Kosten-, Ertrags- und Finanzlage im Handel

Please download to get full document.

View again

of 12
All materials on our website are shared by users. If you have any questions about copyright issues, please report us to resolve them. We are always happy to assist you.
Categories
Published
Kosten-, Ertrags- und Finanzlage im Handel Wien Verbesserung der Ertragskraft, aber nach wie vor Aufholbedarf Umsatzrentabilität = 2,1 46 der Unternehmen schreiben rote Zahlen Eigenkapitalquote =
Kosten-, Ertrags- und Finanzlage im Handel Wien 2007 Verbesserung der Ertragskraft, aber nach wie vor Aufholbedarf Umsatzrentabilität = 2,1 46 der Unternehmen schreiben rote Zahlen Eigenkapitalquote = der Unternehmen sind buchmäßig überschuldet Polarisierung hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Position 11 zählen zu den Top-Unternehmen 24 der Handelsunternehmen in katastrophaler betriebswirtschaftlicher Situation Hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Position weisen die Handelsunternehmen eine starke Polarisierung auf: 11 der Unternehmen können zu den Top-Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von über 20 und einem Gewinn vor Steuern von über 5 der Betriebsleistung gezählt werden. Demgegenüber befinden sich 24 der Unternehmen in einer betriebswirtschaftlich katastrophalen Situation: sie sind überschuldet und können ihre Kosten nicht decken. Zwischen 2000/01 und 2005/06 hat sich die betriebswirtschaftliche Lage im Handel verbessert. Der Anteil der Top-Unternehmen hat sich um 3 -Punkte erhöht, jener der überschuldeten und Verluste erwirtschaftenden Unternehmen hat sich hingegen um 5 -Punkte verringert. Im Einzelhandel kam es im selben Zeitraum zu einer Erhöhung der Top-Unternehmen um 2 -Punkte auf 9, im Großhandel stieg der Anteil der besten Unternehmen um 5 -Punkte auf 16. Im Kfz-Handel blieb der Anteil unverändert bei 6. Der Anteil der Unternehmen in einer katastrophalen betriebswirtschaftlichen Situation hat sich in allen drei Handelsbereichen um 5 bis 6 -Punkte verringert und lag im Bilanzjahr 2005/06 im Einzelhandel bei 30, im Großhandel bei 14 und im Kfz- Handel bei 26. Betriebswirtschaftliche Position der bilanzierenden Unternehmen im österreichischen Handel, 2000/01 und 2005/ / /06 1 Die Verteilung nach Prozent erfolgt anhand der Indikatoren Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Steuern in der Betriebsleistung) und Eigenkapitalquote (Eigenkapital in des Gesamtkapitals). Stichprobe: (2000/01) bzw (2005/06) bilanzierende Handelsunternehmen Trotz dieser Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Situation der Handelsunternehmen im langfristigen Vergleich, besteht nach wie vor Aufholbedarf: Bei den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Indikatoren liegt der Handel unter dem Durchschnitt der marktorientierten Wirtschaft. Umsatzrentabilität: 2,1 Die Umsatzrentabilität, d. i. der Gewinn (vor Ertragssteuern) in Prozent des Umsatzes, beträgt im österreichischen Handel rd. 2,1. Im sektoralen Vergleich ist die Ertragskraft der Großhandelsbetriebe mit rd. 2,5 - wie in den letzten Jahren - am stärksten, während der Einzelhandel mit rd. 1,9 und der Kfz-Handel mit rd. 0,7 unter dem Gesamtdurchschnitt des Handels liegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich im Groß- und im Einzelhandel die Ertragskraft verbessert, im Kfz-Handel zeigt sich hingegen ein deutlicher Rückgang der Umsatzrentabilität. 3,0 Umsatzrentabilität (nach Finanzergebnis) im österreichischen Handel, in Prozent der Betriebsleistung, 2005/06 2,5 2,0 2,1 2,5 1,9 1,5 1,0 0,7 0,5 0,0 Handel insgesamt Kfz-Handel¹ Großhandel Einzelhandel Umsatzrentabilität nach Finanzergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in Prozent der Betriebsleistung 1 einschließlich Kfz-Reparatur und Tankstellen Das obere Quartil der österreichischen Handelsunternehmen erreicht im Durchschnitt eine Umsatzrentabilität von rd. 8,2 und mehr. Eine überdurchschnittliche Umsatzrentabilität (rd. 10 ) erzielen im Durchschnitt die Großhandelsunternehmen des oberen Quartils. Besonders besorgniserregend ist die Situation bei den Einzelhandelsunternehmen des unteren Quartils, die im Durchschnitt einen Verlust von rd. 11,5 erwirtschaften. Hierbei handelt es sich vielfach um Kleinstunternehmen, die nicht in der Lage sind, den kalkulatorischen Unternehmerlohn zu verdienen. Nach Unternehmensgrößenklassen differenziert weisen die Großunternehmen des Großhandels mit rd. 3,3 die höchste Ertragskraft aus, gefolgt von den Großunternehmen des Einzelhandels mit rd. 3,1. Am anderen Ende der Reihung befinden sich die Kleinstunternehmen des Kfz-Handels (0,02 ) sowie des Einzelhandels (rd. 0,3 ). Umsatzrentabilität (nach Finanzergebnis) im österreichischen Handel nach Unternehmensgrößenklassen, in Prozent der Betriebsleistung, 2005/06 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0,0 Einzelhandel Großhandel Kfz-Handel¹ Handel insgesamt Kleinstunternehmen Kleinunternehmen Mittelunternehmen Großunternehmen Umsatzrentabilität nach Finanzergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in Prozent der Betriebsleistung 1 einschließlich Kfz-Reparatur und Tankstellen Die Umsatzrentabilität des Handels (rd. 2,1 ) liegt unter dem Wert der gesamten marktorientierten Wirtschaft (rd. 2,6 ), wobei der vergleichsweise hohe Wert in der marktorientierten Wirtschaft auch auf weitere Sektoren, die nicht detailliert ausgewertet wurden, zurückzuführen ist (z. B. Kredit- und Versicherungswesen, Energie- und Wasserversorgung). Der Tourismus weist die geringste Ertragskraft (rd. 1 ) auf die Umsatzrentabilität der Wirtschaftsdienstleister hingegen beläuft sich auf rd. 5. Umsatzrentabilität (nach Finanzergebnis) in ausgewählten Sektoren und der gesamten marktorientierten Wirtschaft, in Prozent der Betriebsleistung, Österreich, 2005/ , ,8 2,6 2 2,1 2,0 1,5 1 0,8 0 Wirtschaft s- dienste Sachgütererzeugung Marktorientierte Wirtschaft¹ Handel Bauwesen Verkehr Tourismus Umsatzrentabilität nach Finanzergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in Prozent der Betriebsleistung 1 ohne Land- und Forstwirtschaft und persönliche Dienstleistungen (genauer: Abschnitte C - K der ÖNACE) Im Branchenvergleich des Einzelhandels weist der Lederwarenhandel im Durchschnitt mit 4,1 die höchste Umsatzrentabilität auf. Am unteren Ende der Rangliste befindet sich der Spielwarenhandel, der im Durchschnitt einen Verlust in der Höhe von rd. 2,3 der Betriebsleistung hinnehmen muss. Rote Zahlen schreiben im Bilanzjahr 2005/06 weiters die Drogerien und Parfümerien. Umsatzrentabilität (nach Finanzergebnis) im österreichischen Einzelhandel, in Prozent der Betriebsleistung, nach Branchen, 2005/06 Lederwarenhandel Elektrohandel Baumärkte Einzelhandel Bekleidungshandel Sportartikelhandel Buchhandel Möbelhandel Schuhhandel Fotohandel Lebensmittelhandel Papier-, Büro-, Schreibwarenhandel Uhren- und Schmuckhandel Drogerien/Parfumerien Spielwarenhandel Umsatzrentabilität nach Finanzergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in Prozent der Betriebsleistung Ein Zeitvergleich zeigt, dass die Ertragskraft im österreichischen Handel seit dem Bilanzjahr 2001/02 ausgehend von einem äußerst bescheidenen Niveau kontinuierlich gestiegen ist. 54 bilanzieren positiv Rd. 54 der österreichischen Handelsunternehmen erzielen im Bilanzjahr 2005/06 ein positives Betriebsergebnis. Der Anteil der positiv bilanzierenden Unternehmen steigt mit der Unternehmensgröße während mehr als die Hälfte der Kleinstunternehmen rote Zahlen ausweist, ist es bei den Großunternehmen rund ein Viertel. Auch diesbezüglich zeigt sich im Jahresvergleich eine Verschlechterung im Kfz-Handel. Anteil der Unternehmen mit positiver Umsatzrentabilität im österreichischen Handel, in Prozent, 2005/ , ,5 49,4 46, Handel insgesamt Kfz-Handel¹ Großhandel Einzelhandel Eigenkapitalquote: 20,6 Im Durchschnitt der österreichischen Handelsunternehmen wird bei der Eigenkapitalquote der betriebswirtschaftliche (Mindest-) Richtwert von 20 knapp überschritten. Die Großhandelsunternehmen übertreffen diesen Wert mit rd. 24 deutlich, während der Einzelhandel mit rd. 17 und der Kfz-Handel mit durchschnittlich rd. 13 deutlich darunter liegen. Einzig im Kfz-Handel ist die Eigenkapitalquote im Jahresvergleich gesunken. Die Eigenkapitalquote steigt tendenziell mit zunehmender Unternehmensgröße. Den Sollwert von 20 überschreiten jedoch nur im Großhandel bereits die Kleinunternehmen, im Einzelhandel sind es erst die mittleren Unternehmen und im Kfz-Handel wird der Richtwert von keiner Größenklasse erreicht. Eigenkapitalquote im österreichischen Handel, in Prozent des Gesamtkapitals, 2005/ , , , , Handel insgesamt Kfz-Handel¹ Großhandel Einzelhandel Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent des Gesamtkapitals 1 einschließlich Kfz-Reparatur und Tankstellen Die Eigenkapitalquote der gesamten marktorientierten Wirtschaft ist um 2 -Punkte höher als der Wert des Handels (rd. 20,6 ). Der Durchschnitt der Unternehmen im Tourismus und dem Bauwesen liegt unter dem betriebswirtschaftlichen Richtwert von 20. Eigenkapitalquote in ausgewählten Sektoren und der gesamten marktorientierten Wirtschaft, in Prozent des Gesamtkapitals, Österreich, 2005/ , ,4 22,6 20,8 20,6 18, ,5 5 0 Verkehr Marktorientierte Wirtschaft¹ Sachgütererzeugung Wirtschaftsdienste Handel Bauwesen Tourismus Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent des Gesamtkapitals 1 ohne Land- und Forstwirtschaft und persönliche Dienstleistungen (genauer: Abschnitte C - K der ÖNACE) Nach einer konstanten Entwicklung in den früheren Jahren (bis 2002/03) hat sich die Eigenkapitalausstattung der österreichischen Handelsunternehmen seit dem Bilanzjahr 2003/04 verbessert und liegt im Bilanzjahr 2005/06 erstmals über 20. 39 der Unternehmen sind buchmäßig überschuldet Rd. 39 aller Handelsunternehmen verfügen über kein Eigenkapital, d. h., dass das Fremdkapital das vorhandene Betriebsvermögen übersteigt. Von einer buchmäßigen Überschuldung sind rd. 46 der Einzelhandelsunternehmen, rd. 41 der Kfz-Handelsunternehmen bzw. rd. 27 der Großhandelsunternehmen betroffen. Der Anteil der Unternehmen ohne Eigenkapital sinkt mit zunehmender Unternehmensgröße. Während rd. 46 der Kleinstunternehmen eine Überschuldung ausweisen, sind es bei den Großunternehmen rd. 8. Großunternehmen tendenziell erfolgreicher Die Auswertungen von Großunternehmen zeigen, dass die Unternehmen des Groß- und des Einzelhandels (jeweils 100 Mio Jahresumsatz) bei der Umsatzrentabilität mit Werten von über 3 überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Die Ertragskraft der Großunternehmen des Groß- und Einzelhandels ( 100 Mio Umsatz) liegt in etwa auf dem Niveau des Durchschnitts aller Betriebe mit weniger als 100 Mio Jahresumsatz. Die Umsatzrentabilität der Großunternehmen im Kfz-Handel ( 100 Mio Umsatz) liegt deutlich unter dem Durchschnitt des gesamten Kfz-Handels mit weniger als 100 Mio Jahresumsatz, wohingegen die Großunternehmen im Kfz-Handel ( 100 Mio Umsatz) eine bessere Ertragslage aufweisen. Hervorragende Eigenkapitalausstattung der Großunternehmen im Großhandel über 100 Mio Jahresumsatz Mit einer Eigenkapitalquote von rd. 31 liegen die Großunternehmen über 100 Mio im Großhandel auf hohem Niveau (marktorientierte Wirtschaft rd. 23 ) und um mehr als 10 -Punkte über dem Handelsdurchschnitt insgesamt. Auch die Großbetriebe des Großhandels ( 100 Mio Umsatz) wiesen mit rd. 27 eine überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung auf. Die Großunternehmen im Einzelhandel weisen ebenfalls deutlich höhere Werte auf als der Handel gesamt ( 100 Mio Umsatz: rd. 28, 100 Mio: rd. 27 ). Die Kfz- Handelsunternehmen über 100 Mio überschreiten wenn auch in geringerem Ausmaß den Richtwert von 20. Die Großunternehmen im Kfz-Handel ( 100 Mio Umsatz) erreichen den Richtwert knapp nicht und liegen somit auch unter dem Handelsgesamtdurchschnitt. Einnahmen-/Ausgabenrechner Die betrieblichen Einnahmen jener Handelsbetriebe, die im Abrechnungsjahr 2005 eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung führten, beliefen sich durchschnittlich auf rund ,-. Im Kfz-Handel lag der Durchschnittswert mit rd ,- darüber, im Einzelhandel (rd ,-) sowie im Großhandel (rd ,-) darunter. In allen drei Handelsbereichen überstiegen die Ausgaben sofern ein kalkulatorischer Unternehmerlohn angesetzt wird die Einnahmen. Das negative Ergebnis zeigt, dass der von der KMU FORSCHUNG AUSTRIA angesetzte Unternehmerlohn nicht zur Gänze verdient werden konnte. Die buchmäßigen Ergebnisse, d. s. jene ohne kalkulatorischen Unternehmerlohn, belaufen sich auf 5,0 im Kfz-Handel, 5,7 im Einzelhandel sowie 11,9 im Großhandel. Diese Ergebnisse entsprechen einem Unternehmerlohn von knapp ,- im Einzelhandel, rd ,- im Kfz-Handel bzw. rd ,- im Großhandel. Betriebliche Einnahmen sowie buchmäßiges und betriebswirtschaftliches Ergebnis der Einnahmen-/Ausgabenrechner im österreichischen Handel, 2005 Ø betriebliche Einnahmen in Buchmäßiges Ergebnis in der betrieblichen Einnahmen Betriebswirtschaftliches Ergebnis in der betrieblichen Einnahmen Einzelhandel ,7-10,1 Großhandel ,9-4,5 Kfz-Handel ,0-6,8 Anmerkung: gerundete Werte Methodische Anmerkung Die Auswertungen basieren auf der KMU FORSCHUNG AUSTRIA-Bilanzdatenbank. Für das Basisjahr 2005/06 (Sofern das Wirtschaftsjahr nicht dem Kalenderjahr entspricht, wurden Bilanzen bis zum Stichtag 30. Juni des Folgejahres berücksichtigt - d. h., alle Bilanzen mit Stichtag bis wurden dem Basisjahr 2005/06 zugeordnet) wurden insgesamt rd Bilanzen ausgewertet. Für den Handel sind rd auswertbare Jahresabschlüsse verfügbar. Für die Auswertung lagen für den Einzelhandel (ÖNACE 52) rd Jahresabschlüsse vor, für den Bereich Großhandel und Handelsvermittlung (ÖNACE 51) rd sowie für die Kfz-Wirtschaft (ÖNACE 50) rd Die Steuerbilanzen wurden betriebswirtschaftlich korrigiert (Ansatz eines kalk. Unternehmerlohns von p. a. und kalk. Eigenkapitalzinsen i.d.h. von 4,41 ). Um betriebsspezifische Verzerrungen - insbesondere auf Branchenebene - zu vermeiden, wurden ausschließlich Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 100 Mio ausgewertet. Als Sonderauswertung liegen jedoch auch die durchschnittlichen Kennzahlen der Unternehmen mit mehr als 100 Mio Jahresumsatz vor. Die Einnahmen-/Ausgabenrechnung ist ein vereinfachtes Buchführungssystem, das sich auf die Aufzeichnung von Zahlungsvorgängen beschränkt. Zur Ermittlung des Gewinnes bzw. Verlustes werden die tatsächlich zugeflossenen Betriebseinnahmen den tatsächlich abgeflossenen Betriebsausgaben eines Kalenderjahres gegenüber gestellt. Diese Buchführungsmethode darf nur dann angewandt werden, wenn keine gesetzliche Verpflichtung zur Buchführung besteht. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Buchführung besteht für Kapitalgesellschaften sowie für Personengesellschaften, deren Umsatz in zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren jeweils ,- (bzw. bei Lebensmitteleinzelhändlern und Gemischtwarenhändlern jeweils ,-) übersteigt. Wien, Für Rückfragen steht Ihnen Mag. Peter Voithofer zur Verfügung.
We Need Your Support
Thank you for visiting our website and your interest in our free products and services. We are nonprofit website to share and download documents. To the running of this website, we need your help to support us.

Thanks to everyone for your continued support.

No, Thanks