Widerstand in Osteuropa

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Auf der Konferenz, die das Münchener Abkommen brachte: der englische Botschafter Henderson, Göring, Chamberlain, Mussolini, der Dolmetscher Paul Schmidt, Hitler und der französische Ministerpräsident Daladier.
Auf der Konferenz, die das Münchener Abkommen brachte: der englische Botschafter Henderson, Göring, Chamberlain, Mussolini, der Dolmetscher Paul Schmidt, Hitler und der französische Ministerpräsident Daladier. Den Anschluss Österreichs an Deutschland nahm England noch hin. In der Vereinnahmung des Sudetenlandes sah es jedoch auch eine Gefahr für die ganze. Ein Krieg schien unvermeidlich, um den deutschen Expansionismus aufzuhalten. Doch ohne abgeschlossene Aufrüstung war für England kein Handeln möglich. So kam es im Herbst 1938 zum Münchener Abkommen. Chamberlain und Daladier machten dem deutschen Führer unglaubliche Konzessionen, um wie Chamberlain bei seiner Rückkehr in London sagte den Frieden für unsere Zeit zu retten Doch der war schon bei der Unterzeichnung und erst recht nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Frühjahr 1939 in die Rest-Tschechei verloren. 1 ... ohnmächtige Wut und Trauer der Prager Bevölkerung beim Einmarsch deutscher Truppen im Frühjahr Freude bei den Deutschen im Sudetenland im Herbst Lidice vor und nach der Zerstörung. Widerstand in Osteuropa In London hatte man erkannt, wie gefährlich Heydrich in der von der Deutschen Wehrmacht besetzten geworden war. Zwei Unteroffiziere der ehemaligen tschechoslowakischen Armee führten das Attentat aus. Reinhard Heydrich erlag am 4. Juni 1942 seinen Verletzungen. Obwohl eine Beteiligung der Einwohner von Lidice am Attentat auf Heydrich nicht erwiesen war, wurde das bei Kladno westlich von Prag gelegene Arbeiterdorf Lidice am 9. und 10. Juni 1942 von der Gestapo und Sicherheitsdienst (SD) auf Befehl des Generalgouverneurs Frank restlos zerstört. 5. Jahrestag der Zerstörung von Lidice 3 10. Jahrestag der Zerstörung von Lidice Die Behauptung, die Dorfbewohner hätten die Attentäter beherbergt, stellte sich später als falsch heraus. Alle anwesenden männlichen Einwohner, die älter als 15 Jahre waren, wurden zusammengetrieben und am folgenden Tag erschossen. 195 Frauen wurden in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Weitere neun Männer, die auswärts in der Nachtschicht in einem Kohlebergwerk arbeiteten, wurden nach Prag gebracht und dort erschossen. Sieben Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. 25. Jahrestag der Zerstörung von Lidice Durch Verrat konnte die Gestapo eine Funkstation des Widerstandes in Lezaky finden. Das Dorf wurde am 24. Juni 1942 noch schrecklicher verwüstet als Lidice: alle erwachsenen Einwohner wurden erschossen, auch die Frauen. 30. Jahrestag der Zerstörung von Lidice Die 98 Kinder des Dorfes wurden in das Lager der Umwandererzentrale Litzmannstadt deportiert und nach rassischen Kriterien ausgesondert. Dreizehn dieser Kinder wurden zur Germanisierung in ein Lebensborn- Heim gebracht. Die anderen Kinder wurden zusammen mit elf Kindern aus Ležáky ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort vergast. Nach 1945 wurde das Dorf unweit des alten Standorts (heute Gedenkstätte) unter dem Namen Neu-Lidice wieder aufgebaut. 30. Jahrestag der Zerstörung von Lezaky 4 Denkmal der Kinder von Lidice, Jahrestag der Zerstörung von Lidice 5 Bekanntmachung der deutschen Besatzungsmacht vom 10. Juni 1942, abgedruckt in der deutschen Besatzungszeitschrift Der neue Tag am 11. Juni Jahrestag der Zerstörung von Lidice 6 20. Jahrestag der Zerstörung von Lidice 7 40. Jahrestag der Zerstörung von Lidice und Lezaky Blick von der Gedenkstätte aus auf das Gelände des ehemaligen Ortes. 50. Jahrestag der Zerstörung von Lidice Brennendes Lidice 45. Jahrestag der Zerstörung von Lidice und Lezaky Spielende (Gemälde von Ludmila Jirincova) Nach dem Kampf (Gemälde von Pavel Simon) 8 30. Jahrestag der Zerstörung von tschechoslowakischen Gemeinden Helden des antifaschistischen Widerstandskampfes Vendelin Opatrny Offizier im 1. Tschechischen Armeekorps, fiel in der Schlacht am Dukla-Pass gegen Deutsche Truppen. Rudolf Jasiok Kompaniechef einer Panzerbrigade im 1. Tschechischen Armeekorps, fiel in der Schlacht am Dukla-Pass. Ladislav Novomesky Slowakischer, kommunistischer Politiker, führende Persönlichkeit des Slowakischen Nationalaufstands. Jan Nalepka Slowakischer Offizier und Partisanenkommandant, starb während der Kämpfe in der Ukraine. 9 Julius Fucik Tschechischer Schriftsteller, Journalist und kommunistischer Kulturpolitiker verhaftet, nach Deutschland deportiert, wegen Hochverrats angeklagt und in Plötzensee hingerichtet. Zeichnungen für den Widerstand von Josef Capek ( ) Tschechischer Maler, Zeichner, Grafiker, Fotograf und Schriftsteller. Ging durch mehrere Konzentrations lager und starb wenige Tage vor der Befreiung im KZ Bergen-Belsen. Zeichnungen gegen den Krieg von Frantisek Bidlo ( ) Tschechischer Karikaturist und Illustrator. Kam wegen seiner Vorkriegswerke nach Theresienstadt und starb dort an Typhus am 9. Mai 1945, einen Tag nach der Befreiung. Zeichnungen gegen den Krieg von Antonin Pelc ( ) Tschechischer Maler, Grafiker und Karikaturist. Floh vor dem Konzentrationslager nach Frankreich und um die Welt. 10 Tag des Kampfes gegen den Faschismus und der Befreiung der politischen Gefangenen Widerstand in Osteuropa Nach Überfällen slowakischer Partisanen auf deutsche Militärs wurden Kampfgruppen gebildet, die neben regulären Verbänden aus vier Elitedivisionen der SS bestanden. Daraufhin gab der Chef des slowakischen Heeres den Kriegszustand mit Deutschland bekannt. Slowakische Soldaten unter Führung des aus der Emigration zurückgekehrten Generals Viest und Partisanen leisteten von August bis Oktober erbitterten Widerstand, ehe sie bei Banská Bystrika endgültig geschlagen wurden. Auch die regulären deutschen Truppen gingen nun zum Partisanenkampf über. SD und Polizei setzten die Säuberungen fort, wobei es zu zahlreichen Massakern und Übergriffen kam. General Rudolf Viest starb 1945 im KZ Flossenbürg. 10. Jahrestag des slowakischen Nationalaufstands Partisan und Partisanin. Partisanenkommandant Jan Nalepka (links) mit Kameraden vor dem Kampf. 40. Jahrestag des slowakischen Nationalaufstands Widerstandskämpfer, Denkmal des slowakischen Nationalaufstands in Banská Bystrica. 45. Jahrestag des slowakischen Nationalaufstands Berittene Partisanen, stilisiert. 11 Jan Nálepka Slowakischer Partisanenkommandant. Antonín Sochor Tschechischer Soldat, mehrfach ausgezeichnet, kämpfte in der 1. Tschechischen Brigade in der Sowjetunion und am Dukla-Pass. Er starb 1950 bei einem mysteriösen Unfall auf einem tschechischen Truppenübungsplatz. Die Situation in den ersten Tagen des slowakischen Nationalaufstands. Jozka Jaburkova Marie Kuderikova Tschechische Studentin und Aktivistin des tschechischen antifaschistischen Widerstands. Sie wurde 1941 verhaftet und 1943 enthauptet. Linksorientierte, kommunistische, tschechische Journalistin und Schriftstellerin. Sie wurde als Aktivistin des Widerstands im KZ Ravensbrück zu Tode gefoltert. Karol Smidke Slowakischer Politiker, Mitglied der KPC. Vladimir Clementis Slowakischer Politiker, Publizist, Jurist und Übersetzer, von Außenminister der CSSR, 1952 zum Tode verurteilt und hingerichtet. 12 Evzen Rosicky Tschechischer Leichtathlet, Sportjournalist und Widerstandskämpfer, 1942 in Prag verhaftet und hingerichtet. Mirko Nespor Slowakischer Schüler, Student, Antifaschist, Teilnahme am slowakischen Nationalaufstand wurde er von der Hlinka-Garde verhaftet; angeblicher Selbstmord nach Folter in seiner Zelle. Vaclav Sinkule Bankangestellter, Redakteur, Mitglied der KPC, wirkte in Frankreich, Algerien, war 1936 als Kriegsreporter im Spanischen Bürgerkrieg, danach im Widerstand wurde er verhaftet mit gemeinsam mit Eduard Urx im KZ Mauthausen erschossen. Eduard Urx Kommunistischer Politiker, Journalist, Dichter, Literaturkritiker und Theoretiker 1941 wurde er von der Gestapo verhaftet und gemeinsam mit Vaclav Sinkule im KZ Mauthausen erschossen. Jan Osoha Josef Malák Oskar Benes Ausbildung in der Sowjetunion zum Fallschirmjäger, mit russischen Partisanen im Kampf gefallen. Vaclav Prochazka? Im November 1944 in Zubri hingerichtet. Anton Sedlacek Slowakischer, kommunistischer Arbeiter, kämpfte im slowakischen Nationalaufstand wurde er verhaftet und hingerichtet. Milos Uher Schmied, Organisator der Partisanenbewegung im slowakischen Nationalaufstand. Gefallen im Kampf gegen die Faschisten im Februar Jan Swerma Tschechischer Kommunist, Chefredakteur der Zeitung Rude právo, tuberkulosekrank starb er auf dem Marsch in die slowakischen Berge. Albin Grznar Schuster, Funktionär der kommunistischen Partei, Politkommissar in Partisaneneinheiten, nach schweren Verletzungen im Kampf gefallen. 14 Hilfe für die Witwen und Waisen gefallener Widerstandskämpfer Widerstand in Osteuropa Fahnen der Alliierten Neusohl (Banská Bystrica) Turc sv. Martin Burg Sklabina Partisan vor Burg Strecna 15 25. Jahrestag des Prager Aufstands und der Befreiung Kampf der Aufständischen in Prag 1945 Aufständische auf dem Prager Wenzelplatz. Am 5. Mai 1945 begann mit der Besetzung des Rundfunkgebäudes der Prager Aufstand, an dessen Spitze sich der im Untergrund gebildete tschechische Nationalrat CNR setzte. 35. Jahrestag Am Abend des ersten Tages hatten die Aufständischen das Stadtgebiet östlich der Moldau in ihrer Gewalt, zehn von zwölf Brücken, die innerstädtische Lautsprecheranlage, die Telefonzentrale und die meisten Bahnhöfe Prager waren bewaffnet, die Polizei, der Luftschutz und die Stadtwerke standen auf Seiten der Aufständischen. Die deutschen Militärbehörden reagierten unterschiedlich. Während der Straßenkämpfe liefen fieberhafte Verhandlungen um Waffenstillstand, Kapitulation, Abzug von Soldaten und Zivilisten. Am zweiten Tag trieb eine SS-Einheit Frauen und Kinder als Geiseln und Feuerschutz vor sich her, so dass die Aufständischen auf den Barrikaden manche Stellen räumten. 40. Jahrestag 16 30. Jahrestag des Prager Aufstands Der Rundfunk rief immer wieder die alliierten Armeen zu Hilfe: Prag ruft! Hier ist das tschechische Prag! Rote Armee, schickt uns Hilfe! Wir brauchen Panzer, Flugzeuge! Lasst uns nicht untergehen im vergeblichen Kampf! Helft schnell, schnell, schnell! Bei Pilsen, 60 km westlich von Prag, standen amerikanische Panzer, die aber nicht eingreifen durften, weil es eine Absprache mit den Sowjets gab. Am 8. Mai nachmittags kapitulierten die deutschen Truppen in Böhmen und Mähren. Am nächsten Tag im Morgengrauen tauchten die ersten Sowjetpanzer im Zentrum Prags auf. Sie waren von Dresden her ohne Seiten- und Rückendeckung nach Prag vorgestoßen. Im Rundfunk hieß es: Fangt die deutschen Mörder und erschlagt sie, wenn sie Widerstand leisten! Nur ein Bruchteil der deutschen Zivilbevölkerung Prags konnte die Stadt verlassen, der Rest wurde in Sammellager, koncentracni tabor Konzentrationslager interniert. 17 Sowjetische Truppen und tschechische Partisanen rücken in Prag ein. Marschall Iwan Konew wird bei seinem Einzug in Prag am 9. Mai umjubelt. 18
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