K o n z e p t. der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

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K o n z e p t der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Verein Helfende Hände e.v. Dessau-Roßlau Kindertreff mit Herz Stand Januar 2018 Seite 1 von 22 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 3 2. Angebot und Rahmenbedingungen
K o n z e p t der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Verein Helfende Hände e.v. Dessau-Roßlau Kindertreff mit Herz Stand Januar 2018 Seite 1 von 22 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 3 2. Angebot und Rahmenbedingungen Gesetzliche Grundlagen Zielgruppen Ziele Kindertreff mit Herz 7 3. Handlungsfelder und Arbeitsbereiche offene Arbeit und offene Angebote themenbezogene Projektarbeit Veranstaltungen Ferienangebote Eltern- und Familienarbeit Jugendhilfe und Schule Sicherung des Kindeswohl Qualität Inhaltliche Qualität Strukturelle Qualität Ergebnisqualität Kooperation und Vernetzung Ehrenamtliches Engagement und Besonderheiten Entwicklung und Statistik 22 Seite 2 von 22 1. Einleitung Offene Kinder- und Jugendarbeit bildet als außerschulischer Lernort einen wesentlichen Bestandteil in der kommunalen Bildungslandschaft. Ziel ist eine ganzheitliche, lebens- und sozialraumorientierte verortete Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen. Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet dabei auch eine Alternative zu kommerziellen Freizeitangeboten. Sie hat daneben aber auch einen Präventionscharakter und einen öffentlichen Erziehungsauftrag neben Schule und Elternhaus. Den Kindern und Jugendlichen soll ein soziales Lern- und Experimentierfeld geschaffen werden, indem sie eine Begleitung und Unterstützung bei der Gestaltung und Entwicklung ihrer Lebensentwürfe erhalten. Offene Kinder-und Jugendarbeit muss sich immer wieder neu den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anpassen, indem sie auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Die Herausforderung für die tägliche Arbeit besteht darin, die Konzepte und die Praxis weiterzuentwickeln. Die vorliegende Konzeption bildet die Grundlage für die Offene Kinder- und Jugendarbeit des Vereins Helfende Hände e.v. Dessau-Roßlau. Gesellschaftliche und gesetzliche Veränderungen im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit machen eine regelmäßige Überprüfung der konzeptionellen Grundlagen erforderlich. 2. Angebot und Rahmenbedingungen 2.1 Gesetzliche Grundlagen Die gesetzliche Grundlage für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ergibt sich aus dem ersten Abschnitt des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII): Gemäß 11 des SGB VIII sind jungen Menschen die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Dabei können Angebote der Jugendarbeit auch Personen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, in angemessenem Umfang einbeziehen. Weiterhin basiert die vorliegenden Konzeption auf den Grundlagen des Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG), des Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFöG) sowie des Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG). Weitere Arbeitsgrundlage ist die Jugendhilfeplanung, Teilplan Kinder und Jugendarbeit der Stadt Dessau-Roßlau. Seite 3 von 22 Diese Aufgaben der Offenen Jugendarbeit nimmt der Verein Helfende Hände e.v. auf Grundlage des 74 SGB VIII (Förderung der freien Jugendhilfe) und 80 SGB VIII (Jugendhilfeplanung) wahr. 2.2 Zielgruppen In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist es unser Anliegen, die Potentiale von Kindern und Jugendlichen auf vielfältige und nachhaltige Art und Weise gemeinsam zu entdecken, zu fördern und zu erweitern. Gemäß SGB VIII sind jungen Menschen die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Diese sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Dieses Recht gilt für alle jungen Menschen, unabhängig von Herkunft, Kultur, Glaube, sozialem Status, Altersgruppe, körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung. Wir sehen uns in der Verantwortung, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten, bedarfsgerechte Angebote zu unterbreiten, alle Zielgruppen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit angemessen zu berücksichtigen und im möglichen Umfang eigene Mittel und Ressourcen dafür einzusetzen. Die Sozialplanung der Stadt Dessau-Roßlau definiert den Stadtteil Dessau-Nord als Interventionsgebiet. Das heißt, es handelt sich um ein benachteiligtes und problembelastetes Gebiet. Gemäß der Jugendhilfeplanung Teilplan Kinder und Jugendarbeit Stand 2011 hat der Planungsraum IV einen durchschnittlichen Anteil von Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren von 14%. Laut der Bevölkerungsprognose werden im Jahr 2020 jedoch mehr Einwohner in der Altersgruppe 0 bis 13 Jahre dort leben. Im Vergleich zu den anderen Planungsräumen leben durchschnittlich weniger Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in diesem Bereich. Im Planungsraum IV wohnten am ca. 15% der Arbeitslosen unter 25 Jahren. Im Vergleich mit den anderen Planungsräumen ist das ein durchschnittlicher Wert. Dabei ist zu beachten, dass 19,0 % aller Alleinerziehenden Frauen der Stadt Dessau-Roßlau in Dessau-Nord leben. Nach den Innerstädtischen Bereichen Mitte und Süd ist das der höchste Wert. Auf Grund der o.g. Ergebnisse hat die Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfeplanung folgendes Fazit gezogen: Aufgrund der Prognose und dem vergleichsweise schlechten Sozialstatus ist der Planungsraum IV ein Stadtgebiet mit einem hohen Bedarf an Angeboten für Kinder und Jugendliche. Im Planungsraum IV wird aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfeplanung festgestellt, dass ein Seite 4 von 22 hoher Bedarf an Angeboten für Kinder und Jugendliche besteht Bedarf für eine zentrale Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche niedrigschwellige, integrative und heterogene Angebote spezielle Angebote Altersgruppe Jahre mobile Angebote im Planungsraum Vernetzung aller Akteure im Planungsraum Unser Verein setzt sich mit seinem Angebot für alle Kinder und Jugendlichen, in besonderem Maße aber auch für die Kinder und Jugendlichen ein, deren Zugang zur Verwirklichung ihrer Rechte zum Beispiel aufgrund von Armut, Bildungsdefiziten oder gesellschaftlicher Ausgrenzung nur unzureichend gewährleistet ist. Es ist uns ein Anliegen, auf die soziale Heterogenität auch in unseren Angeboten zu achten, um die unterschiedlichen Ressourcen der jungen Menschen für ein gelingendes Miteinander nutzen zu können und ein gemeinsames Verständnis für die vielfältigen Lebenslagen und Lebensentwürfe zu schaffen und zu schärfen. Die zentrale Zielgruppe der Angebote des Vereins sind Jungen und Mädchen im Alter von 6-15 Jahren. Das offene Angebot des Vereins ist für die Kinder und Jugendlichen frei zugänglich und wählbar, leicht erreichbar und nicht an Bedingungen geknüpft und in der Regel kostenfrei. Anmeldungen durch die Kinder und Jugendlichen oder Eltern sind nicht erforderlich. 2.3 Ziele Grundsätzlich hat Jeder junge Mensch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ( 1 Abs. 1 KJHG). Neben den Eltern soll auch die Jugendhilfe nach ihren Möglichkeiten dazu beitragen, dieses Recht zu verwirklichen (vgl. 1 Abs. 3 Nr. 1 KJHG). Eine Verknüpfung des Rechts auf Förderung und Erziehung der Minderjährigen mit dem Handlungsauftrag der Jugendhilfe findet so durch 1 Abs. 1 und 3 KJHG statt. Adressaten dieses Gesetzes sind alle jungen Menschen bis 27 Jahre (vgl. 7 KJHG). Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der inhaltlichen Arbeit in Einrichtungen der offenen Jugendarbeit basiert auf 9 Nr. 3 KJHG: Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben sind die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern. 11 KJHG beschreibt die schwerpunktmäßigen Inhalte der Jugendarbeit, die sich an den Bedürfnissen und Interessen junger Menschen orientieren und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden sollen. Ziele dieser Inhalte sind dabei, den jungen Menschen zur Selbstbestimmung zu befähigen und ihn zu gesellschaftlicher Seite 5 von 22 Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen (vgl. 11 Abs. 1 Satz 2 KJHG). Zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit gehören: 1. außerschulische Jugendbildung mit allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, kultureller, naturkundlicher und technischer Bildung, 2. Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit, 3. arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Jugendarbeit, 4. internationale Jugendarbeit, 5. Kinder- und Jugenderholung, 6. Jugendberatung ( 11 Abs. 3 KJHG). Diese Schwerpunkte der Jugendarbeit dürfen nicht als endgültig feststehend betrachtet werden. Sie stellen lediglich den Mindestumfang der Jugendarbeit dar und müssen weiterentwickelt und fortgeschrieben werden. Der Verein Helfende Hände bietet Freizeitangebote, die auf die verschiedensten Wünsche und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien zugeschnitten sind und von diesen aktiv mitgestaltet werden können: Feste und Feiern, Spiel- und Sportprogramme, mediale und kreative Betätigungsfelder sowie Ferienreisen. Unsere Angebote wenden sich auch an Kinder, Jugendliche und Familien, die von sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung bedroht sind und sollen einen aktiven Beitrag zur deren sozialer Integration leisten. Unsere Angebote setzen an Stärken und Ressourcen junger Menschen an und unterstützen sie bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben. Wir sehen Kinder, Jugendliche und Familien im Kontext ihrer Bezugsgruppen, fördern deren Unterstützungspotential und sind Ansprechpartner. Unsere Angebote sind auf die Befähigung zur Selbsthilfe ausgerichtet. Wir sind an der Gestaltung von Lebensräumen und Lebensorten interessiert und unterstützen die räumlichen und örtlichen Entwicklungen und jugendkulturelle Ausdrucksformen. Offene Kinder- und Jugendarbeit gestaltet soziale Infrastruktur entsprechend der Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien mit. Wir setzen auf die Kooperation mit anderen sozialen Einrichtungen und streben eine Vernetzung unterschiedlicher Handlungsfelder an. Wir schaffen Möglichkeiten zur Begegnung und Auseinandersetzung mit Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen, religiösen Überzeugungen oder politischer Orientierungen. Seite 6 von 22 2.4 Kindertreff mit Herz Lage und Umgebung Ferd.-v.-Schill-Str. 7 in Dessau-Roßlau (Erdgeschoss im ehemaligen Puppentheater) Nähe Zentrum von Dessau-Roßlau Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten Rathaus- und Dessau-Center Kino Stadtpark Kinder- und Jugendsozialarbeit des KIEZ e. V. Jugendtreff AJZ JKS Nord (Außenstelle JKS Krötenhof) Musikschule Marienkirche Anhaltische Landesbücherei Museum für Stadtgeschichte Grundschule Friederikenstraße Evangelische Grundschule Sekundarschule Am Rathaus Liborius Gymnasium Regenbogenschule (Förderschule für geistig behinderte Menschen) Laut Jugendhilfeplanung Teilplan Jugendarbeit der Stadt Dessau-Roßlau (Stand 2011) gibt es weiterhin insgesamt 7 Sportanlagen (Sportplätze, Sporthallen) die entweder den Schulen zugeordnet sind oder durch Sportvereine betrieben werden. Ein Teil der Sportvereine bietet auch Angebote für Kinder und Jugendliche an. Im Planungsraum IV gibt es insgesamt 5 öffentliche Spielplätze. Ausstattung und baulicher Zustand sind aber sehr unterschiedlich. Räumlichkeiten offener Bereich Vorraum mit Kicker Großer Raum mit Wii, Sitzecke mit Sitzsäcken, Bühne, Tische und Stühle Raum mit PC, größerem Tisch und Stühlen für u.a. Bastelmöglichkeiten Küche Raum Einzelgespräche, Hausaufgabenunterstützung u.ä. mit PC und Drucker Büro mit zwei Schreibtischen und vollständiger Büroausstattung Freifläche mit Tischtennis, Trampoline und Slagline, Sitzgruppe Seite 7 von 22 Küche großer Raum mit Bühne, Tischtennis Großer Raum mit Bühne Seite 8 von 22 Vorraum mit Kicker Freifläche mit Trampoline zweiter Raum Sitzgruppe auf Freifläche Zimmer für Hausaufgabenunterstützung und Einzelgespräche Nutzung der Räumlichkeiten durch: Regelmäßige Angebote im offenen Bereich Projektarbeit, themenbezogene Angebote, Angebote mit unterschiedlichen Kooperationspartnern Arbeitskreise, Sitzungen und Dienstberatungen, Einzelgespräche Fortbildungen, Schulungen, Infoabende und Vortragsreihen Seite 9 von 22 Öffnungszeiten Montag bis Freitag Uhr Uhr Angebotszeiten Montag bis Freitag bei Bedarf Uhr Uhr Hausaufgabenunterstützung Personal Leiterin : ehrenamtliche Mitarbeiterin Kinderheilerziehungspflegerin z.zt. duale Ausbildung zum staatl. anerkannten Erzieher : 40 Wochenstunden Staatl. anerkannter Erzieher : 40 Wochenstunden derzeit ausgeschrieben Angebote Hausaufgabenbetreuung Musik- und Kulturveranstaltungen Sportangebote und Turniere Kindertage und Kinderdisko Offene Bühne Ferienworkshops und Ferienprogramme wöchentliches Programm mit tgl. wechselnden Angeboten Ausflüge und Fahrten Kochkurse Bastelangebote Eigenverantwortlich organisierte Veranstaltungen durch Jugendliche (Filmund Wii) Prävention, Beratung und Information 3. Handlungsfelder 3.1 offene Arbeit und offene Angebote Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist geprägt durch eine Willkommenskultur. Das bedeutet Zeit für Gespräche und gemeinsame Aktionen. Unsere pädagogische Überzeugung ist, dass junge Menschen Räume zur Selbstaneignung und Selbstbestimmung brauchen. Seite 10 von 22 Wir wertschätzen Kinder und Jugendliche als eigenständige Persönlichkeiten in unserer alltäglichen Arbeit und sorgen für attraktive Räumlichkeiten und Ausstattungen. Schön, dass DU da bist, bildet die Grundlage unserer qualitativen Beziehungsarbeit. Wir verstehen uns als Gastgeber für die Kinder und Jugendlichen, die unsere Angebote und Einrichtungen besuchen. Offene Arbeit definiert sich dadurch, dass jeder unter pädagogischer Begleitung die Angebote und Räumlichkeiten nutzen kann. Der offene Kinder- und Jugendbereich zeichnet sich aus durch den Charakter der Freiwilligkeit. Kinder und Jugendliche können sich treffen, ohne sofort in vielfältige pädagogische Aktivitäten eingebunden zu werden. Gleichzeitig ist hier der Ort, an dem die pädagogischen MitarbeiterInnen und ehrenamtlichen Helfer die Angebote des Hauses bekannt machen und für diese Angebote motivieren. Das Wochenprogramm wird an einer Metaplantafel in den Vereinsräumen veröffentlicht und teilweise durch Bilder oder Piktogramme allgemeinverständlich dargestellt. Die Angebote des Kindertreffs mit Herz zeichnen sich durch Freiwilligkeit, Niedrig- Schwelligkeit und Offenheit aus. Das Motto die eigene Freizeit gestalten rückt in den Fokus. Der Offene Treff und die Offenen Angebote orientieren sich hierbei an den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppen. Wir schaffen geschützte Räume und vielseitige Gestaltungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, in denen Kinder und Jugendliche sich ausprobieren können. Die Bereitstellung umfassender Beteiligungsmöglichkeiten, auch über die konkrete Aktion hinaus, z. B. durch Mitsprache bei Raumgestaltung, Auswahl und Konzeptionierung von Angeboten und Aktivitäten, ist uns dabei ein wichtiges Anliegen. Der Offene Treff bildet den Ausgangspunkt der Begegnung in der Offenen Arbeit. Er wird durch die Offenen Angebote ergänzt. In den Offenen Angeboten werden thematische Schwerpunkte gesetzt. Die Bandbreite umfasst hierbei Angebote in Sport und Spiel, kreative und handwerkliche, kulturelle, geschlechtsspezifische, mediale Angebote und Beratungsangebote. Die Kinder und Jugendlichen werden im Offenen Treff und den Offenen Angeboten von uns begleitet, wir setzen Impulse und schaffen altersgerechte Freiräume und Erfahrungsmöglichkeiten. Darüber hinaus kann es im Rahmen Offener Treffs und Angebote auch selbstverwaltete Räume und Angebote geben. Hierbei werden die Kinder und Jugendlichen von uns pädagogisch unterstützt und begleitet, die Aktivitäten jedoch von den Kindern und Jugendlichen selbst durchgeführt. Die Ausgestaltung und Organisation sowie die Verbindlichkeit dieser selbstverwalteten Angebote liegt im Ermessen der jungen Menschen, solange dieses unter Berücksichtigung unserer Grundprinzipien und Leitlinien geschieht. Im offenen Bereich werden auch Probleme und Konfliktlagen deutlich. Es entstehen die Kontakte, die in Beratung, Einzelbetreuung oder Gruppenarbeit vertieft werden. Die Einrichtung bietet allen Kindern und Jugendlichen täglich einen Schutz- und Freiraum und sozialen Treffpunkt. Die Erfahrungen unserer MitarbeiterInnen und ehrenamtlichen Helfern zeigen jedoch, dass ein Bedarf auf eine Öffnung des Kindertreffs vor der im QM-Handbuch der Stadt Dessau-Roßlau festgelegten Seite 11 von 22 Öffnungszeit von derzeit Uhr besteht. Insbesondere in den kalten Wintermonaten wird beobachtet, dass die Kinder und Jugendlichen bereits ab 13 Uhr vor der Einrichtung stehen. ausgewählte Angebote Bewegung hält fit Bewegung ein großer Schwerpunkt im Kindertreff mit Herz. Der Trend zum Übergewicht steigt in Deutschland stetig an. Und nicht nur bei den Erwachsenen sondern auch bei Kindern und Jugendlichen. Vielen Kindern und Jugendlichen fällt es schwer ihre Bewegungen zu koordinieren. Dies liegt teilweise am schon vorhandenen Übergewicht aber auch an mangelnder sportlicher Bewegung im Alltag der Kinder. Im Kindertreff werden regelmäßig Zumba, Tanz, Tischtennis, Zweifelderball und andere Aktivitäten angeboten. Für die Kinder und Jugendlichen stehen im Außenbereich ein Trampolin und eine Slagline zur Verfügung. Kreatives Gestalten Den Kindern und Jugendlichen werden vielfältige Angebote unterbreitet um ihre Fähig- und Fertigkeiten im kreativen Bereich zu erkennen und zu verwirklichen, ihre Feinmotorik zu trainieren und somit ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Durch verschiedene Bastelangebote, die sich an den Interessen der Kinder und Jugendlichen als auch an den Jahreszeiten und Feierlichkeiten orientieren, ist es möglich positiv auf die Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten einzuwirken. Die Kinder und Jugendlichen können die verschiedensten Materialien und Techniken ausprobieren. Da dies ohne Bewertung erfolgt, erleben die Kinder und Jugendlichen ihre eigene Kreativität stets positiv. Kochkurs international Im Rahmen der täglichen Arbeit wurde beobachtet, dass gemeinsames Kochen und Essen in jeder Kultur ein wichtiger Bestandteil ist/ war/oder wieder sein sollte. Haben wir uns bisher auf die gesunde Küche konzentriert, möchten wir unser Angebot auf internationaler Ebene erweitern und somit den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verstärkt Rechnung tragen. Unseren Kindertreff besuchen Flüchtlingskinder, die den Wunsch geäußert haben, sehr gerne ihre heimatliche Küche vorstellen zu dürfen. Auf diesen Bedarf werden wir uns einstellen und unseren Kochkurs darauf ausrichten. Gleichzeitig sollen mit dem gemeinsamen Kochen soziale Kompetenzen, Kommunikation und Teamarbeit der Kinder und Jugendlichen gefördert und gestärkt werden. Grenzen innerhalb des Umgangs der Kinder und Jugendlichen sollen weiter abgebaut und die Sprache Deutsch als Fremdsprache nebenbei gelernt und gefestigt werden. Seite 12 von 22 Medien und soziale Netzwerke Neben dem begleiteten Internetzugang stehen altersentsprechende Konsolenspiele zur Verfügung. Regelmäßig finden themenorientierte Programme in der Einrichtung statt. Die Vermittlung von Medienkompetenzen findet unter anderem auch in Form von Projektarbeit statt. Zielgruppe sind hier Kinder, Jugendliche und Eltern. Prävention, Beratung und Einzelarbeit Alle Angebote und Methoden der Einrichtung orientieren sich an den Grundsätzen der sucht- und gewaltpräventiven Arbeit. Vermittlung von Sicherheit und Vertrauen, Akzeptanz und Auseinandersetzung mit jugendlichen Lebens- und Wertvorstellungen, sowie der Stärkung individueller Fähigkeiten bei den BesucherInnen der Einrichtung stehen dabei im Vordergrund. Ein Teil der pädagogischen Arbeit ist die Beratung für Jugendliche. Die MitarbeiterInnen beraten die Betroffenen bei Problemen in allen Lebensbereichen und in Krisensituationen. Hi
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