Sicherheitskonzept Elektro Pocket-Guide Auftraggeber, Projektleiter und Elektroingenieure DRAFT

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Elektro Pocket-Guide Auftraggeber, Projektleiter und Elektroingenieure Version 0.1, Von Projektteam SiKo-Elektro Datum 14. November 2016 Thema Sicherheitskonzept Elektro geht an zur Kenntnis
Elektro Pocket-Guide Auftraggeber, Projektleiter und Elektroingenieure Version 0.1, Von Projektteam SiKo-Elektro Datum 14. November 2016 Thema Sicherheitskonzept Elektro geht an zur Kenntnis gemäss Verteiler Sicherheitskonzept Elektro, Pocket-Guide Auftraggeber, Projektleiter und Elektroingenieure Geltungsbereich Dok-ID Version 0.01 Status Ersetzt Version 0.0 SE-DSR in Arbeit Ausgabedatum gültig ab gültig bis Dokumentname Ablage Archivierung Freigabe Unbegrenzt SE-DSR-02440_Pocket-Guide_Auftaggeber, Projektleiter und Elektroingenieure Portal Security Policy Framework 5 Jahre 1/68 Änderungskontrolle Version Datum Ausführende Stelle Bemerkungen/Art der Änderung Matthias Taeschler Dokument eröffnet Matthias Taeschler Verknüpfungen erstellt Prüfung Version Prüfdatum Prüfende Stelle/n Bemerkungen Freigabe KT-SiKo-Elektro Version Freigabe-Datum Freigebende Stelle/n Bemerkungen Swisscom AG Leiter GSE Philippe Vuilleumier Swisscom AG Sicherheitsbeauftragter Elektro Markus Attiger 2/68 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Anwendungsbereich Allgemeine Sicherheitsgrundsätze Betriebsinhaber Projekte Verantwortung Personal Guidelines Auftrag Beschaffung Auftragsablauf Gefährdungsbeurteilung B+E Gefährdungsbeurteilung Regeln Zutritt Betreuung betriebsfremdes Personal Beschaffungsprozesse (Elektroanlagen, -installationen, Arbeits- und Betriebsmittel) Leitung Bauprojekte Schalten Rücksetzen Nieder- und Kleinspannung Arbeiten im Spannungsfreien Zustand Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile Arbeiten unter Spannung Arbeiten unter Spannung Erste Hilfe Elektrounfall Erste Hilfe Elektrolytunfall Installation Hochspannung Installation Nieder- und Kleinspannung Tätigkeiten an Batterieanlagen Sicherheitsgrundsätze Personen Berechtigung, Verantwortung und Qualifikation Betriebsinhaber Anlagenbetreiber Elektrotechnisch unterwiesene Personen Vertragspartner Drittpersonen Persönliche Schutzausrüstung gegen Elektrogefahr (PSAgE) Sicherheitsgrundsätze Anlagen Nachweis Elektrosicherheit Neuinstallationen Prozess Meldewesen Installationsanzeige Prozess Meldewesen Sicherheitsnachweis Neuinstallationen Dokumentenablage Dokumentenbezeichnung /68 1 Einleitung gewährleistet die physische und psychische Gesundheit der internen und externen Mitarbeitenden mit entsprechenden Strategien und Massnahmen. Mit Präventionsmassnahmen begünstigen wir die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden. Aufgrund der Risiken bei Tätigkeiten an elektrischen Anlagen und der sehr hohen Verfügbarkeit der elektrischen Anlagen für den operativen Betrieb wurde ein Sicherheitskonzept Elektro für sämtliche Anlagen ausgearbeitet. Mit diesem Dokument nimmt neben der gesetzlichen auch Ihre fürsorgerische Verpflichtung war. Das Sicherheitskonzept Elektro ist in mehrere separate Dokumente unterteilt, einem allgemeinen objektübergreifenden und mehreren Objektgruppen- und objektspezifischen Teilen. Der allgemeine Teil legt die grundlegenden, allgemein gültigen Anforderungen fest und beschreibt die Schnittstellen zu übergeordneten Richtlinien bezüglich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, welche mitberücksichtig werden müssen. Im Objektgruppen- respektive objektspezifischen Teil sind Vorgaben der jeweiligen Objektgruppen oder Objekt beschrieben, sowie die Personenkategorien mit ihren Berechtigungen, Verantwortungen und Qualifikationen festgehalten. Die besten Vorschriften und Anweisungen sind wertlos, wenn nicht alle Personen, die an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen arbeiten, mit diesen Festlegungen und allen gesetzlichen Anforderung vollkommen vertraut sind und diese strikt einhalten. Deshalb wurde in diesem Pocket-Guide die für Sie wichtigsten Prozesse, Regeln, Berechtigungen, Verantwortungen und Qualifikationen zusammengefasst. SiKo Elektro 1-CH Pocket Guide Elektro Bitte berücksichtigen Sie, dass in diesem Dokument Begriffe, Verweise und referenzierenden Dokumente nicht ersichtlich sind. Für detaillierte Informationen konsultieren sie bitte das Sicherheitskonzept Elektro Hauptdokument National. Das Sicherheitskonzept Elektro Hauptdokument National gilt als Stand der Technik Papier in allen Anlagen gemäss Anwendungsbereich. Dabei gilt immer die deutsche Version Sicherheitskonzept Elektro Hauptdokument National als rechtlich verbindlich. 4/68 1.1 Anwendungsbereich Dieses Sicherheitskonzept Elektro gilt objektübergreifend für das Bedienen von und alle Tätigkeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen in der Schweiz, in welcher die Funktion des Betriebsinhabers hat. Hierbei handelt es sich um elektrische Anlagen aller Spannungsebenen, von Kleinspannung bis Hochspannung. Diese elektrischen Anlagen dienen der Erzeugung, Übertragung, Umwandlung, Verteilung und Anwendung elektrischer Energie. Das Sicherheitskonzept Elektro beschreibt die Anforderungen für sicheres Bedienen von und Tätigkeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen. Diese Anforderungen gelten für alle Bedienungs-, Arbeits- und Wartungsverfahren. Sie gelten für alle nichtelektrotechnischen Arbeiten, wie Bauarbeiten in Betriebsbereichen und in der Nähe von Kabelleitungen, sowie für elektrotechnische Arbeiten, bei denen eine elektrische Gefahr besteht. 2 Allgemeine Sicherheitsgrundsätze Betriebsinhaber Projekte Werden elektrische Anlagen in Objekten in welchen die Betriebsinhaberverantwortung einnimmt erstellt, so gilt der Ersteller der Neuinstallation als Betriebsinhaber. Die Anlage geht nach erfolgter Übergabe der Installation mit Unterweisung und rechtsgültig unterzeichnetem Dokument gemäss Kapitel in den Verantwortungsbereich Swisscom (Schweiz) AG über. Bei der Übergabe sind sämtliche technischen Unterlagen wie Installationspläne, Schemata, Herstellerangaben und dergleichen abzugeben. Tätigkeiten an elektrischen Anlagen die Auswirkungen auf die elektrischen Anlagen Swisscom (Schweiz) AG haben müssen mindestens 10 Arbeitstage vor Arbeitsausführung dem Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive dem Anlagenbetreiber B3.2.4c oder B3.2.4f (Objekte Typ B und C) gemäss Personalzuordnungsliste Objektgruppen- oder objektspezifischen Sicherheitskonzepts schriftlich gemeldet werden. Die Arbeiten dürfen nur nach dessen schriftlicher Freigabe ausgeführt werden. Das Sicherheitskonzept Elektro muss für alle Tätigkeiten und Prozesse als minimaler Standard angewendet werden. Schaltungen in Primär- und Sekundärversorgungen in bestehenden elektrischen Anlagen dürfen nur nach Anweisung und Rücksprache mit dem Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive dem Anlagenbetreiber B3.2.4c oder B3.2.4f (Objekte Typ B und C) gemäss Personalzuordnungsliste des Objektgruppen- oder objektspezifischen Sicherheitskonzepts unter Vorlage der schriftlichen Ergebnisse der Erstprüfung gemacht werden. 5/68 Dritte Betriebsinhaber Sicherheitsbeauftragter Betriebsinhaber Betriebsinhaber Elektro-Agent Linie delegierter Betriebsinhaber Linie Anlagenbetreiber delegierter Betriebsinhaber lokal delegierter Anlagenbetreiber Objekte Anlagenverantwortlicher Arbeitsverantwortlicher Arbeitsteam Unternehmer Grafik 2.2.2: Organisation Dritte Betriebsinhaber 6/68 2.2 Verantwortung Personal Die Mitarbeitenden sind verpflichtet, den Betriebsinhaber bei der Durchsetzung der Arbeitssicherheit und des Sicherheitskonzeptes zu unterstützen. Sie verpflichten sich, die technischen Anlagen in ihrem Verantwortungsbereich mit den zugewiesenen Kompetenzen zu führen und gegebenenfalls den Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive den Anlagenbetreiber (Objekte Typ B und C) oder Elektro-Agent gemäss Personalzuordnungsliste des Objektgruppen- oder objektspezifischen Sicherheitskonzepts auf Systemmängel hinzuweisen. Sie haben im Besonderen drei Pflichten: Die Mitarbeitenden müssen ihre Arbeit in sicherer Weise ausführen, das heisst die Arbeitsanweisungen befolgen, allgemein anerkannte Sicherheitsregeln von sich aus berücksichtigen, Schutzeinrichtungen sowie die persönliche Schutzausrüstung benützen und in einwandfreiem gebrauchsfähigen Zustand halten. Sie übernehmen hier Eigenverantwortung. Bei Gefahr: STOPP sagen und Tätigkeit sofort unterbrechen und Linienvorgesetzten kontaktieren. Die Mitarbeitenden haben festgestellte, sicherheitstechnische Mängeln zu melden; Die Mitarbeitenden haben sich persönlich in einem Zustand zu befinden, der ihnen die sichere Ausführung der ihnen übertragenen Aufgaben erlaubt. Mitarbeitende, die sich nicht an die Weisung halten, haften persönlich für ihre Handlungen. Bei Verstössen gegen Bestimmungen dieses Sicherheitskonzepts folgen die Sanktionen gemäss Kapitel. Die Mitarbeitenden von Drittfirmen ist in den Rechten und Pflichten in Bezug auf Elektround Arbeitssicherheit den eigenen Mitarbeitenden gleichgestellt. Mittels technischer Dokumentation für sämtliche elektrische Verteilungen, Maschinen und Anlagen sowie Regeln der Technik können die oben genannten Pflichten ausgeführt werden. Die Überwachung bei Tätigkeiten durch betriebsfremdes Personal ist von einer autorisierten Elektrofachkraft oder dem Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive dem Anlagenbetreiber (Objekte Typ B und C) gemäss Personalzuordnungsliste des Objektgruppen- oder objektspezifischen Sicherheitskonzepts durchzuführen. 2.3 Guidelines Bei der Ausführung von Aufträgen im Bereich elektrischer Anlagen, müssen die Vorgaben der Guidelines eingehalten werden. Im Falle eines Widerspruchs zwischen einer Guideline und den anerkannten Regeln der Technik ist der Dokumenteninhaber der entsprechenden Guideline umgehend zu kontaktieren und eine geeignete Lösung zu vereinbaren. Zur Rückverfolgbarkeit sind der Einwand und die Konsequenzen aus diesem Einwand schriftlich festzuhalten. 7/68 2.4 Auftrag Beschaffung Aufträge für Bauprojekte oder Installationen erfolgen gemäss aktuell gültigem Beschaffungsprozess des Qualitätsmanagementsystems. Sie werden dem Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive dem Anlagenbetreiber (Objekte Typ B und C) gemeldet und durch ihn freigegeben. Allgemein dürfen Bestellungen für elektrische Anlagen oder Betriebsmittel nur nach einer Prüfung der Unterlagen durch eine Elektrofachkraft ausgelöst werden Auftragsablauf Bei erfolgt der Auftragsablauf für Arbeiten an elektrischen Anlagen, im Anwendungsbereich dieses Sicherheitskonzepts gemäss nachfolgendem Diagramm: Auftrag Gefährdungsbeurteilung Arbeit Bewilligung Arbeit Ja Durchführung Arbeit Auftrag Nachbearbeitung Nein Schriftlicher oder Mündlicher Auftrag von oder FM Provider Arbeitsmethode, ArV, Personal und Schutzmassnahmen definieren, Meldung an AnV Freigabe durch AnV, Bei Objekten Typ B und C zusätzliche Freigabe durch AB Erstellen Sicherheitsnachweise, Prüfprotokolle, Konformitäten, Fertigmeldung, Garantieschein, Rechnung Dokumente in Ordnung Ja Abschluss Auftrag Nein Grafik 2.5.2: Auftragsablauf Freigabe durch AnV nach Abnahmekontrolle durch unabhängiges Kontrollorgan Bei Objekten Typ B und C zusätzliche Freigabe durch AB ANMERKUNG: Orange markierte Felder sind Prozessschritte welche durch den Auftraggeber oder dem Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive dem Anlagenbetreiber (Objekte Typ B und C) ausgeführt werden. Blau markierte Felder werden durch den Auftragnehmer ausgeführt. 8/68 Grundsätzlich wird ein Auftrag in schriftlicher Form erteilt. Im Falle von einfachen Arbeiten und Betriebsstörungen ist eine mündliche Auftragserteilung zulässig. Der Auftragnehmer erstellt immer eine Gefährdungsbeurteilung der Arbeit in welcher die Arbeitsmethode, der Arbeitsverantwortliche, Personal und Schutzmassnahmen definiert sind, siehe dazu Anhang. Die Ergebnisse werden im Formular Arbeitsantrag Elektro Anhang oder gleichwertiger Unternehmervariante mit genauer Arbeitsbeschreibung festgehalten und dem Anlagenverantwortlichen (in Objekten Typ A) respektive dem Anlagenbetreiber (Objekte Typ B und C) gemäss Personalzuordnungsliste des Objektgruppen- oder objektspezifischen Sicherheitskonzepts vorgelegt. Mit der Durchführung der Arbeit darf erst nach der erteilten Durchführungserlaubnis des Anlagenverantwortlichen gestartet werden. Bei der Ausführung von Arbeiten sind die Regeln R x sowie die Regeln R4.1.X einzuhalten. Nach der durchgeführten Arbeit sind die auftragsrelevanten Dokumente 1 bei der Übergabe der Installation abzugeben. Der Auftrag gilt erst als abgeschlossen, wenn diese Dokumente überprüft und keine Pendenzen aus Abnahmekontrollen nach SIA 2, StV und nach NIV vorhanden sind. 1 Auftragsrelevante Dokumente sind alle Dokumente, die nach Gesetz, Verordnung, anerkannten Regeln der Technik sowie Werkvertrag erforderlich sind. 2 Wird die Abnahme nach SIA vor der Abnahme nach NIV durchgeführt, so ist dies auf dem SIA Abnahmeprotokoll entsprechend als Vorbehalt zu vermerken 9/68 2.4.3 Gefährdungsbeurteilung Gefährdungsbeurteilung Arbeit Bedienen Nein Elektrische Gefahr Ja Arbeitsmethode Nein Freischalten möglich und verhältnismässig Nein Schutz durch Schutzvorrichtung möglich Nein Arbeit unter Spannung Ja Arbeiten im spannungsfreien Zustand R a Ja Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile R b Festlegung ArV, Personal: 1 x Elektrofachkraft Arbeit unter Spannung 1 R b Festlegung Schutzmassnahmen (B+E c.) Gefährdungsbeurteilung nichtelektrische Gefahrenquellen (B+E d.) Arbeit unter Spannung 2 (B+E a.) R b Schriftliche Begründung Ja Festlegung ArV, Personal: 2 x Elektrofachkraft mit Spezialausbildung, einer als Chef Festlegung Arbeitsverfahren (B+E b.) Abgabe des Arbeitsantrags an den AnV Grafik A2.5.3: Ablaufdiagramm Gefährdungsbeurteilung Erstellen Arbeitsantrag (B+E e.) Weiter zu Regel Arbeit gemäss gewählter Arbeitsmethode (B+E g.) Erstellen Arbeitsanweisung (B+E f.) Abgabe des Arbeitsantrags undanweisung an den AnV 10/68 2.4.4 B+E Gefährdungsbeurteilung a. Arbeit unter Spannung 2 3 Festlegung bei Hochspannung: o Arbeiten verboten; Festlegung bei Niederspannung: o Arbeiten bei Anlagen mit Kurzschlussstrom 15 ka oder Kurzschlussenergie 318 kj verboten; o Arbeiten bei Anlagen mit Kurzschlussstrom 15 ka oder Kurzschlussenergie 318 kj für Mitarbeitende und FM Provider verboten. Festlegung bei Kleinspannung: o Arbeiten bei Anlagen mit Kurzschlussstrom 15 ka oder Kurzschlussenergie 318 kj verboten 4 ; o Arbeiten bei Anlagen mit Kurzschlussstrom 15 ka oder Kurzschlussenergie 318 kj für Mitarbeitende und FM Provider verboten. b. Festlegung Arbeitsverfahren Arbeiten auf Abstand; Arbeiten mit Isolierhandschuhen; Arbeit auf Potenzial. c. Festlegung Schutzmassnahmen Festlegung der PSAgE gemäss Anhang aufgrund der vorhanden Netzspannung, Kurzschlussstrom oder Kurzschlussenergie; Festlegung der Schutzmassnahmen Anlage; z.b. mobiler Störlichtbogenschutz. d. Gefährdungsbeurteilung nichtelektrische Gefahrenquellen Witterung; Lichtverhältnis; Arbeitshöhe; Arbeitslage; Mechanische- oder Drucksystem; usw. e. Erstellen Arbeitsantrag ( ) genauer Beschrieb der Arbeiten; Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung; bei Hochspannungsanlagen und sowie komplexen Nieder- und Kleinspannungsanlagen zusätzlich Schaltauftrag erforderlich; 3 Zusätzliche Bestimmung 4 Ausgenommen beim Anschluss von Batterien 11/68 bei einfachen Arbeiten kein schriftlicher Arbeitsantrag erforderlich; Installationsanzeige (falls nach TAB erforderlich) 5. Sicherheitskonzept f. Erstellen Arbeitsanweisung Beziehung Anlagenverantwortlicher, Arbeitsverantwortlicher und ausführendes Personal; Massnahmen zur Begrenzung von Schaltüberspannungen; Arbeitsabstände für Personen und leitenden Hilfsmittel. g. Weiter zu Arbeit gemäss gewählter Arbeitsmethode Anlagenverantwortlicher erteilt Durchführungserlaubnis für Arbeitsantrag 6. 5 Bei Erweiterungen oder Neuinstallationen von Fernmeldeanlagen ist immer eine Installationsanzeige zu erstellen 6 Bei Arbeit unter Spannung 2 ist zusätzlich die Durchführungserlaubnis des Anlagenbetreibers erforderlich 12/68 2.5 Regeln Zutritt Zutritt bedeutet das Aufschliessen von Türen und Betreten Betriebsbereiche elektrischer Anlagen, elektrischer Betriebsräume sowie Batterieräume und umfasst keinerlei weitere Tätigkeiten. Ebenen des Zutritts: R2.3.1 Betriebsbereich elektrischer Anlagen R2.3.2 Elektrischer Betriebsraum R2.3.3 Batterieraum Regeln: - Räume werden nur mit entsprechender Zutrittsberechtigung gemäss Berechtigungsmatrix A1.1.1 des Objektgruppen- oder objektspezifischen Sicherheitskonzepts betreten; - Die Türen der Räume werden beim Verlassen immer abgeschlossen 7 ; - Die Anweisungen über Gefahren und spezielle Verhaltensregeln in den Räumen werden befolgt. Diesbezüglich wurde vorgängig unterwiesen; - Unbefugten wird der Zutritt zu den Räumen verweigert. Trifft man beim Betreten eine nicht zutrittsberechtigte Person an, wird diese weggewiesen. Sanktionen siehe Kapitel ; - Auffälligkeiten und (vermutete) Unstimmigkeiten werden dem Anlagenverantwortlichen oder der linienvorgesetzten Stelle gemeldet. - Personalanforderung: Anlage Betriebsbereich elektrischer Anlagen Elektrischer Betriebsraum und Batterieraum Tabelle R2.3: Personalanforderung Zutritt Qualifikation Elektrotechnisch unterwiesene Person mit Unterweisung im Betriebsbereich zugelassener Personen Elektrofachkraft mit Unterweisung im Betriebsbereich zugelassener Personen Elektrotechnisch unterwiesene Person mit Unterweisung Elektrischer Betriebsraum oder Unterweisung im Betriebsbereich zugelassener Personen Elektrofachkraft 7 Falls dies aus technischen Gründen nicht möglich ist, wie zum Bespiel bei Kabelzügen, so muss die offene Türe dauerhaft überwacht werden. Die Verantwortung liegt beim Arbeitsverantwortlichen 13/68 2.5.2 Betreuung betriebsfremdes Personal Darunter versteht man die Führung und Beaufsichtigung des Personals einer Drittunternehmung in Anlagen gemäss Anwendungsbereich dieses Sicherheitskonzepts. Dies beinhaltet die Auftragsbesprechung, das Unterweisen der spezifischen Gefährdungen mit entsprechenden Massnahmen im Betrieb, das Verhalten an der Arbeitsstelle und im Notfall, sowie das Vorgehen nach Beendigung der Arbeit und die Übergabe der Arbeitsstelle. Die Betreuung ist nur in Hochspannungsanlagen, sowie komplexen Nieder- und Kleinspannungsanlagen erforderlich. Regeln: - Für die Betreuung von betriebsfremdem Personal werden nur Betriebsangehörige eingesetzt, welche die vergebenen Aufträge und insbesondere die damit allfällig zusammenhängenden Risiken im Detail kennen; - Klare Kommunikation des Grundsatzes, wonach Personal einer Drittfirma ohne klaren Auftrag und vorherige Unterweisung weder Anlagen nach Kapitel betreten dürfen, noch Tätigkeiten im Umfeld von elektrischen Anlagen, respektive generell an technischen Einrichtungen und Geräten ausführen dürfen; Aufträge sind präzise zu umschreiben, wobei insbesondere klarzustellen ist: Zugelassene Tätigkeiten und deren zugeordnete Regeln; Die Einhaltung des Elektro-Sicherheitskonzepts ist für Drittfirmen zwingend, genauso wie alle anderen einschlägigen Regeln zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit und des - Gesundheitsschutzes. - Periodische Kontrolle der Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen während der Auftragsabwicklung. Die Kontrollbefunde werden festgehalten und aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse allfällige Verbesserungsmassnahmen abgeleitet; - Mitarbeitende von Drittfirmen haben bestätigt, dass sie den Auftrag verstanden haben und - über Gefahren im Zusammenhang mit Ihrem Auftrag, sowie die anzuwendenden o risikomindernden Massnahmen informiert worden sind. Die Bestätigung erfolgt durch o Gegenzeichnen des Berechtigungsblattes. o Personalanforderung: Aufgabe Qualifikation Betreuung betriebsfremdes Personal Elektrofachkraft Tabelle R : Personalanforderung Betreuung betriebsfremdes Personal 14/68 2.5.3 Beschaffungsprozesse (Elektroanlagen, -installationen, Arbeits- und Betriebsmittel) Sicherheitskonzept Arbeits- und Anlagensicherheit beginnt mit der Bestellung. Daher werden Beschaffungsprozesse hier als gesonderte Regel betrachtet. Diese erfolgen wie in Kapitel 2.4 beschrieben, sowie des bei aktuell gültigen Prozesses und den entsprechenden Kompetenzen gemäss Qualitätsmanagement-System
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