Respekt Beziehungen ohne Gewalt. Präventionstage für weiterführende Schulen und Jugendeinrichtungen Fortbildung für LehrerInnen & SozialpädagogInnen

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Respekt Beziehungen ohne Gewalt Präventionstage für weiterführende Schulen und Jugendeinrichtungen Fortbildung für LehrerInnen & SozialpädagogInnen Respekt Beziehungen ohne Gewalt 2 / 3 Die aktuelle Studie
Respekt Beziehungen ohne Gewalt Präventionstage für weiterführende Schulen und Jugendeinrichtungen Fortbildung für LehrerInnen & SozialpädagogInnen Respekt Beziehungen ohne Gewalt 2 / 3 Die aktuelle Studie des Bundeskriminalamtes über häusliche Gewalt zeigt erneut, dass viele Gewalttaten innerhalb von bestehenden Beziehungen, oder unmittelbar nach Beendigung einer Beziehung, stattfinden. Im Fall von körperlicher und sexueller Gewalt sind in der Regel die Opfer weiblich, die Täter männlich. (November 2016, BKA Studie: Wenn das eigene Zuhause nicht sicher ist - Gewalt in Paarbeziehungen) Die Zahlen häuslicher Gewalt sind steigend und das bedeutet auch, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Familien aufwachsen, in denen Gewalt als Ausdruck von Beziehung normal ist. Da Kinder und Jugendliche sich an Vorbildern orientieren und ihre Sozialisationserfahrungen mit in ihr späteres Erwachsenenleben nehmen, ist es umso wichtiger, den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen für ihre Zukunft auseinanderzusetzen. Hierzu bieten Schulen und Freizeiteinrichtungen einen wichtigen Rahmen. Jugendliche sind in einer Lebensphase, die eine große Herausforderung darstellt, für sie selbst, aber auch für alle Menschen, die mit ihnen im Kontakt stehen. Sie haben ihren Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden und sind auf der Suche nach sich selbst, nach Liebe und Freundschaft und ihrer eigenen sexuellen Identität. Dieser Lebensabschnitt bietet viele Chancen, verunsichert aber auch zutiefst. Beim Erproben und Herantasten an neue Erfahrungen innerhalb von Beziehungen kommt es zwischen Jugendlichen immer wieder zu bewussten oder unbewussten Grenzverletzungen. Die digitalen Medien haben in dieser Lebensphase sehr an Einfluss gewonnen und ermöglichen, sich im Schutz der Anonymität auszuprobieren und erste Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig bietet das Internet aber auch vielfältige Angriffsflächen und Gefahren durch Cybergrooming, Sexting, Cybermobbing, (Kinder-) Pornographie oder Sextorsion, um nur einige Begriffe zu nennen. Um die Jugendlichen bei der Bewältigung dieser vielfältigen Aufgaben zu unterstützen müssen Eltern und PädagogInnen Verantwortung übernehmen und Orientierung bieten. Die Präventionsangebote fördern eine bewusste Auseinandersetzung mit den Themen Partnerschaft und Gewalt und befähigen die Jugendlichen, eine eigene Haltung zu entwickeln. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und unterstützt sie bei der Persönlichkeitsentwicklung. Über die Auseinandersetzung mit Respekt und Gewalt, mit Machtverhältnissen und Täterstrategien, lernen sie, Gefahren schneller einzuschätzen um so Gewalterfahrungen besser abwehren zu können. Präventionstage 4 / 5 Die hier vorgestellten Präventionsangebote geben Lehrerinnen und Lehrern eine Möglichkeit, die Themen Freundschaft/Partnerschaft, Gewalt in Beziehungen und sexualisierte Gewalt im Netz, in der Schule zu bearbeiten. Die SchülerInnen sollen eine eigene Haltung entwickeln, wie sie sich Freundschaft und Partnerschaft vorstellen und wie sie sich vor unerwünschten Anfeindungen und Gewalt schützen können. Haben Jugendliche bereits Erfahrungen mit Gewalt gemacht, müssen sie wissen, wer vor Ort Hilfe anbieten und bei der Verarbeitung helfen kann. Die Präventionsangebote sind auf jeweils vier Unterrichtsstunden angelegt. In einer Vorbesprechung mit den Klassenleitungsteams soll geklärt werden, welcher Thementag für die Klasse besonders geeignet ist. Auf Wunsch ist es auch möglich, einzelne Unterrichtseinheiten zu buchen. Die Durchführung der Angebote erfolgt in der Regel durch eine oder zwei MitarbeiterInnen des Frauenzentrums. Einige Arbeitseinheiten können auch von der Klassenleitung selbst durchgeführt werden, wenn sie eine der untenstehenden Fortbildungen besucht haben. Mit Jugendeinrichtungen können gesonderte Absprachen getroffen werden, wie die verschiedenen Themen in die Angebotsstruktur eingepasst werden können. Thema 1: Freundschaft/ Beziehung respektvoll gestalten Arbeitseinheit I: Arbeitseinheit II: Arbeitseinheit III: Arbeitseinheit IV: Was ist Respekt? Was verstehe ich unter Freundschaft/ Beziehung? Was gehört für mich nicht in eine Freundschaft/ Beziehung? Bilder von Freundschaft und Liebe in der Musik Thema 2: Gewalt in Freundschaften/ Beziehungen erkennen Was sind Warnsignale? Arbeitseinheit I: Arbeitseinheit II: Arbeitseinheit III: Arbeitseinheit IV: Was ist Respekt? Was ist Gewalt? Werte und Normen: Was ist gut/ schlecht in einer Freundschaft/ Beziehung? Warnzeichen: Läuft hier was schief? Was ist häusliche Gewalt? Wer kann helfen? Thema 3: Sexuelle Gewalt in digitalen Medien erkennen Wie schütze ich mich? Arbeitseinheit I: Arbeitseinheit II: Arbeitseinheit III: Arbeitseinheit IV: Was ist Respekt? Was ist Gewalt? Was ist Sexting und welche Bedeutung hat es für Jugendliche? Internetchats und die Risiken/ Cybergrooming Auswirkungen von Cybermobbing Fortbildungen für LehrerInnen & SozialpädagogInnen 6 / 7 Die Fortbildungen richten sich an Fachkräfte, die Interesse an der Durchführung von Arbeitseinheiten zur Gewaltprävention haben. Die Fortbildungen vermitteln theoretisches Wissen über Ausmaß, Formen und Hintergründe von sexualisierter und häuslicher Gewalt. Darüber hinaus werden praktische Tipps und Methoden zur Durchführung von Unterrichtseinheiten zu den Themen Freundschaft/ Partnerschaft, sexualisierte und häusliche Gewalt, sowie sexualisierte Gewalt in digitalen Medien gegeben. Thema 1: Partnerschaft und Partnerschaftsgewalt Theorie: - Definition, Zahlen und Fakten, Hintergründe, Dynamik von Partnerschaftsgewalt - Auswirkungen auf Kinder, die Zeugen häuslicher Gewalt werden - Interventionsmöglichkeiten für Fachkräfte in der Schule - Prävention in der Schule - Hilfeeinrichtungen vor Ort/ Vernetzung - Onlineberatungsangebote Praxisübungen: - Werte und Normen - Was heißt hier Liebe? - Warnsignale erkennen Thema 2: Sexueller Missbrauch und sexualisierte Gewalt in digitalen Medien Theorie: - Zahlen und Fakten zu sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt - Täterstrategien bei sexuellem Missbrauch und Grooming - Onlineprofile/ Spuren im Netz - Gefahren: Sexting, Pornographie und Kinderpornographie - Hilfeeinrichtungen vor Ort/ Vernetzung - Onlineberatungsangebote Praxisübungen: - Werte und Normen - Video: Cybersex can hurt other s feelings (Sexting) - Warnsignale - Wie weit würdest du gehen? - Vertrauensbeweis (Grooming) Kontakt: Wenn Sie unsere Präventionsangebote in Ihrer Klasse/ Jugendgruppe durchführen oder die Fortbildung buchen möchten, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf. Wir stehen für alle Fragen zur Verfügung. Frauenzentrum Courage Beratung, Treffpunkt, Hilfe für Frauen e.v. Fachstelle für häusliche und sexualisierte Gewalt Essener Str Bottrop Tel Ansprechpartnerin: Margret Kemper
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