Sommer und Ferien. Liebe Kiezbewohnerinnen und Kiezbewohner, Die Quartierszeitung vom Richardplatz Süd. Juni-Juli 2012 Ausgabe

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Die Quartierszeitung vom Richardplatz Süd Juni-Juli 2012 Ausgabe 65 Sommer und Ferien Foto: Dulce Neves Liebe Kiezbewohnerinnen und Kiezbewohner, wer Kinder hat, wird erstaunt feststellen, dass dieses
Die Quartierszeitung vom Richardplatz Süd Juni-Juli 2012 Ausgabe 65 Sommer und Ferien Foto: Dulce Neves Liebe Kiezbewohnerinnen und Kiezbewohner, wer Kinder hat, wird erstaunt feststellen, dass dieses Schuljahr schon fast vorbei ist. Früher Ferienbeginn, mit der Hoffnung, dass der Sommer auch bald kommen möge, bedeutet auch, viel freie Zeit. Wie für Kinder die schönste Zeit des Jahres aktiv gestaltet werden kann, ist Teil des Schwerpunkts. Wie sie selbst aktiv durch den Kiez radeln können, wollen wir mit der Reportage über das Kiezmobil vermitteln. Wie Kinder beim Kochen Spaß haben, stellen wir Ihnen anhand des Kochtheaters vor. Daran schließt sich unsere Projektreportage über das Elterncafé an der Richard-Grundschule nahtlos an. Auch hier geht das gemeinsame Miteinander über das Essen und Gespräch. Diese Möglichkeit besteht auch bei der Böhmischen Kaffeetafel anlässlich des Jubiläums der Böhmischen Einwanderung hier in Rixdorf. In diesem Jahr orientieren sich die 48 Stunden Neukölln thematisch am 275. Jubiläum der Zuwanderung, etwas provokant lautet das Motto hierzu Endstation Paradies. Mit fast 40 Veranstaltungsorten allein im Kiez, lädt das Festival zum Staunen, Entdecken, Sinnieren und Flanieren ein. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute Lektüre und schöne Ferien. aus dem Kiez Gewerbeportrait: Kiez-Oase 2 Der Sommer kommt, da wollen viele auch ihre Füße zeigen und kommen deshalb zur Pediküre, erklärt Constanze Pierza, Inhaberin des Kiez-Oase. Seit 2004 ist sie in der Mareschstraße, seit 2009 im Haus mit der Nummer 3 zu finden. Dabei bietet die Kiez-Oase das ganze Spektrum, von der Gesichtsbehandlung über Massagen bis eben hin zu den Füßen. Die verschiedenen Angebote der Kiez Oase haben ein Ziel: Wohlfühlen und Entspannen! Ob Kosmetik, Fußpflege oder auch eine Massage immer geht es darum, mit dem Menschen zu arbeiten. Der Alltagsstress soll weichen. Wichtig ist, dass sich die Menschen in den Räumlichkeiten wohlfühlen, deshalb haben wir erst kürzlich wieder renoviert, schildert die freundliche Frau ihre Philosophie. Diese Wohlfühlatmosphäre, hängt auch damit zusammen, dass es in der Regel keine Wartezeiten gibt. Als besonders angenehm empfinden Kunden, dass die Behandlungen nicht durch Telefonate oder andere Unterbrechungen gestört werden. Mit Hilfe eines Onlinetools auf der Website kann man seine Behandlungen zum Wunschtermin online buchen und gleich sehen, ob was frei ist. Diese Form der Mitarbeit durch die Kunden spiegelt sich in der günstigen und fairen Preisgestaltung wider. Auf diese Weise kommen auch Kiez Oase Kosmetikstudio Constanze Pierza, Mareschstr. 3 Tel.: Entspannen und genießen: Constanze Pierza hegt und pflegt ihre Kunden Kunden zu mir, die nicht so viel Geld haben, aber eben ein bisschen in ein gepflegtes Äußeres investieren, übrigens auch Männer! Constanze Pierza kümmert sich jedoch nicht nur um das Wohlbefinden ihrer Kunden, sie ist die Vertreterin der Gewerbetreibenden im Quartiersrat. Im Gebiet mit weit mehr als 300 Gewerbeeinrichtungen trifft sie sich zudem regelmäßig mit Gleichgesinnten in der Gewerberunde. Im Quartiersrat bin ich, weil ich einfach mehr Bescheid wissen wollte, welche Projekte es im Kiez gibt, wie darüber entschieden wird. Bei allem Engagement soll trotzdem auch Zeit für die Familie vorhanden sein. Die Tochter geht noch in die Kita und sieht ihre Mama manchmal erst spät abends. Damit das nicht immer so ist, gibt es Mittwochnachmittag und natürlich sonntags gar keine Verpflichtungen, dann heißt es spielen, toben und auch selbst mal ausruhen. UNFALL MIT FOLGEN Gedanken aus der Nachbarschaft als ich zur Unfallstelle Schudomastraße / Ecke Böhmische Straße kam, hatte sich bereits eine Menschenmenge versammelt. Mittendrin ein kleiner Junge, der auf türkisch aufgeregt erzählte, dabei auf einen Transporter zeigte und mit einem Klatschen in die Hände endete, so dass die Umstehenden lachen mussten, was ihn wiederum ermunterte, von Neuem zu berichten. Laura verhandelte derweil telefonisch mit dem Besitzer und etwas später vor Ort mit dem Fahrer des gegnerischen Fahrzeuges. Rasch waren sich alle einig. Mit Hilfe von Georg von Weihersberg, einem fulminanten Pianisten, der an diesem Tag wohl eher zufällig im CENTRAL RIXDORF anzutreffen war, bekamen die Unfallbeteiligten Zettel und Stift, um sich gegenseitig schriftlich abzusichern. Erleichtert fuhren wir schon nach wenigen Minuten mit ein paar Kratzern an der Stoßstange davon. Schließlich hatten wir ja noch etwas vor. Wir wollten zu einer Grillparty auf dem ehemaligen TEMPELHOFER FLUGPLATZ. Dort angekommen präsentierte sich eine wunderbare Kulisse, mehr noch, eine Faszination, die ich nicht recht beschreiben kann, die in mir aber den Eindruck hinterließ, es dabei bewenden zu lassen. Weil, manchmal vermögen tausend Worte doch nicht wiederzugeben, was man eigentlich sagen will. Nachdem ich abgefüllt war mit Würstchen und Irish Coffee, setzte ich mich bei Sonnenuntergang zwischen Hochbeete auf eine Bank. Ruhig betrachtete ich mitten auf dem Flugplatz die Silhouette der Stadt mit dem Fernsehturm und dachte dabei an die Ereignisse des Tages, insbesondere den Unfall zurück. Wie leicht und unkompliziert doch alles vonstattengegangen war. Zwei fremde Menschen hatten auf friedliche Art und Weise einen Konflikt gelöst. Sie hatten trotz unterschiedlicher Herkunft, Religion und Sprache einen Win-Win-Effekt, also ein für beide Seiten vorteilhaftes Ergebnis erzielt. Und sie waren am Ende lächelnd und mit einem Händedruck als Zeichen des Einvernehmens auseinander gegangen. Viele dieser und ähnlicher Situationen ereignen sich tagtäglich hier in Neukölln. Situationen und Ereignisse, in denen wir prima miteinander auskommen, uns achten und uns am Ende mögen. Stolz bin ich, meinte ich am späten Abend zuhause zu meiner Katze. Denn: Wir NeuköllnerInnen sind die Welt in kleiner Form und dabei doch um Vieles viel, viel größer. Und anschmiegsamer, erwiderte meine Katze, um es mir gleich darauf auch zu zeigen. Elke von Nebenan für den Kiez 275 Jahre Glaubensfreiheit in Rixdorf 3 Quartiersrat Richardplatz Süd Kurzbericht der 3.Sitzung vom In der dritten Sitzung des Quartiersrats ging es vorrangig um die Abstimmung über 10 Projektideen für den Quartiersfonds 3 sowie die Wahl der Quartiersratssprecherinnen und - sprecher. Zu Beginn der Sitzung wurden 10 Projektideen für den Quartiersfonds 3 von den jeweiligen Ideengebern vorgestellt, die zur Fortsetzung anstehen. Der Quartiersfonds 3 ist vorgesehen für mittelfristige Projekte mit einem Kostenrahmen von mehr als Euro. Im Anschluss stimmte der Quartiersrat über die Projektideen ab. Alle zehn Projekte Bildungsdreieck Richardkiez, 44 Kingz and Queenz, Freizeitangebote im Stadtteil, das Schmiedeprojekt Handwerk und Industrie, Gewaltprävention am Droryplatz, Spielend Sprache lernen, Kiezreportage, Imageförderung des Quartiers als Kunst- und Kulturstandort, die Lernwerkstatt an der Richard-Grundschule sowie das Gewaltpräventionsprojekt Cool bleiben Respekt zeigen wurden vom Quartiersrat befürwortet. Neben der Abstimmung über die Projektideen stand auch die Wahl der drei Quartiersratssprecherinnen und sprecher an. Gewählt wurden Frau Kepys, Herr Cherif und Herr Kummer. Die neue vorsitzende Quartiersratssprecherin ist Frau Kepys. Neukölln hat in den letzten Jahren nicht viel an ökonomischem Reichtum, dafür aber immer viel an kulturellem Reichtum gehabt, und es gilt, die kulturelle Vielfalt gerade jetzt in dem sozialen Wandel zum Nutzen der Menschen zu unterstützen, fordert Henning Vierck anlässlich der Pressekonferenz zu 275 Jahren Glaubensfreiheit in Rixdorf. Für ihn und die anderen Experten gibt es eine positive Tradition, die sich durch die Gründung des Böhmischen Viertels etablierte. Historisch betrachtet entstand in der Richardstraße durch die Ansiedlung böhmischer Glaubensflüchtlinge bereits 1737 eine Art kulturelles Stadtlabor, sagt Stadtplanerin Cordelia Polinna, deren Vorfahren vor zehn Generationen aus Tschechien nach Rixdorf umsiedelten. Zusammen mit anderen engagiert sie sich beim Kulturprojekt Glaubensfreiheit. Zum 275-jährigen Jubiläum startet die Initiative ab Juni eine historische und multikulturelle Veranstaltungsreihe. Stadtund Gartenspaziergänge, Konzerte, Lesungen und Vorträge sollen das Thema Glaubensfreiheit und Integration verdeutlichen. Die Böhmen können als historisches Beispiel für Migration und Integration in Berlin und vor allem in Neukölln betrachtet werden, betont Henning Vierck, Initiator des Projektes die Rolle der Böhmen für das heutige Neukölln. Viola Kennert, Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Neukölln, hört den Ort eine Geschichte erzählen, sie handelt vom Ankommen, vom Heimat-Finden, vom Sich-Arrangieren mit denen, die schon da sind. Integration und Zusammenleben wurde zwar Raum gegeben, aber konnte nicht angeordnet werden. Integration sei ein Stückchen Arbeit. Die Voraussetzung dafür sei, dass die Freiheit gewährt wird, den eigenen Glauben zu leben, zu gestalten und in die Gesellschaft einzubringen. Wenn das möglich wäre, würden Fremde zu loyalen Bürgern und Bürgerinnen, und das Zusammenwachsen von ganz Unterschiedlichen würde möglich, die Unterschiede würden aufgehoben, es entstünde etwas Neues. Wie Neues und Altes zusammenwirken können, zeigt die Politik, so will der Bezirk das Jubiläum nutzen, um das historische Flair des Viertels zu stärken: In diesem Jahr sollen entlang der Richardstraße die Gehwege verbreitert und mit einem historischen Reihenpflasterstein versehen werden. Es entstehen Straßen-verengungen, getreu dem Motto Tempo rausnehmen, erklärt der Neuköllner Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) - auf Neudeutsch auch entschleunigen. Pressegespräch zur275-jahrfeier in der Bethlehemskirche Pommes und Percussion Trommelunterricht an den Schulen Was ißt Du gerne?, fragt Rocco ein Kind. Ich liebe Pommes mit Ketchup, antwortet Bathul. Jetzt machen wir einen kleinen Rhythmus daraus. Auf der Trommel erklingt zur jeweiligen Silbe ein Beat: Ich lie-be Pom-mes mit Ketchup, sieben unterschiedlich betonte Silben werden zu einer kleinen Melodie. Bald kommt eine kleine Speisekarte zusammen, denn alle Kinder formulieren ein Essen und ein Lied. Jedes Kind soll sich einbringen, sei es durch eine Lieblingsspeise, sei es durch ein Wort aus der Heimatsprache, erklärt der Percussionist Kofi Rocco Rossbach seinen Anspruch. Heute bietet er seinen Trommelunterricht an der Adolf- Reichwein-Schule im Kiez an. Dabei geht es nicht darum, einmal wöchentlich auf die Pauke zu hauen, sondern darum, zu lernen auf den anderen zu hören. Der Unterricht wendet sich an Schulkinder an den drei Schulen im Kiez und wird vom Quartiersmanagement gefördert. Mal ist das Angebot in eine einwöchige Projektwoche eingebettet, mal wird es in den regelmäßigen, wöchentlichen Unterricht integriert, beschreibt Kofi Rocco Rossbach die unterschiedliche Herangehensweise an den jeweiligen Schulen. Hier an der Adolf-Reichwein-Schule arbeitet er mit einer Djembe als Percussionsinstrument. Die waren schon da, der Vorteil ist, dass alle die gleiche Trommel haben. Auch der eigene Körper wird als Instrument benutzt. Klatschen, Stampfen und die Stimme einzusetzen gehört dazu. Mit den heutigen Teilnehmern arbeitet er auf einen kleinen Auftritt hin: Zu unserem Ritterfest für die Grundstufe werden wir den anderen Kindern etwas präsentieren, ergänzt die Lehrerin. Bis zu dem Fest werden auf jeden Fall noch etliche Silben korrekt ausgesprochen und das dynamische Miteinander geübt. Schwerpunkt Sommer: Ferien, Freizeit und Fahrrad 4 Für Kinder ist es die schönste Zeit des Jahres: die Sommerferienzeit. Viele fahren in den Urlaub, andere bleiben in den Schulferien in Berlin. Wie lässt sich die Freizeit aktiv gestalten? Welche Angebote gibt es im Richardkiez für Groß und Klein? Unter dem Motto Ferien, Freizeit und Fahrrad stellen wir Ihnen auf den folgenden zwei Seiten Menschen und Projekte vor, die den Sommer bereits jetzt schon genießen oder tolle Pläne haben. Aktive Sommerferien auf dem Droryplatz Gemeinsames Kochen, gemeinsames Spielen im Kinderpavillon Ferien Foto: Andrea Wir fahren im Sommer weg. Wohin es geht, weiß ich nicht genau, aber auf jeden Fall an den Strand. Darauf freue ich mich schon sehr. Wir sind auch letztes Jahr an den Strand gefahren. Da kann man den ganzen Tag baden und schwimmen. Das macht mir viel Spaß. Zehra Tasci, eine Schülerin in der Klasse A2 der Löwenzahn- Schule Kahled Zaid, Schüler der Klasse A2 der Löwenzahn- Schule: Wir bleiben in den Sommerferien zuhause und werden nicht verreisen. Doch mein Cousin wird mich besuchen kommen. Mit ihm zusammen gehe ich oft auf den Sportplatz. Am liebsten spielen wir dort Fußball mit anderen Kindern. Ich bin jetzt im sechsten Semester und muss im Sommer vor allem meine Bachelorarbeit fertigschreiben. Wenn ich sie eingereicht habe, fahre ich mit meiner Freundin in den Strandurlaub, da kann man sich am besten entspannen. Unser Reiseziel ist Kroatien, wir werden mit dem Auto dorthin fahren und wahrscheinlich bei CouchSurfern unterkommen oder Zelten. Wir haben uns Kroatien überlegt, weil man dort sehr gut schnorcheln können soll. Außerdem wollen wir ein bisschen Wandern gehen und die Landschaft genießen. Ganz wichtig ist uns auch, dass wir die kroatische Küche ausprobieren. Maximilian Hamm (23), Student der HU Berlin Foto: Andrea Interviews aufgezeichnet von Andrea Schindel Foto: Andrea Foto: Werner Helmholz Auf dem Schulhof der Löwenzahn-Grundschule wird es auch in den Ferien wieder eine Reihe von Spielen und Aktionen geben. Das konkrete Programm für die jeweilige Woche, das auch von der Wetterlage abhängt, wird immer zu Wochenbeginn mit den Kindern und ihren Eltern abgestimmt. Bereits im siebten Jahr läuft das Projekt Sommerferien. Nicht nur während der Sommerferien betreuen pädagogische und ehrenamtliche Mitarbeiter des Kinderpavillons Kinder und Jugendliche mit Spielangeboten auf dem Droryplatz und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Bereits 2005 wurde Claudia Israel vom Jugendamt Neukölln mit der Betreuung des Droryplatz beauftragt, 2006 wurde dann der Kinderpavillon mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt gebaut. Seit fünf Jahren wird die pädagogische Arbeit vom Quartiersmanagement Richardplatz Süd untersützt. Viele Eltern hatten beklagt, dass ihre Kinder auf dem Droryplatz nicht unbehelligt spielen konnten, weil Gruppen Jugendlicher dort regelmäßig für Unruhe sorgten. Die Situation hat sich mittlerweile gebessert. Die Leute fühlen sich jetzt sicherer auf dem Platz. Es geht hier wesentlich friedlicher zu als früher, meint Werner Helmholz, der das Projekt von Anfang an aktiv mitgestaltet. Diese positiven Veränderungen erklärt er damit, dass der Pavillon sehr gut angenommen wird. Der Platz ist fast ständig bespielt und auch für die Eltern der Löwenzahn-Schule, besonders für die Mütter, entwickelte er sich zu einem beliebten Nachmittagstreffpunkt. Für viele ist der Droryplatz ein Ort für die Freizeit und die Ferien geworden, führt er weiter aus hebt die Highlights des diesjährigen Ferienprogramms hervor. Dieses Jahr steht zum Beispiel der Bau von eigenen Spielen an, die die Kinder dann nach Hause nehmen können. Bei den ebenfalls geplanten Ausflügen soll auch gelernt werden, wie U-Bahn und Bus-Pläne zu lesen sind, wie man auch kleine Reisen innerhalb der Stadt plant. Die Kinder sollen schöne Erinnerungen an ihre Ferien haben, auch ohne große Urlaubsreise, denn die können sich, ähnlich wie den Ferienpass, immer weniger Bewohner leisten. Damit die Sommerferien als gelungen gelten, gehört die große Abschlussfeier zum Ende der Ferien zum festen Bestandteil des Programms. Sommer und Ferien 5 Freizeit: Kochtheater die Stars sind die Kinder Am 7. Mai startete Marions Kochtheater Bereits beim zweiten Mal sind die Küche und der Speiseraum voll. Heute gibt es Pizza, freut sich der fünfjährige Cem. Er ist mit 10 weiteren Kindern dabei den Tisch zu decken, die Tomaten und Mozzarella zu schneiden und auch noch Namensschilder zu schreiben. Im Moment brauchen wir das noch, denn weder kenne ich die Kinder, noch kennen sich die Kinder untereinander, wir lernen uns alle hier kennen, beschreibt Marion Seifert die Ausgangssituation. Das Projekt Marions Kochtheater - Kochen in allen Lebenslagen ist ein kostenloses Kochangebot für Kinder zwischen 5 und 14 Jahren aus dem Richardkiez und wird mit Mitteln aus dem Quartiersfonds 2 der Sozialen Stadt unterstützt. Immer montags von 16:00 19:00 Uhr wird in den neuen Räumen von Zebus e.v. in der Schudomastr fleißig gekocht. Auf spielerische Weise zeigt Frau Seifert den Kindern, dass gesundes Essen auch gut schmecken kann und nicht teuer sein muss. Ernährung ist ein wichtiger Baustein des Projekts. Die Kinder lernen, selbstständig Gerichte herzustellen, Verantwortung zu übernehmen, Neues auszuprobieren. Gleichzeitig wird Raum geboten, spielerisch Sozialkompetenz zu erlangen, benennt die Projektleiterin ihre Prioritäten. Dies fängt beim pünktlichen Erscheinen an, geht über das Schreiben des Einkaufszettels bis hin zur Gestaltung der Tischdekoration. Das Finale ist aber nicht das gemeinsame Essen an einem großen und dekorierten Tisch, sondern das gemeinsame Aufräumen bildet den jeweiligen Tagesabschluß. Zu besonderen Terminen werden die Eltern eingeladen (Kinder kochen für Ihre Eltern), jetzt fangen wir aber erst einmal an sagt sie abschließend und verteilt schon wieder Aufgaben. In den Ferien sind auch zwei Ausflüge geplant. Im Herbst soll es dann einen neuen Kurs geben. Dabei scheint eine frühe Anmeldung sinnvoll zu sein, denn bereits jetzt müssen Freundinnen und Freunde auf einen späteren Termin vertröstet werden. Bernhard. Stelzl Ansprechpartnerin ist Marion Seifert, Tel.: Marion Seifert leitet an, die Kinder setzen um. Fahrrad: Kiezmobil für das Quartier Im Sommer wird das Kiezmobil für das Quartier einsatzbereit sein, meint Pepe, der im Moment noch daran schraubt. Das Kiezmobil ist ein Fahrrad-Anhänger-Gespann für den Transport. Anna Muni und Pepe hatten die Idee, dass es doch toll wäre, wenn sich Kiez- BewohnerInnen ein solches Transportmittel kostenlos ausleihen könnten. Dies wurde von Quartiersfondsjury für gut befunden und nun dementsprechend gefördert. Pepe baut aus verschiedenen Teilen nun das Lastenfahrrad. Das Kiezmobil besteht aus einem stabilen Fahrrad und einem Anhänger, der ebenfalls stabil sein muss, erklärt er. Die Stabilität ist deshalb notwendig, weil Kinder, Einkäufe, Hunde, Musikanlagen, Pflanzen, alles mit eigener Muskelkraft bewegt wird und sicher von A nach B gelangen soll. Anna meint: Dies ist für einen umweltbewussten Menschen eine echte Alternative zum Auto. Der Enthusiasmus der beiden rund um das Fahrrad ist bekannt. Bei Pepe ist es ja längst Profession, aber es geht um Möglichkeiten, die ein Rad auch der Nachbarschaft bietet, deshalb übernehmen sie die ganze Arbeit rund um das Verleihen ehrenamtlich. Die beiden Räder sind schon da: Das Kiezmobil ist im Entstehen Eine Kaution macht die Sache verbindlicher und wird nur bei mutwilliger Beschädigung, falls notwendig, für die Reparatur verwendet. Kosten zum Beheben von Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen werden auch durch willkommene Spenden gewährleistet. Am besten ist es jedoch, wenn jeder das Kiezmobil mit Sorgfalt benutzt, formuliert Pepe seinen Wunsch an die Nutzer. Wie funktioniert das Ausleihen? Schritt 1:Anfrage (inkl. Zeitraum der Ausleihe und Telefonnummer, damit schnell Kontakt hergestellt werden kann).tel. 030/ , 0176/ , Mail: Schritt 2: Zeitpunkt zur Abholung ausmachen und Rad bzw. Anhänger abholen: Technik und Seele in der Mareschstraße 16, Schritt 3: Rad bzw. Anhänger sauber zurückbringen und eventuell entstandene Mängel bekanntgeben Schritt 4:Nach Belieben Euros spenden, damit das Rad in Schuss gehalten wird Termine 6 Kinder & Jugend 44 Kingz & Queenz Streetdance für Mädchen (14 J. bis18 J.): Do 18 Uhr, im Szenenwechsel Holz-Workshop: Pfahlhüttenbau im Nachbarschaftsgarten, Bornsdorfer Str (U-Karl-Marx-Straße), Do 16:30 Uhr und anderntags (bei
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