Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk Hamburg-Mitte Pressemappe

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Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte Pressemappe Stand April 2017 Impressum Herausgeber Freie und Hansestadt Vorzimmer + Geschäftsstelle - Tel.: 040/ Klosterwall 8 (Block D) 20095
Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte Pressemappe Stand April 2017 Impressum Herausgeber Freie und Hansestadt Vorzimmer + Geschäftsstelle - Tel.: 040/ Klosterwall 8 (Block D) Fachamtsleiter Michael Mathe - Tel.: 040/ Hausbootkoordination Wolfgang Vocilka - Tel: 040/ Stand: April 2017 Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Inhalt Einführung 3 Häufig gestellte Fragen und Antworten 4 Anlage: Pilotprojekte im Bezirk -Mitte 13 Anlage: Hausboot-Artikel im Casa Nova vom Mai Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Einführung Im Bezirk -Mitte haben 2008 die Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen in ihrer Koalitionsvereinbarung die zentrale politische Zielsetzung formuliert, -Mitte als den Bezirk am Wasser zu profilieren. Ein Kernelement dabei ist die Förderung des Wohnens auf dem Wasser. Seit 2009 koordiniert das Fachamt Stadt- und Landschafsplanung (SL) infolge der Bezirksverwaltungsreform federführend die Pilotprojekte am Norderkai-Ufer und am Victoriakai-Ufer sowie weitere, kleinere Einzelvorhaben. Vom Fachamt Stadtund Landschaftsplanung wurde ein Genehmigungsleitfaden 1 erarbeitet, der hierzu die Entscheidungsgrundlage bildet. Zudem wurde seitens des Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung ein Rahmenplan für potenzielle Liegeflächen für Lieger im Bezirk -Mitte ausgearbeitet, der seit Juni 2016 Interessenten zur Verfügung steht. 1 Im Rahmen der Ausarbeitung dieser bezirklichen Befassung ist festzustellen, dass das Potenzial an Liegeflächen im Bezirk -Mitte kurz- und mittelfristig sehr begrenzt ist, auch wenn die Nachfrage nach Liegeflächen weiterhin sehr groß bleibt. 1 Der Genehmigungsleitfaden und der Rahmenplan liegen auf der bezirklichen Lieger-Website als Download unter dem Link bereit. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Häufig gestellte Fragen und Antworten Warum braucht mehr Hausboote? In der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft (Drucksache 18/3900) teilt dieser mit: Zahlreiche Anfragen lassen vermuten, dass das Interesse an Hausbooten und Schwimmenden Häusern derzeit weitaus größer ist als die Möglichkeiten, solche zu realisieren bzw. zu platzieren. Die Anziehungskraft dieser besonderen Mobilien für Nutzer und Investoren ist eine wichtige Handlungsvoraussetzung. Handlungsanlass ist jedoch die Aussicht, entsprechend dem Leitbild Wachsende Stadt grüne Metropole am Wasser, mit der Entwicklung von Wasserlagen zusätzliche Impulse zu geben. Die Stadt hat doch das erklärte Ziel 1000 Hausbootsplätze zu schaffen und erklärt sich in der Öffentlichkeit als weltoffen. Es werden sogar Vergleiche mit Amsterdam gezogen. Die Zahl 1000 wurde nie von der Politik vorgegeben. Die Zahl 1000 wurde seinerzeit vom er Abendblatt beziffert. Diese Meldung wird von Hausbootinvestoren und investorinnen gerne und oft zitiert nur stimmt diese trotzdem nicht. In der Drucksache 18/3900 der Bürgerschaft nahm diese die Ausweisung potenzieller Liegeplätze für Hausboote und schwimmender Häuser lediglich zur Kenntnis. Wie viele (offiziell genehmigte und tolerierte) Hausboote gibt es ungefähr derzeit im Bezirk Mitte und wie viele sind geplant? Im Bezirk -Mitte sind 36 festgemachte und geplante Lieger registriert. Wir rechnen mit einem weiteren Potenzial von maximal 40 Liegern auf den Flächen unseres Rahmenplans (siehe dort). Mit wie vielen Bewerbern verhandeln Sie derzeit? Wir arbeiten an 3 Genehmigungen und 2 konkreten Projektanfragen. Aktuell erreichen uns im Schnitt bis zu 40 telefonische Anfragen pro Woche. Nach einem Ideenwettbewerb aus dem Jahr 2003 sollte ab 2004 das Wohnen auf dem Wasser in, speziell im Bezirk -Mitte, massiv gefördert werden. Die damalige Koalition machte das Thema Schwimmende Häuser zu eines ihrer Kernanliegen. Inder Presse war schnell die Rede von bis zu 1000 Liegeplätzen, die geschaffen werden sollten. Warum hinkt die Stadt zehn Jahre später diesen Zahlen so deutlich hinterher? Die Stadt nannte die Zahl 1000 nicht. Viele Wasserflächen sind für Lieger definitiv nicht geeignet (siehe oben). Große Wasserflächen, die man der Zuständigkeit des Bezirksamts zuordnet, unterliegen tatsächlich der Verwaltungshoheit der Port Authority (HPA). Das Wohnen ist auf Liegern im Hafengebiet, in Industrie- und in Gewerbegebieten unzulässig. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Zudem erhalten potenzielle Hausbootbesitzer von Kreditinstituten erfahrungsgemäß sehr oft keinen Kredit, weil dem Lieger kein Grundstück und somit keine Grundlast zugeordnet werden kann (fehlende Beleihungsmöglichkeit). Die Erschließungskosten sind wegen der Wasserlage und den langen Erschließungswegen sehr hoch. Viele Projekte werden wegen Geldmangel und falschen Finanzierungsvorstellungen aufgegeben. Immer wieder war in der Presse zu lesen, die behördlichen Genehmigungsverfahren seien zu kompliziert, die Kosten insgesamt zu hoch und gefördert würden zudem eher Luxusprojekte. Was sagen Sie zu dieser Kritik? Sicherheit und Umweltschutz sind die wesentlichen Aspekte, die eine zentrale Rolle spielen. Auch die Rechte Dritter sind zu berücksichtigen. Was auf dem Land gilt, gilt erst recht auch auf dem Wasser. Wie im Hausbau auch, sind bei der Liegerplanung umfangreiche rechtliche Vorgaben zu beachten. Diese rechtlichen und komplexen Ansprüche gibt der Genehmigungsleitfaden wieder (siehe dort). Lieger sollen verkehrssicher und mit der Liegefläche nutzungskonform gebaut sein. Sie sollen ebenso verkehrssicher erschlossen werden. Die Eignung eines Liegers hängt grundsätzlich nicht von dem Preis des Liegers / Hausboots ab. Klassische Hausboote sind gerne bei uns gesehen. Sie müssen allerdings auch vom Hausbooteigner gewünscht sein. Oft ist das nicht der Fall. Die Genehmigungsanträge älterer und neue Lieger werden absolut gleich behandelt. Der Bau eines Hausbootes dauert, nach der Genehmigung des Liegeplatzes etwa doppelt so lange wie der Bau eines Einfamilienhauses. Müsste ein Hausboot nicht schneller zu realisieren sein? Bei der Hausbootplanung sind landseitige und wasserseitige Planungskomponenten zu beachten. Das gilt auch für den Bau des Liegers. Genauere Angaben können Ihnen erfahrene Hausboot-Planer und -Planerinnen geben. Welches Ziel in Bezug auf die Hausboote gilt es zu erfüllen? Die Planung von binnendeichs liegenden Liegern begann realiter in den letzten Jahren. Beim Pilotprojekt am Victoriakai-Ufer wollten oder konnten die Investierenden ihre Vorhaben nicht realisieren. Dort wurden ab 2006 fünf Jahre lang keine Hausboot- Genehmigungen genutzt, sodass diese Genehmigungen dann erloschen. Die Investierenden verfolgten die Vorhaben nicht mehr. Seit 2008 ist der Bezirk für diesen Gewässerabschnitt zuständig. Wir änderten die Planungsstrategie, indem wir vom Großinvestitions-Konzept bewusst abwichen und stattdessen Teams aus einzelnen entschlossenen Bauherrschaften und Architekten bilden ließen. Seit 2013 liegen am Victoriakai-Ufer zwölf Hausboote und am Norderkai-Ufer haben die ersten zwei Lieger festgemacht. Bei der Honigfabrik liegen nun drei klassische Seminarlieger, von denen der letzte Lieger 2013 festmachte. Natürlich bemühen wir uns weiterhin um die Erhöhung zusätzlicher Liegeflächen dort, wo diese geeignet sind (siehe bezirklicher Rahmenplan). Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Steht der Senat weiterhin zu der Ansage seiner Vorgänger, die Ausbreitung von Hausbooten in fördern zu wollen? Die Drucksache Schwimmende Häuser und Hausboote sowie Stellungnahme des Senats zu dem Ersuchen der Bürgerschaft vom 24. November 2004 Wohnen auf dem Wasser Drucksache 18/1215 hat weiterhin Gültigkeit. Wird die Auffassung geteilt, dass die Verbreitung von Hausbooten auf den er Wasserflächen das Flair und Image der Stadt stärker positiv prägen könnte als dies heute der Fall ist? Im Bezirk -Mitte ist das immer vom jeweiligen Projekt (konkrete Einzelfallbetrachtung) und damit insbesondere vom Standort, dem städtebaulichen Umfeld sowie dem Nutzungs- und Liegerkonzept abhängig. Wenn ja: was wurde bisher unternommen, um dieses Ansinnen nachhaltig voranzubringen? Konkrete Anstrengungen wurden seitens des Bezirksamts -Mitte im Kontext der nachstehenden Pilotprojekte zur Besiedlung mit Liegern im Bezirk -Mitte: Norderkai-Ufer und Victoriakai-Ufer unternommen. Die Belegung von Wasserflächen durch Lieger im Bezirk -Mitte konnte insbesonders mit Hilfe der Anwendung des durch das erarbeiteten Genehmigungsleitfadens für Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte unterstützt und gefördert werden. Hält es der Senat für vorstellbar, ein verschlanktes Genehmigungsverfahren abseits der heute geltenden Gesetze und Verordnungen speziell für Hausboote zu entwickeln, z.b. aufgrund der Verfahrensweise in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Kopenhagen? Aus Sicht des Bezirksamts -Mitte hat sich das aktuelle Genehmigungsverfahren auf Basis des oben genannten Leitfadens bewährt. Wenn Nein: warum nicht? Auch in Amsterdam muss seit 2014 ebenfalls ein neues Genehmigungsverfahren mit entsprechend verschärften Umwelt- und Statik-Auflagen angewandt werden. Im Übrigen sind die zentralen Rahmenbedingungen Flächenverfügbarkeit und Kosten neben den Umweltund Sicherheitsaspekten entscheidende Parameter. Im Kleingartenflächen ist das Wohnen nicht zulässig. Viele Interessenten wollen aber an einer Kleingartenfläche auf einem Lieger oder Sportboot wohnen. Die Nutzung der Liegeflächen hat sich an der landseitigen Nutzung zu orientieren. Lieger sind über die Landseite zu erschließen. Kleingartengrundstücke dürfen nicht über Entwässerungssiele erschlossen werden und Wohnen ist auf Kleingartengrundstücken nicht erlaubt. Somit ist das Festmachen von Liegern an Kleingartengrundstücken nicht gestattet. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Wo erfahre ich mehr über das Genehmigungsverfahren und Eignungsflächen? Der Genehmigungsleitfaden und der Rahmenplan liegen auf der bezirklichen Lieger-Website als Download unter dem Link bereit. Die Stadt schreibt in Ihrer Pressemappe, dass das Wohnen auf dem Wasser in keiner anderen Stadt so gut geplant und behördlich gefördert wie in und deshalb Behördenvertreter, Architekten und Bauherren in die Hansestadt pilgern. Entspricht das auch Ihrem Empfinden? Die angesprochene Pressemappe stammt aus der Feder des Bezirksamts -Mitte. Diese enthält einen Frage-Antwort-Teil und einen Ausschnitt aus dem Heft casanova. Die Redaktion der casanova hat sich dafür entschlossen, die Sachlage so zu umschreiben. Es entspricht auch unserem Empfinden, weil das Arbeitsverhältnis zwischen den einzelnen Verwaltungseinheiten unserer Stadt, mit den Planern und der Politik gut funktioniert. Wie würden Sie die Nachfrage an Hausbooten bewerten? Die Nachfrage an Liegern ist bei uns sehr hoch. Welche Wassergegebenheiten müssen vorherrschen, damit ein Wohnen auf dem Wasser möglich ist? Wo liegen in bereits Hausboote? Was sind die aktuellen Projekt- und Potenzialflächen? Dies ist im Genehmigungsleitfaden, im Rahmenplan 2016 und in der Pressemappe beschrieben. In der Pressemappe heißt es außerdem, dass sich Hausboote realisieren ließen, würden Sie das unterschreiben? Wenn ja, in welchem Zeitraum? Die Zahlen wurden seinerseits in einer Drucksache des Senats ins Spiel gebracht. Sie bezog sich auf sämtliche Gewässer der Freien und Hansestadt. Ob diese Angabe, die sich in der Drucksache auf vorgeschlagene Projekte beruft, erreicht werden kann, ist ungewiss, wie auch der Zeitraum. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Stichwort: Fehlende Beleihungsmöglichkeit. Wieso bekommen viele potentielle Hausbootbesitzer keinen Kredit? (dem Lieger wird kein Grundstück, keine Grundlast zugeordnet) Was sagt die Stadt dazu? Kredite werden zwischen Vorhabenträgern und Kreditinstituten individuell verhandelt. Fehlende Beleihungsmöglichkeiten können unterschiedliche Gründe haben. Die Grundstücke in können nicht gekauft, sondern nur gepachtet werden, halten Sie diese Regelung für ein Hemmnis bei der Realisierung? Nein haben außerdem die Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Zielsetzung formuliert -Mitte als den Bezirk am Wasser zu profilieren und das Wohnen auf dem Wasser zu fördern. Was ist seitdem passiert? Wieso ist dieses Anliegen Ihrer Ansicht nach gescheitert? Die Pilotprojekte an der Uferstraße (auf dem Eilbekkanal) am Norderkai-Ufer und am Victoriakai-Ufer sind realisiert. Weitere Bestandslieger haben auf hiesigen Gewässern festgemacht (z. B. Kai10 auf dem Mittelkanal sowie Lieger bei der Honigfabrik). Wir prüfen derzeit eine weitere Liegeplatzoption und weitere Projekte auf dem Wasser, um das Leben am und auf dem Wasser zu profilieren. In den zurückliegenden acht Jahren konnte somit erfolgreich an den damaligen Zielen gearbeitet werden. Insofern ist dieses Anliegen nicht gescheitert. Bis 2008 lag die Planungshoheit über die hamburgischen Gewässer bei der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, heute bei den einzelnen Bezirksämtern. Was hat dieser Wechsel für das Wohnen auf dem Wasser mit sich gebracht? Die Erfolge seit dem Wechsel haben wir in obiger Antwort dargestellt. Wie bewerten Sie die Strategie der Stadt, statt des Großinvestorenkonzepts nun auf kleine Teams zu setzen? Der Erfolg des Strategiewechsels des Bezirks -Mitte ist der Beweis: Das Leben auf dem Wasser wurde vielfältiger und individueller. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Halten Sie dieses Vorgehen für vielversprechender? Absolut. Sie gelten als Bezirk -Mittel als Vorreiter in Sachen Wohnen auf dem Wasser. Worin sehen Sie die Gründe, dass die anderen Bezirke dieser Aufgabe scheinbar nicht in dem Maß nachkommen wollen? Projekte werden hoheitlich und individuell in den einzelnen Bezirken unter Bezug auf verschiedenen Parameter entschieden. Jedes Projekt unterliegt den einzelnen Bewertungsparametern vor Ort. Die Bezirke treffen deshalb individuelle Einzelentscheidungen. Das ist zu respektieren. Wird das Projekt damit auch für Wohlhabende realistischer oder sehen Sie das Wohnen auf dem Wasser grundsätzlich als Luxuswohnform an? Lieger sollen verkehrssicher und mit der Liegefläche nutzungskonform gebaut sein. Sie sollen ebenso verkehrssicher erschlossen werden. Die Eignung eines Liegers hängt grundsätzlich nicht von dem Preis des Liegers ab. Sind die behördlichen Genehmigungsverfahren auf dem Wasser komplizierter als auf dem Land? Es müssen landseitige und wasserseitige Planungskomponenten berücksichtigt werden. Dadurch wird der Bearbeitungsaufwand zum Teil umfangreicher. Könnte die Stadt aus dem Wohnen auf dem Wasser Vorteile ziehen? Tourismus etc.? wollte und will mit dem Wohnen auf dem Wasser alternative Lebensformen ermöglichen. Tourismus war bislang nicht das Thema, sondern eher individuelle Mikro-Projekte mit eigenem Charakter und das ist uns gut gelungen. Für welchen Zweck sollen Hausboote gebaut werden? Ausschließlich Wohnen oder auch Gewerbe? wollte und will mit dem Wohnen auf dem Wasser alternative Lebensformen ermöglichen. Es kamen weitere Nutzungen wie Bildung auf dem Wasser hinzu (siehe Honigfabrik, Veringkanal). Es sind auch andere Nutzungen im Rahmen einer Einzelfallentscheidung denkbar. Dies könnten zum Beispiel Bürolieger, Gewerbliche Lieger und dergleichen sein. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Was ist Ihre Prognose in Sachen Wohnen auf dem Wasser? Eine Prognose können wir nicht abgeben. Neugierig, wie es mit der Entwicklung wasserseitiger Lebensformen vorangehen wird, sind wir weiterhin. Wie schätzen Sie zusammenfassend die Rolle der Lieger in der Stadtentwicklung s aktuell und in Zukunft ein? Noch werden Lieger in kaum wahrgenommen. Sie sind hier Exoten. Auf Grund der doch geringen Quantität der Liegeranzahl und der mangelnden Liegeplatzverfügbarkeit schätzen wir deren Rolle in entsprechend ein. Wahrscheinlich müssen die Lieger in erst noch richtig angekommen sein. Im Vergleich dazu sind derartige Wohnformen in den Niederlanden deutlich länger tradiert und werden anders wahrgenommen, angeboten und angenommen. In den sechziger Jahren bis um 2000/2010 war es in Europa möglich billige Laubhütten auf Pontons zu bauen und die Abwässer ins Wasser direkt ins Wasser einzuleiten oder in teilweise marode Tanks zwischenzulagern. Zu oft sind derartige Tanks leck. Gewässer wurden (und werden) gelinde gesagt verdreckt. Die Befestigung der Lieger wurde meistens mit Leinen vorgenommen; oft wird diese Befestigung nicht seemännisch genug durchgeführt. Insgesamt waren die Lebensbedingungen auf vielen alten Liegern schwierig: undichte Wände und Dächer, Kälte und Nässe zu oft üblich. Havarien finden wegen mangelhafter Befestigung häufiger statt, als man es wahr haben will. Schallschutz findet bei alten Liegern überwiegend nicht statt. Die Müllentsorgung und Abwasserentsorgung war / ist zu oft nicht geregelt beziehungsweise umgesetzt. Trotzdem werden solche Wohnmodelle oft romantisiert dargestellt. Liegt das am werbewirksamen Thema Mensch & Wasser (dazu auch: )? Wir sprechen hier von dauerhaftem Wohnen, nicht vom ein- oder zweiwöchigem Sommerurlaub auf einem schwimmendem Objekt mit Huckleberry Finn-Schwärmerei, den man jederzeit abbrechen kann. Auch der Natur- und Umweltschutz und damit Flora wie Fauna am und im Wasser wurden bis dahin kaum bis gar nicht beachtet. Brutraum für Tiere und die Lebensformen im gesamten Uferbereich und im Wasser müssen jedoch geschützt und gefördert werden. Lieger-Projekte dürfen dem nicht entgegenstehen. Gewässer sind miteinander vernetzt. Wasser bedingt gewisse statische und physikalische Eigenschaften, Bewegung, Kraft. Deshalb haben wir einen bezirklichen Genehmigungsleitfaden für Hausboote und schwimmende Häuser erarbeitet, der inzwischen auch in anderen Bezirken angewendet wird. Und aus den oben genannten Gründen wurde in den Niederlanden 2014 das Planungs- und Verfahrensrecht für Hausboote novelliert. Pressemappe Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte, Stand April Die komplexe und umfangreiche Planung von binnendeichs verorteten Liegerprojekten begann in realiter erst in den letzten Jahren. Wir haben noch nicht die koordinierte Liegerkultur tradiert wie zum Beispiel Amsterdam (Selbst dort wurde das Genehmigungsverfahren novelliert). Die einzelnen Liegerprojekte in gestalteten sich unterschiedlich. Das Pilotprojekt an der Uferstraße wurde zügig umgesetzt. Beim Pilotprojekt am Victoriakai-Ufer wollten oder konnten die Investierenden ihre Vorhaben nicht realisieren. Dort wurden ab 2006 fünf Jahre lang keine Hausboot-Genehmigungen genutzt, sodass diese Genehmigungen dann erloschen. Die Investierenden verfolgten die Vorhaben nicht mehr. Seit 2006 ist der Bezirk für diesen Gewässerabschnitt zuständig. Wir änderten die Planungsstrategie, indem wir vom Großinvestitions- Konzept bewusst abwichen und stattdessen Teams aus einzelnen entschlossenen Bauherrschaften und Architekten bilden ließen. Seit 2013 liegen am Victoriakai-Ufer zwölf Hausboote und am Norderkai-Ufer haben die ersten zwei von fünf Liegern festgemacht, schräg gegenüber liegt der Konferenz-Lieger Kai 10. Bei der Honigfabrik liegen nun drei klassische Seminarlieger, von denen der letzte Lieger 2013 festmachte. Die landseitigen Flächen gehören der Freien und Hansestadt. Deshalb war die Erschließung über die Landseite gut planbar und umsetzbar. Die Belegung von Wasserflächen durch Lieger im Bezirk -Mitte konnte insbesondere mit Hilfe der Anwendung des durch das erarbeiteten Genehmigungsleitfadens für Hausboote und schwimmende Häuser im Bezirk -Mitte ganz wesentlich unterstützt und gefördert werden. Aus Sicht des Bezirksamts -Mitte und aus der Sicht der an der Planung beteiligten Planer hat sich das aktuelle Genehmigungsverfahren auf Basis des oben genannten Leitfadens bewährt. Natürlic
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