Quartierfest Quartierzeitung des Südost-Quartiervereins St.Gallen Juni PDF

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Quartierfest Quartierzeitung des Südost-Quartiervereins St.Gallen Juni 2017 Editorial Hauptversammlung 2017 Liebe Quartierbewohnerin Lieber Quartierbewohner Das muss so einfach
Quartierfest Quartierzeitung des Südost-Quartiervereins St.Gallen Juni 2017 Editorial Hauptversammlung 2017 Liebe Quartierbewohnerin Lieber Quartierbewohner Das muss so einfach einmal gesagt werden: unser Quartierblatt erfreut sich ständig steigender Beliebtheit! Kein Selbstlob, sondern die Beobachtung, dass unsere Artikel und Berichte mit Zu- und Widerspruch aufgenommen werden, dass wir kontroverse Diskussionen anstossen, dass wir etwas bewegen in unserem Quartier So ist es erfreulich, dass der Quartierstammtisch wiederbelebt werden soll im Kaffeehaus. Es ist immer besser, miteinander zu reden als übereinander. In der Vergangenheit haben wir ja erlebt, wie durch mangelnde Kommunikation so manches Missverständnis aufgetaucht ist, das leicht aus dem Quartier hätte geschafft werden können. Unser Blatt bietet ein Forum und das wird von Ihnen, liebe QuartierbewohnerInnen, auch so wahrgenommen. Das führt erfreulicherweise dazu, dass Menschen bei uns mitmachen wollen und so begrüssen wir ganz herzlich zwei neue Gesichter im Redaktionsteam: Hanna Beck und Benjamin Altwegg. Schauen Sie mal, über was die beiden berichten. Bleiben Sie gespannt. Wir sind es auch. Eike Domroes Redaktor Südost-Quartierblatt des Südostquartiervereins Mit einer Rekordteilnahme von 56 Stimmberechtigten führte am 14. März 2017 erstmals die neu amtierende Präsidentin Alexandra Akeret souverän durch die Hauptversammlung unseres Quartiervereins. Text: Bruno Ludescher Fotos: Dominic Drechsler Nach der Eröffnung, Feststellung der anwesenden Stimmberechtigten und des absoluten Mehrs, der Wahl der Stimmenzählerin und der einstimmigen Genehmigung des Protokolls der HV 2016 trugen die zuständigen Kontaktpersonen die interessanten Berichte aus ihren Ressorts vor. Beim Thema Sicherheit und Kriminalität steht gemäss Jörg Drechsler der Spielplatz an der Hafnerstrasse im Mittelpunkt. Eine Gruppe, bestehend aus dem Quartierverein, der Stiftung Suchthilfe, dem Gartenbauamt und der Stadtpolizei hat sich der Probleme angenommen und wird dies auch künftig tun. So hat die Gassenküche ein WC organisiert, um das freie Urinieren zu verhindern. Mit dem erstellten Zaun soll der Drogenhandel verhindert werden. Dazu trägt auch die häufige Präsenz unseres Quartierpolizisten Roger Spirig bei. Ziel soll sein, dass sowohl die Kinder wie auch die Randständigen den Spielplatz nutzen können. Über die Verkehrssituation Mit dem Jahresbericht der Präsidentin lässt Alexandra Akeret gekonnt das vergangene Jahr u.a. mit dem Quartierfest am neuen Ort bei der Linsebühlkirche, dem Fondueplausch im Kultbau, dem Samichlaus auf Dreiweihern und der traditionellen Brunnenfasnacht Revue passieren. Dies alles nicht, ohne allen Aktiven ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Dann berichtet Alexandra, dass auf vielseitigen Wunsch nochmals ein Anlauf für einen Quartierstamm unternommen werde. Gedacht ist jeweils an den 1. Samstag des Monats. Der Stamm soll um 14 h im Kaffeehaus bei Gallus Hufenus durchgeführt werden. Der erste Treff findet am Samstag, 3. Juni statt. Die Jahresrechnung und der Revisorenbericht mit Anträgen werden mit Akklamation verabschiedet. Ebenfalls einstimmig und mit Applaus wird neu Sofia de Anta in den Quartiervorstand gewählt. Wir sind glücklich, eine so junge und engagierte Frau im Vorstand begrüssen zu dürfen! Sie ersetzt Hapiradi Wild, die den Vorstand infolge Wegzugs leider verlässt. Ein Dankeschön für den immensen Aufwand wird mit tosendem Applaus dem gesamten Vorstand zuteil. Und nach dem offiziellen Teil zuerst der gewohnt feine durch die Bäckerei Cappelli bereitgestellte und sehnlichst erwartete Imbiss und danach die perfekte Abrundung mit der «Geschichte von der unbekannten Insel»; ein wunderbarer Auftritt, herrlich poetisch, märchenhaft und weise, präsentiert durch unsere beiden grossartigen Künstler aus dem Quartier, den Schauspieler Marcus Schäfer und den Akkordeonisten Willi Häne. Ein besonderer Dank geht an unsere Sponsoren: Velo Pfiffner und die Stadt St.Gallen. 3 kann Martin Beck berichten, dass der Fussgängerübergang Wildeggstrasse/Felsenstrasse besser markiert wurde. Das seit 2,5 Jahren anhängige Ansinnen gegenüber der Stadt für eine Begegnungszone an der Rotachstrasse ist nach wie vor pendent. Für das Ressort Soziales hält Clemens Zweifel fest, dass die Behörden das Dealer-Problem sehr ernst nehmen und die Polizeikontrollen intensiviert haben. Aus dem Seniorenrat klärt Gerd Piller die Anwesenden in verständli cher Weise über den Unterschied eines Fussgängerstreifens zu einem Fussgängerübergang auf. In humorvoller Weise sinniert Hapiradi Wild über das Projekt «Clever geniessen» und erntet dafür einige Lacher. Experimentieren erlaubt! Brunnenfasnacht 2017 Sich überraschen lassen und Grenzen ausloten 4 Über 30 Projekte sind seit der Eröffnung des 4 ½ Halbmond-Installation auf dem Alpstein inzwischen 5 vielen ein Begriff. Ob es auch schon Aus stellungen von Künstlern aus unserem Quartier gab, interessiert uns noch. Klar: der Fotograf Massimo Pamparana zum Beispiel. Ausserdem beteiligte sich das beim «Tag der Nachbarn» mit einer dokumentarischen Ausstellung von der anderen Strassenseite: dem FC St.Gallen Fanclub. im Oktober 2014 in der ehemaligen jüdischen Metzgerei der Öffentlichkeit präsentiert worden. Grund genug, über diesen kleinen Ort voll gelebter Kreativität zu plaudern und sein Konzept vorzustellen. In den charmanten Räumlichkeiten der Lämmlisbrunnenstrasse 4 ½ treffen wir zwei der insgesamt acht ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins 4 ½, einer der beiden bereits in Malermontur, denn nach unserem Gespräch wird frisch gestrichen für die nächste Vernissage. Text und Foto: Hanna Beck Bühne frei für Kreativität Anonym wollen sie bleiben, die acht Drahtzieher- Innen des Projektraums Nicht zuletzt, weil es hier nicht um sie gehen soll. Bewusst überlassen sie die Bühne den Kreativen, denen der Verein mit dem gleichnamigen Ausstellungsraum eine wunderbare Plattform bietet, ihre vielfältigen Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Eines der Highlights aus vielen Anekdoten, die sie erzählen können, war für unsere beiden Gesprächspartner die besondere Präsentation von Johanna Knöpfle. Die junge Künstlerin hatte bis zum Tag der Vernissage noch keine Werke parat. Ihr Konzept war es, die Rauminstallationen live während der Vernissage und in den darauffolgenden zwei Wochen, die jedem Künstler im Projektraum zur Verfügung stehen, zu erstellen. Es handelte sich dabei um Gipsplatten, die sie vor Ort goss und aufhängte. «Es sah erst mehr aus wie eine riesige Baustelle», erinnerte sich das Team. Sie waren sich nicht sicher, ob die Statik des Raumes dem Projekt überhaupt standhalten würde. Die Künstlerin liess sich von den Bedenken jedoch nicht beirren und hielt an ihrer Idee fest. «Es hat letztendlich super funktioniert», mussten die beiden Mitglieder lachend zugeben, hatten jedoch bis zuletzt um die Decke ihres Raumes gezittert. Genau das finden die Mitglieder des aber an ihrer Arbeit so spannend: dass sie meist selbst nicht genau wissen, was sie mit der nächsten Ausstellung erwarten wird. Fast alles ist erlaubt Sofern Rücksicht auf Anwohner und Passanten genommen wird, sind laut Team der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Experimentieren ist hier erlaubt ja sogar erwünscht! Wer etwas zu zeigen hat, sollte die Möglichkeit dazu bekommen so lautet das Credo des Vereins. Ob Kunst, Kunsthandwerk, Fotografie, Dokumentationen, Rauminstallationen, Konzerte oder was sonst noch einfällt alle Projekte sind willkommen, denn der Raum soll leben. Bewerben kann sich der Kreative per direkt über die Homepage. Das Team stimmt anonym darüber ab, ob der Bewerber ausstellen darf. Wer eine positive Rückmeldung bekommt, darf nun für nur 100 CHF über zwei Wochen den Raum in Eigenregie bespielen. Namen, die man kennt «Es ist schön, dass für manche Künstler das ein Sprungbrett sein konnte», freut sich das Kollektiv. So liest man zum Beispiel den Namen Roshan Adhihetty inzwischen öfters. Im November 2014 präsentierte der 24jährige Solothurner seine inzwischen mehrfach preisgekrönte Fotoserie «die Nacktwanderer» im der Öffentlichkeit. Auch der Appenzeller Künstler Christian Meier stellte im September 2015 im Aktionsraum im Linsebühlquartier aus. Er ist durch seine provokante und heiss diskutierte Mit Leidenschaft für die gemeinsame Vision Man merkt unseren beiden Gesprächspartnern die Begeisterung für ihr Projekt an. Sie alle, laut eigenen Angaben ein bunt zusammengewürfelter Haufen, eint das Interesse an der Kunst. Nur mit viel Leidenschaft ist es den acht Teammitgliedern möglich, die Betreuung des Raumes, der Künstler und der Homepage neben Job und Familie zu stemmen. Dabei denken sie kaum wirtschaftlich nur soweit, dass sich das Projekt selbst trägt und opfern den einen oder anderen Abend oder Samstag für die gemeinsame Vision. Wer neugierig geworden ist und zur nächsten Vernissage vorbeischauen will, das Projekt unterstützen möchte oder womöglich selbst etwas zu zeigen hat, kann sich unter informieren. «Nur Mut!», ermuntert das Team «Wir finden es schade, wenn Künstler sich nicht trauen, selbstbewusst hinter ihren Arbeiten zu stehen und diese zu präsentieren. Es steckt doch immer eine Menge Zeit und Herzblut darin.» Zu Beginn schien alles noch so ruhig in der Linsebühlstrasse, als hätte die Zeit stillgestanden. Allmählich vergrösserte sich aber der Kreis um den Linder-Brunnen, der bald vom Duft von Glühwein und Punsch umhüllt wurde. Text: Natacha Ruedin-Royon Foto: Jörg Drechsler In der kalten Abendluft hüpfen die Wartenden in der Schlange von einem Fuss auf den anderen, und plötzlich ist der Schnee da, dass die Servietten zwischen den Würsten und dem knusprigen Brot auf dem Tisch durcheinandergewirbelt werden. Die ersten Klänge ertönen und schon kommt die Luft in Bewegung Gumusaga und Samba Guggä: Klassisches, Unkonventionelles, bunt und ansteckend. Sogar die Begegnung mit einem afrikanischen Lied dürfen die Zuschauer mit nach Hause nehmen. Auch dieses Jahr wurde der Anlass durch Jenny AG und Elektro-Lendenmann gesponsert, organisiert und durchgeführt, mit der Unterstützung des Quartierpolizisten und des Brunnenmeisters von St.Gallen. Dank der gesperrten Strasse bildet der Strassenabschnitt um den Linder-Brunnen einen kleinen, geschützten Platz. Überall springen verkleidete Kobolde herum, solange ihnen Kälte und Müdigkeit noch nicht alle Kraft aus den Beinen geraubt haben. Es tanzen dicke Flocken durch die Luft. Noch gibt es Musik Bald wird man die ersten Anzeichen des Frühlings erkennen. Aber für diesen Abend gilt noch die Freude an den Farben, an den Klängen und den Stimmen um den fröhlichen Brunnen. Ein schönes Bild. Mein Freund Bintù Mamadi, der Stelzentänzer 6 Die ausserordentliche Geschichte einer langen wandte sich gegen Norden. Als 14-jähriger hielt Stelzentanz 7 Reise / Teil 1 Wie in der vorletzten Ausgabe er sich auf seinem Weg Richtung Norden mit Gelegenheitsarbeiten angekündigt, hat sich mein Freund Mamadi Cissé über Wasser und überschritt welche ihm nach intensiven Trainings und eiserner bereit erklärt, über sein abenteuerliches Leben, nach etwa drei Monaten die Grenze nach Senegal. Disziplin innert weniger Monate einen Platz In dieser Zeit hatte ihn sein sorgenvoller Onkel als anerkannter Künstler im Ballett mit Auftritten welches ganz im Süden Guineas, konkret in erfolglos überall gesucht. an Veranstaltungen in grossen Sälen z. B. in Zérékoré, einem kleinen Dorf des westafrikanischen Landes, seinen Anfang nahm, ganz Dakar sicherten. Es versteht sich von selbst, dass persönlich zu berichten. Mamadi ist seit über Eine glückliche Fügung Mamadi rasch nach seinem Grenzübertritt nach Senegal mit seinem Onkel wieder Kontakt aufnahm. 20 Jahren mit Kathrin, einer St.Gallerin, Rasch etablierte sich Bintù Mamadi Cissé als ver heiratet, stolzer Vater zweier Töchter und liess Mamadi auf Landsleute treffen, welche als einer von lediglich 3 anerkannten Stelzentänzern Ballett in Senegal regelmässig und häufig engagiert Schweizer Bürger. Dieser Beitrag, ist, wie in Senegal. wurden. Bei diesem Ballett fand er als «Mädchen im Untertitel angekündigt, eine Fortsetzungsgeschichte in drei Teilen. ste Ausgabe! Neugierig, was weiter geschah? Lesen Sie die näch für Alles» Aufnahme und Unterkunft. Er nähte Kostüme, lernte Trommeln zu bauen und begann mit übergrossem Eifer und voller Begeisterung eine Text: Bruno Ludescher Mamadi als Kind Ausbildung im Foto: zvg Weshalb Bintù Mamadi Cissé und nicht einfach Mamadi Cissé? Geboren wurde Mamadi 1972 nach seiner älteren Schwester, als zweites von fünf Kindern, irgendwann im Dezember. Das genaue Datum kennt er nicht. Getauft wurde er auf den Vornamen Mamadi, der jedoch in Guinea häufig vorkommt. Die Unterscheidung zu den anderen Mamadi geschieht deshalb mit dem Voranstellen des mütterlichen Vornamens. Seine Mutter hiess Bintù. Dies die Erklärung für den korrekten Vornamen Bintù Mamadi. Für den Nachnamen Cissé ist übrigens aufgrund des herrschenden Matriarchats ebenfalls die Mutter verantwortlich. 11 Jahre Zérékoré, eng bei seiner Mutter verbrachte Mamadi in einfachen Verhältnissen glücklich in einer Grossfamilie. Seine Mamma Bintù war die erste Frau seines Vaters, welcher aufgrund der herrschenden Sitten nach dem frühen Tod eines Bruders nun auch für dessen Witwe und deren zwei Kinder verantwortlich war und mit dieser Frau ein weiteres Kind zeugte. Somit bestand die Grossfamilie nun aus acht Kindern und drei Erwachsenen. Onkel änderte Mamadis Leben einschneidend. Der Bruder seiner Mamma Bintù war eine eindrückliche Persönlichkeit und ein sehr strenger Lehrer. Zusammen mit seiner Schwester entschied er, Mamadi mit knapp 12 Jahren für eine bessere schulische Ausbildung zu sich in die rund 800 Kilometer nördlich entfernte Hauptstadt Conakry zu nehmen. Trotz der schmerzlichen Trennung von seiner Mutter fügte sich Mamadi aufgrund seines totalen Vertrauens in seine Mutter und seinen Onkel in diese Entscheidung. Er war davon überzeugt, gut behandelt zu werden und Zweifel kamen nie auf. Mamma Bintù scheute keinen Aufwand und besuchte ihren Mamadi alle drei Monate im 800 Kilometer entfernten Conakry. Konkret hiess dies, wegen fehlender öffentlicher Verkehrsmittel nach Mitfahrgelegenheiten zu suchen. So war Mamma Bintù für einen Weg auf holprigen Naturstrassen in einfachsten Lastwagen zwei bis drei Tage unterwegs, um Mamadi in die Arme schliessen zu dürfen und ihn sogar noch mit Geschenken, wie Kleider, T-Shirts und dergleichen zu überraschen. Die Katastrophe, welche das Leben Mamadis radikal änderte ereignete sich knapp drei Jahre später. Nachdem ihm sein Onkel, der selbst mit dem schlimmen Ereignis kaum umgehen konnte und zudem Mamadi schonen wollte, die traurige Nachricht drei Tage verschwieg, erfuhr mein Freund, dass seine allerliebste Mamma Bintù verstorben war. Dies warf Mamadi in ungeahnter Weise völlig aus der Bahn. Er nahm in seiner übergrossen Trauer überhaupt nichts mehr wahr, was um ihn vorging. Er selbst charakterisiert das damalige Gefühl so: «wie ein Fisch im Aquarium, aber ohne Wasser». Der Schmerz um den Verlust seiner über alles geliebten Mamma Bintù raubte ihm buchstäblich den Verstand. Mit leeren Händen verliess Mamadi spontan seinen Onkel und Conakry, ohne die geringste Nachricht zu hinterlassen und Der Frauenpavillon eröffnet die Saison Am Freitag, 9. Juni 2017 startet der Frauenpavillon im Stadtpark in die 22. Saison. Künstlerinnen und Frauen, die ihre Projekte einbringen oder eine Veranstaltung organisieren möchten, erhalten hier eine Bühne. Musik, Vorträge, Gestalterisches, Biographien und Sommerfeste gehören auch dieses Jahr dazu. Text: Sylvia Huber Bild: zvg Eine Plattform für Künstlerinnen Der Auftritt von Martina Hügi (Bild) am Eröffnungsfest wird sicher ein Höhepunkt. Die bekannte Slam poetin regt das Publikum mit ihren bissigen Texten zum Nachdenken an. Mit Spannung ist auch die Präsentation von Brigit Edelmann zu erwarten. Sie nutzt den Frauen pavillon während den Sommer ferien als Atelier und präsentiert ihre Arbeit Mitte August. Zudem wird sie den Pavillon während der Museumsnacht künstlerisch beleben. Musikalische Dar bietungen bereichern auch diese Saison das Programm. Bühne frei für Veranstaltungen Das Betriebsteam stellt den Raum für Verschiedenstes zur Verfügung: Vorträge, Konzerte, Lesungen oder einfach gemütliches Verweilen im schönen Stadtpark. Hier darf auch experi mentiert werden. Das Programm gestaltet sich aus den Veranstaltungen, die von Frauen oder Frauenorganisationen organisiert werden. Freitag ist Frauenabend mit Barbetrieb ab 19 h. Die Veranstaltungen am Donnerstag, Samstag und Sonntag sind offen für alle. Willkommen im Frauenpavillon Das Programm ist ab Mitte Mai auf der Website: aufgeschaltet. Für weitere Informationen, Anmeldungen und die Bestellung des Newsletters: Ein Ort, wo man reden kann Fast fertig! 8 In diesen ersten Apriltagen ist das Licht trüb. einander gegenseitig an: Wer noch nicht um 7 h Dass dieser Spielplatz realisiert werden kann, 9 Der kleine Platz mit Tischen und Bänken am Frühstückstisch sitzt, darf danach den Tisch ist auch dem Wohlwollen und der gross zügigen zwischen Konkordia- und Florastrasse weiss ab räumen. Sowieso helfen beide Mädchen aber Unterstützung durch die Kirchenvorsteherschaft der evangelisch-reformierten Kirchge- aber schon vom Frühling. Auch in der CP- meistens mit. Um 7.45 h verlassen alle gemeinsam das Haus Richtung Schule und sind in etwa Wohngruppe im Haus, das daran grenzt, freut meinde St.Gallen C zu verdanken, die im Namen 15 Minuten dort. man sich auf die Perspektive wärmerer der Kirchgemeinde das Grundstück zur Verfügung stellt und die Hälfte der Gesamt kosten Abende. Alltagsstimmung: finanziert. Text und Fotos: Natacha Ruedin-Royon ein zweites Zuhause Text: Ellen Tedaldi Eine Wohngruppe? So erklärt die Website der St.Galler CP-Schule das Konzept: Der Besuch einer therapeutischen Wohngruppe ermögliche den Schülern und Jugendlichen eine Förderung in konkreten Alltagssituationen. Sie trage zur Entlastung des Elternhauses bei und stelle eine Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung dar. So wird sie offenbar auch von den Nutzern wahrgenommen: als einen Ort, in dem man Selbstvertrauen und Selbständigkeit lernen kann, von Betreuern darin unterstützt und begleitet. Ein Heute und ein Jetzt. Gemeinsam Bei unserem Gespräch erzählen Artina (15), Leonie (14) und Fatlum (16) viel vom Heute, vom Jetzt. Der Tagesablauf in der Wohngruppe ist geregelt. Jeder erhält im Rahmen seiner Möglichkeiten kleine Aufgaben und setzt sich eigene Ziele. Für Artina und Leonie ist es schon das 4. bzw. das 3. Jahr in der Wohngruppe; Fatlum ist schon länger dabei. Ein- bzw. zweimal in der Woche gehen sie direkt nach der Schule in die Konkordiastrasse. Es werden Aktivitäten verteilt (wer kocht was, wer geht einkaufen, wer will in die Stadt?). Nach dem Znacht räumen einige ab, dann gibt es noch etwas Raum für Spiele, Gespräche. Ab 21h macht sich jeder parat, um 22 h wird das letzte Licht gelöscht. Am Morgen feuern Artina und Leonie Heute haben Leonie und Artina Kochdienst: Riz Casimir und Salat. Schon ist Dave, der Praktikant, vom Einkauf zurück und bald fangen sie an zu schnipseln, erzählen von sich aus über sich, lachen über den Schulalltag. Fatlum ist auch geblieben. Artina macht sich an die Curry-Sauce, während Leonie die Schüssel mit Salat, Tomaten und Gurke füllt. Der Weg in die Selbständigkeit Für Artina war ein grosses Ziel, den Weg zur Schule allein zu meistern. Zu Beginn war es nicht leicht, in überfüllten Bussen als Rollstuhlfahrerin mitzufahren oder den Mut zu haben, den Busfahrer um Hilfe zu bitten. Jetzt ist sie darin geübt und fährt sogar den Umweg von zu Hause bis zum Bahnhof, um dort ihre Freunde zu treffen, dann fahren sie weiter zur Schule. Freitags spielt sie Hockey und lernt auch, das Training zu leiten, falls einmal der Trainer ausfallen sollte. Das Zimmer teilt sie mit Leonie. Hört man sie zusammen lachen, glaubt man ihnen mühelos, wenn sie erzählen, dass sie auch am W
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