulhaus Ringwil 2./3. (4.) Primar Schulhaus Gyrenbad Primar Schulhaus Unterbach Primar Schulhaus Unterholz Primar Die Gesamtschule Unterstrass (GSU) ist eine private Neugründung (1981). Sie steht in der Tradition zur Staatsschule alternativer Schulen und beruft sich auf reformpädagogische Konzepte (vgl. Rüttimann 2009; Schoch 2009). Auch die hohe Reglementierung in der öffentlichen Schule und der in ihr bestehende Selektionsdruck bestärkten Dieter Rüttimann, eine eigene Schule zu gründen. Die private Gesamtschule Unterstrass umfasst sowohl die Grundstufe als auch alle daran anschliessenden fünf Klassenstufen der Primarschule. Unterrichtet werden ca. 80 Schüler/innen (in der Grundstufe 23), wofür Lehrpersonen mit etwa 500 Stellenprozenten eingesetzt werden Altersdurchmischter Unterricht Die von den kleinen Schüler/innenzahlen abhängige Schulstruktur (Mehrklassen) führt zu einer altersdurchmischten Unterrichtsform; sie ist in Hinwil nicht frei gewählt, sondern historisch gewachsen. In der privaten GSU Zürich ist Altersdurchmischung ein gewolltes Prinzip mit dem Nebeneffekt, eine überschaubare Schule führen zu können (kleine Schülerzahlen). Mit der Einführung der Grundstufe erhielt die Altersdurchmischung eine neue Dimension, denn um Anschlüsse zu gewährleisten, muss über die Stufen hinweg gearbeitet werden. Schulleitung und Schulkonzept Beide Schuleinheiten sind geleitet: die MKS Hinwil von Mark Plüss (seit 2003), die Gesamtschule Unterstrass von Dieter Rüttimann seit ihrer Gründung. Diese Tatsache ist geradezu der Ausgangspunkt, um am Beispiel der Kompetenzpassentwicklung Schulführung zu untersuchen. Beide Schulen berufen sich auf Schulkonzepte trotz jeweils unterschiedlicher Schultradition und nehmen Qualitätsentwicklung Ernst. Politische Rahmenbedingungen Die MKS Hinwil waren kantonalen Entwicklungstendenzen ausgesetzt (die in ein neues Volksschulgesetz einmündeten): den Projekten Teilautonome Volkschulen (TaV) und dem Versuch mit Grundstufen. Letzterer konnte von der vorgängig eingerichteten, privaten Grundstufe der GS Unterstrass profitieren. An dieser Gesamtschule war Schulleitung längst kein Thema mehr, während es an den Volksschulen durch TaV zu einem wurde. Beide Schuleinheiten stiegen in die Diskussion um Schulqualität ein und ergriffen erste Massnahmen, um diese feststellen und verbessern zu können (kantonale Projekte: iqm; INIS II, später SEIS) 1. Schulentwicklung Wie es schon beim Unterrichtsprinzip der Altersdurchmischung anklang und wie es die Frage nach der Schulqualität belegt, richten sich die hier untersuchten Schuleinheiten auf Schulentwicklung aus, und damit auf Vorstellungen, die einer wissenschaftlichen Orientierung folgen (Lernforschung/ school effectiveness Forschung). Für die öffentliche Schule kommt dabei gelegentlich politischer Druck, bei der privaten Schule ökonomische Zwänge hinzu. Beide Schuleinheiten waren (und sind bis heute) vernetzt, u.a. durch Teilnahme an Projekten (INIS II/SEIS; iqm) und nutzten ihre Kooperationserfahrungen für die Teilnahme am Wettbewerb von sls (Schulen lernen von Schulen). 1 Abkürzungen, siehe am Schluss: 5.4 websites 6 2.3 Vorgeschichten Für die Hinwiler Entwicklung war der lokale Kontext von erheblicher Bedeutung. Mit der vom TaV verlangten Einführung einer Schulleitung für die MKS Hinwil wurde die Kooperation enger; inhaltlich bewegte sich die Kooperation zunächst um die Jahresthemen, deren Bearbeitung für alle Kinder der MKS vorgesehen ist. An gemeinsamen Veranstaltungen der MKS-Lehrpersonen wurde dies vorbereitet. Es entstand ein Zusammenhalt, der Teamentwicklung erleichterte und schliesslich zu einer Identität (M. Plüss) der MKS führte. Diese wurde bald einmal bedroht, u.a. durch eine eher passive Hinwiler Schulpflege, die sich nach der finanziellen Decke zu strecken hatte (Kanton mit VZE und knappe Gemeindefinanzen). Die MKS kamen ins Visier und es stellte sich für sie die Überlebensfrage. Diese sprach der Leiter der MKS in einem Mail an ein Mitglied des MLV folgendermassen an: Was können wir tun, damit unsere Schulen weiter bestehen? In unserer Schuleinheit versuchen wir, Behörden, Eltern und Lehrpersonen davon zu überzeugen, dass wir zu wertvoll sind, um aus Versehen eingespart zu werden. Woran merkt man denn, dass unsere Schulen wertvoll sind? Ein Qualitätszeichen ist für uns, dass in Hinwil in den letzten 10 Jahren 7 problematische Kinder aus dem Dorf in eine Aussenwachtenschule versetzt wurden. Drei davon mit der Option Wenn es dort nicht geht, ist der nächste Schritt eine Heimeinweisung . Bis jetzt hat war das dann noch nie nötig. Wir helfen also der Gemeinde schon längst tüchtig beim Sparen, wenn man bedenkt, dass eine Heimplatzierung mindestens 50'000 Fr. p.a. kostet. Um herauszufinden, ob wir wirklich so gut sind, wie wir denken, hat sich unsere Schuleinheit an einer Umfrage zur Schulqualität beteiligt. Es handelt sich um ein Projekt des INIS (internationales Netzwerk innovativer Schulsysteme), an dem sich 40 Schulen aus der ganzen Welt beteiligten. Es wurden sämtliche Kinder, Eltern und Lehrpersonen sowie die für uns zuständigen Behördenmitglieder befragt. Die Auswertung ermöglichte dann einen Vergleich mit Dieter Rüttimanns privater Gesamtschule Unterstrass und mit vergleichbaren öffentlichen Schulen in der Schweiz und im Ausland. Gestern haben wir den Eltern die Auswertung präsentiert. Wir hatten in vielen Bereichen absolute Spitzenwerte, was uns natürlich aufstellte. Andererseits zeigte sich auch, in welchen Bereichen wir Fortbildung brauchen - und die ist bereits eingeplant. Über dieses Projekt möchten wir in der Presse berichten - falls es unsere Schulpflege zulässt. Meine Erfahrung zeigt, dass EIGENINITIATIVE am meisten Erfolg verspricht, wenn man dörfliche Infrastruktur erhalten will. Im Gyrenbad ist es unser Ladenverein, der seit 15 Jahren dafür sorgt, dass der letzte Dorfladen weiterlebt. Ich sehe für unsere Schuleinheit diese Stossrichtung als erfolgversprechend an: Überleben durch Qualität. Wir im MLV wissen schon, dass wir gute Schule machen. Nun müssen wir die Öffentlichkeit das auch wissen lassen. Das ist für uns zwar etwas ungewohnt, aber zur Zeit halt nötig, finde ich. (Von: Mark Plüss Datum: 5. Mai :23:33 MESZ An: Aufgrund der Absicht Überleben durch Qualität, einer Qualität, die es nachzuweisen galt, erfolgte der Einstieg in die wissenschaftlich (und international) gestützte Qualitätsentwicklung (kantonale Projekte), an denen auch die GS Unterstrass (und deren Schulleiter D. Rüttimann als Berater für Hinwil) beteiligt war. An dieser Stelle kommt die Hinwiler Vorgeschichte mit derjenigen der GSU zusammen. Als private Alternative war die GSU (und ihr Leiter) schon immer um auch erziehungswissenschaftlich begründete Qualität bemüht (vgl. Rüttimann 2009). Dazu gehörten auch die Suchbewegungen, der in der GSU geführten Grundstufe bessere Grundlagen zu beschaffen. Die Vorgeschichte der GSU liegt vor allem in der Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse (Sachbezug). 7 2.4 Realisierungsschritte Die Schlüsselstelle am Weg zum Kompetenzpass war ein Auswertungsergebnis. Die MKS hatten die Befragung im INIS II durchgeführt (Internationales Netzwerk innovativer Schulsysteme. Qualitätsentwicklung von Schulen auf der Basis internationaler Qualitätsvergleich). Die Gelegenheit zur Selbstevaluation im INIS II wurde durch die Bildungsdirektion (Volksschulamt) geboten, die auch entsprechende Projektgruppen (für INIS II und schulinternes Qualitätsmanagement) führte. Für das Qualitätskriterium Bewertung von Schulleistung wurde im INIS-II-Test eine Diskrepanz festgestellt: Die Lehrpersonen sind sehr zufrieden mit ihrer Art der Schülerbeurteilung. Eltern und Schulkinder äussern sich übereinstimmend kritisch dazu. Dieser Befund wurde zum Anlass für einen Weiterbildungstag (19. März 2005), der die Beurteilung der Schüler (kriterienorientierte Arbeit und Selbstbewertung) thematisieren sollte. Als Ziel sollte im Schulprogramm der MKS beschrieben sein, wie Lernerfolge zu beurteilen sind. Es folgen dann weitere Weiterbildungstage: Am 8. Juni 2005 geht es u.a. um Soziales Lernen mit aktiven Förderformen und Beurteilung. Am 24. Sept wird das Thema Qualitätsentwicklung ausgebreitet. Ein Schilw-Halbtag wird zum Thema Kognitive Strategien und Arbeitstechniken geplant. Im Zuge dieser Planung tauchen Dreijahrespläne für Mathematik, Deutsch, Mensch und Umwelt auf (vgl. Protokoll des Weiterbildungstages vom Samstag, 24. Sept. 2005). In der Weiterbildung wurden die MKS durch Dieter Rüttimann beraten. Bereits beim nächsten Treffen (Schilw-Halbtag) am Mittwochnachmittag 1. Februar geht es (dann um diese) Strategien und Arbeitstechniken. Zu diesem Thema hast du mir sc
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