»VOM HIMMEL HOCH, DA KOMM ICH HER«

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»VOM HIMMEL HOCH, DA KOMM ICH HER«KREATIVE ZUGÄNGE ZU EINEM LUTHERLIED AB DEM 2. SCHULJAHR Ein Entwurf von Ute Marx-Schierhorn und Brigitte Puderbach GLIEDERUNG: I. EINSTIMMUNG II. IDEEN UND SKIZZEN ZUR
»VOM HIMMEL HOCH, DA KOMM ICH HER«KREATIVE ZUGÄNGE ZU EINEM LUTHERLIED AB DEM 2. SCHULJAHR Ein Entwurf von Ute Marx-Schierhorn und Brigitte Puderbach GLIEDERUNG: I. EINSTIMMUNG II. IDEEN UND SKIZZEN ZUR GESAMTPLANUNG III. GEMEINSAMER ARBEITS- UND IDEENPLAN DES PROJEKTES IV. SECHS SCHRITTE ZUR PROJEKTDURCHFÜHRUNG 1. Einstimmung und Motivation 2. Vom Textverständnis zum Ideenplan 3. In der Engelwerkstatt 4. Ein Adventskalender für die ganze Schule 5. Himmlische Klänge für ein himmlisches Lied 6.»Vom Himmel hoch «Der Weihnachtsgottesdienst V. ANHANG M 1 M 2 M 3 M 4 Großer Engel Engel zur Hirtenszene Liedvorlage:»Vom Himmel hoch, da komm ich her«glossar zu Worten und Redewendungen aus dem Lied I. EINSTIMMUNG Das fast 500 Jahre alte Weihnachtslied»Vom Himmel hoch da, komm ich her«ist Zentrum des folgenden Luther-Projektes. Martin Luther soll dieses Lied im Jahre 1535 eigens für die Weihnachtsbescherung seiner Kinder gedichtet haben. Als ursprüngliche Textvorlage diente ihm das Spielmannslied»Ich kumm auß frembden landen her und bring euch vil der newen mär.«die dazugehörige Melodie komponierte Luther später hinzu wurde der Text von Pfarrer Valentin Triller noch um eine Strophe erweitert, die den Luther-Versen vorangestellt wurde.»es kam ein Engel hell und klar von Gott aufs Feld zur Hirtenschar, der war gar sehr von Herzen froh und sprach zu ihnen fröhlich so:«verwendung fand die Melodie in drei Chorälen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Der lutherische Text ist stark angelehnt an die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium (Lk. 2, 8-18) und stellt diese in Form eines Krippenspiels dar. Die Verkündigung des Engels an die Hirten in den ersten 5 Strophen ist an alle Glaubenden gerichtet. Die restlichen Strophen beinhalten die Aufforderung, gemeinsam mit den Hirten zur Krippe zu gehen und das Kind in der Krippe in der Tradition des mittelalterlichen Weihnachtsbrauches»Kindelwiegen«zu ehren. Das»Kindelwiegen«(siehe auch das Susaninne) beinhaltete lediglich das Wiegen des Kindes. Krippendarstellungen, wie wir sie heute kennen, kamen erst später auf war das Lied in evangelischen Gesangbüchern zu finden. Ganz im Sinne Luthers, der einmal sagte:»die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht.«so sollte das Singen des Liedes zur Fröhlichkeit und Freude am Weihnachtsfest beitragen. Das Projekt beabsichtigt neben dem»neugierigmachen«auf jahrhundertealte Kirchenlieder aus der Feder Luthers auch die Umsetzung mittels verschiedener kreativer Arbeitsformen. Neben der Musik wären hier auch die Kunst, die sprachliche Auseinandersetzung und die sozialen Aspekte zu nennen. Geplant ist somit eine fächerübergreifende, vorweihnachtliche Projektidee, die den einzelnen Schüler/in, die Klassengemeinschaft und die ganze Schule anspricht und aktiv fordert. Da das Projekt auf Schulebene arbeitsteilig durchgeführt wird, erhält es dadurch auch einen sehr hohen motivationalen Charakter. Jede Klasse wird in besonderer Weise mit der Umsetzung der Aufgabenstellungen betraut sein. Das Projekt erfordert kein größeres inhaltliches Vorwissen. Die Kinder wurden im Kindergarten, dem Elternhaus oder spätestens in der ersten Klasse der Grundschule mit dem Inhalt der lukanischen Geburtsgeschichte vertraut gemacht. Ziel soll eine intensive inhaltliche, musische und künstlerische Auseinandersetzung mit den 16 Liedstrophen sein. Höhepunkt des Projektes kann die Integration der Inhalte und Ergebnisse in einen Weihnachtsschulgottesdienst sein (siehe Planung), oder aber auch eine»einzelpräsentation«in sozialen 2 Einrichtungen wie Seniorenheimen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen bei Gemeindenachmittagen oder einfach beim Bäcker nebenan. Besonders zum Ausklang des Lutherjubiläumsjahres 2017 ergibt sich hier eine gute Möglichkeit, auch auf das Liederdichten des Reformators hinzuweisen. II. IDEEN UND SKIZZEN ZUR GESAMTPLANUNG Das Weihnachtsprojekt rund um Martin Luthers Lied»Vom Himmel hoch da komm ich her«ist vorgesehen für die gesamte Schülerschaft einer Grundschule in der Vorweihnachtszeit. Auch die ersten Klassen können ihren Fähigkeiten entsprechend in reduzierter Form teilnehmen. Die Grundidee, die 15 Strophen des Liedes von den einzelnen Klassen bearbeiten zu lassen und gleich einem Adventskalender an den 15 Tagen vor den Weihnachtstagen zu präsentieren, erfordert die Mitarbeit aller Klassen. Am Ende steht die Darbietung des gesamten Liedes im Weihnachtsgottesdienst. Hier ist geplant, dass jede Klasse die ihr zugeteilte(n) Strophe(n) singt. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig. Hilfreich ist es, wenn die Kinder die Weihnachtsgeschichte nach Lukas kennen, da diese im Lied besungen wird. Im Zentrum des Projektes steht die Arbeit in Kleingruppen in jeder Klasse, die allerdings immer wieder zur Ideenfindung und zum Austausch im Plenum unterbrochen wird. Gerahmt und begleitet wird das Ganze durch eine Einstimmung für alle Kinder im Foyer oder in der Aula der Schule sowie einen Weihnachtsgottesdienst am Ende. Je nach Größe der Schule erhält jede Klasse eine Strophe, bzw. zwei Strophen des Liedes zur Ausgestaltung. In einzügigen Grundschulen sollte überlegt werden, ob die einzelnen Klassen vier Strophen umzusetzen können oder ob man reduziert, indem Strophen weggelassen werden. Der Zeitbedarf erstreckt sich auf eine Unterrichtsstunde zur Einführung, sowie zwei Tage zur Bearbeitung der Aufgaben in den Klassen. Dazu kommen in der Adventszeit täglich 15 Minuten zur Würdigung der Ergebnisse anderer Klassen und zum Singen von deren Liedtexten. Auch für den Besuch bei dem/der Kantor/in oder Organist/in der Kirchengemeinde sollte eine Doppelstunde eingeplant werden. Am Ende des Projektes steht die Präsentation der Engel (Link zum»anhang im Überblick«) und des Liedes im Weihnachtsgottesdienst der Schule, bevor die Engel in der Gemeinde an unterschiedlichen vorher vereinbarten Plätzen eine neue Heimat finden. Während des gesamten Projekts arbeiten die Kinder miteinander und füreinander. Jeden Tag erfährt das Ergebnis einer anderen Klasse eine Würdigung, bevor sich im Gottesdienst die einzelnen Engel der Klassen zum Engelschor vereinigen, die Einzelwerke zum Gesamtwerk werden und die einzelnen Strophen ein Lied bilden. Gearbeitet wird in den einzelnen Klassenräumen. Hier können Gruppentische und abgeschirmte Nischen hilfreich sein, damit die einzelnen Gruppen ihre unterschiedlichen Aufgaben ungestört erledigen können. Schon im Vorfeld sollte abgesprochen werden, wo die 15 Engel im Schulhaus Platz finden könnten. Zu bedenken ist, dass alle Kinder freien Zugang zu ihnen haben sollten. Interessanter für die Kinder ist es, wenn die Engel nicht alle an einem Ort stehen, sondern der neue Strophenträger jeden Morgen gesucht werden muss. Auch bleibt so das Bild der vollständigen Engelschar als Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit dem Abschlussgottesdienst vorbehalten. 3 Anspruch und Schwierigkeitsgrad der einzelnen Strophen variieren, so dass bei der Zuteilung darauf geachtet werden sollte, dass die unteren Klassenstufen nicht überfordert werden. III. GEMEINSAMER ARBEITS- UND IDEENPLAN DES PROJEKTES Was wir alle gemeinsam oder in der Gruppe tun Wichtige Fragen, die sich uns stellen Vorbereitende Arbeitsschritte/Techniken/Methoden Möglichkeiten zur Lösungsfindung/Umsetzung Schulgemeinschaft versammelt sich in der Aula / Foyer. Einstimmen auf das Vorhaben Was erwartet uns? Wie können wir die»lücken«schnell schließen? Engel nach Bauplan herstellen und für alle sichtbar aufstellen oder aufhängen. Erste Strophe des Liedes für alle sichtbar am Engel anbringen. Lehrer geben Informationen zum»projektlied«und der 1. Strophe. Erste Strophe wird gesungen oder gehört. CD-Player und CD mit der ersten Strophe des Liedes (alternativ: Keyboard, Gitarre) einsetzen. 15 weitere Strophen des Liedes»Macht hoch die Tür «werden an die Klassen verteilt. Welche Strophe wählen wir aus? (evtl. zuteilen) Je nach Größe der Schule erhält jede Klasse eine oder zwei Strophen (sollte im Vorfeld mit den Klassenlehrern geklärt werden). Alternativ ist auch eine Durchführung im Klassenverband möglich. Klassen erhalten ihre Strophe(n). Schulgemeinschaft begibt sich wieder in ihre Klassenräume. Liedtexte in großer Schrift vorbereiten. 4 Hören des ausgewählten Verses Haben wir den Text verstanden? Welche Wörter sind uns unbekannt? Was wollte der Liederdichter Martin Luther mit der / den Strophe(n) ausdrücken? Wie können wir den Versinhalt darstellen? Auf Lesefähigkeit achten (bes. 1. Klassen). Kartei mit»schwierigen Wörtern«vorbereiten und bereitstellen (s. Anhang) M4. Gut zuhören. Unbekannte Wörter nennen/ markieren. Arbeit mit der Wortkartei Gruppen finden sich in der Klasse. Arbeits- und Ideenplan in der Klasse erstellen. G1: Wer erledigt die Ausgestaltung des Textinhaltes? G2: Wer gestaltet den Klassenengel? G3: Wer schreibt den Liedtext? Evtl. G4: Wer kann unsere Strophe mit einem eigenen Instrument oder einem Orff-Instrument begleiten? Wir tragen in unseren Arbeitsgruppen Ideen zur Umsetzung zusammen. Reichen uns die Erklärungen in der Wortkartei oder brauchen wir weitere Hilfen? Wie soll unser Klassenengel aussehen? Wer schreibt den Liedtext in unsere moderne Sprache um? Arbeit mit der Wortkartei Bastelmaterialien für die Engelgestaltung bereitstellen. Instrumente und Noten bereitstellen. Schreibutensilien/ Eddings/Plakatkarton vorbereiten. In den Gruppen die einzelnen Lösungsvorschläge besprechen. Entscheidungen fällen für die Umsetzung. Eventuell schon überlegen, wo der Klassenengel im Schulhaus platziert werden soll. 5 Wir setzen unsere Ideen um und stellen unsere einzelnen Gruppenarbeiten der ganzen Klasse vor. Welche Tipps können wir den einzelnen Gruppen noch geben? Sind wir zufrieden mit unserem Gesamtkunstwerk? Wer stellt den Klassenengel auf? Können wir unsere Strophe gut singen? Singen der Strophe im Musikunterricht. Bereitstellen von Arbeitsmaterialien. Verbesserungsvorschläge ggf. machen. Ablauf der Präsentation besprechen. Generalprobe für»unseren Tag im Advent«Ist der originale Strophentext gut lesbar? Ist unser neuer Text gut verständlich und lesbar? (besonders für unsere fremdsprachlichen Mitschüler/innen?) Wo ist der beste Platz im Schulhaus zum Aufstellen unseres Klassenengels? (Überraschung/Spannung für die Mitschüler/innen) Vorbereitete Medien müssen komplett präsent sein. Die Klassenstrophe wird für alle Schüler/innen der Schule kopiert, jeder Schüler/in nimmt sich einen Zettel und klebt ihn in ein kleines Heft oder heftet die Zettel am Ende. So besitzt jedes Kind am Ende der Adventszeit das komplette Lied, vielleicht als Geschenk für die Eltern? Präsentationsecke im Schulhaus vorher gut vorbereiten. Wir besuchen den Kantor der Kirchengemeinde. Ist die musikalische Begleitung fehlerfrei eingeübt? Wie kommen wir zu unserer Kirche? Instrumente vorbereiten. Abklären wie Schüler/innen zur Kirche kommen und mit Kantor einen Termin absprechen. Gang zur Kirche und gemeinsames Singen mit dem Kantor an der Orgel (Vorbereitung für den Weihnachtsschulgottesdienst) 6 IV. SECHS SCHRITTE ZUR PROJEKTDURCHFÜHRUNG Das weihnachtliche Projekt ist für eine ganze Schulgemeinschaft in der Adventszeit gedacht. Es wird gerahmt durch eine gemeinsame Einstimmung in der Vorweihnachtszeit und einen gemeinsamen Abschluss, den Weihnachtsgottesdienst. In der Zwischenzeit erarbeiten die einzelnen Klassen Beiträge zu einer oder mehreren Strophen, die sie auf einem großen Engel präsentieren. Gleich einem Adventskalender soll dann jeden Morgen ein weiterer Engel im Schulhaus stehen, der den Liedtext und die Ausarbeitung zum jeweiligen Text der Strophe trägt. Denkbar ist es, dass daneben jeweils ein Liedtext (z.b. im Format DIN A6) mit der jeweiligen Strophe liegt, den die Kinder mit in die Klassen nehmen und dort im allmorgendlichen Adventskreis singen und besprechen. So könnte jedes Kind im Laufe der Adventszeit für sich selbst ein kleines Liederbuch mit allen Strophen herstellen. Das Projekt umfasst einen zeitlichen Rahmen von etwa vier Wochen, bedarf jeden Tag aber nur etwa Minuten. Dazu kommen etwa 2 Projekttage, bzw. ca. 8 Einzelstunden, in denen die Klassen ihren Beitrag gemeinsam und in arbeitsteiligen Kleingruppen ausarbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Fächern Deutsch, Religion, Musik und Kunst. 1. EINSTIMMUNG UND MOTIVATION Was wir alle gemeinsam oder in der Gruppe tun Wichtige Fragen, die sich uns stellen Vorbereitende Arbeitsschritte/Techniken/Methoden Möglichkeiten zur Lösungsfindung/Umsetzung Schulgemeinschaft versammelt sich in der Aula / Foyer. Einstimmen auf das Vorhaben Was erwartet uns? Wie können wir die»lücken«schnell schließen? Engel nach Bauplan herstellen und für alle sichtbar aufstellen oder aufhängen. Erste Strophe des Liedes für alle sichtbar am Engel anbringen. CD-Player und CD mit der ersten Strophe des Liedes (alternativ: Keyboard, Gitarre) einsetzen. Lehrer geben Informationen zum»projektlied«und der 1. Strophe. Erste Strophe wird gesungen oder gehört. 15 weitere Strophen des Liedes»Macht hoch die Tür «werden an die Klassen verteilt. Welche Strophe wählen wir aus? (evtl. zuteilen) Je nach Größe der Schule erhält jede Klasse eine oder zwei Strophen (sollte im Vorfeld mit den Klassenlehrern geklärt werden). Alternativ ist auch eine Durchführung im Klassenverband möglich. Liedtexte in großer Schrift vorbereiten. Klassen erhalten ihre Strophe(n). Schulgemeinschaft begibt sich wieder in ihre Klassenräume. 7 Vorbereitung: Ein großer Engel (Link zum Anhang M 1) wird gebaut und inhaltlich passend zur ersten Strophe des Liedes»Vom Himmel hoch«(link zum Anhang M 3) ausgestattet (Link zum Anhang M 2). Siehe dazu auch das zweite Foto zur Ausstattung des Engels (Link zum Anhang M 2). Der Liedtext wird groß und für alle sichtbar aufgeschrieben. Die übrigen 15 Strophen sind nun einzeln in DIN A4-Größe für die Klassen bereitzuhalten. Kollegen, die ein Instrument spielen, sind vorbereitet, um die Melodie vorzutragen und zu begleiten. Natürlich ist dies auch mit einer CD möglich (In diesem Fall: CD mit 1. Strophe suchen sowie einen CD-Player mitbringen). Etwa eine Woche vor Beginn der Weihnachtszeit versammeln sich alle Schüler im Foyer bzw. der Aula der Grundschule. Hier erwartet sie ein etwa 1, 30 m großer Engel mit der ersten Strophe des Weihnachtsliedes»Vom Himmel hoch da komm ich her«. Mit der Melodie des Liedes werden die Kinder begrüßt. Sie erfahren, dass Martin Luther das Weihnachtslied nach einer altbekannten Melodie getextet hat, wahrscheinlich, um seinen eigenen Kindern eine Freude zu machen. Seitdem hat es sich zu einem der populärsten Weihnachtslieder entwickelt. Die Schüler überlegen nun, welche frohe Botschaft der Engel wohl zu den Menschen bringen könnte und erinnern sich an die Weihnachtsgeschichte. Natürlich bietet es sich an, die erste Strophe gemeinsam zu singen. Sicher findet sich im Kollegium jemand, der dies auf der Gitarre, dem Keyboard oder einer Flöte begleiten kann. Möglich ist es natürlich auch, das Lied auf CD zu hören und somit einen ersten Eindruck davon zu gewinnen. Sind die Kinder derart auf den Inhalt eingestimmt, lassen sie sich sicher gern für das Vorhaben begeistern. Jede Klasse erhält eine oder mehrere der 15 Liedstrophen. Dabei bietet es sich an, schon im Vorfeld eine Zuteilung vorzunehmen. So wird es möglich, dass die unteren Klassenstufen die Strophen bekommen, deren Inhalt am leichtesten verständlich und gut umsetzbar ist. Dazu gibt es einen Plan (siehe oben), auf dem die Aufgaben und der Zeitablauf erkennbar sind. So wird den Schülern deutlich, bis wann der Engel fertig sein soll. Zum Ausklang könnten die Kinder in ihren Klassen ein Deckblatt für ein kleines Liederbuch basteln, in das sie nachfolgend die erste Strophe einheften. Tipp: Zusätzlich zum Projekt könnten einzelne Klassen das kleine Liederbuch täglich weiter gestalten, so dass am Ende ein hübsches Geschenk z.b. für die Eltern entsteht. 8 2. VOM TEXTVERSTÄNDNIS ZUM IDEENPLAN Was wir alle gemeinsam oder in der Gruppe tun Wichtige Fragen, die sich uns stellen Vorbereitende Arbeitsschritte/Techniken/Methoden Möglichkeiten zur Lösungsfindung/Umsetzung Wir setzen unsere Ideen um und stellen unsere einzelnen Gruppenarbeiten der ganzen Klasse vor. Haben wir den Text verstanden? Welche Wörter sind uns unbekannt? Was wollte der Liederdichter Martin Luther mit der / den Strophe(n) ausdrücken? Wie können wir den Versinhalt darstellen? Auf Lesefähigkeit achten (bes. 1. Klassen). Kartei mit»schwierigen Wörtern«vorbereiten und bereitstellen (s. Anhang) M4. Gut zuhören. Unbekannte Wörter nennen/ markieren. Arbeit mit der Wortkartei Gruppen finden sich in der Klasse. G1: Wer erledigt die Ausgestaltung des Textinhaltes? G2: Wer gestaltet den Klassenengel? G3: Wer schreibt den Liedtext? Evtl. G4: Wer kann unsere Strophe mit einem eigenen Instrument oder einem Orff-Instrument begleiten? Reichen uns die Erklärungen in der Wortkartei oder brauchen wir weitere Hilfen? Wie soll unser Klassenengel aussehen? Wer schreibt den Liedtext in unsere moderne Sprache um? Arbeit mit der Wortkartei Bastelmaterialien für die Engelgestaltung bereitstellen. Instrumente und Noten bereitstellen. Schreibutensilien/ Eddings/Plakatkarton vorbereiten. In den Gruppen die einzelnen Lösungsvorschläge besprechen. Entscheidungen fällen für die Umsetzung. Eventuell schon überlegen, wo der Klassenengel im Schulhaus platziert werden soll. 9 Im Klassenverband sichten die Kinder zunächst ihre Strophe und äußern sich spontan. Bearbeitet eine Klasse zwei oder mehr Strophen, ist es schon hier möglich, kleinere Gruppen zu bilden und arbeitsteilig fortzufahren. Gemeinsam erstellen sie ein Wortcluster, indem sie Assoziationen zu Schlüsselwörtern der jeweiligen Strophe notieren. Zum genauen Verständnis bietet sich als nächster Schritt an, schwierige Wörter mit dem Zettelkasten (Link zum Anhang M 4 / Glossar zu Worten und Redewendungen aus dem Lied) zu recherchieren und allein oder in Partnerarbeit die jeweilige Strophe in modernes Deutsch bzw. kindliche Sprache zu übertragen. Die Ergebnisse werden verglichen und Darstellungsmöglichkeiten für den nun offensichtlichen Inhalt der Strophe gesucht. Dabei sollte auch die Figur des Engels bedacht werden, die mit der Darstellung harmonieren soll. Möglichkeiten, die der Klasse bzw. der Gruppe eröffnet werden könnten, sind: Zeichnungen Fotos Collagen mit Stoffen / Wolle / Dingen aus der Natur Kleine Plastiken (auch mit mitgebrachten Figuren) Kneten von Einzelheiten Ausschnitte aus der Zeitung Wiederum in Partner- oder Kleingruppenarbeit beraten die Kinder über eine möglichst originelle Darstellung, vielleicht fertigen sie auch Skizzen an. Die Resultate werden vorgestellt, verglichen und besprochen. Wenn die Schüler sich für eine Variante entschieden haben, kann die Ausgestaltung geplant und auf einem Arbeits- und Ideenplan festgehalten werden. Dabei gilt es zu bedenken, welche Kinder diese übernehmen und welche sich lieber dem Bau und der Verzierung des Engels widmen. Beide künstlerischen Gruppen müssen in regem Austausch arbeiten, da der Engel ja Träger der Ausgestaltung zur Strophe ist. Außerdem werden Kinder gesucht, die bereit sind, die Liedstrophe groß auf ein Plakat zu schreiben. Eine mögliche vierte Gruppe könnte mit Orff- oder eigenen Instrumenten die musikalische Untermalung übernehmen. Zu klären ist, wer welche Materialien mitbringt und welche Werkzeuge benötigt werden. 10 3. IN DER ENGELWERKSTATT Was wir alle gemeinsam oder in der Gruppe tun Wichtige Fragen, die sich uns stellen Vorbereitende Arbeitsschritte/Techniken/Methoden Möglichkeiten zur Lösungsfindung/Umsetzung Hören des ausgewählten Verses Welche Tipps können wir den einzelnen Gruppen noch geben? Sind wir zufrieden mit unserem Gesamtkunstwerk? Singen der Strophe im Musikunterricht Bereitstellen von Arbeitsmaterialien Ggf. Verbesserungsvorschläge machen Ablauf der Präsentation besprechen Wer stellt den Klassenengel auf? Können wir unsere Strophe gut singen? Die folgende Sequenz ist für die
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