Leseprobe CD Norwegen-Kultur-Natur Von Lesja bis Molde

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Leseprobe CD Norwegen-Kultur-Natur Von Lesja bis Molde Romsdalen NORWEGEN Kultur und Natur von Lesja bis Molde 2013 E. und. Westerwalbesloh Zum Romsdal gehört eine großartige Fjell- und Fjordlandschaft:
Leseprobe CD Norwegen-Kultur-Natur Von Lesja bis Molde Romsdalen NORWEGEN Kultur und Natur von Lesja bis Molde 2013 E. und. Westerwalbesloh Zum Romsdal gehört eine großartige Fjell- und Fjordlandschaft: Enge Täler mit brausenden Wasserfällen, schneebedeckte Bergspitzen und glitzernde Bergseen, Fjorde und Flusstäler in einer einzigartigen Natur. Die Trollwand ist die höchste, steil abfallende Felswand Europas. Sie misst vom Fuß bis zum höchsten Gipfel 1800 Meter. Der senkrechte Teil der Felswand ist 1000 Meter hoch und hat einen Überhang von 50 Metern. Auf der CD sind zur Region Romsdalen zahlreiche Tourenvorschläge aufgezeichnet. Zu den eindrucksvollsten Attraktionen gehören Trolltindene. Eine abenteuerliche Wanderung an der Rückseite dieses Gebirgsmassivs ist beschrieben sowie ein Bildspaziergang entlang der Rauma, dem reißenden Fluss im Romsdalen. Lange Zeit ging man davon aus, dass Klettern in der Trollwand unmöglich ist. Im Jahre 1965 lieferten eine norwegische und eine englische Mannschaft den Gegenbeweis. Innerhalb von 14 Tagen wurde die Wand auf zwei verschiedenen Routen durchstiegen, wobei die norwegische Gruppe den Gipfel einen Tag früher erreichte als ihre englischen Konkurrenten. Leseprobe CD Norwegen-Kultur-Natur Von Lesja bis Molde Eine Fahrt in die Hochfjellregion bis hin zur Ablaufkante des Mardalsfossen zeigt eine völlig andere Natur. Auch hier sind eigene Erlebnisse mit Wanderbeschreibungen und detalliertem Kartenmaterial auf der CD enthalten. Auf der Südseite vom Romsdal, im Brøstedal, sind Wanderungen für die ganze Familie möglich. Ein Wasserfall, auf keiner Karte zu finden, wird beschrieben. Eine abenteuerliche Fahrt am Fluss Ulvåa entlang endet mit einer leichten Wanderung zum Ulvåavatn. Die dazu gehörende Bildserie zeigt die Natur an diesem Gebirgssee zu den verschiedenen Jahreszeiten. Inhalt Kurzfassung: Romsdalen beindruckendes Naturerlebnis Ausgangspunkt Åndalsnes Trollstigen Romsdalshorn Trollwand ein phantastisches Gebirgsmassiv Auf Tour in Trollnatur Wasser, wild, gewaltig, einfach schön Ulvåa Entspannung am Ulvåavatnet Abseits der Straßen Mardalsfossen der 2. Versuch Romsdalen beindruckendes Naturerlebnis Die Landschaft im Romsdal ist eine großartige Fjell- und Fjordlandschaft.Tiefe und enge Täler mit brausenden Wasserfällen, schneebedeckte Bergspitzen und glitzernde Bergseen, Fjorde und Flusstäler in einer einzigartigen Natur. Wandern, Bergsteigen, Fischen und Jagen sind beliebte Freizeitangebote. Dieses Tal bietet alles und so ist es nicht verwunderlich, dass schon im 18. Jahrhundert Romsdalen für Besucher ein beliebtes Ziel war. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Lesjaskogsvatnet ROMSDALS- FJORD Kongen Bispen Åndalsnes Trollstigen Vermafossen Slettafossen Bröstedalen Isfjorden Romsdalshorn Rauma E136 Bjørnekleiva Verma Mardalsfossen Bjorli Übersichtskarte Romsdalen Eikessdalsvatnet ROMSDALEN Lesjaskog Trolltindene Kulturpfad Gruvlia Lesjaverk Lågen Lesja Kulturpfad Nyseter GUDBRANDSDALEN Die Landschaft im Romsdalen hat zwei unterschiedliche Gesichter.Von Åndalsnes in Richtung Dombås beeindrucken am Anfang dieses Tales das Romsdalshorn und die Spitzen der Trolltindene den Besucher. Entlang der Rauma führt die Straße durch das von steilen Felswänden begrenzte Tal leicht bergauf bis Bjorli. Danach ändert sich das Bild. Hochebenen entlang der Straße begleiten den Betrachter bis Dombås. Die mit gekennzeichneten lätze werden beschrieben. Dabei ist es uns wichtig, möglichst viele Fotos, Hintergrundmaterial, Wanderbeschreibungen und Kartenausschnitte zu zeigen. Nach Möglichkeit soll die ganze Familie an diesen Naturerlebnissen teilhaben. Ausgangspunkt für alle Tourenbeschreibungen ist Åndalsnes. Dombås E 6 Trollwand Wanderbeschreibung ein phantastisches Gebirgsmassiv Dort oben scheinen die Trolle dafür zu sorgen, dass kein menschliches Wesen die Gipfel über die 1000 Meter lotrecht aufsteigende Felswand erreichen kann. Eine der Sehenswürdigkeiten im Romsdalen ist Trollveggen, die Trollwand. Erst vom arkplatz unterhalb der höchsten, senkrecht abfallenden Felswand Europas bekommt man eine Vorstellung von der Größe dieser bis zu 1800 Meter hohen Bergformation. Zwischen den verschiedenen Gipfeln ragen kleinere Zinnen wie zerbrechliche Nadelspitzen in den Himmel. Wie Trolle, die dafür sorgen, dass kein menschliches Wesen die Gipfel der über 1000 Meter senkrecht aufsteigenden und 50 Meter überhängenden Felswand erreichen kann. Besonders dann, wenn Wolkenfetzen den Blick nur teilweise auf diese Zinnen freigeben, verstärkt sich dieser Eindruck. Und tatsächlich schien es lange Zeit unmöglich Trollveggen zu durchklettern. Erst im Jahre 1965 gelang es einer norwegischen und einer englischen Klettermannschaft die Wand zu bezwingen. Die norwegische Gruppe erreichte den Gipfel (Trollryggen) einen Tag früher als ihre englischen Konkurrenten. Später wurden neue Routen erklettert. Heute sind sogar Winterbesteigungen möglich. Ich bin begeistert von diesem Anblick und beschließe, wenn eben möglich, mir diese Felsformationen aus der Nähe anzusehen. Für mich kommt nur ein Weg in Frage. Da ich nicht klettern kann, muss ich versuchen an die Rückseite der Trollwand Info Kongen 1614 Bispen 1462 Aussichtsplatform Istra Isterdalen Åndalsnes Stigbotnhornet 1592 Store Trolltind 1788 Semletind 1536 Storgrovfjellet 1629 Frokostplassen Grovura Trolltindan Stigbotnvatnet 1474 Romsdalen Rauma Breltind 1797 Kurzbeschreibung der Wanderung: Von Åndalsnes in Richtung Trollstigen fahren. Fahrzeug auf dem arkplatz abstellen. Fußweg zur Aussichtsplattform. Weiter in nordöstlicher Richtung einem ausgetretenden fad folgen. Steiler Anstieg bis zum Hochtal. Auf der halblinken Seite das Geröllfeld in nordöstlicher Richtung durchqueren. Am oberen Ende erster Blick auf Trolltindene. Schneefeld je nach Jahreszeit größer oder kleiner, vorsichtig überqueren. Ein geeigneter Rastplatz ist Frokostplassen mitten in einer großartigen Bergwelt. Wetter: Die Wanderung nur bei gutem Wetter antreten. Zeit: Ca. 4-5 Stunden für Aufstieg und Abstieg, jedoch möglichst den ganzen Tag einplanen. Voraussetzung: Gute Kondition; für Kleinkinder nicht geeignet. Bei vorzeitiger Ermüdung Wanderung abbrechen und umkehren. Entfernung: Zirka 4 Kilometer mit einem Höhenunterschied von ungefähr 700 Metern; das Geröllfeld ist etwa einen Kilometer lang. Ausrüstung: Karte und Kompass, feste Wanderschuhe (keine Turnschuhe); warme Kleidung und Regenschutz im Rucksack (Wetterumschwung ist immer möglich); bei starker Sonneneinstrahlung eventuell Kopfbedeckung. Verpflegung: je nach Bedarf, Hunger macht kraftlos; reichlich Getränke möglichst mit Mineralstoffen. Es besteht keine Möglichkeit Wasser nachzufüllen. Karten: Romsdalsalpene Tourkarte im Maßstab 1: oder Messtischblatt 1: Die Karten sind in der Touristeninformation Åndalsnes erhältlich. Bjørnekleiva Rauma Wasser bedeutet Leben. Der Fluss Rauma hat in vielfältiger Weise im Romsdal das Leben beeinflusst. In Jahrtausenden hat sich das Wasser tief ins Tal eingegraben und in den Uferbereichen Sedimente abgelagert. Fruchtbarer Boden ist entstanden, die Grundlage für kleine landwirtschaftliche Betriebe. Die Rauma hat keine eigene Quelle. Ihr Ursprung ist der westliche Abfluss des 612 Meter hoch gelegenen Lesjaskogvatnet. Bis bis zur Mündung in den Romsdalsfjord erreicht sie eine Länge von 42 Kilometern. Das abfließende Wasser aus dem Lesjaskogvatnet würde allerdings nicht ausreichen, um sie zu dem reißenden Fluss zu machen, der an verschiedenen Stellen im Romsdalen zu bewundern ist. Zahlreiche kleine Nebenflüsse speisen die Rauma mit Wasser. Ulvåa Der Wasserkreislauf ist seit ewigen Zeiten gleich. Eiseskälte im Winter lässt Seen und Flüsse zufrieren. Starke Schneefälle, besonders in den hohen Bergregionen, sind ein riesiges Wasserreservoir für die Sommermonate. Im Frühjahr bei steigenden Temperaturen bilden sich zuerst kleine Rinnsale an den Berghängen. Das Sammelbecken sind meistens Bergseen, die dann sehr schnell überlaufen und an den tiefsten Stellen reißende Flüsse bilden. Einer dieser spannenden Flüsse im Romsdalsgebiet ist Ulvåa. Von zahlreichen kleinen Nebenflüssen gespeist, befördert er während der Schneeschmelze gewaltige Wassermassen zur Rauma. Der Fluss Ulvåa hat seinen Ursprung im 850 Meter hoch gelegenen Ulvåadalsvatnet und mündet in das Wasserlabyrinth von Bjørnekleiva. Auf dem Weg dorthin zeigt der Fluss seine verschiedenen Gesichter. Wandern für die ganze Familie Entspannung amulvåavatnet Info Midthøa 1700 Borga 1462 Åndalsnes Rauma Brude Skirifjell Vakkerstølen 1180 Tungaseter Kabben Ulvåa BRØSTDALEN 1462 Ulvåa Horheimseter Grønhøa Ulvådalsvatn gebührenpflichtige Straße Brøste E136 Rånåkollen 1160 Rauma Bjorli yttbua Kurzbeschreibung: Von Åndalsnes fahren wir auf der Europastraße 136 in Richtung Bjorli. Kurz vor diesem Ort steht auf der rechten Seite ein Verkehrsschild mit der Aufschrift Brøste. Hier biegen wir rechts ab und fahren auf der sehr schmalen Straße bis zur Bomstasjon (Abgabestelle für gebührenpflichtige Straßen). Ein Sandweg führt tiefer ins Tal hinein bis zu einem arkplatz. Wir fahren halblinks weiter über eine Brücke und folgen dem sehr schlechten Weg. Am Tungaseter stellen wir das Auto ab, nehmen den Rucksack und folgen dem Schild Vakkerstølen. Wetter: Voraussetzung ist gutes Wetter Zeit: Tagesausflug Voraussetzung: für die ganze Familie geeignet Ausrüstung: feste Wanderschuhe Verpflegung: für den ganzen Tag einplanen, bei warmem Wetter für reichlich Getränke sorgen Hütten: Vakkerstølen und yttbua sind Übernachtungshütten mit einem Verpflegungsdepot. Diese Hütten sind normalerweise verschlossen. Einen Schlüssel bekommt man als Mitglied des DNT oder bei den ortsansässigen Wandervereinen.Weitere Informationen erhalten Sie in der Touristeninformation Bjorli. Karten: Cappelens Auto- und Touristenkarte Sør Norge nord, Maßstab 1: Wanderkarten in der Touristeninformation Bjorli erfragen Wanderzeiten: Tungaseter Vakkerstølen zirka 3 Stunden Tungaseter yttbua zirka 4 Stunden Entfernung: Åndalsnes Tungaseter zirka 55 Kilometer Abseits der Straßen Über das Romsdalsfjell zum Mardalsfoss Wir genießen den Anblick auf den Mardalsfoss Zwanzig Minuten stapfen wir den trockengelegten Fluss Mardøla entlang und mutig in die Nebelwand hinein. Unsere Gedanken weilen bei den Naturschützern, die 1970 auch um diesen Fluss gekämpft hatten. Auswaschungen und rund geschliffene Steine erzählen viel von der ursprüngliche Kraft des Wassers. Vom ehemals wild schäumenden Fluss, ist nur ein Rinnsal übrig geblieben. Ab und zu reißt der Wind große Lücken in den Nebel und gibt den Blick über die Bergwelt und hinunter ins Eikesdal frei. Dann können wir die neue Straße entlang dem See erkennen, die seit 1991 fertiggestellt ist. Wir sind von steil abfallenden Bergen umgeben. Unsere Rucksäcke ruhen auf einer Steinplatte. Die mitgebrachte Wegzehrung und der Kaffee aus der Thermosflasche schmecken vorzüglich. Zuerst versteckt sich der Mardalsfoss hinter Nebelschwaden. Doch geduldiges Warten lohnt sich immer und so ist nach einiger Zeit der Blick auf dieses beeindruckende Naturschauspiel frei. Nur in den Sommermonaten Juli/August ist der Wasserfall zu bewundern Mardalsfossen Der 2. Versuch Ein herrlicher Blick auf den 990 Meter hoch gelegenen See Mardalstjønna Nachdem wir beim ersten Anlauf die Abflusskante vom Mardalsfossen nicht erreichen konnten, weil uns ein Schneefeld daran hinderte, wagen wir einige Jahre später einen zweiten Versuch. Es ist September und die letzten Tage waren sommerlich warm. Selbst die Norweger können sich nicht daran erinnern, in den Jahren zuvor einen derartig heißen Sommer erlebt zu haben. Also fahren wir wieder die steile und staubige Straße hinauf ins Romsdalsfjell. Die Seen haben sehr wenig Wasser und Schnee ist weit und breit nicht zu sehen. Die Hoffnung den Mardalsfoss zu erreichen wächst. Die topographische Karte zeigt, dass die Entfernung von der arkmöglichkeit bis zur Abflusskante ein Kilometer beträgt. Große Felsbrocken erschweren das Fortkommen Leseprobe CD Norwegen-Kultur-Natur Von Lesja bis Molde Lesjaverk Geschichte der Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen Eisen hergestellt haben Der Himmel ist bedeckt und es nieselt. Dieses Wetter lädt nicht gerade zu einer längeren Wanderung ein und so entscheiden wir uns für Nachhilfe in norwegischer Kultur und Geschichte. Schnell finden wir die erste Hinweistafel zum kultursti. Nur ein paar Meter von der Straße E136 entfernt, umgibt uns ein zauberhafter Wald.Wir wandeln auf faden alter Kultur. Auf verschiedenen Schautafeln werden die einzelnen Sehenswürdigkeiten in norwegischer Sprache beschrieben. Um den deutschen Besuchern ohne ausreichende norwegisch Kenntnisse einen Einblick in ein wichtiges Kapitel der Vergangenheit rund um Lesjaverk zu vermitteln, haben wir die nachfolgende Dokumentation verfasst. Auf 24 Seiten haben wir die Geschichte der Menschen, des Eisenwerks und der harten Arbeit im Bergbau zur Erzgewinnung ausführlich beschrieben. Inhalt Kurzfassung: Lesjaverk Kultur und Natur Industrielle Vergangenheit rund um Lesjas Vergangenheit Übersichtskarte Lesjaverk Kultursti Lesja Jernverk Hochofen Der Schmelzprozess im Hochofen Die roduktion von Stabstahl Erzgewinnung Transport, Erz- und Holzkohlelager Die Nutzung der Wasserkraft Kraftwerk bei Lesja Jernverk Das Haupthaus des Eisenwerks Lesja Die alte Kirche in Lesjaverk Die neue Kirche in Lesjaverk Wanderung zu den Erzgruben Lesjaverk Kultur und Natur Schon vor etlichen Jahren konnten wir eine Hütte zur Übernachtung auf dem Hof Lesjaverk mieten. Bei einem Spaziergang entdeckten wir damals eine kleine Halde, die uns an einen Müllberg erinnerte. Bei näherem Hinsehen fanden wir Schlackenreste von geschmolzenem Eisenerz. Kleine Bruchstücke wanderten als Souvenir in die Reisetasche und liegen immer noch als Erinnerung im Regal. Als wir 2002 Lesjaverk wieder besuchen, staunen wir nicht schlecht. Aus der damaligen Müllhalde ist ein teilrestaurierter Hochofen aus dem Jahre 1757 entstanden. Er wurde zum Schmelzen von Eisenerz an dieser Stelle errichtet.von 1660 bis 1812 wurde Erz auf der Nordostseite von Lesjaskog in den Bergen abgebaut. Geschichte Industrielle Vergangenheit rund um Lesja Jernverk Lesja Jernverk Das Eisenwerk Lesja war eines von ungefähr 20 Eisen schaffenden Betrieben in Norwegen, die in der Zeit von 1620 bis zirka 1909 Eisen produzierten. Im Jahre 1659 wurde das Eisenhüttenwerk Lesja in Betrieb genommen. Nach Streitigkeiten und Gerichtsprozessen erteilte der König den Gründern Joachim Irgens und Jørgen hilipsson am 8. November 1660 endgültig die Betriebsgenehmigung. In der Genehmigungsurkunde bekamen die Werksbesitzer ein Gebiet zugeteilt, das sich von Lesjaprestgard acht Meilen (eine norwegische Meile = zehn Kilometer) nördlich in Richtung Romsdalen erstreckte. Wald, Flüsse und Wasserfälle, die in diesem Gebiet lagen, durften nicht ohne Erlaubnis der Besitzer genutzt werden. Sägewerke, die dem Eisenwerk nicht dienlich waren, bekamen keine Betriebsgenehmigung. Gefällte Bäume wurden ausschließlich zu Holzkohle verarbeitet und zum Ausbau des Werkes genutzt. Das Recht, neue Erzgruben in diesem Gebiet zu erschließen, hatten nur die Besitzer und neue Erzfunde waren meldepflichtig. Der Schmelzprozess im Hochofen In der Schmelzhütte hing eine Glocke, die alle zwei Stunden geschlagen wurde. Beim Glockenschlag musste der Ofen befüllt werden. Erz, Holzkohle und Kalkstein wurden über eine Brücke zur Spitze des Ofenschachtes transportiert und eingefüllt. Dieser Zweistundentakt wurde so lange fortgesetzt, bis die Steine im Ofen ausgebrannt waren. Zielsetzung war, den Hochofen möglichst ein Jahr lang in Betrieb zu halten. Nach jeweils fünf Füllungen erfolgte bei Beginn der sechsten Füllung der Abstich. Im unteren Teil des Hochofens wurde das mit Lehm zugestopfte Abstichloch mit einem Spaten geöffnet, und das flüssige Eisen und die Schlacke flossen in eine Sandform, die auf dem Hüttenboden stand. Anschließend wurde das Abstichloch wieder mit Lehm verschlossen und der Schmelzprozess konnte von neuem beginnen. Voraussetzung für die gewünschte Qualität des Eisens war die richtige Mischung der Zutaten. Das Eisenerz aus den verschiedenen Gruben wurde oft vermischt. Da die Erzqualität in den einzelnen Gruben unterschiedlich war, lag es in der Verantwortung des Meisters, die richtige Zusammenstellung der einzelnen Zutaten zu finden. Das Eisen von Lesja hatte meistens hohe Qualität. Es gab allerdings auch Berichte von der Kupfermine Røros, die sich über die gelieferte Qualität beklagte. Die Zielvorgabe war 240 bis 250 Kilogramm Eisen je Tonne Eisenerz zu produzieren. Selten wurde diese Menge erreicht. 200 Kilogramm wären normal gewesen. Im Lesja Eisenwerk erreichte man jedoch nur eine Durchschnittsproduktion von 159 Kilogramm pro Tonne Erz. Zur festen Mannschaft in der Schmelzhütte gehörten wahrscheinlich ein Hochofenmeister, der Erz und die nötigen Zutaten in den Hochofen füllte, zwei Männer, die für die nötige Menge Holzkohle sorgten, und drei Männer, die Schlacke räumten und die restlichen Arbeiten in der Hütte verrichteten. ro Schicht waren immer sieben Arbeitern anwesend. In 24 Stunden wurden zwei Schichten gefahren. Die roduktion von Stabstahl Das Eisen, das vom Hochofen kam, war Roheisen. Es enthielt viel Kohlenstoff, etwa 4,5 bis 4,8 rozent. Das produzierte Eisen im Lesja Eisenwerk eignete sich jedoch nicht für Gusseisen und so fertigte man Eisenstäbe. Bevor das Eisen geschmiedet wurde, musste es einen Oxidationsprozess durchlaufen. Es wurde wieder erwärmt, so dass es weich wurde. Ein chemischer rozess verringerte den Kohlenstoffgehalt auf ein rozent oder weniger. Jetzt konnte das Eisen mit einem wasserbetriebenen Hammer zu Stäben verarbeitet werden. Der gesamte rozess verbrauchte viel Holzkohle und Wasser. Ein geschmiedeter Stab war zwei Zoll breit und eineinhalb Zoll dick und wurde mit dem Werksstempel versehen. Im Eisenwerk waren zur damaligen Zeit zwei Eisenhämmer in Betrieb. Das produzierte Stabeisen hatte eine besonders gute Qualität mit einem hohen Anteil an Chrom, Nickel, Vanadium, Mangan und Titan. Es enthielt aber nur geringe Mengen an hosphor. Die Zusammensetzung ergab rostfreien Stahl, der hart genug war um Grubenbohrer herzustellen. Die Kupfermine Røros war ein guter Kunde. Sie bezahlte 1731 bis zu 20 rozent mehr für Stabeisen aus Lesja als an andere Eisenerzeuger klagten sie allerdings über die Qualität, bezahlten aber trotzdem für schlechtes Eisen von Lesja noch 10 Reichstaler pro 160 Kilogramm, während besseres Eisen von anderen Werken mit 10,5 Reichstalern bezahlt wurde. Ein Grund dafür, dass Røros gerne mit Lesja Handel betrieb, war der gute Vorrat an Stabeisen und eine schnelle Belieferung. Info Setertuft Slettlega n Gruvleet nach Gruvlisetra Wanderwege Gruvlia kleine Runde (gelb) ca.5,5 km Fjellgruvene hin und zurück (blau) ca.8 km große Runde (rot) ca.11 km Åndalsnes E136 Malmvegen Langstudulgruva Gruvlisetra Fjellgruvene Måsådråget Skinnargruva Øvre Vindgruva Nedre Vindgruva Gruvbakkegruva Auf einem acht Kilometer langen Wanderweg (hin und zurück) können wir sowohl die unteren Gruben wie auch die in 1060 Meter Höhe gelegen Fjellgruben besichtigen. Allerdings ist der obere Teil des Weges sehr steil und setzt eine gute Kondition voraus. Belohnt wird man mit einem großartigen Ausblick auf den Lesjakogsvatnet und die umliegenden Berge. Der elf Kilometer lange Rundweg führt an allen Gruben vorbei, macht aber zusätzlich im oberen Fjellbereich eine große Schleife. Er endet wieder in Gruvlisetra.Von hier aus geht es auf dem alten Weg zurück zum arkplatz. Der gesamte Weg ist sehr anstrengend. Alle drei Wanderwege sind gut markiert. Voraussetzung: Für die langen Strecken ist gute Kondition wichtig. Kinder mit guter Ausdauer ab 10 Jahre. Die kurzen Strecken sind für alle geeignet. Wetter: Voraussetzung ist gutes Wetter Zeit: Zirka 4 Stunden für die elf Kilometer Wanderung Ausrüstung: feste Wanderschuhe Verpflegung: je nach Bedarf, bei warmem Wetter reichlich Getränke Karten: Auf de
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