Kinderbetreuung Nachrichten. Brandschutz in Kinderbetreuungseinrichtungen

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B R A N D S C H U T Z Kinderbetreuung Nachrichten Brandschutz in Kinderbetreuungseinrichtungen Verleger: Land Salzburg, vertreten durch die Abteilung 2: Kindergärten, Horte und Tagesbetreuung, Referat
B R A N D S C H U T Z Kinderbetreuung Nachrichten Brandschutz in Kinderbetreuungseinrichtungen Verleger: Land Salzburg, vertreten durch die Abteilung 2: Kindergärten, Horte und Tagesbetreuung, Referat 2/06 Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Elke Kabel-Herzog und Maria Berktold Fotos: Kindergarten Hof, Adnet, Unken und Neukirchen Gestaltung und Satz: Grafik Land Salzburg Druck: Hausdruckerei alle Postfach 527, A-5010 Salzburg Land Salzburg Form Brandschutzerziehung in Kinderbetreuungseinrichtungen Brandschutzerziehung sollte im Bildungssystem der Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen ein fester Bestandteil sein. Nur in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem Erhalter und den Eltern ist es den PädagogInnen möglich, eine umfangreiche Brandschutzerziehung durchzuführen und ein kindgerechtes Brandschutzerziehungskonzept zu erstellen. Dieses Konzept sollte Gespräche zwischen Feuerwehr und Mitarbeiterteam, einen Elternabend, evtl. Elternbriefe, einen Besuch der Feuerwehr in der Einrichtung sowie einen Besuch der Kinder bei der Feuerwehr vorsehen. Auf spielerische Weise sind den Kindern Kenntnisse und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Feuer näher zu bringen. Dies sollte in Form von Projektwochen bzw. Schwerpunktthemen stattfinden. Welche Inhalte und Zielvorstellungen sind zu vermitteln? Richtiger Umgang mit Zündmitteln: Feuer übt auf Kinder eine große Faszination aus, daher muss ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit Feuer angebahnt werden. Kinder können unter Aufsicht eines Erwachsenen den vorsichtigen und richtigen Umgang mit Feuer erlernen, z.b. das Anzünden eines Streichholzes und einer Kerze oder der Gebrauch eines Feuerzeuges. Kinder sollen lernen, im Alltag Brandgefahren zu erkennen und diese eventuell zu verhüten. Auf spielerische Weise müssen Kenntnisse über Feuer und Rauch und dem richtigen Verhalten bei einem Brand vermittelt werden. Beaufsichtigte Experimente im Zusammenhang mit Licht, Feuer, Kerzen etc. können wichtige Erfahrungen liefern. Ein heimliches Experimentieren muss verhindert werden. Der zwiespältige Charakter des Feuers, seine positiven und negativen Seiten müssen erkannt werden - das Feuer kann nützlich, aber auch sehr gefährlich sein. Vorbild sein: Seien Sie selbst ein gutes Beispiel im Umgang mit Feuer oder bei Vorsichtsmaßnahmen: Kerzen nur in Ruhe, zu Zeiten in denen Unterbrechungen ausgeschlossen werden können und sie vorbereitet sind, anzünden. Dabei sind ein Wasserbehälter oder eine Löschdecke bereit zu halten. Lassen Sie nie Streichhölzer und Feuerzeuge achtlos herumliegen, diese sind an einem von Kindern unerreichbaren Ort zu deponieren. Vertrauen Sie Kindern niemals offenes Feuer oder Licht an. Spielen mit Feuer - Gefahr! Gefahr! Ist nichts für dich, das ist dir klar! Doch weißt du auch, wie man es macht, dass du nicht einen Brand entfachst? So entzündest du ein Streichholz richtig! 1. Um dich herum dürfen keine brennbaren Materialien sein. 2. Nimm ein heiles Streichholz aus der Schachtel und schließe diese wieder. 3. Halte die Schachtel fest und ziehe das Streichholz über die Reibfläche. Dabei musst du die Hand vom Körper wegbewegen. 4. Das Streichholz hoch halten und ausblasen. 5. Lege das abgebrannte Streichholz in den dafür vorgesehen Behälter. Merke: Streichhölzer und Feuerzeuge nur unter Aufsicht von Erwachsenen verwenden! Zündmittel sind!kein Spielzeug! 3 Lassen Sie Kinder niemals bei offenem Feuer, offenem Licht oder mit Heizstrahlern und ähnlichen Gefahrenquellen unbeaufsichtigt. Auch nicht, wenn das Telefon oder die Hausglocke läutet! Lassen Sie die Kinder mit brennenden Kerzen allein und es kommt zu einem Brand, so haben Sie grob fahrlässig ihre Aufsichtspflicht verletzt! Vergewissern Sie sich beim Verlassen der Räumlichkeiten, dass alle Kerzen gelöscht sind. Lassen Sie keine Kerzen in Gängen oder leeren Räumen unbeaufsichtigt brennen. Richtiges Verhalten bei einem Brand: 1. ALARMIEREN FEUERWEHR 122 POLIZEI 133 RETTUNG 144 Feuerwehr - Wer, wo, was? Wieviele Kinder? Interner Alarm - Wie werden die Kolleginnen informiert? (Telefon, Hupe, Handsirene...) 2. RETTEN Die möglichen Fluchtwege müssen bekannt sein, ebenso der gemeinsame Sammelplatz. Besonders bei Neubauten oder Umbauten ist die Brandschutzsituation mit der zuständigen Feuerwehr zu überprüfen und das Personal darüber zu informieren. PädagogInnen müssen im Brandfall die Anzahl der anwesenden Kinder kennen (regelmäßig Besuchsnachweise bzw. Anwesenheitslisten führen) und geordnet die Gruppe evakuieren. Wenn möglich jüngere Kinder aus der Gefahrenzone tragen. Anschließend die Kinder durchzählen und beruhigen. Fehlende Kinder der Einsatzleitung melden. a) Kinder sammeln (Zweierreihe, Polonaise,...). b) Sich über die Anwesenheit aller Kinder der Gruppe vergewissern (Besuchsnachweis, Anwesenheitsliste mitnehmen). c) Sofortiges Verlassen des Brandraumes ohne die Kinder anzuziehen oder Dinge mitzunehmen, Türen und Fenster schließen. d) Versammeln der Gruppe am Sammelplatz - Kinder durchzählen, fehlende Kinder oder Personen der Einsatzleitung melden. e) Gemeinsam auf das Eintreffen der Feuerwehr warten. Ist keine Flucht möglich: a) Türen der Brandstelle schließen. b) Sich in verrauchten Räumen nur kriechend fortbewegen. c) Türritzen gegen das Eindringen von Rauchgas abdichten. d) Auf sich aufmerksam machen durch Telefon oder Winken am Fenster. 3. LÖSCHEN Kein Risiko eingehen. Die Leiterin informiert die Einsatzkräfte und weist sie ein. Alarmierung der Feuerwehr Ältere Kinder sind durchaus in der Lage Hilfe zu holen - durch lautes Rufen, Eltern und Nachbarn zu benachrichtigen oder die Feuerwehr über Telefon zu alarmieren. Sie müssen ihren Namen und ihre Adresse wissen und einfache Fragen beantworten können. Auch den PädagogInnen müssen geeignete Meldeinstrumente und deren Einsatz bekannt sein. Für die interne Alarmierung in der Einrichtung ist ein Homemelder (batteriebetriebene automatische Rauchmelder) oder eine Handsirene in jedem Geschoss vorzusehen. Das Personal ist im Zuge einer Dienstbesprechung über deren Funktion aufzuklären. Kennenlernen der Feuerwehr: Um mögliche Ängste abzubauen und einen guten Kontakt zu Einsatzkräften herzustellen, ist der Besuch einer Feuerwehr möglich. Die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr sowie deren Ausrüstung und die Einsatzfahrzeuge werden erlebbar gemacht. Zusammenarbeit mit den Eltern: Es erscheint wichtig, auch die Eltern über die Thematik der Brandschutzerziehung aufzuklären, um erfolgreich die Kinder vor möglichen Gefahren zu schützen. Elternbriefe über Projekte, Inhalte der Brandschutzerziehung sowie Elternabende sind möglich. Zielvorstellungen und Inhalte eines Brandschutzkonzeptes sind mit eigenen Ideen und Überlegungen zu ergänzen. Eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr wird dringend empfohlen. Für die Landesregierung: 4 Brandschutz und entsprechende Präventivmaßnahmen vom Krabbelkind bis zum Schulkind Haben Sie schon einmal in Erwägung gezogen dem Thema Sicherheit, Brandschutz, Feuer, etc. ein Projekt zu widmen? Mit Schulkindern findet man sicher viele Zugänge und Möglichkeiten, sei es über moderne Technik oder uralte Geschichten etc., derartige Themen aufzubereiten. Selbstverständlich finden solche Projekte in anderer Form und Aufmachung statt als in den anderen Kinderbetreuungseinrichtungen. Schulkinder stellen im Rahmen einer spannenden, sinnvoll umgesetzten Freizeitpädagogik ihrem Alter entsprechend bestimmt andere Ansprüche, als einen Feuerwehrbesuch als Höhepunkt derartiger Projekte angeboten zu bekommen. Feuerwehrbesuche sind in diesem Zusammenhang auch gut als Einstieg oder zur Information und Vertiefung wichtiger Inhalte innerhalb von Projekten. Haben die Kinder und Sie Ideen? Das Thema Sicherheit ist für alle Formen der institutionellen Betreuung von Kindern von größter Bedeutung. Speziell bei der Betreuung ganz junger Kinder findet dieses Thema leider allzu oft wenig Beachtung. Wichtig ist es, die für Kindergärten geltenden Maßnahmen bezüglich aller Sicherheitsvorkehrungen auch in Krabbelgruppen zu beachten und darüber hinaus zu bedenken, dass im Ernstfall, der niemals eintreten möge, eine Räumung von Zimmern, in denen sich Krabbelkinder befinden, mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Die Kinder müssen teilweise getragen werden und Handlungsabläufe finden noch langsamer statt als bei älteren Kindern. Der achtsame Umgang mit brennenden Kerzen sei Ihnen besonders ans Herz gelegt, da Kerzenlicht doch immer wieder dazu beiträgt, eine gemütliche familiäre Umgebung für die Kinder zu schaffen und dieses hierbei als Gefahrenquelle oft unterschätzt wird. Die Umsicht, sowie die Kinder bei ihren Erkundungen genau zu beobachten und wahrzunehmen, sind ebenso Präventivmaßnahmen, wie das Schaffen von Rahmenbedingungen, die den Anforderungen einer Sicherheit im Sinne des Brandschutzes entsprechen. Ich richte den Appell an alle öffentlichen und privaten Rechtsträger, der Leiterin bzw. einer VertreterIn ihrer Einrichtung(en) für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Kinder die Ausbildung zum Brandschutzwart zu gewähren. Schulkindgruppen / Horte Es wäre sehr erfreulich, wenn der eine oder andere Projektbericht veröffentlicht würde oder wir ihn zu sehen bekämen. Natürlich würden sie damit einen sehr großen und positiven Beitrag für die Sicherheit unserer Kinder leisten! Für die Landesregierung: Viel Spaß beim Einlassen auf innovative Wege wünscht Ihnen 5 Salzburger Landesstelle für Brandverhütung Zweck und Aufgabenbereich der Salzburger Landesstelle für Brandverhütung sind im Landesgesetz LGBl. Nr. 75/76 über die Einrichtung eines Salzburger Brandverhütungsfonds geregelt. Die Aufgaben des Fonds, die von derzeit 7 Mitarbeitern wahrgenommen werden, sind demnach: 1. Umfassende Wahrnehmung der Angelegenheiten der Brandverhütung im Land Salzburg. 2. Erfassung und Verzeichnung der im Land Salzburg sich ereignenden Brände. 3. Feststellung und übersichtsmäßige Zusammenfassung der Entstehungs- und Ausbreitungsursachen von Bränden sowie 4. die Aufklärung und Beratung der Bevölkerung über diese Brandursachen und 5. Anregung zu Vorkehrungen gegen Entstehungs- und Ausbreitungsursachen von Bränden. 6. Bereitstellung von Sachverständigen für die Feuerbeschauen. 7. Erstattung von Gutachten über Brandursachen, insbesondere auch vor den Gerichten. 8. Untersuchungen über die Brandgefährlichkeit von Gebäuden und sonstigen Sachen und Einrichtungen auf Antrag von Behörden, sowie von natürlichen und juristischen Personen und Erstattung von Gutachten hierüber. 9. Gewährung von Sach- und Geldbeihilfen für Brandverhütungszwecke. 10. Beratung der Salzburger Landesregierung und sonstiger Behörden in Angelegenheiten der Brandverhütung. Im Rahmen dieser Aufgabenstellung werden auch Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Betriebsbrandschutzwarte und -beauftragte angeboten. Diese Ausbildung erfolgt in enger Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband Salzburg an dessen Feuerwehrschule in der Karolingerstrasse 30 und entspricht der österreichweit einheitlichen Betriebsbrandschutz-Ausbildung nach TRVB O 117. Im Rahmen des LeiterInnenkurses bieten wir Ihnen die mit dem Referat für Kinderbetreuung des Amtes der Salzburger Landesregierung vereinbarten Brandschutzgrundkurse an. Wir sind davon überzeugt, dass mit dem in derartigen Kursen vermittelten Problembewusstsein und Know-How über das richtige Verhalten im Brandfall ein wertvoller Beitrag zur Prävention von Brandereignissen in Ihren Einrichtungen geleistet wird. Auf eine konstruktive Zusammenarbeit freuen sich: der Geschäftsführer der Salzburger Landesstelle für Brandverhütung, Ing. Gerald Eder und der Ausbildungsleiter, Ing. Martin Dickenberger. 6 Betriebliche Brandschutzmaßnahmen Einleitung: Zweck dieser Richtlinie ist es, dem Personal von Kinderbetreuungseinrichtungen wichtige Verhaltenshinweise zur Gewährung eines sicheren Betriebes, zur Vermeidung der Gefährdung von Gesundheit und Eigentum und zur Verhinderung von Schäden durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall zu geben. Als Vorraussetzung hiefür wird eine entsprechende Ausbildung des Personals nach den maßgeblichen technischen Richtlinien TRVB O angesehen. Empfohlen wird, dass die LeiterIn der Einrichtung die Aufgabe eines Brandschutzwartes übernimmt, bzw. für die Bestellung eines Brandschutzwartes zu sorgen hat. Diese Richtlinie gilt als Arbeitsunterlage für LeiterInnen und enthält Mindestanforderungen. Der Erhalter der Einrichtung hat für die entsprechende Schulung zu sorgen. Aufgaben der Leiterin : 1. Ausarbeitung der Brandschutzordnung 2. Erstellung eines Anschlagblattes Verhalten im Brandfall und Anbringen desselben an deutlich sichtbaren Stellen. 3. Information des Personals der Einrichtung. 4. Durchführung von Räumungsübungen. 5. Meldung der festgestellten Mängel an den Erhalter der Kinderbetreuungseinrichtung, Anfertigen von Protokollen über die durchgeführten Kontrollen. 6. Regelmäßige Überprüfung der Brandschutzordnung auf Aktualität und erforderlichenfalls Ergänzung der Unterlagen. 1. Brandschutzordnung: 1.1 Für die Kinderbetreuungseinrichtung ist eine Brandschutzordnung zu erstellen, in der die notwendigen Maßnahmen zur Brandverhütung sowie auch die durchzuführenden Maßnahmen im Brandfall festzuhalten sind. 1.2 Die Brandschutzordnung ist zu Beginn des Betreuungsjahres auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen und dem gesamten Personal nachweislich zur Kenntnis zu bringen. 2. Verhalten im Brandfall 2.1 Der Aushang Verhalten im Brandfall ist im Gebäude je Geschoss gut sichtbar anzubringen. 2.2 Neben dem Blatt Verhalten im Brandfall ist ein Fluchtwegsplan (Grundrissplan des jeweiligen Geschosses und der Außenanlagen mit den Fluchtwegen und zu dem geordnetem Sammelplatz) deutlich sichtbar anzubringen. 3. Information des Personals Zu Beginn des Betreuungsjahres bzw. in regelmäßigen Abständen ist: 3.1 das Personal hinsichtlich der allgemeinen Brandverhütungsmaßnahmen und des Verhaltens im Brandfall zu unterweisen, 3.2 eine ausreichende Anzahl von geeigneten Personen aus dem Personal in der Wirkungsweise und Handhabung des tragbaren Feuerlöschers zu schulen, 3.3 das Personal über die vorhandenen Fluchtwege und die jeder Gruppe zugeordneten Sammelplätze zu informieren. 4. Räumungsübung 4.1 In regelmäßigen Abständen, längstens jedoch alle 2 Jahre, ist eine Räumungsübung durchzuführen. 4.2 Die Übung ist möglichst unter Beiziehung der örtlichen Feuerwehr durchzuführen und mit dieser abzusprechen. 4.3 Die Art und Durchführung der Übung ist dem Alter der Kinder anzupassen und diese sind entsprechend darauf vorzubereiten (Projekt Feuerwehr, thematischer Schwerpunkt Feuer, etc). Die Übung ist so zu planen und durchzuführen, dass jede Gefährdung von Personen vermieden wird. 4.4 Alle in der Einrichtung anwesenden Personen haben an der Übung teilzunehmen, der Erhalter ist darüber zu informieren. 4.5 Nach der Übung ist eine Besprechung durchzuführen, ein Protokoll darüber anzufertigen. 5. Kontrolle 5.1 Eine regelmäßige Überprüfung hinsichtlich der Einhaltung der Brandschutzordnung und der allgemeinen Brandsicherheit ist durchzuführen. 5.2 Das Ergebnis der Kontrolle ist zu protokollieren und gegebenenfalls eine erstellte Mängelliste dem Erhalter zur Kenntnis zu bringen. 5.3 Sämtliche Sicherheitseinrichtungen sind von Fachkundigen periodisch zu überprüfen (z.b. Feuerlöscherüberprüfung). 7 Brandschutz Allgemeines Verhalten Ordnung und Sauberkeit ist eine wichtige Voraussetzung für den Brandschutz. Fahrzeuge dürfen im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen nur an den dafür gekennzeichneten Parkflächen abgestellt werden. In jedem Fall sind Zufahrtsund Aufstellungsflächen für Einsatzfahrzeuge stets frei zu halten. Flucht- und sonstige Verkehrswege sind in voller Breite freizuhalten. Während des Betriebes müssen sämtliche ins Freie führenden Türen und Notausgänge unversperrt bleiben. Brand- und Rauchschutztüren sind ständig geschlossen zu halten, ausgenommen solche mit selbsttätiger Auslösung. Die Selbstschließvorrichtungen dürfen nicht blockiert oder auf andere Art außer Funktion gesetzt werden. Brandmelde- und Brandbekämpfungseinrichtungen, Schilder und sonstige Einrichtungen, welche die Sicherheit betreffen, dürfen nicht der Sicht entzogen, beschädigt, entfernt oder zweckwidrig verwendet werden. Brennbare Abfälle dürfen nur in den hierfür vorgesehenen Müllräumen bzw. den dafür vorgesehenen Mülltonnen gelagert werden. Die Lagerung leicht brennbarer Flüssigkeiten und Gase sowie Gegenstände hat ausschließlich in geeigneten Behältern und Räumen, keinesfalls in Dachböden oder auf Fluchtwegen zu erfolgen. In der gesamten Kinderbetreuungseinrichtung herrscht Rauchverbot. Das Hantieren mit offenem Licht und Feuer ist grundsätzlich untersagt. Ausnahmen hiezu können nur im Zusammenhang mit Basteltätigkeiten oder z.b. Kerzenlicht in der Adventzeit, dann jedoch unter ständiger Aufsicht eines Erwachsenen erteilt werden. Heiz-, Koch- und Wärmegeräte dürfen nur mit Genehmigung der Leitung und der Brandschutzbeauftragten aufgestellt und nur unter Aufsicht in Betrieb genommen werden. Stiegenhausfenster und Auslösevorrichtungen für Brandrauchentlüftungen müssen immer frei zugänglich sein. In der Nähe von Feuerstätten, Heizund Wärmegeräten (z.b. Gebläsestrahler) dürfen keine brennbaren Gegenstände gelagert werden. Hauptschalter für Strom, Gas und Wasser müssen für befugte Personen stets zugänglich sein. Gasgeräte und Gasleitungen sind in betriebssicheren Zustand zu erhalten. Schäden und Störungen an elektrischen Anlagen und Betriebsmittel sind unverzüglich zu melden bzw. beheben zu lassen. Dadurch gefährdete Geräte sofort abschalten und vom Netz trennen. Feuerarbeiten dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Leitung sowie des Erhalters durchgeführt werden. Am Ende der Betreuungszeit müssen alle Räume in Ordnung gebracht und elektrische Einrichtungen soweit dies möglich ist ausgeschaltet werden. Für Veranstaltungen, die über den Rahmen des Kinderbetreuungs-Betriebszeiten hinausgehen (Elternabende, Elternturnen...), dürfen nur vom Rechtsträger genehmigte Räume verwendet werden. Dekorationsgegenstände müssen im Allgemeinen den brandschutztechnischen Anforderungen B1 (schwer brennbar), Q 1 (schwach qualmend) und allenfalls auch TR1 (nicht tropfend) gemäß ÖNORM B 3800 entsprechen. Fluchtwege sind von Dekorationsmaterialien freizuhalten. Gegen Dekorationen an den Wänden in beschränktem Ausmaß besteht kein Einwand. Als Dekorationsstoffe für Zelte und Kuschelecken sind schwer brennbare Stoffe zu verwenden. Zu Beleuchtungskörpern ist Abstand zu halten, da diese fallweise relativ hohe Oberflächentemperaturen entwickeln (Brandgefahr durch Selbstentzündung des Stoffes). Bei Vorhandensein von Fluchtwegsplänen sind diese je Geschoss sichtbar anzubringen. 8 Verhalten im Brandfall Immer beachten: Ruhe bewahren Alarmieren der Feuerwehr Erforderlichenfalls Räumungsalarm auslösen Retten Löschen Bei Ertönen des Räumungsalarmes (Alarmzeichen... ) Räume geordnet, gemeinsam unter Mitnahme des Besuchsnachweises in Richtung Sammelplatz verlassen; Vollzähligkeit der Kinder und Personen auf Sammelplätzen feststellen; Alle Räume überprüfen Falls ein Verlassen des Gebäudes nicht möglich ist: im nicht vom Brand betroffenen Bereich verbleiben, Türen schließen, nötigenfalls abdichten (z.b. mit feuchten Tüchern), allenfalls Fenster öffnen, sich den Einsatzkräften bemerkbar machen, Türen des Brandraumes schließen Stiegenhaus- und sonstige Fluchtwegtüren öffnen, Stiegenhausfenster und Rauchabzugsöffnungen öffnen, Aufzüge nicht benutzen, der Feuerwehr die Zufahrten und Zugänge öffnen, die Feuerwehr einweisen und auf eventuell vermisste Personen hinweisen. Bei der Brandbekämpfung ist Folgendes zu beachten: nur Löschversuche unternehmen, wenn eigene Sicherheit gewährleistet ist, Löschstrahl nicht in Rauch und Flammen, sondern direkt auf die brennenden Gegenstände richten, Gasflammen nicht mit Löschgeräten, sondern durch Absperren der Gaszufuhr löschen, leicht brennbare Gegenstände aus der Nähe des Brandes
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