Kanton Zürich Sportamt. Sporteltern. Toolbox

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3, 2 Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Einleitung Impressum Familie und soziales Umfeld Betreuen und Begleiten A.01 Soziale Medien A.02 A Strukturen
3, 2 Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Einleitung Impressum Familie und soziales Umfeld Betreuen und Begleiten A.01 Soziale Medien A.02 A Strukturen und Förderung Nachwuchsförderung und Strukturen B.01 Talentmerkmale und Selektion B.02 B Ausbildung und Sport Berufsberatung und Bildungssystem C.01 Primar- und Sekundarstufe l (Oberstufe) C.02 Mittelschule und Berufsbildung Höhere Berufsbildung, Hochschulen und Militärdienst C.03 C.04 Training und Wettkampf Trainings- und Wettkampfplanung D.01 Trainingssteuerung D.02 Regeneration D.03 Leistungsfähigkeit und Gesundheit Wachstum und Entwicklung E.01 Ernährung E.02 Sportpsychologie und mentales Training E.03 Sportmedizin und Prävention E.04 Anti-Doping E.05 Finanzen und Organisation Planung, Finanzen und Versicherung F.01 Zeitmanagement F.02 C D E F Ethik und Prävention, 1, go Spirit of Sport G.01 G Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Einleitung Als Eltern eines Sporttalents investieren Sie Zeit, Geld und vieles mehr in die Leidenschaft Ihres Kindes. Sie leisten einen enormen Einsatz und sind eine wichtige Stütze auf seinem sportlichen Weg. Unterstützen, Fördern und im richtigen Moment Loslassen sind anspruchsvolle Aufgaben, die von Sportmüttern und -vätern wahrgenommen werden. Die «Toolbox für Sporteltern» soll Eltern von Zürcher Sporttalenten beim Begleiten der sportlichen Laufbahn ihrer Kinder unterstützen. Toolbox für Sporteltern Der Einfluss von Eltern ist in vielerlei Hinsicht entscheidend für die sportliche Laufbahn von Athletinnen und Athleten. Die sogenannte SPLISS-Studie, eine Momentaufnahme des Schweizer Spitzensports, zeigte auf, dass die Sensibilisierung des direkten Umfelds für die Themen des Leistungssports eine wichtige Voraussetzung für den sportlichen Erfolg ist. Auch die Zürcher Leistungszentren und Sportschulen sehen in ihrer Zusammenarbeit mit Sporteltern Nachholbedarf. Das Sportamt des Kantons Zürich hat deshalb das Projekt «sporteltern.zh» lanciert. Dabei ist die «Toolbox für Sporteltern» mit Faktenblättern zu verschiedenen Themen entstanden. Sie ist ein Nachschlagewerk bei Fragen zum Nachwuchssport im Allgemeinen und speziell abgestimmt auf die Gegebenheiten im Kanton Zürich. Die Toolbox wurde von einem Expertenteam erarbeitet und ist «Approved by Swiss Olympic». Sie bietet auch die Möglichkeit, persönliche Unterlagen abzulegen. Darüber hinaus wird sie in regelmässigen Abständen mit «News» ergänzt. Weitere Informationen unter Nachwuchsförderung im Kanton Zürich Das Sportamt ist für die kantonalen Aufgaben im Bereich des leistungsorientierten Nachwuchssports zuständig. Die gute Vereinbarkeit von Schul-/Berufsbildung und sportlicher Laufbahn nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Gestützt auf das Konzept «Nachwuchsförderung Sport des Kantons Zürich» unterstützt das Sportamt Zürcher Leistungszentren mit Beiträgen aus dem kantonalen Sportfonds für die Anstellung und die Weiterbildung von qualifiziertem Trainerpersonal. Dabei orientiert sich der Kanton Zürich an den nationalen Strukturen von Swiss Olympic, der Sporthilfe und des Bundesamts für Sport. Das Sportamt beschäftigt eine kantonale Beauftragte für Nachwuchsförderung. Sie koordiniert die Belange der Nachwuchsförderung im Kanton Zürich und ist die zentrale Anlaufstelle des Nachwuchsleistungssports. Weitere Informationen unter Das Sportamt wünscht Ihnen viel Freude und Erfolg beim Begleiten Ihres Kindes. Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Impressum Herausgeber Sportamt des Kantons Zürich, 2018 Projektteam Sascha Korner Schoch, Sportamt Kanton Zürich / Stefan Schötzau, Sportamt Kanton Zürich / Urs Wegmann, Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland / Andreas Cueni, Compresso AG Expertenteam Nora Angehrn, PGA Golf Professional/Coach / Dr. med. German Clénin, Sportarzt; Sportmedizinisches Zentrum Ittigen bei Bern / Sascha Korner Schoch, Kantonale Nachwuchsförderbeauftragte; Sportamt Kanton Zürich / Michael Kumli, Leiter Athletenförderung; Stiftung Schweizer Sporthilfe / PD Dr. med. Udo Meinhardt, Kinder- und Sportarzt; Pädiatrisch-Endokrinologisches Zentrum Zürich / Dr. Samuel Mettler, Ernährungswissenschaftler; ETH Zürich / PhD Gareth Morgan, Sportpsychologe; Bundesamt für Sport / Johanna Oeschger; LerNetz AG / Beat Steiner, Leiter Prävention & Information; Antidoping Schweiz / Samuel Thommen, Cool & Clean Botschafter; Sportamt Kanton Zürich / Urs Wegmann, Schulleiter; Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland / Marlies Zuber, Berufs- und Laufbahnberaterin Sport; Berufsinformationszentrum Zürich Oerlikon Quellen Broschüre «Sensible Phasen auf dem Weg zur Weltspitze»; Dr. Mag. Thomas Wörz / Broschüre «Beste Golf-Eltern: ein Leitfaden für Eltern zukünftiger Golfchampions; Nora Angehrn / Broschüre «Social Media Guide»; Swiss Olympic / Manual «Talentidentifikation und -selektion»; Swiss Olympic / Broschüre «Rahmenkonzept zur Sport- und Athletenentwicklung»; Swiss Olympic und Bundesamt für Sport / Leitfaden Dispensation; Sportamt Kanton Zürich / Broschüre «Berufliche Grundbildung und Leistungssport»; Swiss Olympic / Broschüre «Berufsbildung und Leistungssport»; Bildung s- direktion Kanton Zürich / Broschüre «Schulangebote für Sporttalente»; Swiss Olympic / Broschüre «Zwischen Schulbank und Trainingsplatz»; Schweizer Fussballverband / Faltblatt «Essen und Trinken im Sport»; Bundesamt für Sport / Buch «Training fundiert erklärt»; Jost Hegner / Broschüre «Zu klein zu gross»; Pädiatrisch-Endokrinologisches Zentrum Zürich / Broschüre «Psyche: Theoretische Grundlagen und praktische Beispiele»; Bundesamt für Sport / Broschüre «Sportverletzungen»; Bundesamt für Sport / Buch «Athletes Health & Top Performance: Sportmedizinischer Ratgeber»; Dr. med. German E. Clénin Redaktion Compresso AG Gestaltung Feurer Network AG Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Vervielfältigung jeder Art oder Verbreitung auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung des Sportamts des Kantons Zürich Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Betreuen und Begleiten Rollenklärung Wirkung von Eltern Feedbackregeln «Erlebnis vor Ergebnis» Bedeutung von Geschwistern Sensible Phasen Theorie A.01 Eltern sind in der Nachwuchsförderung eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Stütze. Sie regen ihre Kinder zu einem sportlich-aktiven Lebensstil an und unterstützen sie beim Einstieg in den Sport. Die Bereitschaft, ihre Kinder auf dem sportlichen Weg zu begleiten, ist wegweisend. Denn der Sport kann eine grosse Investition bedeuten finanziell, aber auch zeitlich. Eine zu hohe Leistungserwartung kann sich belastend auf das Kind auswirken. Je grösser der Trainingsaufwand, desto mehr steigt der Druck. Werden Leistungserwartungen nicht erfüllt, können sogar Schuldgefühle und Ängste beim Kind entstehen. Es ist deshalb wichtig, den Spass zu fördern und damit die Motivation für den Sport zu erhalten. Die Freude ist die Gegenspielerin der Angst. Selbständigkeit, Siegeswille, Trainingsfleiss, Geduld, Disziplin, Fairness und die Fähigkeit, an körperliche Grenzen zu gehen, sind Eigenschaften, die in engem Zusammenhang mit dem Leistungssport stehen. Die Kinder brauchen Raum, um diese Fähigkeiten stets weiterzuentwickeln. Rollenklärung Vielen Eltern ist gar nicht bewusst, dass sie die schönste Rolle von allen Betreuern haben. Sie sind diejenigen, die ihr Kind in den Arm nehmen. Sie dürfen es herzlich drücken und auch mal einen Kuss geben. Sie haben eine Art Monopolstellung und dürfen Ihrem Kind diese herzliche und körperliche Nähe entgegenbringen. Eine Umarmung nach dem Spiel oder dem Wettkampf kann dem Kind dabei helfen, die eine oder andere schlechte Leistung zu verarbeiten. Es ist deshalb wichtig, dass sich Sporteltern über ihre Rolle Gedanken machen. Es hilft, wenn sich Eltern mit der Trainerin oder dem Sportverantwortlichen absprechen und klären, wer wofür verantwortlich ist. Wer entscheidet, welche Wettkämpfe bestritten werden? Wer be - gleitet die Juniorinnen und Junioren an die Wettkämpfe? Wer macht eine Proberunde oder ist für die Matchvorbereitung zuständig? Wer macht wann eine Wettkampfbesprechung? Es gibt alle möglichen Varianten der Aufgabenteilung und grosse Unterschiede unter den Sportarten. Grundsätzlich übernimmt die Trainerin oder der Trainer alle sportspezifischen Aufgaben. Bei Engpässen der personellen Ressourcen kann es aber vorkommen, dass Eltern Teilaufgaben übernehmen. Umso wichtiger ist, sich gut miteinander abzusprechen. Zu Missverständnissen kommt es häufig, wenn stillschweigende Annahmen getroffen werden. Auch wenn alle das Beste für das Kind wollen, können die Eltern gewisse Entscheidungen der Trainerin oder des Trainers manchmal nur schwer nachvollziehen. In diesen Situationen ist es wichtig, Konflikte nicht vor dem Kind auszutragen. Toolbox A.01 Betreuen und Begleiten Wirkung von Eltern Es gibt Eltern, die Vereinen, Schiedsrichtern und ihren Kindern mit falschem Ehrgeiz das Leben schwer machen. Wer seine Kinder auf dem sportlichen Weg begleiten und unterstützen will, sieht sich manchmal fast gezwungen, sich zu rechtfertigen. Denn diese Eltern, welche die Karriere ihrer Kinder mit falschem Elan vorantreiben, werfen ein schlechtes Licht auf den Nachwuchssport. Die folgende Auflistung kann Eltern bei der Definition ihrer Rolle unterstützen. Positive Wirkung Spass und Erlebnisse fördern ein motivierendes Klima schaffen, in dem Einsatz und Fortschritt stärker gewichtet werden als Sieg und Niederlage (Resultate) das Kind unabhängig von der Leistung lieben in logistischen und finanziellen Belangen unterstützen der Trainerin oder dem Trainer zur Seite stehen Perspektiven und Lebensgestaltung auch neben dem Sport aufzeigen Negative Wirkung Überidentifikation und Überengagement Desinteresse eigene Ambitionen in den Vordergrund stellen elterliche Unterstützung als persönliches Opfer darstellen kurzfristiges Denken sowie Fokus auf Klassierung und Resultate statt nachhaltige Entwicklung unsportliches und respektloses Verhalten an Wettkämpfen Konkurrenzdenken gegenüber andern Eltern und ihren Kindern fehlender Respekt gegenüber Trainerin, Trainer und Funktionären Feedbackregeln Wenn Eltern ihrem Kind nach dem Sport eine Rückmeldung geben möchten, dienen folgende Anhaltspunkte der Orientierung: Konstruktiv sein und Perspektiven für die Zukunft bieten. Beschreibungen statt Bewertungen und Interpretationen. Kritik sollte sachlich geäussert werden. Konkret sein, so dass das Kind das Feedback nachvollziehen kann. Die Ich-Botschaft für Beobachtungen und Eindrücke verwenden, so kann das Kind Rückmeldungen leichter annehmen. Positiv bleiben und daran denken, dass es schwierig ist, Kritik einzustecken. «Erlebnis vor Ergebnis» Die von Swiss Olympic lancierte Kampagne «Erlebnis vor Ergebnis» will Eltern daran erinnern, dass für Kinder der Spass am Sport vor dem Resultat kommt. Die Kampagne wird durch das Präventionsprogramm «cool and clean» gesteuert. Toolbox A.01 Betreuen und Begleiten Bedeutung von Geschwistern Die familiäre Atmosphäre beeinflusst die Leistungsentwicklung Ihres Kindes. Dazu zählen auch die Geschwister und enge Freunde der Nachwuchsathletinnen und -athleten. Die Konstellationen sind in jeder Familie wieder anders. Oft sind auch die Geschwister begabt und treiben leistungsorientierten Sport. Dabei steht die Familie vor der Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen und bei der Begleitung und Betreuung der Kinder eine Balance zu finden. Es kann auch sein, dass nur ein Kind leistungsorientierten Sport treibt, dadurch viel Aufmerksamkeit bekommt und auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Durch die vorgegebene Trainingsund Wettkampfplanung, die eine sportliche Ausbildung vorgibt, müssen Ferienpläne auf das Kind abgestimmt oder Familienausflüge kurzfristig verschoben werden. Von den Geschwistern wird Flexibilität und Verständnis erwartet. Diesem Umstand ist aktiv Rechnung zu tragen. Es empfiehlt sich, die Situation mit allen Beteiligten offen zu besprechen, um den Bedürfnissen aller Familien mitglieder bestmöglich gerecht zu werden. Sensible Phasen Übergangsphasen wie Schulwechsel, neues Betreuungs- und Trainingsumfeld, wechselnde Be - zugspersonen oder biologische Veränderungen werden als «sensible Phasen» bezeichnet. Kinder verlassen ihre Komfort- und Sicherheitszone und nehmen eine neue Herausforderung an. Wenn diese Übergänge nicht vorbereitet und begleitet werden, kann es zu Krisen kommen. Eltern geben dem Kind in diesen heiklen Phasen Schutz und Geborgenheit und unterstützen es dabei, geeignete Lösungen zu finden und sich auf die veränderte Situation einzustellen. Alter sportliche Entwicklung Einstieg Entwicklung Vervollkommnung Beginn des organisierten Sports Eintritt regionales Kader Übergang Elitekader Profisport Eintritt nationales Kader Beendigung Abschluss Leistungssport Übertritt weitere sportliche Aktivitäten und Engagements psychische Entwicklung Kindheit Komplexe Emotionen wie Schuld, Scham, Neid oder Stolz Empathie Beginn konkreter und logischer zu denken Emotional launisch, Zuordnung von Erfolg und Misserfolg Verbesserung kognitiver Funktionen Adoleszenz weniger Stimmungsschwankungen Alle kognitiven Funktionen Abstraktes Denken Frühes Erwachsenenalter Bezugspersonen Eltern Geschwister Freunde Freunde Eltern, Trainer, Lehrpersonen Partner Trainer Familie Schule und Ausbildung Primarstufe Sekundarstufe I (Oberstufe) Mittelschule und Berufsbildung Beruf Höhere Bildung Hochschule Militärdienst Eintritt in Arbeitswelt kritische Übergänge Toolbox A.01 Betreuen und Begleiten Tipps Sie als Eltern nehmen in der Nachwuchssportförderung eine zentrale Rolle ein. Sie unterstützen Ihr Kind beim Einstieg in den Sport, übernehmen eine Vorbildfunktion und beeinflussen es als engste Bezugsperson auf seinem sportlichen Weg. Ohne grosses Engagement Ihrerseits ist eine sportliche Karriere für Ihr Kind kaum möglich. Sorgen Sie für ein gutes Umfeld, indem Sie die Selbständigkeit Ihres Kindes fordern und fördern. Betrachten Sie Erfolge als Geschenk und bauen Sie keine belastenden Erwartungen auf. Machen Sie die sportliche Karriere Ihres Kindes nicht zu Ihrem eigenen Projekt. Loben Sie das Verhalten und nicht das Resultat. Bleiben Sie auch nach Niederlagen bewusst positiv und aufmunternd. Fördern Sie Respekt und Fairplay und leben Sie es vor. Nehmen Sie die Leistung Ihres Kindes wahr und vergleichen Sie es nicht mit andern Kindern. Sportliche Defizite zu erkennen ist Aufgabe der Trainerin oder des Trainers. Gönnen Sie Ihrem Kind Erholung. Glorifizieren Sie keine Siege und dramatisieren Sie Niederlagen nicht. Intervenieren Sie während eines Wettkampfs nicht mit Coachingtipps. Versuchen Sie positiv auf Ihr Kind zu wirken auch in Stresssituationen beim Wettkampf. Seien Sie sich der sensiblen Phasen bewusst und bieten Sie Ihrem Kind Unterstützung an. Beziehen Sie die ganze Familie in die Planung ein und vermeiden Sie, dass es durch ein Ungleichgewicht in der Betreuung Ihrer Kinder zu Spannungen kommt. mehr «Familienratgeber Sport ein Buch für Eltern von Sportverrückten und Sportmuffeln» von Anna Sax, Atlantis Verlag Erlebnis vor Ergebnis, Swiss Olympic «Kinder und Jugendliche im Leistungssport eine Herausforderung für Eltern und Trainer», ein pädagogisch-psychologischer Leitfaden von Martin K. W. Schweer, Peter Lang GmbH Broschüre «Beste Golf-Eltern», Golfsuisse Positive Coaching Alliance, Parent/Coach Conflict devzone.positivecoach.org The Ultimate Sports Parent Kanton Zürich Sportamt Sporteltern Toolbox Soziale Medien Chancen Risiken Soziale Medien und Recht Cybermobbing Onlinesucht Theorie A.02 Die meisten Schweizer Jugendlichen haben ein Profil in mindestens einem sozialen Netzwerk. Für Nachwuchsathletinnen und -athleten ist es selbstverständlich, Instagram, Facebook, Snapchat, WhatsApp und andere Plattformen für die Veröffentlichung ihrer sportlichen Aktivitäten zu nutzen. Gezielt eingesetzt kann der Auftritt in den Sozialen Medien wertvolle Chancen für die Karriere bringen. Ein Fehltritt kann hingegen einen Rückschlag im Sport bedeuten. Chancen Erfolgreiche Athletinnen und Athleten zeigen vor, wie die sozialen Medien gezielt eingesetzt werden können, um die eigene Karriere zu beflügeln. Auch für Nachwuchsathletinnen und -athleten bringt der Auftritt in den Sozialen Medien viele Chancen. Verbinden: Sie können mit Bildern, Videos und Nachrichten aus Trainings und von Wettkämpfen Fans, Freunde und Familie über ihre Aktivitäten auf dem Laufenden halten. Motivation: Über Kommentare und Nachrichten können sie befreundete Athletinnen und Athleten anfeuern und mit Bildern und Berichten zu eigenen Erfolgen andere zu guten Leistungen ermutigen. Umgekehrt schöpfen Athletinnen und Athleten selbst Motivation aus anspornenden Kommentaren von Fans und Freunden. Image: Mit dem Auftritt in den sozialen Medien können Sporttalente mitbestimmen, wie die Öffentlichkeit sie wahrnimmt. Positive Kommentare und ein kollegiales Verhalten gegenüber anderen Athletinnen und Athleten können beispielsweise ein positives Image mitprägen. Repräsentieren: Als «Botschafterinnen» und «Botschafter» können Athletinnen und Athleten über einen aktiven Auftritt in den sozialen Medien die Beliebtheit und Bekanntheit ihrer Sportart, ihres Teams oder ihres Kaders fördern. Sponsoren: Athletinnen und Athleten mit einem starken Auftritt und vielen Followern in den sozialen Medien sind aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit attraktiver für Sponsoren. Geld sparen: Da die beliebtesten sozialen Netzwerke kostenlos genutzt werden können, sind sie für Athletinnen und Athleten ein kostengünstiges Kommunikationsmittel. Toolbox A.02 Soziale Medien Risiken Der Auftritt von Nachwuchsathletinnen und -athleten in den sozialen Medien erweckt Aufmerksamkeit. Fehltritte werden wahrgenommen und können sich nicht nur unmittelbar, sondern auch zu einem späteren Zeitpunkt negativ auf die Karriere auswirken. Privates wird öffentlich: Über die sozialen Medien erreichen Inhalte rasch einen weiten Empfängerkreis und können auch in die Öffentlichkeit gelangen, obwohl sie für einen privaten Kreis gedacht waren. Unüberlegte Kommentare oder Bilder können dem eigenen Image im Team oder im Kader, bei den Fans oder in der Öffentlichkeit schaden und unter Umständen vom Trainer, von der Trainerin oder von den Sponsoren sanktioniert werden. Zeit: Beim Bearbeiten der Profile und beim Pflegen von Kontakten in den sozialen Netzwerken kann schnell die Zeit vergessen gehen. Das kann die Erholungs- oder Trainingszeit einschränken (vgl. «Onlinesucht»). Bilder: Bestimmte Bilder können unpassend oder geschmacklos auf die Betrachter wirken, wie Abbildungen mit Zigaretten, Alkohol oder Drogen sowie freizügig oder erotisch wirkende Darstellungen. Der Besitz und die Verbreitung gewisser Inhalte ist explizit verboten (vgl. «Soziale Medien und Recht»). Das Internet vergisst nie: Online geteilte Inhalte können jederzeit, auch zu ungünstigen Zeitpunkten oder in unpassenden Kontexten, wieder auftauchen. So können zum Beispiel Partybilder aus der Jugend nach dem Durchbruch zur Profisportlerin bzw. zum Profisportler von den Medien aufgenommen werden. Soziale Medien und Recht Im Internet gelten grundsätzlich dieselben Gesetze wie in der analogen Welt. In Bezug auf Bilder und den sozialen Umgang ist in den sozialen Medien Folgendes verboten: Hochladen (Upload, Filesharing) von urheberrechtlich geschützten Inhalten, wie Musikstücke oder Fernsehsendungen (Art. 10, 33, 36, 37 Urheberrechtsgesetz und verwandte Schutzrechte) Zugänglichmachen von Pornografie für Personen unter 16 Jahren (Art. 197 Schweizerisches Strafgesetzbuch StGB) Zeigen, Erwerb oder Besitz von verbotener Pornografie wie Pädophilie, Sodomie und Gewalt (Art. 197 StGB) Zeigen, Erwerb oder Besitz von grausamen Gewaltdarstellungen gegen Menschen und Tieren, wie Tötungs- und Folterdarstellungen (Art. 135 StGB) Typisches Verhalten bei Cybermobbing wie Beschimpfung, Verleumdung, Drohung oder Erpressung (Art. 156, 173, 174, 177, 180, 181 StGB) Toolbox A.02 Soziale Medien Cybermobbing Von Cybermobbing spricht ma
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