Unser Engagement für unsere Stadt

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39 Unser Engagement für unsere Stadt Sponsoringbericht der ProPotsdam 2013 INHALT Vorwort... 2 Daten und Fakten... 4 Grundlagen und Verfahren des Sponsorings... 6 Report: Stadtteilschule Drewitz... 8 Portrait:
39 Unser Engagement für unsere Stadt Sponsoringbericht der ProPotsdam 2013 INHALT Vorwort... 2 Daten und Fakten... 4 Grundlagen und Verfahren des Sponsorings... 6 Report: Stadtteilschule Drewitz... 8 Portrait: Torben Schmidtke Interview: Elvira Eichelbaum Einzelprojekte Impressum... 36 Unser Engagement für unsere Stadt Sponsoringbericht der ProPotsdam 2013 Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH, Horst Müller-Zinsius, Sprecher der Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH und Bert Nicke, Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH 2 Vorwort Wir für Potsdam Unser Engagement für unsere Stadt Das Thema Sponsoring erfordert Offenheit und Transparenz. Mit den Sponsoringberichten, die wir im Juni 2011 und Februar 2013 vorgestellt haben, machten wir deutlich, dass wir uns für viele Projekte, Initiativen und Vereine engagieren, zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger, vor allem aber zum Wohle unserer Mieterinnen und Mieter. Der vorliegende Bericht für das Jahr 2013 bestätigt dies. In den vergangenen Jahren haben wir auch das Bewerbungsverfahren für Sponsoringleistungen noch transparenter gemacht. Dazu gehört, dass wir die Bewerbungsunterlagen für alle zugänglich auf der Internetseite der ProPotsdam abrufbar eingestellt haben: Seit der Veröffentlichung der Formulare auf unserer Internetseite am 28. Juni 2012 ist der Antrag auf Sponsoring bis Ende Januar Mal heruntergeladen worden. So viele Anfragen mussten wir zum Glück nicht beantworten. Die Zahl zeigt aber, wie groß das Interesse an einer Unterstützung ist und weshalb es richtig ist, den Entscheidungsweg so transparent wie möglich zu machen. Einzelne Projekte und Personen, die vom Unternehmensverbund unterstützt werden, haben wir in diesem Bericht etwas stärker ins Scheinwerferlicht gerückt. Auf den Seiten 8 und 9 stellen wir Ihnen die 2013 eröffnete Stadtteilschule Drewitz vor, bei deren Entwicklung die ProPotsdam von Anfang an dabei war. Wesentlicher Teil der Stadtteilschule in Drewitz ist die Grundschule Am Priesterweg. Deren Leiterin, Elvira Eichelbaum, blickt im Interview auf das aufregende Jahr 2013 zurück und schaut mit Freude in die Zukunft des Stadtteils. Auf den Seiten 10 und 11 porträtieren wir Torben Schmidtke, einen der international herausragenden Behindertensportler im Bereich Schwimmen, den die ProPotsdam seit mehreren Jahren unterstützt. Ab Seite 14 informieren wir Sie anhand einer Dokumentation über die von der ProPotsdam unterstützten Projekte, Vereine, Personen und Initiativen. 67 Mal konnten wir im Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis 31. Dezember 2013 unterstützen und helfen. Eine stolze Zahl, über die wir uns freuen. 3 Daten und Fakten 1007 Veranstaltungen fanden im Jahr 2013 im Friedrich-Reinsch-Haus im Schlaatz statt. Die Einrichtung, die vom Verein Soziale Stadt Potsdam betrieben wird, konnte bei vielen Kursen, Workshops und diversen Festen insgesamt Besucher im abgelaufenen Jahr empfangen. Der Verein ist der Empfänger der größten Spende, die die ProPotsdam 2013 gewährte. Die GEWOBA ist nicht nur für die Wohnungen der Mieterinnen und Mieter zuständig, sondern auch bemüht ein Wohnumfeld zu schaffen, an dem man Freude hat, in dem man sich wohl fühlt und auch ein offenes Ohr bei Sorgen findet sowie Unterstützung bei der Lösung dieser Probleme. Aus diesem Grund unterstützt die ProPotsdam viele Projekte und Vereine, von denen die Mieter profitieren sei es der Verein, der sich mit vielen kleinen Aktionen um ein gutes nachbarschaftliches Miteinander bemüht, oder die Initiative, die Feste für den ganzen Stadtteil auf die Beine stellt.» «Christiane Kleemann, Geschäftsführerin der GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Sponsoring ist für unser Unternehmen, für unsere Stadt und unsere Mieterinnen und Mieter wichtig. Wir unterstützen viele Vereine, Projekte und Initiativen, die Potsdam zu einem Ort machen, in dem man gerne lebt. Nachbarschaftliches Miteinander, die Förderung von Kindern und Jugendlichen, nachhaltiges Denken und Handeln, sportliches Engagement, künstlerisches Wirken und die Popularisierung der Forschung, all das unterstützen wir gerne, mit den Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.» «Horst Müller-Zinsius, Sprecher der Geschäftsführung der ProPotsdam 22 Kinderzeichnungen waren das Dankeschön der Montessori-Kindertagesstätte in Drewitz für die Hilfe der ProPotsdam beim Erwerb eines neuen Sonnensegels. 400 Ehrenamtliche aus Potsdam nahmen an der Verleihung des Potsdamer Ehrenamtspreises 2013 am 22. August in der Friedenskirche teil. Veranstalter sind die Landeshauptstadt Potsdam, die ProPotsdam und der Verein Soziale Stadt Potsdam Läufer gingen beim ProPotsdam-Schlösserlauf am 2. Juni auf die Strecke, vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt. Dass der neue Teilnehmerrekord trotz widrigster Wetterbedingungen zu Stande kam, zeigt die Attraktivität der größten Breitensportveranstaltung der Landeshauptstadt Besucher kamen 2013 durch die offenen Türen des PROJEKTLADEN Drewitz und des Begegnungszentrums oskar in Drewitz. Am 5. November war der PROJEKTLADEN nach zweieinhalb Jahren erfolgreicher Arbeit Geschichte. Als oskar. setzt das Team seine Arbeit fort. 4 Menschen besuchten die Feste, die die ProPotsdam in der Stadt unterstützte, unter anderem in Drewitz, in der Innenstadt, im Schlaatz, am Stern, in Potsdam-West und in der Waldstadt. Im Stadtteil Drewitz haben wir das beste Beispiel, wie sich Förderung und die Arbeit des Unternehmensverbundes für unsere Mieter und die Stadt ideal ergänzen. Mit der Unterstützung der Grundschule Am Priesterweg und des Vereins Soziale Stadt Potsdam, der für den Betrieb des Projektladens und nun des Begegnungszentrums verantwortlich ist, konnten wir zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur im Stadtteil beitragen. Damit werden unsere eigenen Investitionen und die der Stadt unterstützt.» «10 kluge Köpfe 50% der Drewitzer Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam haben 2013 im Schlaatz die Welt erklärt. Die Veranstaltungsreihe Potsdamer Köpfe im Kiez des Vereins ProWissen wird von der ProPotsdam unterstützt und findet regelmäßig im Friedrich- Reinsch-Haus statt. Potsdam ist eine aktive und kreative Stadt. Ob Sport oder Kultur, die ProPotsdam fördert Vereine und Institutionen, die Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre» Talente zu entdecken und zu entwickeln. Da, wo es notwendig ist, unterstützen «wir selbstverständlich auch die Aushängeschilder unserer Stadt in Kunst und Sport, denn von der Sport- und Kulturstadt Potsdam profitieren alle Bürgerinnen und Bürger. Bert Nicke, Geschäftsführer der ProPotsdam Mieter kennen ihr Begegnungszentrum oskar bzw. den PROJEKTLADEN als dessen Vorgänger. Keine andere Einrichtung hat an ihrem Standort eine solche Bekanntheit erreicht. Das ergab die Mieterbefragung der ProPotsdam im Jahr Meter stieg der Höhenballon des Astroclubs der URANIA Potsdam, mit dem fantastische Bilder aus dem nahen All gemacht werden konnten. Die Aktion der jugendlichen Forscher des URANIA-Clubs wurde von der ProPotsdam unterstützt. 81 Jahre nachdem der Musikpavillon am Templiner See nach den Plänen des Stadtarchitekten Reinhold Mohr 1932 errichtet wurde, konnte mit Unterstützung der ProPotsdam eines der wichtigsten orginalen Zeugnisse der Architektur des Luftschiffhafens in der Weimarer Republik wieder komplett restauriert eröffnet werden. 15 Preise wurden im Rahmen des Potsdamer Ehrenamtspreises 2013 vergeben. Die ProPotsdam sagte ihnen in besonderer Weise Dankeschön: Jeder der Preisträger konnte je ein gemeinnütziges Projekt nennen, das die ProPotsdam mit jeweils 200 Euro unterstützt hat. 5 Grundsätze Grundlagen und Verfahren des Sponsorings In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Förderung von Dritten durch kommunale Unternehmen häufig mit dem Begriff Sponsoring untersetzt. Die Transparenzkommision, die von der Stadtverordnetenversammlung beauftragt wurde, hat in ihrem Abschlussbericht eine klare Begriffsdefinition hierzu vorgenommen. Sponsoring bedeutet demnach die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten, die mit der Bereitstellung von Geld, Sachmitteln, Dienstleistungen oder Know-How durch Unternehmen und Institutionen zur Förderung von Personen und/oder Organisationen in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und/oder den Medien, unter vertraglicher Regelung der Leistung des Sponsors und Gegenleistung des Gesponserten verbunden sind, um damit gleichzeitig Ziele der Marketing- und Unternehmenskommunikation zu erreichen. Das Prinzip von Leistung und Gegenleistung grenzt Sponsoring von anderen Formen der Förderung, wie zum Beispiel Mäzenatentum und Spendenwesen, ab. Bereiche Die ProPotsdam gliedert ihr Sponsoring in folgende sieben Bereiche: Quartiersmanagement; Sport; Wissenschaft und Hochschulen; Kunst und Kultur; Kinder, Jugend, Schulen; Umwelt- und Klimaschutz; Soziales Engagement Grundsätze der Entscheidung Die Auswahl von und die Entscheidung über Kooperations- oder Sponsoringvereinbarungen oder Spenden und somit über die Zusammenarbeit mit Dritten erfolgt unter Beachtung des nachfolgend skizzierten Public Corporate Governance Kodex und gemäß der Verhaltensrichtlinie der ProPotsdam. Public Corporate Governance Kodex Die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung beschloss 2008 die Leitlinien guter Unternehmensführung (Public Corporate Governance Kodex) für Beteiligungen an privatrechtlichen Unternehmen der Landeshauptstadt Potsdam. Inhalte sind u.a.: Regelungen zur Steuerung, Leitung und Überwachung der Unternehmen der Stadt, Regelungen zur Gewährleistung einer durchgängigen Transparenz dieser Unternehmen sowie Vorgaben für eine verantwortungsvolle Führung dieser Unternehmen. Ergänzend wurden bis 2013 weitere Regelungen durch die Landeshauptstadt Potsdam beschlossen: Rahmenrichtlinie der Landeshauptstadt Potsdam über einheitliche (Mindest)-Standards für Compliance-Programme in den Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam (Compliance-Richtlinie), Rahmenrichtlinie der Landeshauptstadt Potsdam über die Förderung Dritter durch Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam (Richtlinie zum aktiven Sponsoring), Rahmenrichtlinie der Landeshauptstadt Potsdam über die Förderung von Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam durch Dritte (Richtlinie zum passiven Sponsoring) und Vorkehrungen zur Korruptionsprävention (Hinweisgebersystem). Aus den genannten Regelungen und Vorgaben ergeben sich konkrete Mitwirkungs- und Handlungspflichten für alle Mitarbeiter/innen des Unternehmensverbundes. Die Verhaltensrichtlinie des Unternehmensverbundes beinhaltet hierzu verbindliche, aus den Vorgaben resultierende Regeln, die für alle 6 Mitarbeiter/innen gelten. Sie sollen helfen, rechtliche Herausforderungen bei der täglichen Arbeit zu bewältigen. Verhaltensrichtlinie der ProPotsdam Auf Vorschlag der Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat der ProPotsdam bereits 2006, bei der GEWOBA sogar schon 2001, dem Unternehmensverbund für alle Geschäfte Insider- und Transparenzregeln vorgegeben. Diese Regeln umfassen Richtlinien für die Abwicklung von Rechtsgeschäften, an denen die Gesellschaft und ihr nahestehende Personen beteiligt sind, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Nach den Beschlüssen der Landeshauptstadt Potsdam bis 2013 wurden die Regeln entsprechend ergänzt und die neue Verhaltensrichtlinie der ProPotsdam am 31. Juli 2013 in Kraft gesetzt. (Bereich Unternehmensethik) Ziele des Engagements Die ProPotsdam unterstützt vielfältige Projekte, Träger oder Veranstaltungen in Potsdam und trägt somit insbesondere auch zum Erhalt sozialer Aktivitäten und Einrichtungen in der Stadt bei. Die verschiedenen Förderungen orientieren sich an den Bedürfnissen ihrer Mieter in den einzelnen Kiezen und an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Darüber hinaus profitiert das Image der ProPotsdam vom positiven Einfluss unseres Engagements. Dieses positive Image fördert die Mieterzufriedenheit und die Mieterbindung. Das starke Engagement der ProPotsdam trägt dazu bei, ein breites Kultur-, Freizeit- und Sportangebot und somit die Lebensqualität in der Stadt zu sichern und zu erhöhen. Das Verfahren Das Antrags- und Entscheidungsverfahren wurde im Sponsoringbericht 2012 dokumentiert. Unter kann man sich darüber informieren. Das Verfahren ist nach wie vor gültig, es wird allerdings ab 2014 auf zwei Termine fokussiert. Die Anträge können jeweils bis zum und eingereicht werden. Eine Entscheidung wird im Anschluss getroffen. 7 Report Um dieses Projekt war mir nie bange Bei der Entwicklung der Stadtteilschule war die ProPotsdam von Anfang an dabei Spätestens im Laufe des Jahres 2008 war all jenen, die mit Drewitz zu tun hatten, klar geworden, dass etwas passieren musste. Immerhin saßen schon die Ämter und Akteure vor Ort zusammen, um eine Strategie zu finden. Und obwohl es wortreiche Treffen waren, machte sich vor allem Ratlosigkeit breit. Den vielen Sätzen fehlte eine belastbare Schnittmenge, von einer zündenden Idee gar nicht zu reden. In dieser Situation tauchte dann plötzlich das eine Wort auf. Jeder führte es mit einem mal im Munde. Und obgleich jeder etwas anderes damit meinte, galt es allen als Wundermittel: Stadtteilschule. Aber was soll das sein? Mit Hilfe der ProPotsdam und der Potsdamer Agentur für Arbeit gelang es dem Verein Soziale Stadt Potsdam e.v. zwei befristete Stellen zu schaffen, um aus den vielen verschiedenen Erwartungen ein Konzept zu destillieren. Kathleen Walter und Verena Kosubeck redeten mit den Ämtern, vor allem aber mit den sozialen Trägern vor Ort, organisierten Treffen. Wir waren überzeugt, dass ein Konzept aus dem Stadtteil heraus entwickelt werden musste, erinnert sich Kathleen Walter an jene Zeit. Die beiden jungen Frauen sammelten Informationen, werteten statistische Daten aus und schauten sich um, wie es andere machen. Als der erste Entwurf eines Konzeptes vorlag, stellten sie es Ämtern und Aktivisten vor und zur Diskussion. Wenige Monate später konnte das Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Es war inhaltlich überzeugend und basierte auf einem breiten Konsens der Akteure vor Ort. Auf dieser Grundlage konnten die Stadtverordneten beschließen: Wir brauchen in Drewitz die Stadtteilschule, eine attraktive Grundschule und ein Begegnungszentrum unter einem Dach. Nicht abwarten, sondern handeln Im Oktober und November 2009 fand ein von der ProPotsdam organisierter Szenario-Workshop zur Zukunft des Stadtteils statt. Bewohner, Gewerbetreibende, Vertreter der sozialen Akteure, der Wohnungsunternehmen, der Stadtverwaltung und der Lokalpolitik kamen zu dem Schluss: Die Stadtteilschule brauchen wir, aber wir können nicht warten bis sie fertig ist. Kurzfristig bedarf es der Verbesserung der sozialen Angebote im Stadtteil. Die Idee eines Stadtteilladens war geboren und schon zwei Monate später war sie umgesetzt: Ein Gewerbeobjekt in der sogenannten Rolle war schnell gefunden und schon am 15. Januar 2010 wurde der PROJEKTLADEN DREWITZ eröffnet. Die Räume waren inzwischen gemalert worden, aber die Stühle waren nur geborgt, die Tassen und Tische gespendet. Jemand hatte eine Kaffeemaschine mitgebracht, ein anderer Kuchen, Besteck und Servietten. Gebrauchte Computer hatte die GEWOBA zur Verfügung gestellt. Inmitten des zusammengewürfelten Mobiliars und des ständigen Kommen und Gehens stand Kathleen Walter, die die Vorbereitungsarbeiten in der Konrad-Wolf-Allee 27 koordinierte. Sie erinnert sich an die Eröffnung: Es war zwar nichts so richtig fertig, nichts passte zusammen, aber wir hatten es geschafft: Wir konnten mit unserer Arbeit starten. Im ersten Jahr hatte der PROJEKTLADEN rund Gäste, fanden in den Räumen 160 Veranstaltungen statt, im zweiten Jahr waren es schon rund Besucher und mehr als 360 Veranstaltungen. Nukleus der Stadtteilschule Die ProPotsdam hatte dem Verein Soziale Stadt, dem Träger des PROJEKTLADENS, eine Grundfinanzierung für dessen Engagement in Drewitz zugesichert. Weitere Finanzierungsanteile übernahm die Landeshauptstadt. Der Großteil der notwendigen Gelder aber kam aus dem Europäischen Sozialfonds: In zwei Wettbewerben des Ministeriums für Infrastruktur und 8 Landwirtschaft konnte sich das Konzept vom PROJEKT- LADEN durchsetzen, so dass man ab 2010 mit zwei, später sogar mit drei festen Mitarbeitern ein reichhaltiges Veranstaltungs- und Beratungsangebot realisieren konnte. Kathleen Walter über die Wettbewerbe: Wir haben den PROJEKTLADEN immer als Nukleus der Stadtteilschule verstanden. In unseren Wettbewerbsbeiträgen haben wir darauf Bezug genommen. Auf Grundlage des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung wurde die Grundschule am Priesterweg derweil umgebaut. Während die Schule zwischenzeitlich in den Schlaatz umziehen musste, entstanden in dem Schulgebäude neue Räume. Ein großer Saal kam hinzu, das Musikzimmer, eine Mensa und großzügige Räume für ein Begegnungszentrum. In einem dreitägigen Workshop, an dem Lehrer, Eltern, Bewohner, Aktivisten, die Vertreter der Stadtpolitik, Verwaltung und soziale Träger teilnahmen, wurden die Ziele und Grundregeln der Zusammenarbeit zwischen Schule und Begegnungszentrum formuliert. Die Veranstaltung im September 2011 kam auf Anregung und mit Unterstützung der ProPotsdam zustande. Maßgeschneidertes Profil Am 5. August 2013 wurde die Stadtteilschule eröffnet, am 5. November ging das Begegnungszentrum an den Start. Es trägt den Namen oskar und seine Leiterin ist Kathleen Walter. Im November 2012 haben wir uns für den Betrieb des Begegnungszentrums beworben. Wir konnten uns mit unserem Konzept gegen neun Mitbewerber durchsetzen, sagte sie. Auch wenn sie schon lange an dem Projekt gearbeitet hatte, war dieses Ergebnis nach Ansicht von Kathleen Walter nicht von vornherein klar: Ganz sicher waren unsere bisherige Arbeit und unsere Verwurzelung im Stadtteil gute Empfehlungen. Letztlich aber war es wohl das für Drewitz maßgeschneiderte Konzept, das wir nach wochenlanger Arbeit vorlegen konnten. Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, sagte bei der Eröffnung von oskar: Wenn man über so lange Zeit ein so großes Projekt verfolgt, dann wird einem schon mal bange, ob wir das alles auch schaffen, was wir da wollen und anschieben. Um dieses Projekt hier war mir nie bange. Kathleen Walter, die das Projekt von der Idee bis zur Umsetzung führte, meint heute: Bange war mir schon manchmal. Und: Eines weiß ich sicher. Ohne die ProPotsdam hätten wir das nicht geschafft. 9 Portrait 31 Kilometer als Trainings-Einheit Schwimm-Weltrekordler Torben Schmidtke ist jeden Tag im Becken Torben Schmidtke ist einer der herausragenden paralympischen Sportler in Deutschland. Seine Trainingsbahnen zieht er jeden Tag im Schwimmbecken am Brauhausberg. Morgens anderthalb bis zwei Stunden, nachmittags nochmal zwei Stunden. Danach noch mal eine Stunde Training außerhalb des Beckens. Dazu brauche ich keine besondere Motivation, sagt Schmidtke. Für mich ist das seit Jahren der gleiche Rhythmus. Das morgendliche Training gehört zu meinem Alltag, wie für andere Menschen das Aufstehen und der tägliche Weg zur Arbeit. Weltrekorde und internationale Medaillen Um in der Weltspitze mitzuhalten, ist dieser Trainingsaufwand auch notwendig. Anders sind Silbermedaillen wie bei den Paralympischen Spielen 2012 in London und 2013 bei den Weltmeisterschaften in Montreal auch im Behindertensport heutzutage nicht möglich. Dazu hält Schmidtke diverse Weltrekorde, wie über 200 Meter Brust auf der Kurzund Langbahn und über 50 Meter Brust auf der kurzen Bahn. Bei internationalen Wettbewerben werden allerdings ausschließlich die 100 Meter ausgetragen. Da ist immer nur einer vor ihm, der Ukrainer Jewgeni Bohodayko. Als Leistungsschwimmsportler arbeitet man immer auf zwei Ziele hin: Zuerst kommen die Deutschen Meisterschaften im April, bei denen man die Norm für die internationalen Meisterschaften erreichen muss, erzählt Schmidtke. Danach muss er sich auf die Wettkämpfe mit den Besten aus der ganzen Welt oder zumindest des Kontinents konzent
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