Stadt Plettenberg. Haushalt PDF

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Stadt Plettenberg Entwurf Aufgestellt gem. 80 Abs. 1 GO NRW in der Fassung der Bekanntmachung vom (GV.NRW.S.666) in der aktuell gültigen Fassung Bestätigt gem. 80 Abs. 2 GO NRW in der Fassung
Stadt Plettenberg Entwurf Aufgestellt gem. 80 Abs. 1 GO NRW in der Fassung der Bekanntmachung vom (GV.NRW.S.666) in der aktuell gültigen Fassung Bestätigt gem. 80 Abs. 2 GO NRW in der Fassung der Bekanntmachung vom (GV.NRW.S.666) in der aktuell gültigen Fassung Plettenberg, Plettenberg, gez.: Groll Stadtkämmerer gez.: Schulte Bürgermeister Entwurf Fläche des Stadtgebietes: 96,26 km² Einwohnerzahl (Stand ) Inhaltsverzeichnis Seite Haushaltssatzung I Vorbericht II NKF Produktrahmenplan III Gesamtpläne: Ergebnisplan 1 6 Produkthaushalt nach Produktbereichen 11 Innere Verwaltung Sicherheit und Ordnung Schulträgeraufgaben Kultur und Wissenschaft Soziale Leistungen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Gesundheitsdienste Sportförderung Räumliche Planung und Entwicklung, Geoinformation Bauen und Wohnen Ver- und Entsorgung Verkehrsflächen und Anlagen, ÖPNV Natur- und Landschaftspflege Wirtschaft und Tourismus Allgemeine Finanzwirtschaft 293 Investitionsprogramm 301 Anlagen zum Haushaltsplan 1. Tiefbauprogramm 2. Hochbauprogramm 3. Übersicht Folgekosten 4. Stellenplan 5. Übersicht über die aus Verpflichtungsermächtigungen voraussichtlich fälligen Ausgaben 6. Übersicht über den voraussichtlichen Stand der Verbindlichkeiten zu Beginn des Haushaltsjahres 7. Bilanz des Vorvorjahres (hier 2014) 8. Übersicht über die Entwicklung des Eigenkapitals 9. Übersicht über den voraussichtlichen Stand der Bürgschaften zu Beginn des Haushaltsjahres 10. Übersicht nicht beeinflussbarer Aufwand 11. Übersicht über die Zuwendungen an die Fraktionen 12. Jahresabschluss Stadtwerke Plettenberg GmbH 13. Jahresabschluss AquaMagis Plettenberg GmbH 14. Jahresabschluss mehr - märkische energie und mehr GmbH 15. Jahresabschluss Elementerra GmbH 16. Jahresabschluss Vermögensverwaltungsgesellschaft der Stadt Plettenberg mbh I H A U S H A L T S S A T Z U N G der Stadt Plettenberg für das Haushaltsjahr 2018 Aufgrund der 78 ff. der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom (GV NRW S. 666), geändert durch Gesetz vom (GVNRW S 15), hat der Rat der Stadt Plettenberg mit Beschluss vom folgende Haushaltssatzung erlassen: 1 Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2018, der die für die Erfüllung der Aufgaben der Stadt voraussichtlich anfallenden Erträge und entstehenden Aufwendungen sowie eingehenden Einzahlungen und zu leistenden Auszahlungen und notwendigen Verpflichtungsermächtigungen enthält, wird im Ergebnisplan mit Gesamtbetrag der Erträge auf Gesamtbetrag der Aufwendungen auf im mit Gesamtbetrag der Einzahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit auf Gesamtbetrag der Auszahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit auf Gesamtbetrag der Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit auf Gesamtbetrag der Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit auf Gesamtbetrag der Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit auf Gesamtbetrag der Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit auf festgesetzt. 2 Der Gesamtbetrag der Kredite, deren Aufnahme für Investitionen erforderlich ist, wird auf festgesetzt. 3 Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen, der zur Leistung von Investitionsauszahlungen in künftigen Jahren erforderlich ist, wird auf festgesetzt. - 2-4 Die Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage aufgrund des voraussichtlichen Jahresergebnisses im Ergebnisplan wird auf 0 und die Verringerung der allgemeinen Rücklage aufgrund des voraussichtlichen Jahresergebnisses im Ergebnisplan wird auf festgesetzt. 5 Der Höchstbetrag der Kredite, die zur Liquiditätssicherung in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf festgesetzt. 6 Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden für das Haushaltsjahr 2018 wie folgt festgesetzt: 1. Grundsteuer a) für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) auf 290 v. H. b) für die Grundstücke (Grundsteuer B) auf 590 v. H. 2. Gewerbesteuer auf 450 v. H. 7 entfällt 8 Die Wertgrenze einzelner Investitionen in den Teilfinanzplänen im Sinne von 4 Abs. 4 Satz 2 Gemeindehaushaltsverordnung NRW beträgt Geringfügige oder regelmäßig wiederkehrende Beträge, die sich über zwei Abrechnungsperioden ausgleichen, sind im Jahresabschluss nicht abzugrenzen. Die Wertgrenze für Rechnungsabgrenzungspositionen beträgt Zwei Abrechnungsperioden gelten als ausgeglichen, wenn die Differenz kleiner als ist. 1. Budgets nach 21 Abs. 1 GemHVO 9 Zur flexiblen Haushaltsbewirtschaftung werden die Aufwendungen und die Auszahlungen je Produkt zu einem Budget verbunden und sind gegenseitig deckungsfähig. Ausnahme bilden die Aufwendungen der nachfolgend aufgeführten produktübergreifenden Budgets, sie werden nicht in die Budgets je Produkt aufgenommen. - 3 - Folgende Aufwendungen/Auszahlungen werden produktübergreifend zu jeweils einem Budget verbunden und sind gegenseitig deckungsfähig: 1. Zahlungswirksame Personal- und Versorgungsaufwendungen 2. Zahlungsunwirksame Personal- und Versorgungsaufwendungen 3. Aufwendungen aus Abschreibungen 4. Aufwendungen aus internen Leistungsbeziehungen, getrennt nach Aufwandsart 5. Lernmittel 6. Aufwendungen für städtische Kindergärten und Kindergärten freier Träger Alle Investitionsauszahlungen innerhalb eines Produktes werden zu einem Budget verbunden und sind gegenseitig deckungsfähig. Darüber hinaus werden produktübergreifend die Investitionsauszahlungen der Produkte Stadtentwässerung - und Planung, Bau, Unterhaltung von Verkehrsflächen, Ingenieurbauwerken und sonstigen Anlagen - zu einem Budget verbunden und sind gegenseitig deckungsfähig. 2. Unechte Deckungsfähigkeit nach 21 Abs. 2 GemHVO Zur flexiblen Haushaltsbewirtschaftung können Mehrerträge je Produkt zu entsprechenden Mehraufwendungen und Mehreinzahlungen zu entsprechenden Mehrauszahlungen führen, sofern die Einnahmen zweckgebunden sind (z.b. Zuwendungen) oder ein entsprechender sachlicher Zusammenhang besteht (z.b. Schadenersatzleistungen). 10 Über die Leistung von unabweisbaren über- und außerplanmäßigen Aufwendungen, Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen entscheidet gemäß 83 Abs. 1 GO NRW der Kämmerer bzw. der Bürgermeister bis zu einer Höhe von je Produktsachkonto. Dies gilt unabhängig davon, ob bereits vom Rat erhebliche Mehrausgaben genehmigt wurden. Diese Mehraufwendungen und -ausgaben werden dem Rat einmal jährlich zur Kenntnis gegeben. Erhebliche Mehraufwendungen und -ausgaben, d.h. über , bedürfen der vorherigen Zustimmung des Rates. Als nicht erheblich gelten grundsätzlich alle Mehraufwendungen, die keine Auszahlungen zur Folge haben, wie z.b. interne Verrechnungen, Zuführung zu Rückstellungen und Abschreibungen, sowie Mehraufwendungen und -ausgaben, die im Rahmen der Jahresabschlussbuchungen oder im Rahmen von Umbuchungen anfallen. Die gilt ebenso für alle Mehraufwendungen aufgrund von Abgängen von Vermögensgegenständen (Sachkonto 547), für die Erstattungszinsen bei der Gewerbesteuer und soweit sie sich aufgrund von Rechnungsabgrenzungen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Haushaltsjahren ergeben. 11 Im Stellenplan für Beamte und tariflich Beschäftigte angebrachte k.u.-vermerke (künftig umzuwandeln) haben die Wirkung, dass die Stellen bei Freiwerden herabzusetzen sind. Angebrachte k.w.-vermerke (künftig wegfallend) haben die Wirkung, dass die Stellen bei Freiwerden gestrichen oder verringert werden. Vorbericht Stadt Plettenberg - II - V o r b e r i c h t für das Haushaltsjahr 2018 Gliederung 1. Einleitung 2. Umstellung auf das Neue Rechnungswesen 3. Aufbau und Struktur des NKF-Haushaltes 4. Der Haushaltsausgleich im NKF 5. Haushaltssicherungskonzept (HSK) 6. Stärkungspaktgesetz 7. Fonds Deutsche Einheit 8. Gute Schule Allgemeine Rahmenbedingungen 10. Rückblick auf das Vorvorjahr / Haushaltsjahr Entwicklung des laufenden Haushaltsjahres Eckpunkte des Haushaltes Ergebnisplan Überblick Erläuterungen zu den Schwerpunkten bei den Erträgen Steuern und ähnliche Abgaben Zuwendungen und allgemeine Umlagen Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte Kostenerstattungen und Kostenumlagen Sonstige ordentliche Erträge Zu aktivierende Eigenleistungen Finanzerträge Erläuterungen zu den Schwerpunkten bei den Aufwendungen Personal- und Versorgungsaufwendungen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibungen Transferaufwendungen Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen Überblick Erläuterungen zu den Schwerpunkten bei den Einzahlungen Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit Einzahlungen aus Investitionstätigkeit Erläuterungen zu den Schwerpunkten bei den Auszahlungen Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit Auszahlungen aus Investitionstätigkeit Kredite Kredite für Investitionsmaßnahmen Kredite zur Liquiditätssicherung 12.3 Übersicht über die Entwicklung des Eigenkapitals 13. Schlussbemerkungen - II - 1. Einleitung Der Vorbericht soll einen Überblick über die Eckpunkte des vorzulegenden Haushaltsplanes geben. Er hat im Sinne des 7 der Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO) die finanzwirtschaftliche Entwicklung und die aktuelle Lage der Gemeinde darzustellen. Unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen für den gesamten ungszeitraum geht der Vorbericht hierzu auf die wesentlichen Ergebnis- und Finanzdaten ein. 2. Umstellung auf das Neue Rechnungswesen Die Stadt Plettenberg führt die Haushaltswirtschaft seit dem nach den Regeln des Neuen Kommunalen Finanzmanagements aus. Das kommunale Haushaltswesen in Plettenberg orientiert sich seither am sogenannten Drei-Komponenten-System, bestehend aus: 1. Ergebnisplanung /-rechnung 2. ung /-rechnung 3. Bilanz Der Ergebnisplan und der stellen die wesentlichen Instrumente zur Steuerung des Ressourceneinsatzes dar. Während der Ergebnisplan die Aufwendungen und die Erträge einer Periode enthält (zu vergleichen mit Gewinn- und Verlustdarstellung in der Privatwirtschaft), so beschäftigt sich der mit den Ein- und Auszahlungen einer Periode (zu vergleichen mit dem liquiditätsbezogenen kameralen Zahlenwerk vor NKF). Die Bilanz ist zentrales Element des NKF-Jahresabschlusses. Sie stellt zum Bilanzstichtag (31.12.dJ.) das Vermögen und dessen Finanzierung dar. Planbilanzen sind nicht aufzustellen, da die Bilanz nicht Bestandteil der kommunalen Haushaltsplanung im NKF ist. Die Rechnungslegung geht schließlich in Form der Ergebnisrechnung als Jahresüberschuss /- fehlbetrag in das bilanzielle Eigenkapital und in Form der Finanzrechnung als Saldo der Finanzmittel in das bilanzielle Umlaufvermögen (Kassenbestand) ein. - II - 3. Aufbau und Struktur des NKF-Haushaltes Das Land NRW hat aus Gründen der Vergleichbarkeit für alle Kommunen 17 Produktbereiche festgelegt. Der Haushalt der Stadt Plettenberg berücksichtigt aufgrund der örtlichen Aufgabenstellungen hiervon 16 Produktbereiche. Die unterhalb der Produktbereiche liegenden Ebenen sind individuell gestaltbar. Hieraus resultierend gliedert sich der NKF-Haushalt der Stadt Plettenberg in 16 Produktbereiche 59 Produktgruppen 93 Produkte. Grundlage für die Untergliederung sind finanzstatistische Merkmale. Die zahlenmäßige Darstellung des Haushaltsplanes der Stadt Plettenberg erfolgt derzeit auf der Ebene der Produkte. Pflichtig ist die Darstellung zumindest auf Produktbereichs-Ebene. Im Haushaltsplan sind bei einigen Produkten erste Kennzahlen von der Verwaltung aufgeführt und mittlerweile auch im Zeitvergleich fortgeschrieben worden. Die kontinuierliche Erweiterung und die strukturierte Weiterentwicklung des Informationswesens sind ausdrücklich anzustreben. 4. Der Haushaltsausgleich im NKF Im NKF bezieht sich der Haushaltsausgleich nicht mehr auf die Sicherung des Geldbestandes, sondern auf den Substanzerhalt. Dieser wird vom Ressourcenaufkommen (Erträge) und vom Ressourcenverbrauch (Aufwendungen) bestimmt. Der Haushalt ist ausgeglichen, wenn der Gesamtbetrag der Erträge die Höhe des Gesamtbetrages der Aufwendungen erreicht oder übersteigt ( 75 Abs. 2 S. 2 GO). Spezifisch ist die Fiktion des Haushaltsausgleiches durch die Ausgleichsrücklage. Der Haushalt gilt als ausgeglichen, wenn der Fehlbedarf im Ergebnisplan und der Fehlbetrag in der Ergebnisrechnung durch Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage gedeckt werden können ( 75 Abs. 2 S. 3 GO). Die Ausgleichsrücklage ist Bestandteil des Eigenkapitals. Die Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage ist in 4 der Haushaltssatzung auszuweisen. Der Haushalt ist nicht ausgeglichen, wenn das Eigenkapital über die Ausgleichsrücklage hinaus verringert wird: Folge: Genehmigungspflicht zur Verringerung der allgemeinen Rücklage, Genehmigung unter Bedingungen und mit Auflagen durch die Kommunalaufsicht möglich. Bewertung für Plettenberg: Das städtische Eigenkapital enthält keine Ausgleichsrücklage mehr. Diese ist durch die Ausbuchung von Fehlbeträgen aus Vorjahren vollständig in Anspruch genommen worden. Im ist der weitere Verzehr des Eigenkapitals (in Form der allgemeinen Rücklage) - II - vorgesehen. Insofern ist der der Stadt Plettenberg nicht ausgeglichen. Die Pflicht zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes ergibt sich derzeit nicht. 5. Haushaltssicherungskonzept (HSK) Die Pflicht zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes besteht unter folgenden Voraussetzungen ( 76 Abs. 1 GO): oder oder - Die allgemeine Rücklage (= der Restposten Eigenkapital) verringert sich innerhalb eines Jahres um mehr als ¼, - in zwei aufeinander folgenden Jahren wird eine Verringerung der in der Schlussbilanz des Vorjahres ausgewiesenen allgemeinen Rücklage geplant (beachte Bagatellgrenze 1/20 der allgemeinen Rücklage), - innerhalb des Zeitraumes der mittelfristigen Ergebnis- und ung wird die allgemeine Rücklage aufgebraucht. 6. Stärkungspaktgesetz Der Landtag hat in seiner Sitzung am das Gesetz zur Unterstützung der kommunalen Haushaltskonsolidierung im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen (Stärkungspaktgesetz) beschlossen. Das Land stellt Gemeinden in einer besonders schwierigen Haushaltssituation Konsolidierungshilfen zur Verfügung. Die Kommunen beteiligen sich an der Finanzierung der Konsolidierungshilfen. Ziel ist es, den Gemeinden in einer besonders schwierigen Haushaltssituation den nachhaltigen Haushaltsausgleich zu ermöglichen. In gesetzgeberischen Stufen wurde der Kreis der Zahlungsempfänger für die kommunale, jährliche Unterstützung in Höhe von 91 Mio. zunächst erweitert. Nach dem Regierungswechsel in NRW entfällt letztlich die Finanzierungsbeteiligung der Kommunen. Mit der Zahlungsverpflichtung von Solidaritätsumlagen ist deshalb ab dem Jahr 2018 nicht mehr zu rechnen. Bewertung für Plettenberg: Plettenberg erhält keine Schlüsselzuweisungen vom Land und ist damit nachhaltig abundant im Sinne des Stärkungspaktgesetzes. Insofern wurden hier zur Unterstützung der Stärkungspaktkommunen ab dem Jahr 2014 Zahlungen von Solidaritätsumlagen in Höhe von insgesamt 4,3 Mio. fällig. Der Stärkungspakt war mit seiner Solidaritätsumlage ursprünglich bis zum Jahr 2022 geplant. Die bisher in der ung der Folgejahre vorgesehene II Belastung (aus dem Haushalt 2017 in Höhe von jährlich 1,5 Mio. ab dem Jahr 2018) entfällt und führt zu einer spürbaren Entlastung des Haushaltsergebnisses. 7. Fonds Deutsche Einheit Der Fonds Deutsche Einheit ist ein ehemaliges Sondervermögen des Bundes. Er wurde mit dem Ziel eingerichtet, den neuen Bundesländern bis zu deren Einbeziehung in einen gesamtdeutschen Finanzausgleich (ab Januar 1995) Zuweisungen zur Deckung ihres allgemeinen Finanzbedarfs zu gewähren. Das Gesamtvolumen des Fonds wurde zunächst auf 115 Mrd. DM begrenzt. Hiervon sollten jeweils 85 Prozent direkt in die neuen Bundesländer transferiert werden und 15 Prozent dem Bund zur Erfüllung zentraler Aufgaben in Ostdeutschland verbleiben. Mit dem Haushaltsbegleitgesetz 1991 verzichtete der Bund auf seinen Anteil an den Fondsmitteln. Die Finanzierung erfolgte durch eine Nettokreditaufnahme von 95 Mrd. DM, der fehlende Betrag zum Gesamtvolumen von 115 Mrd. DM wurde durch Zuweisungen aus dem Bundeshaushalt gedeckt. Entgegen der ursprünglichen Planung wurde der Fonds von 1992 bis 1994 um insgesamt 45,7 Mrd. DM aufgestockt. Die Aufstockung des Fonds wurde durch die Mehreinnahmen der Umsatzsteuererhöhung, aus dem Aufkommen des Zinsabschlags und durch haushaltsfinanzierte Beiträge des Bundes und der alten Länder finanziert. Seit 1995 ist der Fonds Deutsche Einheit ein reiner Tilgungsfonds, dessen Schuldendienstverpflichtungen sich Bund, alte Bundesländer und deren Gemeinden teilen. Der Bund hatte zu Beginn 2005 die Verbindlichkeiten des Fonds als Mitschuldner übernommen, die in den Bundeshaushalt integriert worden sind, die Schulden des Fonds werden seit 2006 nicht mehr separat aufgeführt. II Der Fonds wird mit Ende des Jahres 2019 aufgelöst, wobei alle Vermögen und Verbindlichkeiten dem Bund übertragen werden. Bewertung für Plettenberg: Plettenberg zahlt entsprechend des tatsächlichen Gewerbesteueraufkommens im Zuge der Erhöhung der Gewerbesteuerumlage jährlich seinen Beitrag für die Abwicklung des Fonds Deutsche Einheit. Nach geltendem Bundesrecht enden diese Umlagen-Erhöhungen zum Auch die bisherigen Orientierungsdaten für die mittelfristige Ergebnis- und ung der Gemeinden und Gemeindeverbände des Landes Nordrhein-Westfalen weisen diese Minderbelastung bei der Gewerbesteuerumlage aus. Im Jahr 2019 wird der Umlagebetrag für den Fonds Deutsche Einheit noch mit rund 1,6 Mio. Euro geplant. Insofern wird die hiesige Haushaltswirtschaft ab dem Jahr 2020 um diesen Betrag bei der Gewerbesteuerumlage entlastet. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Minderbelastung bei der Gewerbesteuerumlage ab 2020 zu einer Steuerkrafterhöhung ab dem Jahr 2021 führen und somit Bestandteil der Umlagegrundlagen für die Berechnung der Kreisumlage wird. Plettenberg profitiert durch das Einheitslastenabrechnungsgesetz (ELAG) jährlich von Erstattungen aus Überzahlungen, die sich letztlich noch für das Schlussjahr 2019 bis in das Jahr 2021 hinziehen werden. Auch diese Erstattungsbeträge nach ELAG erhöhen systembedingt allerdings die Steuerkraft, werden damit ebenfalls Bestandteil der Umlagegrundlagen für die Berechnung der Kreisumlage. Die Höhe der Erstattungen ist schwer kalkulierbar, sie bewegten sich in den letzten Jahren aber auf einem sehr hohen Niveau. 8. Gute Schule 2020 Das Land NRW hat gemeinsam mit der NRW.BANK das Programm Gute Schule 2020 zur Stärkung der Schulinfrastruktur in NRW mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. aufgelegt, das ab dem Jahr 2017 startete. Ziel der gesetzlichen Grundlage ist die Finanzierung kommunaler Investitionen in die Sanierung, die Modernisierung und den Ausbau der kommunalen Schulinfrastruktur. Den Kommunen stehen hierfür in den Jahren 2017 bis 2020 Kreditkontingente zur Verfügung, die sich je zur Hälfte nach der Höhe der Schlüsselzuweisungen nach den Gemeindefinanzierungsgesetzen der Jahre 2011 bis 2015 und nach der Höhe der Schul- /Bildungspauschale nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) 2016 bemessen. Den gesamten Schuldendienst aus Tilgung und aus eventuell anfallenden Zinsen für die von den Kommunen aufgenommenen Krediten übernimmt das Land. Bewertung für Plettenberg: Plettenberg hat jeweils für die Jahre 2017 bis 2020 einen Anspruch auf Kreditgewährung in Höhe von rund Die städtische Haushaltsplanung sieht die ergebnisneutrale, konsumtive Verwendung der Mittel vor. Insofern werden die jährlich anfallenden Aufwendungen Gute Schule 2020 durch verbuchte Erträge ( Schuldendiensthilfe ) ausgeglichen. Die gleichermaßen einzustellende Forderung gegenüber dem Land wird entsprechend der Schuldendienstleistung des Landes aufgelöst. In Summe fließen über das Programm Gute Schule 2020 rund 1,2 Mio. in die örtliche Schulinfrastruktur, ohne den städtischen Haushalt zu belasten. II 9. Allgemeine Rahmenbedingungen Ende März 2017 hat das Statistische Bundesamt positiv anmutende Daten zur Lage der Kommunalfinanzen zum Stichtag mitgeteilt. Danach wiesen die Kern- und Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland ohne Stadtstaaten im Jahr 2016 einen Überschuss von rund 5,4 Mrd. aus. Dieser lag laut vierteljährlicher Kassenstatistik um 2,2 Mrd. höher als im Vorjahr. Diese gesamtdeutschen Zahlen sind mit Blick auf die nordrhe
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