IMAGE NUMMER 18_JUNI 2013 URNER FORUM FÜR WIRTSCHAFT UND KULTUR

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IMAGE NUMMER 18_JUNI 2013 URNER FORUM FÜR WIRTSCHAFT UND KULTUR WIR MACHEN UNS FÜR SIE STARK. Ihr kraftvoller Sponsoring-Partner in Uri. EDITORIAL Visionen was den Erfolg von Unternehmern ausmacht
IMAGE NUMMER 18_JUNI 2013 URNER FORUM FÜR WIRTSCHAFT UND KULTUR WIR MACHEN UNS FÜR SIE STARK. Ihr kraftvoller Sponsoring-Partner in Uri. EDITORIAL Visionen was den Erfolg von Unternehmern ausmacht Fast täglich werden wir mit der Notwendigkeit von Visionen zur erfolgreichen Bewältigung unseres Alltags konfrontiert. Visionen sind in die Zukunft hinein projizierte Bilder möglicher zukünftiger Welten. Sie entstehen durch intensive Auseinandersetzung mit sich selbst, mit der Gesellschaft, mit der Umwelt sowie mit unseren Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Sie sind nicht Luftschlösser, sondern Strukturen, Lebensformen und Bauten der Zukunft, die beginnen, in unserer Fantasie Gestalt anzunehmen. Visionen benötigen den Boden der Realität, auf dem sie wachsen können. Die grosse Leistung von Visionen besteht in der sinnstiftenden Orientierung der Gesellschaft! Visionen sind nicht die Leistung von wenigen Persönlichkeiten oder Eliten alleine, sondern das Resultat aus einer offen und kritisch geführten Auseinandersetzung mit Vorstellungen und Ideen visionärer Persönlichkeiten einerseits und den Entwicklungspotenzialen und den Möglichkeiten des gesellschaftlichen Bodens anderseits. Nach Unabhängigkeit streben, Risiken eingehen, die Grenzen der Handlungsspielräume kennen, entschlossen sein, Ausdauer haben, sich durchsetzen und Misserfolge verarbeiten können; dies alles sind typische Persönlichkeitsmerkmale erfolgreicher Unternehmerinnen und Unternehmer, die Visionen in die Realität umsetzen. Dies alles zeigt die Wichtigkeit unternehmerischer Persönlichkeiten und unternehmerischer Freiräume für die Entwicklung unserer Gesellschaft und gleichzeitig die grosse Verantwortung, die Unternehmerinnen und Unternehmer übernehmen, wenn sie ihre Visionen umsetzen wollen. Markus Holzgang, Dipl. Bauingenieur ETH, Verwaltungsratspräsident der Projekta AG TITELBILD: Das Haus «Bristen» der SBU im Bau. Die Wärme wird es vom Holzheizwerk Uri in Schattdorf beziehen. IMPRESSUM: Das Magazin IMAGE 18 wird von baumann, fryberg, tarelli., CH-6460 Altdorf, herausgegeben. Partner: Kanton Uri, Urner Kantonalbank, Elektrizitätswerk Altdorf AG, Dätwyler Holding AG. Verlags-, Redaktions- und Inserateadresse: baumann, fryberg, tarelli., Gotthardstrasse 31, CH-6460 Altdorf, Telefon +41 (0) , Fotos und Bezugsquellen: Heinz Baumann, Cornel Betschart, Alexander Diez, HTS Architekten und Partner AG, Valentin Luthiger, Daniel Regli. Redaktion: Stefan Fryberg und Dori Tarelli-Blunschi. Konzept und Realisation: baumann, fryberg, tarelli., CH-6460 Altdorf. Belichtung und Druck: Gisler Druck AG, CH-6460 Altdorf. Publikation: zweimal jährlich. Auflage: Liebe Leserinnen: Aufgrund der Lesefreundlichkeit verwendet IMAGE zuweilen nur die männliche Form. Selbstverständlich ist in solchen Fällen auch stets die weibliche Form mitgemeint. GEWERBE KAPITELTITEL Energie, die nachwächst Die Zgraggen Holding AG ist ein Familienunternehmen im klassischen Sinn. Sieben Familienmitglieder sind in der Firma tätig, die über 30 Personen beschäftigt. Pioniergeist und Eigeninitiative, hoch wertige Dienstleistungen und Kundennähe sind Markenzeichen des Urner Familienbetriebs. Andreas und Anna Zgraggen-Zurfluh, die Eltern von Ruedy, Leo und Othmar, führten seit 1952 neben ihrem Landwirtschaftsbetrieb eine Fuhrhalterei. Mit Ross und Wagen lieferten sie Urner Bauern Heu, Stroh, Dünger und Futter mittel. Was klein angefangen hatte, entwickelte sich zu einer Holding mit mehreren Firmen und über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bereits sind auch Mitglieder der dritten Generation im Geschäft an vorderster Front tätig. Vier Gesellschaften unter einem Dach «Visionen zusammen mit unseren Mitarbeitenden zielstrebig umsetzen», ist für den Verwaltungsratspräsidenten der Holding, Othmar Zgraggen, seit jeher das Motto der Firmen gruppe. Man glaubt es ihm aufs Wort. Ruhig und besonnen bringt er das Wesentliche auf den Punkt. Lang herumreden ist nicht seine Sache gründeten die beiden Brüder Ruedy und Leo die heutige Zgraggen Transport AG begannen Othmar und sein Neffe Simon Zgraggen mit der Agro GmbH. Und 2007 schliesslich schufen sie beide zusammen mit Lukas Wyrsch auch die oeko energie ag gotthard. Diese wurde vor Kurzem in die Zgraggen Energie Holding AG integriert. «Zugegeben, für Aussenstehende ist das ganze Gebilde nicht immer einfach zu durchschauen», lacht Leo Zgraggen. «Doch mit der Schaffung von mehreren, selbstständigen Firmen schaffen wir klare Strukturen und vermeiden, dass ein Betrieb den anderen quersubventioniert.» oeko energie ag die Hauptzentrale Die Zgraggen Energie Holding AG mit ihren drei Firmen hat sich innert kürzester Zeit zu einer Pionierin der Energiewende im Kanton Uri entwickelt. «Der eigentliche Kopf der Energieholding ist die oeko energie ag», erklärt Simon Zgraggen. «Hier befindet sich das Know-how, hier werden Projekte entwickelt, geplant und ausgeführt», ergänzt ihn Christian Simmen, der seit gut zwei Monaten Geschäftsführer der oeko energie ag ist. Sie beide gehören zusammen mit weiteren Technikern und Ingenieuren zum Team, das für die Othmar Zgraggen Ruedy Zgraggen 2 3 Präsident des Verwaltungsrats und CFO der Zgraggen Holding AG Projektleiter oeko energie ag Mitglied des Verwaltungsrats und CEO der Zgraggen Holding AG Geschäftsführer der Zgraggen Transport AG allgemeine Beratung, Planung und Entwicklung von Heizwerken und Wärmeverbunden zuständig ist. Dauernde Weiterentwicklung «Von der sicheren, erneuerbaren Energiegewinnung reden heute alle», sagt Ruedy Zgraggen. «Unsere pragmatischen Lösungen gehen von einem ganzheitlichen Ansatz aus.» Dies zeigen die Holzheizwerke in Schattdorf und im Moosbad in Altdorf. Letzteres ist seit 2010 in Betrieb und liefert Wärme für das Schwimmbad Altdorf und für mehr als 50 Wohnungen im Quartier. Im September 2008 wurde das Heizwerk in Schattdorf eingeweiht. Die Anlage liefert Prozess- und Raumwärme für die Firmen Dätwyler Sealing Solutions und RUAG Technology sowie für das Einkaufszentrum Tellpark. Seit Kurzem ist auch die Firma Merck & Cie angeschlossen. Geplant ist, dass weitere Firmen und Überbauungen an das Heizwerk angeschlossen werden. «Die Verhandlungen mit weiteren Interessenten laufen auf Hochtouren oder sind bereits erfolgreich abgeschlossen.» Christian Simmen ist überzeugt, dass sich auch bei den anderen Heizwerken immer mehr Firmen und Private dem entsprechenden Wärmeverbund angliedern werden. Auch Simon Zgraggen unterstreicht: «Unser oberstes Ziel ist, dass wir uns weiterentwickeln. Das Angebot, sich den einzelnen Wärmeverbunden anzuschliessen, ist gerade auch für Private seien dies nun Besitzer von Einfamilienhäusern oder von grösseren Überbauungen höchst interessant.» Er und sein Team freuen sich, Fragen von Interessenten zu beantworten und sie über die Möglichkeiten, sich einem Wärmeverbund anzuschliessen, kompetent zu beraten. Wärmeverbund Andermatt Göschenen Mitten in der Realisationsphase befindet sich der Wärmeverbund Göschenen Andermatt. Die heizwerk gotthard ag übernimmt mit dem Holzheizwerk in Göschenen die Rolle des Wärmeproduzenten. Sie ist auch zuständig für die Aufbereitung der Abwärme am Standort Andermatt. Eine Verteilzentrale bringt die Wärmeenergie auf die gewünschten Temperaturniveaus. Eine eigens gegründete Netzgesellschaft, bestehend aus der Gemeinde Andermatt und der heizwerk gotthard ag, übernimmt die produzierte Wärme und verkauft sie an den Endabnehmer. «Das kombinierte Heizsystem aus Holz- und Abwärmeenergie ist in der Lage, den ganzen Wärmebedarf des neuen Tourismusresorts, der Gemeinden Andermatt und Göschenen sowie der armasuisse-immobilien abzudecken», so Simon Zgraggen. Erste Gebiete in Andermatt sind bereits erschlossen. Im Winter 2013/14 werden Teile des alten Dorfkerns an der Reihe sein. Das Team der oeko energie ag: (von links) Christian Simmen, Markus Dittli, Gerhard Danioth, Marcel Rauch, Toni Gisler, Marco Jauch. Tiefe Brennstoffkosten Die oeko energie ag hat innerhalb weniger Jahre einen festen Platz auf dem Gebiet der erneuerbaren Energiegewinnung erobert. «Es geht nicht nur um das Heizen mit Holz. Unser Ziel lautet, möglichst günstig und nachhaltig Wärme zu produzieren», erklärt Simon Zgraggen. Und das heisst? «Wir nutzen optimal die vorhandenen lokalen Energieträger. Neben dem Holz sind dies die Erdwärme sowie die in den Anlagen produzierte Abwärme.» Einleuchtend, dass eine solche Energieproduktion sehr umweltschonend ist. Doch rechnet sie sich auch finanziell? Für Othmar Zgraggen besteht kein Zweifel: «Holzenergie ist wirtschaftlich und finanziell hoch interessant.» Tatsache sei zwar, dass Holzheizungen gegenüber anderen Heizsystemen höhere Investitionskosten bedingen. «Diese werden aber durch bedeutend tiefere Brennstoffkosten mehr als wett gemacht» so Othmar Zgraggen. Dafür ist man als Kunde auf Gedeih und Verderb der Zgraggen Energieholding AG ausgeliefert, die laufend den Preis diktiert? «Absolut nicht», stellt Othmar Zgraggen klar. «Wir schliessen mit unseren Abnehmern einen längerfristigen Vertrag ab. Der Holzpreis wird dabei an den Schnitzelholzpreisindex gebunden, der vom Bundesamt für Energie periodisch errechnet wird. Doch gibt es genügend Holz? Auch diese Frage wird ihm sehr oft gestellt. «Interessanterweise fragt sich das kaum jemand beim Öl», meint Othmar Zgraggen. «Und dies, obwohl wir alle wissen, dass die Erdölvorräte in absehbarer Zeit erschöpft sind. Holz wächst immer nach und zwar in genügender Menge.» Zgraggen Holding AG Zur Zgraggen Holding AG gehören vier Gesellschaften. Die Zgraggen Transport AG handelt mit Heu, Stroh, Häckselstroh, Luzerne, Landesprodukten, Silagen und führt Transporte aller Art aus. Die Zgraggen Agro GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung von Hackschnitzeln sowie Silo- und Heuballen. Die Zgraggen Energie Holding AG betreibt das Geschäft der Wärme-Contracting, also die Lieferung von Wärme an die Endverbraucher. Die oeko energie ag ist zuständig für Planung und Entwicklung von Heizwerken und Wärmeverbunden; ihre Schwestergesellschaften heizwerk gotthard ag und heizwerk uri ag betreiben die errichteten Anlagen. Zur Wärmeerzeugung dienen lokale Energieträger wie Holz und Erdwärme sowie Abwärme. Die Zgraggen Immobilien AG schliesslich ist die jüngste Gesellschaft und verwaltet die bietriebsbedingten eigenen Liegenschaften. Leo Zgraggen Simon Zgraggen Mitglied des Verwaltungsrats der Zgraggen Holding AG Verantwortlicher für den Fahrzeugpark der Zgraggen Transport AG Mitglied des Verwaltungsrats der Zgraggen Holding AG Geschäftsführer Energie Holding AG Projektleiter der oekoe energie ag VERKEHR «Unser Produkt heisst Sicherheit» Der Alltag ist eingekehrt im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld. Langweilig wirds aber nie, denn die grosse Zahl an LKW auf der Gotthardachse hält so manche Überraschung bereit. Da sind Flexibilität, Gespür und solider Fachverstand gefragt. Uri ist ein Teil der globalisierten Welt: Im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld wird das auf den ersten Blick klar. Lastwagen mit italienischen, tschechoslowakischen, portugiesischen, holländischen ja mit Nummernschildern aus ganz Europa rollen langsam über die m 2 grosse Fläche neben der Autobahn A2 bei Ripshausen. Die Globalisierung trägt dazu bei, dass die Güterströme auch bei uns nicht abreissen. Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, den alpenquerenden Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern und baut dazu unter anderem die Neat. Daneben braucht es weiterhin flankierende Massnahmen wie zum Beispiel Schwerverkehrszentren. Jenes in Erstfeld war das erste grosse Schwerverkehrszentrum in der Schweiz und gilt der Eigentümerin, dem Bundesamt für Strassen Astra, nach wie vor als internationales Musterbeispiel: «Wir zeigen unseren Betrieb in bis zu 100 Führungen pro Jahr, viele davon für das Astra», sagt SVZ-Chef Richard Arnold. «Hinzu kommen Praxiskurse, die wir für das Schweizerische Polizeiinstitut durchführen. Und selbst gestandene Polizisten melden sich für freiwillige Stages in Erstfeld.» So macht die Idee des SVZ Schule. Eingependelte Abläufe Seinen soliden professionellen Ruf hat sich das SVZ Uri in kaum vier Jahren aufgebaut. Das Zentrum wurde am 9. September 2009 eröffnet und hat seither rund Betriebsstunden geleistet: LKW-Chauffeure, -Ladungen und -Fahrzeuge auf dem Weg Richtung Süden werden hier täglich von 5 bis 22 Uhr stichprobenweise kontrolliert und dosiert auf die Gotthardrampe geleitet. «So gelingt es, den Schwerverkehr auf der Gotthard-Strassenroute klug zu lenken, zu dosieren und zu über- Titel Richard Arnold Schwerverkehrszentrum Uri 4 5 Ugit auta derovid Polizei-Oberleutnant, ellese sapersped Flüelen. eatio eum rehendipsam Leiter quo Schwerverkehrszentrum. quia volectur aceate doluptam ex eario. Ripshausen 2, CH-6472 Erstfeld Telefon +41 (0) Fax +41 (0) Facts & Figures* Betreiberin: Betriebskosten: Mitarbeitende: Betriebsstunden: LKW Richtung Süd: davon kontrolliert: davon beanstandet: * Zahlen aus dem Betriebsjahr 2012 Amt für Kantonspolizei Uri rund 6 Mio. Franken, getragen vom Bundesamt für Strassen Astra 52, davon 11 in leitender Position prüfen. Sicherheit ist dabei unser wichtigstes Produkt», betont Oberleutnant Richard Arnold. Die komplexen Abläufe haben von Beginn weg gut funktioniert. «Die grösste logistische Herausforderung haben wir zu bewältigen, wenn unser Warteraum mit knapp 500 LKW voll belegt ist, gleichzeitig die Schneeräumung läuft und wir per Feintriage die tauglichen LKW eruieren und weiterschicken müssen. Zum Glück ist jetzt Sommer», lacht Richard Arnold. Erfreulich für ihn und sein Team ist auch, dass die Akzeptanz bei den Chauffeuren zugenommen hat. Sie wissen inzwischen, dass die Abläufe im SVZ funktionieren und niemand schikaniert wird. Auch Wartezeiten, etwa bei «Phase Rot» wegen einer Überlastung des Zolls nach Italien, werden geduldig akzeptiert. Die Chauffeure aus aller Herren Länder treffen sich dann, diskutieren, ruhen sich aus oder genehmigen sich einen Imbiss. Gespür für «schwarze Schafe» Rund LKW wurden im vergangenen Jahr technisch und polizeilich kontrolliert. Etwa 37 Prozent von ihnen mussten beanstandet werden. Die häufigsten Verstösse gegen die schweizerischen Vorschriften betrafen technische Mängel wie etwa eine mangelhafte Bremsleistung, zu hohe Ladegewichte, eine Überschreitung der Höchstmasse oder Nichtbeachten der Arbeits- und Ruhezeiten. «Meine Spezialisten haben inzwischen ein Gespür für verdächtige Fahrzeuge, und diese nehmen wir dann natürlich genau unter die Lupe», sagt Richard Arnold. «Aber wir sind kein Schikanebetrieb, sondern helfen den Chauffeuren bei Problemen auch weiter.» So packen die SVZ-Leute schon mal mit an, wenn eine Ladung umgeschichtet werden muss. Auch dass die Lenker kleinere mechanische Probleme vor Ort selber beheben wollen, wird vom SVZ toleriert. Zuständig für grössere Reparaturen sind hingegen die lokalen LKW-Garagenbetriebe, die so ihrerseits vom SVZ und seinem Sicherheitsauftrag profitieren. dem Astra genau umschrieben wird auch in Zukunft derselbe bleiben und besteht grundsätzlich aus drei Hauptaufgaben: Steuern, Kontrollieren und Führen des Schwerverkehrs auf dem SVZ-Areal inklusive Zufahrt ab Autobahn und Kantonsstrasse Bewirtschaften der Verkehrs- und Parkflächen im SVZ Betreiben des vorgelagerten Warteraums (Vordosierung) für das Tropfenzählersystem beim Gotthard-Nordportal Dafür sind im SVZ Erstfeld 13 Personen im Verkehrsdienst, 5 in der technischen und 16 in der polizeilichen Kontrolle sowie 2 im Inkasso tätig. Hinzu kommen die Schichtchefs sowie administratives Personal. Für Richard Arnold ist es «eine spannende Führungsaufgabe, die verschiedenen Personalbereiche gut zu koordinieren.» Insgesamt 52 Arbeitsstellen wurden durch das SVZ geschaffen. Richard Arnold legt grossen Wert auf die interne Aus- und Weiterbildung. Zum Beispiel sollte sich ein polizeilicher SVZ-Mitarbeiter auch in EU-Recht auskennen. Dank seiner Vernetzung in der ganzen Schweiz, empfiehlt sich das Urner SVZ immer wieder für Sonderaufgaben. So besteht aktuell ein Pilotprojekt zur Begleitung von Ausnahmetransporten: Das SVZ führt dieses im Auftrag der Interkantonalen Kommission für den Strassenverkehr (IKST) und sorgt damit in der ganzen Zentralschweiz für sichere Spezialtransporte. «Das ist ein spannendes Projekt, mit dem wir unsere Vielseitigkeit zeigen können», so Richard Arnold. «Es sieht zurzeit ganz so aus, dass wir die Begleitung von Ausnahmetransporten Ende 2014 in unseren Regelbetrieb integrieren können.» Die Schweiz bleibt ein Transitland im Herzen Europas und Uri bleibt mit dem Gotthard eine wichtige Drehscheibe für den Personen- und Güterverkehr auf der Strasse und auf der Schiene. Das SVZ sorgt dafür, dass der Schwerverkehr nicht einfach «geschieht», sondern aktiv geführt und geregelt wird. Da läuft etwas Der SVZ-Chef kann so manches «Müsterchen» aus dem SVZ-Alltag erzählen: von einem Transport mit sehr teuren Luxuskarossen, wobei der LKW selber aber praktisch schrottreif war; von einer spektakulären Rad-Explosion, bei der zum Glück niemand zu Schaden kam; von einem gleich viermal wegen Ölverlusts gebüssten Chauffeur oder von medizinischen Zwischenfällen, wo plötzlich eine ganz andere Art von Hilfe gefragt war. Der Auftrag des SVZ in der Leistungsverein barung mit Defekte Bremsscheiben kein Durchkommen im SVZ. Beat Arnold Dipl. Bauingenieur FH/MAS Wirtschafts ingenieur FA, Schattdorf. Regierungsrat seit 2010, Sicherheitsdirektor. Restaurant Truckstopp Gotthard Hier gibts eine Prise Fernweh kostenlos dazu, auch für das Urner Stammpublikum: Ab 5.30 bis Uhr ist der «Truckstopp» beim SVZ geöffnet und bietet neben preisgünstigen Gerichten und Er frischungen auch Kioskware und W-LAN. Auf zwei Grossbildschirmen wird laufend über die Verkehrssituation informiert. GEWERBE KAPITELTITEL Engagiert und zukunftsweisend «Die Projekta AG ist ein unabhängiges Planungs- und Beratungsunternehmen mit Verankerung im Kanton Uri, das sich durch eine treue Kundschaft und durch qualifizierte und engagierte Mitarbeitende auszeichnet.» So heisst es kurz und bündig im Leitbild der Firma. Dahinter steckt allerdings unerhört viel. Gegründet wurde die Projekta AG «Der Kanton Uri stand damals mitten im Nationalstrassenbaufieber», erklärt Verwaltungsratspräsident Markus Holzgang. «Bauingenieure im Hoch- und Tiefbau waren gefragte Leute.» Kurz entschlossen taten sich ein paar Urner zusammen und gründeten das Unternehmen, das sich auf den Hochbau sowie den Strassen- und Wasserbau konzentrierte. Heute wird die Firma bereits von der dritten Unternehmergeneration geführt. Von Josef Mettler ging 1987 die Leitung an Cornelius Koot und Arjen de Boer über, die 2006 ihrerseits die Verantwortung an die beiden Urner Stefan Huonder und Markus Holzgang übergaben. Im Zusammenhang mit dem Wachstum und der breiteren Ausrichtung der Firma wurde 2010 die Geschäftsleitung mit Daniel Grauwiler und Michel Jeisy erweitert. Generalplanungen und Gesamtprojektleitungen «Unser Tätigkeitsfeld ist im Laufe der Jahre immer vielseitiger geworden», meint Stefan Huonder. Aus diesem Grund nennt sich die Firma heute Projekta AG, Ingenieure & Planer. Und Markus Holzgang ergänzt: «Die klassischen Felder des Bauingenieurwesens mit den Gebieten Hoch-, Strassen-, Wasser- und Siedlungswasserbau machen weiterhin einen wichtigen Teil aus. In den letzten Jahren haben wir uns aber auch in den Bereichen Umwelt und Sicherheit, Erhaltungsplanung sowie Generalplanungen und Gesamtprojektleitungen spezialisiert.» Letzteres finden beide nicht nur spannend und anspruchsvoll. «Bauen aus einer Hand, von der Gesamtplanung bis zur Ausführung, wird die Zukunft sein», ist Markus Holzgang überzeugt. «Interdisziplinäre Teamarbeit und die Pflege eines gut funktionierenden Netzwerks mit anderen Spezialisten bieten für den Bauherrn einen gewaltigen Vorteil.» Doch ist die Projekta AG überhaupt in der Lage, die Gesamtplanung und Projektleitung sagen wir des neuen Kantonsspitals zu übernehmen? «Selbstverständlich», so Markus Holzgang. «Wir führen aktuell in der Grösse und Kompexitiä
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