Perzentilenkurven für die Schlafdauer in den ersten 16 Lebensjahren

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JENNI, O. G., I. IGLOWSTEIN, C. BENZ und R. H. LARGO: Perzentilenkurven für die Schlafdauer in den ersten 1 Lebensjahren pädiat. prax. 3, 41 4 (3) Hans Marseille Verlag GmbH München Perzentilenkurven für
JENNI, O. G., I. IGLOWSTEIN, C. BENZ und R. H. LARGO: Perzentilenkurven für die Schlafdauer in den ersten 1 Lebensjahren pädiat. prax. 3, 41 4 (3) Hans Marseille Verlag GmbH München Perzentilenkurven für die Schlafdauer in den ersten 1 Lebensjahren O. G. JENNI, I. IGLOWSTEIN, C. BENZ und R. H. LARGO Abteilung Wachstum und Entwicklung der Universitäts-Kinderklinik Zürich Einleitung Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Verhaltensstörungen im Säuglingsund Kleinkindesalter. 1 3% aller Kinder im Vorschulalter haben Einschlaf- oder Durchschlafstörungen (1). Meistens handelt es sich dabei um vorübergehende Störungen ohne eigentlichen Krankheitswert. Seltener treten Schlafstörungen mit organischer Ursache auf, wie z. B. nächtliche Atemstörungen, welche eine Diagnostik erfordern und behandelt werden müssen (). Ob bei einem Kind eine Schlafstörung vorliegt, hängt von seinem Schlafverhalten und von den elterlichen Vorstellungen über das normale kindliche Schlafverhalten ab (3). Kenntnisse über die normale Entwicklung des kindlichen Schlafs sind für Eltern und Ärzte hilfreich, damit sie das Schlafverhalten des Kindes besser verstehen und auf Schlafstörungen adäquat reagieren können. Aber was bedeutet überhaupt»normaler Schlaf«? Das Schlafverhalten zeigt große individuelle Unterschiede, wie in vielen anderen Entwicklungsbereichen auch (4). Manche Kinder schlafen bereits nach wenigen Wochen durch, andere erst nach 1 Jahr (). Einige Kinder schlafen im elterlichen Bett, andere alleine in einem Zimmer (). Gesamtschlafdauer Nachtschlaf Tagschlaf Schlafdauer Schlafbedarf Konsequenzen für die Praxis Anwendung der Perzentilenkurven Schlafstörungen Auch die Schlafdauer zeigt eine große Variabilität (). Besonders zum Schlafbedarf bestehen oft inadäquate elterliche Vorstellungen, die zu Schlafstörungen beim Kind führen können. Manche Eltern überschätzen den Schlafbedarf ihres Kindes, was zu nächtlichem Wachliegen oder Widerstand beim Zubettgehen führen kann (3, ). Obwohl es vereinzelte Untersuchungen über die Entwicklung der Schlafdauer im Verlauf der Kindheit gibt, fehlen bis heute detaillierte Angaben über dessen Variabilität (, ). Die vorliegende Arbeit stellt Perzentilenkurven für die Schlafdauer von der Geburt bis zur Adoleszenz vor. 41 Methode In den Zürcher Longitudinalstudien wurden 43 gesunde Schweizer Kinder der Jahrgänge 14 im Alter von 1 Monat bis zum Alter von 1 Jahren beobachtet. Das Schlafverhalten erfasste man durch strukturierte Interviews in mindestens jährlichen Intervallen. Die Bettzeit (Wann geht das Kind normalerweise zu Bett?), die Aufwachzeit (Wann wacht das Kind normalerweise auf?) und die Tagschlafgewohnheiten (Wie oft und wie lange schläft das Kind normalerweise tagsüber?) wurden für die vorausgehenden 3 Monate erfragt. Die nächtliche Schlafdauer berechnete man aus der Differenz der abendlichen Bettzeit und der morgendlichen Aufwachzeit. Die Gesamtschlafdauer ergab sich aus der Summe von Nacht- und Tagschlafdauer. Anhand von mittlerer Schlafdauer und Standardabweichung pro Alter wurden unter der Annahme einer GAUSS-Verteilung Perzentilenkurven für den Gesamt-, Nacht- und Tagschlaf errechnet (). Ergebnisse Die mittlere Gesamtschlafdauer nahm generell im Verlauf der ersten 1 Lebensjahre ab (von, Stunden im Alter von Monaten auf,1 Stunden mit 1 Jahren) (Abb. 1). Die Abnahme war allerdings im 1. Lebensjahr nur minimal (von, Stunden mit 3 Monaten auf, Stunden mit 1 Jahr), während die Variabilität in jedem Alter ausgeprägt war. % der Kinder schliefen im. Monat zwischen,4 Stunden und 1,1 Stunden. Die Variabilität nahm im Verlauf des Alters zwar etwas ab, blieb aber nach wie vor erheblich (mit Jahren schliefen % aller Kinder im Mittel zwischen,3 und 1, Stunden). Auch in der Adoleszenz betrug der Unterschied zwischen den Kurz- (. Perzentile) und den Langschläfern (. Perzentile) ganze 3 Stunden. Der Nachtschlaf nahm im Verlauf des 1. Lebensjahres auf Kosten des Tagschlafs zu (im Mittel von auf, Stunden) (Abb. und 3). Erst ab dem. Lebensjahr 4 verkürzte sich die Dauer des Nachtschlafs kontinuierlich. Im Alter von Jahren betrug die mittlere Nachtschlafdauer, Stunden, mit 1 Jahren noch, Stunden. Auch hier zeigte sich eine große Variabilität zwischen den Kindern. Mit Monaten schliefen % der Kinder nachts zwischen, und, Stunden. Die Tagschlafdauer wie auch die Tagschlaffrequenz nahmen im Verlauf der ersten 4 Lebensjahre ab (Abb. 4 und ). Im 1. Lebensjahr schliefen alle Kinder tagsüber, im Alter von 3 Jahren nur noch die Hälfte. Ab dem Alter von Jahren gab es nur noch sehr wenige Kinder, die am Tag noch schliefen. Keine Unterschiede in der Schlafdauer konnten zwischen Mädchen und Knaben sowie zwischen Früh- und Termingeborenen gefunden werden. Diskussion Detaillierte Referenzwerte für die kindliche Schlafdauer waren bis anhin nicht erhältlich. Wir haben Perzentilenkurven der kindlichen Schlafdauer von der Geburt bis zur Adoleszenz aus den Daten der Zürcher Longitudinalstudien erstellt. Die nächtliche Schlafdauer wurde dabei aus der Differenz der abendlichen Bettzeit und der morgendlichen Aufwachzeit berechnet. Es handelt sich also nicht um die effektive, polysomnographisch bestimmte Schlafdauer, sondern um die anamnestisch erhobene Zeit im Bett. Die Begriffe Schlafdauer und Schlafbedarf werden in der Literatur oft synonym verwendet, obwohl sie nicht unbedingt vergleichbar sind. Es herrscht Uneinigkeit, wie der eigentliche Schlafbedarf eines Menschen definiert werden soll, und es fehlen geeignete Methoden, um den individuellen Schlafbedarf verlässlich zu ermitteln. Bei Kindern im Vorschulalter entspricht die hier ermittelte Schlafdauer am ehesten dem Schlafbedarf. In der Adoleszenz hingegen können Schlafdauer und Bedarf deutlich divergieren. Abb. 1 Perzentilenkurven für die Gesamtschlafdauer Abb. Perzentilenkurven für die Nachtschlafdauer Abb. 3 Umverteilung des Schlafs vom Tag zur Nacht hin Gesamtschlafdauer Gesamtschlafdauer , Nachtschlafdauer Nachtschlafdauer 1 1 1, Schlafdauer Nachtschlaf Tagschlaf , Wir brauchen die beiden Begriffe synonym. Bei Schlafstörungen wird die Schlafdauer mit Anamnese oder Schlafprotokoll erhoben und kann mit den vorliegenden Perzentilen verlässlich verglichen werden. Unsere Arbeit bestätigt frühere Untersuchungen über die Entwicklung der Schlafdauer in den ersten Lebensjahren (, ). Generell nimmt die Schlafdauer mit zunehmendem Alter ab. Was bis anhin aber nicht verfügbar war, sind kontinuierliche Daten von Geburt bis in die Adoleszenz und detaillierte Angaben über die Variabilität. Die nur minimale Abnahme der Gesamtschlafdauer im 1. Lebensjahr scheint auf den ersten Blick erstaunlich. Die fast stabile Gesamtschlafdauer resultiert aus einer Abnahme der Tagschlafdauer und einer gleichzeitigen Zunahme der Nachtschlafdauer. Diese Umverteilung des Schlafs vom Tag zur Nacht hin kommt u. a. durch die Entwicklung des 4-Stunden-Schlaf- Tagschlafdauer Tagschlafdauer , Abb. 4 Perzentilenkurven für die Tagschlafdauer Kinder (%) Abb. Häufigkeit des Tagschlafs. 1. Monat bis 3 Jahre: dunkler Raster Nickerchen/Tag, heller Raster 1 Nickerchen/Tag. 4 Jahre: dunkler Raster 1 Nickerchen/Tag, heller Raster manchmal 44 Wach-Rhythmus zustande (1 1). Das Kind wird zunehmend fähig, in der Nacht durchzuschlafen und am Tag über längere Zeiträume wach zu sein. Anwendungen der Perzentilenkurven in der Praxis Wie bei anderen Entwicklungsbereichen sind auch beim Schlafbedarf große Unterschiede von Kind zu Kind nachweisbar. Genetische und biologische Faktoren scheinen dabei eine entscheidende, Umwelteinflüsse nur eine geringfügige Rolle zu spielen (1). Die großen interindividuellen Unterschiede der Schlafdauer in jedem Alter lassen keine Normvorstellungen über den kindlichen Schlafbedarf zu. Von Empfehlungen an die Eltern, wie lange ihr Kind schlafen soll, ist daher abzuraten. Die Kinder sollten nur soviel Zeit im Bett verbringen, wie sie auch schlafen können. Wacht das Kind im Verlauf der Nacht mehrmals auf oder zeigt es Widerstand bei der Bettvorbereitung, so kann das ein Hinweis sein, dass die Bettzeit nicht dem individuellen Bedarf entspricht (3, ). Der Schlafbedarf des Kindes kann durch Führen eines Schlafprotokolls während Tagen zuverlässig ermittelt werden (Abb. und ). Die effektiven Schlafzeiten (ausgezogene Linien im Protokoll) werden zusammengezählt und gemittelt. Anhand der Perzentilenkurven können die Eltern über die große Variabilität des Schlafbedarfs aufgeklärt werden. Sie können aus den Kurven ersehen, dass der zumeist überschätzte Schlafbedarf ihres Kindes durchaus»im Bereich der Norm«liegt. Es gilt nun, schrittweise die Bettzeit an den individuellen Schlafbedarf des Kindes anzupassen. Wie oft und wie lange das Kind tagsüber schlafen soll, hängt vom Kind und den Bedürfnissen der Eltern ab. Wichtig ist, dass es tagsüber so viel schlafen kann, um im Wachzustand zufrieden und an seiner Umgebung interessiert sein zu können. Die Umstellung von Schlaf- und Wachzeiten dauert Tage. Damit sich das Kind an die neuen Bettzeiten gewöhnt, müssen die Eltern während einiger Wochen konsequent daran festhalten. Kinder mit langer Schlafdauer oder übermäßigem Schlafbedarf Eine lange Schlafdauer oder ein übermäßiger Schlafbedarf (p ) kann durchaus normal sein (familiäre Langschläfer). Diese Kinder zeigen keine begleitenden Verhaltensauffälligkeiten oder organische Störungen. Weiterführende differenzialdiagnostische Überlegungen mit gezielter Anamnese und klinischer Untersuchung sind bei Kindern mit langer Schlafdauer erst bei zusätzlicher Symptomatik notwendig. Die mit dem Schlafprotokoll ermittelte Schlafdauer sollte dann mit objektiven Methoden bestätigt werden. Die Aktigraphie ist dabei besonders geeignet, um die Gesamtschlafdauer zu dokumentieren (). Die Verlängerung der Schlafdauer wird zuweilen mit dem Begriff der Hypersomnie in Zusammenhang gebracht. Unter Hypersomnie versteht man eine subjektiv empfundene, exzessive Müdigkeit mit erhöhter Schlafneigung (1, ). Die Schlafdauer muss dabei aber nicht zunehmen. Eine Hypersomnie kann erst im Schulalter und in der Adoleszenz verlässlich mit objektiven Methoden bestätigt werden (). Unterschiedliche Erkrankungen können zur Hypersomnie führen (obstruktives Schlafapnoesyndrom, Narkolepsie, Syndrom der periodischen Beinbewegungen bzw. Restless-legs-Syndrom, Medikamente, Infektionen, chronische, psychiatrische, endokrinologische oder neurologische Erkrankungen). Das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist eine nächtliche Atemstörung, die sich mit Schnarchen, repetitiven Apnoen, vermehrtem Schwitzen und unruhigem Schlaf äußert und bei etwa 1% der Kinder auftritt (). Vermehrte Tagesschläfrigkeit mit Leistungsabfall, aber auch Hyperaktivität mit Schulschwierigkeiten 4 Abb. ISABEL-Protokoll vor Beratung Abb. ISABEL-Protokoll nach Beratung 4 können Begleiterscheinungen sein. Der vermehrte Schlafbedarf ist Folge einer Fragmentierung des Nachtschlafes. Die Diagnose wird durch eine Polysomnographie bestätigt. Häufig führt eine Adenotonsillektomie zum Verschwinden des obstruktiven Schlafapnoesyndroms und verhindert allenfalls schwerwiegende Krankheitsfolgen. Die Narkolepsie und das Syndrom der periodischen Beinbewegungen bzw. das Restless-legs-Syndrom sind schlafassoziierte Erkrankungen, die bei Erwachsenen häufig auftreten und vereinzelt ihren Ursprung bereits im Kindesalter haben (3, 4). Auch sie können mit einer Verlängerung der Gesamtschlafdauer einhergehen. Kinder mit kurzer Schlafdauer Wie bei Erwachsenen gibt es auch bei Kindern sog. Kurzschläfer (p ). In einer ersten vorläufigen Auswertung konnten wir anhand der vorliegenden Daten zeigen, dass die Schlafdauer eine mäßig bis hohe intraindividuelle Stabilität über das Alter aufweist, d. h., Kinder, die in früher Kindheit wenig schlafen, schlafen auch später wenig und umgekehrt. Kurzschläfer scheinen dazu zu neigen, im Vorschulalter vermehrt Schlafprobleme aufzuweisen (). Grund dafür sind inadäquate elterliche Vorstellungen. Die Bettdauer ist größer als der Schlafbedarf, weshalb die Kinder in der Nacht aufwachen. Aus elterlicher Sicht sind Kinder mit hohem Schlafbedarf im Erziehungsalltag einfacher als Kinder mit wenig Schlafbedarf. Konsequenzen für die Praxis Kenntnisse über die normale Entwicklung des kindlichen Schlafs sind für Eltern und Ärzte hilfreich, damit sie das Schlafverhalten des Kindes besser verstehen und auf Schlafstörungen adäquat reagieren können. Die großen interindividuellen Unterschiede der Schlafdauer in jedem Alter lassen keine Normvorstellungen über den kindlichen Schlafbedarf zu. Der individuelle Schlafbedarf kann mit einem Schlafprotokoll zuverlässig erhoben werden. Schlafstörungen, wie abendliche Einschlafschwierigkeiten oder nächtliches Erwachen, können Folge einer zu langen Bettzeit sein. Die Verweildauer im Bett soll dem individuellen Schlafbedarf angepasst sein. Perzentilenkurven dienen als Werkzeug bei der Beratung von Eltern mit Kindern, die Schlafprobleme haben. Die Kurven helfen, elterliche Vorstellungen über den normalen Schlafbedarf zu korrigieren. Eine übermäßig lange oder übermäßig kurze Schlafdauer kann eine Diagnostik und eine Therapie erfordern, vor allem, wenn gleichzeitig Begleitsymptome wie Schnarchen, Tagesmüdigkeit oder Leistungsabfall vorliegen. Zusammenfassung Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Verhaltensstörungen in einer kinderärztlichen Praxis. 1 3% aller Kinder im Vorschulalter haben Einschlaf- oder Durchschlafstörungen. Kenntnisse über die Schlafdauer und deren Variabilität sind für die Elternberatung von großem Nutzen und für die Diagnose von kindlichen Schlafstörungen hilfreich. Die Erfassung des individuellen Schlafbedarfs spielt bei der Diagnostik von Schlafstörungen und bei der Elternberatung eine wichtige Rolle. Detaillierte Referenzwerte für die kindliche Schlafdauer waren bis anhin aber nicht erhältlich. In den Zürcher Longitudinalstudien wurde die Schlafdauer von insgesamt 43 gesunden Schweizer Kindern der Jahrgänge 14 mindestens jährlich bis zum Alter von 1 Jahren durch strukturierte Fragebögen erfasst. Die mittlere Schlafdauer (Zeit im Bett) und deren Standardabweichungen pro Alter wurden berechnet und Perzentilenkurven für den Gesamt-, Nacht- und Tagschlaf erstellt. 4 Die Gesamtschlafdauer nahm im Mittel von, Stunden (mit Monaten) auf,1 Stunden (mit 1 Jahren) ab. Sie zeigte in jedem Alter eine erhebliche interindividuelle Variabilität. Die Differenz zwischen der. und der. Perzentile betrug im Alter von 1 Jahr,1 Stunden und im Alter von 1 Jahren 3 Stunden. Die Nachtschlafdauer nahm im 1. Lebensjahr auf Kosten des Tagschlafs zu (im Mittel um, Stunden), um dann kontinuierlich im Verlauf der Kindheit abzunehmen. Im Alter von 3 Jahren schliefen noch % aller Kinder tagsüber. Perzentilenkurven der Schlafdauer können für den Pädiater bei der Diagnostik von Schlafstörungen und bei der Aufklärung der Eltern über die Variabilität des kindlichen Schlafverhaltens hilfreich sein. JENNI, O. G., I. IGLOWSTEIN, C. BENZ and R. H. LARGO: Percentile curves for sleep duration in the first 1 years of life Summary: Sleep problems are among the most frequent behavioral disorders seen in a pediatric practice. Sleep onset difficulties or frequent night wakings have been reported in 1 3% of pre-school children. The individual sleep need plays an important role in assessing sleep complaints and for providing preventive advice. However, detailed reference values for sleep duration during childhood are not yet available. A total of 43 subjects from the Zurich Longitudinal Studies were followed using structured sleeprelated questionnaires at least annually from early infancy through late adolescence. Percentiles were calculated for total sleep duration (time in bed), nighttime and daytime sleep duration. Total sleep duration decreased on average from, h (at age months) to.1 h (at age 1 years). Substantial inter-individual variability at each age was observed: the difference between the nd and the th percentiles at age one year was,1 h and at age 1 years still 3 h. Consolidation of nocturnal sleep occurred over the first 1 months after birth with a decreasing trend of daytime sleep. This resulted in a small increase of nighttime 4 sleep duration by one year of age (on average, h). At age 3 years, % of all children were still napping during the day. Percentile curves for sleep duration may help the clinician to evaluate sleep problems in the pediatric age group and may reassure parents of the normality of their child s sleep duration. Key words: Sleep duration sleep need sleep disorders naps children Literatur 1. Thunstrom M. Severe sleep problems among infants in a normal population in Sweden: prevalence, severity and correlates. Acta Paediatr 1; : 3.. Marcus CL. Sleep-disordered breathing in children. Am J Respir Crit Care Med 1; : Largo RH, Hunziker UA. 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Prof. Dr. R. H. LARGO Abteilung Wachstum und Entwicklung Universitäts-Kinderklinik Steinwiesstraße CH-3 Zürich 4
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