ViA Ruhr - Verein für integrative Arbeit e.v.

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ViA Ruhr - Verein für integrative Arbeit e.v. Jahresbericht 2016 Vorwort Der nachfolgende Jahresbericht gibt einen Einblick in unsere vielfältigen Aufgaben und Aktivitäten im Jahr Das Jahr war, wie
ViA Ruhr - Verein für integrative Arbeit e.v. Jahresbericht 2016 Vorwort Der nachfolgende Jahresbericht gibt einen Einblick in unsere vielfältigen Aufgaben und Aktivitäten im Jahr Das Jahr war, wie schon das Vorjahr, politisch und gesellschaftlich geprägt von den Auswirkungen der globalen Krisen und den Zuzug von Menschen mit Fluchthintergrund. Das hat sich in 2016 sehr stark auf unsere Arbeit ausgewirkt. So haben wir mehrere Wohnungen für unbegleitete minderjährige Asylsuchende angemietet, die wir im Rahmen der Jugendhilfe begleiten. In der Beschäftigungsförderung gab es unterschiedlichste Maßnahmen für Menschen mit Fluchthintergrund, die sich mit den Themen berufliche Kompetenzfeststellung, berufliche Förderung, Beratung und Spracherwerb befassten. Diese Maßnahmen haben wir zum großen Teil in Kooperationen mit anderen Trägern durchgeführt. In der Jugendhilfe wurde zum Ende des Jahres ein Büro in Witten eröffnet. Die zunehmenden Beauftragungen der Jugendämter in Witten und anderen Städten im Ennepe-Ruhr-Kreis machen es sinnvoll, direkte Ansprechpartner in diesem Kreis zu haben. Eine große Neuerung ist die Umbenennung unserer Organisation in Weil wir insbesondere in der Jugendhilfe auch außerhalb von Bochum tätig sind, haben wir den Beschluss gefasst, in 2017 den lokalen Bezug aus unserem Namen herauszunehmen und uns in ViA Ruhr umzubenennen. Unseren deutlichen Arbeitsschwerpunkt werden wir aber weiterhin in Bochum haben. Wir danken an dieser Stelle allen, die mit uns zusammengearbeitet haben und unsere Arbeit inhaltlich, organisatorisch und finanziell unterstützen und fördern. Wir freuen uns über das Interesse am Erfolg und der Sinnhaftigkeit unserer Arbeit und hoffen auf viele weitere gemeinsame Aktivitäten. Für den Vorstand für die Geschäftsführung Irmgard Jäger Heribert Geisler 1. Vorsitzende Geschäftsführer 1 Beschäftigungsförderung Im Folgenden sollen die Aktivitäten des Jahres 2016 in den einzelnen Arbeitsbereichen kurz erläutert werden: Maßnahmen U 25 Im Bereich U25 (Arbeitsmarktdienstleistungen und Projekte für unter 25-Jährige) wurde die Aktivierungshilfe, die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme und die außerbetriebliche Ausbildung in den Bereichen Holz, Farbe und Trockenbau weitergeführt. Die Berufsorientierung im Rahmen von Kein Abschluss ohne Anschluss und das ESF-Projekt Jugend in Arbeit plus rundeten das Angebot für junge Menschen ab. In der BaE (außerbetriebliche Ausbildung) konnte ViA Ruhr im Sommer Ausbildungsplätze für 4 angehende Maler und Lackierer, 3 Trockenbaumonteure und 2 Tischler anbieten. Die Ausbildung, die in Kooperation mit Betrieben durchgeführt wird, konnte mit 5 Auszubildenden begonnen werden. Beide Maßnahmen werden in Kooperation mit dem Institut Vogel durchgeführt. Damit waren zu Beginn des Ausbildungsjahres 40 Auszubildende bei ViA Ruhr. Erfreulich ist wieder der Ausbildungserfolg. Von 12 Prüflingen in 2016 waren 11 erfolgreich und damit haben seit dem ersten Prüfungsjahrgang 2007 insgesamt 195 Auszubildende die Gesellenprüfung erfolgreich durchlaufen. Die Arbeit mit jungen Erwachsenen in den Ausbildungswerkstätten ist trotz zurückgehender Plätze in der Ausbildung weiterhin sehr wichtig. Im vergangenen Jahr gab es neben der außerbetrieblichen Ausbildung eine BvB (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme) mit durchschnittlich ca. 20 Teilnehmenden sowie die Maßnahme Aktivierungshilfen für Jüngere mit durchschnittlich 10 Teilnehmenden. Auch in diesem Jahr war es 9 Teilnehmenden aus BaE und BvB möglich an einem Auslandsprojekt teilzunehmen. Der diesjährige Arbeitsaufenthalt im Herbst fand in Kooperation mit dem aktuellen forum NRW und der Peter Maffay Stiftung im Rahmen des Projektes young workers for romania erneut in Radeln, Rumänien statt. Tatkräftig wurde der Kinderclub Tabaluga renoviert und saniert. 2 Im Programm Kein Abschluss ohne Anschluss konnte ViA Ruhr weiter erfolgreich und vertrauensvoll mit Bochumer Schulen zusammenarbeiten. Im Projekt Jugend in Arbeit plus werden, seit dem Programmstart in 1998, junge Erwachsene im Übergang zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beraten und der Vermittlungsprozess begleitet. Diese wertvolle Arbeit wird durch das gewachsene Netzwerk aus dem Mitarbeiter von ViA Ruhr, den Fachkräften der Agentur für Arbeit und des Jobcenters, den Vermittlungsfachkräften der Kammern und den Kollegen und Kolleginnen der Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet getragen und um das breite Netzwerk von Arbeitgebern ergänzt. Im Jahr 2016 wurden 92 junge Erwachsene beraten und 54 konnten dabei in eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung vermittelt werden. Maßnahmen Ü 25 Im Bereich Ü 25 (Arbeitsmarktdienstleistungen und Projekte für über 25-jährige) hat sich das Portfolio von ViA Ruhr stark verändert. Das Angebot für Menschen mit Fluchthintergrund ist stark gewachsen, so dass daraus ein neues Handlungsfeld entstanden ist. Neben dieser Entwicklung konnte das Angebot für Menschen über 25 Jahren weitestgehend stabil fortgeführt werden. Das 2014 begonnene Aktivcenter für 24 Teilnehmende, als niederschwelliges Angebot für Kunden des Fallmanagements des Jobcenters, ging im Rahmen des öffentlichen Ausschreibungsverfahrens an einen anderen Träger und konnte daher bei ViA Ruhr nicht weitergeführt werden. Die Arbeitsfelder Umschulung und Vorbereitung auf die Externenprüfung zum Maler und Lackierer konnten im gleichen Umfang wie im vorherigen Jahr fortgeführt werden konnten 6 Teilnehmende über einen Bildungsgutschein qualifiziert werden. 3 davon schlossen die Gesellenprüfung bereits erfolgreich ab. Die Kontingente der Bildungsgutscheine im handwerklichen Bereich wurden nicht erhöht. In Kooperation mit der Projektfabrik Witten endete ein weiterer Durchgang von Job Act Sprachkultur am mit der Aufführung des Stücks Weg in die Zukunft. 23 Teilnehmende mit 14 Nationalitäten bereiteten sich durch die Module Spracherwerb, Jobcoaching und Theaterarbeit auf den Arbeitsmarkt vor. Am begann eine neue Gruppe von 13 Teilnehmenden aus 11 Nationen. Die Aufführung findet im Frühjahr 2017 statt. Weitere Maßnahmen im Erwachsenenbereich an denen wir uns beteiligten waren ein Förderzent- 3 rum für Erwachsene und die Vorbereitung einer betrieblichen Umschulung. Eine Trainingsmaßnahme mit unterschiedlichen Gewerken wurde von ViA Ruhr koordiniert und in den Bereichen Farbe, Holz und Bau auch durchgeführt. Maßnahmen für Menschen mit Fluchthintergrund Im Januar ging das ESF Projekt InCoach an den Start. InCoach ist eines der beratenen Netzwerke im Bundesgebiet, welches durch die ESF Integrationsrichtlinie Bund IvAF (Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Flüchtlingen) finanziert und in die Umsetzung gebracht werden kann. 3 Kolleginnen beraten in einem offenen Angebot Menschen dieser Zielgruppe und begleiten diese auf ihrem Weg zur Arbeitsmarktintegration. Das Netzwerk InCoach berät in Bochum, Essen und Duisburg im Kooperationsverbund aus BiG Essen, DGB Bildungswerk und ViA. Allein in Bochum konnten 84 Personen in das Projekt aufgenommen werden. Ab Sommer starteten bei ViA Ruhr insgesamt 3 Förderzentren für Flüchtlinge. In den Maßnahmen, die von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter finanziert werden, geht es um die Kompetenzfeststellung, Kenntnisvermittllung und Sprachförderung. Die Förderzentren wurden um die Maßnahme KompAS - Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb - ergänzt, die den Integrationssprachkurs mit beinhaltet. Die Programme werden in Kooperation mit anderen Bildungsund Sprachkursträgern in Bochum durchgeführt. Die Programme bieten im Zusammenschluss der einzelnen Träger insgesamt ca. 750 Förderplätze. Um die Menschen mit Fluchthintergrund auf ihrem Weg in die Arbeitsintegration und den Spracherwerb gut begleiten zu können, wuchs das Team der Beschäftigungsförderung. Es konnten weitere sozialpädagogische Fachkräfte, Tischlermeister, Malermeister, Anleiter im Baubereich und Lehrkräfte eingestellt werden. Auch räumlich expandierte der Bereich. So wurde in der Bietergemeinschaft ein zusätzlicher Standort an der Bessemerstr. 85 eröffnet, der zusätzliche Büros und Schulungsräume bietet. ViA eröffnete in der Nähe der Hauptgeschäftsstelle einen weiteren Standort. Am Harpener Feld 26 entstand so eine neue Bauhalle, die fußläufig zu erreichen ist. Zum Ende des Jahres begannen die ersten Gespräche zur Qualifizierung SprInt. In 2017 sollen bei ViA Sprach- und Integrationsmittler ausgebildet werden, die Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund bei offiziellen Terminen übersetzend und erklärend zur Seite stehen werden. Beschäftigung Im vergangenen Jahr stellten wir 103 Maßnahmeplätze für Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung. Davon waren 70 Stellen in unseren eigenen Zweckbetrieben (M2, Kleiderläden, Fahrradwerkstatt und Radstation) angesiedelt und 26 Stellen bei kooperierenden gemeinnützigen Organisationen. Bei den Arbeitsgelegenheiten ist es uns wichtig, dass wir den Teilnehmenden an den so genannten 1 - Jobs eine Tätigkeit in unseren Zweckbetrieben oder bei kooperierenden Trägern anbieten. Es sollen qualitativ sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und eine professionelle Integrationsarbeit angeboten werden. Die geringe Nachfrage nach gering Qualifizierten am regulären Arbeitsmarkt macht den Übergang für diesen Personenkreis besonders schwierig. Man kann politisch darüber streiten wie solche Arbeitsgelegenheiten oder Zusatzjobs ausgestattet sein müssten, aber wichtig ist, dass überhaupt Beschäftigungsprogramme für Langzeitarbeitslose existieren. Wir erleben es immer sehr intensiv, dass unseren Teilnehmern an Arbeitsgelegenheiten die gesellschaftliche Teilhabe, die sie über solche Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten, sehr wichtig ist. Die Voraussetzungen für die Durchführung von Arbeitsgelegenheiten verschlechterten sich seit 2012 insofern, als dass keine Qualifizierung und keine Sozialpädagogik mehr gewünscht und bezahlt wird. Es ist nicht zielführend, dass der Wegfall der sozialpädagogischen Begleitung die teilnehmerbezogene Arbeit außerhalb der Werkstätten auf ein Minimum reduziert. Erfreulich ist hingegen, dass mit dem Programm Soziale Teilhabe eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose aufgelegt wurde. ViA Ruhr bietet hier 44 4 Arbeitsplätze in den eigenen Zweckbetrieben an. Neben der Beschäftigung wird ein begleitendes Coaching durchgeführt, das die Stabilisierung und berufliche Entwicklung der Beschäftigten unterstützen und fördern soll. Betriebe Die Zweckbetriebe von ViA Ruhr bilden die Voraussetzung eine sinnvolle Tätigkeit im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten (AGH) oder Sozialer Teilhabe anbieten zu können. Durch qualifizierte Anleiter und Betriebsleiter begleitet, liegen die Einsatzbereiche im Fahrradbereich in der Radstation am Hauptbahnhof, in der Radstation Jahrhunderthalle (seit 2009) und in der Fahrradrecyclingwerkstatt am Harpener Feld. Der Bereich Second Hand Möbel und Kleidung befindet sich im Möbellager M2 im Harpener Feld und in den Second Hand Kleiderläden in Grumme, Wattenscheid, Langendreer und in Ehrenfeld. In Ehrenfeld werden auch Möbel angeboten. Die Angebote in den Läden richten sich an Menschen mit geringem Einkommen. Dabei sollen den Kunden qualitativ gute Produkte zu günstigen Preisen angeboten werden. Gleichzeitig sollen in den Zweckbetrieben nachhaltige Projekte angeboten werden. In den Second Hand Betrieben werden gebrauchte Produkte einer Wiederverwertung zugeführt und führen somit zu einer Reduzierung des Abfallaufkommens. Darüber hinaus haben inzwischen fünf ehemalige AGH-Teilnehmer in den Zweckbetrieben einen unbefristeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag bekommen. Mit den Bereichen Innenausbau und Haushaltsauflösungen sowie dem Fahrradverleihsystem Metrorad Ruhr, für das ViA Ruhr die Servicearbeiten in Bochum durchführt, gibt es drei kleine erwerbswirtschaftliche Bereiche, in denen insgesamt neun ehemalige Maßnahmeteilnehmer sozialversicherungspflichtig und unbefristet angestellt sind und hervorragende Arbeit leisten. Individuelle Jugendhilfe Team Erzieherische Hilfen Flexible Erziehungshilfen für Familien, Jugendliche und junge Heranwachsende Flexible Erziehungshilfe verstehen wir als familien- und individuell unterstützende und stabilisierende Maßnahme. In der Arbeit mit Familiensystemen orientieren wir uns an den Inhalten der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Auch Familien mit geistigen Einschränkungen konnten wir Unterstützung anbieten. Die Betreuung erfolgte in der Regel in Kooperation mit Familienhebammen oder Kinderkrankenschwestern. 5 In der der Einzelfallarbeit betreuen wir Jugendliche und Heranwachsende, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Bei der Betreuung von Jugendlichen waren die Klärung von schulischen oder beruflichen Perspektiven und auch, ob der Verbleib im Elternhaus möglich ist oder eine andere Möglichkeit des Wohnens gefunden werden muss, häufig Arbeitsschwerpunkte. Freizeitpädagogische Angebote wie Klettern, Ausflüge oder Reiten ergänzten die pädagogische Arbeit mit den Familien und Jugendlichen. Im Berichtsjahr betreuten wir 72 Familien, Jugendliche und Heranwachsende mit unterschiedlichen Arbeitsaufträgen. Die Betreuung erfolgte mit durchschnittlich 5 Stunden wöchentlich. Von den durchgeführten Maßnahmen konnten 31 Fälle beendet werden, 22 Fälle wurden neu aufgenommen. Von den beendeten Maßnahmen wurden 22 nach Erreichung der Ziele beendet. 6 Fälle konnten aufgrund mangelnder Mitarbeit nicht fortgeführt werden, in 3 Fällen erfolgte ein Maßnahmewechsel. 19 Familien wurden täglich von uns aufgesucht wobei auch an den Wochenenden Kontakte stattfanden. Für 21 Familien wurde unsere 24stündige Rufbereitschaft in Anspruch genommen. Durch dieses kombinierte Angebot war es möglich, stationäre Unterbringungen zu vermeiden und familiäre Systeme aufrecht zu erhalten. Betreutes Wohnen MuK Ein Wohn-Angebot für junge Mütter/Väter nach 19 SGB VIII 2 Mütter mit ihren Kindern wurden in diesem Jahr im Rahmen unseres betreuten Wohnens für junge Mütter/Väter betreut. Auch hier war durchgängig eine Rufbereitschaft eingerichtet, um in Krisensituationen unmittelbar handeln zu können. Aufgrund der häufig sehr jungen Mütter liegt ein Arbeitsschwerpunkt auf der Mutter-Kind-Beziehung, um die eigenen Bedürfnisse und die der Kinder miteinander zu vereinbaren. Betreutes Wohnen für Jugendliche ab 16 Jahren 6 Jugendliche wurden hier auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet. Die Betreuung erfolgt stundenweise in einer für sie angemieteten Wohnung, die von ihnen mit der Volljährigkeit übernommen werden kann. In diesem Jahr haben wir 1 Jugendlichen neu aufgenommen, 2 Maßnahmen konnten beendet werden. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt bei Aufnahme 17,5 Jahre. Während der Betreuung befanden sich die Teilnehmer in schulischer oder beruflicher Ausbildung. Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Betreut wurden 15 minderjährige Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern wie Afghanistan, Syrien, Guinea oder Somalia. Die Betreuung erfolgt stundenweise in einer für sie angemieteten Wohnung, die von ihnen mit der Volljährigkeit übernommen werden kann. Wir betreuten die Jugendlichen auch in 2 WG s wenn es aus pädagogischen Gründen sinnvoll war. Schnell Deutsch zu lernen ist für die Jugendlichen ein wichtiges Anliegen, um eine schulische und berufliche Perspektive entwickeln zu können. Durch die Anbindung an Sportvereine und freizeitpädagogische Angebote unsererseits fördern wir Integration und vermitteln ein Gruppengefühl. 6 3 Maßnahmen wurden im Berichtsjahr aufgrund von Volljährigkeit beendet und die Jugendlichen in die Selbständigkeit entlassen. 1 Teilnehmer wurde von seinem Vormund adoptiert, so dass kein Handlungsbedarf mehr bestand. Familienpflege Im Bereich der Familienpflege unterstützen wir Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen, die bereits durch eine flexible Erziehungshilfe oder sozialpädagogische Familienhilfe erreicht wurden. Im Jahr 2016 wurden hier 5 Familien in ihrem Alltag unterstützt. 3 Maßnahmen konnten beendet werden, 2 Familien wurden neu aufgenommen. Die Arbeitsschwerpunkte lagen in der Anleitung bei der Haushaltsführung und Hilfen bei der Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern. Im Rahmen des Haushalts-Organisations-Trainings HOT wurden 2 Familien betreut. Dieses Training zielt primär auf die Versorgungsfunktionen einer Familie und damit auf einen elementaren Funktionsbereich. Es soll die Eltern befähigen, ihrer Verantwortung für die Versorgung ihrer Kinder wieder gerecht zu werden. Im Berichtsjahr konnte 1 Haushalts-Organisations-Training erfolgreich abgeschlossen werden, 1 Fall wurde neu aufgenommen. Das Mutter und Kind - Haus Am Neggenborn Beschreibung des Angebotes Das Mutter und Kind - Haus ist ein vollstationäres Angebot nach 19 SGBXIII. Die Hausgemeinschaft für Mutter und Kind ist ein Angebot, das die individuellen Ausgangslagen Schwangerer und Mütter berücksichtigt. Die Unterstützung orientiert sich an den vorhandenen Ressourcen der Mütter und versucht diese zu stärken und auszubauen. Die Betreuung und die vorgegebenen Regeln erfolgen altersentsprechend und auf der Grundlage individueller Vorerfahrungen der Mütter in ihrem sozialen und familiären Umfeld. Angesprochen sind hier insbesondere Klienten, die noch Vorbereitung auf ein alleiniges Leben mit dem Kind in einer eigenen Wohnung benötigen oder wo eine intensivere Betreuung und Beaufsichtigung notwendig ist. Insbesondere sind dies oft Mütter, bei denen eine intensivere Betreuung erforderlich ist (z.b. kindeswohlgefährdende Umstände, psych. Belastungen). Ziel der Maßnahme ist die Erarbeitung der eigenen Selbständigkeit zum Leben mit Kind in der eigenen Wohnung. Die Betreuung erfolgt 24 Stunden täglich in kleinen abgeschlossenen Wohneinheiten. Die Mütter bekommen praktische Hilfen in der Haushaltsführung, im Umgang mit Finanzen/ Schule/ Beruf. Sie werden in der Erziehung und Versorgung ihrer Kinder angeleitet und gestärkt mit dem Ziel größtmöglicher Selbständigkeit und Sicherheit. Es findet eine 24-stündige Betreuung im Haus statt. Tag und Nacht ist mindestens ein Teammitglied im Haus anwesend, so dass immer ein Ansprechpartner da ist und auch nachts notwendige pflegerische und pädagogische Interventionen möglich sind. Jede Mutter arbeitet während ihres Aufenthaltes im Mutter und Kind - Haus mit einer Bezugsbetreuerin zusammen, um eine Vertrauensbasis zu schaffen und eine Ansprechpartnerin in der Einzelfallhilfe zu haben. Aktivitäten im Mutter und Kind - Haus Jeden Montag findet ein gemeinsames Abendbrot statt. Hierfür müssen die Mütter einkaufen gehen. Jede Woche ist eine andere Mutter damit beauftragt, einzukaufen. Die Mütter übernehmen dabei verschiedene Dienste, welche wöchentlich rotieren. 7 Wöchentlich findet im Mutter und Kind - Haus vom DRK ein Pekip Kurs (Prager Eltern Kind Programm) statt. Dieser wird von einer erfahrenen Heilpädagogin geleitet und stößt auf viel positive Resonanz. Kurse außerhalb des geschützten Rahmens der Einrichtung werden nicht genutzt aufgrund von Schwellenängsten und Integrationsschwierigkeiten. In dem Kurs erhalten die Mütter wertvolle Tipps zur Beschäftigung mit ihren Kindern, Rückmeldungen über den Entwicklungsstand ihrer Kinder und Anregungen zur altersgemäßen Beschäftigung in jeder Entwicklungsphase. Das wöchentliche Kochen ist eine weitere verpflichtende Gemeinschaftsaktivität in unserer Einrichtung. Einmal in der Woche kommt eine externe Hauswirtschaftlerin ins Haus und leitet die Mütter beim Kochen an. Die Mütter übernehmen dabei verschiedene Dienste, welche wöchentlich wechseln. Es soll den Müttern das gesunde Kochen, sowie die Vor- und Nachbereitung praktisch nahegebracht werden. Ambulantes Jugendhilfezentrum Ost Das Ambulante Jugendhilfezentrum Ost wird in einer Kooperation von ViA Ruhr e.v. und Ev. Stiftung Overdyck betrieben und vom Jugendamt Bochum gefördert. Neue Entwicklungen in war erneut ein Jahr der personellen Veränderungen. Insgesamt schieden drei langjährige Mitarbeiter aus. Trotz
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