Marken aus Blocks in Einzelverwendung

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Marken aus Blocks in Einzelverwendung Beispiel Hannover-Messeblock 1949 / Vergleich mit Berlin Block1 Briefpost national Folge 52 (I) (Teil 1) Gedenkblätter so hießen Blocks einst im Postministerium sind
Marken aus Blocks in Einzelverwendung Beispiel Hannover-Messeblock 1949 / Vergleich mit Berlin Block1 Briefpost national Folge 52 (I) (Teil 1) Gedenkblätter so hießen Blocks einst im Postministerium sind kleine Schaufenster im Markenschaffen. Geht es mit ihnen um ein offizielles Gedenken, vermittelt ihre bildliche Ausstattung auf dem Blockrand und teils auch mit den Bildern der Marke Würde und Zurückhaltung zum gegebenen Anlaß. Die Altvorderen nahmen die Sache ernst, gleich, ob es der Postminister in der Reichshauptstadt war oder seine Nachfolger in Bonn und Ostberlin. Aus heutiger visueller Erfahrung kann das langweilig aussehen und es bedarf ein wenig der geistigen Anstrengung, den Sinn älterer Ausgaben mitsamt ihrer Ästhetik für heute lebendig und nachvollziehbar zu machen. Angesichts tradierter Zielsetzungen ist die Neuheitenmenge älterer Blocks in den Ausgabejahren 1930 bis 1950 zwangsläufig klein. Es war eben ein besonderes Ereignis, wenn eine Briefmarke im Sonntagskleid (H. W. Sieger) erschien. Solche Blocks gibt es heute kaum noch. Vieles ist zeitgeistiges Motivspektakel (Beispiel Asterix, 2015) oder ein schlichtweg auf Verkaufszwecke angelegtes Motivallerlei (Motorsport, Elbtal, etc.). Es ist dabei unerheblich, ob die motivliche Ausstattung reizvoll und der Ausgabeanlaß inhaltlich überragend mitgeteilt werden, was auf losen Briefmarken so nicht zu lösen wäre deshalb ja das Gedenkblatt! Zu keiner älteren Ausgabezeit war es im Denken des Sammlers geläufig, daß Blocks wegen der in ihnen enthaltenen Marken zertrennbar seien, auch nicht mit Blick auf Portoverbrauchszwecke. Ein Adenauer - (1968) oder ein Olympia -Block 1972 (Bund, Bl. 4 bzw. 7) machten diese höhere Zielsetzung auch mittels Herausgeber visuell deutlich durch eine räumlich auseinandergezogene Plazierung der Marken. Der Block als Ganzes war das Kleinkunstwerk, das seine Gestalt nicht verlieren durfte. Postseitig ging das noch weiter, indem die Abmessungen der Gedenkblattes so ausgelegt wurden, daß sich eine Verwendung auf einer normalformatigen Briefsendung von selbst ausschloß. Der hochkarätige Nothilfeblock (Mi. 2) vom Deutschen Reich zeigt es anschaulich: Es gibt überwiegend Stücke auf Brief mit verkürztem Schnitt oder Umklebungen des Umschlages. Oder die Adresse steht auf dem Blockrand. Weitere Mittel, die Zertrennung zu erschweren, boten neben einer künstlerischen Hochwertigkeit durch Grafik von Text und Schrift auf dem Blockrand die Nominalgebung und/oder die Art der Implantierung der/des eigentlichen Wertzeichens. Briefpost mit ausgeschnittener 70er F. Engels aus DDR- Block 13 (1955), gelaufen im Okt Darunter 50-Rp- Wert aus Schweiz Block 17 (1960). Von dieser EF gibt es Massen an Briefen! tennisbrief-delcampe Replycouponcollector-Delcampe Zum letzteren: Wenn selbiges nicht perforiert war, mußte es umständlich herausgeschnitten werden. Sehr lästig! Trotzdem gibt es solche Frankaturen. In aller Regel sind sie philatelistisch stark beeinflußt und zwar vor allem dann, wenn ihr Stempeldatum nahe beim Ausgabedatum oder in in einem Zeitraum liegt, der einen Schalteraufbrauch unverkaufter hoher Bestände noch nicht dokumentiert. Was den erstgenannten Aspekt betrifft, gibt es Blocks, deren Nominalhöhe stark vom bei Ausgabezeit aktuellen Normalgebührenspektrum abweicht. -2Zweimal Block 1: Unterschiedlicher geht s nicht nur in einem Punkt nicht Deswegen ist ja zum Beispiel der Block 1 von Berlin so interessant. Er war sozusagen in jeder Hinsicht massenkompatibel. Doch wollte diese Ausgabe mit Zuschlag damals keiner kaufen der Zuschlagsgrund erschloß sich den wenigsten. Selbst Sammler lehnten ihn ab, sie allerdings eingedenk teurer vorher erschienener Markenausgaben, die so sehr aufregten, daß damals Berlin als Neuheitengebiet ein äußerst schlechtes Ansehen besaß! Jedenfalls sprachen die Sammler der 1 DM teuren Neuheit (Gesamtnominale 60 Pf) vom Dezember 49 nicht in dem von der Post erwarteten Umfang zu. Reste des heute so wertvollen Blocks wurden vernichtet. So ergab sich eine Auflage von nur Stück verkauften Exemplaren. Das Markenland Berlin ist nun aber in vielen Belangen doch ein Sonderfall, zumal an seinem Beginn Der Block und der Autor kommt damit umgehend zum eigentlichen Berichtsstoff wurde daher schon bei Ausgabe auf Brief verklebt. Zahlreiche Stücke davon, wenn sie ins Ausland gingen, sind überfrankiert, vieles hat Ergänzungsfreimachung. Seine für einen C6-formatigen Brief noch recht gefällige Größe, die eine handschriftliche Adressierung wenn auch nur nah am unteren Briefrand ermöglichte, zeitigte jedenfalls eine ganze Reihe von Belegen. Die meisten sind philatelistisch stark beeinflußt, aber sicherlich genau so viele darf man als Bedarfspoststücke einschätzen. Es gibt zahlreiche Bund -gestempelte Stücke. Ihre Wertigkeit ist im Markt geringer. Doch viel wesentlicher ist: Die nicht sondergestempelten, sondern tagesgestempelten Stücke aus Berlin werden bis heute nicht in ihrer viel größeren Seltenheit erkannt. Auch hier krankt die Philatelie an dem exklusiven Anspruch, ersttags- oder sondergestempelte Stücke auf Brief vorzuziehen. Was aber von diesem Block wirklich selten ist, sind Einzelfrankaturen mit den Marken aus dem Block. Und damit zur Ausgabe, die rund acht Monate vorher, im April 49, erschienen ist. Denn auch Bund hat einen Block 1, der aber nicht zum Gebiet selbst, sondern zum Abschnitt Bizone gehört, weil er in ihm erschien, während sein überwiegender Gebrauch stattfand, als der westliche Rumpfstaat BRD fünf Monate später gegründet wurde. Der Hannover-Messe-Block (Mai 1949) war schon gleich nach Erscheinen ausverkauft an den Messeschaltern und an den nur bruchstückhaft belieferten Postämtern. Das unterscheidet ihn vom Block 1 Berlin. So wurde der 1-Mio.-Block schon bald, ab 1950, zu einer im Ankauf gesuchten Neuheit, für die Händler 5 DM und bald noch mehr bezahlten. Wahre Prachtstücke: Die Marken zu 10 Pf und 20 Pf, jeweils portorichtig auf Postkarte- bzw. Brief-Inland. Auf der 14. Arbeiter-Saalauktion (Bamberg) im Juli 2015 für 290 (Postkarte) bzw. 265 (Brief) versteigert. Beide liefern überreichlichen Nachweis für ihre Herkunft aus dem Bizone Block 1 Blockrand oben und unten. Ein Rand hätte gereicht. - 3 - Ein erklecklicher Betrag, der den Block zum Dauergast in den Ankaufsanzeigen machte ganz selbstverständlich in einer Reihe mit den preislich immer mehr sich heraufkatapultierenden Posthörnchen-Ziffern-Überdrucken (Mi. 52/68 I, II, usw). Schon allein damit stellt sich die Frage, wer sich damals, bei dem dazu nötigen Kleingeld (durchschnittlicher Industrie-Arbeiterstundenlohn noch immer bei 1,50/1,70 DM/48-Std.-Woche) den Kauf mehrerer Messeblocks leisten konnte (vor allem bei anziehenden Marktpreisen), um diese Preziosen u.a. für Portozwecke zu zertrennen! Ein Aufbrauch unverkaufter Mengen fällt bei diesem Block wie auch bei den folgenden bis Block10 (Frauenblock 6 vielleicht ausgenommen) komplett weg. Ohne Zuschlag ein wichtiger Aspekt Aber noch mal einen kleinen gedanklichen Schritt zurück: Beide Block 1 ließen sich bei ihren Abmessungen im Grunde problemlos in voller Größe auf einem Normalbrief verkleben. Beide bedienten die Gebühr für ein Inlandseinschreiben (Brief 20 Pf, R-Gebühr 40 Pf). Beide erlebten jedoch unterschiedliche Kaufnachfragen bei Erscheinen und in der Zeit danach. Das ist der Unterschied! Gleich ist wieder, daß beide von einer Schalterbogenproduktion aller drei Werte begleitet wurden, Marken in 50er-Bogen, die druckidentisch sind zu den Block -Marken (sehen wir mal von den Farbauflagen [b] und [c] beim Messeblock ab). Von beiden gibt es nun Einzelfrankaturen der Marken die sich natürlich als solche kennzeichnen bzw. nachweisen lassen! Das können sie nur, wenn sie einen Blockrand aufweisen, der sich eindeutig vom Bogenrand unterscheidet. Es ist müßig zu fragen, was auf dem Sammelmarkt heute seltener ist, Mi I oder Berlin Mi aus Block 1 (hier unterläßt Mi. eine Kennzeichnung mit römischer Zahl!). Auch wenn die mögliche Antwort auf diese Frage gar nicht das Thema dieses Beitrags ist und sie letztlich subjektiv ausfällt: Die Berliner Stücke sind wohl doch seltener, weil hier a) die Unbeliebtheit bzw. die geringe Akzeptanz von Zuschlagssondermarken wirkte und und b) darum die Neuheit bei begrenzten Sammleretats einfach weniger in den philatelistischen Focus geriet. Daß es auch um eine viel viel kleinere Auflage geht, hat sich ja erst Jahre später herausgestellt, und da war eine weitere postalische Verwendung (Aufbrauch) wegen des Postgültigkeitsendes ( ) nicht mehr möglich. Berlin Block 1 Die Hochwertigkeit der Berlinbriefe fußt im Unterschied zum Messeblock wesentlich auf der Hochwertigkeit des ganzen Berlin Blocks 1 Bei Gärtner (Ludwigsburg) im Februar 2014 für 710 Euro versteigert. Hinzu kommen die bei diesem Auktionshaus besonders happigen Aufgelder. Die 30er ist ohne Zweifel die teuerste Einzelfrankur der drei Blockmarken! - 4 - und die stellte sich faktisch ab Mitte der 50er Jahre heraus kostete Berlin Block 1 in postfrischer Erhaltung zwar schon satte 35 DM, doch war er damit immer noch um 15 DM billiger als der teuerste Satz Berlins, Stephan, mit 50 DM. Den großen Preissprung gab es erst ab 1960 mit dem Michelkatalog und den hier notierten dreistelligen Beträgen. Trotzdem sind auch die Stücke aus dem Bizone-Block Hochkaräter. Ihre Möglichkeit wurde a) wegen des raschen Ausverkaufs offenkundig nur wenig in Betracht gezogen und b) gab es ja noch im Unterschied zum Berliner Block die losen zuschlagslosen Marken aus 50er Bogen, die ein Versenden von Briefpost mit Hannover-Messe -Motivmarken befriedigen konnten. Daß die (perforierten) Marken aus dem Block herausgetrennt wurden, stellt sie und die Berliner Marken heute leider auf eine Ebene, auf der sich neben einigen SBZ-Blocks die windigsten Ausgaben der Nachkriegszeit schon befinden: die postalischen Block -Machwerke aus den drei Oberpostdirektionen in der frz. Zone ( Freiburg Wiederaufbau, alle drei Ausgaben Rotes Kreuz ). Was für diese damals in der gesamten Fachpresse schon erkannten und abgeurteilten sammlerschädlichen Ausgaben niemals beansprucht werden kann, darf für den Bizone-Block zutreffen: Daß die Verwendung von seinen Einzelmarken auf Brief sich auch ganz praktisch erklären läßt, als Restnutzbarmachung wegen nachträglich erkannter starker Qualitäts-mängel des Blocks selbst (starke Büge, bestoßene Ecken, Gummifehler, usw.). Gediegene Korrespondenzen als Quelle Tolle Stücke 2012 auch bei Steltzer-Auktionen. Hier als erstes der 10-Pf-Wert. Er ging für 340 weg. Es zeigt sich, daß der Postkartenwert teurer als der Briefwert ist. Der Grund ist einfach: Auf einer Postkarte läßt sich ziemlich zweifelsfrei erkennen, ob etwas Mache ist. Es gibt für das Entstehen dieser exzeptionellen Briefpost natürlich auch noch andere Gründe. Der Autor ist nicht naiv und faßt sie vorsichtig unter dem Motto Inkaufnehmen sehr wahrscheinlicher Raritäten zusammen. An Doepner/Ems gerichtete Karte privaten Inhalts (Gärtner, Febr. 2014, 270 ). Unten: Brief mit 20 Pf, bei Steltzer-Auktionen 2012 für 240 zugeschlagen. Philatelistische Beinflussung sagt man dazu. Nämlich dann, wenn Sendungen, die an sich rar sind, immer an dieselbe Adresse gerichtet sind. Das unterscheidet diese Stücke aber immer noch weit von den Machwerken der OPDen, bei denen erschwerend, so weit das noch geht, erhebliche Sammelfummeleien mit Hilfe von Postbeamten hinzukommen. Wer das Zeug sammelt Auktionatoren nehmen sie ja gern als preisliche Hoch- -5Hochkaräter in ihre Kataloge auf und viel Geld (es geht um viel Geld!) dafür ausgibt, ist selber schuld! Die im Sammelmarkt gehandelten und vor allem in den 90er Jahren ziemlich teuer, bis 1000 Mark bezahlten Briefe mit Messeblock-Marken spielen sich auf diesen Verwendungen ab: 10 Pf Ortsbrief / Postkarte-Inland, 20 Pf Fernbrief, 30 Pf Auslandsbrief. So schlicht ist das Ganze! Tatsächlich sind von den bisher bekanntgewordenen Stücken jene auffällig, die (soweit erkennbar) mit allerdings philatelieferner Kommunikation unter anderem an den großen Sammler Dr. Doepner inklusive Familie gerichtet sind. Dazu ein paar ergänzende Worte. Dieser äußerst reisefreudige Sammler aus Bad Ems war ein sehr schreibfreudiger Mann. Vor Jahren kam ein riesiges Konvolut seiner philatelistischen Korrespondenz inklusive Sammelstücke auf den Markt. Wohl jeder, der Börsen und Tauschtage besucht, hat bestimmt schon Kartengrüße und sonstige Briefpost von ihm in der Hand gehabt. Die Sendungen kommen aus Nordafrika, Südeuropa und vor allem aus Österreich. Der Autor selbst verdankt den Schreibaktivitäten des Philatelisten eine Grußkarte mit der raren 2,20 ös Obst per Sondertarif aus dem Kleinwalsertal. Dr. Doepner wußte, was gut ist und noch mehr, was gut sein würde. Allerdings ist seine Korrespondenz fast schlampig und darüber hinaus überwiegend niedrigwertig zu nennen, im Vergleich etwa mit der des Oberraritätenproduzenten aus Passau, seines Zeichens Brauereibesitzer und InflaPrüfer, Eduard Peschl und dessen für Ab- und Zusendungen ausgesucht gestalteter MeF und EF eingeschaltete Entourage in Aschaffenburg (Bank!) und München... Mit (o.g.) Startpreisen wird wie meistes, wenn etwas Ungewöhnliches erstmals auf den Markt gelangt, Lehrgeld gezahlt. Nachfolgende Lose erlösen deshalb selten Beträge in der Anfangshöhe. Die Preise pendeln sich ein. Nur beim Michel-Katalog tun sie das nicht, der doch aber wissen muß, daß es ein Risiko bedeutet, gleich bei der ersten Preiszahl auf den Zug aufzuspringen einen imaginären Zug! Den präsentierten zu Beginn die Blockmarken von Bund 1 und Berlin 1 eindeutig! K Bitte beachten: Es geht weiter in einem 2. Teil! Stücke aus der Kolbe-Korrespondenz. Der Autor weiß in ihrem Falle leider nicht zu sagen, wo und für wieviel sie versteigert wurden. Wann, zeigt die Zahl am Rand: Auch kann er keine Quellen-angabe machen. Die Stücke sind aber doch wohl zu beeindruckend, um sie für diesen Beitrag unter den Tisch fallen zu lassen! Philatelie-Digital
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