Wettbewerbsdokumentation. Gestaltung Romanplatz in München

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Wettbewerbsdokumentation Gestaltung Romanplatz in München Impressum Herausgeberin Stadtwerke München GmbH Unternehmensbereich Verkehr Strategische Planungsprojekte Emmy-Noether-Straße München
Wettbewerbsdokumentation Gestaltung Romanplatz in München Impressum Herausgeberin Stadtwerke München GmbH Unternehmensbereich Verkehr Strategische Planungsprojekte Emmy-Noether-Straße München Ansprechpartner: Cornelia Schoßmann Martina Argyrakis Konzeption / Redaktion Schober Architekten Architektur + Stadtplanung Augustenstraße München Bearbeitung Petra Schober Jennifer Spilsbury Karola Rubow Druck Digitaldruck und Werbetechnik Feldigl GbR 26. April I Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, der Romanplatz ist heute nicht nur ein stark frequentierter Knotenpunkt im Münchner Tram- und Busnetz, sondern hat auch für den Autoverkehr eine wichtige Verteilerfunktion inne. Mit wenig Aufenthalts- und Gestaltungsqualität ist der Platz mehr eine Verkehrsdrehscheibe als ein erlebbarer Quartiersplatz. Umwegige Querungsmöglichkeiten, zum Teil schmale Bahnsteige, wenig Begrünung sowie ungeordnete Flächen vor den Gebäuden zeichnen den Romanplatz heute aus. Dies soll nun verbessert und der ÖPNV-Knoten Romanplatz damit attraktiver werden. Zu diesem Zweck hatten die Stadtwerke München (SWM) im Auftrag des Stadtrats der Landeshauptstadt München und in Abstimmung mit der Verwaltung einen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil ausgelobt. Aufgabe der Teilnehmer im Realisierungsteil mit verbindlicher Umsetzung war die gestalterische Aufwertung des gesamten Areals mit den Tram- und Bushaltestellen samt Rondell. Gleichzeitig sollten Ideen zur künftigen Gestaltung der teilweise privaten, aber öffentlich genutzten Seitenbereiche einschließlich der öffentlichen Grünfläche im Norden des Platzes vorgeschlagen werden. Ziel der Umgestaltung ist, dass der Romanplatz als Quartiersplatz erlebbar wird und Identifikation stiftet, gleichzeitig aber auch seiner zukünftig noch stärkeren Funktion als Verkehrsdrehschreibe gerecht wird. Fünf renommierte Teams aus Landschaftsarchitekten und Architekten nahmen an dem Wettbewerb teil. Eine hochkarätige Jury aus Stadträten, Stadtteilpolitikern, Stadtverwaltung, Landschaftsarchitekten, Architekten und Fachleuten der SWM/MVG hat am nach einer Überarbeitungsphase der 2. Preisträger das Büro ver. de landschaftsarchitektur aus Freising mit straub architekten als Sieger gekürt und zur Umsetzung empfohlen. Die SWM bzw. das Referat für Arbeit und Wirtschaft werden das Wettbewerbsergebnis nun dem Stadtrat zur Billigung vorlegen und im Sommer 2016 die Planungen beauftragen. Nach der Beschlussfassung im Stadtrat kann das für den Umbau erforderliche Genehmigungsverfahren (Planfeststellungsverfahren) eingeleitet werden. Der Baubeginn ist abhängig von der Dauer dieses Verfahrens, muss aber spätestens 2018 erfolgen, um bei den ohnehin anstehenden Gleiserneuerungsmaßnahmen zu diesem Zeitpunkt die Grundlage für die Verbesserungen im ÖPNV zu schaffen. Über den Ideenteil wird der Stadtrat in einem zweiten Schritt nach Vorlage dieser Bereiche sowie entsprechender Kosten entscheiden. Wir freuen uns, Ihnen in der vorliegenden Broschüre das Gestaltungskonzept für den Romanplatz vorstellen zu können und Ihnen einen Vorgeschmack auf den neuen Quartiersplatz geben zu dürfen. Ebenso zeigen wir Ihnen zusammenfassend die übrigen eingereichten Planungskonzepte der Wettbewerbsteilnehmer. Freuen Sie sich mit uns schon mal auf die Umgestaltung des Romanplatzes. Gunnar Heipp Leiter Strategische Planungsprojekte Stadtwerke München GmbH / Münchner Verkehrsgesellschaft mbh 3 I Aufgabenstellung Realisierungsteil Tramhaltestelle und Rondell Geobasisdaten Bay. Vermessungsverwaltung 2016 Ideenteil öffentliche Seitenbereiche Ideenteil private Seitenbereiche Romanplatz um die 1950er Jahre (Quelle: Geschichtswerkstatt Neuhausen) Romanplatz heute 4 I Aufgabenstellung Anlass und Ziel des Wettbewerbs Durch steigende Fahrgastzahlen im gesamten ÖPNV-Netz der MVG ergibt sich der Bedarf, die Tramhaltestellen am Romanplatz zu verlängern sowie die Bushaltestellen aus dem Tramplanum zu verlagern. Dabei müssen auch die Fahrbahnen mit angrenzenden Parkbuchten und Taxistellplätzen, Radwegen und Gehbahnen angepasst werden. Mit der perspektivischen Realisierung der Tram Westtangente wird das ÖPNV-Angebot am Romanplatz zusätzlich erweitert werden. Mit diesem Projekt entstehen im Bereich der zentralen Tramhaltestelle, innerhalb der Tram-Wendeschleife sowie im Seitenraum Bereiche, die sich für eine gestalterische Aufwertung anbieten. Am 30. Juni 2015 fand ein Beteiligungsworkshop mit Anrainern des Romanplatzes, Vertretern des örtlichen Bezirksausschusses, der Landeshauptstadt München (LHM) sowie der Stadtwerke München GmbH (SWM) statt. Dabei wurden Ideen und Anregungen zur Gestaltung des Romanplatzes erarbeitet, gesammelt, anschließend verwaltungsintern abgewogen und in die Formulierung der Wettbewerbsaufgabe übernommen. Wettbewerbsziel war es, Gestaltungsvorschläge für den Romanplatz unter Berücksichtigung von öffentlichen und privaten Flächen zu erhalten. Das Wettbewerbsgebiet war entsprechend in einen Ideen- und einen Realisierungsteil unterteilt. Haltestellenbereich Rondell mit Stationshaus Planungsaufgabe Aufgabe des Wettbewerbs war die Entwicklung eines ganzheitlichen Gestaltungskonzepts für den Haltestellenbereich, das Rondell, die öffentlichen Seitenbereiche sowie die privaten, öffentlich genutzten Vorbereiche am Romanplatz. Die Planung der Verkehrsflächen war vorgegeben und nicht veränderbar. Die Ausloberin wünschte sich eine attraktive, zeitgemäße und funktionsfähige Gestaltung der Flächen im Wettbewerbsgebiet. Der Romanplatz soll zukünftig als Quartiersplatz wahrnehmbar und erlebbar werden und Identifikation bieten. Es war Aufgabe ein Gestaltungskonzept zu finden, welches die Anforderungen an eine funktionsfähige Verkehrsanlage erfüllt und gleichzeitig Aufenthaltsqualität, insbesondere für die wartenden Fahrgäste und die Nutzer der anliegenden Geschäfte, bietet. Die Planung sollte die Grünausstattung des Platzes erhöhen. Zu berücksichtigen waren zudem die Anforderungen an die Barrierefreiheit. Es war eine einheitliche und durchgängige Gestaltung der Haltestellenbereiche von Tram und Bus gewünscht. Das Gesamtkonzept war so aufzustellen, dass die Umsetzung des Realisierungsteils ohne Umsetzung des Ideenteils möglich ist. Bzgl. des Ideenteils war zu berücksichtigen, dass sowohl öffentliche als auch private Flächen betroffen sind. Der Entwurf musste so aufgestellt sein, dass auch nur Teile des Ideenteils sowohl von öffentlicher als auch privater Seite umgesetzt werden können. Überquerungsstelle im Süden Seitenbereich Nordost 5 I Wettbewerbsverfahren Wettbewerbsverfahren Der Wettbewerb wurde von der Stadtwerke München GmbH (SWM), Unternehmensbereich Verkehr, als nicht offener, einphasiger Realisierungswettbewerb mit Ideenteil mit fünf geladenen Teilnehmern aus der Landschaftsarchitektur ausgelobt. Zur Teilnahme am Wettbewerb waren eingeladen: BUND K Landschaftsarchitekten, München grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München realgrün Landschaftsarchitekten, München ver.de landschaftsarchitektur GbR, Freising Für den Fall, dass der Entwurf eine Überdachung vorsieht, war ein Architekt zu benennen. Die mitwirkenden Architekten sind bei den jeweiligen Beiträgen auf den folgenden Seiten genannt. Preisgericht Das Preisgericht setzte sich wie folgt zusammen: Fachpreisrichter/-innen 1. Jens Böhm, Architekt, SWM, München 2. Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin, München 3. Rita Lex Kerfers, Landschaftsarchitektin, Bockhorn 4. Prof. Ingrid Schegk, Landschaftsarchitektin, Haimhausen 5. Anja Wetzel, Landschaftsarchitektin, SWM, München 6. Peter Wich, Landschaftsarchitekt, München Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter Michel Hinnenthal, Landschaftsarchitekt, München Stephan Cordes, Architekt, SWM, München Stellvertretende Fachpreisrichterin Brigitte Golling, Landschaftsarchitektin, SWM, München Sachpreisrichter/-innen 1. Kathrin Abele, Stadträtin, SPD, München 2. Manuel Pretzl, Stadtrat, CSU, München 3. Anna Hanusch, Bezirksausschuss-Vorsitzende Neuhausen/Nymphenburg, München 4. Gunnar Heipp, SWM, München Ständig anwesende stellvertretende Sachpreisrichter/-innen Alexander Reissl, Stadtrat, SPD, München Kristina Frank, Stadträtin, CSU, München Ulrike Sengmüller, Bezirksausschuss Neuhausen/Nymphenburg, München Jan Koppelmann, SWM, München 6 I Wettbewerbsverfahren Stellvertretende Sachpreisrichter/-innen Sabine Nasko, Bezirksausschuss Neuhausen/Nymphenburg, München Sachverständige Berater Gülseren Demirel, Stadträtin, Bündnis 90 / die Grünen - Rosa Liste, München Gabriele Neff, Stadträtin, Freiheitsrechte, Transparenz, Bürgerbeteiligung, München Ursula Sabathil, Stadträtin, Bürgerliche Mitte - Freie Wähler/Bayernpartei, München Florian Hochstätter, LHM, BAU-Hochbau, Gestaltung öffentlicher Raum Harald Knoll, LHM, BAU-Tiefbau, Straßenplanung und -bau Harald Mattheas, LHM, BAU-Gartenbau, Planung und Neubau Heidrun Obert, LHM, PLAN-Stadtplanung Oswald Utz, LHM, Sozialreferat, Behindertenbeauftragter Cornelia Schoßmann, SWM, Projektleitung Norbert Ruttmann, SWM, Teilprojektleitung Freianlagen Wolfgang Pfützner, SWM, Teilprojektleitung Verkehrsanlagen Wettbewerbsbetreuung / Vorprüfung Petra Schober, Schober Architekten. Architektur + Stadtplanung, München Jennifer Spilsbury, Schober Architekten. Architektur + Stadtplanung, München Karola Rubow, Schober Architekten. Architektur + Stadtplanung, München unterstützt durch Fachabteilungen der SWM GmbH und der Landeshauptstadt München. Preisgerichtssitzung am I Überarbeitung und Empfehlung zur Umsetzung Preisgerichtssitzung zum Wettbewerb am Am fand die Preisgerichtssitzung statt. In mehreren wertenden Rundgängen wurden die grundsätzlichen Qualitäten und Mängel der einzelnen Arbeiten im Hinblick auf die in der Auslobung formulierten Kriterien ausführlich besprochen und beurteilt. Nach Abschluss des 2. Wertungsrundgangs verblieben zur weiteren Beurteilung drei Arbeiten in der engeren Wahl. Die Vorzüge und Nachteile der einzelnen Arbeiten wurden ausführlich diskutiert. Die Diskussion zeigte, dass drei der in der Wertung verbliebenen Arbeiten preiswürdig waren. Allerdings konnte keine dieser Arbeiten in allen Punkten so vollständig überzeugen, dass eine eindeutige Empfehlung möglich gewesen wäre. Das Preisgericht beschloss daher einstimmig, in Abweichung von der Auslobung zwei 2. Preise sowie einen 3. Preis zu vergeben. 2. Preis: verde.landschaftsarchitektur GbR, Freising mit straub architekten bda, München Preisgerichtssitzung am Preis: realgrün Landschaftsarchitekten, München 3. Preis: grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, München mit BLAUWERK architekten gmbh, München Empfehlung des Preisgerichts Das Wettbewerbsverfahren ist mit der Preisvergabe und der formalen Beendigung der Preisgerichtssitzung abgeschlossen. Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin einstimmig, die beiden mit dem 2. Preis ausgezeichneten Entwürfe überarbeiten zu lassen und im Anschluss die Mitglieder des Preisgerichtes erneut in den endgültigen Entscheidungsprozess einzubinden. Grundlage dieser Überarbeitung sollen die Beurteilungstexte und die Empfehlungen der Jury sowie die Auslobungsunterlagen sein. Überarbeitung der mit Preisen ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge Im Anschluss an den Wettbewerb wurden Gespräche mit den Preisträgern der 2. Preise geführt. Im Rahmen dieser Gespräche wurden die Planungsteilnehmer zur Überarbeitung ihrer Wettbewerbsarbeiten aufgefordert. Die Überarbeitung der Entwürfe erfolgte bis zum Die Beurteilung der Arbeiten fand am durch ein Beratungsgremium statt, dem die Mitglieder des Preisgerichtes aus dem Wettbewerbsverfahren angehörten. Die Arbeiten der zwei Planungsbüros wurden im Vorfeld einer formalen und inhaltlichen Prüfung unterzogen. Empfehlungen des Beratungsgremiums Das Beratungsgremium empfahl die Umsetzung des Entwurfs der Planungsgemeinschaft ver.de landschaftsarchitektur mit straub architekten. 8 I überarbeitete Planungskonzepte der 2. Preisträger ver.de landschaftsarchitektur GbR, Freising straub architekten bda, München zur Umsetzung empfohlen realgrün Landschaftsarchitekten, München 9 I ver.de landschaftsarchitektur, Freising straub architekten, München Gesamtkonzept - Variante mit Stationshaus (Empfehlung der Jury) Verfasser: ver.de landschaftsarchitektur GbR, Freising Dipl. Ing. Jochen Rümpelein Prof. Dr. Ing. Birgit Kröniger mit straub architekten bda, München Dipl. Ing. Thomas Straub Mitarbeiter: Gesamtkonzept - Variante ohne Stationshaus Stephan Gentz Gianluca Dello Buono Jan Sihler Detail 10 I Überarbeitung und zur Umsetzung empfohlen Schnitt-Ansicht Beurteilung durch das Beratungsgremium Dem Entwurf gelingt es, mit seiner zeitlosen Eleganz den Verkehrsknotenpunkt als besonderen Ort im Münchner Streckennetz zu markieren. Das in der Farbe differenzierte Platzkonzept ist sehr schlüssig und hebt den Bereich aus seiner unprägnanten 50er Jahre Rahmung heraus. Die Säulenpappeln, die in der Überarbeitung den Ginko ersetzen, lassen das Rondell zum Präsentierteller mit spannungsreicher Räumlichkeit in der Mitte des Verkehrsplatzes werden. Die niedrige Bahnsteigüberdachung mit Platanendach und Wartehallen sind gleich hoch sie erzeugen eine mittlere räumliche Ebene. Die zusätzliche Baumpflanzung an dieser Stelle kommt dem Wunsch nach stärkerer Begrünung entgegen. Seitlich wird der Platz von Bestandsbäumen gerahmt. Die Gestaltung wirkt als Gesamtskulptur mit hoher Wiedererkennbarkeit unter den sonst standardisierten Haltestellen Münchens. Die freundlich elegante Gestaltung der Wartehäuser erzeugt zusammen mit dem Lichtkonzept eine freundliche warme Atmosphäre. Nicht realisierbar erscheinen und abgelehnt werden jedoch die Klimakühlung und der Regenwasserspeicher. Bodenstrahler sind im Rondellbereich nicht zugelassen. Das Fugenmuster im Gleisbereich muss auf die Anforderungen aus dem Gleisbau überprüft werden. Ebenfalls nachgearbeitet werden muss der Entwurf hinsichtlich Barrierefreiheit. Das Preisgericht empfiehlt, die Arbeit zu realisieren. Dabei ist der vorgebenen Kostenrahmen für die Überdachung und die Gestaltung einzuhalten. Das Preisgericht spricht sich einstimmig für den Erhalt des Stationshäuschens aus. Perspektive Tramhaltestelle Perspektive Rondell Perspektive Öffentliche Grünfläche 11 I realgrün Landschaftsarchitekten, München Gesamtkonzept - Variante mit Stationshaus Verfasser: realgrün Landschaftsarchitekten, München Dipl. Ing. Klaus D. Neumann Dipl. Ing. Wolf D. Auch Gesamtkonzept - Variante ohne Stationshaus Mitarbeiter: Dipl. Ing. Lukas Rückauer M.A. Lynn Hennies M.Sc. Patrizia Scheid Detail 12 I Überarbeitung Schnitt-Ansicht Beurteilung durch das Beratungsgremium Der Entwurf wird weiterhin als sehr pragmatisches Konzept gewürdigt, das sich zurückhaltend in seine Umgebung einfügt. Kern des Entwurfs sind die großen zusätzlichen Bäume auf dem ÖPNV-Knoten. Die Gestaltung der Oberflächen hat sich im Hinblick auf Wertigkeit und Wiedererkennbarkeit verbessert. Der Ort wird nun eher als Einheit erlebbar. Keine deutliche Verbesserung wird in der Entscheidung gesehen, die Wartehäuschen anthrazitfarben zu streichen. Auch die Zugänglichkeit zum Rondell ist weiterhin ungeklärt. Die starke Durchgrünung, die in Bezug auf die Randbebauung nachvollziehbar ist, wird ausdrücklich begrüßt, erscheint aber im Vergleich zur Arbeit 1001 als nicht identitätsstiftend genug. Eine Nutzung des Außenbereichs des ehemaligen Stationshauses als Café dürfte in der dargestellten Form nicht mit den umliegenden Verkehrsflächen kompatibel sein. Eine dafür erforderliche Abgrenzung zum Gleisbereich fehlt. Bei aller positiv zu wertenden Realisierbarkeit und geleisteten Verbesserungen, wird nach wie vor die Chance nicht vollständig genutzt, den Ort gestalterisch so zu überformen, dass eine neue Adresse entsteht. Perspektive Tramhaltestelle Perspektive Rondell Perspektive Öffentliche Grünfläche 13 I 14 I Wettbewerbsbeiträge 2. Preis ver.de landschaftsarchitektur GbR, Freising mit straub architekten bda, München 2. Preis realgrün Landschaftsarchitekten, München 3. Preis grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner, Freising partnerschaft mbb mit BLAUWERK architekten gmbh, München Weitere Teilnehmer BUND K Landschaftsarchitekten, München lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München 15 I 2. Preis Gesamtkonzept - Variante mit Stationshaus Verfasser: ver.de landschaftsarchitektur GbR, Freising Dipl. Ing. Jochen Rümpelein Prof. Dr. Ing. Birgit Kröniger mit straub architekten bda, München Dipl. Ing. Thomas Straub Mitarbeiter: Gesamtkonzept - Variante ohne Stationshaus Stephan Gentz Gianluca Dello Buono Jan Sihler Detail 16 I ver.de landschaftsarchitektur straub architekten Schnitt-Ansicht Preisgerichtsbeurteilung Der Entwurf überzeugt durch die klare städtebauliche Haltung und die konsequente Ausformulierung seiner Idee. Die gesamte Belegung des Platzraumes mit einem einheitlichen Belagskonzept wird positiv gesehen, allerdings kann die Umsetzung in den privaten Randbereichen nicht gewährleistet werden. Hier müsste überprüft werden, inwieweit eine Umsetzung ohne die Berücksichtigung der privaten Bereiche trotzdem tragfähig und umsetzbar bleibt. Durch die zurückhaltende Gestaltung der Belagsflächen und der dreidimensionalen Elemente, wie Haltestellen und Lichtstehlen erhält der Platz eine elegante zeitlose Anmutung. Eine ausreichende Markierung der Radwegführung ist durch die Ähnlichkeit im Belag nicht gegeben. Ein stärkerer Kontrast wäre wünschenswert. Die identitätsstiftende Kraft des Rondells wird kontrovers diskutiert. Zumal die streng kreisförmige Stellung der Bäume aufgrund der Sparten und Oberleitungen schwierig umzusetzen und ein zwingender Zusammenhang mit der Gestaltung der Haltestellen nicht erkennbar ist. Auch die Vorgaben der Verkehrsplanung wurden nicht in Gänze beachtet. Dies wird äußerst kritisch gesehen. Dies betrifft neben der Verortung des Rondells auch einzelne Bestandsbäume. Die Verfasser bieten aufgrund ihrer vorgeschlagenen Nutzung keine Querungsmöglichkeit zum Rondell an, was in Bezug zur noch offenen Diskussion zur Nutzung des Stationsgebäudes kritisiert wird. Die indirekte Beleuchtung der Kanten bei Nacht gefällt. Aus Sicht der Fachplanung ist die gewählte Baumart nicht ideal. Es wird hinterfragt, ob die dargestellte Größe und das Volumen erreicht werden können. Insgesamt könnte der Wunsch der Bürger nach mehr Grün noch besser umgesetzt werden. Die Idee einer Espressobar wird positiv bewertet, die Positionierung im Kontext der anrainenden Café-Nutzung allerdings kritisch gesehen. Die MVG-Radstation ist richtig angeordnet, allerdings mit zu wenigen Abstellplätzen. Allgemeine Fahrradabstellplätze auf der Ostseite fehlen ganz. Die Toilette für die Fahrer ist nicht nachgewiesen. Perspektive Tramhaltestelle Perspektive Rondell Perspektive Öffentliche Grünfläche 17 I 2. Preis Gesamtkonzept - Variante mit Stationshaus Verfasser: realgrün Landschaftsarchitekten, München Dipl. Ing. Klaus D. Neumann Dipl. Ing. Wolf D. Auch Mitarbeiter: Dipl. Ing. Lukas Rückauer Lynn Hennies M.Sc. Patrizia Scheid Gesamtkonzept - Variante ohne Stationshaus Detail 18 I realgrün Landschaftsarchitekten, München Schnitt-Ansicht Preisgerichtsbeurteilung Die Arbeit besticht durch eine konsequente Gestaltung mit Vegetationselementen. Sie trägt damit dem Wunsch Rechnung, die stadtklimatischen Bedingungen zu verbessern und den Anteil an Grün zu erhöhen. Dabei gelingt es, eine aufwertende Dreidimensionalität mit deutlich verbesserter Aufenthaltsqualität zu erreichen, die eine neue, grüne Identität des Romanplatzes verspricht. Insbesondere auch die stadträumliche Aufwertung des derzeit rein verkehrlich geprägten Haltestellenbereichs mit Bäumen wird positiv bewertet. Teilweise entstehen hier Konflikte mit der Fahrleitung der Trambahn. Beide Varianten, mit und ohne Erhaltung des ehemaligen Stationshäuschens im Baumhain aus Säulenpappeln, erscheinen schlüssig. Die Dichte der sehr schmal
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