Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

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Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck Konzerte 1 Inhaltsverzeichnis 1 Begrüßung Andreas Wolf, Kommissarischer Generalmusikdirektor 2 Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck 4 Sinfoniekonzerte
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck Konzerte 1 Inhaltsverzeichnis 1 Begrüßung Andreas Wolf, Kommissarischer Generalmusikdirektor 2 Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck 4 Sinfoniekonzerte 20 Neujahrskonzert 22 Kammerkonzerte 26 Liederabend 27 Klangbilderkonzerte 28 Kinderkonzerte 30 Konzertpädagogische Angebote 32 Förderer 34 Karten, Abonnements und Service Wir danken unseren Sponsoren und Förderern für ihre großzügige Unterstützung: Die GEMEINNÜTZIGE Lübeck Gesellschaft zur Beförderung Gemeinnütziger Tätigkeit Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck Gesellschaft der Theaterfreunde Lübeck e. V. Heinz und Erika Wiggers Stiftung Michael-Haukohl-Stiftung Wir danken unseren Partnern für die großzügige Unterstützung: Die Lübecker Museen Europäisches Hansemuseum Hoghehus/Wiebke und Jens Scheel Hotel KO15 Hotel Lindenhof H4 Hotel Lübeck City Centre MOF Musik- und Orchesterfreunde Lübeck e. V. Philharmonische Gesellschaft/ Lübecker Philharmoniker e. V. Possehl-Stiftung Klassik Altstadt Hotel Rathaus Lübeck Stadtbibliothek Lübeck Die Reihe Kammerkonzerte wird gefördert durch die Heinz und Erika Wiggers Stiftung. Die Klangbilderkonzerte sind eine Kooperation des Theater Lübeck und der Lübecker Museen. Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck wird finanziert vom Land Schleswig-Holstein und der Hansestadt Lübeck. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Konzertfreunde, im Herbst 1897 wurde das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck gegründet Anlass für uns, Rückschau zu halten und an vergangene Zeiten zu erinnern. Und was wäre da passender, als die Chefdirigenten von einst wieder hierher an ihren ehemaligen Wirkungsort einzuladen? So kehren Erich Wächter, Roman Brogli-Sacher und Ryusuke Numajiri jeder für ein Konzert in die Hansestadt zurück. Den Anfang macht Erich Wächter, der auch die Konzertsaison eröffnen wird: Mit Ludwig van Beethovens Ouvertüre»Die Weihe des Hauses«und seiner berühmten Siebten Sinfonie, die seinerzeit auf dem Programm des allerersten Sinfoniekonzertes standen, greifen wir den Geist des Gründungskonzertes auf und erweitern den Abend um das großartige Violinkonzert von Beethoven, für das wir Laurent Albrecht Breuninger als Solisten gewinnen konnten. Ein weiteres Ereignis im Rahmen dieses Konzertes: Professor Oliver Korte wird die neu erscheinende Faksimile-Erstausgabe der Siebten Sinfonie vorstellen. Die abenteuerliche Geschichte der Partitur hat mich selbst überrascht und wird, so hoffe ich, auch Ihnen das Werk in einem ganz neuen Licht zeigen. Mit Beethovens Neunter Sinfonie im Neujahrskonzert unter der Leitung von Roman Brogli-Sacher und Bruckners Achter Sinfonie unter Ryusuke Numajiri bringen wir außerdem zwei der bedeutendsten Werke der gesamten sinfonischen Literatur zum Klingen. Eine besondere Freude ist es mir, dass es uns darüber hinaus gelungen ist, mit Michail Jurowski und Roberto Paternostro wieder zwei international renommierte Dirigenten zu verpflichten: Ersteren mit Tschaikowskys viel zu selten gespielter»manfred«-sinfonie und einem Klassiker, Antonín Dvořáks Cellokonzert; letzteren mit Auszügen aus Smetanas»Mein Vaterland«mit der beliebten»moldau«sowie Werken von Edvard Grieg, für dessen Klavierkonzert wir die berühmte Pianistin Lauma Skride nach Lübeck holen konnten. Neben den großen und bekannten Werken der Musikliteratur wie Debussys»La Mer«oder Schumanns Erster Sinfonie möchten wir Ihnen auch seltener aufgeführte Kompositionen näher bringen, wie Richard Strauss»Aus Italien«, das Vierte Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns oder»die Okeaniden«von Jean Sibelius. Insbesondere Sibelius wird meiner Ansicht nach noch viel zu sehr unterschätzt; so ist der»schwan von Tuonela«zwar eines seiner populärsten Stücke, sein zauberhaftes»frühlingslied«hingegen ist deutlich weniger bekannt, und ich freue mich sehr, es in einem der Konzerte selbst dirigieren zu können. Ein langgehegtes Projekt wird für mich in diesem Konzert ebenfalls Realität, nämlich einen Zyklus mit Liedern von Gustav Mahler mit unserem Bariton Gerard Quinn zur Aufführung zu bringen. Und so hoffen wir, Ihnen ein farbiges und spannendes Konzertprogramm präsentieren zu können, das Ihre Neugier und Ihr Wohlwollen weckt. Eine besondere Ehre wird unserem Orchester durch den Bundeswettbewerb»Jugend musiziert«zuteil: Dieser bedeutende Wettbewerb wird nächstes Jahr in Lübeck ausgetragen, und unsere Musiker haben die wunderbare Aufgabe, das Begrüßungskonzert mit Christoph Prick am Pult zu gestalten. Ein Konzert von besonderem Rang. Allerdings führt diese Verpflichtung dazu, dass wir ausnahmsweise nur acht Sinfoniekonzerte anbieten können. Ab der darauffolgenden Spielzeit werden es aber selbstverständlich wieder neun Konzerte sein. Ich freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam die leuchtenden und die geheimen Schätze der Konzertliteratur neu zu entdecken! Ihr Andreas Wolf Kommissarischer Generalmusikdirektor 1 Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck wurde vor 120 Jahren, im Jahre 1897, durch den Verein der Musikfreunde Lübeck gegründet. Elf Jahre danach übernahm das Orchester neben den Sinfoniekonzerten auch die Opern-Dienste im neu eröffneten Lübecker Theaterbau, der 2008 sein 100. Jubiläum feierte. Eine Vielzahl namhafter Dirigenten arbeitete in der Hansestadt und formte die hohe Qualität des Klangkörpers, so u. a. Hermann Abendroth ( ), Wilhelm Furtwängler ( ), Eugen Jochum (1928/29), Christoph von Dohnányi ( ), Gerd Albrecht ( ) oder Bernhard Klee ( ). Unter seinem langjährigen GMD Erich Wächter ( ) bezog das Philharmonische Orchester 1994 seine neue sinfonische Heimstatt, die höchsten akustischen Ansprüchen genügende Musik- und Kongresshalle Lübeck. Unter Roman Brogli-Sacher, der von 2001 bis 2012 die Führung des Orchesters übernahm, erhielten die Lübecker Philharmoniker renommierte Auszeichnungen, wie etwa 2011 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und ein Jahr darauf den ECHO-Klassik für die DVD-Produktion von Richard Wagners»Der Ring des Nibelungen«. Von 2013 bis 2017 war Ryusuke Numajiri GMD des Orchesters. Für die unter seinem Dirigat am Theater Lübeck entstandene»don Carlo«-Inszenierung wurde die Regisseurin Sandra Leupold 2014 mit dem renommierten Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. In der Spielzeit 2017/18 leitet Andreas Wolf als Kommissarischer GMD die Geschicke des Orchesters. In den letzten Jahren konnte eine Vielzahl international gefeierter Dirigenten nach Lübeck eingeladen werden, u. a. Wolfram Christ, Marc Piollet, Michael Sanderling, John Nelson, Michail Jurowski sowie Leif Segerstam und Stefan Vladar. Das Philharmonische Orchester musizierte bereits mit vielen namhaften Solisten, darunter Mario Brunello, Gerhard Oppitz, Reinhold Friedrich, Heinrich Schiff, Martin Stadtfeld, Sabine Meyer, Juliane Banse, Anja Harteros, Arabella Steinbacher und Lise de la Salle. In dieser Saison bietet das Orchester neben den Verpflichtungen im Musiktheater acht Sinfoniekonzerte (jeweils am Sonntagvormittag und am Montagabend), ein Sonderkonzert und vier unterschiedlich gestaltete Kinderkonzerte. Darüber hinaus spielen die Musiker regelmäßig Kammerkonzerte in historischen Sälen der Lübecker Altstadt sowie Klangbilderkonzerte in Kooperation mit den Lübecker Museen, in denen sie als Solisten ihre hohe Qualität unter Beweis stellen. Eine umfangreiche SACD-Reihe mit Live-Mitschnitten und Einspielungen dokumentiert das Schaffen des Orchesters. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Werken von Johannes Brahms sowie von Arthur Honegger. Besondere Projekte, wie etwa die Aufführung von Arnold Schönbergs Cellokonzerten freie Bearbeitungen von Kompositionen Matthias Georg Monns wurden von Deutschlandradio Kultur übertragen und sind auf SACD erschienen. 2 3 Erinnerung und Neubeginn 1. Sinfoniekonzert Ludwig van Beethoven ( ) Ouvertüre»Die Weihe des Hauses«op. 124 Violinkonzert D-Dur op. 61 Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Vor 120 Jahren wurde das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck gegründet Grund für einen besonderen Saisonauftakt. Daher beginnen wir wie weiland im Gründungskonzert 1897 die Spielzeit mit Beethovens»Weihe des Hauses«, einem Werk, das wie kein anderes für Erneuerung und alten Glanz steht. Die effektvolle Ouvertüre, die dem Hörer zu Beginn eine aus der Ferne näherkommende Marschprozession suggeriert, wurde 1822 zur Einweihung des Josefstädter Theaters uraufgeführt und begeistert bis heute. Herzstück des Konzertes ist Beethovens Violinkonzert, das einzige, das er geschrieben hat, und doch zugleich ein Meilenstein dieser Gattung. Damals dominierte die französische Violinschule, deren Merkmale Beethoven zwar aufgriff, ohne aber allein auf virtuose Wirkung abzuzielen. Vielmehr entwickelte Beethoven die einzelnen Sätze wie ein Zwiegespräch zwischen Soloinstrument und Orchester, aus dem sich die Violine als führende Stimme immer wieder herauslöst. Ebenfalls Teil des ersten Konzertes von 1897 war Beethovens Siebte Sinfonie, die er selbst als»das Nonplusultra in der Kunst«bezeichnete und die zu einem seiner glänzendsten Erfolge wurde. Ihr strahlend-festlicher Charakter trug dazu bei, dass im Laufe der Jahrhunderte die unterschiedlichsten Programme hineingelesen wurden: Mal hörte man ein antikes Rebenfest, mal eine maurisch-spanische Hochzeitsfeier oder gar Szenen aus»wilhelm Meister«. Wie unmittelbar die tänzerischen Rhythmen insbesondere des Scherzos auf den Hörer wirken, zeigt die Episode, von der Richard Wagners Sohn Siegfried berichtet: Während Wagners Schwiegervater Franz Liszt im Salon einer Reihe von Bewunderern die genannte Sinfonie auf dem Klavier vorspielte, sahen Wagners Kinder plötzlich mit Staunen ihren Vater eintreten und»von Liszt und den Zuhörenden unbemerkt in der geschicktesten und anmutigsten Weise tanzen.«wagner traf denn vielleicht auch am besten das Wesen dieses Werkes, als er es als»apotheose des Tanzes«bezeichnete. Ungewöhnlich ist aber nicht nur das Werk an sich, sondern auch seine Geschichte. Die abenteuerlich verschlungenen Wege, die Beethovens Partitur nahm, sorgten dafür, dass jetzt erstmalig die Faksimile-Ausgabe davon erscheint, die im Rahmen des Konzertes von Professor Oliver Korte vorgestellt und dem Orchester überreicht werden wird. Dirigent Erich Wächter Violine Laurent Albrecht Breuninger Konzerte So 01/10/17, Uhr Mo 02/10/17, Uhr Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal (Einführung je eine Stunde vor Konzertbeginn; Musikalische Kinderbetreuung während der Konzerte am Sonntag) Erich Wächter studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin Dirigieren, Klavier und Liedbegleitung. Sein erstes Engagement als Kapellmeister erhielt er am Pfalztheater Kaiserslautern. Danach führte ihn sein Weg über die Staatstheater Saarbrücken, Karlsruhe und Darmstadt an das Nationaltheater Mannheim, wo er als 1. Kapellmeister tätig war wurde er zum Generalmusikdirektor und Operndirektor der Hansestadt Lübeck berufen und blieb in dieser Position bis Eine rege Gastiertätigkeit führte ihn an Opernhäuser wie die Deutsche Oper Berlin, die Semperoper Dresden, die Staatsoper Hamburg, das Nationaltheater München, die Opernhäuser Zürich, Stockholm, Oslo, Wien und zu vielen großen Konzert orchestern. Neben diesen künstlerischen Tätigkeiten leitete Erich Wächter an den Hochschulen Karlsruhe und Lübeck Dirigierklassen und Hochschulorchester bis 2013 war er Generalmusikdirektor am Theater Detmold. Nach einer erfolgreichen»götterdämmerung«-produktion und einem kompletten»ring«-zyklus in der Spielzeit 2012/13 an der Oper in Sofia wurde Erich Wächter dort Generalmusikdirektor. In der Spielzeit 2015/16 kehrte er als Dirigent an die Hamburgische Staatsoper zurück. Laurent Albrecht Breuninger ist deutsch-französischer Abstammung. Er studierte zunächst bei Thomas Füri in der Schweiz, später bei dem renommierten Violinpädagogen Josef Rissin in Karlsruhe. Als Solist debütierte er im Alter von zwölf Jahren mit dem Budapest Chamber Orchestra. Seitdem konzertiert er als Solist regelmäßig mit Orchestern im In-und Ausland, u. a. bei den Braunschweiger Classix, dem Kissinger Sommer sowie dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Ins Blickfeld der internationalen Aufmerksamkeit gelangte Laurent Albrecht Breuninger zum ersten Mal 1997, als er beim renommierten»concours Reine Elisabeth«den 2. Preis gewann und im selben Jahr für die Komposition seines ersten Streichquartetts den Kompositionspreis der Brandenburgischen Sommerkonzerte erhielt. Diese Auszeichnungen markieren den Höhepunkt einer langen Reihe von Preisen. Seine umfangreiche Diskographie konzentriert sich auf die großen»komponisten-geiger«. Besondere Anerkennung erlangte die Wiederentdeckung der Werke des»polnischen Paganini«Karol Lipinski. Die zuletzt erschienene CD ist dem Gesamtwerk für Violine und Klavier von Heitor Villa-Lobos gewidmet. 4 5 »Lasst mich allein!«2. Sinfoniekonzert Antonín Dvořák ( ) Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op. 104 Peter Tschaikowsky ( )»Manfred«-Sinfonie op. 58 Antonín Dvořák gehört zu den Vätern der böhmisch-tschechischen Musik und galt bereits zu Lebzeiten als»böhmischer Brahms«, doch das Konzert für Violoncello und Orchester, das heute zu den meistgespielten Solo-Konzerten des 19. Jahrhunderts zählt, entstand nicht in seiner Heimat in Prag, sondern in Amerika, im Winter 1894/95; es ist das letzte größere Werk, das noch dort entstand und wurde maßgeblich durch Krankheit und Tod seiner früheren Jugendliebe und Schwägerin Josefine Kounicová-Čermáková im Frühjahr 1895 beeinflusst. Im Gedanken an sie schrieb Dvořák ihr Lieblingslied»Lasst mich allein!«in den langsamen Satz hinein und verzichtete am Schluss des Konzertes auf eine Kadenz: Stattdessen klingt der letzte Satz»diminuendo wie ein Hauch«aus.»Lasst mich allein!«könnte auch das Motto des romantischen Helden Manfred lauten. Eng angelehnt an Lord Byrons dramatisches gleichnamiges Gedicht über den rastlos in den Alpen umherirrenden ewig Suchenden, schrieb Peter Tschaikowsky 1885 seine selten zu hörende»manfred«-sinfonie, die in einigen Zügen»Harold en Italie«von Hector Berlioz ähnelt, für den das Programm ursprünglich gedacht war: So stellt der erste Satz den weltflüchtigen Manfred in der Einsamkeit der Berge vor,»gefoltert von Qualen des Zweifels, zerrissen von Reue und Verzweiflung«. Es folgt die Vision der Alpenfee, die Manfred»im Regenbogen eines sprühenden Gebirgswasserfalls«erscheint, bevor mit der Pastorale im dritten Satz das friedliche Leben der Bergbewohner heraufbeschworen wird, deren Idylle im krassen Gegensatz zu Manfreds ruhelos getriebenem Wesen steht. Den abschließenden Höhepunkt der äußerst reich instrumentierten Sinfonie bildet das Bacchanal in Ahrimans unterirdischem Palast, in dessen Verlauf der Hörer sogar an einer Geisterbeschwörung teilnimmt: Manfred wird das baldige Ende seiner irdischen Qualen vorausgesagt. Während der entfesselte Orchesterklang im Finale mit Pauken und Fanfaren in eine überraschend von der Orgel bestimmte Verklärung mündet, findet Manfred die Erlösung seiner Leiden im Tod. Tschaikowsky selbst weissagte, dass diese Sinfonie»wegen ihrer außergewöhnlichen Kompliziertheit und Schwierigkeit nur alle zehn Jahre einmal gespielt werden würde«nun bietet sich die Gelegenheit, das anspruchsvolle Werk live zu erleben. Dirigent Michail Jurowski Violoncello Alexander Ramm Konzerte So 29/10/17, Uhr Mo 30/10/17, Uhr Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal (Einführung je eine Stunde vor Konzertbeginn; Musikalische Kinderbetreuung während der Konzerte am Sonntag) Der 1945 in Moskau geborene Michail Jurowski, Sohn des Komponisten Vladimir Jurowski und Enkel des Dirigenten David Block, wuchs im Kreis von Künstlern der ehemaligen Sowjetunion, wie Oistrach, Rostropowitsch und Chatschaturjan, auf; Dmitri Schostakowitsch war ein Freund der Familie. Jurowski studierte am Moskauer Konservatorium Dirigieren bei Leo Ginsburg und Musikwissenschaft bei Alexei Kandinsky. Während seines Studiums assistierte er Gennadi Rozhdestvensky beim Nationalen-Rundfunk-Sinfonieorchester Moskau. Ab 1978 war Jurowski Gastdirigent an der Komischen Oper Berlin nahm er ein Engagement an der Dresdner Semperoper an. Weitere Positionen waren: Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie, Chefdirigent der Leipziger Oper, Chefdirigent des WDR Rundfunkorchesters Köln. Seit 2003 ist er Hauptgastdirigent des Tonkünstler- Orchesters-Niederösterreich. Jurowski ist weltweit als Gastdirigent unterwegs (u. a. Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Deutsche Oper Berlin, Leipziger Gewandhaus, Staatskapelle und Philharmonie Dresden, Opéra de Paris, Opernhaus Zürich) und 1996 gewann er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und erhielt 2001 eine Grammy-Nominierung für drei CD-Produktionen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Der russische Cellist Alexander Ramm wurde 1988 in Vladivostok geboren. Bereits im Alter von neun Jahren gab er sein Debüt als Solist mit dem Kaliningrad Chamber Orchestra. Seitdem nimmt er Unterricht bei seinem Mentor Frans Helmerson an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Außerdem studierte er am renommierten Moskauer Tschaikowsky Konservatorium und nahm an zahlreichen Meisterkursen teil, darunter an der Académie Musicale de Courchevel, der Verbier Festival Academy und den»international Holland Music Sessions«. Als Solist konzertierte er bereits mit dem Russian National Philharmonic Orchestra, dem Moscow Philharmonic Orchestra sowie dem Cape Town Philharmonic Orchestra im In- und Ausland. Weiterhin ist er als Solist am Saint-Petersburg House of Music engagiert. Im April 2013 gewann Alexander Ramm den 3. Preis des Internationalen Paulo Cello Wettbewerbs und avancierte damit zum einzigen russischen Preisträger, der je an dem prestigeträchtigen Wettbewerb teilnahm gewann er die Silbermedaille beim internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau und ist zudem im Förderprogramm»The Stars oft he 21st Century«der Moskauer Philharmonie. 6 7 Geschichten von Strom und Fjord 3. Sinfoniekonzert Edvard Grieg ( ) Konzertouvertüre»Im Herbst«op. 11 Klavierkonzert a-moll op. 16 Bedřich Smetana ( ) Auszüge aus»mein Vaterland«(Vyšehrad, Die Moldau und Aus Böhmens Hain und Flur) Was ist Heimat? Das Land oder die Gegend, wo man geboren und aufgewachsen ist? Oder vielmehr ein Gefühl der Geborgenheit und des Verstandenwerdens? Edvard Grieg und Bedřich Smetana gingen als die großen Komponisten in die Geschichte ihres Landes ein. Ihr Hang und ihre Liebe zur Heimat nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein, so war es sicherlich die schmerzliche Sehnsucht nach Norwegen, die Edvard Grieg 1865/66 in Rom empfunden haben muss, als er bei seinem Auslands- Aufenthalt die Konzertouvertüre»Im Herbst«schrieb. Melancholie über fallende Blätter und die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, aber auch freudige Erwartung auf Weinlese und Erntedank kommen im Stück zum Ausdruck. Grieg fühlte sich dazu berufen, norwegische Natur, Volksleben und Geschichte in Tönen zu malen. Um den norwegischen Charakter noch deutlicher zu zeigen, verwendete er originale Halling- und Springtanzrhythmen und baute diese in seine Werke ein. Dies zeigt sich auch in seinem einzigen Klavierkonzert. Bei der Uraufführung am 3. April 1869 brach das Publikum bereits nach der Kadenz im ersten Teil in einen wahren Begeisterungssturm aus, ebenso die anwesenden Anton Rubinstein und Niels Wilhelm Gade. Franz Liszt war einer der ersten, der sich begeistert über die nationale Prägung in Griegs Werken äußerte, außerdem überzeugten ihn die auffallenden harmonischen Wendungen in den triumphierenden Schlusstakten des Klavierkonzertes. Für Tschechien schuf Bedřich Smetana mit dem Zyklus»Mein Vaterland«wohl das identifikationsstiftendste Werk, indem er den sechs sinfonischen Dichtungen nationale Ideen zugrunde legte.»vyšehrad«als Sitz der legendären ersten Herrscher über Böhmen öffnet die Pforten zu einer vergangenen Welt. Das Fließen und Sprudeln der»moldau«, von ihrer Quelle bis zur breiten Mündung in die Elbe, wird musikalis
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