Pieschens spannendste Baustelle

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DRESDNER STADTTEILZEITUNG AUSGABE 2/2017 Pieschener Zeitung Kaditz Mickten Pieschen Trachau Trachenberge Übigau Pass- und Bewerbungsbilder LOTTO Denkanstoß Die drei mahnend himmelwärts ragenden Busse auf
DRESDNER STADTTEILZEITUNG AUSGABE 2/2017 Pieschener Zeitung Kaditz Mickten Pieschen Trachau Trachenberge Übigau Pass- und Bewerbungsbilder LOTTO Denkanstoß Die drei mahnend himmelwärts ragenden Busse auf dem Neumarkt sorgen für Zündstoff: Seit Einweihung der Installation wird kontrovers diskutiert: Ist das Kunst? Ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt? Oder eine Schande? Was hat das mit uns zu tun? Als beschämend habe ich es empfunden, dass der Oberbürgermeister dieser Stadt zu seinen Bürgern unter Polizeischutz sprechen muss, dass sein Wort kaum eine Chance hatte, gehört zu werden. Weil die Kunst-Gegner lautstark ihre Beschimpfungen dagegensetzten. Freie Meinungsäußerung? Das Monument polarisiert und leistet so, wie auch andere Kunstwerke, einen Denkanstoß. Und der könnte im positiven Fall von der Debatte über die Installation hin zur Diskussion über Entwicklungen in unserer Stadt, über Teilhabe und Mitgestaltung führen. Dresden bewirbt sich um den Titel Kulturhauptstadt und baut dabei auf die Ideen und Vorschläge der Bürger. Bringen Sie sich ein! Gern emotional, aber bitte kultiviert Ihre Christine Pohl Frühjahrsputz Zum neunten Mal geht die Dresdner Frühjahrsputzaktion Sauber ist schöner an den Start. Die Putzwoche beginnt am 1. April im Zoo und findet ihren Höhepunkt mit der Elbwiesenreinigung am 8. April. Teilnehmen können Einzelpersonen und auch Gruppen, Vereine, Kindergärten oder Schulen. Die Anmeldung von Putzaktionen sollte bis Ende März direkt beim jeweiligen Ortsamt erfolgen. Alle Informationen sowie die Kontaktdaten der Ortsämter finden Sie unter Wer sich frühzeitig bei den Ortsämtern anmeldet, kann in diesem Jahr ein besonderes, limitiertes Souvenir gewinnen: das erste Sauber ist Schöner! Handschuhpaar. Nach getaner Arbeit senden Sie einfach ein Beweisbild der Putzaktion und Ihre Kontaktdaten inkl. Gruppengröße an folgende Adresse: srdresden.de. (StZ) Die nächste Pieschener Zeitung erscheint am Redaktionsund Anzeigenschluss dafür ist am GRUND ZUM FEIERN: Ein wichtiges Etappenziel im Rahmen des Markus-Projekts ist erreicht. Ende Januar konnte nach rund einem Jahr Bauzeit Richtfest gefeiert werden. Fotos: Möller Pieschens spannendste Baustelle Pieschen wächst, stellte Ortsamtsleiter Christian Wintrich im Interview mit der Piescheener Zeitung fest, dessen zweiten Teil Sie in dieser Ausgabe lesen. Er muss es wissen, denn eine der spannendsten Baustellen liegt ihm zu Füßen vor dem Rathaus. Nimmt man es genau, ist sie ihm eigentlich schon über den Kopf gewachsen. Ziemlich genau ein Jahr ist vergangen, seit im Februar 2016 der Startschuss für den Bau der Markuspassage gefallen ist. Im darauffolgenden Juni wurde Grundsteinlegung gefeiert, 230 Tage später trafen sich Bauherren, Handwerker und zahlreiche Gäste am 30. Januar zum Richtfest. Es war ein bitterkalter Wintertag und die Gastgeber hatten das Event praktischerweise in die beheizte Tiefgarage verlegt. Special Guest war Innenminister Markus Ulbig, dessen Wahlkreisbüro nur einen Steinwurf entfernt liegt. Der fand die Sache natürlich ganz toll, sprach von Stadtentwicklung, wie man sie sich vorstellt und vergaß auch nicht auf das Problem bezahlbarer Wohnungen in Ballungsräumen hinzuweisen. Das Markus-Projekt darf in diesem Kontext als beispielhaft gelten. Rund 25 Millionen investieren die Bauherren Claus Fiebiger und Thomas Porstein in die neue Wohnanlage. Bis Ende des Jahres sollen die insgesamt 114 Wohnungen und elf kleinere Gewerbeeinheiten fertig sein. Im Oktober sollen die ersten Mieter einziehen. Claus Fiebiger sprach von einem durchaus sportlichen Tempo, das alle am Bauvorhaben Beteiligten vorgelegt hätten. Einige wenige Zahlen machen die Dimensionen des Projektes deutlich. Zum Beispiel ist zweimal mehr Beton verbaut worden als beim Burj Khalifa in Dubai. Das reicht für drei Kilometer Autobahn. Dazu kommen 28 Kilometer verlegte Leitungen. Die Handwerker haben während eines heißen Sommers und in einem kalten Winter viel geleistet, hob Fiebinger hervor. Für uns sind die Bauleute und Handwerker die wichtigsten Akteure. Inzwischen geht der Innenausbau zügig voran, eine Musterwohnung zur Besichtigung ist eröffnet und im Frühjahr beginnt die STESAD mit dem Bau der neuen Verbindung zwischen Leipziger Straße und Bürgerstraße. (S. Möller) Unsere Themen Dresdner Künstler S. 2 Keine Sternstunde S. 3 Karin Heyne verabschiedet S. 4 Integration durch Sport S. 5 Gesund und fit S. 6 Baufachmesse Haus 17 S. 7 DVB mit Überlänge S und mehr! Ihre Zeitung im Internet Asiatische Spezialitäten im ASIA HOANG Seit 7. November 2016 kann man im ASIA HOANG leckere Spezialitäten aus Vietnam, Thailand und China genießen. Das Angebot ist sehr vielfältig und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Genießen Sie zuerst eine Suppe, Salat oder andere Vorspeisen. Zu den Hauptgerichten zählen gebratene Nudeln und gebratener Reis mit verschiedenem Fleisch, Fisch und Garnelen, Rotcurry-, Mango-Rotcurry und Erdnuss- Kokos-Soße in allen Varianten. HSKD ganz vorn Eine überzeugende Performance haben die Schülerinnen und Schüler des Heinrich- Schütz-Konservatoriums beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert abgeliefert. Von 100 Teilnehmern des HSKD haben 90 einen ersten Preis gewonnen. Zehn von ihnen werden nun am Landeswettbewerb teilnehmen. (DN) Selbstverständlich finden Sie auf der Speisekarte auch Chop Suey und Gerichte mit süß-saurer Soße, Currysauce sowie Bambus und Morcheln, Satee-Soße und vielem mehr. Alle Speisen sind gut verpackt auch zum Mitnehmen. Die Gaststätte befindet sich im ehemaligen Mokka-Eck auf der Kopernikusstraße 74, zwischen dem Notfalleingang des Krankenhauses Neustadt und dem Trachauer Bahnhof. Kopernikusstr. 74, Dresden Vietnam Thailand China Spezialitäten Kopernikusstraße Dresden Telefon & Fax geöffnet Mo. Fr., So. & Feiertag 11:00 21:30 Uhr Samstag Ruhetag In Memoriam 2 Dresdner Stadtteilzeitung WIR SUCHEN SIE als ProjektleiterIn (Teilzeit) für die Werbeagentur in der SV SAXONIA Verlag GmbH in Dresden. WERBUNG UND MARKETING SIND IHRE WELT? Sie sind kreativ, erfolgsorientiert, gehen gern auf Menschen zu, können aus Ideen einen werbewirksamen Auftritt entwickeln? Sie verfügen über Kompetenz im Bereich Gestaltung, Druckverfahren, Social Media? Dann freuen wir uns über Ihre aussagefähige Bewerbung! Senden Sie diese bitte an SV SAXONIA Verlag für Recht, Wirtschaft und Kultur GmbH Lingnerallee Dresden Letztes Geleit Bildband über Wasserspiele Ein besonderer Blick in die Vergangenheit von Dresden, faktenreiche Geschichten, tolle Bilder: All das vereint Das Dresdner Brunnenbuch Teil II. Ausführlich werden darin die Brunnen der Albrechtsschlösser vorgestellt sowie die Brunnen, die zwischen 1901 und 1948 entstanden. Das unterhaltsam geschriebene Nachschlagewerk erfreut nicht nur Historiker. Auch der 1. Band ist noch lieferbar. Das Dresdner Brunnenbuch Wasser in seiner schönsten Form Band II Autoren Detlef Eilfeld & Jochen Hänsch Erscheint November 2015 ISBN Preis 34,95 zzgl. Porto- und Versandkosten Bestellung bei SV SAXONIA VERLAG für Recht, Wirtschaft und Kultur GmbH Lingnerallee Dresden Tel Fax Wer einen Fluss überquert, muss die eine Seite verlassen. Mahatma Gandhi Tag & Nacht für Sie erreichbar: 0351 / Gompitzer Str. 29 l Spitzwegstr. 66a l Großenhainer Str. 163 Herzberger Str. 8 l Pfotenhauerstr. 68 l Königsbrücker Landstr. 54 Breitscheidstr. 55 l Bautzner Straße Dresden Telefon Grabstätten auf dem Heidefriedhof Dresden Die Nacht des 19. Februar 1901, in der Hans Grundig in Dresden zur Welt kam, lag Zwischen Karneval und Aschermittwoch. Den 1955/56 unter diesem Titel entstandenen autobiographischen Roman konnte er gerade noch beenden. Mit nur 57 Jahren starb er am 11. September Sein Grab befindet sich auf dem Heidefriedhof in Dresden. Aufgewachsen auf der Großen Plauenschen Straße in der Innenstadt Dresdens, war Hans Grundig zunächst Hilfsarbeiter, lernte dann den Beruf des Dekorationsmalers, studierte anschließend an der Kunstgewerbeschule und wechselte 1920 an die Akademie für Bildende Künste in Dresden. Im Jahre 1926 wurde er Mitglied der KPD, heiratete 1928 die Malerin Lea Langer ( ) und zählte 1929 mit ihr zu den Gründungsmitgliedern der Dresdner Assoziation revolutionärer bildender Künstler. Als im Juni 1933 die Dresdner Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der NSDAP-Fraktion den Beschluss fasste, am 23. September 1933 im Lichthof des Dresdner Rathauses die Ausstellung Spiegelbilder des Verfalls in der Kunst zu eröffnen, gehörten neben den Arbeiten von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Oskar Kokoschka, Otto Griebel und anderen auch die von Hans Grundig. Bestattungen in der Natur werden immer beliebter. Bereits seit September 2006 bietet der Heidefriedhof mit einer Baumgrabanlage sogenannte naturnahe Bestattungen an. Inzwischen können Hinterbliebene unter vier verschiedenen naturnahen Bestattungsarten wählen. Angeboten werden die Baumbestattung am Einzelbaum mit bzw. ohne Namensnennung und die Baumbestattung am Gruppenbaum sowie die Beisetzung in einer Baumgrabanlage. Eine weitere Option steht in Form von Partnergräbern im Maler und Grafiker Hans Grundig ( ) RUHESTÄTTE VON Lea und Hans Grundig. HANS GRUNDIG, RADIERUNG von Lea Grundig (1955/56). Der Ausschluss aus der Reichskulturkammer 1936 und das damit in Zusammenhang stehende Arbeits- und Ausstellungsverbot waren die Folge ebenso wie Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und 1940 die Einlieferung in das KZ Sachsenhausen. Noch vor Ende des Zweiten Weltkrieges in ein Strafbataillon der Deutschen Wehrmacht Natur-Bestattungen immer beliebter grünen Band zur Verfügung. In der Friedhofsverwaltung stehen die Mitarbeiter für alle Fragen zur Verfügung. Bei fast allen naturnahen Bestattungen ist eine individuelle Pflege der Gräber möglich. Seit über zwei Jahren arbeitet der Heidefriedhof nur noch auf ökologischer Basis und verzichtet freiwillig auf Pflanzenschutzmittel. Viele Wege sind behindertengerecht und mit dem Rollstuhl befahrbar. (StZ) Heidefriedhof Moritzburger Landstraße Dresden Telefon Geschäftsstelle Cotta Bramschstr. 11, Dresden Telefon eingezogen, lief er 1944 zur sowjetischen Roten Armee über. Nach 1946 kehrte Hans Grundig gezeichnet von den Leiden im KZ nach Dresden zurück. Als erster Rektor der Dresdner Kunstakademie gab er bis 1948 den Studenten nun durch Wort, Bild und Zeichnung seine Botschaft über die Schönheit und die Gefahren in der Welt auf unverzichtbare Weise weiter (Prof. Brigitte Rieger-Jähner). Die Arbeiten von Hans Grundig sind wesentlicher Bestandteil der realistischen deutschen Kunst im 20. Jahrhundert und hängen in der Galerie Neue Meister Dresden sowie in der Nationalgalerie Berlin. Nach ihm wurde die 64. Mittelschule in Dresden-Laubegast benannt, und seit 1960 trägt eine Straße in der Dresdner Johannstadt seinen Namen. (K. Brendler) Impressum Foto/Repro: Autor DRESDNER STADTTEILZEITUNG Herausgeber: SV SAXONIA Verlag für Recht, Wirtschaft und Kultur GmbH Lingnerallee 3, Dresden Gesamtherstellung und Verlag Anzeigenleitung: SV SAXONIA VERLAG für Recht, Wirtschaft und Kultur GmbH Lingnerallee 3, Dresden Tel Verantwortlicher Redakteur: Steffen Möller Tel , Fax: Anzeigenberatung: Christine Frenzel, Tel Druck: LR Medienverlag und Druckerei GmbH Straße der Jugend 54, Cottbus Tel Nachdruck, Vervielfältigung, Verbreitung in elektronischen Medien von Inhalten, Abbildungen und gestalteten Anzeigen ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages zulässig. Die Zeitung und die veröffentlichten Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt der Verlag keine Haftung. Eine Zurücksendung erfolgt nicht. Die Redaktion behält sich bei Veröffentlichung das Recht der Kürzung und Bearbeitung von Zuschriften vor. Alle Rechte bleiben vorbehalten. Dresdner Stadtteilzeitung Gedenken 3 Keine Sternstunde für Dresden Aber eigentlich wollten wir über Kunst reden! Zum Internationalen Frauentag Louise Otto-Peters Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung Der Betrachter rieb sich verwundert die Augen an jenem 7. Tag im Februar des Jahres 2017, als auf dem Dresdner Neumarkt das Monument des deutschsyrischen Künstlers Manaf Halbouni der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte. Statt kunstsinnigem Publikum dominierten sichtlich aufgebrachte Wutbürger die Szene. Deren politische Verortung fiel angesichts der inzwischen weit über die sächsische Landeshauptstadt bekannten berüchtigten Sprechchöre nicht sonderlich schwer. Das Repertoire reichte von den Volksverrätern über Hilbert muss weg bis hin zur unvermeidlichen Lügenpresse, umfasste aber auch Begrifflichkeiten wie Schande das alles ist wahrlich keine Sternstunde für Dresden. Aber eigentlich wollten wir über Kunst reden! Daran, dass Kunst mitunter polarisiert und kontroverse Meinungen herausfordert, kann kein Zweifel bestehen. Das ist Aufgabe der Kunst. Die In stallation auf dem Dresdner Neumarkt bedarf der Interpretation, braucht den Dialog. Wer die im Gebrüll untergegangene Ansprache des Oberbürgermeisters nachliest, findet dort die notwendigen Erklärungen. Monument mahnt und polarisiert Eine Barrikade aus drei alten Bussen, von der Zivilbevölkerung der jahrelang umkämpften syrischen Stadt Aleppo als Sichtschutz gegen Scharfschützen errichtet: Das Monument will wachrütteln und vermitteln, so der Oberbürgermeister im Wortlaut. Was würde es bedeuten, wenn eine solche Barrikade in Dresden aufgestellt werden müsste? Halbounis Skulptur liefert Stoff für Diskussionen und hat allein damit schon ihren Zweck erfüllt. Die Auseinandersetzung mit Kunst bedarf einer gewissen StreitKULTUR, primitive Polemik ist fehl am Platz. Monument: Die Busse vor der Frauenkirche polarisieren. Unter Polizeischutz eröffnet OB Hilbert die Kunstinstallation. Kritik an Halbounis Arbeit ist legitim, doch müssen sich die Kritiker mindestens eine Frage gefallen lassen: Was ist eigentlich dagegen einzuwenden, wenn ein temporäres Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung vor der Frauenkirche aufgestellt wird? Auch in Dresden fielen zigtausende Zivilisten sinnlosem Töten zum Opfer. In welcher Weise Halbounis Monument die Würde der Dresdner Bombenopfer verletzt, erschließt sich dem Autor nicht und bleibt vor diesem Hintergrund ein Geheimnis von Herrn Schulz, seines Zeichens Vorsitzender des AFD- Kreisverbandes. Fotos: Möller Ein letzter Gedanke. Jene Bürgerinnen und Bürger, die durch ihr unangemessenes Auftreten Dresdens Ruf beschädigen, bereiten der Stadt Schande. Ihnen muss konsequent entgegengetreten werden. Sie, wie in der Rezeption geschehen, als Pöbel zu bezeichnen, greift zu kurz und wird dem Phänomen nicht gerecht. Die vielbeschworene Dresdner Mehrheitsgesellschaft wäre gefragt gewesen, doch die glänzte in diesem Moment einmal mehr durch weitgehende Abwesenheit. Am 13. Februar aber stand diese Mehrheitsgesellschaft als Menschenkette für ein würdevolles Gedenken ein, Hand in Hand. (m-r.) Im März 1865 riefen die Lehrerin Auguste Schmidt, die Erzieherin Henriette Goldschmidt und andere den Frauenbildungsverein Leipzig ins Leben. Ebenfalls in Leipzig und noch im gleichen Jahr wurde neben diesem lokalen Verein der überregionale Allgemeine Deutsche Frauenverein gegründet. Er konzentrierte sich in seiner Tätigkeit auf die Forderung nach dem Recht auf Erwerbsarbeit und Bildung für die Frauen und war der Beginn der organisierten deutschen Frauenbewegung. Zu den Gründerinnen beider Vereine gehörte auch die am 26. März 1819 als Tochter eines Juristen in Meißen geborene Schriftstellerin Louise Otto-Peters. Sechzig Bücher hat sie im Laufe ihres Lebens geschrieben. Neben vielen Gedichten, Novellen und Erzählungen entstammen ihrer Feder auch zahllose sozialkritische Streitschriften. Verheiratet war Louise Otto-Peters mit dem Schriftsteller und Journalisten August Friedrich Peters ( ), der wegen seiner Teilnahme an den Aufständen in Dresden und Baden 1848/49 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt und 1856 amnestiert wurde. Nachdem sich beide 1852 in der Haftanstalt Bruchsal (Württemberg) verlobt hatten, schlossen sie 1858 im Dom zu Meißen die Ehe. Zunächst wohnten sie in Freiberg/Sa., verzogen aber 1861 nach Leipzig. Nach dem frühen Tod ihres Mannes (1864) widmete Louise Otto-Peters ihre ganze Kraft der bürgerlichen Frauenbewegung in Deutschland. TINTE TONER DRUCKER ü Befüllung ü Beratung ü Verkauf SHOP Dresden Bischofsweg 8, Tel.: Mo.-Fr Uhr, Sa Uhr Porträtfoto. Repro: Brendler Vom Tage der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins an bis zu ihrem Tode am 13. März 1895 in Leipzig war Louise Otto-Peters die Vorsitzende des Vereins. Fünfzehn Jahre nach ihrem Tod versammelten sich im August 1910 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mehr als 100 Frauen aus 17 Ländern zur II. Sozialistischen Frauenkonferenz. Im Mittelpunkt standen vor allem Fragen des Kampfes der Frauen für ihre rechtliche und soziale Gleichstellung. Um das Frauenwahlrecht energischer fordern zu können, beschlossen die Delegierten auf Initiative der im sächsischen Wiederau geborenen deutschen Sozialistin Clara Zetkin ( ) die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages. In den folgenden Jahren wechselte das Datum dieses Tages, bis es 1921 auf den 8. März festgelegt wurde. (K.B.) 1 Gutschein pro Kunde bei Vorlage des Flyers OB lädt Bürger zum Gespräch Am 27. Februar, 16 bis 19 Uhr, lädt Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Dresdnerinnen und Dresdner ein, mit ihm über Formen des Gedenkens und Erinnerns am 13. Februar zu sprechen. Anlass ist die kon troverse Diskussion über die Kunstaktionen zum 13. Februar. Oberbürgermeister Dirk Hilbert möchte Gelegenheit zum Gedankenaustausch geben. Die Sprechstunde findet im Neuen Rathaus, Dr.-Külz-Ring 19, 2. Etage, Zimmer 014, statt. (StZ) Teilnahme nur nach Anmeldung: an oder telefonisch unter Stadt auf dem richtigen Weg Als Erfolg wertet die Grüne Fraktion im Stadtrat die Tatsache, dass es am 13. Februar keine großen Neonazidemonstrationen gegeben hat. Auch in den überregionalen Medien sei das Bild eines friedlichen und durch die Stadtgesellschaft angemessen gestalteten Gedenkens vermittelt worden. (StZ) Für Sie vor Ort: Dr. Ulrike Luxig Dresden Bautzner Straße Tel Jan Kunze Dresden Königsbrücker Landstraße 295 Tel 4 Gesellschaft Dresdner Stadtteilzeitung Pieschen wächst weiter Pieschen hat längst eine eigene Dynamik entwickelt. Der Stadtteil verändert sich, die Einwohnerzahl steigt, Unternehmen siedeln sich an. Die Pieschener Zeitung im Gespräch mit Ortsamtsleiter Christian Wintrich über Kultur, Wirtschaft und Lebensqualität. Teil II Das Theaterhaus Rudi, das August Theater, Geh 8 usw. Gibt es eigentlich Potential, Pieschen als kulturellen Hotspot auszubauen? Ich freue mich über die zahlreichen kulturellen Angebote in Pieschen, zu denen natürlich auch die Städtische Bibliothek und seit neuestem das Zentralwerk zählen. Wir sind auf einem guten Weg und haben schon einiges erreicht. Es ist nicht immer einfach, kleinere Kulturprojekte abseits der großen Häuser dauerhaft zu etablieren. In Pieschen ist das aber gut gelungen. Solche Entwicklungen hängen selbstverständlich auch mit dem Wachstum des Stadtteils zusammen. Dadurch steigt auch die Nachfrage. Das Potential in diesem Bereich ist also durchaus vorhanden. Ob Pieschen zum kulturellen Hotspot wird, ist natürlich auch davon abhängig, wie die bestehenden Angebote angenommen werden. An der Marie-Curie-Straße steht die neue Zustellbasis der DHL kurz vor der Fertigstellung. Existieren Ansiedlungspläne für weitere Unternehmen im Ortsamtsbereich? Ich finde es gut, dass sich mit DHL ein wirtschaftlich stabiles Unternehmen im Ortsamtsbereich ansiedelt. Die Inbetriebnahme der mechanisierten Zustellbasis steht kurz bevor. Künftig werden hier im Durchschnitt rund Sendungen täglich sortiert und in den Dresdner Nordwesten ausgeliefert. Zirka 110 Beschäftigte finden Arbeit vor Ort. Ich hoffe, dass von diesem Engagement Signale für weitere Unternehmensansiedlungen ausgehen. Weniger zufrieden zeigten Sie sich vor Jahresfrist mit der Ordnung und Sauberkeit im Stadtteil. Hat es Fortschritte gegeben? Zunächst möchte ich mich bei a
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