istjetzt ein Denkmal Kontroverse Reaktionen - KZ-Gedenkstätte gefordert

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fflzi k 1l2/02,()J)J()b NS-O izrers asmo istjetzt ein Denkmal Kontroverse Reaktionen - KZ-Gedenkstätte gefordert (eva). Soll man einen Militärbau der Nazis zum Denkmal machen? In Augsburg wird diese Frage
fflzi k 1l2/02,()J)J()b NS-O izrers asmo istjetzt ein Denkmal Kontroverse Reaktionen - KZ-Gedenkstätte gefordert (eva). Soll man einen Militärbau der Nazis zum Denkmal machen? In Augsburg wird diese Frage mit ja beantwortet. Das Landesamt für Denkmalpflege hat das Offizierskasino der früheren Luftnachrichten-Kaserne in Pfersee unter Denkmalschutz gestellt. Ein Schritt, der für Kontroversen sorgt. Das alte Kasino auf dem heutigen Sheridanareal wurde zusammen mit seinem Gegenstück an der Sommestraße 30 (nun Kulturhaus abraxas) in die schwäbische Denkmalliste eingetragen. Beide Gebäude erfüllen nach Auskunft des zuständigen Referenten im Landesamt, Dr. Georg Paula, die nötigen Voraussetzungen..Beide haben einen hohen Zeugniswert für die funktions orientierte architektonische Auffassung des Nationalsozialismus , sagt er. Die beiden Gebäude seien bei der Untersuchung und Entscheidung behandelt worden wie jeder andere historische Bau. Mit Blick auf den NS-Hintergrund sei dieser Fall aber besonders sorgfältig geprüft worden. Eine großere Befürworterin des Denkmalschutzes für die beiden nationalsozialistischen Militärbauten ist Barbara Wolf vom Architekturmuseum Schwaben. Es sei allerhöchste Zeit, diese Zeitdokumente des Militärstandortes Augsburg zu sichern. Gerade das alte Sheridan-Kasino müsse gerettet werden, wenn jetzt auf dem Gelände ein komplett neues Stadtquartier gebaut wird. Befürwortet werde der Denkmalschutz für die NS-Bauten auch von Prof. Winfried Nerdinger, Direktor des Architekturmuseums Schwaben. Als äußerst problematische Altlast sieht man das nun denkmalgeschützte Sheridan- Kasino bei der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG). Sie ist Eigentümerin des früheren Militärgeländes, das gerade für zivile Zwecke erschlossen und weiterverkauft wird. Ein Nazi-Denkmal sei für den Grundverkauf nicht förderlich, meint WGB-Geschäftsführer Edgar Mathe. Der Schutzstatus erschwere auch die Suche nach neuen Nutzern. Das Offizierskasino. AZ-Bild: Anne Wall Der große Aufschrei in Augsburg bleibt aber bislang aus. Denn andere verlassen sich auf das Urteil des renommierten Architekturhistorikers Nerdinger. Wenn Nerdinger das Projekt befürworte, könne man der Sache bedenkenlos zustimmen, sagt Gemot Römer von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Wichtig sei aber, einen Ausgleich zu schaffen. Wenn das Offizierskasino auf dem Sheridan- Gelände als Denkmal behandelt werde, müsse die Stadt parallel auch die Einrichtung einer Gedenkstätte für das frühere Dachauer.. KZ-Außenlager auf dem Gelände finanziell unterstützen.,,auch das ist ein Stück deutscher Erinnerungsgeschichte , so Römer. Auch in anderen Städten Ähnlich argumentiert SPD-Bundestagsabgeordneter Heinz Paula, der in der Arbeitsgruppe gegen Rechtsradikalismus sitzt. Er fordert ein Gesamtkonzept. Zum einen müsse das Sheridan-Kasino als Ort der Mahnung gestaltet werden. Zwingend nötig sei aber auch, die Halle 116 auf dem Areal des früheren KZ- Außenlagers zu einer Gedenkstätte zu machen. Baudenkmäler aus der Zeit des Nationalsozialismus gibt es nicht nur in Augsburg. In Nümberg stehen Gebäude des NS-Reichsparteitagsgeländes unter Schutz. München plant ein NS-Dokumentationszentrum auf dem Gelände des ehemaligen Braunen Hauses an der Briennerstraße. Siehe Seite 19 NACHGEFRAGT bei Gerhard Fürmetz, Geschichtswerkstatt Fürmetz: Richtig verstandener Denkmalschutz muss sich natürlich mit der ursprünglichen Ideologie auseinandersetzen, die hinter einem Bauwerk steht. Und gerade bei NSBaudenkmälern muss man noch sensibler vorgehen als bei Bauten aus anderen Epochen. Eine reine Rekonstruktion des Gebäudes genügt nicht. Möglicherweise lässt sich die Strenge und Symbolik der NS-Architektur durch moderne Bauelemente, etwa Glas, auf(eva). Augsburg betritt schwieriges Neuland. brechen. Frage: Sehen Sie eine Gefahr, dass der Zum ersten Mal wurde mit dem Offizierskasino der früheren Luftwaffenkaserne in, denkmalgeschützte NS-Bau zu einem AnPfersee (später Sheridan-Kaserne) ein Mili- ziehungspunkt für die rechtsextreme Szene tärbau aus der Hitlerzeit unter Denkmalwerden könnte? Fürmetz: Nein, überhaupt nicht. Das Offischutz gestellt - und zwar ausdrücklich als typisches Bauwerk aus der Zeit des Natiozierskasino ist kein Nazi-Monumentalbau, nalsozialismus. Wie beurteilen Historiker sondern von der Funktion bestimmt. Im Inneden jüngsten Schritt in der Denkmalpflege?. ren gibt es allerdings einige Stellen, die erklädarüber sprachen wir mit Gerhard Fürmetz, rungsbedürftig sind, dem Vorsitzenden der Augsburger Ge- etwa das Wandfresko schichtswerkstatt. Der Historiker ist berufvon der Lechfeldlich im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in schlacht im Festsaal oder die TrinksprüMünchen tätig. che im Keller. Dort Frage: Kann ein Hitler-Bau wirklich muss man mit Erläuschützenswert sein? Schließlich war das N a- terungen arbeiten ziregime verbrecherisch und menschenveroder die Architektur - etwa mit Licht - so achtend. Fürmetz: Selbstverständlich ist das Offi- inszenieren, dass sie zierskasino schützenswert. Architektur ist verfremdet wird. Danichts Statisches und die Bezeichnung als mit bewirkt man, Hitler-Bau ist irreführend. Das Kasino wurde dass Betrachter über in der zeittypischen Architektur für die deutdie bewusste ideolo, sehe Wehrmacht errichtet, Nach 1945 haben gische Gestaltung der Trinkszene es die Amerikaner weit gehend unverändert Nazis nachdenken, weitergenutzt. Damit hat das Gebäude über Als Magnet für Neonazis wäre das Offiziers[ahrzehnte hinweg eine wichtige Funktion für kasino aus meiner Sicht nur dann denkbar, das Militär erfüllt. Wenn man dieses Gebäude wenn man es als Ruine offen zugänglich dafür nicht schützenswert hielte,' müsste man stehen ließe. Dann könnte es allerdings zu eiauch zahlreiche andere Bauten aus der Zeit ner Gefahr werden. des Nationalsozialismus in Augsburg abreifrage: Wie sollte man mit dem Bau umgeßen, etwa das Landratsamt oder das Stadthen, um Ewiggestrige [emzuhalten? theater, Beim Umbau des Theaters hat sich Fürmetz: Beim Kasino muss zunächst gehitler persönlich in die Planung eingebracht, rettet werden, was zu retten ist. Anfang der beim Kasino dagegen nicht.. 90er Jahre war es baulich noch top in Schuss. Frage: Wird mit dem Denkmalschutz fürs In den vergangenen zehn Jahren wurde es daoffizierskasino nicht auch automatisch die gegen extrem vernachlässigt. Jetzt gibt es dort Ideologie der Nazis aufgewertet? erhebliche Feuchtigkeitsschäden. Deshalb,~Mit der NS-Ideologie muss man sich auseinandersetzen bin ich skeptisch, ob es trotz Denkmalschutz wirklich stehen bleiben wird. Wichtig wäre, das Gebäude im Zusammenhang mit einer behutsamen Sanierung, die ich begrüßen würde, öffentlich zugänglich zu machen. Warum nicht mit einer kulturellen oder gastronomischen Nutzung? Schließlich hat es historisch schon immer Freizeitzwecken gedient. Eine Abschottung halte ich für verkehrt. Es ist wichtig, dass sich die Menschen auch mit der NS-Zeit auseinandersetzen können. Frage: Welche Vorbilder sehen Sie in anderen Städten, um zeitgemäß mit dem Nationalsozialismus umzugehen? Fürmetz: Augsburg sollte beim Umgang mit historischer Bausubstanz generell viel mehr auf Vorbilder in anderen Orten achten. Über-. all dort, wo alte Kasernen sensibel umgenutzt werden, kann man Anregungen finden. Zum Beispiel in Bad Tölz, wo eine NS-Kaserne zum Behördenzentrum umgewandelt 'wurde. Oder nehmen wir das Beispiel München. Dort wird ein Dokumentationszentrum über den Nationalsozialismus ganz in der Nähe noch erhaltener NSMonumentalbauten eingerichtet. Man kann aber auch gute Gerhard Fürmetz Vorbilder in Augsburg finden. Wenn man sich an der Umgestaltung der (nicht nationalsozialistischen) Prinz-Karl-Kaserne orientieren würde, wäre mir nicht bange. Das ist wirklich gelungen. Frage: Es gäbe sicher auch einige, die das NS-Offizierskasino lieber abreißen und dann eine Gedenktafel aufstellen würden... Fürmetz: Es gilt, Orte der Erinnerung zu schaffen und diese sichtbar zu machen. Das ist von zentraler Bedeutung. Deshalb genügt es auch nicht, Gedenktafeln, aufzustellen. Eine lebendige Erinnerung braucht visuelle Anreize. So sieht es im Festsaal des Offizierskasinos aus: Im Inneren dominieren roter Naturstein und Holzvertäfelungen sowie ein Schlachtenbild. Der Teppichboden stammt von den Amerikanern. KOMMENTIERT Gedächtnisorte mit Blick auf Opfer und Täter Viele Menschen werden erst einmal zusammenzucken, wenn ein Bauwerk aus der Zeit des Nationalsozialismus unter Denkmalschutz gestellt wird. Noch dazu ein Bau, der nicht die Opfer des Nazi-Terrors zum Thema hat, sondern ein Militärbau der damaligen Machthaber. Das alte Offizierskasino auf dem Sheridan-Gelände ist gerrau so ein Bauwerk. Deshalb war es ein mutiger Schritt von Seiten des Architekturmuseums, für den Denkmalschutz einzutreten. Museumsleiter Winfried Nerdinger gilt als eine Institution in solchen kritischen Fragen. Seit Jahren tritt er dafür ein, aus der Zeit des Nationalsozialismus die Orte der Opfer und der Täter sichtbar zu machen, um politisches Erinnern zu ermöglichen. Auch das neue NS- Dokumentationszentrum in München war sein Vorschlag. Allgemein sprechen sich Fachleute für einen Wandel in der deutschen Erinnerungskultur aus. Wasdie Zeit des Nationalsozialismus angeht, sei es notwendig, Gedächtnisorte mit Blick auf Opfer und Täter zu schaffen. Genau diese Forderung sollte sich auch die Stadt Augsburg zu eigen machen. Denn sie kommt nun durch den Denkmalschutz fürs NS-Offizierskasino auf dem Sheridangelände in Zugzwang. Weil das Denkmal rasch verfällt, muss bald entschieden werden, wie man weiter damit umgeht. Und möglichst zeitgleich sollte auch geklärt werden, wann die Gedenkstätte fürs KZ-Außenlager in Halle 116 kommt. Ein Gesamtkonzept wäre gut - mit Dokumentation und Information. Eva Knab } Ein ganzes Haus im Hifler- Stil Wie ein altes Offizierskasino der Wehrmacht jetzt zum Baudenkmal wurde Von unserer Redakteurin Eva Maria Knab I Über dem Eingang thront ein mächtiger Reichsadler. Drinnen erstre'ckt sich ein martialisches Schlachten bild über eine ganze Wand. Und überall im Gebäude stößt man auf weitere Symbolik der Hitlerzeit. Bis ins Detail sei im Offizierskasino der früheren Luftnachrichten-Kaserne in Pfersee die architektonische,,ästhetik des Nationalsozialismus sichtbar, sagen Historiker. Und genau dieses symbolträchtige Gebäude aus der Nazi-Zeit wurde nun in Augsburg unter Denkmalschutz gestellt. Die endgültige Entscheidung fiel kürzlich in München. Das Landesamt für Denkmalpflege nahm das Kasino der früheren Luftnachrichten-Kaserne (später Sheridan-Kaserne) offiziell in die schwäbische Denkmalliste auf. Übrigens: Auch sein Gegenstück in der Sommestraße - das bereits ganz anders genutzte Kulturhaus abraxas - hat den Schutzstatus bekommen..beide Gebäude haben hohen Zeugniswert und vermitteln die Architekturauffassung der Zeit , sagt Dr. Georg Paula als zuständiger Referent. Die Denkmalpfleger in München haben sich also dafür entschieden, zwei Gebäude als architektonische Symbole des Nationalsozialismus unter Schutz zu stellen. Doch der Anstoß dafür kam aus Augsburg. Genauer gesagt: von Barbara Wolf vom Architekturmuseum Schwaben.,,Aus meiner Sicht wäre es gut gewesen, verschiedene Gebäudetypen der früheren Sheridan-Kaserne als Ensemble zu erhalten , sagt die Expertin, die sich seit langem mit den alten Kasernen im Augsburger Westen beschäftigt. So wäre der Charakter des Mili- Aus demselben Stein sind die aufwändig protärgeländes sichtbar geblieben. Doch die Rea- filierten Fenster- und Türstürze. Alle Haupttüren des Kasinos waren gedoppelt, aus Eilität sieht anders aus. Nur drei historische Bauten bleiben. Sonst wird der Altbestand auf chenholz gearbeitet und mit schmiedeeiserdem Areal platt gemacht, um dort ein völlig nen Armaturen verziert. Ein Brunnen aus Naneues Stadtquartier mit Wohn- und Arbeits- turstein und der bronzene Reichsadler am östplätzen zu errichten. lichen Eingang sind weitere aufwändige DeWenigstens das Offizierskasino soll nun ge- tails eines Baustils, den Historiker als eine rettet werden, fordert Wolf. In seiner Bauart Verquickung von Antiken-Rezeption und und Ausstattung stehe es geradezu symbolhaft deutschem Heimatstil der Hitlerzeit beschreifür das alte Kasernengelände in Pfersee. In ih- ben. Richtig aufwändig wird es drinnen im Kasirer Meinung sieht sie sich durch eine frühere bauhistorische Expertise bestärkt, die im Auf- no, wo früher die Offiziere als.leitfiguren des trag der Stadt entstand. Die GeschichtswerkHeeres ein- und ausgingen. Im alten Festsaal statt betrieb damals Pionierforschung, um die dominieren schweres Eichenholz, das für TüHistorie der Kasernen im Augsburger Westen ren und Vertäfelungen verwendet wurde, und genauer zu erkunden. Und auch weiter Solnhofer Stein, roter Marin dieser Expertise zur Umwandmor und Porphyr. Ein großes Wandfresko zeigt den hl. Ulrich lung der alten Militärflächen gebe Aufwändig bei der Schlacht auf dem Leches eine Empfehlung, Gebäude bis in den wie das Offizierskasino unter feld. Historiker stufen die SzeneTrinkkeller Denkmalschutz zu stellen. Das rie als programmatisches Propahat nichts mit einer Verklärung ganda-bild, für das Heer ein. Und der NS-Ideologie zu tun , stellt dann ist da noch der Keller. Dort Wolf klar. Vielmehr gehe es darum, ein bauli- sieht man in mittelalterlich wirkender Geches Zeitdokument zu sichern, das ein wich- wölben die Bier- und Weinseligen förmlich vor sich sitzen. Zwischen Wandbildern mit tiges Kapitel der Augsburger Stadtgeschichte als Militärstandort widerspiegelt: Nicht nur. Rittern und Mönchen, Trinksprüchen an den die Hitlerzeit, sondern auch die Zeit der ame- Fenstern und mächtigen Kachelöfen. rikanischen Truppen. Die Amerikaner haben später einige Räume Für Besucher ist im heute verlassenen Offi- im Offizierskasino verändert. Doch überall zierskasino aus den 30er Jahren der Hauch blitzt noch Hitler'sche Ideologie auf. Die.Arder Geschichte noch überall deutlich zu spü- chitektur ist aus nationalsozialistischem Geren. Unübersehbar ist auch der besondere ar- dankengut entsprungen , bestätigt Wolf. Und chitektonische Aufwand, der für eine herausgerade das gelte es nun zu dokumentieren. gehobene Wehrmachtsgattung wie die Luft- Der Denkmalschutz ist aus ihrer Sicht aber waffe getrieben wurde. Das zeigt sich etwa am kein Bekenntnis zur Ideologie, sondern zum zeittypischen Baumaterial. Außen am Kasino Bau. Und ganz wichtig sei auch, Besucher mit findet man Eckornamente aus Muschelkalk. dem Baudenkmal später nicht allein zu las- sen. Man muss darauf hinweisen, um welches Gebäude es sich handelt. Wenn schon Denkmalschutz, dann ist es jetzt höchste Zeit dafür, meinen Experten. Denn das verlassene Offizierskasino verfällt zusehends. Der Keller sieht feucht aus. An vielen Stellen ist Schimmel zu sehen. Wenn nicht bald ein Bauunterhalt erfolge, werde es nicht mehr hinge stehen, meint Wolf. Ob es noch so lange steht, bis die Städtische Wohnungsbaugesellschaft WBG als Grundeigentümer über neue Nutzungen für den alten Bau entscheidet? Das ist zumindest fraglich. Denn das wird noch zwei Jahre dauern, sagt Geschäftsführer Edgar Mathe. Er sieht in dem nunmehr geschützten Kasino eine höchst problematische Altlast. Nicht nur weltanschaulich: Mit dem herausgehobenen Schutzstatus für den Bau werde auch die Ideologie der Nationalsozialisten erhöht, meint er. Auch sei es mit den strengen Vorschriften des Denkmalschutzes viel schwieriger, das Offizierskasino für neue Nutzer umzubauen. Nicht zuletzt hält Mathe einen Nazi-Bau ausgesprochen schlecht fürs Geschäft mit Grund und Boden. Wir verkaufen im Augsburger Westen nicht Grundstücke, sondern Nachbarschaften. Aug~bu'rg: Im Brenn unkt Samstag, 2. September 2006 AZ Nummer 202 Barbara Wolf vom Architekturmuseum (oben) befürwortet den Denkmalschutz für das Offizierskasino. Typisch für den NS-Baustil sind die Kellergewölbe (links) und der R.eichsadler. Bilder: Anne Wall 39 Gesellige Stimmung im Weinkeller sollten Trinksprüche am Fenster (oben), humorige Wandbilder (Mitte) und Kachelöfen erzeugen. DATEN UND FAKTEN Militärbauten. Augsburg stand als 1939 von Hitler ernannte Gauhauptstadt völlig im Zeichen der von den Nationalsozialisten vorangetriebenen Remilitarisierung. Sie führte reichsweit zum Bau von 532 Kasernen. Kaserne. Nach historischen Recherchen wurde die Luftnachrichten-Kaserne in Pfersee bis 1938 fertig gebaut. Vorschriften, Die Errichtung der K'ilse~T nenkomplexe galt damals als eine der neuen Aufgaben, die dem Berufsstand der Architekten vor allem auch in ideologischer Hinsicht übertragen worden war. Möglich war dies nur mit einer reichsweit gültigen Normierung und Typisierung von ganzen Gebäudekomplexen, die von den Heeresbauämtern vorgegeben und ausgeführt wurden. Amerikaner. Das Sheridan-Offizierskasino wurde von den US-Streitkräften nach 1945 um einen Saal erweitert und in den 8Dern restauriert. NS-Insignien wurden nicht entfernt. Quellen: Geschichtswerkstatt, Architekturmuseum Gesellige Stimmung im Weinkeller sollten Trinksprüche am Fenster (oben), humorige Wandbilder (Mitte) und Kachelöfen erzeugen. DATEN UND FAKTEN Militärbauten. Augsburg stand als 1939 von Hitler ernannte Gauhauptstadt völlig im Zeichen der von den Nationalsozialisten vorangetriebenen Remilitarisierung. Sie führte reichsweit zum Bau von 532 Kasernen. Kaserne. Nach historischen Recherchen wurde die Luftnachrichten- Kaserne in Pfersee bis 1938 fertig gebaut. Vorschriften. Die Errichtung der Kaserneukomplexe galt damals als eine der neuen Aufgaben, die dem Berufsstand der Architekten vor allem auch in ideologischer Hinsicht übertragen worden war. Möglich war dies nur mit einer reichsweit gültigen Normierung und Typisierung von ganzen Gebäudekomplexen, die von den Heeresbauämtern vorgegeben und ausgeführt wurden. Amerikaner. Das Sheridan-Offizierskasino wurde von den US-Streitkräften nach 1945 um einen Saal erweitert und in den 80ern restauriert. NS-Insignien wurden nicht entfernt Quellen: Geschichtswerkstatt, Architekturmuseum
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