GANZ IN UNSEREM ELEMENT. UVP- Vorhaben. Methodischer Leitfaden für Behörden und Projektwerber

Please download to get full document.

View again

of 22
All materials on our website are shared by users. If you have any questions about copyright issues, please report us to resolve them. We are always happy to assist you.
Categories
Published
GANZ IN UNSEREM ELEMENT UVP- Vorhaben Methodischer Leitfaden für Behörden und Projektwerber U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber UVP-Vorhaben Methodischer Leitfaden für Behörden und Projektwerber
GANZ IN UNSEREM ELEMENT UVP- Vorhaben Methodischer Leitfaden für Behörden und Projektwerber U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber UVP-Vorhaben Methodischer Leitfaden für Behörden und Projektwerber Impressum: Verfasser: Verleger: Herausgeber: Hersteller: Adresse: Dr. Andreas Sommer, Mag. Michaela Slama, Dr. Markus Graggaber Land Salzburg, vertreten durch die Abteilung 16 Umweltschutz Dr. Othmar Glaeser Land Salzburg, Hausdruckerei alle Postfach 527, A-5010 Salzburg Salzburg, September 2007 Haftungsausschluss: Es wird darauf hingewiesen, dass alle Angaben dieses Leitfadens trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen. Eine Haftung der Verfasser oder des Herausgebers ist ausgeschlossen. 1 Sommer, Slama, Graggaber U V P - V O R H A B E N Inhalt Einleitung...3 Zweck...3 Anwendung...4 Aufbau und Gebrauch des Leitfadens...4 Abschnitt 1: Prüfschritte...6 Abschnitt 2: Checkliste Fachbereiche...8 Abschnitt 3: Checkliste Grundsätzlich mögliche Ursachen für Auswirkungen...10 Abschnitt 4: Checkliste Grundsätzlich mögliche Schutzgüter und interessen...11 Abschnitt 5: Relevanzmatrix...12 Abschnitt 6: Hilfestellung zur Betrachtung der Schutzgüter und -interessen...13 Abschnitt 7: Hilfestellung zur Beurteilung der Erheblichkeit von Auswirkungen...14 Sonstige Leitfäden, weiterführende Literatur und Informationen...17 Informationen im Internet...18 Einige Worte des Dankes...19 Verwendete Abkürzungen...19 Anmerkungen...20 Version 2 Stand September U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber Einleitung Mit den Novellen des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVP-G 2000) in den Jahren 2000 und danach ergaben sich im Vergleich zum UVP-Gesetz 1993 nicht nur Änderungen bei verfahrensrechtlichen Bestimmungen, sondern auch bei den Vorgaben inhaltlicher Art, die etwa im Anspruch, die Auswirkungen des Vorhabens in einer umfassenden und zusammenfassenden bzw integrativen Gesamtschau zu berücksichtigen, zum Ausdruck kommen (integrierter bzw integrativer Ansatz). Im Hinblick auf die behördlichen Schritte bei UVP-Verfahren in Österreich gibt es bereits Unterlagen. Zu einzelnen Aspekten bzw Vorhabenstypen gibt es beispielsweise Leitfäden, die auch methodische Aspekte beinhalten (siehe sonstige Leitfäden, weiterführende Literatur und Informationen). Der Umgang mit den fachlichen Anforderungen einer integrativen Prüfung von Umweltauswirkungen bereitet in der Praxis Probleme, wie zb Evaluationen der Verfahren nach dem UVP-Gesetz gezeigt haben. Zu einzelnen methodischen Aspekten gibt es eine Vielzahl an allgemeiner Literatur. Eine praktische Hilfestellung zu wesentlichen Schritten der inhaltlichen Prüfung der Auswirkungen von UVP-Vorhaben, die sozusagen in der täglichen Praxis und für alle in Frage kommenden UVP- Vorhaben angewendet werden kann, existiert jedoch nicht. Es erschien deshalb zweckmäßig, einen kurzen und möglichst einfach handhabbaren Leitfaden zu entwickeln, der dennoch allen Anforderungen genügt 1. Zweck Der vorliegende Leitfaden soll eine Hilfestellung hinsichtlich wesentlicher Aspekte der fachlichen und methodischen Anforderungen bei UVP-Vorhaben bieten und hat nicht die verfahrensrechtlichen Aspekte zum Inhalt. Er richtet sich an Behördenvertreter (Amts) Sachverständige Projektwerber Projektanten sowie die Sachverständigen-Koordinatoren, die ua für die integrierte Bewertung (einschließlich interdisziplinäre Zusammenschau, Wechselwirkungen und Wechselbeziehungen) zuständig sind. Gleichzeitig soll der Leitfaden als Grundlage zur Dokumentation dienen. Den Behördenvertretern einschließlich den (Amts) Sachverständigen soll eine Unterlage in die Hand gegeben werden, anhand der sie - nachweislich - dokumentieren können, welche Fragen im Zusammenhang mit einem konkreten Vorhaben gestellt wurden bzw welche Aspekte Berücksichtigung gefunden haben. In gleicher Weise soll der Leitfaden (potenziellen) Projektwerbern und deren Projektanten zur Verfügung gestellt werden. Dadurch soll die Erstellung von Einreichunterlagen erleichtert werden, indem bereits Rücksicht darauf genommen werden kann, welche Fragestellungen berücksichtigt werden müssen. Das soll auch dazu beitragen, mögliche Nachforderungen und somit Verzögerungen und allenfalls Kostensteigerungen von vorneherein vermeiden zu helfen. Grundsätzlich wird es sinnvoll sein, die zu berücksichtigenden Fragestellungen in Teams aus Behörden- und Projektwerbervertretern zu identifizieren. Schließlich handelt es sich um einen Leitfaden für UVP-Vorhaben in Salzburg, dh es wurde auf die Salzburger Gegebenheiten Rücksicht genommen, soweit es die Zuständigkeiten und möglichen Ansprechpartner betrifft. 3 Sommer, Slama, Graggaber U V P - V O R H A B E N Anwendung Der Leitfaden ist so aufgebaut, dass anhand von umfassenden Listen jeweils für ein konkretes Vorhaben systematisch und strukturiert hinterfragt wird, ob ein Aspekt relevant ist oder nicht. Die Listen in den folgenden Abschnitten verstehen sich folglich als Maximallisten, aus denen Irrelevantes gestrichen werden kann und soll. Es wurde darauf Wert gelegt, dass diese Grundlage nicht nur für Vorhaben mit einem hohen Potenzial hinsichtlich ihrer (negativen) Umweltauswirkungen herangezogen werden kann, sondern auch für solche Vorhaben, wo aufgrund der Charakteristik von vorne herein nicht mit gravierenden oder weitreichenden Auswirkungen zu rechnen ist (zb bei Änderungen denkbar). Auch in solchen Fällen ist durch Abarbeiten der Unterlagen jedenfalls sichergestellt, nachweislich nichts Wesentliches vergessen zu haben, um den Ansprüchen der gesetzlichen Vorgaben aus dem UVP-G 2000 sowie den fachlichen Vorgaben einer integrierten Betrachtung gerecht zu werden, selbst wenn im konkreten Fall die Frage nach der Relevanz für verschiedene Aspekte zu verneinen ist. Aufbau und Gebrauch des Leitfadens Der Leitfaden beinhaltet die folgenden Abschnitte, die zum Teil Checklisten darstellen: Abschnitt 1: Abschnitt 2: Abschnitt 3: Abschnitt 4: Abschnitt 5: Abschnitt 6: Abschnitt 7: Prüfschritte Checkliste: Fachbereiche Checkliste: Grundsätzlich mögliche Ursachen für Auswirkungen Checkliste: Grundsätzlich mögliche Schutzgüter und -interessen Relevanzmatrix Hilfestellung zur Betrachtung der Schutzgüter und -interessen Hilfestellung zur Beurteilung der Erheblichkeit bzw Relevanz von Auswirkungen - Zunächst sind im Abschnitt 1 einige Prüfschritte formuliert, die im Zusammenhang mit UVP- Vorhaben von Relevanz sein können. Die Fragen in Abschnitt 1 spiegeln im Anschluss an allfällige Vorgespräche wesentliche Schritte der Vorgehensweise wider und sind sukzessive abzuarbeiten, wobei natürlich die Reihenfolge nicht strikt einhaltbar sein kann und sich Manches erst zu einem späteren Zeitpunkt beantworten lässt. Die Beantwortung der Fragen wird dabei in aller Regel in Teams aus Behörden- und Projektwerbervertretern zu beantworten sein. - Mit Hilfe der Checkliste des Abschnitts 2 können jene Fachbereiche sowie die voraussichtlich betroffenen Dienststellen identifiziert werden, die für ein konkretes Vorhaben einzubinden sind. Damit wird auch jenes Team bestimmt, das sich in weiterer Folge mit dem Vorhaben befassen wird (Verteiler). - Anhand der beiden Checklisten in den Abschnitten 3 und 4 wird der Untersuchungsrahmen ermittelt. Zur Sicherstellung, allen Ansprüchen gerecht zu werden, wird dieser Untersuchungsrahmen mit Hilfe einer Relevanzmatrix systematisch und strukturiert erfasst. Dazu werden die beiden Achsen einer Relevanzmatrix (siehe auch Abschnitt 5) für ein konkretes Vorhaben hinterfragt. Es wird sowohl festgestellt, welche Aspekte hinsichtlich möglicher Ursachen für Auswirkungen (Abschnitt 3) und der allenfalls betroffenen Schutzgüter und Schutzinteressen (Abschnitt 4) im konkreten Fall weiter behandelt werden als auch, welche Aspekte in weiterer Folge nicht zu berücksichtigen sind (Leermeldungen, sog. no impact statements ). 4 U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber - Die Relevanzmatrix für ein konkretes Vorhaben wird durch den Sachverständigen-Koordinator, ua auf Basis der Checklisten in den Abschnitten 3 und 4, erstellt. Zur Illustration des Ergebnisses dieser Schritte ist in der Abschnitt 5 ein Beispiel für eine (leere) Relevanzmatrix abgebildet. - Der Abschnitt 6 stellt eine Hilfestellung für die vollständige Betrachtung der Schutzgüter und - interessen dar, indem deren mögliche Funktionen angeführt werden. - Der Abschnitt 7 stellt eine Hilfestellung für die vorigen Schritte (Abschnitte 3 bis 6) dar. Er beinhaltet Aspekte, an die man bei der Einschätzung, ob etwas Relevanz hat, denken kann bzw soll. Grundsätzlich ist noch anzumerken, dass im vorliegenden Leitfaden die Vorgaben der UVP- Bestimmungen berücksichtigt werden; Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung anderer Bestimmungen wie etwa der Umsetzung der IPPC-RL in AWG, GewO und MinroG, der FFH- oder der Vogelschutz-RL wären ggf zusätzlich in Betracht zu ziehen. Die Checklisten sind so aufgebaut, dass sie nicht nur bei der Erstprüfung (der Relevanz), sondern auch als Controlling-Instrument (zb zum Zeitpunkt der Prüfung der Vollständigkeit der Einreichunterlagen, der Erarbeitung von Prüfkatalogen oder der Erstellung der Gutachten inkl. UVG bzw zusammenfassende Bewertung) angewendet werden können. Dafür sind bei den Checklisten jeweils eigene Spalten mit Erledigungsvermerken vorgesehen. Prüfkataloge mit den Fragestellungen an die Gutachter der einzelnen Fachbereiche sind durch die Sachverständigen-Koordinatoren jeweils individuell zu erstellen. 5 Sommer, Slama, Graggaber U V P - V O R H A B E N Abschnitt 1: Prüfschritte Vorhaben:..... Prüfschritt Anmerkungen Erl. 2 Welche Ziffer bzw Spalte des Anhangs 1 UVP-G 2000 kommt zur Anwendung? Ist ein schutzwürdiges Gebiet gem. Anhang 2 UVP-G 2000 berührt? Ist eine Einzelfallprüfung notwendig (Änderungsvorhaben, Vorhaben in schutzwürdigen Gebieten, Kumulierung mit anderen Vorhaben)? Ist ein UVP-Verfahren oder ein vereinfachtes Verfahren durchzuführen? Ist vom Projektwerber ein Vorverfahren geplant bzw beantragt? Welche Verwaltungsvorschriften sind mit anzuwenden und welche mitwirkenden Behörden sind demnach voraussichtlich beizuziehen (zb Abfall-, Gewerbe-, Wasser-, Forst- Mineralrohstoff-, Luftfahrts-, Schifffahrts-, Luftreinhalte-, Rohrleitungs-, Eisenbahn-, Bau-, Straßen-, Denkmalschutz-, Naturschutz-, Strahlenschutz-, Energie-, Veranstaltungs-, Gas-, Raumordnungsrecht etc.)? Sind die IPPC-Bestimmungen (in AWG oder GewO) anzuwenden? Sind Auswirkungen auf Gebiete gem. FFH-Richtlinie bzw Vogelschutz-Richtlinie zu erwarten? Welche GutachterInnen sind beizuziehen ( siehe Abschnitt 2)? Welche Ursachen für Umweltauswirkungen sind denkbar und in welchen der Phasen Errichtung und Betrieb ( siehe Abschnitt 3)? Welche Schutzgüter und interessen können betroffen sein ( siehe Abschnitte 4 und 6)? Welche Auswirkungen auf die Schutzgüter/-interessen sind relevant ( siehe Abschnitt 7)? 6 U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber Prüfschritt Anmerkungen Erl. 2 Kommen Leermeldungen ( no impact statements ) in Frage? Welche angrenzende Gemeinden können von wesentlichen negativen Auswirkungen des Vorhabens auf die Umwelt betroffen sein ( Parteistellung)? Kann das Vorhaben erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt eines Nachbarstaates haben ( Beteiligung am Verfahren)? Sind die Einreichunterlagen vollständig gem. 5 UVP-G 2000? Ist eine Kurzbeschreibung des Vorhabens vorhanden? Ist die Umweltverträglichkeitserklärung vollständig gem. 6 UVP- G 2000? Wurden neben der Errichtungs- und Betriebsphase auch Betriebsstörungen (inkl. An- und Abfahren) bzw Störfälle 3 betrachtet? Wurde auch die Phase nach Auflassung bzw Stillegung des Betriebs sowie die Nachsorge betrachtet? Wurden Maßnahmen, mit denen wesentliche nachteilige (schädliche, belästigende oder belastende) Auswirkungen des Vorhabens auf die Umwelt vermieden, eingeschränkt oder, soweit möglich, ausgeglichen oder günstige Auswirkungen des Vorhabens vergrößert werden sollen, beschrieben und beurteilt? Wurden Vorschläge zur Beweissicherung, zur begleitenden und zur nachsorgenden Kontrolle nach Stilllegung gemacht? Wurden Aussagen zu den zu erwartenden Auswirkungen auf die Entwicklung des Raumes unter Berücksichtigung öffentlicher Konzepte und Pläne und im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen gemacht? Wurden die Vor- und Nachteile der von den Projektwerbern geprüften Alternativen sowie der umweltrelevanten Vor- und Nachteile des Unterbleibens des Vorhabens dargelegt? 7 Sommer, Slama, Graggaber U V P - V O R H A B E N Abschnitt 2: Checkliste Fachbereiche Vorhaben:. Fachbereiche (in alphabetischer Reihenfolge) Mögliche betroffene Dienststellen relevant ja nein Abfalltechnik/Abfallwirtschaft Referat 16/01 Altlasten/Untergrund Referat 16/01 ArbeitnehmerInnenschutz AI für den 10. Aufsichtsbezirk Verkehrs-AI, BMVIT Bautechnik/Boden Referat 6/11 Bergbau/Markscheidewesen BMWA Fachreferent 6/01 Betriebslärm/Gewerbetechnik Referat 6/53 Referat 4/22 Bodenschutz Referat 4/32 Abteilung 16 Brandschutz Landesstelle für Brandverhütung Magistrat Salzburg, Abteilung 5/03 Brückenbau Referat 6/23 Elektrotechnik/Strahlenschutz Referat 6/51 Eisenbahnwesen/Eisenbahntechnik Referat 6/52 BMVIT Energietechnik/Energieeffizienz Referat 6/53 Energiewirtschaft Erschütterungen Referat 16/03 Abteilung 15 BMWA Energie-Control GmbH Referat 6/11 Referat 6/53 Fachreferent 6/01 BMWA Forstwirtschaft/Wald Referat 4/32 Geologie/Hydrogeologie/Geotechnik/Boden Fachreferent 6/01 Gewässerschutz Referat 13/04 Hydrographie/Hydrologie Referat 6/64 Klima/Meteorologie/Luftschadstoffausbrei- ZAMG, Regionalstelle für Salzburg Anmerkungen Erl. 2 8 U V P - V O R H A B E N Fachbereiche (in alphabetischer Reihenfolge) Mögliche betroffene Dienststellen relevant ja nein tung und Oberösterreich Landwirtschaft/Almwirtschaft Referat 4/22 Luftfahrt BMVIT Flughafen Salzburg, Flugeinsatzstelle Luftreinhaltung inkl. Verkehrsemissionen, Klimaschutz Referat 16/03 Naturschutz/Fauna und Flora/Biotope/Ökosysteme/Landschaft Referat 13/02 (Nutz) Pflanzen Referat 4/22 Raumplanung/Erholung/Fremdenverkehr Abteilung 7 Sach- und Kulturgüter/Kulturelles Erbe Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Salzburg Sicherheitstechnik/Störfallvorsorge/ Stofffreisetzungen Referat 6/53 Referat 16/03 Sportstättenbau Referat 7/01 Sprengtechnik BMWA Straßenbau Fachabteilung 6/2 (Nutz) Tiere Referat 4/03 Umweltmedizin Referat 9/11 Verkehr Fachabteilung 6/7 Verkehrslärm Referat 16/02 Wasserbautechnik/wasserwirtschaftliche Planung Fachabteilung 6/6 Wild/Jagd/Fischerei Referat 4/11 Wildbach- und Lawinenverbauung Forsttechnischer Dienst für Wildbachund Lawinenverbauung, Sektion Salzburg Sonstige (zb Bergwirtschaft, Emissionszertifikategesetz, Montanmaschinenbau, Seveso, Statik, Tunnelbau, Veterinärmedizin) Sommer, Slama, Graggaber Anmerkungen Erl. 2 9 Sommer, Slama, Graggaber U V P - V O R H A B E N Abschnitt 3: Checkliste Grundsätzlich mögliche Ursachen für Auswirkungen 4 Vorhaben:... Ursache Veränderungen des Standorts Vorhandensein des Vorhabens (einschließlich Optik, Licht, Änderung der Ausbreitungsverhältnisse und Oberflächeneigenschaften) relevant ja nein Phase (E / B) Flächeninanspruchnahme, Versiegelung Geländeveränderungen, Trenn- oder Barrierewirkungen, Erosion, Verdichtung, Lockerung Veränderungen der Hydrologie (inkl. Drainagierung, Umleitung etc.) Rutschungen, Muren, Lawinen, Überflutungen Rodungen Verkehrserregung Emissionen, Belästigungen und Gefährdungen Lärmemissionen (Betriebs- und Verkehrslärm) Luftschadstoffemissionen (gas- und partikelförmige Emissionen, Geruchsstoffemissionen) inkl. diffuse Emissionen Flüssige Emissionen (Abwässer inkl. Löschwasser, versickernde Flüssigkeiten) Abfälle und Rückstände (inkl. Aushubmaterial) Wärme Strahlung Licht Erschütterungen Druck, Trümmerflug Nutzung von Ressourcen Wasserentnahmen (Ineffiziente) Nutzung von Ressourcen 5 Wechselwirkungen und Wechselbeziehungen 6 Kumulierungen (Anhäufen von Auswirkungen) Verlagerungen in andere Medien Sonstiges 7 : Anmerkungen Erl. 2 E... Errichtungsphase B... Betriebsphase 10 U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber Abschnitt 4: Checkliste Grundsätzlich mögliche Schutzgüter und interessen 8 Vorhaben:... Umweltmedien Schutzgüter/-interessen relevant ja nein Phase (E / B) Boden und Untergrund Grund- und Oberflächenwasser 9 Luft Mikro- und Makroklima Fauna und Flora (Nutz) Tiere inkl. Wild, Fische (Nutz) Pflanzen (Bann) Wald Lebensräume (Biotope, Ökosysteme) Biologische Vielfalt Mensch Gesundheit und Wohlbefinden ArbeitnehmerInnenschutz Landschaft, Landschaftscharakter Anmerkungen Erl. 2 Orts- und Landschaftsbild, Raumgefüge, Ästhetik Sach- und Kulturgüter, kulturelles Erbe Effizienter Ressourceneinsatz Nutzungen und Funktionen 10, Sachwerte, dingliche Rechte 11 öffentliche Konzepte und Pläne bzw darin enthaltene Zielsetzungen 12 : Sonstige 6 : E... Errichtungsphase B... Betriebsphase 11 Sommer, Slama, Graggaber Abschnitt 5: Relevanzmatrix (Erstellung durch den Sachverständigen-Koordinator) U V P - V O R H A B E N 12 U V P - V O R H A B E N Sommer, Slama, Graggaber Abschnitt 6: Hilfestellung zur Betrachtung der Schutzgüter und - interessen Im Folgenden werden mögliche Funktionen einzelner Schutzgüter und interessen beispielhaft angemerkt. Dadurch soll eine Hilfestellung für eine vollständige Betrachtung möglicher Auswirkungen des beantragten Vorhabens erleichtert werden. Boden und Untergrund in seiner Funktion als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und sonstige Organismen Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium Nutzfläche, zb für Siedlung, Verkehr, Erholung, Sport, Fremdenverkehr, Land- und Forstwirtschaft, gärtnerische Nutzung etc. Grundwasserspeicher Lagerstätte von Rohstoffen Grund- und Oberflächenwasser in seiner Funktion als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und sonstige Organismen Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Nährstoffkreisläufen Rückhaltevolumen Trinkwasser (auch Wasserstelle für Tiere) Brauchwasser Grundlage für Fischerei und sonstige wirtschaftliche Nutzung (zb energetische Nutzung, Kühlmedium, Schifffahrt) Badegewässer Luft und (lokales) Klima in seiner Funktion als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere, Pflanzen und sonstigen Organismen Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasserkreisläufen und klimarelevanten Funktionen (zb Temperaturausgleich) Transportmedium Pflanzen (inkl. Wald) in ihrer (bzw seiner) Funktion als Bestandteile von Nahrungsketten Nutzpflanzen Frischluftproduzenten Schutzbereich Erholungsbereich Barriere inkl. den klimarelevanten Funktionen Tiere in ihrer Funktion als Bestandteile von Nahrungsketten Nutztiere 13 Sommer, Slama, Graggaber U V P - V O R H A B E N Abschnitt 7: Hilfestellung zur Beurteilung der Erheblichkeit von Auswirkungen Vorgehen Aus der Einschätzung der Ursachen (s. Abschnitt 3) sowie der betroffenen Schutzgüter und interessen (s. Abschnitte 4 und 6) lässt sich der Untersuchungsrahmen mit Hilfe einer Relevanzmatrix (s. Abschnitt 5) darstellen. Das erfolgt durch den Sachverständigen-Koordinator auf Basis der im Team identifizierten relevanten Ursachen für Auswirkungen des Vorhabens sowie betroffenen Schutzgütern und -interessen. Dabei werden jene unmittelbaren oder mittelbaren Auswirkungen für die unterschiedlichen Phasen E (Errichtungsphase) und B (Betriebsphase) sowie allenfalls S (Betriebsstörung (inkl. An- und Abfahren) bzw Störfall) und A (Phase der Auflassung/Stillegung des Betriebs und Nachsorge) angeführt, die untersucht werden. Bei der Beurteilung der Erheblichkeit bzw Relevanz von Auswirkungen auf Schutzgüter und interessen kommen eine Reihe von Kriterien in Betracht. Die folgenden Punkte sollen dafür die Grundlage darstellen. Zielsetzungen der UVP Die wichtigsten Ziele einer UVP sind ua die Beachtung der Grundsätze der Vorsorge und Vorbeugung, um Umweltschäden zu vermeiden die Bekämpfung von Umweltbeeinträchtigungen mit Vorrang an ihrem Ursprung bzw die Beachtung des Verursacherprinzips zur dauerhaften und u
Similar documents
View more...
We Need Your Support
Thank you for visiting our website and your interest in our free products and services. We are nonprofit website to share and download documents. To the running of this website, we need your help to support us.

Thanks to everyone for your continued support.

No, Thanks