Vorwort des Schulleiters

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Unser ESG Jahresbericht Unser ESG Vielleicht haben Sie vor Weihnachten auf ihn gewartet. Wir haben den Jahresbericht nicht vergessen, wollten aber unbedingt die Stiftungsgründung mit
Unser ESG Jahresbericht Unser ESG Vielleicht haben Sie vor Weihnachten auf ihn gewartet. Wir haben den Jahresbericht nicht vergessen, wollten aber unbedingt die Stiftungsgründung mit hinein nehmen. Leider lagen die Verkaufszahlen der letzten Jahre und sogar im Jubiläumsjahr nicht in der Größenordnung, die für schwarze Zahlen ausgereicht hätte. Deshalb haben wir beschlossen, den Bericht zunächst auszugsweise auf unsere Homepage zu stellen. Auf über 130 Seiten ist unser Schulleben dokumentiert. Die Abiturreden der Jahre 2009 und 2010, die Studienfahrten der Jahrgangsstufe 12, die 9. Lesenacht, Theater, Wettbewerbe, die Berufsorientierung, alle Klassenfotos in Farbe, bauliche Veränderungen, Personalien usw.. Wer den Bericht in gebundener Form, die alle Bilder in Farbe enthalten wird, bestellen möchte, kann dies durch Überweisung von 20 auf das Konto bei der Sparkasse SÜW (BLZ ) oder direkt im Sekretariat unter Angabe seiner Adresse oder des Namens und der Klasse seines Kindes am ESG tun. Dies ist bis zum möglich, die Exemplare können dann Ende März im Sekretariat abgeholt werden. Den genauen Termin werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen. Ich bedanke mich bei unserem Chefredakteur, Herrn Lorenz, und allen, die beim Zustandekommen des Jahresberichtes geholfen haben, ganz herzlich. Eine solche Dokumentation des schulischen Lebens ist für eine Schule unerlässlich, was von vielen leider erst Jahre später anerkannt und entsprechend gewürdigt wird. Hans Peter Neumann Vorwort von Hans Peter Neumann Schulleiter des Eduard-Spranger-Gymnasiums Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Ehemalige, liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich sehr, dass Sie Unser ESG in den Händen halten und auf diese Weise Ihre Verbundenheit mit dem Eduard-Spranger- Gymnasium zum Ausdruck bringen. Der Jahresbericht bietet Ihnen wie immer einen interessanten Einblick in unser vielfältiges Schulleben, das auch in den Jahren nach dem großen Jubiläum durch viele Höhepunkte gekennzeichnet war. Auch wenn natürlich unsere Schülerinnen und Schüler stets im Zentrum stehen und für ein Gymnasium die Entlassung eines weiteren Abiturjahrgangs den eigentlichen Höhepunkt im Schuljahr darstellt, gibt es doch immer wieder andere Ereignisse, die man im Rückblick mit den entsprechenden Schuljahren verbindet. So waren die letzten beiden geprägt durch eine rege Bautätigkeit in unserem Schulhaus. Die Modernisierung unserer naturwissenschaftlichen Fachsäle, das neue Kleine Atrium und die Sanierung der Schülertoiletten und der Umkleideräume in der Turnhalle liefern dazu die Stichworte. Gleichzeitig sind wir durch unsere Qualifikation zur Medienkompetenz-Schule in den Genuss einer breiten informationstechnischen Ausstattung gekommen, die immer stärker genutzt wird. Im pädagogischen Bereich ist die externe Evaluation unserer Schule durch die Agentur für Qualitätssicherung in Schulen (AQS) zu nennen, aber auch unsere Bewerbung als G8-Gymnasium und die damit einhergehende breite Diskussion über Ziele, Inhalte und Methoden gymnasialer Bildung. Daraus resultierte z.b. die Überarbeitung unseres Methodenkonzeptes und der berufsorientierenden Angebote sowie viele weitere kleine Schritte auf dem Weg zu einer immer besseren Schule, die stets das Ziel aller daran Beteiligten sein muss. Ich bedanke mich bei allen Autorinnen und Autoren, die einen Beitrag zum Jahresbericht geleistet haben und dabei vor allem unserem Chefredakteur, Herrn Studiendirektor Martin Lorenz, der in bewährter Weise die Einzelbeiträge zu einem attraktiven und lesenswerten Ganzen zusammengefügt hat. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen! Vorwort des Schulleiters A. Part I shall be paid absolutely to Altsprachliches (Huma nistisches) Gymnasium, Landau in der Pfalz, Waffenstrasse, Germany, as a scholarship fund for gifted students of limited means. Karl-Richard-Rath-Stiftung Auszug aus dem Testament vom 25. August 1970 Eine Geige und ganz viel Geld Über eine Viertelmillion Euro hat das Eduard-Spranger-Gymnasium (ESG) in Landau geerbt. Die Summe ist die Hälfte des Vermögens eines früheren Schülers, der 1917 Abitur machte. Es fließt in eine Stiftung, aus deren Erträgen begabte Schüler aus bedürftigen Familien gefördert werden. Von Rolf Gauweiler Nein, von einem Karl Richard Rath hatte ESG- Schulleiter Hans-Peter Neumann nie gehört. Bis am 16. Oktober 2009 ein dickes Schreiben des Amtsgerichts Landau auf seinen Tisch flatterte. Darin stand, dass Karl Richard Rath, der 1917 am Königlich Humanistischen Gymnasium zu Landau das vorgezogene Abitur machte, um noch in den Ersten Weltkrieg zu ziehen, seiner alten Schule die Hälfte seines Vermögens vermacht hat: Euro. Immer noch wissen die Erben recht wenig über ihren Glücksbringer. Rath ist den Akten zufolge am 9. Februar 1898 in Landau als Sohn eines Gastwirts zur Welt gekommen und 1930 an Bord des Passagierschiffes Europa nach New York ausgewandert hat er im kubanischen Havanna die gebürtige Österreicherin Ludmilla Metall geheiratet, die bereits in den Vereinigten Staaten lebte. Gestorben ist Karl Richard Rath am 17. September 1970 im Urlaub in Landau, ein Tag vor seiner geplanten Abreise nach New York, wo er als Patentanwalt tätig war. Er wurde in Lan-dau auf dem Zentralfriedhof beigesetzt. Seine Witwe, obwohl keine Südpfälzerin, siedelte ein halbes Jahr später nach Landau und bezog das alte Rathsche Anwesen in der Falkenburgstraße 1. Dort starb Ludmilla Rath hochbetagt am 30. Juni Einen Monat später wäre sie 100 Jahre alt geworden. Das Paar hatte keine Kinder und alle näheren Verwandten hatten auch bereits das Zeitliche gesegnet. So kam das Eduard-Spranger- Gymnasium als Nachfolgeanstalt des Humanistischen Gymnasiums in den Genuss des nicht unbeträchtlichen Vermögens, das Rath krisensicher und nicht in Lehman-Papieren angelegt hatte, wie Schulleiter Neumann erleichtert feststellte. Warum er offenbar gute Erinnerungen an seine ehemalige Penne bewahrte, hat der Nebel der Geschichte verschluckt. Sonnenklar hingegen ist, wofür Rath seinen Nachlass verwendet sehen wollte. In seinem Testament verfügte er, das Geld solle in eine Stiftung for gifted students of limited means fließen. Auf Deutsch: Es sollen talentierte Schüler gefördert werden, die von Haus aus über wenig Mittel verfügen. Heute soll in einer kleinen Feierstunde die Karl- Richard-Rath-Stiftung gegründet werden. Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten und auch, weil Schulen in Deutschland eigentlich kein Geld erben dürfen, hat sich das ESG mit juristischem Beistand dazu entschlossen, die neue Stiftung in die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße einzubetten. Unter diesem Dach, so hoffen die ESG-Verantwortlichen, sei eine sowohl renditeträchtige als auch sichere Geldanlage gewährleistet. Die Vorschläge, wem die Erträge zukommen sollen, macht aber der Beirat der Karl- Richard-Rath-Stiftung, dem ESG-Vize Jürgen Monnerjahn vorsitzt und dem Vertreter der Schulleitung, des Elternbeirats, der Vereinigung der Ehemaligen und Freunde sowie der Schülersprecher angehören. Die neue Stiftung soll Anreize schaffen, damit Schüler früh erkennen, dass sich Bildung lohnt. Diesen Geist möchten wir fördern, betont Neumann. Als begabte Schüler im Sinne des Stiftungszwecks gelten solche, die in ihrer Klasse im oberen Drittel oder fachbezogen - also in Naturwissenschaften, Sprachen oder im musischen Bereich - in der Leistungsspitze ihres Jahrgangs sind. Bedürftig sind sie, wenn ihre Familie weniger als das statistische deutsche Durchschnittseinkommen verdient. Und das sind wohl nicht wenige. Neumann berichtet, dass bei der neu eingeführten Schulbuch-Ausleihe etwa ein Fünftel der Eltern von Landauer Gymnasiasten Anspruch auf kostenlose Bücher hatte. Nun hoffen Neumann und Monnerjahn, dass im Laufe der Zeit noch weitere edle Spender zustiften. Diese Erträge könnten in Veranstaltungen, moderne Bildungskonzepte, Unterrichtsprojekte oder interkulturelle Begegnungen fließen. Dann ist da noch die zweite Hälfte von Raths Nachlass. Die hat der Erblasser der Stadt Landau zukommen lassen, und Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer habe versprochen, auch diese Summe in Absprache mit der Schulleitung für Belange des Eduard-Spranger-Gymnasiums auszugeben, freut sich Neumann. Bleibt noch die Geschichte mit der Geige zu erzählen: Als das Haus der Witwe Rath in der Falkenburgstraße aufgeräumt wurde, fand sich im Keller in einem verstaubten Geigenkasten eine Violine aus dem Jahre Das kostbare Instrument war in bemitleidenswertem Zustand. Inzwischen repariert, soll es heute bei der Gründungsfeier klangvoll an den Stifter erinnern. DIE RHEINPFALZ vom 17. Januar 2011 Stiftungsfeier am Unterzeichnen der Stiftungsurkunden durch Herrn Neumann (Schulleiter), Herrn Monnerjahn (Stellv. Schulleiter), Herrn Oberbürgermeister Schlimmer, Herrn Laux (Sparkasse SÜW) und Herrn Nitz (Sparkasse SÜW) (von links nach rechts) Karl-Richard-Rath-Stiftung Arbeit der SEG Schulentwicklung und Qualitätsmanagement sind seit dem Pisa-Schock in aller Munde und mittlerwele für alle rheinland-pfälzischen Schulen Pflichtaufgaben. Wir am ESG haben dazu im Herbst 2005 eine Schulentwicklungsgruppe (SEG) gegründet, in der Schulleitung, Kollegium, Eltern- und Schülerschaft gemeinsam über Verbesserungen im innerschulischen Bereich nachdenken, oftmals kontrovers diskutieren, aber immer Vorschläge für die letztentscheidende Gesamtkonferenz erstellen. Die drei Schulleitungsmitglieder, acht im Zwei- Jahres-Turnus gewählte Lehrer(innen) und je zwei von den entsprechenden Gremien delegierte Schüler- und Elternvertreter(innen) treffen sich dazu ca. sechs Mal im Schuljahr. Die Gesprächsthemen ergeben sich meist aus den einzelnen Schulgruppen oder z.b. aus den Ergebnissen der externen Evaluation durch die AQS. Aber auch die SEG selbst hatte 2006 eine Schülerumfrage initiiert, die viele wichtige Rückmeldungen und Arbeitsaufträge erbrachte. Auf die Tätigkeit der SEG gehen z.b. zurück: die Weiterführung des Bläserklassenkonzeptes bis Klasse 8 ((2006) die Einführung der gelben Wochen für störungsfreien Unterricht (2007) die Erstellung der Schulcharta (2007) das pädagogische und organisatorische Konzept für das G8-GTS-Gymnasium (2008/2009) die Überarbeitung des Drehtürmodells (2009) die Überarbeitung des Methodenund Präventionskonzeptes sowie der berufsorientierenden Angebote (2009) die Entwicklung eines Konzeptes für Arbeits- und Aufenthaltsräume (2009) die Überlegungen zur Änderung der Pausenzeiten und der Schulklingel (aktuell) die Teambildungen als Maßnahmen zur verstärkten Zusammenarbeit, Koordination und Abstimmung von Lehrund Erziehungsarbeit (aktuell) Die SEG greift unbürokratisch an sie gerichtete Eingaben aus allen schulischen Gruppen auf, setzt nach einer Vorprüfung die entsprechenden Themen auf die Tagesordnung und diskutiert frei und gleichberechtigt das Für und Wider einzelner Lösungsvorschläge. Auf diese Weise entstehen durchdachte Beschlussvorlagen für die Gesamtkonferenz, die die Diskussionen in diesem großen Personenkreis zielgerichteter gestalten und damit die Effektivität der Arbeit dieses Gremiums deutlich erhöhen. Dies und insbesondere die gleichberechtigten Mitgestaltungsmöglichkeiten schätzen alle beteiligten Gruppen unserer Schulgemeinschaft, die bisher mit jeder Neuwahl der SEG deren Bedeutung für die Qualitäts- und Entwicklungsarbeit am ESG untermauert haben. Die derzeitigen Mitglieder in der Schulentwicklungsgruppe sind: Frau Höll-Pach, Herr Monnerjahn, Herr Neumann (Schulleitung) Frau Gehre, Frau Haas, Frau Hollm, Herr Layes, Herr Lengers, Frau Scharfenberger, Herr Streith, Herr Treis (Kollegium) Herr Böker-Jagow, Frau Heiligenthal (Eltern) Samuel Kirsch, Eva Schönenberg, Charlotte Müller (Schülerschaft) Arbeit der SEG Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, sehr geehrte Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Gäste, Wir wollten nicht nur lernen, um von vielen Dingen eine Ahnung zu haben, um bei allem mitreden zu können. Wir wollten lernen, wie man lernt, wie man durch Wissen selbstständig wird und innerlich frei, damit wir uns eigene Ansichten, eigene Gedanken bilden können, damit wir befähigt werden, von dieser Grundlage des Gelernten aus uns selbst vorwärts zu bringen und in der Gesellschaft als Vorbild zu dienen. Hand aufs Herz! Wer von Ihnen hätte diesen Ausschnitt aus der Abschiedsrede einer Abiturientin auf das Jahr 1899 datiert? Die Autorin, Rahel Goitein, war die Tochter des Stadtrabbiners von Karlsruhe und gehörte zu den ersten Abiturientinnen des ersten deutschen Mädchengymnasiums. Und sie hat nicht nur klug zu reden verstanden, sondern sich tatsächlich selbst vorwärts gebracht. Sie setzte es durch - zunächst nur probeweise - studieren zu dürfen, was letztendlich zu einer Promotion in Medizin führte. Nach ihrer Heirat eröffnete sie, nunmehr Dr. Rahel Straus, als erste deutsche Ärztin eine gynäkologische Praxis natürlich mit der offiziellen Erlaubnis ihres Mannes. In Erinnerung an sie gibt es z.b. an der Universität in Heidelberg ein nach ihr benanntes Förderprogramm für Wissenschaftlerinnen, die sich habilitieren wollen. Wir wollten... lernen, um von vielen Dingen eine Ahnung zu haben, um bei allem mitreden zu können. Abitur 2010 In diesem Jahr gab es am Eduard-Spranger-Gymnasium 81 Abiturzeugnisse für 40 Schülerinnen und 41 Schüler. Das beste Abitur legte Lukas Kölsch (1,0) ab, gefolgt von Max Bohnet (1,1), Rike Graß und Ina Wagenblatt (jeweils 1,4). Insgesamt erreichten 19 Schülerinnen und Schüler einen Schnitt mit einer 1 vor dem Komma. 32 Schülerinnen und Schülern konnte das Latinum bzw. das Große Latinum bescheinigt werden. Bei der Abiturfeier, die am Freitag ( ) in den Räumen des ehemaligen Gloria Kinos stattfand, erhielt Lukas Kölsch eine Auszeichnung des Schulleiters Hans Peter Neumann für das beste Abitur. Im Fach Bildende Kunst hieß die Preisträgerin Maja Roch, für besondere Leistungen im Fach Darstellendes Spiel gab es zwei Preise, sie gingen an Rike Graß und Martin Braß. Im naturwissenschaftlichen Bereich erhielt Julia Schätz den Preis der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie für die besten Leistungen im Fach Biologie, Eyleen Becker den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ging an Lukas Kölsch, Marcus Schmitt, Max Bohnet und Rike Graß. Für ihre Leistungen im Fach Mathematik wurde Anne- Therese Rauls mit dem Preis der Vereinigung Deutscher Mathematiker ausgezeichnet. Im Fach Informatik hatten sich Michael Hoff und Jonas Keller besonders hervorgetan und wurden dafür geehrt. Der Preis des Zonta Clubs Landau für naturwissenschaftlich besonders leistungsstarke Schülerinnen wurde Rike Graß verliehen. Den Preis für die besten Leistungen im Fach Latein erhielten Lukas Kölsch und Max Bohnet. Im neusprachlichen Bereich ging die Auszeichnung für die besten Leistungen im Fach Englisch an Ina Wagenblatt. Der Preis der Deutsch-Französischen Gesellschaft für die besten Leistungen im Fach Französisch wurde in diesem Jahr an zwei Schüler vergeben, an Ina Wagenblatt und Stefan Wohlfahrt. Der Scheffel-Preis der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe, der für besonders anerkennenswerte Leistungen im Fach Deutsch vergeben wird, ging an Sarah Krischer. Geehrt wurde auch Isabel Röder, die im Fach Geschichte hervorragende Leistungen gezeigt hatte. Der Preis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie wurde drei Schülern zuteil: Rike Graß, Sören Handermann und Antek Koller. Für seine Leistungen im musikalischen Bereich wurde Simon Merz ausgezeichnet. Den WISO- Preis der Sparkasse gab es für Christine Krieger. Peter Hewel bekam die Coubertin-Medaille vom Landessport-Bund Rheinland-Pfalz. Den Preis für besonderes Engagement in der Schule, der vom Schulelternbeirat vergeben wird, erhielt Clemens Lauer. Für soziales Engagement, auch außerhalb der Schule, wurde Jan Niederhöfer geehrt. Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Big Band oder im Orchester der Schule wurden Katharina Hott, Marcus Schmitt, Lukas Kölsch, Marco Schenkel, Simon Scherer, Lisa Hühnerfauth, Simon Merz, Ina Wagenblatt und Corinna Zwick ausgezeichnet. Außerdem gab es Buchgutscheine für die engagierte Mitarbeit im Arbeitskreis Energiemanagement für Marcus Schmitt, Kolja Lichtenthäler, Eyleen Becker und Maja Roch. Solveig Gerlach Abitur 2010 Lukas Kölsch, Max Bohnet, Rike Graß, Ina Wagenblatt, Herr Hans Peter Neumann Unsere Abiturientinnen und Abiturienten Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, sehr verehrte Anwesende, immer wenn das Abitur näher rückt, fiebern viele Lehrer mit ihren Schülern mit und erinnern sich an ihre eigene Abiturprüfung zurück. So hatte auch ich einen Traum. Als Oberstufenschülerin des ESG betrat ich früh morgens den Schulhof. Ich ging am Kiosk des Hausmeisters vorbei, aus dem es schon verführerisch nach Fleeschkäsweck roch und warf einen Blick in die Turnhalle. Eine Mädchengruppe mühte sich gerade damit ab, große Geräte aufzubauen, während die Jungs gemütlich schwatzend herumhockten. Ich machte mich auf den Weg zum Schulgebäude, vorbei am MSS-Raum, in dem einige schnarchende Schüler herumhingen. In einem der unteren Räume mühte sich ein Deutschleistungskurs gerade damit ab, ein kompliziertes Tafelbild abzuschreiben und zu verstehen, während der Deutschgrundkurs im ersten 1. OG hinter geschlossener Tür tagte. Allerdings saß - wie so manchmal - ein einsamer, eigentlich recht leistungsstarker Schüler davor, der wohl wieder wegen zu viel Quatschens hinausgeflogen war. Einige Türen weiter diskutierte der französische LK, welchen Film man heute unbedingt ansehen müsse. So oder ähnlich könnten auch Ihre Erinnerungen an die Schulzeit aussehen. Aber zunächst einmal ist es geschafft! Nach ca. 12 1/2 Schuljahren sind die letzten Stunden Ihres Schülerlebens gekommen, in Kürze wird Schule für sie Vergangenheit sein. Sie haben Ihre Laufbahn mit der höchsten Qualifikation, die man im deutschen Schulwesen erreichen kann, der allgemeinen Hochschulreife abgeschlossen. Dazu gratuliere ich Ihnen ganz herzlich. Sie sind an einem Punkt Ihres Lebens angelangt, an dem es an der Zeit ist, kurz innezuhalten, die Gedanken in die Vergangenheit der letzten Jahre schweifen zu lassen, ähnlich wie zu Beginn dieser Ausführungen. Sie sind ein ganz besonderer Jahrgang. Weit gefasst war der Beginn Ihrer schulischen Karriere ein Milleniumsereignis. Sie konnten Naturschauspiele wie die Sonnenfinsternis 1999 beobachten und haben miterlebt, wie der erste Dunkelhäutige Präsident der Vereinigten Staaten wurde, was sogar für einige in gewisser Weise zum Abiturthema wurde. Zeit ist es jetzt aber vor allem in die Zukunft zu schauen. In Bezug auf das Abitur fällt immer wieder der Begriff Reife. Sie erhalten das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Natürlich, sie haben in den letzten Jahren viel gelernt, sich viel Wissen angeeignet. Aber macht die reine Wissensanhäufung den Menschen zum Gebildeten? Ich denke nicht und möchte Ihnen einen Rat mit auf den Lebensweg geben, formuliert in 6 Bitten. Ich verweise dabei zunächst auf den Philosophen Immanuel Kant aus der Epoche der Aufklärung, der meinte: Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Insofern lautet meine 1. Bitte an Sie: Gebrauchen sie Ihr Denkvermögen, Ihren Verstand. Zweifeln Sie und wundern sie sich. Lassen Sie sich nichts vormachen, nehmen sie nicht alles als gegeben hin. Lassen Sie nicht andere für sie denken. Passen sie sich nicht fraglos an. Bildung ist also mehr als die Addition von Wissen. Bildung bedeutet auch die Erkenntnis, dass das, was man in einem Fach gelernt hat, etwas zu tun hat mit einem anderen Fach. Bildung bedeutet also die Vernetzung von Wissensgebieten, was man sich vielleicht wie eine chemische Reaktion vorstellen kann. Deswegen meine 2. Bitte: Schauen Sie über den Tellerrand Ihres Wissengebietes, werden sie keine Fachidioten! Die vorhin schon erwähnte Epoche der Aufklärung hat nicht nur den Verstand in den Vordergrund gestellt, sondern auch den Begriff der Voru
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