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KULTUR: Das neue Leben im sanierten Schloss Biesdorf. S. 5 OEHMCKE I m m o b i l i e n über 60 Jahre in Berlin sucht Ein- und Zweifamilienhäuser & Grundstücke Grünauer Str. 6, Berlin-Köpenick
KULTUR: Das neue Leben im sanierten Schloss Biesdorf. S. 5 OEHMCKE I m m o b i l i e n über 60 Jahre in Berlin sucht Ein- und Zweifamilienhäuser & Grundstücke Grünauer Str. 6, Berlin-Köpenick Unsere Erfahrung ist Ihre Sicherheit NATUR: Wo Großstädter mit allen Sinnen genießen können. S. 9 Mit Beilage: HINAUS INS GRÜNE UND ANS WASSER Marzahn-Hellersdorfer in Kooperation mit Bezirks-Journal Größte kostenlose Monatszeitung für Marzahn-Hellersdorf mit Lokalnachrichten von Ahrensfelde bis Mahlsdorf für Menschen Jhg. Ausgabe Juli 2016 Zahl junger Arbeitsloser unter STATISTIK: Bezirk vermeldet niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat einen Meilenstein erreicht: Ende Juni waren nur 966 Jugendliche als arbeitslos gemeldet, der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) freute sich, dass die bezirklichen Anstrengungen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit durch den Masterplan Arbeit und Ausbildung für Alle Jugendlichen in Marzahn-Hellersdorf bis 2016 und die Jugendberufsagentur am Standort im Bezirk so sicht- und messbare Erfolge erzielt haben. Komoß unterstrich, dass nur die Anstrengungen durch das Bezirksamt, das Jobcenter Marzahn-Hellersdorf, die Agentur für Arbeit und die regionale Wirtschaft in vergleichsweise kurzer Zeit ein solches, vor allem für die Jugendlichen, aber auch den gesamten Bezirk erfreuliches Ergebnis erzielen konnten. Nachdem Anfang 2012 noch Jugendliche ohne Arbeit waren, belegt die heutige Zahl einen bezirksweiten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit von 66 Prozent, während sie sich berlinweit im gleichen Zeitraum nur um 34 Prozent reduzierte. Auf einen solchen gemeinsamen Erfolg kann und darf man stolz sein, sagte Komoß. Die Beratung für Jugendliche durch alle Beteiligten unter einem Dach, innovative Maßnahmen wie das persönliche Coaching an Oberschulen und eine stärkere Zusammenarbeit mit Schulen und regionalen Unternehmen bei den Themen Praktikum und Ausbildungsangebote seien wichtige Bausteine der Anstrengungen. (psz.) Berlins erste Seilbahn nimmt Fahrt auf Probebetrieb für Berlins erste Seilbahn auf dem Gelände der künftigen Internationalen Gartenausstellung in Marzahn-Hellersdorf: Eine Kabine ist derzeit für Testzwecke im Einsatz. Ab April 2017 sind dann auf der 1,5 Kilometer langen Strecke 60 Kabinen unterwegs. Mit der Seilbahn gelangen Besucher unter anderem auf den Kienberg. FOTO: V. ELTZEL 2 Bezirks-Leben Juli 2016 Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf Bezirk wehrt sich gegen Giganten EINZELHANDEL: Pläne für Möbelhäuser an der Landsberger Allee stoßen auf Widerstand in Marzahn-Hellersdorf. Des einen Freud, des anderen Leid: Während der Bezirk Lichtenberg froh darüber ist, dass eine Brache an der Landsberger Allee mit zwei neuen Möbelhäusern bebaut wird, gibt es aus dem Nachbarbezirk Marzahn-Hellersdorf Protest. Der Bebauungsplan in dieser Form ist völlig inakzeptabel, sagt der Marzahn- Hellersdorfer Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff (CDU). Auf einer Fläche von 15 Hektar soll neben einem Möbel Höffner-Einrichtungshaus auch ein Sconto-Möbelmarkt entstehen. Dafür hatte die Unternehmensgruppe von Höffner-Eigentümer Kurt Krieger nicht nur das Grundstück des einstigen Möbel Max-Hauses, sondern auch die daneben liegende, am Globus-Baumarkt angrenzende Fläche erworben. Vom Möbel Max-Gebäude steht inzwischen nichts mehr. Und auch eine einstige Lagerhalle aus DDR-Zeiten neben dem Globus ist inzwischen abgerissen. Anzeige Wie berichtet, möchte Krieger ein Höffner-Einrichtungshaus mit rund Quadratmetern Verkaufsläche eröffnen, auf Quadratmetern soll sich der Sconto-Möbelmarkt erstrecken. Pläne Kriegers, das Gelände an der Landsberger Allee zu nutzen, gibt es seit mehr als 25 Jahren. Weil er aber nie zum Noch eine Baustelle: das Gelände der Möbelhäuser in der Landsberger Allee. Für den Standort von Möbel Höffner an der Märkischen Allee in Marzahn änderte der Bezirk erst unlängst den Bebauungsplan. FOTOS: MARCEL GÄDING Zuge kam und Mitbewerber zunächst die Immobilien kauften, baute der bundesweit aktive Berliner Unternehmer zunächst an der Märkischen Allee in Marzahn. Jetzt, da Krieger Eigentümer der Flächen in Lichtenberg ist, soll der Marzahner Standort geschlossen werden. Dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf gehen die Pläne dann aber doch zu weit. Anfang Mai machte Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff (CDU) seinem Ärger im sozialen Netzwerk Facebook Luft: Merkwürdig und für unseren Bezirk nicht gut. Ich werde mich hier mit den Nachbarbezirken beraten, weil die vorliegenden Pläne für unseren Bezirk negative Auswirkungen haben können. Jetzt legt Gräff nach und sagt, er habe für den Bezirk im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Widerspruch gegen Kriegers Pläne am Standort Lichtenberg eingelegt. Was dort geplant ist, ist für die Region zu viel, erklärt Gräff. Man müsse sich unter anderem sehr genau anschauen, wie stark der Anteil des sogenannten zentrenrelevanten Sortiments ist. Darunter fallen Waren, die nicht originär etwas mit Möbeln zu tun haben. Gräff befürchtet, dass Kaufkraft vor allem aus kleineren Kiezen wie der Marzahner Promenade oder dem Fennpfuhl abgezogen werde. Das wird in jedem Fall Auswirkungen haben. Durchaus nachvollziehbar findet Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) die Kritik aus dem Nachbarbezirk. Allerdings verweist er darauf, dass der Standort an der Landsberger Allee im Rahmen des Stadtentwicklungsplanes Einzelhandel als Fachmarktzentrum großflächig ausgewiesen sei. Auch Marzahn-Hellersdorf war an diesem Plan beteiligt, sagt Nünthel. Unter anderem sei in dem Planwerk geregelt, dass an der Landsberger Allee kein sogenannter großflächiger zentrenrelevanter Einzelhandel realisiert werden kann. Dass sich jetzt Höffner entscheidet, aus dem Nachbarbezirk nach Lichtenberg zu ziehen, ist eine unternehmerische Entscheidung, sagt Nünthel. Er glaubt auch nicht, dass das Ansiedlungsvorhaben negative Auswirkungen auf die kleineren Kieze haben wird. Seinen Angaben zufolge hat Höffner bereits einen Bauantrag gestellt. Nünthel geht davon aus, dass bereits im Herbst mit dem Bau der beiden Möbelmärkte begonnen werden kann, soweit wir keine Sachverhalte finden, die dem Vorhaben entgegenstehen. Nünthel sagt auch, dass das, was nach dem Gesetz her genehmigungsfähig ist, von der Behörde auch genehmigt werden müsse. Bislang gab es zwischen Nünthel und seinem Kollegen Gräff keine persönlichen Gespräche, was die Ansiedlung der Möbelhäuser betrifft. Christian Gräff aber kündigte an, mit allen Beteiligten noch einmal über das Projekt sprechen zu wollen. Die Unternehmensgruppe von Kurt Krieger war trotz schriftlicher Nachfrage nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Damit bleibt zunächst unklar, wie es am Standort Marzahn nach dem Umzug von Höffner und Sconto weitergeht. (gäd.) Anzeige TheodorPark: traumhaft wohnen Wer Mahlsdorf hört, denkt an einen ruhigen, etwas verschlafenen Berliner Vorort. Verschlafen ist Mahlsdorf schon lange nicht mehr, aber es bietet immer noch eine entspannte Atmosphäre mit Siedlungs-Charakter. Die baumbewachsenen ruhigen Straßen, neue Wohnsiedlungen und Historisches sowie die Kaulsdorfer Seen und der Berliner Balkon, von dem aus sich Landschaft und Stadt bewundern lässt, prägen das Bild. Geschäfte für den täglichen Einkauf, Cafés und Restaurants sind trotzdem in unmittelbarer Nähe. Über die Bundesstraße B1/B5 ist sowohl der Potsdamer Platz als auch die Autobahnauffahrt Hellersdorf in kurzer Zeit zu erreichen. Die Vielfalt unserer Einfamilien-, Doppelund Reihenhäuser im TheodorPark ist groß. Hier wird der Traum vom eigenen Heim wahr. Solide gebaut in wertbeständiger Massivbauweise lassen sie nahezu keine Wünsche offen. Grundstück, Erschließung sowie eine qualitativ hochwertige Ausführung sind im Preis enthalten. Das schließt Fußbodenheizung, Solarthermie, Rollläden, Tapezier- und Fliesenarbeiten sowie die Errichtung einer Sonnenterrasse, des PKW-Stellplatzes und die Zuwegung zum Haus ein. Damit Sie einen Eindruck von Ihrem neuen Zuhause bekommen, steht Ihnen im TheodorPark ein Musterhaus vom Typ DuoPlus zur Besichtung zur Verfügung. Samstag und Sonntag von Uhr sind wir für Sie da. Ort: Theodorstraße 39/51, Berlin. Kostenfreies Infotelefon: Jahre JAO ggmbh: Festveranstaltung im Kulturforum Hellersdorf HELLERSDORF. Unter dem Motto Der Weg bleibt das Ziel beging die JAO ggmbh ihren 25. Geburtstag mit einer Festveranstaltung im Kulturforum Hellersdorf. Dazu waren Mitstreiter, Freunde und Kollegen aus den zurückliegenden 25 Jahren eingeladen. Der Geschäftsführer Rainer Rühlemann berichtete in einer bewegenden Rede über den Werdegang und die zahlreichen Erfolge seit der Gründung im Jahre Erfolge konnten insbesondere im Kinderund Jugendbereich erreicht werden. Ob in der KITA-Betreuung, in der Jugendhilfe, im Freiwilligendienst oder in der Unterstützung junger Menschen bei der beruflichen Orientierung leistet das JAO einen großen Betrag in der Kinder- und Jugendarbeit des Bezirkes. Zahlreiche Ehrengäste wie die Vizepräsidentin des Bundestages Petra Pau (DIE LINKE) oder der Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellersdorf Stefan Komoß (SPD) überbrachten die herzlichsten Glückwünsche. Die besonderen Verdienste von Rainer Rühlemann für die Kinder- und Jugendarbeit in den letzten 25 Jahren sollen mit einer Verdienstehrung oder einem Orden gewürdigt werden. Dies teilte der Kaulsdorfer SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier auf der Veranstaltung mit. Die Anregung für eine Ehrung kam von der Hellersdorfer Unternehmerin Karin Büttner. Sven Kohlmeier der die Idee sofort unterstützte, hat den Vorschlag für eine Ehrung in das offizielle Verfahren veranlasst. (bzj.) Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf Juli 2016 Der Bezirk wird älter, und das gewaltig. Innerhalb von 15 Jahren nahm die Zahl der Menschen ab 50 Jahren um mehr als 60 Prozent zu. Während laut der gerade veröffentlichten Studie 50 Jahre und älter in Marzahn-Hellersdorf die meisten Befragten zufrieden mit ihrem Leben sind, warnt die zuständige Gesundheits- und Sozialstadträtin Dagmar Pohle (DIE LINKE) vor einer Ghettobildung. Im Bezirk leben aktuell Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind von ihnen hatte das Bezirksamt im vergangenen Jahr angeschrieben und um Auskunft gebeten: Ziel war es herauszufinden, wo der sprichwörtliche Schuh drückt Bewohner (16 Prozent) füllten den 20-seitigen Fragebogen aus. Die Ergebnisse wertete das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum im Auftrag der Verwaltung aus. Sie sollen in die Kommunalpolitik der kommenden vier Jahre Berücksichtigung finden, wie Sozialstadträtin Dagmar Pohle sagt. Zum vierten Mal hatte das Bezirksamt eine solche repräsentative Studie in Auftrag gegeben. Innerhalb von 15 Jahren stieg die Zahl der Menschen ab dem 50. Lebensjahr von auf , das sind 61 Prozent. Gemessen an der Gesamtbevölkerung von Marzahn-Hellersdorf beträgt deren Anteil inzwischen 43 Prozent. Immerhin: 73 Prozent der Menschen zwischen 50 und 65 Jahren gaben an, dass sie eine feste Arbeit haben. Im Umkehrschluss heißt das aber: Der Rest lebt von Transferleistungen, Frührente oder anderen Zuwendungen. Es fehlt vor allem an einfachen Tätigkeiten, konstatiert die Wissenschaftlerin Dr. Hanna Haupt vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.v. Vor allem in den Stadtteilen Marzahn- Nord, Hellersdorf-Nord, Hellersdorf- Ost und Marzahn-Mitte besteht nach Ansicht von Sozialstadträtin Dagmar Pohle ein akuter Handlungsbedarf an öffentlich geförderten Beschäftigungen. Weil viele Betroffene mangels Arbeit auch nicht in die Rentenkasse einzahlen, steige das Armutsrisiko allein in Marzahn-Nord auf 30 Prozent, bezirksweit von 14 auf 17 Prozent. Die Bezirksstadträtin glaubt, dass die Zahl derer, die zu ihrer Rente zusätzliche Sozialleistungen auch Grundsicherung genannt beantragen müssen, steigen werde. Anzeige Bezirks-Leben 3 Stadträtin warnt vor Ghettobildung SOZIALSTUDIE: Die Zahl der Menschen ab 50 Jahren nahm in 15 Jahren um mehr als 60 Prozent zu. Hanna Haupt und Dagmar Pohle präsentierten die Zahlen. Erleben Sie eine Reise durch die asiatische Küche! mongolisch chinesisch thailändisch vietnamesisch japanisch 50 Meter langes Buffet Außenterrasse mit 200 Plätzen Räume für Feiern und Tagungen für bis zu 150 Personen MITTAGS-BUFFET all you can eat 9 90 Mo-Fr 12:00-16:30 Uhr pro Person ERLEBNIS-BUFFET mit mongolischer Showküche pro Person Mo-Fr 17:30-22:00 Uhr Sa, So, Feiertag 12:00-22:00 Uhr Kinder von 4-10 Jahren zahlen nur die Hälfte Zhou s Five Ausschneiden & sparen!* Gutschein VICTORIA CENTER Marktstraße Berlin-Lichtenberg Tel: MOA BOGEN CENTER Stephanstraße Berlin-Moabit Tel FOTO: MARCEL GÄDING ÖFFNUNGSZEITEN tgl Uhr 2 Std. Parken kostenlos *Ein Gutschein gilt für 2 Personen für Speisen vom Erlebnis-Buffet. Gutschein gilt bis Keine Barauszahlung. Hintergrund: 41 Prozent der Befragten verfügen über keine zusätzliche Altersversorgung in Form beispielsweise von Privat- oder Betriebsrenten. Altersarmut ist damit programmiert. Das bedeutet, dass die Fachämter anders ausgestattet werden müssen. Unter anderem sollte die ressortübergreifende Bezirkspolitik durch Moderation dieser Probleme mit den Wohnungsunternehmen einer Ghettobildung von prekären Lebensverhältnissen entgegenwirken und für die Stärkung der sozialen Durchmischung der Wohnquartiere werben, heißt es unter anderem in der Studie. Wichtig sei, die soziale Teilhabe der sozial benachteiligten Gruppen zu stärken, sagt Dagmar Pohle. Sie glaube, dass es vor Ort noch mehr adäquate Beratungs- und Betreuungsangebote, aber auch Treffpunkte für ältere Menschen geben muss. Natürlich sei der Ghettobildung ein schwieriger Begriff, sagt Dagmar Pohle. Aber wir müssen deutlich machen, dass wir bei bestimmten Problemlagen eine sozialräumliche Konzentration haben. Nur so könne man rechtzeitig gegensteuern. Die Autoren der Studie weisen zudem auf ein weiteres Problem hin: die soziale Vereinsamung. So gaben 16 Prozent der Befragten an, alleine zu leben. Von einer Tendenz zur sozialen Isolierung sprechen die Wissenschaftler sodann. Erfreulich: 47 Prozent, und damit 8 Prozent mehr als 2010, gaben an, dass sie von dem monatlich zur Verfügung stehenden Geld leben können. 63 Prozent haben im Monat 900 Euro und mehr zum Leben. Und: 67 Prozent der Befragten sind aktuell mit ihrer Lebenssituation zufrieden, 74 Prozent leben gerne in ihrer eigenen Wohnung. Fast jeder zweite Mensch ab 50 wünscht sich, auch im Alter zu Hause zu leben und dort Pflegeleistungen in Anspruch zu nehmen, 41 Prozent können sich ein Leben in einer Wohnanlage für Senioren vorstellen. (gäd.) 4 Bezirks-Leben Juli 2016 Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf Modellprojekt mit Zukunft SOZIALES: Seit fünf Jahren finden alleinerziehende junge Menschen bei JULE nicht nur eine Wohnung, sondern auch Unterstützung. Die Initiatoren ziehen eine erfolgreiche Bilanz. Als Nancy vor fünf Jahren Stress mit ihrem Ex-Freund hatte, wollte sie nur noch eins: raus von Zuhause und ein eigenes Leben führen. Doch wohin, mit einem gerade geborenen Kind, ohne Ausbildung? Nancy musste nicht lange suchen und fand im Projekt JULE eine Wohnung. Viel wichtiger aber: Die junge Frau bekam alle erdenkliche Unterstützung. Heute steht die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin mit beiden Beinen fest im Leben. Sie hat einen unbefristeten Job, verdient ihr eigenes Geld und lebt glücklich mit einem neuen Partner ganz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes, dem Unfallkrankenhaus Berlin. Die Geschichte von Nancy ist eine von vielen, die eng mit dem Projekt JULE in Verbindung stehen. Das wurde 2011 ins Leben gerufen, unter anderem mit Unterstützung der landeseigenen Wohnungsgesellschaft degewo. Der Anlass war ganz banal: Unsere Kollegen in der Vermietung haben festgestellt, dass immer wieder alleinerziehende, junge Erwachsene nach Wohnraum fragten, erinnert sich Dirk Enzesberger, bis Ende Juli Chef des degewo-kundenzentrums in Marzahn. Viele der jungen Marzahner aber waren meist verschuldet und hatten keine abgeschlossene Berufsausbildung. Während andere Vermieter solchen Interessenten in der Regel Absagen erteilen, machte sich die degewo auf die Suche nach Netzwerkpartnern. Das Ziel: Genau diesen Menschen dabei helfen, die Schule abzuschließen, einen Beruf zu erlernen und auf eigenen Füßen zu stehen ganz ohne Geld vom Amt. Mit dem Bezirksamt, dem Jobcenter sowie dem Verein Kinderring und dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis gründete die degewo JULE, was abgekürzt für Junges Leben steht. Die Wohnungsbaugesellschaft stellte Wohnungen an der Golliner Straße zur Verfügung, half bei der Sanierung des Plattenbaus. Heute erstrahlt die Fassade im Marzahner Norden in bunten Tönen. Nancy (links) und Sandra sind junge Mütter. Bei JULE wurden sie beste Freundinnen. Im Erdgeschoss gibt es Gemeinschaftsräume, Büros von Sozialarbeitern und Spielstuben für die Kleinen. In den oberen Etagen hat jeder Jugendliche sein eigenes, privates Reich. Heute, fünf Jahre danach, sagt Dirk Enzesberger: Das Engagement hat sich gelohnt. Eindeutig! Der Betriebswirt macht dies an zwei Dingen deutlich. Zum einen kostet die Unterbringung FOTO: MARCEL GÄDING und Betreuung alleinerziehender junger Erwachsener im Projekt JULE pro Fall und Jahr bis zu Euro weniger. Viel entscheidender aber ist: Die meisten jungen Mütter und Väter haben eine Ausbildung begonnen beziehungsweise abgeschlossen, einige inzwischen sogar eine eigene Wohnung und Arbeit. Zunächst wurde das Projekt mit Mitteln der Europäischen Union finanziert. Als die Förderung auslief, sprang die degewo ein mit insgesamt Euro. Aktuell leben in dem Wohnhaus der degewo zehn Mütter, ein Vater sowie zwölf Kinder unter einem Dach. Für zwölf Wohnungen hatten wir 68 Bewerbungen, erinnert sich Projektleiterin Marina Bikádi. Weil von jedem Jugendlichen erwartet wird, dass er etwas an seinem Leben verändern will, sind die Regeln bei JULE hoch. Daher haben wir uns auch von drei Bewohnern wieder getrennt, sagt Bikádi und fügt hinzu: Im Guten! Bis heute wurden 28 junge Menschen bei JULE betreut. Bei all der Freude über die Bilanz: Bis vor wenigen Wochen war unklar, ob das Modellprojekt eine Zukunft hat. Ende des Jahres endet das Engagement der degewo. Jugendstadträtin Juliane Witt (DIE LINKE) aber brachte kürzlich gute Nachrichten: Ab dem 1. Januar 2017 übernimmt das Jugendamt die Kosten für JULE. Das Geld muss der Bezirk ohnehin zur Verfügung stellen, weil er nach dem Sozialgesetzbuch verpflichtet ist. Neu wird sein, dass sich JULE auch jungen alleinerziehenden Erwachsenen öffnet, die nicht im Haus wohnen. Die Arbeit mit dem Verein Kinderring soll fortgesetzt werden, sagt Witt. Wir setzen das Projekt auf gute, fachliche Füße. Für die Kommunalpolitikerin ist das auch ein Zeichen dafür, dass Alleinerziehende nicht allein gelassen werden. Denn: Der Anteil Alleinerziehender in Marzahn-Hellersdorf beträgt 37,2 Prozent. In Hellersdorf Süd liegt er sogar bei 64,2 Prozent. Nancy ist froh, dass es JULE gibt. Obwohl sie schon ein Jahr in der eigenen Wohnung lebt, kommt sie immer wieder zur Golliner Straße. Sie sagt: Das Projekt stand die ganze Zeit hinter mir. Burkhard Zimmermann, der Vorsitzende des Kinderring Berln e.v., hofft nun, dass das Projekt auch anderswo zum Tragen kommt. Immerhin gibt es schon ernsthaftes Interesse in Nauen (Havelland). (gäd.) Ihre Werbung fehlt? Rufen Sie uns an! Tel Katja Aßmann hat die künstlerische Leitung von Schloss Biesdorf übernommen. Sie soll es zu einem Kulturzentrum entwickeln. FOTOS: MARCEL GÄDING Bezirks-Journal Marzahn-Hellersdorf Juli 2016 Bezirks-Leben 5 Schloss Biesdorf wird Zentrum für Kunst KULTUR: Eine Direktorin aus dem Westen, Kunst aus dem Osten ab September zieht in die sanierte Siemens-Villa neues Leben ein. Ihren ersten öffentlichen Auftritt meistert Katja Aßmann souverän: Vor der versammelten Hauptstadtpresse lieferte die Architektin und Kunsthistorikerin einen ersten Einblick auf das, was die Besucher und die Kunstwelt ab dem 9. September auf Schloss Biesdorf erwartet. Dieser Standort hat die K
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