SEPA der Countdown läuft

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fokus unternehmen SEPA der Countdown läuft Eine Information der privaten Banken Berlin, April 2013, 2., aktualisierte Auflage bankenverband Inhalt 1 Europäischer Gesetzgeber schreibt SEPA-Umstellung vor
fokus unternehmen SEPA der Countdown läuft Eine Information der privaten Banken Berlin, April 2013, 2., aktualisierte Auflage bankenverband Inhalt 1 Europäischer Gesetzgeber schreibt SEPA-Umstellung vor 4 Das Ziel der Single Euro Payments Area (SEPA) ist es, den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum zu schaffen. Anfang 2012 hat der europäische Gesetzgeber eine Verordnung verabschiedet, die unter anderem die Ablösung der jeweiligen nationalen Zahlverfahren (Überweisung und Lastschriften) in Euro zugunsten der neuen SEPA-Zahlverfahren vorschreibt. Stichtag hierfür ist der 1. Februar Die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren können daher nur bis zum 31. nuar 2014 weiter genutzt werden. Die SEPA-Verfahren werden bereits parallel angeboten. 2 SEPA-Überweisung 5 Die SEPA-Überweisung fasst die Vorgaben bereits bestehender europäischer Vereinbarungen zur Abwicklung grenzüberschreitender Überweisungen zu einem einheitlichen Konzept zusammen und gewährleistet so ein europaweit einheitliches Standardverfahren. 3 SEPA-Lastschrift 7 Die Lastschrift ist für Europa ein wichtiges Zahlungsinstrument, denn sie macht mehr als ein Viertel aller Transaktionen aus. In diesem Kapitel werden die zwei Verfahren der SEPA-Lastschrift sowie deren wesentliche Eigenschaften vorgestellt. 4 Migration auf die SEPA-Verfahren 10 Für Unternehmen bedeutet die Migration unter anderem eine Umstellung auf das SEPA-Datenformat sowie die Nutzung von IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code). 5 Mustertexte 14 Dieses Kapitel enthält Beispielschreiben an Geschäftspartner zur Umstellung auf die SEPA-Basislastschrift, Vorgaben für Mandate sowie Muster für SEPA-Lastschriftmandate (SEPA-Basislastschriftverfahren und SEPA-Firmenlastschriftverfahren). 6 SEPA-Migration: Checkliste für Unternehmen 22 7 Weitere Informationen 24 8 Glossar 25 fokus unternehmen 3 1 Europäischer Gesetzgeber schreibt SEPA-Umstellung vor Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, einen Binnenmarkt mit freiem Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr zu schaffen. Ein zentraler Bestandteil dieses Vorhabens ist die Integration des Euro-Zahlungsverkehrs, der heute noch von einer Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Rechtsvorschriften geprägt ist. Zwar sind die nationalen Verfahren jeweils für sich genommen sehr effizient, aber untereinander nicht kompatibel. Sie enden an der jeweiligen Landesgrenze. Um die Vorzüge des Binnenmarktes vollständig nutzen zu können, müssen aber auch im Zahlungsverkehr die Grenzen überwunden werden. Das ist das Ziel der Single Euro Payments Area (SEPA), dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Die SEPA umfasst die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. In diesen Ländern werden heute noch 32 verschiedene nationale Zahlungssysteme betrieben. Mit den gemeinsamen europäischen Verfahren hingegen werden sowohl inländische als auch grenzüberschreitende Zahlungen in Euro vereinheitlicht. Mehr als 500 Millionen Bürgern bieten sich somit neue Wege, um europaweit einzukaufen oder Dienstleistungen zu bezahlen. Und dies genauso sicher, günstig und komfortabel wie heute im Inland. Die wichtigsten Änderungen: Bisherige Inlandsüberweisungen werden durch die SEPA-Überweisung abgelöst. Für Euro-Lastschrifteinzüge sind nur noch die SEPA- Basislastschrift und die SEPA-Firmenlastschrift zulässig. Einzugsermächtigungs- und Abbuchungsauftragslastschriften können ab 1. Februar 2014 dann nicht mehr verwendet werden. Es besteht eine Ausnahme für das Elektronische Lastschriftverfahren bis zum 31. nuar Mit den neuen Verfahren gelten auch die technischen SEPA-Standards. Diese Ausgabe von fokus unternehmen stellt Ihnen die wichtigsten Punkte der Umstellung auf die SEPA vor und beschreibt, wie Sie sich als Unternehmer rechtzeitig hierauf vorbereiten können. ÒÒTipp: Ziel ist es, europaweit standardisierte Überweisungen und Lastschriften bereitzustellen, so dass Unternehmer bargeldlose Zahlungen auch über die Ländergrenzen hinweg so einfach und bequem tätigen können wie in ihrem Heimatland. Die Kundenberater Ihrer Hausbank geben Ihnen weitere Information. Nach einer Entscheidung des EU-Parlaments und des Rates (EU-Verordnung 260/2012 vom 31. März 2012) gilt ab Februar 2014 im Zahlungsverkehr des gesamten Euro-Raums die Single Euro Payments Area (SEPA). Die herkömmlichen nationalen Verfahren für Überweisungen und Lastschriften werden dann durch die SEPA- Verfahren abgelöst. Das hat Konsequenzen für Banken, Unternehmen und Verbraucher. 4 fokus unternehmen 2 bankenverband SEPA-Überweisung Die SEPA-Überweisung fasst die Vorgaben bereits bestehender europäischer Vereinbarungen zur Abwicklung grenzüberschreitender Überweisungen zu einem einheitlichen Konzept zusammen und gewährleistet so ein europaweites Standardverfahren. Eine Grundlage bildet hier die in Deutschland seit dem hr 2003 angebotene EU-Standardüberweisung. Die SEPA-Überweisung wurde dann im nuar 2008 eingeführt. Mit ihr können Euro-Zahlungen im Inland und auch in die SEPA ausgeführt werden unabhängig davon, wie hoch der überwiesene Betrag ist. Bei der Überweisung beauftragt der Kunde als Zahler seine Bank, dem Zahlungsempfänger einen Geldbetrag zukommen zu lassen (siehe Schaubild). Die Bank übermittelt die Überweisungsdaten und den Geldbetrag an die Bank des Zahlungsempfängers. Diese schreibt dem Zahlungsempfänger den eingegangenen Betrag auf dessen Konto gut. Beide Banken informieren jeweils ihren Kunden über die Belastung beziehungsweise die Gutschrift, zum Beispiel per Kontoauszug. SEPA-Überweisung: Die Überweisung wird vom Zahler ausgelöst Zahler Grundgeschäft Zahlungsempfänger 1 Beauftragung 3 Gutschrift Bank des Zahlers 2 Überweisung Bank des Zahlungsempfängers Quelle: Bankenverband. fokus unternehmen 5 2 Ò Ò Tipp: Unternehmen können zukünftig ihren gesamten Euro- Zahlungsverkehr über ein Konto bei einem beliebigen Zahlungsdienstleister in ganz Europa abwickeln. Für Sie als Unternehmen verbessert sich durch die Konzentra- Ò Ò Tipp: Die Abwicklungszeit für Überweisungen innerhalb der Europäischen Union beträgt seit nuar 2012 einen Geschäftstag bei elektronischen Einreichungen. Papierhafte Aufträge können einen Geschäftstag länger dauern. tion der Zahlungsverkehrsabwicklung das Liquiditätsmanagement. Wesentliche Eigenschaften Das folgende Schaubild zeigt die Unterschiede der SEPA-Überweisung zur nationalen Überweisung und zur EU-Standardüberweisung, dem inzwischen überflüssig gewordenem Vorläufer der SEPA-Überweisung. Unterschiede der SEPA-Überweisung zur nationalen Überweisung und zur EU-Standardüberweisung Nationale Überweisung Kontonummer Bankleitzahl DTAUS-Format nur Inlandseinzahlungen SEPA-Überweisung IBAN BIC XML-Format Inlands- und grenzüberschreitende Zahlungen in der SEPA EU-Standardüberweisung Euro als Betragsgrenze MT-Format Grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU Meldungen nach der Außenwirtschaftsverordnung im Zahlungsauftrag möglich SEPA-Überweisung Keine Betragsgrenze XML-Format Inlands- undgrenzüberschreitende Zahlungen im SEPA-Raum Meldungen nach der Außenwirtschaftsverordnung per Z4-Vordruck Quelle: Bankenverband. 6 fokus unternehmen 3 bankenverband SEPA-Lastschrift Die Abwicklung einer Lastschrift beginnt beim Zahlungsempfänger, der eine Forderung aus dem Grundgeschäft zu seinen Gunsten begleichen möchte (siehe Schaubild). Die Belastung auf dem Konto des Zahlers muss von diesem per Mandat genehmigt werden entweder für jede Lastschrift einzeln oder einmalig vor dem ersten Einzug. Der Zahlungsempfänger reicht die Lastschrift bei seiner Bank ein. Die Lastschrift wird zwischen der ersten Inkassostelle und der Zahlstelle ausgetauscht. Anschließend werden der Zahler und der Zahlungsempfänger über die Belastung beziehungsweise die Gutschrift informiert, beispielsweise über den Kontoauszug. ÒÒTipp: Die Angabe eines Fälligkeitsdatums bei SEPA-Lastschriften informiert Sie über den genauen Tag der Kontobelastung und ermöglicht somit eine exakte Liquiditätsplanung. Zwei Verfahren Zwei Varianten werden in der SEPA unterstützt: Bei der Basislastschrift kann der Zahler bis zu acht Wochen nach der Belastung eine Wiedergutschrift verlangen. Eine Erstattung ist hingegen bei der Firmenlastschrift nicht möglich. Deshalb darf diese Variante auch nur dann vereinbart werden, wenn der Zahler kein Verbraucher ist. Die entsprechenden Mandatstexte spiegeln diese Unterscheidung wider: SEPA-Lastschrift: Die Lastschrift wird vom Lastschrifteinreicher ausgelöst Zahler Grundgeschäft 0 Mandat Zahlungsempfänger (Lastschrifteinreicher) 3 Information 1 Einreichung 3 Information Zahlstelle (Bank des Zahlers) 2 Lastschrift Erste Inkassostelle (Bank des Zahlungsempfängers) Quelle: Bankenverband. fokus unternehmen 7 3 Die Mandate der Lastschriftverfahren verdeutlichen die wesentlichen Unterschiede SEPA-Lastschriftmandat Ich ermächtige [Name des Zahlungsempfängers], Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von [Name des Zahlungsempfängers] auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. SEPA-Firmenlastschrift-Mandat Ich ermächtige [Name des Zahlungsempfängers], Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von [Name des Zahlungsempfängers] auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungs-datum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. Hinweis: Dieses Lastschriftmandat dient nur dem Einzug von Lastschriften, die auf Konten von Unternehmen gezogen sind. Ich bin nicht berechtigt, nach der erfolgten Einlösung eine Erstattung des belasteten Betrages zu verlangen. Ich bin berechtigt, mein Kreditinstitut bis zum Fälligkeitstag anzuweisen, Lastschriften nicht einzulösen. Quelle: European Payments Council. Wesentliche Eigenschaften Die SEPA-Basis- und die SEPA-Firmenlastschrift unterliegen bestimmten Vorgaben, damit eine einheitliche und automatisierte Verarbeitung ermöglicht wird: Bei gleichbleibenden Beträgen genügt eine einmalige Information unter Angabe der Fälligkeitstermine. Bei unberechtigten Lastschriften hat der Zahler ein Erstattungsrecht innerhalb von 13 Monaten. Die Lastschrift erfolgt in der Währung Euro und innerhalb der SEPA-Teilnehmerländer. Der Zahler autorisiert die SEPA-Lastschrift durch das entsprechende SEPA-Mandat (siehe Kasten Seite 9). Damit erteilt der Zahler Weisungen an den Zahlungsempfänger und die Zahlerbank. Der Mandatstext ist vorgegeben (siehe oben und Kapitel 5 für Muster). Die Kundenkonten werden durch die IBAN und die Banken werden durch den BIC identifiziert. Bei der Lastschrifteinreichung bestimmt der Zahlungsempfänger den Fälligkeitstermin. An diesem Tag erfolgt die Belastung auf dem Konto des Zahlers. Der Zahlungsempfänger kündigt dem Zahler spätestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit den Einzug an. Eine andere Frist kann vereinbart werden. SEPA-Basislastschrift Der Zahler hat eine Erstattungsfrist von acht Wochen nach Belastungstag D ohne Angabe von Gründen. SEPA-Basislastschriften müssen bei der ersten Lastschrift fünf Bankgeschäftstage vor der Belastung und bei Folgelastschriften zwei Bankgeschäftstage vor der Belastung bei der Zahlstelle vorliegen. ÒÒTipp: Zwischen in Deutschland geführten Konten gilt ab 4. November 2013 zusätzlich auch eine Option mit einer Vorlagefrist von einem Bankgeschäftstag vor der Belastung für erste und Folge-Lastschriften. 8 fokus unternehmen bankenverband Die Mandate der Lastschriftverfahren unterliegen bestimmten Vorgaben Frage: Wo ist geregelt, in welcher Weise Lastschriftmandate zu erteilen sind? Antwort: Die Art und Weise der Erteilung von Lastschriftmandaten richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen, insbesondere nach der Inkassovereinbarung zwischen dem Zahlungsempfänger und seinem Zahlungsdienstleister. Frage: Welche Möglichkeiten der Mandatserteilung sind zulässig, wenn in der Inkassovereinbarung Schriftform vorgesehen ist? Mit rechtlichen Risiken behaftet, ist dagegen die telekommunikative Übermittlung unter Einhaltung der Textform ( 127 Absatz 2, 126b BGB). Hierbei ist zu bedenken, dass den Zahlungsempfänger die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen eines vom Zahler autorisierten Mandats trifft. In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass der Aussteller das Mandat nachweisbar erteilt hat, das Mandat vom Zahlungsempfänger aufbewahrt wird und im Streitfall von diesem vorgelegt werden kann (Artikel 5 Absatz 3 Buchstabe a Nummer ii der EU- Verordnung 260/2012). Antwort: Die Anforderungen, die an die vereinbarte (gewillkürte) Schriftform zu stellen sind, bestimmen sich nach 127 BGB. Demnach sind soweit nicht zwischen den Vertragspartnern etwas anderes vereinbart wurde mehrere Möglichkeiten zulässig. Rechts- und beweissicher sind: ein durch den Zahler eigenhändig unterschriebenes Mandatsformular ( 127 Absatz 1, 126 Absatz 1 BGB), eine mit qualifizierter elektronischer Signatur versehene Erklärung des Zahlers (elektronische Form; 127 Absatz 1, 126 Absatz 3, 126 a BGB). Frage: Welche technischen Verfahren zur Mandatserteilung genügen den Anforderungen des 127 Absatz 2 BGB (telekommunikative Übermittlung unter Einhaltung der Textform)? Antwort: Der Lastschrifteinreicher hat stets sicherzustellen, dass sein Mandat erstens den vertraglichen Formanforderungen entspricht und zweitens zur Beweisführung im Streitfall geeignet ist (siehe oben). Hierzu können bestimmte Verfahren zwischen dem Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister vereinbart werden. Quelle: Die Deutsche Kreditwirtschaft. SEPA-Firmenlastschrift Der Zahler hat keinen Erstattungsanspruch. Daher sind SEPA-Firmenlastschriften nur zulässig, wenn der Zahler ein Unternehmen ist. Die Vorlagefrist bei der Zahlstelle beträgt einen Bankgeschäftstag vor der Belastung für erste und Folge-Lastschriften. Unternehmen können sowohl die SEPA-Firmenlastschrift als auch die SEPA-Basislastschrift nutzen. fokus unternehmen 9 4 Migration auf die SEPA-Verfahren Übergang auf die SEPA-Überweisung Die bisherige Überweisung wird zum 1. Februar 2014 durch die SEPA-Überweisung abgelöst. Für Unternehmen bedeutet dies eine Umstellung auf das SEPA- Datenformat sowie die Nutzung von IBAN und BIC. Für SEPA sind einige neue Datenelemente eingeführt worden mit dem ausdrücklichen Ziel, den Kontenabgleich auf Unternehmensseite zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise die Ende-zu-Ende-Referenz, die Auftraggeber-Referenz sowie die Transaktionsreferenz. Auch die Angabe von spezifischen Zahlungsgründen sogenannten Purpose Codes ermöglicht eine genauere Zuordnung der Zahlung zum Grundgeschäft (siehe Schaubild unten). Das Verzeichnis der Purpose Codes pflegt die ISO20022-Registrierungsstelle. Heute gelten Vorgaben, wie Überweisungen von Vermögenswirksamen Leistungen belegt werden sollten. Eine entsprechende Regel wurde auch für die SEPA- Überweisung getroffen (siehe Schaubild Seite 11). Sofern Sie heute noch Überweisungsbelege nutzen, gilt auch hier die Umstellung auf die neuen SEPA-konformen Belege, die in den Richtlinien für einheitliche Zahlungsverkehrsvordrucke enthalten sind. Übergang von Einzugsermächtigungs- auf SEPA-Basislastschrift Eine bestehende Einzugsermächtigung kann seit dem 9. Juli 2012 als SEPA-Lastschriftmandat genutzt werden. Dazu müssen die folgenden Voraussetzungen vorliegen: Der Zahler hat dem Zahlungsempfänger eine schriftliche Einzugsermächtigung erteilt, mit der er den Zahlungsempfänger ermächtigt, Zahlungen von seinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Der Zahler und dessen Zahlungsdienstleister haben vereinbart, dass: der Zahler mit der Einzugsermächtigung zugleich seinen Zahlungsdienstleister anweist, die vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen, und diese Einzugsermächtigung als SEPA-Lastschriftmandat genutzt werden kann. Vor dem ersten SEPA-Basislastschrifteinzug hat der Zahlungsempfänger den Zahler über den Wechsel unter Angabe von Gläubiger-Identifikationsnummer und Mandatsreferenz in Textform zu unterrichten (siehe Kapitel 5 für ein Beispielschreiben). Im Lastschriftda- Beispiele für die Kennzeichnung des Grundgeschäftes von Zahlungen durch den Purpose Code Art des Grundgeschäfts Lohn und Gehalt Vermögenswirksame Leistungen Wasserrechnung Stromrechnung Purpose Code SALA CBFF WTER ELEC Quelle: International Organization for Standardization. 10 fokus unternehmen bankenverband tensatz ist das Datum der Mandatsunterschrift das Datum dieser Unterrichtung. Die erste Zahlung nach dem Wechsel wird als eine Erstlastschrift gekennzeichnet. Ablösung der Abbuchungsauftragslastschrift Die Abbuchungsauftragslastschrift wird nicht migriert, sondern entfällt ab 1. Februar Zahler und Zahlungsempfänger können dann entweder das SEPA- Basislastschrift- oder das SEPA-Firmenlastschriftverfahren vereinbaren oder gegebenenfalls ein anderes Zahlverfahren wie Überweisung. Hinweis: Das SEPA- Firmenlastschriftverfahren kann nur genutzt werden, wenn der Zahler kein Verbraucher ist. Der BIC muss in folgenden Fällen angegeben werden: Bis zum 1. Februar 2014 bei Zahlungen innerhalb Deutschlands. Bis zum 1. Februar 2016 bei grenzüberschreitenden Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (Europäische Union, Island, Liechtenstein und Norwegen). Bei Zahlungen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, zum Beispiel in die Schweiz und nach Monaco. ÒÒTipp: Kontoidentifikation IBAN und BIC Zur Ausführung einer SEPA-Überweisung oder einer SEPA-Lastschrift wird statt der nationalen Kontonummer und Bankleitzahl die IBAN (International Bank Account Number) und der BIC (Bank Identifier Code) verwendet. So wie die nationale Kontonummer ein Konto im Inland eindeutig bestimmt, ermöglicht die internationale Kontonummer IBAN die weltweit einheitliche Identifizierung von Konten. Der BIC stellt die weltweit eindeutige Kennzeichnung von Kreditinstituten sicher und wird entsprechend der inländischen Unternehmen, die ihren Zahlungsverkehr auf SEPA-Verfahren umstellen, benötigen von ihren Geschäftspartnern die IBAN und gegebenenfalls den BIC. Um Ihnen eine Hilfestellung bei der Umwandlung der gespeicherten Kundenkennungen (Kontonummer und Bankleitzahl) in IBAN und BIC anzubieten, unterstützt die deutsche Kreditwirtschaft Lösungen zur automatischen Umwandlung dieser Daten. Beispielsweise können Kundenkennungen automatisch über das IBAN-Service-Portal des Bank-Verlages umgewandelt werden. Dort sind Besonderheiten bei der IBAN-Ermittlung hinterlegt. Weitere Einzelheiten hierzu erfahren Sie bei Ihrem Bankberater. Bankleitzahl verwendet. Belegung Vermögenswirksamer Leistungen Datenelement Remittance Information Unstructured Ultimate Creditor Purpose Code Belegung»XXJ«/Vertragsnummer (Die Buchstaben»XX«sind wahlweise durch»00«oder durch den jeweiligen Prozentsatz der Sparzulage, der Buchstabe»J«durch die letzte Ziffer des hres, für das die Leistung gelten soll, zu ersetzen.) Empfänger Vermögenswirksamer Leistungen (optional) CBFF Quelle: Bankenverband. fokus unternehmen 11 4 SEPA-Datenformat Für die SEPA-Verfahren wurde festgelegt, die Nachrichten gemäß ISO Standard zu verwenden. Dieser Standard strebt eine weltweite Konvergenz von existierenden und neuen Nachrichtenstandards aus verschiedenen Bereichen des Finanzwesens an. Für die Entwicklung neuer Nachrichten bietet ISO eine Plattform, die einen einheitlichen Entwicklungs- und Modellierungsprozess von Nachrichten vorgibt. Dies bedeutet, dass Nachrichten in Standardisierungsorganisationen beispielsweise bei SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) entwickelt und unter ISO als weltweit gültiger Standard verabschiedet werden. ÒÒTipp: Detaillierte Informationen zu ISO 20022, zum Registrierungsprozess sowie zu neuen Standards stehen auf folgender Internetseite zur Verfügung: Auf dieser Seite sind ebenfalls die neuen Nachrichten als XML-Schem
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