Vorlesungsverzeichnis für das Zertifikat Gender Studies. Im Sommersemester PDF

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Vorlesungsverzeichnis für das Zertifikat Gender Studies Im Sommersemester 2016 Inhalt Ringvorlesung:...2 Andersmacherei. Ringvorlesung zu Gender, Grenzziehungen, Sexualität und Gewalt....2 Vorlesung:...3
Vorlesungsverzeichnis für das Zertifikat Gender Studies Im Sommersemester 2016 Inhalt Ringvorlesung:...2 Andersmacherei. Ringvorlesung zu Gender, Grenzziehungen, Sexualität und Gewalt....2 Vorlesung: Vorlesung: Gender und Queer Studies, Mittwoch Uhr, H Basisseminare: Gender and Economics: A Down-to-Earth Approach Stereotype und Vorurteile im organisationalen Kontext... 5 Aufbau-Seminare: Wechselwirkungen und Interdependenzen zwischen Recht und Gender am Beispiel des Wissenschaftssystems Epigenetik jenseits binärer Ordnungen? Körpersoziologie Digital Gender Zahlen und Geschlecht. Soziologische Theorien und Befund *Eine Anmeldung über KLIPS 2.0 ist in diesem Semester leider noch nicht möglich. Bitte kommen Sie zur ersten Sitzung! 1 Ringvorlesung: Andersmacherei. Ringvorlesung zu Gender, Grenzziehungen, Sexualität und Gewalt. Lehrperson: Dirk Schulz Die GeStiK-Ringvorlesung des letzten Semesters Verletzt, Gehetzt, Widersetzt. Gender und Gewalt machte deutlich, wie wichtig und produktiv eine Veranstaltung zu diesem Konnex sein kann, gerade wenn sowohl wissenschaftlich wie gesellschaftlich-politisch wirkende Akteur_innen zu Wort kommen. Leider sind seither die auch medial großflächig thematisierten sozialen Ereignisse und Entwicklungen noch stärker durch Gewalt in ihren verschiedensten Formen gekennzeichnet. Die Berufung auf Grenzen, auf erkennbare und verlässliche Gruppierungen, auf ein Wir und die Anderen, artikuliert sich hierbei immer lautstarker und unnachgiebiger. Es soll endlich ein Ende haben mit der unterstellten Gleichmacherei der Gender und Queer Studies, mit Political Correctness, mit der Lügenpresse, mit all den Gutmenschen, die ihre Augen vor der Wahrheit verschließen. In dieser Ringvorlesung wollen wir uns bemühen, die Anliegen und Interventionen von Gender und Queer Studies aus verschieden Blickwickeln an den noch stärker entbrannten Fragen von Grenzen und Aufbrüchen, von Verletzbarkeiten und Gewalt, von Norm und (De- )Zentralisierung auszurichten. Hierbei werden Wissenschaftler_innen und Akteur_innen zu Wort kommen, die sich aus kultur-, sozial- und religionswissenschaftlicher, aus feministischer, postkolonialer und queerer Perspektive diesem Thema nähern. 2 Vorlesung: Vorlesung: Gender und Queer Studies, Mittwoch Uhr, H4 Lehrperson: Susanne Völker Mittwoch 16h 17.30h HF Hauptgebäude Hörsaal H 124 Gender und Queer Studies untersuchen die Hervorbringungen, Konstruktionen, Materialisierungen von Geschlecht, 'Sexualität', Geschlechterverhältnissen und 'Heteronormativität' sowie ihre Verflechtungen in sozialen, kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und naturwissenschaftlichen Ordnungsmustern und Klassifikationen. Gender und 'Sexualität' verweisen dabei auf sehr verschiedene Dimensionen, Wirkungsweisen und Bedeutungsgehalte, die unser In-der- Weltsein maßgeblich hervorbringen. Als kritische Verfahren problematisieren Gender und Queer Studies homogenisierende Praktiken und dichotome Gegenüberstellungen, die Ungleichheiten und Ausschlüsse erzeugen und die Anerkennung von Differenzen und eine gleichberechtigte, gerechte Partizipation verhindern. Geschlecht ist dabei kein Gegenstand an sich, sondern geht mit anderen sozio-materialen Erscheinungen mehr oder weniger dauerhafte, kohärente oder flüchtige, dissonante Muster ein. In der einführenden Vorlesung sollen zentrale Zugänge und Debatten der Gender und Queer Studies und feministischer Theorien aus sozialwissenschaftlich geprägter, aber auch aus disziplinübergreifender Perspektive entfaltet und diskutiert werden. Hierbei wird auch versucht, aktuelle Impulse und Problematisierungen der Postcolonial-, Subaltern- und Affect-Studies sowie des Material Feminism aufzugreifen. 3 Basisseminare: Wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven: Gender and Economics: A Down-to-Earth Approach Lehrperson: Tauqeer Hussain Shah Donnerstag/Thursday 14h 15.30h Bauwens Gebäude Raum 2.B11 This course prepares the participants to analyze the social issue of gender and economics. This course deals with different approached ranging from theoretical understanding to methodological challenges in the field of gender and economics. I ll focus on different Sociological and economic explanations of this concept. It ranges from micro, meso and macro level explanations of the concept of gender and economics. Methodological sessions will deals with different approaches in social research methods. It ranges from deductive approach to inductive approach. It will cover a range of different topics like gender and labor force participation, structural and institutional frame work of different societies to define gender, economic aspects of gender and violence, women trafficking, undocumented migration and internationalization of illicit activities, gender and economic transformation etc. The course will focus that during this period of study the participant may be able to critical analyze the concept of gender and economics in context of different societies. They may learn up-to-date approach in this field. There shall a comparison of European societies with other societies like South Asia, South East Asia and Africa; so students may be able to analyze the phenomena in context of developed, developing and under developed countries. *Hinweis/note: The seminar starts in the 3 rd semester week (28.04.)! 4 Stereotype und Vorurteile im organisationalen Kontext Lehrperson: Angela R. Dorrough Freitag 16h 17.30h Philosophikum Raum S 81 Im Seminar erarbeiten die Studierenden, was man unter Stereotypen und Vorurteilen versteht und wie diese die Informationsverarbeitung, die soziale Wahrnehmung und das Verhalten beeinflussen. Besonderer Fokus soll dabei auf geschlechtsspezifischen Stereotypen und Vorurteilen liegen und darauf, wann und an welcher Stelle diese im organisationalen Kontext zur Anwendung kommen. Es wird besprochen, welche Folgen dies für die betroffenen Personen aber auch für die Organisation haben kann. Hier werden die Bereiche Berufswahl, Personalentscheidungen und berufliche Leistungsfähigkeit im Fokus stehen. Im weiteren Verlauf des Seminars wird beleuchtet, wodurch Vorurteile aufrechterhalten oder sogar verstärkt werden, aber auch welche Wege und Mittel genutzt werden können, um sie abzubauen. Darüber hinaus lernen die Studierenden Methoden experimenteller Forschung kennen und erwerben Kompetenzen im Lesen wissenschaftlicher Forschungsartikel. Politikwissenschaftliche Perspektiven: Feministische Positionen zu Prostitution und Sexarbeit. Theoretische Perspektiven und empirische Politikfeldanalysen. Lehrperson: Heike Mauer 1. Einführung h 14h Bauwens Gebäude Raum 0.A01 2. Block h 18h Bauwens Gebäude Raum 0.A01/ h 16h Gebäude 213 Raum Block h 18h Bauwens Gebäude Raum 0.A01/ h 16h Gebäude 213 Raum 163 Gegenstand des Seminars ist die feministische Debatte um 'Prostitution und Sexarbeit'. Auf der Basis der Lektüre auch historischer feministischer Texte werden Kenntnisse über Positionen der Frauenbewegung zu Prostitution und Sexarbeit vermittelt. Im Zentrum stehen divergierende und konfligierende feministische Positionen, deren jüngstes Beispiel die aktuelle Kontroverse um ein Verbot von Prostitution ist, wie es beispielsweise die Zeitschrift Emma fordert. Darüber hinaus bietet das Seminar einen Einblick in aktuelle Debatten zur Regulierung von Prostitution und Sexarbeit in ausgewählten Ländern, die zugleich in ihrem transnationalen Kontext analysiert werden sollen. Auch hier liegt der Fokus auf den feministischen Positionen, die in die politischen Auseinandersetzungen intervenieren. 5 Geisteswissenschaftliche und bewegungsgeschichtliche Perspektiven: Postkolonialismus, Feminismus und Frauenbewegungen der Anderen Lehrperson: Nicole Najemnik 1. Block h 18h Bauwens Gebäude Raum 0.A01/ h 16h Philosophikum Raum S Block h 18h Bauwens Gebäude Raum 0.A01/ h 16h Gebäude 213 Raum 163 Dieses Seminar gibt einen Überblick über zentrale Argumente und Positionen postkolonialer Theoretiker_innen wie Homi K. Bhabha, Edward Said, Gayatri Chakravorty Spivak und Chandra Talpade Mohanty. Außerdem soll ein Verständnis dafür erarbeitet werden, was postkoloniale feministische Theorie von anderen feministischen Theorien unterscheidet und eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Kritik postkolonialer Feministinnen an westlichen Feminismen erfolgen. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, ob ein multikultureller Feminismus möglich, notwendig und wünschenswert ist. Ebenso erfolgt eine tiefergehende Befassung mit anderen Feminismen anhand der Beispiele mexikanischer und türkischer Frauenbewegungen. Kultur - und sozialwissenschaftliche Perspektiven: W/Ihr? Gender und Queer Studies im Spannungsfeld von Natur/Essenzen/Normen und Kultur/Konstrukt(ion)en/Abweichungen Lehrperson: Dirk Schulz Mittwoch 10h 11.30h WiSo Hochhaus Raum 710 Gerade in den letzten Monaten ist ein medialer Streit über die Frage von grundsätzlichen Differenzen, Eigenheiten, Zugehörigkeiten und Identitäten neu entfacht. Den Gender und Queer Studies wird in diffamierender Art und Weise Ideologie und ein nicht-wahr-haben-wollen von naturgegebenen Fakten unterstellt. Damit werden wichtige Erkenntnisse feministischer, queerer, postkolonialer und weiterer, damit verschränkter Interventionen negiert und verhöhnt. In diesem Seminar werden wir Texte aus diversen Blickwinkeln lesen und diskutieren, die maßgebliche Impulse in der Genderdebatte gegeben haben und uns immer wieder fragen, welche Grundlagen sie bei den aktuellen Diskussionen bieten können. 6 Sexualisierte Gewalt Lehrpersonen: Martina Benischke/Claudia Nikodem Donnerstag 14h 15.30h Modulbau Raum S 180 Sexualisierte Gewalt ist spätestens seit den Vorkommnissen an der Odenwaldschule ein Thema, das an den Universitäten und dort in der Lehrer_innenausbildung präsent ist. Aus einer soziologischen und zugleich feministischen Perspektive wird sich dem Themenspektrum Gewalt und Geschlecht genähert, um im Anschluss die Relevanz für den pädagogischen Kontext herauszuarbeiten. Dabei werden wir aktuelle Forschungsergebnisse anschauen und überprüfen, inwieweit Transformationen in der Analyse sexualisierter Gewaltverhältnisse gegeben sind Kritische Weißseinsforschung Lehrperson: Claudia Nikodem Mittwoch 8h 9.30h Modulbau Raum S 181 In diesem Seminar wird die Kritische Weißseinsforschung im Mittelpunkt stehen. Diese in den letzten Jahren aus den Postcolonial Studies, der Migrationsforschung und den Gender Studies entwickelte Strömung beschäftigt sich mit der Tabuisierung des Weißseins einerseits, eine Tabuisierung der dominanten Positionierung. Wir werden uns dem Thema aus theoretischer und empirischer Perspektive nähern, wobei jede/ jeder seine eigene Positionierung mit überdenken kann. 7 Aufbau-Seminare: Rechtswissenschaftliche Perspektiven: Wechselwirkungen und Interdependenzen zwischen Recht und Gender am Beispiel des Wissenschaftssystems Lehrpersonen: Nina Steinweg/Lina Vollmer 1. Einführung h 19h Philosophikum Raum S Block h 18h Modulbau Raum 1.07/ h 16h Gebäude 213 Raum Block h 18h Bauwens Gebäude Raum 0.A01/ h 16h Philosophikum Raum S 81 Ziel ist es, die Wechselwirkungen und Interdependenzen von Recht und Geschlechterverhältnissen/- konstruktionen aufzuzeigen und anhand eines den Studierenden bekannten Handlungsfeldes Wissenschaft zu veranschaulichen. Das Seminar bietet einen Überblick über die Grundlagen von Gendertheorien und feministischen Rechtstheorien, Daten zu den Geschlechterverhältnissen in der Wissenschaft, rechtliche Rahmenbedingungen sowie einen Einblick in die Praxis der Rechtsanwendung zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft. Durch die Verbindung von rechtlichen Grundlagen der Gleichstellungspolitik in der Wissenschaft mit feministischer Rechtstheorie und Gendertheorien sollen die TeilnehmerInnen in die Lage versetzt werden, sich kritisch und konstruktiv mit den bestehenden Steuerungspotentialen und praxen von Recht auseinander zu setzen. Durch die Team Teaching Methode werden die Seminarinhalte sowohl aus juristischer als auch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive interdisziplinär behandelt. 8 Naturwissenschaftliche Perspektiven: Epigenetik jenseits binärer Ordnungen? Lehrperson: Lisa Krall 1. Einführung h 15.30h GeStiK Bibliothek im Bauwens Gebäude h 15h Bauwens Gebäude Raum 0.A /28./ h 15h GeStiK Bibliothek im Bauwens Gebäude Das biomedizinische Feld der Epigenetik genießt aktuell nicht nur großes Interesse innerhalb der Naturwissenschaften, sondern darüber hinaus. Es wird oftmals als Hoffnungsträger bezeichnet, da es nicht nur neue Erkenntnisse zu biomedizinischen Zusammenhängen liefert, sondern sich auch von tradierten naturwissenschaftlichen Konzepten verabschiedet. Denn hier werden nicht nur biologische Prozessen untersucht, sondern mit dem Einfluss äußerer Faktoren wie Umweltbelastung oder Stress auf genetische Veränderungen auch Effekte gesellschaftlicher Herausforderungen wie soziale Ungleichheiten oder Diskriminierung betrachtet. Somit wird Epigenetik auch für die Geschlechterforschung interessant, da sich hier die Grenzen des klassischen Dualismus von Natur und Kultur verschieben. Im Seminar erschließen wir uns zunächst gemeinsam das Feld der Epigenetik, um dann auf interdisziplinäre Arbeiten zu Epigenetik zu schauen und erste Auseinandersetzungen der Genderforschung hierzu kennenzulernen. Gerahmt wird das Seminar von Perspektiven der Feministischen Naturwissenschaftsforschung, mit deren Hilfe wir schließlich selbst eine Analyse epigenetischer Forschungsarbeiten durchführ Sozialwissenschaftliche Perspektiven: Körpersoziologie Lehrperson: Lisa Krall Donnerstag 12h 13.30h Bauwens Gebäude Raum 0.A01 Dieses Seminar gibt einen Einblick in Debatten über Körper und Materie aus geschlechtersoziologischer Perspektive. Nach dem sogenannten linguistic turn und Auseinandersetzungen mit der Wirkmacht von Sprache und Diskursen, wird seit einiger Zeit von einem material turn gesprochen und die Thematisierung von Körperlichkeiten und Materie fokussiert. In der Veranstaltung werden feministische Debatten um Körper und Materialitäten und verschiedene Fragen beleuchtet, wie z.b.: Wie werden Körper und Materialitäten in Geschlechterforschung verhandelt und was wird problematisiert und thematisiert? Über welche Körper wird 9 gesprochen und wie werden sie verstanden? Anhand ausgewählter Texte verschaffen wir uns einen Überblick über ein heterogenes Themenfeld - die Lektüre der Texte ist daher unbedingt erforderlich Digital Gender Lehrperson: Thamar Klein Donnerstag HF Hauptgebäude Raum S 133 Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein wesentlicher Faktor von Gesellschaftswandel. Internettechnologien haben durch die Diversifikation von Wissensproduktion und die hohe Geschwindigkeit bei der Verbreitung von Wissen einen ganz entscheidenden Einfluss auf das Geschehen in der Offline-Welt und stoßen hier Wandlungsprozesse an ( FacebookRevolution, Patient 2.0, WikiPlag - kollaborative Plagiatdokumentation ). Das Internet erlaubt Akteur_innen nicht nur auf globaler Ebene Wissen zu artikulieren und es zirkulieren zu lassen, sondern beeinflusst zunehmend auch deren Identitätsbildung. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass Identitätsforschung immer mehr Raum in der Cyberanthropology einnimmt. In diesem Seminar werden wir den Fokus auf Geschlecht in der cyberanthropologischen Identitätsforschung legen. Mathematisch-naturwissenschaftliche Perspektiven: Zahlen und Geschlecht. Soziologische Theorien und Befund Lehrperson: Diana Lengersdorf Montag 10h 11.30h Modulbau Raum S 182 Zahlen erscheinen uns als objektiv, als faktisch. Doch auch Zahlen, Zahlensystem und deren Niederschrift in Ziffern und Zeichen sind gesellschaftlich hervorgebracht. So sagt man auf Deutsch acht-zig aber auf Französisch quatre-vingt (vier [mal] zwanzig). Dahinter stehen nicht nur andere Sprachen, sondern auch andere (Zahlen-)Denkweisen. Zahlen sind zudem mächtig und sie können auch Gutes tun, z.b. auf Ungleichheiten hinweisen. Im Seminar spüren wir den Zahlen nach und fokussieren uns insbesondere auf solche, die mit Geschlecht in Zusammenhang gebracht werden können. Grundlegend sind Erkenntnisse der Wissenschaft- und Technikforschung sowie der Geschlechterforschung. 10
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