Tiefenpsychologische Interventionen

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Tiefenpsychologische Interventionen 1 von 36 Tiefenpsychologische Interventionen VL 1: Das Unbewusste LERNZIELE - Kenntnisse über die Ideengeschichte des Unbewussten. - Kenntnisse über Freuds Modell des
Tiefenpsychologische Interventionen 1 von 36 Tiefenpsychologische Interventionen VL 1: Das Unbewusste LERNZIELE - Kenntnisse über die Ideengeschichte des Unbewussten. - Kenntnisse über Freuds Modell des Unbewussten/ Vorbewussten und Bewussten. - Kenntnisse über die erste Topik des psychischen Apparats. - Vertiefung der Fähigkeiten/Fertigkeiten, unbewusste Vorgänge und Inhalte spielerisch wahrzunehmen. Generelles - pro Sekunde strömen ca. 11 Mio Reize auf den Menschen ein - Über die Unbewusste Analyse gelangen einige Dinge direkt ins Kurzzeitgedächtnis, andere werden über Kognitionen, Emotionen und Verhalten verarbeitet - nur 10-20% ist bewusst % ist unbewusst - dazwischen liegen Abwehrmechanismen um bspw. Angst zu bewältigen Ideengeschichte - Platon: Seelenlehre. Annahme einer substanziellen, immateriellen & unsterblichen Seele. Seele ist bereits vor Zeugung & Geburt vorhanden und verfügt über unbegrenztes Wissen. Nach der Geburt verdunkelt sich das Wissen, ist aber potentiell weiter zugänglich ( maieutische Fragemethode) - Leibnitz: Petites Perceptions. Die Seele ist nie ohne unbewusste Vorstellungen, jedoch können diese unmerklich sein. - Kant: Dunkle Vorstellungen als größte Ausbreitung auf der Karte des Gemüts. Unbewusstes als Schöpfungsreservoir der (genialen) Kreativität - Unmündigkeit: Unvermögen sich seines Verstandes ohne Anleitung zu bedienen - selbstverschuldete Unmündigkeit: Es liegt kein Mangel des Verstandes vor, sondern ein Mangel an Mut sich des Verstandes ohne Anleitung zu bedienen - Schelling: Weltseele. Romantische Gesamtschau von Mensch & Natur als Emanationen einer universellen Weltseele. Einführung des Begriffs des Unbewussten in philosoph. Diskurs. - Nietzsche: Nachgelassene Fragmente. Offenlegung des unbewussten Grunds der Moral. Leibliches & psychophysologisches Unbewusstes (keine lebendige Kraft). Bejahung des unbewussten Willens. Suche nach einer Sprache die zur Bewusstmachung hilfreich ist Freuds erster Entwurf des psych. Apparats - Ψ Psi: Unbewusste repräsentationale Prozesse im Vorderhirn mit Gedächtnisspeicher. Aufgabe: Verbindung von Triebwünschen mit äußeren Objekten zur Befriedigung - ϕ Phi: Hirnmantel erhält Input von sensorischer Peripherie. Kernbereich erhält Input aus dem Inneren des Körpers. - ω Omega: Bewusster Bereich des Hirns. Ist am motorischen Ende des psychischen Apparates lokalisiert. Intensive Triebwünsche stellen ein Unlustgefühl her, motorische Abfuhr ein Lustgefühl. Tiefenpsychologische Interventionen 2 von 36 Traumdeutung Das Unbewusste bei Freud Verdrängung Urverdrängung - psychische Tätigkeit geht von inneren oder äußeren Reizen aus und endet in Innervationen - sensibles Ende: System, das die Wahrnehmungen empfängt - motorisches Ende: Öffnung der Schleusen aktiven Bewegung - von Wahrnehmungen bleibt Erinnerungsspur im psychischen Apparat. Die Funktion, auf die sich diese Spur bezieht ist das Gedächtnis. - Traumarbeit mit manifester Traumerzählung als unbewusste Verschlüsslung von Wunsch und Abwehr - Deutung des latenten Trauminhaltes: Bewusste Entschlüsselung & Inhalts-/ Widerstandsdeutung - topischer & dynamischer Begriff - seelischer Ort mit System von Inhalten, Mechanismusen und einer spezifischen Energie - Regulierung nach Lust-/ Unlustprinzip - Primärprozesse: sofortige Befriedigung des Triebwunsches Betrifft deklarativ-autobiografische Inhalte. Möglichkeit unangenehmes aktiv ausserhalb des Bewusstsein (und somit im Unbewusstsein) zu halten um mentales und emotionales Funktionieren zu ermöglichen Erfahrung ist nie bewusst gewesen. Betrifft implizite nicht-deklarative Inhalte Verbindung von Freuds Topik mit Kants Ideen: Es Dunkle Vorstellungen Bewusstwerdung Ich Ausgang aus selbst verschuldeter Unmündigkeit Freiheit Vertikale Metaphorik Horizontale Metaphorik Seelischer Apparat als dreifach geschichteter Raum Horizontale Entfaltung des Raumes mit projektiere Identifizierung (Unbewusste Teile des Selbst wandern in den Anderen.) Erste Topik Zweite Topik - Unbewusstes: aus dem Bewussten verdrängte Inhalte die sich in psychischen & physischen Symptomen äußern können. - Vorbewusstes: Inhalte die aktuell nicht bewusst sind, aber grundsatzlich zugänglich sind können bei gezielter Aufmerksamkeit abgerufen werden - Bewusstes: Inhalte können willentlich in Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und beiseite gelegt werden - Triebe als Großteils unbewusst, jedoch auch vorbewusst. - Es - Ich - Über-Ich Tiefenpsychologische Interventionen 3 von 36 VL 2: Entwicklung der Triebtheorie Lernziele: - Kenntnisse der ersten Triebtheorie und heutiger Ergänzungen - Kenntnisse der Phasen der frühen Ich- und Sexualentwicklung aus psychoanalytischer Sicht Das Konzept des Unbewussten & die Triebtheorie als Grundpfeiler des psychoanalytischen Verständnisses. Sie bilden zusammen eine Theorie der drängenden Phantasien/ Konflikte/ Wünsche des Menschen. Diese finden vor allem Ausdruck in Sexualität und Aggression, sowie dem Streben nach Selbstbehauptung Ausgangspunkt Erste Triebtheorie Zweite TT Theorie der psychosexuellen Entwicklung, nach der die Libido in Gestalt von Partialtrieben verschiedene Entwicklungsphasen durchläuft - Triebdualismus: Sexualtrieb (Ichtrieb) vs. Selbsterhaltungstrieb - Freuds Ziel: naturwissenschaftliche Psychologie - Mit Einführung des Narzissmus werden Sexual- und Selbsterhaltungstriebe einer gemeinsamen libidinösen Quelle zugeordnet: Ich-Libido vs. Objektlibido - Konzept der Triebe befasst sich mit leidenschaftlichen Wünschen/ Phantasien/ Gefühlen die im Kontakt mi Aussenwelt Befriedigung & Erfüllung finden : Gegenüberstellung von Eros vs. Thanatos Erste Triebtheorie Primärvorgang Sekundärvorgang Lustprinzip (Sexualtriebe) Realitätsprinzip (Ichtriebe) Sexualtriebe Physiologisches Trägheitsprinzip der Neuronen Ziel: System reizlos halten Regulationssystem leistet Widerstand gegen Abfuhr überschüssiger Energie psychischer Apparat kann eine gewisse Erregungsmenge ertragen. Bindung von Energie und Hemmung des Primärvorgangs Triebquelle in körperlicher Reiz als Form eines Unlust bereitenden Spannungszustandes. Triebziel ist Aufhebung des Spannungszustandes am Objekt/ mit der Hilfe eines Objektes, welches mit Lustgefühl verbunden ist Triebbefriedigung - Logik des Primärprozesses ist mit Lustprinzip verbunden. Erscheint willkürlich, da Vorstellungen ohne Rücksicht auf Alltagslogik/ Gegebenheiten verknüpft/ verändert werden Plädiert angesichts äußerer Bedingung für Umwege bei Verfolgung des Triebziels. Aufschub der unmittelbaren Befriedigung - Verbunden mit Sekundärprozess: Es herrscht Alltagslogik mit Orientierung an äußerer Realität Fähigkeit Triebbefriedigung auf Gegebenheiten der Wirklichkeit abzustimmen - Ziel: Organlust - Bei erstem Auftreten lehnen sie sich zunächst an Ichtriebe (Selbsterhaltungstriebe) an - Nach Synthese treten sie in den Dienst der Fortpflanzungsfunktion Tiefenpsychologische Interventionen 4 von 36 Weitere Bestandteile - Drang eines Triebs: motorischer Moment/ Summe von Kraft/ Maß der Arbeitsanforderung - Trieb: psychische Repräsentanz eines aus dem Innern stammenden somatischen Reizes, der in die Seele gelangt - Quelle des Triebes: Körperlicher Reiz-/ Spannungszustand der mit Unlust einhergeht - Triebziel: Aufhebung der Spannung kam Objekt Lustgefühl - Objekt des Triebes: variabelste Einheit. Kann im Laufe der Lebensschicksale beliebig oft gewechselt werden. Nicht notwendigerweise ein fremder Gegenstand, kann auch Teil des eigenen Körpers sein - Psychische Repräsentanz: Vorstellung + zugehöriger Affekt Fixierung Sublimierung Regression Partialtriebe Widerstand Libido Sexuelle Perversionen Festhalten an Erfahrungen/ Triebwünschen/ Befriedigungsformen einer bestimmten Entwicklungsstufe der Libido Umwandlung der Libido in sozial nützliche Errungenschaften Rückkehr der Libido auf frühere, bereits erreichte Entwicklungsstufen Triebkomponenten, aus denen ein Trieb besteht und die im normalen Sexualleben integriert sind Psychosexuelle Entwicklung wird durch Verhältnis Widerstand/ Partialtrieb bestimmt - Dynamische Äußerung des Sexualtriebes - Energiesubstrat der Umwandlung des Sexualtriebes im Hinblick auf Objekt/ Ziel/ Quelle der Erregung - Orgasmus wir mit nicht gegengeschlechtlichen Partnern oder anderen als Genitalzonen erreicht - Orgasmus ist an äußere Bedingungen geknüpft - Anlage zu Perversionen als Teil der normalen Konstitution Infantile Sexualität Grundlage Verführungstheorie - ist Spiel der Partialtriebe unterworfen. - eng an Vielffalt der erogenen Zonen geknüpft - Infantile Amnesie verhindert Erinnerung an frühkindliche Sexualität bestimmen spätere psychosexuelle Entwicklung LJ: infantile Sexualregungen können gut beobachtet werden. In nachfolgender LAtenzperiode wird Energie eingedämmt und anderweitig verwendet - Eltern richten unbewusste sexuelle Botschaft an Kind Verführung - Sexualität des Kindes wird geweckt. Teile der Botschaft & kindlichen Reaktion verdrängt - primäre Bindung wird durch (unbewusste) Verführung der Erwachsenen beeinflusst Tiefenpsychologische Interventionen 5 von 36 Erste Triebtheorie heute Grundlage Erogene Zonen Autoerotismus Objektfindung - Wiege der infantilen Sexualität ist primäre Bindung - Grundlage der Bindung ist ein organischer & wechselseitiger Dialog - Dialog dient Affektregulierung - sichere Bindung: Mutter spiegelt/ deutet/ symbolisiert & übersetzt Bedürfnisse des Kindes. - Entkopplung von Bedürfnis und Befriedigen schafft den Raum, in dem sich psychisches Erleben entfaltet (inkl. Vorstelungen/ Phantasien/ Affekten) Jede beliebige Haut-/ Schleimhautstelle kann eine erogene Zone darstellen - Affekte, die mit Befriedigung von Körperbedürfnissen auftauchen und dann im Überschuss bestehen. Diese sind nicht (wie Bedürfnisse) an andere gerichtet. - Kind kann diese Affekte vermehrt an sich selbst erzeugen. - Erogene Zonen sind Übergangszonen. Sie sind intersubjektiv & subjektiv Mit wiederholter Befriedigungserfahrung (und des Versagens) ist allmählich die Unterscheidung Objekt vs. Befriedigungsakt möglich Aufbau einer konstanten Besetzung. Liebe für andere möglich. Phasen der frühen Ich- und Sexualentwicklung Partialtriebe Polymorph pervers Autoerotisch entsprechen nach Freud den Phasen oral, anal, phallisch bezogen auf Beziehung zum Triebziel & Triebobjekt oraler Partialtrieb löst sich vom primären Objekt der Befriedigung und wird selbstständig. Erst dann wird er auf fremdes Objekt gelenkt und findet Objekt Lustvolle Erfahrung Art & Funktion der Befriedigung Ich-Entwicklung Orale Phase (1LJ) durch Erregung der Mundhöhle & Lippen a) vorambivalent/ autoerotisch (saugen) b) oral-sadistisch (beißen) - Urvertrauen/ Bindung - noch keine Selbst- Objekttrennung Anale Phase (2-3 LJ) Defäkationsfunktion a) anal-sadistisch (ausstossen/ vernichten) b) anal-sadistisch (behalten/ beherrschen) - Autonomie vs. Abhängigkeit - Trotzphase - Zwanghaftigkeit Genitale Phase (4-6LJ) Exploration eigener & fremder Geschlechtsteile. a) Objektliebe mit Genitalausschluss b) genitale Objektliebe Ausbildung Geschlechtsidentität Tiefenpsychologische Interventionen 6 von 36 Lustvolle Erfahrung Art & Funktion der Befriedigung Ich-Entwicklung Latenzphase (6-10LJ) Integration aller Regionen Begierde, Wissensdurst Regression auf vorherige Stufen - Persönlichkeitsreifung - Festigung Geschlechtsidentität VL 3: Der neurotische Konflikt I Kenntnisse der 3 psychoanalytischen Konfliktmodelle nach Mertens - Ich kann die Grundannahme des neurotischen Konfliktes bei Freud erklären und an einem klinischen Beispiel darstellen. - Ich kann den Vorgang der Konversion erklären. - Welche Bedeutungen haben die psychosexuellen Entwicklungsebenen oral und anal? Wann in der Entwicklung treten diese Phasen ungefähr auf, mit welchen Fertigkeiten / Bedürfnissen sind sie verbunden. - Wie kommt es zur Ausbildung von Konflikten, welche der oralen oder analen Phase zugeordnet werden können - Was ist der depressive Grundkonflikt? Welches sind die beiden Modi? - Welche Tendenzen spielen bei der Ausbildung einer Zwangsstörung eine wichtige Rolle? Ich kenne die 4 Abwehrformen der Zwangsstörung. Konflikt Trauma - Triebimpulse erscheinen dem Überich (als Kontrollinstanz) bedrohlich - Abwehr: Verdrängung - Symptom: Kompromiss zwischen Hinweis auf Triebwunsch und Abwehr - Konversionsymtom: Übersetzung eines psychischen Inhaltes in ein körperliches Symptom Zeitlich einmalige oder kumulative überwältigende Erfahrung die sich in Kindheit negativ auf psych. Entwicklung auswirkt und zu erhöhter Vulnerabilität führt ( komplexe Traumafolgestörung). Im Erwachsenenalter führen die Erfahrungen zum Einbruch traumatischer Erinnerung bei erhaltener Ich-Struktur ( PTBS). - Abwehr: Spaltung/ Dissoziation. - Folgen: Einschränkungen/ Entwicklungsverzögerungen im Bereich wichtiger kognitiver/ sozioemotionaler Kompetenzen narzisstische Form des Selbstschutzes Psychoanalytische Konfliktmodelle Triebkonflikt-Modell Entwicklungs-Defizit- Modell dynamisch triebhaft Unbewusstes bildet sich auf Grund von konflikthaften Erfahrungen, die im Leben eines Kindes und weitgehend unabhängig vom Ausmaß der elterlichen Empathie und elterlicher Konflikte auftreten Konflikte des Kindes entstehen überwiegend durch pathologisch narzisstische Bedürfnisse der Eltern gravierende Empathiemängel der Eltern führen zu konfliktreichen inneren Welt Verdrängung und Verleugnung Konflikte sind somit nicht ubiquitär, sondern treten nur auf, wenn Eltern schwerwiegende Pathologie aufweisen Tiefenpsychologische Interventionen 7 von 36 Beziehungskonflikt- Modell Konflikte entstehen durch Nichtübereinstimmung kindlicher & elterlicher Wünsche. Kindliche Wünsche sind biologisch vorgegeben, entstehen aber auch in Auseinandersetzung mit bewusster & unbewusster Wunschwelt der Erwachsenen Neurotischer Konflikt Grundannahme Metapsychologie Neurotischer Konflikt - unbewusster Konflikt ist immer an infantile Triebregungen/ Entwicklungsstufen der infantilen Psychosexualität gebunden - abhängig von den Entwicklungsstufen treten im Zusammenhang mit spezifischen Entwicklungsaufgaben spezifische Entwicklungskonflikte auf - Inadäquate Konfliktlösung: Verdrängung ins Unbewusste Spätere lebensgeschichtliche Konstellationen können den unbewussten Konflikt aktivieren - Dem Konflikt liegen Ambivalenz von Wünschen und Anforderungen des Gewissens und des idealen Selbst zugrunde. - Topische Ebene (Instanzenkonflikt): Konflikt zwischen Systemen (Bewusst, Unbewusst) oder Instanzen (Es, Ich, Überich) - Ökonomisch-dynamische Ebene (Triebkonflikt): Konflikt zwischen versch. Trieben - Unlösbare Konflikte der Gegenwart, lassen sich meist auf in Kindheit entstandene Konflikte zurückführen. Diese Konflikte manifestieren sich als unbewusste Übertragungskonflikte in Beziehungen - Neurotischer K.: alle Versuche der Konfliktbewältigung sind gescheitert - Körpersymptom: Ausdruck einer überstarken Erregung. Abwehr einer unerträglichen Vorstellung. Kompromiss zwischen Wunsch & Abwehr - Konversionssymptom: Körperliche Darstellung einer verdrängten Phantasie. Kompromiss zwischen Wunsch & Abwehr. Konversion als Fähigkeit der Interaktion zwischen Körper und Seele Bedeutung der Ebenen Orale Ebene Anale Ebene - Wohlbefinden nur in Interaktion mit Pflegeobjekt möglich: hohe Abhängigkeit - Urvertrauen - Urmisstrauen - Narzisstische Spiegelung & Anfänge der Mentalisierung durch Spiegelung affektiver Prozesse - Grundlage für Umgang mit späteren Liebespartnern - Bsp: Der Depressive hängt den Dingen nach die er nicht bekommen kann. Wunsch nach Versorgung & Geborgenheit führen zu Abhängigkeit vom Objekt. Orale Wünsche sind voller Gier, da sie ursprünglichen Mangel überdecken müssen - Kontrolle über Behalten/ Hergeben/ Festhalten/ Loslassen - Autonomie vs. Objektabhängigkeit - Charaktertyp: Ordentlich, Sauber, Trotz, Hartnäckig, Sparsam, Erfolgreich in leistungsorientierter Kultur - Bsp.: Ängste im Rahmen des Zwangs sind durch Schuldgefühle & Gewissensängste bedingt. Zwänge lenken von ursprünglichen Ängsten und Gefühlen ab und helfen bei Beherrschung Tiefenpsychologische Interventionen 8 von 36 Abwehrformen bei Zwangsstörungen Reaktionsbildung Ungeschehenmachen Isolation Sublimieren Ausbildung einer Verhaltensweise die der Bedeutung des verdrängten Wunsches entgegengesetzt ist und als Reaktion auf diesen gebildet wird. Gegenbesetzung zeichnet sich aus durch Rigidität, Übertreibung, Zwanghaftigkeit (z.b. Lust am Schmutz wird zu Ekel) - Magische Handlungen & Zwangsrituale - Zweizeitige Zwangshandlung: Handlung wird durch zweite Handlung aufgehoben/ rückgängig gemacht - Bedeutung oder Konsequenz eines Verhaltens muss vermindert/ aufgehoben werden Isolation eines Gedankens/ Verhaltens durch Unterbrechung der Verbindung mit anderen Gedanken Formeln, Rituale, Berührungsverbot Umlenkung triebhafter Impulse auf kulturell akzeptable Ziele (z.b. Ordnung) VL 4: Der neurotische Konflikt II - Welche Bedeutung hat die psychosexuelle Entwicklungsebene präödipal- genital ( phallisch )? - Welche Störungen der präödipal-genitalen ( phallischen ) Entwicklung beim Jungen und beim Mädchen sind möglich. - Ich kenne die Voraussetzungen für das Eintreten in die ödipale Phase. Wann tritt diese ungefähr auf? - Ich kenne das Grundschema des Ödipalen Konfliktes beim Jungen und beim Mädchen. Ich kann die gelungene Bewältigung der ödipalen Situation an einem Beispiel erklären (z. B. Skyfall James Bond). - Ich kenne den Unterschied zwischen dem frühen und dem reifen Ödipus nach Poluda. - Ich kann die wesentlichen Entwicklungsaufgaben der Latenz und Adoleszenz definieren. Präodipal-genitale Ebene Störungen beim Jungen Störungen beim Mädchen - phallisch-narzisstische Phase LJ: Entdeckung des Lustgewinns durch Stimulation der erogenerem Zonen - Bewusstwerdung des Geschlechtsunterschiedes (Auseinandersetzung) - Wunsch vom Objekt der Beziehung bewundert zu werden. Geht einher mit Imponierverhalten & dem Suchen von Beziehungen ausserhalb der eigenen Familie - narzisstische Bestätigung für fragile Differenzierung zwischen m/ w - Penisneid, Gebärneid - schwierige Identifikation mit Vater unsichere Identität bringt Gefahr der Homophobie - Verweilen in narzisstischer Position, Keine Toleranz von Rivalität & Konkurrenz - Beziehungsunfähigkeit - ödipale Dynamik abhängig vom Umgang des Vaters mit spielerischer Erprobung der Kräfte des Mädchens - Gefahr wenn grenzwahrender spielerischer Umgang unmöglich ist - Stagnation der ödipalen Entwicklung: Vater reagiert ängstlich/ unsicher/ neutral, oder wenn es zu sexualisierter Reaktion kommt Tiefenpsychologische Interventionen 9 von 36 Der ödipale Konflikt 4-6. LJ Ödipale Phase: Voraussetzungen Schema beim Jungen Schema beim Mädchen - Vollständige Triade in der sich Mutter, Vater und Kind als getrennte Individuen wahrnehmen - Jede Dyade hat ein individuelles Verhältnis zueinander und die Beziehungen werden mental repräsentiert ( Wechselseitige Beziehungen zwischen den drei Polen) - Mutter ist bereit Kind in Arme des Vaters zu entlassen - Die Situation wird von allen Seiten gebilligt und ist überwiegend positiv getönt - Erotisch gefärbte Bindung an Mutter - Identifizierung mit Vater Rivalität & Feindseligkeit - Liebe, Hass, Schuld werden verdrängt - Kastrationsangst - Erotisch gefärbte Bindung an den Vater Wechsel des libidinösen Objektes - Identifizierung mit Mutter - Liebe, Hass, Schuld werden verdrängt - von Kastration geprägt Beispiel für Bewältigung Früher Ödipus Mädchen Jungen - ca. im 6 LM nach Überwindung der 7 Monatsangst Differenzierung zwischen Mutter und Vater, sowie bedrohlich und nicht bedrohlich möglich fremdeln - Ablösungsprozess mit Gefühl der Verlorenheit - Trennungskrise durch Lösung aus mütterlicher Dyade - stärker betroffen, da Liebe zur Mutter Homosexualitätstabu berührt ( Lesbische Enttäuschung ) - Entwicklung eines frühen und strengeren Überichs - Umwandlung der Objektliebe in Identifikation mit der Mutter - sexuell stärkere Bindung an Mutter - Extravertiertheit in Motorik & Initiative als kompensatorisches Weg
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