Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel

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Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel Endbericht 30. April 2013 Auswirkungen des Klimawandels auf den Südraum Leipzig unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen
Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel Endbericht 30. April 2013 Auswirkungen des Klimawandels auf den Südraum Leipzig unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Erholungsnutzungen sowie der Anforderungen an Waldumbau und Waldmehrung Inhalt A BASISDATEN zum Modellvorhaben... 4 A1 Ansprechpartner für das Gesamtprojekt... 4 A2 Ausgangslage und Zielsetzungen des Gesamtprojektes... 4 A3 Klimamonitoringdaten und Klimaprojektionen... 6 A4 Methodische Ansätze... 7 B PROJEKTVERLAUF... 9 B1 Organisationsstruktur des Gesamtprojektes... 9 B2 Änderungen im Projektaufbau oder geplanten Verlauf, Änderungen/Anpassungen der Projektorganisation B3 Prozessverlauf: Wesentliche Aktivitäten und Darstellung des Prozesses B4 Projektbezogene Veranstaltungen (nicht öffentliche und öffentliche) B5 Projektbezogene Publikationen/Presseveröffentlichungen/öffentlichkeits- und medienwirksame Maßnahmen B6 Zusammenarbeit mit anderen Forschungsvorhaben B7 Förmliche Beschlüsse B8 Sonstige Hinweise/Prozesskritik C ERGEBNISSE/PRODUKTE und VERSTETIGUNG/UMSETZUNG C1 Wesentliche inhaltliche Ergebnisse C2 Erarbeitete Produkte C3 Bereits erfolgte und beabsichtigte Schritte zur Umsetzung sowie absehbare Umsetzungschancen (je nach Projektschwerpunkt) C4 Beabsichtigte Weiterführung der Organisationsstruktur/der Gouvernanceansätze C5 Anregungen/Beiträge für einen raumplanerischen Instrumentenbaukasten Klimaanpassung 28 C6 Beiträge für einen Leitfaden Klimafolgenbewertung C7 Mehrwert für die Modellregion durch das Modellvorhaben C8 Wünsche und Anregungen für zu einem weiteren Austausch/zu einer Evaluierung sowie zu weiterer Unterstützung durch den Bund nach der KlimaMORO-Phase II C9 Fortschreibung des Regionalplans D Nutzung der ERGEBNISSE DER PHASE I D1 (Beabsichtigte) Nutzung der Produkte und Ergebnisse aus Phase I D2 Verstetigung der Akteursnetzwerke aus Phase I F ANLAGEN A BASISDATEN zum Modellvorhaben A1 Ansprechpartner für das Gesamtprojekt Herr Prof. Dr. habil. Andreas Berkner Leiter der Regionalen Planungsstelle des Regionalen Planungsverbandes Leipzig-Westsachsen (Tel.: 0341/ ; fachlich zuständig in der Regionalen Planungsstelle: Frau Katrin Klama (Tel.: 0341/ ; sowie Frau Maja Schottke (Tel.: 0341/ ; Es wird darauf hingewiesen, dass der Regionale Planungsverband mit Inkrafttreten des novellierten Sächsischen Landesplanungsgesetzes am nach 9 Abs. 1 dieses Gesetzes den Namen Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen trägt. A2 Ausgangslage und Zielsetzungen des Gesamtprojektes Die Planungsregion Leipzig-Westsachsen wird im Süd- und Nordraum Leipzigs durch eine großräumige Bergbaufolgelandschaft geprägt, die sich im Zuge des Klimawandels besonderen Herausforderungen stellen muss. Der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen entwickelte dazu im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel eine regionale Klimaanpassungsstrategie für die Planungsregion. Im Rahmen des Projekts wurde deutlich, dass vertiefende Untersuchungen zur Entwicklung des Gebietswasserhaushalts in der Bergbaufolgelandschaft, insbesondere des Südraums Leipzig, erforderlich sind, um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Naturhaushalt und die Nutzungen besser abschätzen zu können und Schlussfolgerungen für eine klimaangepasste Raumentwicklung ziehen zu können. In der Verstetigungsphase erfolgt daher eine Bündelung und themenübergreifende Verknüpfung bisheriger Schwerpunkte und Ergebnisse des KlimaMORO Westsachsen in einem übergreifenden Fokusgebiet Südraum Leipzig (vgl. Abb. 1). Mit der Themenstellung wird zugleich eine Bündelung der Kräfte auf eine Problematik mit hoher Aktualität und zunehmendem Handlungsbedarf bewirkt. Südraum Leipzig Abb. 1: Bearbeitungsgebiet 4 Dieses übergreifende Fokusgebiet ist besonders geeignet, folgende Themenschwerpunkte von regionalem und bundesweitem Interesse zu bündeln und zu fokussieren: - Wasserhaushaltsproblematik, insbesondere in der Bergbaufolgelandschaft, unter prognostizierten klimatischen Veränderungen mit Auswirkungen auf Wassermenge und -güte - Waldumbauerfordernisse: aus aktuellem Anlass (u. a. nicht standortgerechte, z. T. überalterte Pappelreinbestände auf Altkippenflächen; Grundwasserwiederanstieg, Staunässe, gestörter Oberflächenabfluss in Kippenbereichen) sowie vor dem Hintergrund des Klimawandels - Anforderungen an eine zukunftsfähige Waldmehrungsplanung bzw. Aufforstungspraxis u. a. auf entstehenden Kippenflächen des derzeit aktiven Braunkohlenbergbaus - Tourismus- und Naherholungsfunktion des Südraums Leipzig im Kontext zu seiner Funktion als klimatisch wirksamer Ausgleichsraum für die Bevölkerung der Stadtregion Leipzig bei steigender Hitzebelastung Von den Ergebnissen des Modellvorhabens in der Planungsregion Leipzig-Westsachsen kann eine hohe Übertragbarkeit auf andere Regionen, insbesondere auf Regionen mit Bergbaufolgelandschaften in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und Brandenburg erwartet werden. Die im Rahmen der 1. Phase des KlimaMORO Westsachsen erstellten Expertisen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt im Nordraum von Leipzig bzw. den Südraum Leipzig verweisen auf die Notwendigkeit weitergehender Untersuchungen und Modellierungen des Wasserhaushalts. Dabei sind u. a. folgende Fragestellungen von besonderem Interesse: - Auswirkungen auf Grundwasserstände sowie Abflussverhalten der Fließgewässer; Anforderungen an die Gewässerbewirtschaftung (Steuerungsbedarf?) - Nutzungsdruck auf entstehende Tagebaurestseen erfordert eine nachhaltige Entwicklung der Infrastruktur auch vor dem Hintergrund des Klimawandels (Anpassung an schwankende Seespiegelhöhen etc.) - Prüfung der Auswirkungen auf wassertouristische Nutzungen (Hauptsaison der touristischen Nutzung zumeist überlagert von geringstem Wasserdargebot Verschärfung?) - Waldumbau- bzw. Waldmehrungserfordernisse aufgrund sich verändernder Grund- und Oberflächenwasserverhältnisse (Schwankungsbreiten, Zielbaumarten, Zeitfenster für Aufforstungen etc.) Anknüpfend an die erfolgreiche Zusammenarbeit der Projektpartner wurden in der Verstetigungsphase ausgehend von den v. g. Ergebnissen der Vulnerabilitätsanalyse und des im Abschlussbericht zum KlimaMORO Westsachsen dokumentierten weiteren Handlungs- und Untersuchungsbedarfs vor allem folgende Themen und Fragestellungen vertiefend untersucht: Abschätzung der zukünftigen Wasserhaushaltsentwicklung bis zum Jahr 2100 im Südraum Leipzig, insbesondere der Bergbaufolgelandschaft, unter dem Ansatz prognostischer Klimaszenarien ( prognostische Modellierung ) Betrachtung der Auswirkungen veränderter Wasserhaushaltsgrößen auf bestehende und geplante Funktionen bzw. Nutzungen im Südraum Leipzig, wie - Wasserhaushalt (Grundwasserneubildung und -flurabstände, Wasserspiegel, Abflussregime), - Forstwirtschaft (Erfordernisse des Waldumbaus; Anforderungen an die Waldmehrung) und - Erholungsnutzung (Entwicklung des touristischen Gewässerverbunds Leipziger Neuseenland; nachhaltige Infrastrukturentwicklung) 5 Ableitung von Empfehlungen für den Umgang mit veränderten klimatischen Randbedingungen im Rahmen formeller raumordnerischer Planungen und forstlicher Fachplanungen, u. a. - Überprüfung regionalplanerischer Festsetzungen des Regionalplans Westsachsen 2008 und der Braunkohlenpläne für 2 aktive Braunkohlentagebaue (Profen und Vereinigtes Schleenhain) bzw. 5 Sanierungsrahmenpläne für ehemalige Tagebaubereiche (Borna-Ost/Bockwitz, Espenhain, Haselbach, Witznitz und Zwenkau/Cospuden), - Integration in das Monitoring zum Regionalplan Westsachsen 2008 und zum Braunkohlenplan Tagebau Vereinigtes Schleenhain und Ableitung von Vorschlägen für die Präzisierung und Konkretisierung regionalplanerischer Festsetzungen im Zuge der Fortschreibung sowie - forstliche Rahmenplanung und Forsteinrichtung zum Waldumbau und zur Waldmehrung (Forstbehörden) Empfehlungen an Bergbau- und Sanierungsunternehmen für die Wiedernutzbarmachung (Böschungssanierung von Tagebaurestseen) sowie an Genehmigungsbehörden (Festlegung von Endwasserspiegelhöhen für Tagebaurestseen), Kommunen und die Fachplanung hinsichtlich der Erfordernisse der Bewirtschaftung der Seen und Fließgewässer im Südraum Leipzig ( Leipziger Neuseenland). Konkretisierung von klimawandelbedingten Waldumbauerfordernissen für ausgewählte Waldgebiete und Ableitung von Empfehlungen für den Waldumbau für die Waldbesitzer A3 Klimamonitoringdaten und Klimaprojektionen Klimaanalyse Planungsregion Leipzig-Westsachsen und Südraum Leipzig Im Rahmen des Projekts wurde durch den RPV die Erstellung einer Klimaanalyse für die Planungsregion Leipzig-Westsachsen auf Grundlage des Regionalisierungsverfahrens WETTREG 2010 mit dem Ziel in Auftrag gegeben, die im abgeschlossenen MORO I-Projekt verwendeten Klimaprojektionen (WEREX IV) mit dem aktuell verfügbaren Regionalisierungsverfahren WETTREG 2010 zu vergleichen und die in Phase I des MORO-Projekts für die Region abgeleiteten Planungsräume Klimawandel (vgl. SCHMIDT et al. 2011) zu überprüfen. Darüber hinaus erfolgte für das Untersuchungsgebiet Südraum Leipzig sowie das Bearbeitungsgebiet Forst eine maßstäblich vertiefende Darstellung und Betrachtung der klimatischen Veränderungen in Anlehnung an Phase I des MORO-Projekts auf Grundlage der erarbeiteten Regionsdaten (vgl. SEIDEL 2012 und Kapitel C2). Die Daten wurden über das Internetportal (vgl. dazu Anlage 2) mit Unterstützung und fachlicher Beratung des LfULG bezogen. Betrachtungszeiträume Referenzzeitraum (vorangehende Klimanormalperiode), mit langjährigen Mittelwerten auf Basis sächsischer Wetterstationen (vgl. SMUL 2008: Sachsen im Klimawandel) Referenzeitraum (aktuelle Referenz), basierend auf Datenreihen des DWD (ReKIS) Projektionszeiträume und , mit modellierten Klimaänderungen für Mitte des 21. Jahrhunderts (ReKIS: WETTREG 2010, Szenario A1B, Realisierung 66) 6 Klimatische Kenngrößen Zeitliche Perioden mittlere Temperatur Gesamtjahr mittlerer korrigierter Niederschlag Sommer (Juni bis August) korrigierte klimatische Wasserbilanz Herbst (September bis November) Winter (Dezember bis Februar) Vegetationsperiode I (April bis Juni) Für die Datenauswertung war eine weitere Bearbeitung mit GIS notwendig. Wasserhaushaltsmodellierungen Für die im Auftrag der LMBV mbh und der MIBRAG mbh sowie des RPV Leipzig-Westsachsen durchgeführten Wasserhaushaltsmodellierungen für den Südraum Leipzig (IBGW 09/2012, 12/2012 und 03/2013) wurde nach Abstimmung mit dem LfULG ebenfalls das Regionalisierungsverfahren WETTREG 2010, Szenario A1B, Realisierung 66 verwendet. Die Projektionsdaten standen für insgesamt 26 Klima- bzw. Niederschlagsstationen in täglicher Auflösung zur Verfügung (Quelle: ReKIS). Weitere Informationen sind der Expertise des IBGW (09/2012 zu entnehmen); vgl. dazu auch Kapitel C2. A4 Methodische Ansätze Folgende methodischen Ansätze wurden im Rahmen des KlimaMORO Leipzig-Westsachsen entwickelt bzw. genutzt (siehe hierzu auch Kapitel A3 und C2): Klimamodellierungen für die Planungsregion und den Südraum Leipzig (vgl. Kapitel A3) Wasserhaushaltsmodellierung für den Südraum Leipzig Im Rahmen der erstellten Expertisen Berechnungen zum Wasserhaushalt im Südraum Leipzig durch das beauftragte Ingenieurbüro für Grundwasser GmbH Leipzig (IBGW) wurden als Grundlage für die kombinierte Simulation des Boden-, Oberflächen und Grundwasserhaushaltes folgende kalibrierte sowie verifizierte Modelle in den aktuellen Versionen verwendet (IBGW 2012): - Hydrogeologisches Großraummodell (HGMS ), 2006 (Referenzmodell) - Bodenwasserhaushaltsmodell (BWHM) der LMBV mbh für den Sanierungsbereich Westsachsen/Thüringen, Bodenwasserhaushaltsmodell (BWHM) der MIBRAG mbh für den Bereich des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain, Bodenwasserhaushaltsmodell (BWHM) der MIBRAG mbh für die Bereiche des Tagebaus Profen sowie das westliche Einzugsgebiet der Weißen Elster, 2011 Nähere Informationen zum Hydrogeologischen Großraummodell Süd und zu den Bodenwasserhaushaltsmodellen ist der Expertise des IBGW 2012 zu entnehmen. Der räumliche Umgriff der Modelle ist in Abbildung 2 dargestellt. 7 Abb. 2: Modellgrundlagen und Standorte der Niederschlags- und Klimastationen (IBGW 2012) GIS-Verschneidungen GIS-Verschneidungen wurden im Rahmen des Projekts in zahlreicher und unterschiedlichster Weise vorgenommen. So sind z. B. alle Bewertungen zur baumartenbezogenen und standörtlichen Sensitivitäten sowie von Beeinträchtigungsrisiken von Wäldern gegenüber Klimafolgen nur mit Hilfe von GIS-Verschneidungen möglich. Eine Übersicht zu den getätigten GIS-Verschneidungen würde den Rahmen des Berichts sprengen. Visualisierungen Die Visualisierung der Ergebnisse erfolgt in erster Linie in kartographischer Form. Szenarien Im Rahmen des Projekts wurde über die Einbeziehung von Klimaszenarien hinaus mit Szenarien der Landnutzungsentwicklung (Waldmehrung) unter Einbeziehung von Annahmen zur zeitlichen Veränderung bestehender Nutzungseinflüsse (z. B. größere industrielle Wasserentnahmen und -einleitungen, Überleitungen aus Nachbareinzugsgebieten) gearbeitet. 8 B PROJEKTVERLAUF B1 Organisationsstruktur des Gesamtprojektes Projektträger ist der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen, die Projektleitung obliegt der Regionalen Planungsstelle Leipzig. Projektpartner sind das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), welches das Projekt durch die Bereitstellung von Daten und Fachinformationen zu Klimamodellen, von Ergebnissen relevanter Projekte zu Klimafolgen und durch fachliche Beratung begleitet, der Staatsbetrieb Sachsenforst/Forstbezirk Leipzig (SBS/FoBL), der das Projekt durch die Bereitstellung forstlicher Grundlagendaten und fachliche Beratung zu forstwirtschaftlichen Aspekten unterstützt sowie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbh (LMBV) und die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbh (MIBRAG), welche das Projekt durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln sowie durch Datenbereitstellung und fachliche Beratung unterstützen. Eine Regionale Expertenrunde, bestehend aus den Verbandsmitgliedern, Vertretern von Behörden und Verbänden sowie regionalen Akteuren, begleitet den Prozess. Dazu wurde das in der Region bereits bestehende Akteursnetzwerk zum KlimaMORO Westsachsen in modifizierter, themenspezifischer Weise in das Projekt integriert. Insbesondere folgende regionale Akteure begleiteten das Projekt in bewährter Weise: - Deutscher Wetterdienst - Grüner Ring Leipzig - Kommunales Forum Südraum Leipzig - Landkreis Leipzig - Landesdirektion Sachsen, Dienststelle Leipzig - Sächsisches Staatsministerium des Innern - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft - Stadt Leipzig - Tourismusverein Leipziger Neuseenland e. V. Bei Bedarf erfolgte die Einbeziehung weiterer regionaler Akteure. Die Organisationsstruktur orientierte sich an der Verfahrensweise des KlimaMORO Westsachsen. Die hier gewählte Arbeitsstruktur mit fachlicher Begleitung des Prozesses und Diskussion von Arbeitsergebnissen hat sich bewährt und wurde daher fortgesetzt. Die Ebene des Regionalen Planungsverbandes mit seinem Arbeitsgremium Planungsausschuss und seiner Verbandsversammlung sichert die aktive Einbeziehung der politischen Entscheidungsträger der Region ab. Die Regionale Expertenrunde dient insbesondere der Integration der regionalen Vertreter aus Behörden, Kommunen und Verbänden. 9 Die Einbindung der benannten Partner und regionalen Akteure wird aus Abbildung 3 deutlich. BMVBS/BBSR Forschungsassistenz des Modellvorhabens Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen Verbandsversammlung Planungsausschuss Input/Beratung LfULG (Daten, fachliche Begleitung) Input/Beratung Staatsbetrieb Sachsenforst/ Forstbezirk Leipzig (Daten, fachliche Begleitung) Input/Beratung LMBV, MIBRAG (Drittmittel, Daten, fachliche Begleitung) Abb. 3: Organisationsstruktur Projektleitung - fachliche Bearbeitung - Koordination und fachliche Begleitung von Zuarbeiten - Öffentlichkeitsarbeit - Veranstaltung von Workshops, Diskussionsforen etc. - Moderation Regionale Expertenrunde Projektbegleitende Arbeitsgruppe u. a. bestehend aus: - Verwaltungen - Fachbehörden, - Kommunen - Verbänden Diskussionsforen, Workshops etc. B2 Änderungen im Projektaufbau oder geplanten Verlauf, Änderungen/Anpassungen der Projektorganisation Die Organisationsstruktur funktionierte sehr gut, so dass kein Änderungsbedarf bestand. Zusätzlich zur Regionalen Expertenrunde machte sich die Bildung von zwei projektbegleitenden Arbeitsgruppen Wasser und Forst erforderlich, die sich diesen fachlichen Aspekten stellten. Sie dienten u. a. der Abstimmung und Diskussion: der Formulierung bzw. Präzisierung der Aufgabenstellungen für auszulösende Werkverträge (Wasser/Forst; vgl. dazu auch Kap. C2), z. B. der Definition wasserwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Grund- und Oberflächenwassereinleitungen bzw. entnahmen) und prognostischer Landnutzungsänderungen für die Wasserhaushaltsmodellierung, der Aktualität und Verwendbarkeit von Datengrundlagen der Forstbehörden, der LMBV und der MIBRAG für die Abgrenzung der Waldflächen sowie für ihre Bewertung, der Kriterien (Mindeststandards) für die Bewertung von Waldbeständen (Standortgerechtigkeit, Vulnerabilität etc.) bzw. der Methodik zur Bewertung des Waldumbaubedarfs und der Anforderungen an Waldmehrungsplanungen vor dem Hintergrund möglicher klimatischer Veränderungen, der Identifizierung von räumlichen und sachlichen Handlungsschwerpunkten (Fokusgebiete) sowie der Diskussion und Auswertung der Ergebnisse v. g. Untersuchungen und der Ableitung von Schlussfolgerungen für den weiteren Projektverlauf. Im Verlauf der Bearbeitung der Arbeitsschwerpunkte Wasser und Forst wurden zahlreiche Bezüge zwischen beiden Aspekten deutlich, die die gemeinsame Diskussion und Abstimmung von Ergebnissen in zwei gemeinsamen Arbeitsgruppensitzungen erforderlich machten. 10 REGIONALER PLANUNGSVERBAND LEIPZIG-WESTSACHSEN Änderungen im geplanten Verlauf Neben dem Zeitverzug durch den späteren Projektbeginn erwies sich die Datenerfassung für den Teilaspekt Forst als wesentlich komplizierter, arbeits- und zeitaufwendiger als ursprünglich angenommen. So waren für die umfassende Erfassung und bewertung der Waldflächen im Bearbeitungsgebiet (Forstrevier Neuseenland, vgl. Abb. 4) die GIS-basierte Aufbereitung der Walddatenbank des Staatsbetriebes Sachsenforst, die Digitalisierung bzw. Einarbeitung vorhandener Waldzustandsdaten mit unterschiedlicher Strukturierung für ca. 500 ha Waldflächen sowie die Ersterfassung bzw. bewertung von ca ha Waldflächen erforderlich. Da diese umfänglichen Erfassungen weder durch den Forstbezirk Leipzig noch die im Projektzeitraum zu leisten waren, wurde durch den Regionalen Planungsverband in Abstimmung mit den Forstbehörden die Waldzustandserhebung für ausgewählte Waldflächen (ca. 600 ha) überwiegend in der Bergbaufolgelandschaft in Auftrag gegeben und aus Eigenmitteln finanziert (vgl. auch Kap. C2). Abb. 4: Bearbeitungsgebiet Forst Aufgrund dieser zeitlichen Verzögerungen und der komplizierten Bewertungsverfahren wird sich der Bearbeitungszeitraum für die Auswertungen und Schlussfolgerungen bis Ende Juni 2013 verlängern. Die Ergebnisse werden in der Abschlusskonferenz am vorgestellt. 11 B3 Prozessverlauf: Wesentliche Aktivitäten und Darstellung des Prozesses Die Projektbearbeitung gliederte sich in folgende Phasen: Phase I Handlungsbedarf Entwicklung Wasserhaushalt Prognostische Modellierung der Wasserhaushaltsentwicklung Analyse Waldzustand Einschätzung des aktuellen Waldzustands und Waldumbaubedarfs Abgrenzung von räumlichen und sachlichen Handlungsschwerpunkten Phase II Handlungskonzept Diskussion auf Ebene der Regionalen Expertenrunde und Regionalen Planungsverbandes zu möglichen Konfliktbereichen in Bezug auf einzelne Nutzungen, insbesondere für die Wasserbewirtschaftung und die Forstwirtschaft sowie Naherholung und Tourismus Handlungskonzept Ziele Auswahl und Abgrenzung von Handlun
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