Ihr ganz persönliches Kongresserlebnis in Bad Wildungen

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BAD WILDUNGER ARBEITSKREIS FÜR PSYCHOTHERAPIE Ihr ganz persönliches Kongresserlebnis in Bad Wildungen 33. Kongress 2018 Leitthema: Einsamkeit Gemeinsamkeit Bindung und Beziehung in unserer Zeit Zeit: Samstag,
BAD WILDUNGER ARBEITSKREIS FÜR PSYCHOTHERAPIE Ihr ganz persönliches Kongresserlebnis in Bad Wildungen 33. Kongress 2018 Leitthema: Einsamkeit Gemeinsamkeit Bindung und Beziehung in unserer Zeit Zeit: Samstag, 17. bis Mittwoch, 21. März 2018 Tagungsort: Bad Wildungen Wandelhalle, Hotel Maritim, Zielgruppe: Zertifizierung / Akkreditierung: siehe Seite 45 Vorstand des WAP 1. Vorsitzende und Kassenwartin: Wicker-Klinik, Klinik am Homberg, Treffpunkt ÄrztInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen (einschließlich kreativ- und körperorientierte KollegInnen), PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, TheologInnen, im Heilberuf Tätige, alle interessierten Frauen und Männer. Dr. med. Gabriele Fröhlich-Gildhoff FÄ f. Psychosomatische Medizin/ Psychotherapie, Chefärztin 2. Vorsitzender: Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Psycholog. Psychotherapeut, FA f. Psychosomat. Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie Schriftführerin: Prof. Flora Gräfin von Spreti Malerin, Kunsttherapeutin Sitz des Vereins: c/o Wicker-Klinik, Fürst-Friedrich-Str. 2 4, Bad Wildungen WAP-Kongressbüro: Frau Susanne Kauffelt Kastanienstraße 7, D Niestetal, Tel. (05 61) Telefonzeiten: Dienstag, Uhr 1 Inhalt Vormittagsveranstaltungen in der Übersicht, Programm Nachmittagsveranstaltungen in der Übersicht Vorträge mit Inhaltsangabe Erläuterungen zu den Seminaren, Kursen, Übungen ReferentInnenverzeichnis mit Tätigkeitsbereichen und Anschriften Weitere Informationen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zertifizierung für ÄrztInnen, Akkreditierung für Dipl.-PsychologInnen und PädagogInnen Kongressgebühren Ankündigung Tageskurzübersicht: Samstag, Seite Uhr Vortrag: Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Prof. Dr. med. Borwin Bandelow Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Sanfte Landung mit Musik und Prosecco Sonntag, Seite Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Vortrag: Prof. Dr. Dr. Christian Schubert Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Prof. Flora Gräfin von Spreti Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck 2 Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Märchenabend mit Gidon Horowitz Montag, Seite Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Vortrag: Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Film Harold and Maude (Regie: Hal Ashby, 91 Min.) Dienstag, Seite Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Vortrag: Cornelia Götz-Kühne Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Prof. Dr. Albert Lenz Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Abschlussabend: Kessel Buntes Mittwoch, Seite Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Abschluss-Plenum: (Moderation: Vorstand des WAP e.v.) Zusammenfassung, Rückmeldung, Diskussion, Wünsche, Abschlussritual 3 Begrüßung Sehr geehrte Kongressbesucherinnen und -besucher, liebe Kolleginnen und Kollegen! Einsamkeit Gemeinsamkeit Bindung und Beziehung in unserer Zeit Mit diesem Kongressthema möchten wir Sie herzlich zum 33. Kongress des Wildunger Arbeitskreises für Psychotherapie e.v. (WAP) einladen. Mit dem Tagungsthema greifen wir gesellschaftliche und individuelle Herausforderungen auf, die sich auch in unserer täglichen psychotherapeutischen oder pädagogischen Arbeit abbilden. Wir wissen seit längerem aus der Säuglings- und Bindungsforschung, dass Kinder für eine gesunde Entwicklung sichere haltgebende und positiv unterstützende Bindungen brauchen. Angesichts der sich verändernden Familienstrukturen im Sinne von Kleinfamilien, hohen Scheidungsraten, Alleinerziehenden, die mit einem besonderen Armutsrisiko behaftet sind, und sich einer rasant verändernden Berufswelt, die von Arbeitnehmern auch räumlich höchste Flexibilität verlangt, wird es immer schwieriger, Kindern stabile haltgebende Beziehungen und Strukturen für eine gesunde Entwicklung anzubieten. Im Zeitalter virtueller sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter etc. teilen Menschen vieles mit anderen Menschen, und es stellt sich die Frage, ob es das ist, was Gemeinsamkeit ausmacht. Befüllen Mitteilungen aus der WhatsApp-Gruppe die Bedürfnisse nach Miteinander, Nähe und Beziehung und führen so im Resultat zu weiterer Vereinzelung im realen Leben? Während früher aus Gemeinschaften heraus gefeiert wurde, z.b. Kirmes in Dorfgemeinschaften, Vereinsfeiern, etc. liegt derzeit zunehmend im Trend ein Label oder ein Motto zu kreieren, unter dem gefeiert wird. So finden wir mittlerweile bundesweit Oktoberfeste teilweise in Fußballstadien oder andere Megaevents, bei denen sich Menschen treffen, die zunächst nichts Gemeinsames haben, außer Fan von etwas zu sein. Auch hier stellt sich die Frage, ob solche Events Bindungen und Beziehungen schaffen oder den Mangel daran kompensieren sollen. Wir leben in einer Zeit, in der die sog. Selbstoptimierung in einer bestimmten Alters- und Gesellschaftsgruppe einen besonders erstrebenswerten Wert darstellt. Gemeint ist damit das Optimale an individuellen Möglichkeiten aus sich heraus zu holen, sei es in Bezug auf Körperlichkeit, Kleidung, Hobbies, intellektuelle Leistungen etc. Die Anerkennung dafür wünschen sich die Selbstoptimierer meist aus der Gruppe. Schafft diese Lebenshaltung Einsamkeit oder doch Gemeinsamkeit? Aktuell erleben wir als besondere Herausforderung das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen. Unser eher individualistisch geprägtes Selbstverständnis trifft jetzt auf Menschen aus eher kollektivistischen Kulturen, für die Familie und Gruppenzugehörigkeit die höchste Priorität hat. Daraus entwickeln sich teilweise Missverständnisse und Spannungen; wenn es gelingt, aufeinander zuzugehen und zuzuhören, ergeben sich daraus auch Chancen positiver Veränderung. In unserem Alltag als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erleben wir oft Patientinnen und Patienten, die sich einsam fühlen, auch in der Gemeinschaft. Sie haben kein Gefühl mehr für sich und zu sich und entwickeln beispielsweise psychosomatische Symptome. Unsere Arbeit besteht darin, sie zu unterstützen, wieder mehr in Beziehung zu sich zu kommen, sich im Körper zu beheimaten, sich mit sich wohl zu fühlen. Aus einer stabilen wohlwollenden Beziehung zu sich selbst werden dann auch wieder intensive und beglückende Beziehungen zu anderen Menschen möglich. Der Kongress bietet einen vielfältigen Raum, wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesen und angrenzenden Themen zu diskutieren und mit Erfahrungen aus der Praxis zu verknüpfen. Um den psychotherapeutischen Nachwuchs zu fördern, bieten wir einigen StudentInnen die kostenfreie Teilnahme an. Näheres können sie unter der Überschrift Young WAP im Programmheft finden. Das Abendprogramm bietet wieder eine Sanfte Landung am Samstag, einen Märchenabend am Sonntag, einen Film zum Thema am Montag und einen Kessel Buntes am Ende der Tagung an. Wir freuen uns auf einen anregenden und lebendigen Kongress! Dr. Gabriele Fröhlich-Gildhoff 1.Vorsitzende WAP e.v. 4 Programm Samstag, 17. März 2018 (Moderation: Frau Dr. med. Gabriele Fröhlich-Gildhoff) 9.30 Uhr Begrüßung und Einführung Dr. med. Gabriele Fröhlich-Gildhoff, 1. Vorsitzende des WAP Volker Zimmermann, Bürgermeister für die Stadt und das Staatsbad Bad Wildungen Uhr Vortrag: Was bilden wir uns eigentlich ein? Lustvolle Reflexionen zu Vorstellungen über Liebe, Freundschaft und Familie Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Angst in der Beziehung Prof. Dr. med. Borwin Bandelow Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Sanfte Landung mit Musik und Prosecco (Maritim-Hotel) Sonntag, 18. März 2018 (Moderation: Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck) Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Vortrag: Körperlich-seelische Berührungen in der Schwangerschaft und die Folgen für die psychoneuroimmunologische Entwicklung Prof. Dr. Dr. Christian Schubert Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Bild-Sprache Prof. Flora Gräfin von Spreti Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck 5 Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Und wenn ich bis ans Ende der Welt gehen müsste... Märchen von Trennung und Verbundenheit erzählt von Gidon Horowitz (Quellensaal, Wandelhalle) Montag, 19. März 2018 (Moderation: Prof. Flora Gräfin von Spreti) Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Vortrag: Väter Warum sind sie wichtig im Familiensystem, in der Partnerschaft und für die Kindesentwicklung? Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag: Bindung, Beziehung und Resilienz wie hängt das zusammen? Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr WAP Jahres-Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder) (Maritim-Hotel) Uhr Film: Harold and Maude (Regie: Hal Ashby, 91 Min.) (Wandelhalle, Quellensaal) Dienstag, 20. März 2018 (Moderation: Dr. med. Petra Kapaun) Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Vortrag: Wie verändern sich unsere Beziehungen durch digitale Medien? Cornelia Götz-Kühne Uhr Diskussion Uhr Kaffeepause 6 Uhr Vortrag: Kinder psychisch kranker Eltern Prof. Dr. Albert Lenz Uhr Diskussion Uhr Kleine Nachlese zum Vormittag Dr. med. Dipl. Psych. Dietrich Eck Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Abschlussabend: Ein Kessel Buntes Mittwoch, 21. März Uhr Morgendliche Einstimmung Inge Henrich Uhr Seminare (A-Zeit) Uhr Seminare (B-Zeit) Uhr Abschluss-Plenum (Moderation: Vorstand des WAP e.v.) Zusammenfassung, Rückmeldung, Diskussion, Wünsche, Abschlussritual 7 Nachmittagsveranstaltungen in der Übersicht A-Zeit: Samstag bis Dienstag Uhr / Mittwoch Uhr 1 Fischer-Ward Mit Qigong ein gesundes Körpergefühl entwickeln: Trau dir selbst öffnen und schließen 2 Horowitz Märchenseminar: Begegnung mit einem Märchen, seinen Bildern und Symbolen 3 Jallerat Bilder sprechen lassen Entwicklung gestalten 4 Kapaun Unser Kind soll es einmal besser haben 5 Klehr Improvisationstheater 6 Mundle Achtsamkeit und Selbstmitgefühl 7 Oeckinghaus Trommeln 8 Ritter Kränkung und Anerkennung der Blick der Anderen 9 Voltz Im Singen liegt meine Sehnsucht B-Zeit: Samstag bis Dienstag Uhr / Mittwoch Uhr 10 Fischer-Ward Gegen den Wind entstauben Mit der chinesischen Gesundheits- und Achtsamkeitsmethode Qigong Lebendigkeit, Widerstandskraft und innere Stärke entwickeln 11 Goetz-Kühne Ressourcenorientierte Traumatherapie 12 Hartmann-Kottek Lieber in bester Gesellschaft mit mir selbst als in lausiger Gesellschaft mit Dir (Euch)? 13 Hufnagl Das Erleben von Gemeinsamkeit beim Sitzen in Stille 14 Jallerat Dialogisches Gestalten und Resonanz Bilder und Gestaltungen als Verbindungen vom Ich zum Du zum Wir 15 Klehr Impro in der Therapie 16 Oeckinghaus Trommeln 17 Ritter Geschwister und Gefährten 18 Voltz Das Feuer meiner Stimme 8 A- und B-Zeit: Samstag bis Dienstag Uhr, Weiterführung Uhr Mittwoch und Uhr 19 Bender Einführung in das Psychodrama 20 de Jong Kreatives Schreiben 21 Eickmeyer Wieder mit der lebendigen Wirklichkeit in Kontakt treten sich selbst in schwierigen Phasen nicht im Stich lassen! Einführung in MBCT das Training der achtsamkeitsbasierten Rückfallprävention bei Depression, Ängsten und negativen Selbstgesprächen 22 Friedrichs-Dachale Entwicklung der Bindungs- und Beziehungsfähigkeit im Imaginativen Erlebnisraum Eine Einführung in die Katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP) 23 Gutzeit Mit Stimme, Rhythmus & Improvisation Eigenes & Gemeinsames gestalten 24 Hammer, C.u.B. In guter Weise bei sich und bei anderen sein Einführung in ZAPCHEN 25 Koemeda Bindung und Beziehung mit Leib und Seele gestalten 26 Kraft Steinbildhauen Arbeit am Stein Ich und du wir und ich ich und anderes 27 Thalmaier Körperrhythmik (TaKeTiNa) 28 van den Boom Es sind vor allem die Begegnungen mit den Menschen, die dem Leben einen Sinn geben (Wilhelm von Humboldt) 29 Weik Urvertrauen Vertrauen ins Leben Innere Kind Arbeit Morgendliche Einstimmung Die TeilnehmerInnen sind herzlich eingeladen, sich in den Tag einzustimmen, sanft die Sinne zu wecken, Atem und Körper achtsam wahrzunehmen, Energie und Lebendigkeit zu spüren mit Bewegung, Qi Gong, Tanz und Meditation (Quellendom, Wandelhalle) 9 Vorträge, Inhaltsangabe Samstag, 17. März Uhr Was bilden wir uns eigentlich ein? Lustvolle Reflexionen zu Vorstellungen über Liebe, Freundschaft und Familie Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler Menschen sehnen sich nach Zweisamkeit. Sie suchen Geborgenheit in Familie und Freundeskreis. Zugleich wollen Männer und Frauen die eigene Identität kultivieren und ihre individuelle Freiheit leben. Welche Bilder von Liebe, Partnerschaft und Familie sind für ein gelungenes Miteinander prägend und leitend? Welche weltanschaulich oder medial vermittelten Überzeugungen setzen dagegen eher unter Druck und überfordern Zeitgenossen? Ein zuversichtliches Plädoyer für Entlastung und Verantwortung Uhr Angst in der Beziehung Prof. Dr. Borwin Bandelow Liebe, Partnerschaft und Sex gehen nicht nur mit Ekstase, Euphorie und Glücksgefühlen einher. Nicht nur die Angst vor Enttäuschungen, vor dem Alleinsein oder vor dem Verlust des Partners, sondern auch die Angst vor Bindung, vor zu großer Nähe oder die Furcht als Partner zu versagen bringen unsere Gefühlswelt durcheinander. In unserem Gehirn gibt es zwei Zentren, die unsere Bindungen steuern: das Belohnungssystem und das soziale Angstsystem. Wie die Hirnforschung zeigt, arbeiten beide nicht notwendigerweise zusammen... Sonntag, 18. März Uhr Körperlich-seelische Berührungen in der Schwangerschaft und die Folgen für die psychoneuroimmunologische Entwicklung Prof. Dr. Dr. Christian Schubert Zunehmend wird in der Medizin klar, wie wichtig die ganzheitliche, biopsychosoziale Betrachtung der gesamten Lebensspanne eines Menschen ist. Die Psychoneuroimmunologie (PNI) macht deutlich, dass bereits im Mutterleib wesentliche immunologische Weichenstellungen für die spätere Gesundheit des Kindes und Erwachsenen gestellt werden. Bei Stress in der Schwangerschaft kommt es zu epigenetischen Inskriptionen beim Kind, die diverse Aspekte des sich entwickelnden Stresssystems betreffen (z.b. Glucocorticoid-Resistenz). Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) des Kindes kann in der Folge stressbedingte Entzündung schlechter rückregulieren, wodurch es zur Neigung zu diversen Entzündungserkrankungen bei anhaltendem Stress kommen kann. Darüber hinaus ist bei Stress in der Schwangerschaft die Balance der kindlichen T-Helfer-Typ 1/T-Helfer-Typ 2-Immunität nachhaltig gestört, was das Kind anfälliger für virale 10 Infektionen und atopische Erkrankungen (z.b. Asthma bronchiale) macht. Erste edukative Interventionsstudien zur Verbesserung des elterlichen Umgangs mit ihren Kindern zeigen vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich einer Normalisierung der Stresssystemaktivität bei frühgestressten Kindern. Jedoch zeigen sich hier auch inkonsistente Resultate. Forschungskritische Überlegungen gehen daher davon aus, dass mit einer biopsychosozialen Sicht in der Medizin auch der Forschungszugang verändert werden muss. Integrative Einzelfallstudien mit Fokus auf bislang in der medizinischen Wissenschaft vernachlässigte Kriterien wie Zeit und Bedeutung zeigen auf, dass die Beantwortung komplexer Fragestellungen in der Medizin nicht an einer mangelnden ökologischen Validität scheitern muss Uhr Bild-Sprache Prof. Flora Gräfin von Spreti In künstlerischen Therapien schreibt sich die Geschichte eines Lebens und eines Leidens wie von selbst. Die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten schöpferischer Entfaltung, wie in der Musik, im bildnerischen Handeln, der tänzerischen Bewegung oder in der schreibenden Auseinandersetzung mit dem Erlebten und Gefühlten findet wie in kunstbasierten klinischen Behandlungen allgemein das innere Wissen des Patienten um Verletzung, Defizit und Konflikt, aber auch um schöpferische Ressource seinen unmittelbaren Ausdruck. In der bildnerischen Gestaltung - und in diesem Vortrag geht es um das bildnerische Medium zeigt sich neben verdrängten, abgespaltenen und krankheitsfördernden Inhalten eines Bildes immer auch die sichtbare kreative Ressource einer Persönlichkeit, um die es sich lohnt, auch bei schwerer psychischer oder somatischer Erkrankung wer möchte da heute noch eine klare Trennungslinie ziehen den Weg in erweiterte Lebens-Räume und ungewohnte, progressive Perspektiven zu eröffnen. Das werden Fallvignetten und Bildbeispiele aus der Klinischen Behandlung verdeutlichen. Montag, 19. März Uhr Väter: Warum sind sie wichtig im Familiensystem, in der Partnerschaft und für die Kindesentwicklung? Prof. Dr. Inge Seiffke-Krenke Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der vernachlässigten Rolle von Vätern von Kindern und Jugendlichen. Dies wird u.a. im Kontext gesamtgesellschaftlicher Veränderungen in der Vaterrolle und der väterlichen Identität betrachtet, aber auch bzgl. der kompensatorischen Funktion von Vätern in gestörten Familiensystemen. Dabei geht es u.a. darum, inwieweit Väter hilfreich sind bei der Grenzziehung zwischen sich und anderen und dem Erwerb von strukturellen Fähigkeiten wie der Emotionsregulierung. Der Beitrag von Vätern zur Bindungsentwicklung wurde lange übersehen, und so zeigen die Ausführungen zum Beginn der Vaterschaft besonders deutlich seine Rolle als Schutzfaktor und sicherer Ort. Sie verdeutlichen auch die sehr konträren Herausforderungen, die an Väter in der Partnerschaft gestellt werden: Bindung und Erotik geht das überhaupt zusammen? Ein 11 weiterer Schwerpunkt wird die Elternarbeit sein, in der es verstärkt um die Einbeziehung von Vätern geht. Literatur: Inge Seiffge-Krenke (2016). Väter, Männer und kindliche Entwicklung. Ein Lehrbuch für Psychotherapie und Beratung. Berlin und Heidelberg: Springer Uhr Bindung, Beziehung und Resilienz wie hängt das zusammen? Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff Das Konzept der Resilienz, der seelischen Widerstandskraft bei der Bewältigung von Herausforderungen, Krisen oder auch Traumata, hat in den letzten Jahren fachlich und populärwissenschaftlich einen Boom erfahren. Vielfach erscheint es, dass sich mit bestimmten Methoden, Trainings oder Einstellungsänderungen auch schwierigste Situationen, ja selbst eine Anpassung an unbefriedigende und überlastende Arbeitsbedingungen erreichen lässt... Der Vortrag befasst sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Resilienzforschung und stellt die Bedeutung sicherer, haltgebender Beziehungserfahrungen für die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Resilienz und allgemeiner: seelischer Gesundheit heraus. Daneben werden personale Schutzfaktoren, die empirisch begründeten Resilienzfaktoren, dargestellt, die die Wahrscheinlichkeit einer entwicklungsförderlichen Bewältigung von Krisen erhöhen. Abschließend werden Möglichkeiten der Resilienzförderung in pädagogischen Zusammenhängen wie Kita und Schule, aber auch der Psychotherapie referiert. Dienstag, 20. März Uhr Wie verändern sich unsere Beziehungen durch digitale Medien? Cornelia Götz-Kühne Digitale Medien sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Ihre Nutzung ist oft hilfreich und förderlich, kann aber auch extrem gefährlich sein. Über diese Auswirkungen wird in den letzten Jahren viel geforscht. Zunehmend sind wir auch in unseren therapeutischen Praxen mit den Auswirkungen digitaler Medien konfrontiert. Sowohl auf der Ebene der veränderten Beziehungsgestaltung im familiären Umfeld, aber auch im Freundeskreis und im Berufsleben bis hin zur Onlineberatung und zu online Interventionen in der Psychotherapie. In dem Vortrag soll es um eine Annäherung an d
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