Wie will ich wohnen? Ein Einblick in erstaunlich viele Möglichkeiten

Please download to get full document.

View again

of 23
All materials on our website are shared by users. If you have any questions about copyright issues, please report us to resolve them. We are always happy to assist you.
Categories
Published
Wie will ich wohnen? Ein Einblick in erstaunlich viele Möglichkeiten Wohnen definiert sich nicht über die Anzahl der Schlafzimmer oder Bäder deiner Wohnung. Wohnen macht viel mehr aus und darum geht es
Wie will ich wohnen? Ein Einblick in erstaunlich viele Möglichkeiten Wohnen definiert sich nicht über die Anzahl der Schlafzimmer oder Bäder deiner Wohnung. Wohnen macht viel mehr aus und darum geht es uns. Wenn Du baust, hast du die Möglichkeit, den Raum um Deine Träume und Bedürfnisse herum zu gestalten. Hier sind ein paar Beispiele. Einfamilienhaus 2 Einfamilienhäuser sind eine sehr beliebte Wohnform, denn sie versprechen Privatsphäre und Freiheit. Einfamilienhäuser sind allerdings relativ teuer für ihre Besitzer, denn diese müssen die Bau- und Unterhaltskosten allein tragen. Auch für die Gesellschaft sind sie ziemlich kostspielig, weil sie hohe Infra strukturkosten und Zersiedlung verursachen. Wohnung 3 Wohnungseigentümer besitzen lediglich einen Anteil an Haus und Grund. Sie teilen sich die Kosten für Grundstück, Bau und Unterhalt. Die höhere Dichte verlangt jedoch nach sozialen Übereinkommen und architektonischen Lösungen, um den gewünschten Grad an Privatsphäre zu bieten. Loft 4 Ein sogenanntes Loft ist eine Wohnung mit offenem Grundriss und nur kleinen umschlossenen Bereichen. Der Begriff Loft entstammt der Umnutzung ehemaliger Fabriketagen durch Künstler zum Wohnen und Arbeiten. Heute werden Lofts vor allem von Singles und Doppelverdienern ohne Kinder bewohnt. Sollten weitere Mensch dazuziehen, wird s bunt. Mikrowohnung 5 Eine Mikrowohnung ist eine im Vergleich sehr kleine Wohnung. Mikrowohnung bieten alles, was eine größere Wohnung auch bietet, Küche, Bad, Haushaltsgeräte, etc. Der Quadratmeterpreis ist aber im Vergleich wesentlich höher. Mikrowohnung entstehen vor Allem in beliebten In-Gegenden, wo die Bereitschaft groß ist, hohe Preise für Wohnraum zu zahlen. Tiny House 6 Tiny Houses sind einzelne Mikrowohnungen. Die Einschränkung in der Größe ermöglicht es den Bewohnern, sich den Traum vom eigenen Haus am Sehnsuchtsort leisten zu können. Einige Tiny Houses sind darauf ausgelegt, per LKW transportiert zu werden und sind somit eine ausgefallene Variante des Wohnwagens. Klimagerecht Wohnen Die derzeitigen technischen und energetischen Anforderungen an Gebäude machen Planung und Bau sehr aufwändig. Eine Lösung, die in den letzten 30 Jahren vor allem von den Architekten Lacaton & Vassal propagiert wird, ist, eine kleine Wohnung (wie z.b. eine Mikrowohnung), die eine Heizung und alle nötige Technik enthält in einen größeren unbeheizte Raum zu integrieren (wie einen Loft oder Winter garten). 7 Auf diesem Weg ist die Wohnfläche relativ klein, die tatsächliche Nutzfläche aber wesentlich größer. Je nach Wetter eröffnen sich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Co-housing Gemeinschaftliches Wohnen oder Co-Housing bedeutet, seinen Wohnraum in Beziehung zu den Menschen um sich herum (also Nachbarn) zu definieren. Das bedeutet, eine gute Balance zwischen Privatsphäre und Gemeinschaft zu finden, so das alle Erwartungen erfüllt werden können. Erfolgreiche gemeinschaftliche Wohn formen bieten den Bewohnern eine größere Wohnfläche und Annehmlichkeiten, als sie sich allein leisten könnten und bietet ein 8 Gefühl von Zusammengehörigkeit. Die folgenden Beispiele zeigen ausgewählte Modellprojekte. Wohngemeinschaft WG 9 Eine geteilte Wohnung kennen wahrscheinlich die meisten Leute. Es ist meistens eine normale Wohnung in der mehrere Mieter wohnen. Die Schlafzimmer sind privat, die sonstigen Räume (Küche, Wohnzimmer, Bad) teilt man sich. Der Grad der Privatsphäre ist dabei total unterschiedlich. In Italien z.b. ist es ganz normal, sich auch die Schlafzimmer zu teilen. Clusterwohnung Die Idee der Clusterwohnung ist, selbständiges Wohnen und Gemeinschaft zu kombinieren. Das Prinzip ist einfach: mehrere Wohnungen reduzieren ihre private Fläche (meist fallen die Küche und das Wohnzimmer kleiner aus), um eine große gemeinschaftliche Fläche zu gewinnen. In der Praxis bedeutet das, dass man für den Preis einer 60 qm- Wohnung eine 50 qm-wohnung plus 50 qm Gemeinschaftsfläche nutzen kann. Das kann dann eine große 10 Küche, ein Gästezimmer oder ein großes Bad sein; wie bei den WGs sind die möglichen Kombinationen endlos. Clusterwohnung Großhaushalt 11 Diese Art Clusterwohnung wurde in der Zürcher Genossenschaft Kalkbreite entwickelt. Eine große Anzahl Bewohner, die alle in unterschiedlichen Wohnungen leben, teilen sich Gemeinschaftsbereiche. Durch die große Anzahl an Personen können sie sich Annehmlichkeiten, wie eine große Küche mit angestellter Köchin leisten. Die Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten ist aber nicht verpflichtend. Clusterwohnung Siedler 12 Dies ist die klassische Form der Clusterwohnung. Die Gemeinschaftsbereiche stehen nur den Bewohnern der Wohnung zur Ver fügung. Clusterwohnung Nomaden 13 Die Gemeinschaftsbereiche dieser Form der Clusterwohnung stehen auch Bewohnern aus den anderen Wohnungen des Hauses oder sogar der Nachbarschaft zur Verfügung. Clusterwohnung Satelliten 14 Die Besonderheit dieses Typs von Clusterwohnung liegt in seiner Form. Die privaten Bereiche sind wie Inseln umgeben von Gemeinschaftsbereichen. Durch die komplexe Form werden sehr unterschiedliche Nutz ungen möglich. Clusterwohnung Gruppen 15 In dieser Form der WG oder Clusterwohnung teilen sich die Bewohner die Kosten für erweiterte Dienstleistungen, wie z.b. betreutes Wohnen. Nukleuswohnen 16 Diese Wohnung besteht aus Räumen gleicher Größe, die um einen zentralen Kern (der auch Bad und Küche enthält) miteinander verbunden sind. Die Bewohner entscheiden, wie sie die Räume nutzen wollen. Dazu können sie sie umstandslos zusammenlegen oder unterteilen. Jokerzimmer 17 Mehrere Wohnungen teilen sich ein separates Einzelzimmer. Dieses kann untervermietet, als halbeigenständiges Zusatzzimmer für einen Teenager, als Gästezimmer für Eltern, etc. genutzt werden. Das Einzelzimmer kann auch direkt von einer oder mehrere Wohnungen erschlossen sein. Gemeinschaftsraum 18 Alle Bewohner eines Hauses haben Zugang zu einem oder mehreren Gemeinschaftsräumen, für die sie die Nutzungen festlegen können. Ein Gemeinschaftsraum kann Gästezimmer, Partyraum, Gemeinschaftsküche, Waschküche, Bibliothek, Sauna, oder, oder, sein. Quartierraum / Kiezladen 19 Nachbarschaftliche Aktivitäten können immateriell sein, wie zum Beispiel Nachhilfeunterricht geben oder eine Organisation in Interessengruppen. Die architektonische Entsprechung dazu ist, den Garten oder einen Gemeinschaftsraum für die Nachbarschaft zugänglich zu machen. Rue Intérieure 20 Der Französisch-schweizerische Archi tekt Le Corbusier plante 1946 eine sehr schöne Rue intérieure seinem Marseiller Wohnhaus unité d habitation. Seine Idee war es, den Hausflur um Gemeinschaftsräume und Kiezläden zu erweitern und so zu beleben und zu einem Treffpunkt zu machen. Laubengang 21 Laubengänge sind die außenliegende Entsprechung zur Rue intérieure. Sie dienen der Erschließung, sind aber zugleich gemeinsamer Balkon und Treffpunkt der Nachbarn. Wohnen und Arbeiten 22 Mit der Dematerialisierung des Büroarbeitsplatzes wird das Arbeiten von zu Hause aus eine interessante Alternative. Gemeinschaftliche Wohnprojekte können eine günstige Möglichkeit bieten, Arbeitsräume zu integrieren. Prinzenstraße 85D Berlin / Germany
Similar documents
We Need Your Support
Thank you for visiting our website and your interest in our free products and services. We are nonprofit website to share and download documents. To the running of this website, we need your help to support us.

Thanks to everyone for your continued support.

No, Thanks