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Rückblick 2013/14 Caritasverband Wuppertal / Solingen e.v. Kind und Familie Senioren und Pflege Hospizdienste Integration und Migration Menschen in Krisen Impressum Herausgeber Caritasverband Wuppertal/Solingen
Rückblick 2013/14 Caritasverband Wuppertal / Solingen e.v. Kind und Familie Senioren und Pflege Hospizdienste Integration und Migration Menschen in Krisen Impressum Herausgeber Caritasverband Wuppertal/Solingen e.v. Kolpingstraße Wuppertal Tel Fax Redaktion Susanne Bossy Grafisches Konzept Büro Longjaloux GmbH, Kendra Rickert, Wuppertal Druck Druckerei Rudolf Glaudo, Wuppertal Fotos Caritasverband Wuppertal/Solingen S. 8: Fotolia / photofey S. 9: Fotolia / Alan Heartfield S. 22: Fotolia / Peter Maszlen S. 23: Kurverwaltung Bad Kissingen S. 33: Deutscher Caritasverband e.v./kna S. 37: Fotolia / mangostock S. 40: Deutscher Caritasverband e.v./kna S. 41: Fotolia / photophonie S. 42: Fotolia / frank_90 Hinweis Zwecks besserer Lesbarkeit wurde in diesem Jahresrückblick an manchen Stellen auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Selbstverständlich sind Frauen und Männer gleichermaßen gemeint. 2 Inhaltsverzeichnis Vorworte Dr. Bruno Kurth Seite 4 Dr. Christoph Humburg Gerhard Metzger Seite 5 Kind und Familie esperanza Seite 7 Kindertagesstätten Seite 8 Offener Ganztag / Schulbetreuung in Grundschulen Seite 9 Schulbetreuung an weiterführenden Schulen Seite 10 Schulsozialarbeit Seite 11 Kindererholung Seite 12 Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Erziehungsberatung Seite 13 Flexible ambulante Erziehungshilfen Seite 12 Jugendschutzstelle Seite 16 Familienpflege Seite 17 Kinder und Jugend im Stadtteiltreff A-Meise Seite 18 MGH/Haus der Begegnung Seite 19 Kindertreff Carl-Schurz-Straße Seite 20 Kurberatung Seite 20 Senioren und Pflege Seniorenerholung Seite 23 Seniorentagesstätte St. Suitbertus Seite 23 Senioren im Caritas-Treff Nordstadt und im Stadtteiltreff A-Meise Seite 23 Senioren-Service-Wohnen Seite 24 Tagespflege Seite 25 Pflege und Hilfe zu Hause Seite 25 Caritas-Altenzentrum Augustinusstift Seite 27 Caritas-Altenzentrum Paul-Hanisch-Haus Seite 27 Caritas-Altenzentrum St. Suitbertus Seite 28 Hospizdienste Kinder- und Jugendhospizdienst Seite 30 Begleitung erwachsener sterbender Menschen Seite 30 Bergisches Kinder- und Jugendhospiz Burgholz Seite 32 Integration und Migration Fachdienst Integration und Migration Seite 34 Projekte Seite 35 Menschen in Krisen Rechtliche Betreuung Seite 41 Allgemeine Sozialberatung Seite 41 Suchthilfe Seite 42 Gefährdetenhilfe Seite 43 Straffälligenhilfe Seite 45 Bahnhofsmissionen Seite 45 Gemeindecaritas Seite 46 Infozentrum Schaufenster Seite 48 Kindertal e.v. Seite 49 Sonstiges Gremien und Mitarbeiter Seite 50 3 Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unseres Caritasverbandes, Der soziale Arm der Kirche wird die verbandlich organisierte Caritas gerne genannt. Dieses Bildwort geht vom lebendigen Körper, einem Organismus aus, was viel mehr bedeutet als eine Organisation, so sehr ein großer Sozialverband auch gut organisiert sein muss. Der Arm kann nicht getrennt vom Körper leben und handeln, ohne den Arm bleiben der Körper und sein Leben unvollständig und dauerhaft behindert. Caritas und Kirche gehören untrennbar zusammen. Dr. Bruno Kurth Stadtdechant Vorsitzender des Caritasrates Das Leben der Kirche war und ist in unserer Diözese zum guten Teil von den Pfarrgemeinden getragen, die selbst großen Veränderungen unterliegen. Viele Aufgaben und Dienste des heutigen Caritasverbandes entwickelten sich aus den Gemeinden heraus. Gab es früher die angestellten Gemeindeschwestern, die die menschlichen Nöte im jeweiligen Viertel kannten, so gibt es heute einen ambulanten Caritas-Pflegedienst, dessen Einsatzgebiet nicht das Pfarrgebiet, sondern die ganze Stadt ist. Manche Einrichtung der Alten- oder auch der Kinder- und Jugendpflege begann in gemeindlicher Trägerschaft und wurde irgendwann vom Caritasverband übernommen. Die Aufgaben eines Trägers ebenso wie die sozialen Herausforderungen sind komplexer geworden und erfordern eine andere Qualität und Professionalität. Eine Zeit lang wurde die Professionalität so sehr betont, dass sie vom gut gemeinten, aber doch amateurhaften Engagement in den Gemeinden unterschieden wurde. So entfernte sich die Caritas vom gemeindlichen Leben, der Arm vom Leib. 4 Die Verbindung des Caritasverbandes mit den Pfarrgemeinden und umgekehrt zu stärken und zu fördern, ist nicht immer leicht. Dass die Pfarrgemeinden etwa die tragenden Mitglieder des Caritasverbandes sind und ihre Vertreter in die Mitgliederversammlung entsenden, versteht sich nicht mehr von selbst. Sehr zu begrüßen sind neue Erfahrungen und Projekte, die diese Entwicklung umkehren. Die (großen und kleinen) Pfarrgemeinden und der große Caritasverband arbeiten wieder mehr zusammen. Nur gemeinsam können sie wirklich Kirche für die Menschen, besonders Kirche für die Menschen in vielfacher Not und Armut sein. Da sind die Kooperationen in den Familienzentren der Gemeinden, da ist beispielsweise der Lotsenpunkt in Barmen. Viele gemeinsame Initiativen von Gemeinden und Caritasverband machen die Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln für Flüchtlinge in Wuppertal und Solingen fruchtbar und hilfreich. Vor allem sind es viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sei es als Hauptamtliche im Verband oder als Ehrenamtliche in den Gemeinden zusammenarbeiten. Und viele hauptamtlich im Verband Tätige sind selbst aktive Mitglieder in ihren Pfarrgemeinden, was den Gemeinden wie dem Verband gut tut. Ihnen und allen anderen Engagierten sei herzlich und mit großem Respekt gedankt. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre des Ihnen vorliegenden Rückblicks auf die Jahre 2013 und 2014 und unserem Caritasverband weiterhin Ihr wohlwollendes Interesse. Vorworte Liebe Leserinnen und Leser, unser Leitbild sagt es schon aus: Wir verstehen uns als Anwalt für sozial benachteiligte Menschen und setzen uns dafür ein, dass bei der Entwicklung unserer Städte soziale Belange möglichst umfassend berücksichtigt werden. Wir handeln als Teil der katholischen Kirche und im Auftrag der katholischen Pfarrgemeinden in Wuppertal und Solingen. Gegenpol zu einer zunehmend materialistischen, leistungsorientierten und individualisierten Gesellschaft zu sein, stellt auch die verbandliche Caritas vor immer größere Herausforderungen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, dass die finanziellen Ressourcen knapper werden, weil die verschiedenen Kostenträger sowie Land und Kommunen immer größere Probleme haben, die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Dementsprechend ist das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialem Handeln auch in unserem Caritasverband größer geworden. Unser Ziel ist und bleibt nach wie vor, die Arbeit in den unterschiedlichen Diensten und Einrichtungen so aufzustellen, dass wir den Dienst für die Menschen gut, effizient und verantwortungsvoll leisten können. So ist es uns gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an vielen Stellen gelungen, die Rahmenbedingungen trotz des beschriebenen Spannungsverhältnisses so zu gestalten, dass die Arbeit entsprechend unserem Leitbild geleistet werden kann. Dr. Christoph Humburg Caritasdirektor Vorstandsvorsitzender Gerhard Metzger Stv. Vorstandsvorsitzender Neu bewilligte Projekte unterstützen die Arbeit der Dienste und Einrichtungen. Außerdem konnten wir viele neue und ergänzende Kooperationsprojekte ins Leben rufen wie zum Beispiel im Bereich der Orientierungs- und Qualifizierungsangebote für langzeitarbeitslose Menschen und für Menschen mit Migrationsgeschichte in Kooperation mit den lokalen Jobcentern. Im Bereich der Pflege gab es seit Anfang 2013 erhöhten Beratungsbedarf, der durch das Gesetz zur Neuregelung der Pflegeversicherung, das neue Unterstützungsmöglichkeiten eröffnete, ausgelöst wurde. Die interkulturelle Öffnung der Pflegedienste spielt bereits heute eine große Rolle, die zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen wird. Den Ansprüchen von Menschen mit Migrationsgeschichte und verschiedenen kulturellen Hintergründen auch in Pflegesituationen gerecht werden zu können, ist ein Ziel, das auch in den vergangenen beiden Jahren weiter bearbeitet wurde. Unter anderem trug dazu ein Fachtag zur kultursensiblen Pflege bei, der Altenpflegeschüler und Praxisanleiter ansprach. 5 Aufregende letzte Monate und Wochen bescherte uns 2014 die Fertigstellung des Bergischen Kinder- und Jugendhospizes Burgholz. Mit den ersten Personalentscheidungen und der Gründung einer Trägergesellschaft durch Caritas und Diakonie wuchs die Vorfreude auf die neue Einrichtung, die im Frühjahr 2015 als erstes ökumenisch geführtes Kinderhospiz in Deutschland seine Arbeit aufnehmen sollte. Insgesamt befindet sich unser Caritasverband auf einem guten Weg. Dafür danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den rund 360 engagierten Ehrenamtlichen und den vielen Unterstützern und Finanzierern unserer Leistungserbringung ganz herzlich! Bleiben Sie uns weiter gewogen, so dass wir gemeinsam unseren Caritasverband auf gutem Kurs halten können. Kind und esperanza Seite 7 Familie Kindertagesstätten Seite 8 Offener Ganztag / Schulbetreuung in Grundschulen Seite 9 Schulbetreuung an weiterführenden Schulen Seite 10 Schulsozialarbeit Seite 11 6 Kindererholung Seite 12 Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Erziehungsberatung Seite 13 Flexible ambulante Erziehungshilfen Seite 12 Jugendschutzstelle Seite 16 Familienpflege Seite 17 Kinder und Jugend im Stadtteiltreff A-Meise Seite 18 MGH/Haus der Begegnung Seite 19 Kindertreff Carl-Schurz-Straße Seite 20 Kurberatung Seite 20 Kind und Familie esperanza Im Jahr 2013 wurden drei Kinder in die Babyklappe auf dem Gelände der St. Anna-Klinik an der Vogelsangstraße in Wuppertal-Elberfeld gelegt. esperanza übernahm die Aufgabe, die Abläufe zum weiteren Verbleib der Kinder zu koordinieren. Alle drei Kinder leben inzwischen in Adoptivfamilien und entwickeln sich sehr gut. Zum Ausbau der Hilfen für Schwangere wurde am 1. Mai 2014 das Gesetz zur Regelung der vertraulichen Geburt verabschiedet. Die vertrauliche Geburt unterstützt Frauen, die ihre Schwanger- und Mutterschaft geheim halten möchten und schafft ein umfassendes Beratungsangebot für die Frauen sowie die Möglichkeit, das Kind mit professioneller medizinischer Hilfe zur Welt zu bringen. Im Jahr 2014 begleitete esperanza schon zwei Schwangere bei der vertraulichen Geburt. Die Leiterin der Wuppertaler esperanza-beratung, Kornelia Fazel, gehörte zu den ersten 60 besonders qualifizierten Beraterinnen, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für diese Aufgabe geschult hat. esperanza war mit der Schwangerschaftsberatung und der Familienhebamme am abteilungsübergreifenden Projekt Mamica (für schwangere Roma-Frauen und junge Roma-Mütter) beteiligt. Im Projekt Mamica wurden 19 Frauen und 30 Kinder betreut. Die schwangeren Frauen haben die Angebote der Schwangerschaftsberatungsstelle und der Familienhebamme kennengelernt und psychosoziale Beratung in Anspruch genommen. Gesetzliche Ansprüche auf Beihilfen im Rahmen von Schwangerschaft und Geburt wurden geltend gemacht und durch finanzielle Hilfen durch die Schwangerenberatungsstelle (Bundesstiftung Mutter und Kind, Bischofsfond) ergänzt. Bei Bedarf wurden auch Sachspenden (gebrauchte Babykleidung, Kinderwagen u.ä) gewährt. Die Frauen wurden an das Gesundheitssystem angebunden: Sie haben regelmäßige Arzttermine bei niedergelassenen Ärzt/innen, Gynäkolog/innen und Kinderärzt/innen wahrgenommen. Die Familienhebamme begleitete bei Bedarf zu den Vorsorgeuntersuchungen. Bei fehlenden Krankenversicherungen war die Beraterin bei der Kostenregelung mit den Ärzten und Krankenhäusern behilflich. Die Erstausstattung für die Babys (Kinderwagen, Kinderbett, Wäsche, Wickelmöglichkeiten) wurden angeschafft. Zwei Geburtsvorbereitungskurse, die von der Beraterin und der Hebamme gemeinsam angeboten wurden, bereiteten die Frauen auf die Entbindung vor und klärten Fragen und Ängste in Hinblick auf die Geburt. Kontinuierliche Beratungen und Hausbesuche durch die Hebamme fanden während der Schwangerschaft und nach der Geburt statt. Die veränderte Lebenssituation nach der Geburt eines Kindes wurde in der Beratung besprochen. Nach Möglichkeit wurden der Partner und andere Familienangehörige in die Unterstützung der Mutter und des Babys einbezogen. In Einzelfällen nutzten die Frauen und ihre Partner die Beratung, Konflikte in der Paarbeziehung oder Generationenkonflikte zu besprechen. Der Wunsch nach persönlicher und finanzieller Autonomie und Verselbstständigung kollidierte oftmals mit den Erwartungen der Großeltern nach Unterordnung und Verbleib der jungen Familie im Familienverband. Die Frauen und Paare haben Beratung in Anspruch genommen, um Perspektiven für die eigene Sexualität und gemeinsame Familienplanung zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit der esperanza- Kollegin, die im Bereich der Sexualpädagogik tätig ist, wurden zwei Gruppenveranstaltungen zur Familienplanung angeboten. Die aufsuchende Arbeit der Familienhebamme hatte einen besonders großen Stellenwert und trug zum Erfolg des Projektes bei. Bei ihren Hausbesuchen erhielt sie einen guten Einblick in die persönliche Situation und die Bedürfnisse der Familien und konnte angemessen unterstützen. esperanza Kasinostraße Wuppertal Tel Fax caritas-wsg.de Leitung: Kornelia Fazel Neuenhofer Straße Solingen Tel Fax caritas-wsg.de Ansprechpartnerin: Silke Glunz 7 Die Familienhebamme gehört seit dem fest zum interdisziplinären Team der esperanza- Beratungsstelle. Sie bietet Gesundheitsförderung und Unterstützung von Mutter, Vater und Kind in der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes an. Sie gibt praktische Anleitung im häuslichen Umfeld. Sie betreut Mütter/Familien, die bei der Erziehung ihres Kindes besonderen Belastungen ausgesetzt sind, minderjährige und junge Mütter und Mütter mit psychischen und körperlichen Erkrankungen. 8 Um die Frau von Hier und den Herrn von Dort ging es beim Mitmachtheater in zwei Caritas-Kindertagesstätten. Kindertagesstätte Don Bosco Elsässer Straße Solingen Tel Fax Leitung: Martina Grams-Wilkens Kindertagesstätte Nazareth Geranienweg Solingen Tel Fax Leitung: Ivonne Iffland Kindertagesstätte St. Elisabeth Stockmannsmühle Wuppertal Tel Fax Leitung: Jutta Weber Seit dem hat die Beratung bei esperanza einen neuen Schwerpunkt: Prävention zur Vermeidung von Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft und Stillzeit In enger Zusammenarbeit mit der KatHO, dem Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung sowie dem SKF Köln und der Begleitung durch die Suchtberatung des Caritasverbandes hat esperanza an einem bundesweiten Projekt mitgewirkt. Die erworbenen Kompetenzen und die ermutigenden Auswertungsergebnisse haben zur Integration der Präventionsberatung in die allgemeine Schwangerschaftsberatung geführt. Kindertagesstätten Kita Don Bosco Zum Jahresthema 2014 der deutschen Caritas Weit weg ist näher als du denkst hat sich die italienisch-deutsche Caritas-Kindertagesstätte Don Bosco mit den Themen Vertreibung und Zuwanderung kindgerecht befasst. Auf der Straße, im Supermarkt, auf dem Spielplatz, in der Kindertageseinrichtung Kinder kommen jeden Tag mit dem Thema Zuwanderung in Berührung. Es gilt Wege zu finden, die zeigen, dass es hinter den ersten Hürden und Missverständnissen viel voneinander zu lernen gibt. Im Rahmen eines Projekts des Diözesan-Caritasverbands für das Erzbistum Köln lud die Kita Don Bosco (ebenso die Wuppertaler Caritas-Kita St. Elisabeth) ein Mitmachtheater in die Einrichtung ein. Das gemeinsame Theaterspielen sollte das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen dem Leben in Deutschland und anderen Ländern verbessern und zeigen, wie Vorurteile überwunden werden können. Die Protagonisten Fug und Janina beide unter anderem bekannt als Darsteller aus der Sendung mit der Maus haben in ihrem musikalischen Stück Frau von Hier und Herr von Dort Kinder mit auf eine kleine Reise in die globale Welt genommen und dabei für die Überwindung von Vorurteilen gegenüber Menschen aus anderen Ländern gesorgt. Dies gelang ihnen im Mitmachtheater eindrucksvoll, denn schon nach einer viertel Stunde riefen die Mädchen und Jungen gemeinsam mit Herrn von Dort den verschwundenen Kuschelhasen in spanischer Sprache. Kita Nazareth Im Sommer/Herbst 2014, zwei Jahre vor ihrem 50-jährigen Bestehen, hat sich die Kindertagesstätte Nazareth konzeptionell neu aufgestellt und einen umfangreichen Um- und Ausbau der U3-Gruppe vollzogen. Die Einrichtung verfügt nun über ein großzügiges, modernes Raumangebot, das den Kindern innen und außen vielseitige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, sowie erlebnisreiche Naturerfahrung bietet. Als zweigruppige Einrichtung kann die Kita Nazareth sowohl eine U3- als auch eine Ü3-Gruppe mit allen Stundenkontingenten anbieten. Kita St. Elisabeth Im Frühjahr 2014 haben die Eltern einen Garten angelegt. An zwei Samstagen wurde der Hang terrassiert, Mutterboden eingebracht und bepflanzt. Die Pflege wird weiterhin von einigen Müttern übernommen. Im Sommer wuchsen die ersten Früchte und Gemüse wie Erdbeeren, Johannisbeeren, Zucchini, Kräuter und sogar Kartoffeln. Die Kinder erleben, wie alles wächst, probieren und verarbeiten mit großer Begeisterung die Ernte aus Elisabeth s Garten. Kind und Familie Offener Ganztag / Schulbetreuung in Grundschulen Wuppertal // Im Jahr 2014 jährte sich zum 10. Mal der Start des Offenen Ganztags an Wuppertaler Grundschulen. Der Caritasverband als Kooperationspartner begleitete die Städt. kath. Grundschule Sankt-Antonius-Schule mit zwei Gruppen also mit 50 Kindern in diese neue Entwicklung. Ein Jahr später ging auch die Städt. kath. Sankt-Michael-Schule mit der Caritas in den Ganztag folgten die Grundschulen Thorner Straße und Hombüchel und 2013 die Corneliusschule. Da der quantitative Ausbau des Offenen Ganztages in Wuppertal den Bedarf an Plätzen nicht annährend abdeckte, wurde an immer mehr Schulen alternativ auch wieder die Betreuung bis 13:30 Uhr parallel zum Ganztag angeboten, deren Anmeldezahlen ebenfalls kontinuierlich stiegen. Im Jahr 2014 wurden vom Caritasverband in Wuppertal allein im Grundschulbereich 433 Kinder im Offenen Ganztag und 100 Kinder in der Betreuung bis 13:30 Uhr von etwa 65 festen Mitarbeitern, Praktikanten und Freiwilligen betreut. Zusätzlich wurden Honorarkräfte für AG-Angebote eingesetzt. Die Finanzierung des Offenen Ganztags ist kommunal sehr unterschiedlich und gerade in finanzschwachen Kommunen wie Wuppertal absolut nicht ausreichend, um eine angemessene Personaldecke zu finanzieren und genügend Fachkräfte einzustellen. Zudem wurden neue Gruppen an den Grundschulen ohne sogenannte investive Mittel eröffnet, also ohne Gelder für zusätzliches Mobiliar und Spiel-, Bastel- und Bewegungsmaterialien. Teilweise wurden bereitgestellte Räume von den OGS-Teams und Eltern in Eigenleistung renoviert. Bei der Bezuschussung der Mittagsverpflegung für bedürftige Familien wurde der relativ unbürokratische Rüttgersfond Kein Kind ohne Mahlzeit durch das BuT (Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung) abgelöst. Der Aufwand, um Zuschüsse zu den Kosten der Mittagsverpflegung zu erhalten, ist eine bürokratische Herausforderung und bindet Mitarbeiterstunden und damit auch Gelder, die viel dringender für die Förderung und Betreuung der Kinder gebraucht würden. Seit 2011 sind die Inklusion und damit die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ein zentrales Thema im Bereich der Schulen. Leider fehlen auch hier in Wuppertal die dringend erforderlichen finanziellen Ressourcen in den Schulen und erst Recht im Offenen Ganztag, sodass sich viele Akteure alleingelassen fühlen. Es bedarf eines hohen Personalschlüssels, einer Unterstützung durch Fachkräfte in multiprofessionellen Teams, zeitlicher Ressourcen für einen intensiven und kontinuierlichen Austausch aller Akteure, kleiner Klassen und angemessener räumlicher Rahmenbedingungen. In diesem Bereich muss noch viel bewegt werden. Trotz all dieser Stolpersteine im Offenen Ganztag in Wuppertal hat der Caritasverband in den letzten zehn Jahren dank des hohen E
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