Pfarrer Jörg Zimmermann. Predigt zu Lukas 15,1-7, am in der Thomaskirche Bonn-Röttgen

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Pfarrer Jörg Zimmermann Predigt zu Lukas 15,1-7, am in der Thomaskirche Bonn-Röttgen Es nahten sich Jesus allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten
Pfarrer Jörg Zimmermann Predigt zu Lukas 15,1-7, am in der Thomaskirche Bonn-Röttgen Es nahten sich Jesus allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er s findet? Und wenn er s gefunden hat, so legt er sich s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Liebe Gemeinde, es war einmal so etwa im Jahre Wir hatten mit unserer Jahrgangsstufe in der Schule einen Ausflug nach Amsterdam gemacht. Unser Lehrer hatte die genaue Zeit und den genauen Ort der Abfahrt Richtung Heimat klar bekanntgegeben, und so allmählich trudelten wir alle an den Bussen ein. Dann hieß es einsteigen, und wie das ein guter Reiseleiter so macht, kontrollierte unser Lehrer, ob auch alle da waren. Mir ist die Szene unter anderem deswegen so gut im Gedächtnis geblieben, weil wir genau 100 Schülerinnen und Schüler waren. Jeder sollte sicherstellen, dass der Nachbar oder die Nachbarin von der Hinfahrt auch wieder neben ihm saß. Na ja und was war: wir waren nicht vollständig. Es fehlten gleich zwei Mitschüler. Nun denn, wir seufzten und warteten ein paar Minuten. Die beiden würden sicher bald kommen. Aber: Fehlanzeige; sie kamen nicht. In Amsterdam mit seinen unzähligen Koffieshops können so Jugendliche ja schon mal abhanden kommen - nicht wahr?! Und das war noch nicht die Zeit der Handys, wo man die beiden mal grade hätte anrufen können! Sie ließen auf sich warten. Dann passierte etwas, was ich wohl nie vergessen werde: einer der Busfahrer machte Stress, er wolle jetzt los. Unser Lehrer überlegte einen Moment und er stimmte zu. Die Busse setzten sich in Bewegung. Einige von uns gingen nach vorn zu unserem Lehrer: Hey das können wir doch nicht machen! Die beiden kommen bestimmt gleich. Wir können sie doch nicht einfach hier sitzen lassen! Darauf unser Lehrer, mit einer Mischung von Hilflosigkeit, einem merkwürdigen Trotz und einer für unsere Begriffe doch recht befremdlichen Logik: Na ja, wisst ihr: Wir sind 100 Leute; wenn da nur 2 fehlen, wenn also immerhin 98 da sind, dann ist das doch eigentlich eine ganz gute Quote, oder?! Da waren wir platt! Das klang ja so nach dem Motto: N bißchen Schwund ist immer!, nicht wahr?! Ob Sie s nun glauben oder nicht: Wir fuhren weiter, bis nach Düsseldorf. Später erfuhren wir: die beiden hatten sich tatsächlich irgendwo in Amsterdam verfranst und mussten schließlich mit dem Zug nach Hause fahren. Zum Glück hatten sie genug Geld dabei. Denn auch sowas wie Kreditkarten gab s damals noch nicht. Das waren noch Zeiten! so könnten wir sagen. Heute wären Eltern bei so einer Geschichte wohl ruckzuck mit dem Rechtsanwalt bei der Hand, von wegen Aufsichtspflicht und so. Immerhin waren die beiden 18 Jahre alt. Aber mal ganz abgesehen von derlei Erwägungen: Irgendwie hatten wir Mitschüler damals sofort das Gefühl: Das geht doch eigentlich nicht! Das kann dieser Lehrer doch nicht bringen! Er hätte den beiden irgendeine saftige Strafe aufbrummen können. Wenn das Busunternehmen Mehrkosten geltend gemacht hätte, dann hätten die beiden die tragen müssen, klar. Aber: sie einfach zurücklassen? Von wegen: eigentlich ganz gute Quote: 98 von hundert?? Jesus, liebe Gemeinde, wäre offensichtlich noch nicht mal mit einer Quote von 99 zu hundert zufrieden! Die 99 lässt er vielmehr stehen, um sich auf die Suche nach dem einen zu machen! Dieses Gleichnis ist eines der bekanntesten in der Bibel. Sicher auch, weil es so ans Herz geht, weil es seien wir ehrlich: einen rührseligen, um nicht zu sagen: einen kitschigen Zug hat, wenn wir uns da vorstellen, wie der Hirte mit dem Schäfchen um seine Schultern freudestrahlend nach Hause kommt. Wir werden noch sehen, dass die Akzente bei diesem Gleichnis letzten Endes ganz woanders liegen als bei Kitsch und Rührseligkeit. Aber seinen prominenten Platz innerhalb der Gleichnisse hat es völlig zu Recht, wie ich meine. Denn es bringt einen Grundzug im Handeln Jesu und damit im Handeln Gottes zur Sprache, den wir nicht deutlich genug hervorheben können: Obwohl es hier um Zahlen geht, obwohl hier gerechnet wird, obwohl hier eindeutig Kategorien wie Eigentum, Gewinn und Verlust im Hintergrund stehen, liegt die Pointe des Gleichnisses doch gerade darin, dass rechnerische und insbesondere wirtschaftliche Erwägungen hier eben nicht den Ausschlag geben! Nicht wahr: kühl kalkulierend hätte der Hirte doch ähnlich wie mein Lehrer sagen müssen: 99 von hundert das ist eine gute Quote; ja ich kann froh sein, wenn ich diese 99 gut zusammengehalten habe. Also lenke ich all meine Energie darauf, sie auch weiterhin gut zusammenzuhalten, und auf das eine, das verlorene Schaf, da verzichte ich dann eben. Wie gesagt: N bißchen Schwund ist immer! Nicht wahr? Aber so redet der Hirte eben nicht! Und das heißt: So denkt und handelt Gott uns gegenüber nicht! Damit wird klar: So sehr es im Gleichnis um Fragen des Besitzes geht und so sehr wir Menschen in gewissem Sinne in der Bibel auch immer wieder als Eigentum Gottes vorkommen, so sehr dominiert im entscheidenden Moment etwas Anderes, nämlich die Liebe, die Gott uns entgegenbringt und die er ganz dezidiert jedem Einzelnen von uns entgegenbringt! Und, liebe Gemeinde, soviel wissen wir ja von uns selber: Wer liebt, der hört im entscheidenden Moment auf zu rechnen und in Kategorien wie Quote oder so ähnlich zu denken. Da zählt nur noch der eine oder die eine. Der Satz Liebe macht blind, der ja durchaus einen kritischen, warnenden Unterton hat dieser Satz hat an dieser Stelle sein unbestreitbares, ja sein unerlässliches und notwendiges Recht. Eine weitere Beobachtung: Jesus nimmt eigentlich gar nicht für sich in Anspruch, seinen Hörerinnen und Hörern in diesem Gleichnis etwas Neues zu erzählen. Nein, er fragt: Welcher Mensch ist unter euch, der nicht die 99 Schafe in der Wüste stehen ließe, um das eine verlorene Schaf zu suchen? Das ist selbstverständlich das, was wir eine rhetorische Frage nennen. Die Antwort kann nur lauten: Keiner unter uns würde es anders machen! Allesamt würden wir das eine Schaf suchen und dafür die 99 in der Wüste stehen lassen! Man kann sich vorstellen, dass sie mit einem gewissen Stolz hinzufügen: Das gehört sozusagen zu unserer Berufsehre als Hirten dazu! Das ist das Tolle daran, wie das Neue Testament gerade über die Hirten zu sprechen pflegt: das sind keine Massentierhalter, im Gegenteil: im Johannesevangelium, da zeichnet Jesus vielmehr ein Bild des so genannten guten Hirten und sagt klipp und klar: Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. (Johannes 10,11) Ob sich das nun auch auf jeden Hirten übertragen ließe, ob auch dies nun zur Berufsehre der Hirten gehören würde, weiß ich nicht. Aber überdeutlich tritt uns der Hirte in der Bibel entgegen als der, für den seine Schafe eben nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sind, dem sie vielmehr am Herzen liegen und zwar nicht nur die Schafe insgesamt, sondern jedes einzelne. Jesu Hörer wissen, dass es sich so mit den Hirten verhält. Insofern, ich sagte es schon, erzählt er ihnen überhaupt nichts Neues. Aber, liebe Gemeinde, jetzt erst wird es so richtig spannend. Denn wenn Jesus lediglich Bekanntes erzählen würde, wenn er den Leuten ausschließlich déjà-vu-erlebnisse vermitteln würde, dann wäre dieses Gleichnis mit Sicherheit nicht überliefert worden. Selbstverständlichkeiten lohnen eine solche Mühe nicht. Was wir noch überhaupt nicht bedacht haben, ist der Anfang des Gleichnisses, genauer: die Situation, in die hinein Jesus es erzählt. Und damit, das verspreche ich Ihnen, verliert das Gleichnis jede Rührseligkeit und jede Tendenz zur Verkitschung. Denn was hören wir da: Es nahten sich Jesus allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Das ist ja so ein Grundzug an Jesus, von dem wir zwar wissen, den wir uns in seiner Tragweite und ich nenn s mal so: in seinem Provokationspotential meist überhaupt nicht klarmachen: Dieser Rabbi umgab sich nicht mit den Reichen und Schönen, auch nicht mit den Guten und Aufrichtigen, sondern mit denen, mit denen die anderen nichts zu tun haben wollten. Und jetzt sollten wir zunächst mal sehr deutlich feststellen: Es gibt auch sehr nachvollziehbare Gründe dafür, dass sie mit denen nichts zu tun haben wollten. Nehmen wir die zitierten Zöllner. Wer ist das denn? Vielleicht fällt Ihnen spontan die Geschichte des Zöllners Zachäus ein, die ebenfalls von Lukas überliefert wird. Den haben wir immer so vor Augen als das kleine, schmächtige Männlein, das niemand leiden kann, so ein armes Mobbingopfer, das aber unbedingt auch Jesus mal sehen will und deshalb auf einen Maulbeerbaum klettert. Jesus ruft ihn dann von dort herunter und wendet sich ihm zu. Wieder so etwas auf der Schwelle zu Rührseligkeit und Kitsch! Aber von wegen: Zachäus wie alle Zöllner, das sind keine armen, zu Unrecht von den anderen geschnittenen Mobbingopfer! Das sind Juden, die sich von den römischen Besatzern für deren Zwecke haben einspannen lassen, Kollaborateure also, die ihren eigenen Landsleuten im Auftrag der Fremdherrscher das Geld aus der Nase ziehen und die dabei natürlich gut darauf achtgeben, dass sie selber auch nicht zu kurz kommen! Ja ich bitte Sie: Wer will denn schon mit so jemandem Kontakt haben? So ähnlich als würden wir uns auf einmal sagen wir: den bisherigen Funktionären der FIFA an den Hals schmeißen! Nein, sowas ist, wie man heute sagen würde: nicht opportun! Zumindest nicht mehr, nachdem der Sumpf sich abzuzeichnen begonnen hat, der diese Leute umgibt. Nun aber ist Jesus das glatte Gegenteil eines Opportunisten! Er tut nicht, was ihm selbst in den Augen der ihn umgebenden Öffentlichkeit Vorteile verschafft, sondern er akzeptiert die Nähe gerade derjenigen, die ansonsten niemand in seiner Nähe haben möchte. Allerdings: Er schmeißt sich diesen Leuten gerade nicht an den Hals. Er sucht sie auf das ist etwas Anderes, etwas entscheidend Anderes! Wer ihm etwa den Vorwurf machen würde, er wolle Zöllner und Sünder hofieren oder gar selber einen gewissen Anteil an dem gewinnen wollen, was sie sich ungerecht angeeignet haben, der läge komplett daneben. Es geht ihm nicht darum, etwa kleinzureden, was sie falsch gemacht haben. Nein, er ist weder der Öffentlichkeit gegenüber noch diesen Leuten gegenüber Opportunist. Aber Eines gibt Jesus durch seine Zuwendung zu Zöllnern und Sündern zu erkennen: Er schreibt sie nicht ein für alle Mal ab. Er rechnet damit, dass auch sie um im Bilde zu bleiben zur Herde Gottes gehören. Auch wenn sie auf Abwege geraten sind, setzt er darauf, dass sie den Weg dorthin zurück finden, dass sie biblisch gesprochen: umkehren, Buße tun und neu anfangen können. Er gibt ihnen also eine zweite Chance. Und sein Einsatz für diese Menschen geht um wiederum im Bilde zu bleiben soweit, dass er dafür alles andere und alle anderen eine Zeitlang stehen und liegen lässt, um sich ganz der Wiedergewinnung dieser auf Abwege geratenen Menschen zu widmen. Es ist schon richtig: Dadurch wird diesen Menschen eine Würdigung zuteil, eine ganz enorme Würdigung sogar! Aber wohlgemerkt: ihnen als Menschen wird diese Würdigung zuteil, nicht ihren Taten. Die werden nicht schöngeredet; es kommt vielmehr darauf an, dass sie sie aufrichtig bereuen und es künftig anders machen. Die Würdigung gilt der Person, nicht dem Werk, um eine Grundunterscheidung reformatorischer Theologie zu zitieren. Ich könnte auch sagen: Die Würdigung gilt dem, dass die Person nicht auf ihre Werke der Vergangenheit behaftet wird, dass sie vielmehr für fähig gehalten wird, sich gänzlich neu auszurichten. Ja Jesus geht so weit zu sagen: Wo das geschieht, dass ein Mensch, der sich im Leben verirrt hat, dass er sich jetzt neu ausrichtet, dass er, der er zunächst in einem sehr tiefen Sinne wirklich verloren war, nun tatsächlich wiedergefunden worden ist wo das geschieht, da bricht im Himmel große Freude aus, da feiern die Engel also sozusagen ein großes Fest. Ein Fest, von dem Jesus übrigens ausdrücklich sagt: Es würde nicht zustande kommen, wenn es nur um die anderen 99 ginge, die gar nicht umkehren müssen. An diesem Punkt, liebe Gemeinde, da denke ich, unsere Geschichte hat alle Rührseligkeit und jeden Kitsch abgelegt. Da wird sie vielmehr, seien wir ehrlich, geradezu etwas ärgerlich. Denn da ist das verlorene Schaf gerade nicht so ein süßes, kleines, in seiner Verspieltheit einfach ein wenig desorientiertes Lämmchen, sondern da ist es ein mieses, verschlagenes Stück Vieh, das einen möglicherweise erheblichen Schaden in der Gemeinschaft angerichtet hat. Und auf einmal bewundern ja vielleicht auch wir Jesus nicht mehr wirklich dafür, dass er sich so einem Schaf zuwendet. Sondern wir können die Empörung der Pharisäer und Schriftgelehrten nachvollziehen! Und wenn das so ist, dann sage ich Ihnen zunächst: Gut so! Denn dann sind wir endlich wirklich in dieser Geschichte angekommen und haben alle rosaroten Farben abgelegt, in denen sie meistens völlig zu Unrecht! wahrgenommen wird. Ich habe eine Bitte an Sie: Stellen Sie sich einen Menschen vor, den Sie so richtig gefressen haben, weil er Dinge getan hat, die Sie nun wirklich nicht gutheißen können. Ok? So. Und nun mal ganz ehrlich: Rechnen Sie damit, dass dieser Mensch aus dem Sumpf, in den er sich hineinmanövriert hat, jemals wieder herauskommen kann? Das ist die Kardinalfrage, um die es im Zusammenhang mit unserem Gleichnis geht. Wenn wir ehrlich sind, rechnen wir doch häufig gerade nicht damit, dass jemand das noch mal hinbekommt. Das jedoch bedeutet: Wir haben ihn im Grunde schon aufgegeben. Krass gesprochen: Er ist für uns wie tot. Wenn wir uns nun vorstellen, Jesus wende sich ihm zu, dann hätten wir in der Tat Anlass zu fragen: Was soll das? Ist das nicht die viel zitierte verlorene Liebesmüh? Und schon rümpfen wir die Nase über Jesus und stehen in einer Reihe mit Pharisäern und Schriftgelehrten! Und ob nun ausgesprochen oder unausgesprochen sind wir dann wohl auch nicht wenig verstimmt bei der Vorstellung, dass Jesus im Hinblick auf diese Leute, denen wir nichts mehr zutrauen, sogar das Bild eines Festes im Himmel an den Horizont malt. Für uns hat er das nicht getan. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Liebe Gemeinde, wenn wir an diesem Punkt sind, dann sind wir da, wo die Hörer Jesu damals standen. Wie sie schlussendlich auf das Gleichnis reagiert haben, wissen wir nicht. Lukas lässt das offen. Vielleicht ist aber genau dies ein Anlass für uns, sorgfältig zu bedenken, wie unsere Reaktion nun ausfallen sollte: ob wir wirklich Anlass haben, Jesu Worte mit Skepsis oder gar Ablehnung zu quittieren oder nicht doch eher sie uns gesagt sein zu lassen und darauf zu vertrauen, dass er Recht hat mit dem, was er uns da zumutet?! Nur dies möchte ich an dieser Stelle noch zu bedenken geben: Ich habe in allem, was ich bisher gesagt habe, uns alle pauschal mit den Hörern Jesu identifiziert, mit den Pharisäern und Schriftgelehrten, die Anstoß an seiner Rede und seiner Zuwendung zu den Zöllnern und Sündern nehmen. Es bestünde ja auch die Möglichkeit, dass so Mancher von uns merkt: Vielleicht bin ich selber eher einer genau von diesen, von den Zöllnern und Sündern, die von der Zuwendung Jesu profitieren! Die dann allerdings auch gefordert sind, die Chance zu ergreifen, die Jesus ihnen da bietet. Das ist sicher kein einfacher Weg. Er geht einher mit der bitteren Erkenntnis, nicht so zu sein, wie wir hätten sein sollen. Er geht einher mit der bitteren Erkenntnis, versagt zu haben, vielleicht sogar erheblich versagt zu haben und ein um im Bilde zu bleiben äußerst dummes Schaf zu sein. Er geht aber auch einher mit der dankbaren Erkenntnis, auf dieses Versagen nicht ein für alle Mal festgenagelt zu werden. Sondern umkehren und neu anfangen zu dürfen. So gehört, gibt Jesu Gleichnis nicht nur Anlass zum Ärger. Es gibt auch, ja zuerst und zuletzt, Anlass zu Umkehr und damit zu Freude und Dankbarkeit. Und diese Freude, wir hörten es, die reicht bis in den Himmel hinein, bis hin zu Gott selber und seinen Engeln. Amen.
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